Ein Rundgang durch Tosai Tategoi Glashaus C | Modern Koi Blog #6949

KonishiKoiFarm
16 Abonnenten
12 Videoaufrufe·12.10.2024
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Während Akimoto und Makoto unten im Glashaus Goromo selektieren,
machen wir uns mal auf den Weg durch Glashaus C.
Seit ich zur Konische Käupharm kommt, ist das das Glashaus
für die Warmaufzucht der Tosei Tategai über den Winter,
um Jumbo Tosei heranzuziehen.
Das hat irgendwann vor 20 Jahren angefangen in Japan,
dass man statt die Kleinkäu über den Winter kalt zu halten,
dass man sie warm gehalten hat, um sie auf eine ordentliche Größe zu bringen,
um sie dann die besten im Folgejahr im Naturteich zu bringen.
Das hat drei immense Vorteile.
Zum einen sieht man, wenn man sie jetzt kalt überwintern würde,
dann hätten die Größen zu 20-25 cm.
Wenn man sie warm überwintert und weiter groß sieht,
haben sie 35-45 cm.
Man sieht qualitativ sehr viel mehr.
Man kann Männlein und Weiblein unterscheiden.
Der entscheidende Vorteil für die, die in den Naturteich kommen, ist,
dass sie ab 35-40 cm auch hier in Japan für Feinde nicht mehr so leicht zugänglich sind.
Da ist der Verlust auf nahe Null zurückgegangen,
was Reihe und Kormorane angeht.
Das war früher wirklich brutal.
Da haben die Züchter manchmal 300 kleine Käu in den Naturteich gebracht
und waren froh, wenn sie 100 wieder abgefischt haben.
Das ist der Vorteil der Glashausaufzucht.
Vor allem, dass man gezielt Männlein oder Weiblein groß sieht.
Dieses Jahr bei der Zucht sind zwei ganz geile Dinge passiert.
Es wurde eine neue Ginrin-Karashi-Blutlinie gezüchtet,
mit dem Ginrin-Karashi-Karashi-Ginrin-Karashi-Ginrin-Kohaku,
der die beste Körperform seither hervorgebracht hat.
Dann wurde noch der Kutschaku,
dieses Jahr Best in Variety, auf der Hiroshima-Nogyo-Sei,
auf der Shinkokai-Koisho, wurde auch gezüchtet.
Bei beiden gab es einen sehr ähnlichen Zufall.
Beim Ginrin-Karashi-Kohaku gab es ganz viele Ginrin-Benigoi,
wo Akimoto und Makoto ganz viele rausgezogen haben.
Und beim Kutschaku gab es ganz, ganz, ganz viele Kin-Matsuba.
Wir haben dieses Jahr von André und von Volker jeweils Aki-Matsuba gezeigt.
Das ist die nicht-metallicfarbene Variante.
Der Kin-Matsuba ist Metallicfarben.
Und beides sehr attraktive Varietäten.
Und beides Varietäten, die stark nachgefragt werden.
Und der Kin-Matsuba ist, wie gerade schon gesagt,
im Prinzip nur ein Nebenprodukt der Kutschaku-Zucht.
Sprich, ein Kutschaku, der keine weißen Zeichnungen hat,
wird zum Kin-Matsuba.
Und Makoto sagt, so eine Anzahl und Qualität an Kin-Matsuba-Nachkommen unter den Kutschaku
hat er noch nie gehabt, noch gar nie.
Wir geben ein bisschen Butter, dann kommen die auch.
Und das Geile ist, die Mutter ist ja auch über 90 cm, 92, 93 cm mittlerweile.
Und von daher kann man auch von den Kleinen, wie von fast allen unseren Kutschaku,
wirklich hoffen oder erwarten, dass sie sensationell gut wachsen werden.
Jetzt schrauben sie sich langsam nach oben.
Aber sie sehen schon.
Und sind aber nicht nur Kin-Matsuba geboren, sondern auch normale Kutschaku.
Und von der Blutlinie erhoffen wir uns wirklich viel.
Hier schwimmen sie zusammen mit kleinen Chusui.
Nach wie vor seit 16, 17 Jahren die Lisa-Lisa-Blutlinie.
So, dann gehen wir eins weiter und sind dann schon bei den Chusui.
Die haben wir ja gerade schon gesehen.
Der kriegt auch ein bisschen was zu essen.
So, ein Becken weiter kommen wir dann zu Ginrin Kohaku
und eben besagten Ginrin Benigoi, auch mit Karashiblut.
Schauen Sie sich die Anzahl an.
Mega geil.
Also aus der Blutlinie sind jetzt Kohaku, Ginrin Kohaku, Ginrin Benigoi und Benigoi rausgekommen.
Also sowohl von den Kin-Matsuba als auch von den Benigoi,
Ginrin Benigoi werden wir im Frühjahr jede Menge haben.
Dann gehen wir ein Becken weiter.
Es sind aber erst ca. 30% der Koi überhaupt abgefischt worden.
Hier haben wir nochmal Kohaku und Kutschaku.
Da können wir auch mal rein.
Ein bisschen Futter reinschmeißen.
Freuen sich auch.
Ah ne, das sind Goschki, keine Kohaku.
Das sind Goschki.
Die Goschki-Zucht so gut wie im letzten Jahr von der Qualität.
Nur die Anzahl an Tadegoi ist geringer.
Die sind aber heftig schnell unterwegs.
Ruhig Blut.
Dann haben wir hier hinten, das ist eine neue Zucht, auch hochinteressant.
Hier sind Kutschaku mit drin, auch eine Probezucht.
Und die anderen, die ganzen Deutz, die man hier sieht,
man will an dem Deutz-Showa-Projekt weiterarbeiten.
Oder arbeitet auf jeden Fall an dem Deutz-Showa-Projekt weiter.
Und man möchte sofort von Anfang an Karaschi-Blut mit einkreuzen.
Vor sechs Jahren kam unter der normalen Zucht der Karaschi-Koi,
damals noch Deutz-Karaschi und Karaschi in einer Blutlinie,
da kam ein Koi vor, komplett weiß.
Also ein Shirombo-Deutsu, komplett ohne Schuppen.
Und den hat man sofort reserviert als Elterntier.
Er hat sich als weiblich herausgestellt.
Und den hat man jetzt einfach mal ganz stumpf mit einem Showa gekreuzt.
So, und die ganzen Deutz, die Sie hier sehen,
sind im Prinzip Deutz-Showa.
Wenn sie keinen Schwarz haben, sind sie Kohaku-Typen.
Und die will man jetzt im nächsten Zug mit der Deutz-Showa-Blutlinie kreuzen,
weil Deutz-Showa haben auch das Problem,
dass sie nicht die wachstumsstärksten und wachstumsschnellsten sind.
Aber damit könnte man das beheben.
Bis es aber soweit ist, gehen da noch zwei, drei, vier, fünf Jahre ins Land.
Das dauert alles immer ewig.
Aber ohne diese Zuchten, die nur der Produktion neuer Elterntiere dienen,
geht halt bei Koi gar nichts.
Aber Sie dürfen auch nicht vergessen, das kostet alles ein Heidengeld.
Braucht Manpower, braucht Platz, Kapazität,
sowohl im Naturteich draußen, Babyaufzugteich,
als auch hier in der Innenanlage.
Aber Makoto hat natürlich auch Hoffnung,
durch das, dass der normale Showa mitgekreuzt wurde,
und man dann wieder einmal mehr einen Karashi-Showa hat,
dass man dann auch beim normalen Showa weiterkommt,
wenn es darum geht, Karashi-Blut einzukreuzen.
Hier Ochiba, gleiche Blutlinie wie im letzten Jahr gezüchtet.
Und das Ergebnis so gut wie im letzten Jahr.
Also wer Ochiba will,
welche mit gigantischem Wachstumspotenzial, geiler Qualität,
kommt an Konishi nicht vorbei.
Makoto hat mir gestern erzählt,
welche Koifarmen jetzt alles Elterntiere von ihm haben wollen.
Das ist krass.
Aber gut, das haben sie sich natürlich auch verdient.
Wenn ich mal sehe, ich habe ja viele der Blutlinien von Anfang an mitverfolgt.
Die erste Ochiba-Blutlinie hieß Stroheim.
Und alles, was nahezu alles, was hier schwimmt,
wäre bei der ersten Zucht absolut Premium gewesen.
Hier haben wir auch Ochiba und Showa.
Aus welcher Linie die jetzt kommen, weiß ich nicht.
Auch nicht ganz so wichtig.
Und auch hier, schauen Sie, die Ochiba,
die haben alle Zeichnungen wie Kohaku.
Mega.
Und was uns aber am meisten freut, ist,
dass Ochiba am Anfang waren sie in Europa noch,
oder in Deutschland überwiegend,
im deutschsprachigen Europa noch relativ schwer zu verkaufen.
Da waren so die Ochiba-Freaks nicht da.
Aber irgendwie hat es sich herumgesprochen.
Jeder, der einen gekauft hat, hat wieder zwei Freunde angesteckt,
die dann auch einen haben wollten.
Weil Ochiba, aber auch Kutschaku, sie haben zum einen Wachstum,
sie haben zum anderen Zeichnung, was ja bei den Muchimono fehlt.
Und von daher sind sie wirklich, was negative Veränderungen angeht,
viel, viel dankbarer als zum Beispiel ein Kohaku oder ein Sanke,
wo man sich dann mal schneller aufregt,
dass das nicht so geil geworden ist.
Und von daher, wie ich es früher immer gesagt habe,
der Kutschaku ist der neue Kohaku.
Und auch hier steigt die Anzahl der Fans von Jahr zu Jahr.
Das ist auch die Blutlinie mit den Matsubas,
einfach eine andere Größenklasse.
Und hier, das ist eine andere Blutlinie an Kutschaku.
Und da sehen Sie auch gleich,
da sind die Kin-Matsubas nicht in dem Maße vertreten.
Und so ist es auch normal.
Also wenn ich mir überlege, wir hatten jedes Jahr,
in manchen Jahren sogar gar keinen,
bei der Riesenanzahl an Kutschaku, die wir produzieren,
hatten wir jedes Jahr ein, zwei oder null Kin-Matsuba,
wirklich Einzelstücke.
Aber das wird sich jetzt schlagartig ändern.
Schönes Bild übrigens.
Und hier vorne haben wir noch,
ah, genau, last but not least, Kinshoba.
Letztes Jahr ist es ja ausgefallen,
wir hatten da ja immer ein bisschen Disput mit Akimoto,
der die liebt ohne Ende.
Aber wir müssen natürlich auch Koi produzieren,
die sie mögen oder wo viele von ihnen mögen.
Das ist hier ja kein Spaß,
sondern die können ja schon Koi fangen,
das ist ein ganz normales, wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen.
Und da bringt es nichts, wenn man die schönsten Kinshoba hat.
Aber dementsprechend wenig Kunden,
die sich genauso dafür begeistern können.
Aber wir haben uns jetzt drauf geeinigt.
Eine Blutlinie ist kein Problem.
So viele Fans hat die Varietät.
Und hier hat Akimoto dieses Jahr
seiner Meinung nach beste Blutlinie gezüchtet.
Das war 30% der Zucht dieses Jahr.
Und die ganzen speziellen Varietäten, Spezialitäten,
da kommen aber noch dazu, was alles gezüchtet wurde,
das kommt jetzt peu à peu aus dem Naturtag.
Machen Sie es gut, vielen Dank für Ihr Interesse.
Und bis zum nächsten Vlog. Tschau.
