⭕️ Nach mehr als zwei Monaten voller Ungewissheit im Lockdown in China hat es eine Amerikanerin schließlich zurück nach Hause geschafft. Ihr Flug wurde wiederholt gestrichen. Sie hatte befürchtet „für immer“ in China gefangen zu sein. Cheney Wu von NTD mit der Geschichte.
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Nach mehr als zwei Monaten voller Ungewissheit im Lockdown in China
hat es eine Amerikanerin schließlich zurück nach Hause geschafft.
Ihr Flug wurde wiederholt gestrichen.
Sie hatte befürchtet, für immer in China gefangen zu sein.
Shani Wu von NTD mit der Geschichte.
Ich befinde mich auf der letzten Etappe meiner Reise
und wollte mich kurz von allen in China verabschieden.
Es gibt hier eine Menge wirklich netter Leute
und ich hoffe, dass ihr diese Abriegelung so gut wie möglich übersteht.
Seit 65 Tagen versucht die Amerikanerin Laura Hudson, China zu verlassen.
Am 8. März kündigte sie aus privaten Gründen ihre Lehrerstelle in der Stadt Changchun.
Doch nur drei Tage später verhängte die Regierung in Changchun eine Ausgangssperre.
Die Stadt stellte den gesamten öffentlichen Verkehr ein, darunter auch den Flugbetrieb.
Alle 9 Millionen Einwohner mussten zu Hause bleiben.
Dadurch war Hudson den größten Teil der Monate März und April in ihrer Wohnung eingeschlossen,
ohne einen funktionierenden Warmwasserbereiter.
Die meiste Zeit schrieb sie an einem Buch und versuchte herauszufinden,
wie sie Lebensmittel kaufen und einen Flug aus China herausbekommen können.
Ich habe versucht herauszufinden, wie ich hier wegkomme, bevor ich eines Tages sterbe.
Nach Aufhebung des Lockdowns in Changchun
konnte Hudson schließlich am 11. Mai einen Flieger von Changchun nach Peking nehmen.
Dort bestieg sie am Nachmittag eine Maschine nach Los Angeles.
Bevor sie an Bord des Flugzeugs ging und an ihre vielen stornierten Flugtickets dachte, sagte sie,
Ich habe nachgezählt und es waren ungefähr 8 oder 9 Tickets.
Ich glaube, dass ich die USA so schnell nicht mehr verlassen werde, wenn ich zurück bin, um ehrlich zu sein.
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, WHO, kritisiert Pekings Null-Covid-Politik als unhaltbar.
Er fordert China auf, den Kurs im Umgang mit dem Virus zu ändern.
Seine Äußerungen haben in Peking für Verärgerung gesorgt und eine neue Zensurwelle ausgelöst.
Werfen wir einen Blick darauf.
Der WHO-Chef wird nun in China wegen seiner Kommentare zensiert.
Was die Null-Covid-Politik anbelangt, glauben wir nicht,
dass sie angesichts des Virusverhaltens und unserer Zukunftspognosen nachhaltig ist.
Tedros sagte diese Worte am Dienstag während eines Medienbriefings.
Damit geht die WHO erstmals auf Distanz zur chinesischen Politik.
Auf Chinas zwei größten Social-Media-Plattformen Weibo und WeChat ist Tedros nun gesperrt.
Ein Weibo-Hashtag mit Tedros Namen wurde zensiert, ebenso wie Bilder seines Gesichts.
Laut Berichten in den sozialen Medien wurde ein ähnlicher Artikel auf WeChat blockiert und kann nicht geteilt werden.
Der Artikel verstößt gegen die einschlägigen Gesetze und Vorschriften und darf nicht geteilt werden.
Peking reagierte am folgenden Tag bei einer Pressekonferenz auf die Stellungnahme der WHO.
Beamte bezeichneten Tedros Kommentare als unverantwortlich.
Pekings Uneinigkeit mit der WHO kommt zu einem merkwürdigen Zeitpunkt.
Einige Tage vor Tedros Erklärung bekräftigte Xi Jinping, Chinas KP-Führer, die rigorose Null-Covid-Politik beizubehalten.
Er betonte, Peking werde, Zitat,
Mehr als 300 Millionen Menschen sind aktuell in China eingeschlossen.
Viele dürfen das Haus nur verlassen, um sich auf SARS-CoV-2 testen zu lassen.
In vielen Gebieten werden täglich Massentests durchgeführt.
Shanghai ist seit sieben Wochen vollständig abgeriegelt.
Auch Peking hat seine Vorschriften verschärft, was bei den Einwohnern die Sorge auslöst,
dass Peking den gleichen Weg wie Shanghai einschlagen könnte.