Willkommen zur ersten Folge von „Berufsdeutsch“! Du kommst an deinem ersten Arbeitstag ins Büro, die Tür geht auf und du siehst fünf neue Gesichter – was sagst du?
In dieser Podcast-Folge von Learn German klären wir die wichtigsten Fragen rund um das Begrüßen und Verabschieden im deutschen Berufsalltag. Wir sprechen darüber, wann ein Händedruck noch angebracht ist, welche regionalen Unterschiede wie „Moin“ oder „Grüß Gott“ du kennen solltest und warum ein einfaches „Schönen Feierabend“ entscheidend für dein Ansehen im Team sein kann.
In dieser Folge lernst du:
Die richtige Strategie für das Händeschütteln (und wann man es lässt). Formelle vs. lockere Begrüßungsformeln für moderne Büros und Startups. Warum aktives Grüßen auf dem Flur oder in der Teeküche so wichtig ist. Wie du dich professionell verabschiedest, anstatt einfach zu „verschwinden“. Egal, ob du gerade deinen ersten Job in Deutschland startest oder dich in Meetings sicherer fühlen möchtest – diese Tipps helfen dir, sofort souverän und sympathisch zu wirken.
Lass uns in den Kommentaren wissen: Welcher Gruß hat dich in Deutschland am meisten überrascht?
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This podcast episode from \"Berufsdeutsch\" provides a practical guide on greeting and saying goodbye in a German professional environment. It emphasizes that small social cues—such as handshakes, active greetings, and proper farewells—are crucial for appearing confident and polite during one's first days at a new job.
Berufsdeutsch, der Podcast von Learn German für alle, die im deutschen
Berufsalltag sicher ankommen wollen. In jeder Folge eine Situation aus der
Arbeitswelt. Praktisch und auf den Punkt. Los geht's!
Berufsdeutsch Folge 1. Begrüßen und Verabschieden im deutschen Berufsalltag.
Stellen sie sich vor, sie kommen an ihrem ersten Arbeitstag ins Büro.
Die Tür geht auf. Sie sehen fünf Menschen, die sie noch nie gesehen haben und die
erste Frage ist schon da. Wie begrüße ich die eigentlich? Hand geben? Einfach
Hallo in den Raum sagen? Das klingt nach einer Kleinigkeit, aber genau solche
Kleinigkeiten entscheiden in den ersten Minuten, ob sie sicher wirken oder
unsicher. Fangen wir mit dem Händeschütteln an.
In Deutschland ist der Händedruck traditionell die Standardbegrüßung im
Beruf, bei der Vorstellung, im Bewerbungsgespräch. Fest, kurz, mit
Blickkontakt. Nicht zu fest, aber auch nicht wie ein nasser Waschlappen. Zwei,
drei Sekunden reichen. Aber Achtung! Seit der Corona-Zeit ist das
Händeschütteln längst nicht mehr selbstverständlich. Viele nicken heute
nur und sagen Hallo, freut mich. Für sie heißt das, warten sie einen kleinen
Moment ab. Streckt die andere Person die Hand aus, dann geben sie die Hand. Nickt
sie nur, dann nicken sie auch. Sie reagieren einfach auf ihr Gegenüber.
Das ist die sicherste Strategie. Kommen wir zum Grüßen mit Worten. Guten Morgen
und guten Tag passen immer überall. Etwas lockerer ist Hallo. Das hören sie
in den meisten modernen Büros ständig. Hi ist noch lockerer, eher unter
jüngeren Leuten oder in Startups. Und dann gibt es regionale Grüße, die am
Anfang verwirren. Im Süden, Grüß Gott. Im Norden, Moin. Und Moin sagt man den
ganzen Tag, nicht nur morgens. Am Anfang wundert man sich, aber man gewöhnt sich
schnell daran. Ein Punkt, der oft unterschätzt wird. Wann grüßt man
überhaupt? Die deutsche Antwort ist klar. Man grüßt aktiv. Morgens sagt man Guten
Morgen in die Runde, auf dem Flur, im Aufzug, in der Teeküche. Man grüßt. Nicht
zu grüßen wird schnell als unhöflich oder arrogant gelesen, auch wenn sie es
gar nicht so meinen. Ein kurzes Morgen mit einem Nicken reicht völlig, aber
dieses kleine Signal wird erwartet. Warum? Der Gruß zeigt, ich nehme dich wahr, ich
ignoriere dich nicht. Das ist eine Grundhöflichkeit, die im Arbeitsalltag sehr
fest verankert ist. Kurzum sitzen und duzen, denn das steckt in jeder
Begrüßung mit drin. Neue Kolleginnen und Kollegen sieht man erst mal. Guten
Morgen, Herr Weber. Hallo, Frau Yilmaz. Am ersten Tag mit Sie zu starten, ist nie
falsch. Damit können Sie nichts kaputt machen.
Wer wann das Du anbietet, dazu machen wir eine eigene Folge. Und jetzt der Teil, den
viele komplett vergessen, das Verabschieden. Das ist mindestens so
wichtig wie das Begrüßen. In Deutschland geht man abends nicht einfach
kommentarlos aus dem Büro. Schönen Feierabend, bis morgen, das gehört dazu.
Wenn Sie einfach verschwinden, wirkt das fast so, als wären Sie heimlich gegangen.
Tschüss ist die lockere Form, auf Wiedersehen die formelle. Am Telefon sagt
man auf Wiederhören. Besonders typisch ist, schönen Feierabend.
Das gibt es so im Englischen gar nicht. Feierabend, das ist das Ende des
Arbeitstages, die Freizeit danach. Dem anderen einen schönen Feierabend zu
wünschen, zeigt eine kleine freundliche Anerkennung.
Übernehmen Sie das und Sie klingen sofort ein bisschen mehr wie jemand, der
dazu gehört. Kurz zusammengefasst, beim Händeschütteln reagieren Sie auf Ihr
Gegenüber. Grüßen Sie aktiv, ein kurzes Signal reicht, aber es wird erwartet. Am
Anfang sitzen, das ist nie falsch und verabschieden Sie sich, statt einfach zu
verschwinden. Das war Folge 1. Nächstes Mal geht es um das
Du-Angebot. Wer bietet es wem an und wie reagieren Sie darauf? Bis dahin, schönen
Feierabend!