Präfix & Präposition: AB- und AN- | Deutsch lernen A2/B1/B2

Lingster Academy
15 Abonnenten
🎁 Hol dir das kostenlose Material hier: https://lingster.de/material
Deutsch lernen: Verben mit den Vorsilben AB- und AN- (Präfix) Verben mit Präpositionen │ Präpositionalobjekte – Lerne die deutsche Grammatik: Verben mit Präpositionen. Einige Verben, Nomen und Adjektive brauchen eine bestimmte Präposition (Akkusativ/Dativ).
WILLST DU NOCH MEHR DEUTSCH LERNEN?
🚀 Dann komm in einen meiner exklusiven Deutschkurse: https://elopage.com/s/lingster.academy
🌍 Besuche meine WEBSITE für noch mehr Input: https://lingster.de
MEINE ANDEREN KANÄLE:
🔹Instagram:
/ lingster.academy
🔹TikTok:
/ lingster.academy
#deutschlernen #deutschkurs #grammatik
Jetzt geht's ab!
Hallo und herzlich willkommen in der Lingster Academy!
Ich bin deine Deutschlehrerin Julia und mit diesem Video startet eine neue
Serie auf meinem Kanal und die heißt: Wie benutzt man kleine Wörter? Bestimmt weißt du sofort, was
ich meine. „an, auf, aus, über, unter, mit, zu“ usw. gehören dazu. Davon gibt es ziemlich viele
und es gibt vor allem oft mehrere Möglichkeiten, diese kleinen Wörter zu verwenden. Schau mal:
Der Zug kommt um 9 Uhr an.
Ich denke an dich.
Obst ist reich an Vitaminen.
Ich habe keine Erinnerung an meinen ersten Schultag.
Gleiches Wort, unterschiedliche Bedeutung. Im ersten Satz ist „an“ eine Vorsilbe,
auch Präfix genannt und gehört zum Wort „ankommen“. Im zweiten Satz ist
es eine Präposition. Die gehört zwar auch zum Verb, steht aber dahinter:
denken an. Diese Präposition gehört fest zum Verb. Das gibt es auch für manche Adjektive,
zum Beispiel „reich an“ etwas sein, oder für Nomen: die Erinnerung an etwas
Ich weiß, es ein Chaos, aber keine Sorge, mit dieser neuen Videoreihe gehen wir richtig ins
Detail, sodass du auch die Bedeutung der kleinen Wörter verstehst und genug Beispiele bekommst.
Außerdem empfehle ich dir, direkt das 1x1 der kleinen Wörter herunterzuladen, denn damit hast
du sie alle im Überblick. Du bekommst sie wie immer kostenlos über den Link unter diesem Video!
Also, bist du bereit? Dann geht’s los! Heute schauen wir uns die zwei
kleinen Wörter ab- und an-, an. Das sind zwar erst mal nur zwei,
aber die kommen so oft vor und haben Hunderte Möglichkeiten der Verwendung.
Schau dir die folgenden Sätze an:
Der Frisör wird meine Haare abschneiden. Sie können Ihre Sachen hier ablegen. Du
musst deinen Ausweis abgeben. Die Firma muss Jobs abbauen. Der Chef will mir
50 Euro von meinem Lohn abziehen. Ich müsste mal wieder das Regal abstauben.
Kannst du mich von der Bushaltestelle abholen? Man soll sich im Unterricht
nicht zu sehr ablenken. Man kann Grammatik und Wortschatz nicht immer voneinander abgrenzen.
Was denkst du den Beispielen? Es geht um eine Trennung, etwas wird entfernt oder weggemacht,
dazu gehört natürlich auch das Verb „abmachen“.
Übrigens sind das alles trennbare Verben. Ich habe schon einmal ein
Video über Trennbarkeit und Untrennbarkeit gemacht, das kannst du dir hier anschauen.
Ja, das war eine Bedeutung von „ab“. Aber es gibt noch mehr, schau mal hier:
Der Bus wird in 5 Minuten abfahren. Das Fleisch ist schon seit Tagen abgelaufen.
Wann werdet ihr das Projekt abschließen? Ich hoffe, dass meine Schmerzen bald abklingen.
Ich kann das Video nicht abspielen. Am Ende des Monats werden wir dein Gehalt abrechnen.
Was erkennst du hier? Es geht im Grunde um den Beginn oder das Ende einer Handlung.
Es gibt noch eine weitere Bedeutung:
Ich will diesen Sommer 5 Kilo abnehmen. Man kann den Lärm mit einem Lärmschutz abschwächen. Durch
den Klimawandel werden viele Seen abgesenkt. Durch Wind wird Sand von der Erde abgetragen. Welche
Bedeutung hat „ab“ in diesem Kontext? Etwas wird weniger, es gibt eine Reduktion oder Verringerung.
Und zum Schluss noch eine letzte, allgemeinere Bedeutung: Der Lehrer
wird mein Wissen abfragen. Du musst dich mit der Situation abfinden. Ich kann nicht abschätzen,
wie lange wir warten müssen. Mit der Zeit wird sich Material abnutzen.
Du siehst, ganz schön viele verschiedene Bedeutungen. Und das waren erst die Vorsilben.
Jetzt kommen wir noch zu der Präposition „ab“. Da habe ich aber eine gute Nachricht:
„ab“ benutzt man eigentlich nur für einen Startpunkt. Hier ein paar Beispiele:
Ich bin ab Montag im Urlaub. Dieses Zugticket gilt erst ab Stuttgart.
Ab heute beginnt mein neues Leben. Ab hier geht es nur noch bergauf.
Es gibt, soweit ich weiß, keine Verben mit der
Präposition „ab“ – das macht das Ganze natürlich etwas einfacher.
Dafür kommen wir jetzt aber zu dem kleinen Wort „an“ und das wird sowohl
als Vorsilbe als auch als Präposition sehr häufig benutzt. Bist du bereit?
Man darf im Museum nichts anfassen und sich nirgendwo anlehnen. Man darf sich
aber alles anschauen oder ansehen. Kannst du mich anrufen? Willst du
das Lied anhören? In der Mail ist ein Dokument angehängt. Ich möchte dieses
Bild an der Wand anbringen. Du sollst mich vor 8 Uhr morgens nicht ansprechen. Sie hat
sich mit den Nachbarn angefreundet. Ich werde mich für den Kurs anmelden.
Worum geht es in diesen Sätzen? Um Nähe,
um Kontakt oder Befestigung. Es gibt noch eine weitere Bedeutung, schau mal hier:
Der Film wird gleich anfangen. Für ein Feuer kann
man Holz anzünden. Kannst du das Radio anschalten? Der Zug wird um
8 Uhr ankommen. Ich möchte die Tafel Schokolade anbrechen. Lass uns das Problem angehen!
Welche Bedeutung fällt dir hier auf? Es geht um den Beginn einer Aktion oder eines Zustands.
Noch eine Bedeutung: Du musst dich mehr anstrengen! Die Bank wird die Zinsen
anheben. Die Fans wollen ihren Club anfeuern. Der Meeresspiegel wird weiter ansteigen.
Was könnte es in diesem Kontext bedeuten? Etwas nimmt zu bzw. wird mehr oder größer.
Und dann gibt’s noch eine Kategorie, bevor wir uns „an“ als Präposition anschauen:
Der Täter wurde vom Opfer angeklagt. Wird man mein Diplom im Ausland anerkennen?
Diese beiden kann man nicht so richtig zu einer
Kategorie zuordnen, daher nennen wir sie mal spezifische Zustände oder Prozesse.
Wenn dir noch andere Verben mit diesen beiden Vorsilben einfallen,
dann schreib sie in die Kommentare!
Und damit kommen wir zu „an“ als Präposition:
Wo hängt das Bild? an der Wand, am Kühlschrank,
an der Tür usw. Das Hotel befindet sich direkt am Strand, an der Hauptstraße oder am Waldrand.
Diese lokale Bedeutung kennst du ja bestimmt, du kannst sie auch für Richtungen benutzen,
wenn du auf die Frage „Wohin?“ antwortest: Ich gehe an den Strand, an den See etc.
Dann gibt es aber auch noch eine temporale Bedeutung, die auf die Frage „Wann?“ antwortet:
An diesem Mittwoch hat sie Geburtstag. An den Wochenenden geht sie meistens in die Disko.
Und zum krönenden Abschluss der heutigen Lektion kommen wir zu einer ganz abstrakten
Verwendungsweise von „an“, nämlich in einer festen Verbindung mit einem Verb. Warum gibt
es das? Keine Ahnung, aber es gibt viele Verben, die eine bestimmte Präposition brauchen und leider
auch einen Kasus, entweder den Dativ oder den Akkusativ. Es gibt sogar einige Adjektive und
Nomen, die eine bestimmte Präposition brauchen. Du lernst sie am besten, indem du sehr viel liest
und hörst und die Strukturen natürlich selbst benutzt. Hier aber direkt einige Beispiele:
Woran denkst du? Ich denke an meine Mama. Woran arbeitest
du? Ich arbeite an einem neuen Projekt. Erinnerst du dich an deinen letzten Urlaub? Hast du eine
Erinnerung an deine Großeltern? Hier braucht das gleichbedeutende Nomen die Präposition.
Glaubst du an Gott? An wen schreibst du? Er leidet an einer Krankheit. Er ist an einer Krankheit
gestorben. Nimmst du an dem Seminar teil? Du gewöhnst dich an deinen neuen Job. Ich bin
mittlerweile an meinen neuen Job gewöhnt – hier als Adjektiv. Du kannst all diese Sätze übrigens
auch mit einem Nebensatz bilden: Ich gewöhne mich daran, dass ich am Wochenende arbeiten muss. Wenn
dir dieses Thema noch unklar ist, verlinke ich dir hier ein Video mit einer Einführung dazu.
Weiter geht’s:
Ich zweifle nicht an deiner Ehrlichkeit. Man muss sich an die Gesetze halten. Man kann sich
an den Informationen orientieren. Im nächsten Video knüpfe ich an dieses Thema an. Beteiligst
du dich auch am Geschenk? Ja, ich bin an dem Geschenk beteiligt. Hier wieder das Adjektiv.
Du erkennst mich an meinem Haarreif. Mein Bruder hindert mich daran,
mit seiner PlayStation zu spielen.
Und hier noch ein paar Adjektive und Nomen mit „an“: Er ist schuld
an dem Unfall. bzw. Er hat Schuld an dem Unfall. Ich habe viel Freude an meinem
Beruf. Ich verschwende keinen Gedanken an negative Erinnerungen. Hast du Interesse an
diesem Thema? Ja, ich bin natürlich sehr interessiert an diesem Thema!
Ja, das war ein sehr großer Teil der kleinen Wörter ab und an. Schreibe mir
gerne einen Kommentar, wenn dir noch weitere Beispiele einfallen und vergiss nicht,
dir das kostenlose Material zum Üben zu holen. Der Link ist in der Beschreibung
unter diesem Video. Ich sag tschüss, bis zum nächsten Mal! Deine Julia
