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Gemüsebeet im August - Erfolge und Misserfolge - Gemüsegarten update Gemüsebeet
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Wir sind Nadine, Noah, Mia von der Selbstversorgerfamilie in Schweden.
Heute wollen wir euch unseren Gemüsegarten zeigen.
Das ist unser Dill. Ich finde, der wächst ganz gut.
Da hinten ist er auch schon ein bisschen höher zum Teil.
Man muss bedenken, die Pflanzen sind alle ungefähr zwei Monate im Rückstand im Vergleich zu anderen Gemüsebeeten,
weil wir ja viel später ausgesät haben und dafür sieht das ganz gut aus.
Was kommt als nächstes?
Das hier sind unsere Radieschen. Da sieht man schon kleine Radieschen rausgucken aus dem Boden.
Du kannst ja mal eins ernten.
Ja, und essen.
Ja.
Zeig mal, wie das aussieht.
Mia?
Ich will auch eins.
Noch eins von den kleineren sogar. Guck mal, ob du noch ein größeres findest.
Das hier ist groß.
Mia wollte ja auch noch eins ernten.
Oh.
Was kommt als nächstes, Noah?
Das sind unsere Karotten. Im Hügel habe ich die geerntet aus dem Beet und mit Sender mit Vollguss,
weil die so lecker sind zwischendurch aus dem Beet.
Ja, diese hier sind jetzt noch recht klein. Die werden schon noch einen Moment brauchen.
Aber weitestgehend gut gekeimt, bis auf ein paar Lücken. Da wird was nachkommen.
Das hier ist unsere rote Beete. Bestimmt wird die auch ganz lecker werden.
Genau, die rote Beete.
Bestimmt mit Kartoffeln schmeckt die ganz lecker und einer guten Pilzsoße.
Mit einer guten Pilzsoße, genau.
Ja. Und mit Kartoffeln.
Ja, die sind auch alle gut gekommen und die Blätter benutzen wir zum Teil auch schon immer für die Salate.
Und hier kommen wir als nächstes auch gleich zu den Salaten.
Ihr müsst euch nicht wundern, wir haben unglaublich viel Salat angebaut,
weil wir jeden Abend auch tatsächlich Salat essen.
Und wir brauchen ungeheure Mengen Salat, also grünen Salat.
Und der wächst hier, wie man sieht, hervorragend.
Kann ich ein kleines Blatt probieren?
Ja.
Ich auch.
Der ist sehr lecker.
Also eigentlich schmeckt der selbst angebaute oder selbst gepflanzte am besten.
So sollte es ja auch sein.
Und ich habe beim Anpflanzen auch geholfen.
Ja, wir beide, genau.
Hier kommen also rein weiße Salate.
Das, was wir nicht schaffen zu essen, das kriegen unsere Hühner.
Zum Glück haben wir ja wieder Hühner.
Und die brauchen natürlich auch viel Frisches.
Auf diesem Beet hier hatte ich ja eigentlich Stangenbohnen gesetzt.
Die sind leider nicht gekommen.
Zudem hat ein relativ heftiger Sturm das Bodengerüst gleich in den ersten Tagen wieder umgemetzelt hier.
Denn leider ist der Boden doch relativ hart und steinig,
sodass man das tiefer in die Erde rein treiben muss.
Das machen wir also im Herbst bzw. im nächsten Frühling nochmal.
Aber da die Stangenbohnen sich entschieden haben,
bis auf diese eine hier, die jetzt an einer Sonnenblume hoch wächst,
sowieso nicht zu wachsen, ist das ja nicht so schlimm.
Das sind alles meine. Die habe ich eingepflanzt.
Genau, das sind Mias Sonnenblumen. Mal sehen, ob da noch was kommt.
Ansonsten haben wir hier Bohnenkraut und Petersilie eingepflanzt.
Mama, die beiden sind jetzt Freunde.
Kann ich Petersilie essen?
Ja, kannst du.
Das ist immer so lecker.
Ja, hier sind die Erbsen.
Die ersten sind schon abgeerntet,
wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass die erste Ernte nicht gerade reichhaltig war.
Das waren die Erbsen, die ich in Verlanda im Wald schon vorgezogen hatte
und die fanden das Umpflanzen überhaupt nicht so gut.
Da ist nicht mehr viel nachgekommen.
Jetzt wachsen hier noch ein paar nach.
Aber auch da wird wahrscheinlich nicht so richtig viel dran sein.
Hier ist der Boden einfach noch nicht gut genug für die Erbsen gewesen.
Da müssen wir bis nächstes Jahr warten.
Mama, hier ist unser Mangold.
Genau, einige Mangoldpflanzen sind schon relativ groß
und einige wachsen auch ein bisschen zu dicht.
Dafür sind hier oben ein paar Lücken geblieben.
Die werden wir noch mal vereinzeln, damit die einzelnen dann mehr Platz haben.
Da warten wir aber auf den nächsten Regen noch mal,
damit das Umpflanzen kein so großes Problem für die Pflanze ist.
Hier ist unser Spinat gewesen.
Den haben wir schon geerntet und dann haben wir noch mal Salat nachgepflanzt,
damit die Reihe nicht leer bleibt.
Genau, Salat, Salat, Salat.
Als nächstes hatte Julian ganz viele Kohlpflanzen mitgebracht,
und zwar Blumenkohl.
Die waren alle in einem Topf, die Jungpflanzen, ganz dicht aufeinander.
Nachdem ich hier gepflanzt hatte, war leider drei Tage Sturm und Dürre
und das haben diese Jungpflanzen großteils nicht überlebt.
Darum sind hier jetzt nur fünf Stück übrig geblieben.
Die sehen ehrlich gesagt auch nicht so besonders gut aus.
Mal sehen, ob die noch was werden.
Ich habe hier in die Lücke noch eine Gurke gepflanzt.
Da ist auch schon eine dran.
Eine Gurke!
Da hinten haben wir noch mehr Gurken, die zeigen wir gleich.
Die grünen Kohlpflanzen haben das Umpflanzen zum Glück wesentlich besser überstanden.
Die sehen sogar richtig gut aus hier.
Bis auf zwei oder drei, die nicht gekommen sind, stehen die anderen alle richtig gut.
Die können wir jetzt dann auch schon für unsere grünen Säfte benutzen.
Das ist super.
Hinter Noah sind unsere anderen Gurken.
Du kannst ja mal zeigen, wie die aussehen.
Die sehen nicht mehr als köstlich aus, diese Gurke.
Du kannst mal ganz vorsichtig die große abdrehen.
Da ist noch eine kleine.
Dann verletzt man die Pflanze nicht und hat eine schöne Gurke.
Und ein bisschen Ziehen dabei.
Dann gehen wir zu den Zucchini.
Die sind hier ja daneben.
Da könnt ihr auch die größten ernten.
Die Zucchini sind so reichhaltig, da haben wir schon kiloweise von geerntet.
Da sind schon wieder so richtig dicke Dinger dran.
Die benutzen wir für unsere grünen Säfte.
Die machen richtig schön Masse und geben ordentlich Saft ab.
So richtig geschmackvoll sind die in der Größe ganz schnell nicht mehr.
Für die grünen Säfte sind die immer noch super.
Die kleinen packen wir immer in unseren Zucchini-Auflauf.
Das ist absolut köstlich.
Immer ganz vorsichtig drehen.
Die ist schon mächtig groß, wobei es eigentlich noch geht.
Wir hatten schon viel größere. Die schmeckt auch so noch.
Sieht aus wie so eine Trollkeule.
Eine Trollkeule, genau so.
Jetzt darf Mia wieder.
Eigentlich sollten das hier Rondini werden.
Man sieht auch, die will noch ein bisschen rund werden.
Aber diese hier wird offensichtlich nicht mehr rund.
Die sollten wir jetzt ernten.
Mia, willst du die rausdrehen?
Ganz vorsichtig, sonst verletzt man die Pflanze.
Ist das auch eine Zucchini?
Ja, die Zucchini heißt Rondini.
Die ist rund wie ein Ball.
Rondini.
Angeblich.
Wie man sieht, aber nicht tatsächlich.
Wir ernten jetzt alle großen, damit wieder neue nachwachsen können.
Was ist das hier?
Das ist die Blüte von der Zucchini.
Drehen ganz vorsichtig.
Um sich zu schützen vor Fressfeinden.
Hilft aber nicht bei uns.
Ich stelle mal hier ab, die werden richtig schwer.
Hier sind unsere Hochbeutel.
Noch ein bisschen klein, aber wertvoll.
Genau, wollen wir machen.
An jedem ist hier ein kleiner Kürbis dran.
Aber an der nicht.
Doch.
Ein sehr kleiner Kürbis.
Und hier ist der größte Kürbis.
Ja, die stehen hier am schlechtesten, muss man sagen.
Direkt an der Böschung sozusagen.
Und so ein bisschen unter den Bäumen.
Wir müssen mal gucken, ob wir die Äste noch wegmachen müssen.
Aber ich denke, denen fehlt hier oben einfach auch noch Humus.
Die können hier noch gar nicht so richtig abgehen,
wie sie das nächstes Jahr werden können,
wenn hier ordentlich Pferdemist abkompostierter liegt.
Dann wird die Kürbisernte garantiert reichhaltiger.
Jetzt im Moment tun sie hier ihr Bestes,
aber so richtig viele Chancen haben sie auch nicht.
Hier sind unsere Bohnen.
Das hier ist die Reihe, die wir in Vetlanda schon vorgezogen haben.
Und die haben wir hier nachgefüllt.
Genau.
Die Vorgezogenen haben supergut getragen.
Da habe ich vor einer Woche schon mal abgeerntet.
Und jetzt sind schon wieder ganz viele da dran.
Mama, wo sind die Bohnen?
Das sind die Bohnen.
Da kommen schon die Nächsten.
Da können wir bald noch mal ernten.
Hier hinten sind schon wieder Reife dran sogar.
Die sind richtig gut.
Hier unten sind auch die ganz Nachgezogenen,
bzw. die zweite Saat ist hier gekommen von den Bohnen komplett.
Die tragen auch demnächst.
Man sieht, dass das Gemüsebeet hier ein bisschen nach unten abschüssig ist.
Also da oben ist es deutlich trockener offensichtlich.
Da ist nicht alles gekeimt.
Aber das ist dann eben so.
Hier unten werden wir noch mal ernten können.
Hier sind unsere leckeren Kartoffeln.
Die finde ich am Beet am besten,
weil ich esse die so gerne mit Karotten oder Bohnen zusammen.
Wir haben eine Bio-Kartoffel gepflanzt.
Hier eine rote Sorte, darum blüht die auch herrlich.
Also wunderschön sehen die aus.
Ich muss sagen, die sind auch durchweg gekommen,
bis vielleicht auf zwei oder drei Stück.
Die stehen hier dicht erdicht und sehen auch super aus vom Laub und von der Blüte.
Ich habe die Kartoffeln mit Rasenschnitt gemulcht zuerst
und dann mit diesem Gemisch aus Erde und Rasenschnitt die auch angehäufelt.
Dann habe ich die Zwischenräume mit den Sägespinnen aus dem Pferdestahl eingestreut,
die auch ordentlich vollgepiecht waren
und ab und zu mal Äppel dazwischen,
um zu düngen und zu mulchen weiterhin.
Ich hatte zuerst Bedenken, ob ich tatsächlich mit Sägespänen mulchen soll,
denn Sägespäne können natürlich den Boden leicht übersäuern.
Außerdem benötigen die zur Verrottung mehr Stickstoff,
als sie dem Boden wieder zurückgeben können.
Genauso wie zum Beispiel Heu und Stroh.
Also alles, was nach der Blüte als Mulch verwendet wird,
verbraucht mehr Stickstoff aus der Erde zur Verrottung,
als Wasser dem Boden zurückgeben kann.
Darum war ich da natürlich ein bisschen skeptisch,
bin aber ganz überzeugt von dem Resultat
und würde das auch so wieder machen.
Der Boden scheint dadurch gut aufzulockern
und im Herbst wird das Ganze untergegraben.
Wenn man sich also entscheidet mit Spänen oder Heu oder Stroh zu mulchen,
dann muss man gewährleisten, dass genug Stickstoff dem Boden trotzdem zur Verfügung steht.
Also genug Kompost noch untermischen oder Pferdemist
oder was auch immer man zur Verfügung hat.
Da ich am Anfang ja noch nicht so viel Pferdemist und Ähnliches
und schon gar keinen Kompost zur Verfügung hatte,
habe ich ganz viel mit Brennnesseljauchen gearbeitet
und das sind wirklich super Resultate geworden.
Also man hat richtig gesehen nach dem Gießen, wie die Pflanzen da abgegangen sind.
Gerade auch die Zucchini, innerhalb von Tagen sind die explodiert.
Und diese Brennnesseljauche, die ist ja leicht herzustellen.
Ich zeige euch das demnächst in einem Video.
Und die hat wirklich überzeugt.
Zudem schützt die ja auch noch vor Schädlingen und Blattläusen
und die Ameisen finden das glaube ich auch nicht so super.
Die Kohlweißlinge halten sich bis jetzt auch noch in Schach.
Erst so ein paar, irgendwie fünf kleine Eierchen habe ich an der einen Kohlpflanze gefunden.
Mehr bis jetzt noch nicht.
Die Brennnesseljauche hat mich wirklich hier richtig gerettet.
Der Mulch hält natürlich super gut die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut
und ja, verbessert einfach allgemein den Boden und schützt die Pflanzen vor Austrocknung.
Merkt auch unter der Späneschicht ist der Boden gleichmäßig feucht und richtig schön dunkel.
Würmer sind da aktiv.
Das ist eine richtig gute Sache für den Boden.
Auch den Kohl, die Gurken, Zucchini und Kürbisse habe ich ja gemulcht,
was zusätzlich düngt und Feuchtigkeit hält.
Und das hat noch einen weiteren Vorteil.
Die ganzen Ameisen, die hier unterwegs waren,
die lieben nicht so sehr diesen spenigen Untergrund,
sondern bleiben da, wo die Erde ist.
Hier machen sie sich gerade über einen Regenwurm her.
Da auch.
Das sieht man hier ganz, ganz oft.
Ja, wir haben hier sehr viele Ameisen.
Ihr sitzt da übrigens mitten drin.
Gleich habt ihr wieder überall Ameisen in den Unterritzen.
Wir haben hier 16 Ameisenhaufen.
Und so haben die bis jetzt meine Pflanzen wirklich in Ruhe gelassen.
Ich hatte das schon ein paar Mal in der Vergangenheit,
dass Ameisen zum Beispiel die Kohlpflanzen unterirdisch abgeknuspert haben
und dann sind die natürlich verwelkt.
Was auch ein Vorteil von dieser Mulchschicht ist,
dass man relativ leicht die Wurzelunkräuter rausziehen kann,
weil die einfach viel weiter an der Oberfläche sind.
Hier sieht man, dass man die mit einem längeren Wurzelstück,
ein ganz kleines Stück ist nun unten doch abgebrochen,
aber man kriegt die erstaunlich viel besser raus als ohne die Mulchschicht.
Nun kennt ihr also unseren jungen Gemüsegarten.
Acht Wochen alt, wie gesagt, ist er erst.
Dafür sind wir echt ganz zufrieden.
Natürlich sind hier und da noch durchaus Möglichkeiten nach oben
und noch viel zu tun.
Und nächstes Jahr wird es bestimmt besser,
wenn wir jetzt im Herbst ordentlich Kompost unterarbeiten.
Aber dafür, dass hier quasi nichts war außer einer staubigen Fläche,
trocken, steinig, mit vielen Wurzelunkräutern
und dafür, dass wir quasi zwei Monate später gepflanzt und gesät haben,
als wir das eigentlich getan hätten,
dafür bin ich wirklich zufrieden und auch überrascht,
wie gut die Sachen schon gekommen sind.
Ich halte euch weiter auf dem Laufenden und bis zum nächsten Mal.