⭕️ Die EU-Abgeordneten haben ein Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren ab 2035 beschlossen. Grund dafür sei unter anderem ihre Sorge wegen der Abhängigkeit von russischen Kraftstoffen. Die Hersteller werden sich nun umstellen und auf einen harten Wettbewerb einstellen müssen. David Vives, NTD-Korrespondent in Frankreich, sprach mit Experten, wie sich das Verbot auf die Autoindustrie in Europa auswirken könnte.
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Die EU-Abgeordneten haben ein Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren ab 2035 beschlossen.
Grund dafür sei unter anderem ihre Sorge wegen der Abhängigkeit von russischen Kraftstoffen.
Die Hersteller werden sich nun umstellen und auf einen harten Wettbewerb einstellen müssen.
David Vivès, NTD-Korrespondent in Frankreich, sprach mit Experten,
wie sich das Verbot auf die Autoindustrie in Europa auswirken könnte.
Dieses Gesetz könnte die geplante grüne Wende in Europa einläuten.
Die Abgeordneten des EU-Parlaments stimmten am Mittwoch, den 8. Juni,
für ein EU-Verkaufsverbot für neue Benzin- und Dieselfahrzeuge ab 2035.
Der Gesetzentwurf ist Teil einer Reihe von EU-Klimaschutzmaßnahmen,
mit denen die Emissionen in Europa in den nächsten zehn Jahren gesenkt werden sollen.
Doch abgesehen von der EU-Klimaagenda hat der Konflikt in der Ukraine die Debatte angeheizt.
Geld, das für erneuerbare Energien in Europa ausgegeben wird, bleibt in der EU.
Geld, das für russische fossile Brennstoffe ausgegeben wird, verschwindet in Putins Taschen
und wird von ihm genutzt, um Krieg gegen friedliche Nachbarn zu führen.
Die französische Abgeordnete Joëlle Mellan sagte,
das Pariser Abkommen forciere ein unkontrolliertes Einheitsdenken.
Indem Europa die Schwellenwerte für die Dekarbonisierung über sehr kurze Fristen anhebt,
nimmt es Bürger und Unternehmen als Geißeln,
Die Versuche einiger Abgeordneter, die CO2-Reduzierung um 90% bis 2035 abzumildern, wurden abgelehnt.
Die Abstimmung folgt einem Vorschlag der EU-Kommission.
Dieser forderte eine hundertprozentige Reduzierung der CO2-Emissionen bei Neuwagen bis 2035.
Diese Änderung wird die Autoindustrie in Europa stark beeinträchtigen.
Einige Abgeordnete wiesen darauf hin, dass die Autoindustrie nicht die Schuld dafür tragen sollte.
Der französische Wirtschaftswissenschaftler Philippe Herlin ist überzeugt,
dass die europäischen Autohersteller ihre Position auf dem Weltmarkt verlieren werden.
Es gibt einige, die uns voraus sind, insbesondere die Amerikaner mit Tesla, aber auch China.
Hildegard Müller, die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie VDA in Deutschland,
ist der Ansicht, dass sich die Entscheidung des EU-Parlaments gegen seine Bürger
den Markt Innovation und moderne Technologien richtet.
Die EU-Entscheidung werde, so Müller, für die Verbraucher teuer werden,
sodass sie letztendlich das Vertrauen verlieren.
Der französische Wirtschaftswissenschaftler Herlin sagt,
dass die weltberühmten europäischen Autos letztendlich ihren Reiz
und wahrscheinlich auch ihre Käufe verlieren werden.
Für die europäischen Unternehmen wird es verheerend.
Sie werden auf dem Elektroautomarkt verlieren.
Können wir uns einen elektrischen Ferrari vorstellen?
Ich bin mir nicht sicher.
Wir träumen von einem elektrischen Porsche,
aber davor wird es sehr wettbewerbsfähige chinesische Modelle geben.
Das wird für den Automobilsektor verheerend sein.
Das Gesetz ist noch nicht endgültig in Kraft.
Die Abstimmung vom Mittwoch zeigt jedoch die Haltung des Parlaments
für die bevorstehenden Verhandlungen mit den EU-Ländern über das endgültige Gesetz.
David Wives, NTD News.