3 Videoaufrufe·27.10.2024 #quarks #autismus Hannah ist 35 Jahre alt, als sie die Diagnose erhält, die alles verändert: Asperger-Autismus. Als autistische Frau beginnt Hannah sich selbst und ihre Vergangenheit neu zu verstehen und ihr Leben zu verändern. Vor dem Autismus-Test hatte Hannah ihr ganzes Leben lang das Gefühl irgendwie “anders” zu sein, ohne genau zu wissen, warum. Plötzlich ergeben all die Herausforderungen im sozialen Leben und ihr Bedürfnis nach Struktur und Routinen Sinn.
Quarks Doku gibt Einblicke in ihre autistische Wahrnehmung und zeigt Autismus-Tests, die auch Hannah durchführt. Was fällt unter das autistische Spektrum und wie häufig ist Autismus? Und warum scheint es vor allem unter Frauen eine hohe Zahl an unentdeckten Autisten zu geben? Über die diskutierten Ursachen von Autismus-Spektrum-Störungen und was andere im Umgang mit Autist:innen in Sachen Kommunikation, Mimik und Verhalten lernen können - hier bei Quarks Doku.
// Kapitel:
00:00 – Aufbruch in ein neues Leben
02:50 – Das Autismus Spektrum
04:03 – Vor der Diagnose mit 35
06:40 – Wie entsteht Autismus?
07:42 – Ausbildung und Familienleben
12:28 – Wie häufig ist Autismus?
14:00 – Test am Institut für Psychologie an der Humboldt Uni Berlin
18:53 – Besondere Kommunikation: Mimik, Emotionen, Small Talk
20:02 – Hannahs Weg zur Fachinformatikerin
// Unser Team:
Autor: Mike Schaefer
Kamera: Christoph Berg, Thomas Koppehele, Mike Schaefer
Schnitt: Lukas Baumgart, Andreas Fennen
Grafik: Kirsten Meier, Robert Bodner
Sprecherin: Rabea Wyrwich
Redaktion: Claudia Heiss
// Hier geht's zum Quellendokument:
https://docs.google.com/document/d/1K8xsFUfeKzv-pmpPYN7lMJzviIoU_bxfMsUr-NCI1bg/
// Mehr zum Thema:
Hannah haben wir vor einigen Jahren bereits für dieses Video interviewt: Autismus: Alle Fragen erlaubt!
https://www.youtube.com/watch?v=dovvcU3iEqU
#quarks #autismus
ein
heldenfühstück 5 Uhr morgens hanna ist
auf dem Weg nach Berlin zu einer
Expertin für Autismus ich war 35 als ich
meine autismusdiagnose bekommen habe
heißt auch dass ich 35 Jahre lang nicht
wusste was mit mir los
ist mein ganzes Leben lang habe ich mich
als Versager gefühlt und nicht zu wissen
woran es liegt ist unglaublich belastend
da rein
ne Stopp bevor jetzt
alles erstmal
Medikamente wofür brauchst du die
Medikamente die sind noch wegen Adis
damit ich besseren Fokus lenken kann es
hilft mir dann auch mittim Autismus es
hält mich ein bisschen
zusammen aber es zaubert nichts weg
es tat weh dieses mich falsch fühlen hat
bei mir halt ein wahnsinniges Gefühl von
Unzulänglichkeit ausgelöst weil ich habe
das dann halt immer auf mich bezogen
dass ich ein schlechterer Mensch bin für
K Doku nimmt Hanna die Strapaze auf sich
einen Flug Bahnfahren wäre nicht
auszuhalten in Berlin hofft sie durch
psychologische Tests Antworten zu finden
ich will doch einfach nur leben und
nicht die ganze Zeit damit beschäftigt
sein mit Leben überfordert zu sein
das deuts guten Morgen ja guten Morgen
wir haben
assistenzservice gebucht sie stehen
wahrscheinlich an unserer Säule dann
schofort Kollegen
los Quarks Doku heute mit dem Thema
Autismus es ist die Geschichte von Hanna
die erst mit 35 erfahren hat dass sie
autin ist seit der Diagnose will sie ihr
Leben ändern
hanna lebte schon mit ihrem Partner
zusammen als sie die Diagnose bekam mit
ihm und ihren drei Kindern wohnt sie
seit 6 Jahren in der Nähe von Bonn ihre
Familie möchte nicht gefilmt werden doch
ihr Mann ist bei unserem Dreh zu Hause
immer anwesend auch wenn Hanna über
ihren Alltag und ihre Rituale
erzählt das ist so ein Ritual jeden Tag
gleich wenn es anders ist werde ich
nervös der Früchtequark immer zur selben
Zeit ich bin die Hanner die ich jetzt
bin weil der Autismus meine
Persönlichkeitsentwicklung maßgeblich
beeinflusst und deshalb bin ich Autistin
und nicht Mensch mit Autismus auch wenn
der Autismus Hannas Persönlichkeit
beeinflusst autismus ist keine
Persönlichkeitsstörung sondern eine
angeborene neurologische
Entwicklungsstörung und Autismus ist
nicht Autismus heute spricht man von
einem ganzen Spektrum bislang wurde nach
Schwere der Beeinträchtigung in drei
Kategorien
eingeteilt beim sogenannten
frühkindlichen Autismus treten häufig
starke Lernbehinderungen auf auch
schwerere Defizite in der
Sprachentwicklung bei Kindern ist
auffällig dass sie Berührungen ablehnen
und oft lieber alleine
spielen am bekanntesten ist das Asperger
Syndrom die Symptome sind nicht so
offensichtlich die Sprachentwicklung
selten verzögert Betroffene sind oft
durchschnittlich oder sogar
hochintelligent und führen ein
selbstständiges Leben und vom atypischen
Autismus sprechen Mediziner wenn der
Autismus keiner der anderen Formen klar
zuzuordnen ist als savant gelten
Autisten mit extremen Inselbegabungen
etwa außergewöhnliche Rechenkünstler
oder
gedächtnisgenies da die Übergänge
zwischen den alten Kategorien fließend
sind sprechen Mediziner heute lieber von
einem
autismuspektrum Hannas Diagnose lautete
Asberger Syndrom doch diese Diagnose
bekam sie erst im Jahr 2021 im Alter von
35 Jahren dass der Autismus solangee
unentdeckt geblieben ist das hat halt
alles beeinflusst weil ich nicht wusste
dass ich Autistin bin hanna ist in
Rehagen aufgewachsen und besuchte dort
auch den Kindergarten ich habe an diese
Kindergartenzeit wahnsinnig schöne
Erinnerungen aber ich Erin mich nicht an
die anderen Kinder ich habe da ja für
mich allein existiert ich war mir selbst
mehr als genug und das war schön mit 9
Jahren geht Hanna zuur Kommunion nach
der Grundschule wechselt sie aufs
Gymnasium sozial wurd halt wirklich
anstrengend weil Pubertät und ich
habestörungen
entwickelt ja ich war wahnsinnig
unsicher weil ich nicht in der Lage war
stabile Freund
aufzubauen das war eine sehr sehr
destruktive
Zeit mit 21 Jahren bekommt sie mit ihrem
zweiten Freund ein Kind ein Mädchen das
erste von zwei leiblichen
Kindern ich habe
die bekommen weil ich hatte Sehnsucht
nach Menschen und es hat irgendwie
geklappt ich hatte zum Glück wahnsinnige
Unterstützung mit meinen Kindern ich
weiß nicht ob ich es alleine geschafft
hte und bin da unglaublich dankbar für
dass dann Opa und Oma waren die da ganz
viel unterstützt
haben die Beziehung zum Freund ging
auseinander mit ihrem jetzigen Partner
gründet sie eine Patchwork Familie die
Kinder sind inzwischen Teenager heute
ist hann 39 und verbringt ihre Freizeit
meist zu Hause immer dabei ihr
streckzeug das gehört bei mir einfach
dazu wie atmen Essen und auf Toilette
gehen wenn du jetzt nicht stricken
könntest einen Tag wie wäre das für dich
dann würde ich anfangen mit den Händen
zu flattern oder nervös zu werden wenn
ich halt an bestimmten Stellen
überfordert bin und so habe ich halt
dieses ja Werkzeug um mich m wieder ein
bisschen runterzuholen das Garn ist ja
ich sag mal weich wie ein Babykätzchen
das ist Gänsehaut im Gehirn dann macht
das ja mein Gehirn friedlich mit mir
rund 40 Stunden strickt Hanna in der
Woche wie Autismus überhaupt entsteht
darüber gab es viele Spekulationen noch
bis in die 1960er Jahre gab es die
bizarre These dass Kinder durch lieblose
Erziehung zu Autisten
werden erstmals in den 1960ern dann die
Vermutung Autismus entsteht in der
Schwangerschaft
Risikofaktoren wurden diskutiert das
hohe Alter der Eltern bei der Zeugung
gilt bis heute als möglicher Faktor ob
Umweltschadstoffe Autismus auslösen
können konnte bislang nicht ausreichend
belegt
werden wenige Jahre später wurden auch
verschiedene Impfungen als Risikofaktor
verdächtigt doch das konnte trotz
intensiver Forschung nie bewiesen
werden in den 1970ern zeigten Studien
wenn ein Zwilling autistisch ist ist es
der andere meist auch die Gene spielen
also eine Rolle heute stehen über 100
Veränderungen an den Genen in Verdacht
Autismus zu begünstigen den genauen
Mechanismus kennt man jedoch noch nicht
hanna ist auf dem Weg zum
Berufsförderungswerk vor einem Jahr
2023 beginnt sie hier in Köln eine
Umschulung nachdem sie ein
Lehramtsstudium abgebrochen hat arbeitet
sie 6 Jahre als Erzieherin doch der Job
überfordert sie 2021 hört sie auf
während meiner ersten
Berufsausbildung wurde klar dass ich
Depressionen habe es war die purste
dunkelste verzweifeltste Lehre die man
nur haben kann es tat immer nur weh und
es war nie irgendwo wo
ich ja mit mir sicher sein konnte und
mit mir geborgen sein
konnte hier am Berufsförderungswerk Köln
lässt sich Hanna zur Fachinformatik
ausbilden ein Jahr hat sie noch vor sich
ich habe in der Schule schon gerne
programmiert ich habe was gesucht was zu
mir in meinem Autismus passt Hannas
informatikus jeden Tag ist sie 8 Stunden
mit rund 20 anderen Umschülern zusammen
die auch eine berufliche Rehabilitation
machen hanna ist die einzige
Autistin wo sind Sie dran ja ganz okay
ich bin ein bisschen verzweifelt über
eigenes Programm
okay technikausbilder Chris Schweizer
betreut die Klasse Hannas Probleme
bleiben ihm nicht verborgen mich stört
dass es kalt ist mich stört dass ich den
Unterricht im Nebenraum höre mich stört
dass die alle unterschiedliche
Waschmittel haben es ist einfach diese
wahnsinnige Dichte an sensorischen
Eindrücken die ich ja nicht
kontrollieren kann die
Reizintensität macht mir das langfristig
unmöglich so zu arbeiten und das ist
gefährdet meine
Gesundheit der Teamleiter wird wohl eine
Lösung finden
müssen Hannas Ausbildung dauert bis
nachmittags dann um 5 Uhr zu Hause das
feste
Ritual das sind 45 g Kirschen 40 g
Himbeeren 250 g Quark und ein paar
Spritzer Süßstoff muss das immer gleich
sein das muss jeden Tag die gleiche
Menge auf die gleiche Weise zubereitet
sein und zur gleichen Uhrzeit zur
gleichen Uhrzeit und
das ja gibt mir
große Sicherheit dass da diese
Vorhersehbarkeit drin ist und dass ich
weiß was auf mich zukommt und dass es
immer genau gleich
schmeckt seit 6 Jahren wohnt Hanna hier
mit der Familie mit ihrem jetzigen
Partner ist sie seit 7 Jahren zusammen
es ist die dritte Beziehung in ihrem
Leben
in dieser Beziehung sein zu können geht
nur weil ich ich selbst sein kann ich
muss nicht mir überlegen wie ich mich
verhalte damit ich nicht wieder aufgrund
dieser ganzen autistischen Eigenheiten
Stress gemacht bekomme ich das kann man
nicht forciieren das muss man finden und
das ist wahnsinniges
Glück Hannas Mann war es der zuerst den
Verdacht hatte daraufhin lässt Hanna
eine Diagnose
im März 2021 steht fest sie ist Autistin
nach 35 Jahren endlich
Klarheit ich weiß jetzt warum es bei mir
geht ich bin jetzt so weil ich Autistin
bin und das ist
okay jetzt kann ich mir zugestehen dass
es anstrengend und überfordernd sein
darf dass es für mich vollkommen normal
ist dass es mich überfordert und dass
ich es nicht aushalten muss es
darf scheiße für mich sein und ich muss
dann niemanden
genügen nach der Diagnose protokolliert
und analysiert hannaah ihren Tagesablauf
in einem Logbuch begleitend zu einer
Verhaltenstherapie das war nach der
Diagnostik wo es darum ging zu lernen
wie sich mein emotionaler Zustand im
Laufe des Tages verändert an jedem Tag
markiert sie Entspannungs oder
Stressphasen mit verschiedenen Farben
blau ist schlafen orange ist nicht gar
nicht okay
und gelb ist so okayisch und grün wäre
supi dupi im Alltag hat sich zunächst
nichts verändert aber ich habe
angefangen zu lernen wie Autismus
funktioniert um Zugriff da drauf zu
bekommen wie ich funktioniere weil das
hat mir bis dahin gefehlt ich war dem
komplett ausgeliefert wie ich bin wenn
wie bei Hanna so lange übersehen wird
was weiß man dann wirklich über die
Häufigkeit von
Autismus in einer Langzeitstudie in den
USA wird jedes Jahr die Zahl der
autismusdiagnosen bei achtjährigen
Kindern erfasst das Ergebnis die Zahl
der Diagnosen steigt im Jahr 2000 wurde
bei 7 von 1000 Kindern Autismus
diagnostiziert 2020 waren es bereits 28
von 1000 viermal so viele Diagnosen aber
warum möglicherweise steigen die Zahlen
weil die Diagnosekriterien für Autismus
erweitert wurden und Mediziner heute
stärker auf verschiedenste Symptome
achten heute geht die WHO davon aus dass
weltweit im Schnitt 1% der Kinder
Autisten sind in Deutschland könnten
demnach 110 000 Kinder mit Autismus
leben aber wie viele Erwachsene Autisten
gibt es das ist unklar denn da früher
weniger genau diagnostiziert wurde gibt
es vermutlich eine hohe Dunkelziffer von
Autisten die ohne Diagnose unter uns
leben eine hohe Dunkelziffer gibt es
vermutlich bei Frauen frühere
Untersuchungen zeigen dass bei Männern
Autismus viermal häufiger als bei Frauen
diagnostiziert wird das könnte
genetische oder hormonelle Ursachen
haben oder auch dass autistische Frauen
sich unauffälliger Verhalten und
anzupassen lernen und so ihr Autismus
seltener erkannt wird dann gäbe es viel
mehr autistische Frauen als bislang
vermutet und Hanna wäre einer von ihnen
zurück am Flughafen KölnBonn 90 Minuten
vor Abflug nach Berlin morgen hallo so
ich begleite Sie heute zum Flugzeug woll
wir direkt los perfekt was passiert
jetzt so abfolgemäßig wie Leute wir
gehen jetzt als allererstes zur
Bordkarten und
Sicherheitskontrolle ohne
assistenservice wäre Hanna nicht
geflogen es ist alles schnell es ist
laut es ist hell es ist viel Gewusel ich
habe Angst dass ich dann nicht mehr in
der Lage bin zu sprechen was passiert
manchmal wenn ich überlastet bin Hanna
nimmt den Stress auf sich sie will durch
die wissenschaftlichen Tests mehr über
ihren Autismus erfahren ich mir für mich
dass ich durch die Ergebnisse der Tests
zelleicht konkretere Bezeichnung und
Erklärungen für mein Sein bekomme und
auch anderen damit vermitteln kann was
da Sache ist der Flieger ist pünktlich
um 11 Uhr trifft Hanna eine der
bekanntesten autismusforcherinen deutsch
Professor Isabel hallo schön dass Sie da
sind hier am Institut für Psychologie
der humbald Universität hat das
Forscherteam verschiedene Tests für
Autisten entwickelt zuerst soll Hanna
Gesichtsausdrücke einschätzen prima hier
haben wir jetzt so ein
emotionserkennungstest und ja ich würde
gerne den mal anschauen mit Ihnen
gemeinsam da steht dass dann
verschiedene Schauspieler verschiedene
Gefühle im Gesicht zeigen und sie würden
dann was dazu sagen was sie denken
welche der
eigentlich ist okay ja ja prima dann
können Sie gerne weiter drrücken auf
Enter auf los geht's los genau da ist
eine
Frau mittleren Alters mit Fransen Pony
auf die linke Seite gekämmt mit einem
Seitenscheitel der auf der rechten Seite
sitzt und ein kleinen schönheitsflg ja
undter linken Auge ja jetzt muss ich
sagen fühlt ne genau und es sind ja drei
Sachen angegeben ne die Frage ist fühlt
die Frau Ärger Traurigkeit oder Angst
was meinen Sie und was wie analysieren
Sie das wenn Sie sich sowas anschauen
vom Mund her der ist die Mundwinkel sind
leicht nach unten gezogen
ähm könnte es alles sein Stirn ist so
leicht zusammengezogen D vorne sonst
entsteht ja auch diese Falte nicht in
der Art genau weil so alt ist sie ja
noch nicht
boah was würden Sie sagen ist so ihr
erster Angst Eindruck das ist
tatsächlich hier Ärger oh okay ja prima
wollen wir dann uns das nächste Bild
noch mal angucken ja gerne gerne jetzt
ist es ein Mann der hat ein Orangen
treuer an mit geöffnetem
Reißverschluss ich würde hier sagen
Überraschung weil er den Kopf so nach
hinten der Mund ist geöffnet die Augen
sind weit geöffnet
wenn es keine Angst ist ist es
Überraschung ja das stimmt in dem Fall
ist es aber tatsächlich Angst gut dann
gucken wir uns doch noch mal ein Foto an
okay was meinen Sie denn was die Person
jetzt gerade fühlt ist das Freude Angst
oder Überraschung jetzt ist es
Überraschung ja ja das ist jetzt
tatsächlich die richtige Antwort nach
dem
emotionserkennungstest macht Hanna mit
den PsychologInnen noch drei weitere
Tests zum Thema Spezialinteressen und
zum Verhalten bei Dialogen beim letzten
Test geht es um
Empathie und jetzt in dieser Situation
wä die Frage an Sie wie sehr fühlen Sie
mit dieser Person und können Sie da eine
Zahl wählen die passend wäre für sie
Mitleid fühle ich eher nicht weil ich
sehe dass der Person schon geholfen wird
und da fühle ich eher beruhigt sein und
mich für die Frau freuen dass ihr
geholfen wird eigentlich zeigen sie
dadurch deutlich dass sie Mitgefühl
haben nur vielleicht ähm ein Schritt
weiter schon als in dieser Situation ne
sie denken das schon Schritt nach vorne
analysieren sie auch im Alltag so
Gesichter also nehmen sie sich häufig
Zeit wenn ich äh in der Person in der
Situation selbst bin geht das alles so
schnell so schnell funktioniert mein
Kopf nicht das führt halt auch zu
Problemen also dann kriege ich
Arbeitsaufträge von Vorgesetzten nicht
oder nur unvollständig mit weil ich
damit beschäftigt bin herauszufinden in
was für einer Laune die gerade sind und
äh da brauche ich halt ein
aufgeschlossenes
gegenüber aber das wenn ich jetzt z.B
schon mal wahrnehme okay da passiert
gerade was im Gesicht dass ich dann halt
auch gezielt eine Frage stelle super und
du ich kann es gerade nicht lesen was
ist los bei Dir oder ist was los bei dir
super Ich freue mich dass sie da so
empowert agieren ich das ist zum Teil
jahrelange Arbeit Hanna will anderen
gegenüber offen mit ihrem Autismus
umgehen denn nicht Autisten wissen oft
nicht was Autisten stressen kann
Augenkontakt z.B ist für viele Autisten
nicht sagend und anstrengend deshalb
vermeiden Sie ihn lieber oft und wie
gerade gesehen autisten haben Probleme
Mimiken und Gefühle zu deuten und auch
das wissen viele nicht in Gesprächen
geht es Autisten eher um Informationen
mit smallt wie übers Wetter können viele
nichts
anfangen und sprichwörter und
Redewendungen nehmen sie oft wörtlich
auch das kennt viele Autisten
Reizüberflutung Geräusche Gerüche oder
grelles Licht nehmen Sie so intensiv
wahr dass sie sich auf nichts anderes
mehr konzentrieren können und solche
Orte
meiden auch Körperkontakt zu nah bei
anderen zu stehen empfinden viele
Autisten als unangenehm oder sogar
überfordert in der Regel kommunizieren
Autisten lieber in einer ruhigen
Umgebung und natürlich ist es immer gut
wenn das über von den Bedürfnissen oder
Besonderheiten weiß hanna geht auch bei
der Umschulung in Köln offen mit ihren
Bedürfnissen um alle in ihrem Kurs und
natürlich auch die Ausbilder kennen ihre
Probleme die sie im großen
Unterrichtsraum hat für Hanna gibt es
nun diese Lösung sie kann sich zum
Programmieren an einen ruhigen
Arbeitsplatz zurückziehen als es
geschafft habe mich richtig mitzuteilen
ging es auf einmal ganz leicht also dann
war ja der Raum und es
war das war dann
gelöst ich kann mich einfach auf das was
hier an Lerninhalten stattfindet
konzentrieren und es lenkt mich hier
wirklich nichts ab und es ist still und
ich kann bestimmen ob das Fenster auf
ist oder zu Hanna hat gute Aussichten
ihre Ausbildung zur Fachinformatikerin
erfolgreich abzuschließen Chris
Schweizer ihr Ausbilder unterstützt Sie
dabei darf ich ja gerne dan und wie
klappt das mit dem Raum das läuft gut
also ich komme gut klar kann mich
konzentrieren bekomme was getan wir
haben gemerkt dass das eben dass die
Ausbildung gefährdet ist und haben
gesagt okay dann müssen wir doch
irgendwie schnell reagieren
und das ist auch eins unserer Leitbilder
mit Menschen Perspektiven schaffen und
ich glaube genau das haben wir eben
dadurch geschafft das ist gut es geht
weiter also das ist also es ist Bewegung
drin und das ist keine Stagnation
äh das das fühlt sich an wie eine Lösung
und nicht wie sonst halt gerne mal war
so so so ein ungewisses verharren
sondern ich tue was und das klappt und
es geht in die richtige Richtung und da
kann was gutes bei rauskommen nächstes
Jahr 2025 will hannaah ihre
Abschlussprüfung für die IHK machen ihr
Leben hat sich verändert D Jahre nach
ihrer
autismusdiagnose ich freue mich
tatsächlich komplett auf mein ganzes
Leben und dass ich spannende Dinge
erlebe Aufgaben löse produktiv bin ja
Leben leben also darauf freue ich
mich und wenn euch diese quarksdok
gefallen hat schaut gerne mal in diese
Videos rein
[Musik]
[Musik]