Der Mythos vom Matriarchat

Silbenfee - Geschichte und Mysterien
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#Matriarchat #Steinzeit
Der Begründer der Matriarchatsidee, Johann Jakob Bachofen (1815 - 1887) sowie die moderne Matriarchatsforscherin Dr. Heide Göttner - Abendroth gehen von einer durchgehenden matrilinearen Epoche in der Jungsteinzeit aus. Was sagt die Archäologie dazu? Gibt es Funde, die dies beweisen? Oder handelt es sich eher um eine Ideologie?
Diesen Fragen wollen wir in diesem Video auf den Grund gehen.
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Eure Silbenfee 💚🌳🌿
hallo liebe Freunde hier ist wieder die
silbenfee mit einem neuen Beitrag heute
soll es um das Thema matrichat gehen da
wollen wir mal mit einigen Verirrungen
und
Verwirrungen aufräumen sozusagen
ja der Entdecker des matriia
Schatz war Johann Jakob
Bachofen der war am
1815 geboren und ist am
25.11
1887 verstorben er lebte in der Schweiz
war ein
Altertumsforscher und
Anthropologe und sein Hauptwerk war eben
das Werk das Mutterrecht
er berief sich für sein Werk auf Zitat
intuitive an Analysen von
Mythologie sowie empathische
Einfühlung Zitat
Ende
ja das Werk fand nach anfänglicher
Ablehnung später Beachtung durch
Friedrich Engels Erich Fromm und Karl
Gustav Jung und beeinflusste wesentlich
den modernen spirituellen Feminismus und
die moderne
matrichatsforschung das Werk das
Mutterrecht gründet sich auf die
Interpretation griechischrömischer
Mythen als Spiegelung des Kampfes
zwischen matriarchalen und
patriarchalen
Prinzipien ja das ist also in dem Sinne
kein wissenschaftliches Werk wie schon
gesagt beruft er sich auf intuitive
Analysen von Mythologie sowie
empathische
einfülung
das ja das rückt also dieses Werk
eher in in die Nähe von Anthroposophie
Theosophie also das ist nicht
wissenschaftlich belegt und begründet
dieses Werk das muss man sich vor Augen
führen ja
dann ist eine große Verfechterin
der matriarchalen Theorien die Frau Dr
Heide göttner
Abendrot die ist geboren am
8 februar
1941 lebt noch ist jetzt 3 Jahre alt
und die hat Werke geschrieben wie die
Göttin und ihr Heros die tanzende Göttin
und das matrichat
das ist ihr
Hauptwerk die Frau heidegötner abendroh
die sagt in der
Jungsteinzeit waren alle
matriarchal sie gründete 1986 eine
private
Bildungsstätte mit dem Namen
Hagia internationale Akademie für
moderne
materiarchatsforschung und matriarchale
Spiritualität die aber nicht staatlich
anerkannt
ist und sowohl die Wissenschaftlichkeit
der Arbeit von ihr im Bezug auf das
matria sch sie hat noch anderes gemacht
als auch diese Akademie
Hagia werden in Frage gestellt ne also
sie verbindet
neomythologie mit wissenschaftlichem
Anspruch also auch
wieder beruft sich auf Mythen und das
sagt z.B Christoph ülinger das ein
Schweizer Religionswissenschaftler
ihre Aussagen sein vergleichbar mit
Positionen der anrop Anthroposophie und
der
Theosophie ja das sind also beides keine
in diesem Sinne
wissenschaftlichen Werke weder das
Mutterrecht das Buch das Mutterrecht von
bachhofen
noch das Buch das matrichat äh von dr
Heide göttner
Abendrot wie
gesagt man kann mit mit
Mythen
keine wissenschaftlichen Aussagen
begründen also in der Anthroposophie z.B
Rudolf Steiner der hat ja tolle Sachen
geschriebenin bin ich großer Anhänger
von Rudolf Steiner auch und wenn der
über Elementarwesen schreibt das sind
glaubensangebote das kann man glauben
oder auch nicht nun erhebt aber Rudolf
Steiner auch nicht in Anspruch der
Wissenschaftlichkeit
mit
mit seinen
Aussagen und Theosophie z.B Elena
blawatzki das lässt sich ebenfalls nicht
wissenschaftlich
belegen was was nur ein Beispiel die die
rechn man zur Theosophie dazu ähm
also die war ja auch Seherin und also
das fällt in diesem Bereich das muss man
sich vor Augen führen es gibt keine
wissenschaftlichen Belege für
ein materialchad oder eine matri lineare
Gesellschaft in der Jungsteinzeit kein
einziges was wir hier jetzt sehen das
ist die Venus von Willendorf die wird
eben oft herangezogen als leg dafür dass
es
damals in der Steinzeit eben ein
matriaschat gegeben habe und dass das
eine Göttin
darstellt die Figur ist 11 cm groß aus
Kalkstein
29500 Jahre alt und steht im
Naturhistorischen Museum Wien die wurde
1908 in
Österreich entdeckt
ja es gibt aber über 130
ähnlicher Frauendarstellungen vom
Atlantik bis nach
Sibirien aus Elfenbein Knochen oder
Kalkstein aus Russland aus Ungarn aus
Tschechien aus Österreich aus Italien
aus Deutschland und aus
Frankreich ja
m und diese Menge an Darstellungen
lässt lässt auf eine besondere Position
von von Frauen schließen hat man dann
argumentiert es gibt aber jetzt zeig ich
so
mal das hier ist nämlich 35 000 Jahre
alt das ist die Venus von hole
Felds und die gilt als die älteste
menschliche Darstellung über
überhaupt ja diese diese Darstellungen
diese
Frauendarstellung weibliche
Darstellungen haben oft keinen Kopf oder
er ist verhüllt Sowi so wie hier das
sieht man ja auch kein
Gesicht und
die Venus von holefels hat gar keinen
Kopf manchmal ist auch oben eine Öse
dann kann man sich das Umhängen das hier
ist Bachofen
äh der das
materialchad quasi entdeckt hat oder
also das was er was er dafür gehalten
hat der Begründer dieser ganzen Material
Schatz
ähm Geschichte ja
und dann habe ich immer noch so
äh stellen sich Künstlerinnen äh
das dann vor die Frauen in der
Jungsteinzeit im
matrichat oder so die hat jetzt ein eine
Haube aus Knochen und und und
Perlen und Perlen auf dem
Kopf
ja so es
gibt auch darstellen die man nicht
sofort jetzt als Venus Figurine heute
sagen die Archäologen lieber
frauenstatuetten
ähm erkennen kann das ist aber auch
eine oder
hier ja die hat jetzt einen
Kopf und man fastst das heute zusammen
hier ist auch noch eine die ist aus
Russland
die hat auch einen
Kopf man fasst das heute zusammen unter
dem Begriff
jungpaleolitische Kleinkunst also
jungsteinzeitliche Kleinkunst das hier
ist ein Schneeleopard der fällt auch
unter diese Rubrik jungpaleolitische
Kleinkunst das ist natürlich jetzt keine
frauenstatuette oder venusfigurine sieht
man ja
das ist ebenfalls aus
Mammutelfenbein und soll also was heißt
soll die Archäologen sagen dass sei ein
Schnee ein
Schneeleopard das ist also alles diese
Kleinkunst das ein
Wiesend auch aus das hier ist auch aus
Mammut
Elfenbein das ist ein
Mammut Darstellung eines
Mammuts das hier ist man höre uns sTune
ein aufrecht stehender höllenbär
ja die mammutfigur
übrigens diese hier die ist aus
der aus dem apri geien Klösterle
Blaubeuren m ist 6,7 cm
hoch die sind natürlich alle in
Museen diese diese diese
[Musik]
Figuren
ja also es gibt nicht nur
frauenfigurinen oder venusfigurinen
frauenstatuetten aus
dieser Zeit und da gibt's auch jede
Menge anderer
Kunstwerke
ja und noch um noch mal zurückzukommen
auf Bachofen und sein Werk das
Mutterrecht also Friedrich Engels war
dann ganz
begeistert von diesem Werk und der war
überzeugt von einer Urgesellschaft mit
heraus Fragen der Rolle von Frauen die
dann übergeht in die
Sklavenhaltergesellschaft die geht über
in den
Feudalismus der in den Kapitalismus und
der Kapitalismus schließlich in den
Sozialismus Kommunismus also Friedrich
Engels Mitbegründer vom
Kommunismus man hat dann in den 1920er
Jahren in Russland am Don auch Reste
altsteinzeitlicher Siedlungen mit
venusfigurinen gefunden
wodurch
sich Friedrich Engels dann auch in
seiner Theorie noch mal bestätigt
gefühlt hat also die Urgesellschaft sei
eine matriarchale Gesellschaft
gewesen dann gibt es die
Archäologin Maria
gimbutas die stammt ursprünglich aus
litaauen und war später Dozentin an der
Harvard Universität in USA die
ausgewandert und die schrieb von einer
friedvollen frauenzentrierten Kultur im
gesamten
Alteuropa bis zum Nahen Osten Zitat die
Veränderungen drückten sich im Übergang
von der
matrinearen zur
patriarchalen Gesellschaftsordnung aus
von der auf Wissen basierenden
theakratie also göttinverehrung zu einem
militanten Patriarchat von einer auf
Gleichberechtigung der
Geschlechter aufbauenden Gesellschaft
zur hierarchischen Männerherrschaft und
von einer
erdverwurzelten Göttinen Religion zum
indoeuropäischen auf den Himmel
ausgerichteten
Götterpantheon ja Zitat
Ende die war also vom matrialchat
überzeugt wobei so
die Frau heidegöttner
Abendrot selber sagt matrias schad
bedeutet nicht Herrschaft von Frauen
über
Männer
sondern nach ihrer Auffassung ist
Matrial schat eine egalitäre
Gesellschaft ohne
Hierarchie alles wird gemeinsam
entschieden es gibt kein
Privateigentum und der Clan oder die die
Sippe
entscheidet also auch im religiösen ist
keine Hierarchie
vorhanden und
es gebe auch heute noch matri schat also
das stimmt auch natürlich gibt es es
gibt matriineare Gesellschaften z.B die
Irokesen das ist schon richtig
aber wenn die Frau göttner Abendrot sagt
in der
Jungsteinzeit sind alle matchal das
stimmt nicht
also eine ganze Epoche die materalchal
geprägt war hat es nicht
gegeben warum nicht ja
weil gllätfunde etwas völlig anderes
belegen also eher das Gegenteil einer
friedfertigen Bauernkultur als z.B 7000
Jahre altes glätfunde im heutigen
badenwürtemberg und in
Niederösterreich wurden als Beleg für
Massaker genommen h also so friedlich
war war das nicht
h es gab Anzeichen massiver Gewalt an
den sklettten auch bei Kindern aller
Altersstufen und man fand z.B also noch
älteres kletter einen 33 000 Jahre alten
Schädel in Rumänien der also mit
prachialer Gewalt äh äh zerstört wurde
ausdem hat man auf den Kopf geschlagen
ne bis er gestorben ist
also das kann ja dann nicht ein
friedvolles matriaschat gewesen
sein zudem stellten Genanalysen auch die
Bedeutung der
matrilinearen verwandtschaftslinie in
Frage also
matrilinear bedeutet
m dass
äh die Mutter die Mutter alles vererbt
das
auch das Land des Clans wird von
von der Mutter vererbt und
m die die Kinder erhalten den Namen nach
der Mutter also alles ist auf die auf
die Mutter
ausgerichtet das bedeutet
matrilinear
und ja
aber jungsteinsättiges klettfunder aus
einem Gräberfeld in
Mittelfrankreich aus der von
4850 bis
4500 vor unserer Zeit die zeigten dass
von keiner Frau auch die Eltern dort
bestattet wurden so müsste es ja denn
sein wenn sich alles matrilinear nach
der Mutter ausrichtet ne dann würden
eben alle Verwandten der Mutter
miteinander
beerdigt ebenso fand man auch keine
erwachsenen
Töchter also das waren
ja
Einzelfrauen sozusagen ne und den
Archäologen zufolge geht man eher von
einem Austausch von Frauen aus also die
Frauen kamen von auswärtigen Sippen in
die
Familien die Männer dagegen blieben am
Heimatort und ähnliche Funde die er auf
ein patrilineares System deuten wo sich
also äh äh an den äh die die Erb
Erblinie an den Männern orientiert ne
fand man in Südengland in der Schweiz in
Tschechien und in
Irland
ja also es lässt sich diese äh
diese äh matrilineare
äh Sache nicht durchgehen für die ganze
Steinzeit belegen darauf wollen ja äh
diese Autoren hinaus sowohl die die Frau
götner abendroh die lebt ja noch die ist
ja jetzt
eher moderne Autorin als auch dieser
dieser Bachofen der sich ja nur auf
Mythologie beruft das also die gesamte
Steinzeit nach dem Mutterrecht
ausgerichtet war darauf wollen die
hinaus und das ist falsch das stimmt
einfach
nicht sowas
kann man nicht behaupten wenn man da für
keine archäologischen Belege finden kann
also diese diese Figürchen die können
alles mögliche
bedeuten das muss nicht bedeuten
dass dir eine Göttin darstellen das muss
auch nicht ein ein ein
fruchtbarkeits Figürchen sein weil eine
wildbeutergesellschaft ist gar nicht so
darauf fixiert möglichst viele
Nachkommen zu haben en weil die müssen
ja alle versorgt werden da muss man ja
noch mehr jagen
gehen also die waren eher auf
Geburtenkontrolle
aus was ja auch Sinn macht das ist ja
viel
logischer und die Männer
haben das Fleisch beigeschafft durch die
Jagd und die die Frauen in der Steinzeit
ich spreche jetzt von der Steinzeit und
Jungsteinzeit waren in der Regel
eher darauf ausgerichtet die Nahrung
zuzubereiten die
die ja wie soll ich sagen die Kräuter
die Wurzel also die pflanzischen
Bestandteile der Nahrung zu sammeln und
die Kinder aufzuziehen und das macht ja
auch irgendwo
Sinn ja also zum späten Erfolg der Idee
von matrialchat kam es dann in den
1960er und 1970er Jahren durch die
zweite große Frauenbewegung die erste
war ja schon vorher mit Kampf ums
Wahlrecht für Frauen und so weiter und
dann gab es in den 60er und 70er Jahren
des letzten Jahrhunderts eine zweite
große
Frauenbewegung und da ging
es aber wohl nicht um wissenschaftliche
Erkenntnis die Vorstellung von einer
gewaltfreien und klassenlosen
gellschaftsform
erschien wie eine Vision für die Zukunft
im esoterischen oder spirituellen
feminismus existiert sie bis
heute gerade der Kult um eine
vielgestaltige große Göttin bietet
Identifikationspotenzial dabei handelt
es sich aber um eine
Ideologie und nicht um Tatsachen die
sich durch archäologische Funde belegen
lassen
es gibt zwar in der Welt matrilineare
