Alle zehn Bienenvölker, die ich mit ausreichend Futter eingewintert hatte, sind mir gestorben. Schuld war eine nicht ausreichende Varroa-Behandlung und die Tatsache, dass Wespen die ohnehin schon geschwächten Völker stark beräubert haben. Jetzt im Frühjahr habe ich von einem befreundeten Imker zwei neue Völker kaufen können.
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Haben Sie mich schon mal Autofahren sehen? Ich glaube nicht. Ich fahre sehr selten. Ich
vermeide es, wo es geht, natürlich aus Umweltschutzgründen. Heute fahre ich zu
einem befreundeten Imker, der mir zwei Völker verkauft. Denn schlechte Nachricht,
ich habe ja zehn Völker gehabt. Über den Winter sind mir alle zehn gestorben. Ich war selber
schuld. Zwei Dinge. Erstens hatte ich drei riesige Wespennester im Garten. Die habe ich gelassen. Die
Wespen haben mir nichts getan über den ganzen Sommer. Dachte ich, gut, die tun mir nichts,
ich tue ihnen auch nichts. Und habe viel zu spät gemerkt, dass die ganzen Wespen ständig bei den
Bienen rein und raus fliegen und bei denen unheimlich räubern. Meine Imkerpatin hat mir
dann gesagt, ja, die Wespen allein können es nicht gewesen sein, denn Bienen können sich gut gegen
Wespen wehren, solange die Bienen stark und gesund sind. Und das waren sie wohl nicht, weil ich
schlecht gegen die Varroa-Milbe behandelt habe. Schlecht, was heißt das? Einfach zu wenig. Ich
behandle mit Ameisensäure und mit Oxalsäure oder Milchsäure bei Brutfreiheit. Ja, entweder habe ich
einen Fehler gemacht oder ich habe es einfach nicht häufig genug gemacht, nicht oft genug.
Zudem habe ich den Fehler gemacht, die Bienen über den Winter kaum zu kontrollieren. Professionelle
Imker haben mir erzählt, lass die Bienen in Ruhe im Winter, störe die nicht, das passt schon. Ich
hätte einfach ab und zu mal kontrollieren sollen, dann hätte ich gesehen, die Völker werden immer
schwächer. Und ich habe dann viel zu spät reingeschaut und gesehen, die Völker waren
dermaßen dezimiert, kaum noch Bienen da. Und deshalb, ja, war ich viel zu spät dran. Alle zehn
Völker tot, also alle Kästen leer. Und jetzt kriege ich zwei neue. Ich muss also von völlig neu
anfangen. Ich freue mich trotzdem drauf, ich mache es weiter. Und ja, ich bin Jungimker, aus
Fehlern lernt man. Den Fehler werde ich auf jeden Fall nicht nochmal machen. Ja, ich fahre ins Allgäu,
ist nicht allzu weit weg von mir. Ich selber wohne in Oberbayern. Und die Berge, die Alpen, ach, immer
wieder ein herrlicher Anblick. Schön, ja. Königin ist gezeichnet? Ja, die ist gezeichnet. Sind sie da grantig?
Nein, grantig sind sie nicht, aber da rauchen wir meistens. Ah, ist das deine Imkerpfeife? Ja. Ja,
fünf oder sechs Völker habe ich da vorne gemacht. Ohne rauchen, ohne alles. Gut, gut.
Das ist Futter, was drin ist. Hast du Abstandshalter an deinen Rähmchen? Nee. Machst du gar nicht,
du schiebst es immer so nach Gefühl hin, oder? Ja, das habe ich da mit dem Fingernagel. Weiß ich, wo ein Zentimeter ist. Genau,
das heißt, du schiebst es halt immer hin, jedes Einzelne musst du aber machen dann, ne? Ja, da gehe ich da her.
Ja, okay. Und dann weiß ich da, wenn ich da mit dem Fingernagel warte, da habe ich ein Zentimeter. Da ist die erste Brut, da ist die Königin, schau.
Oh, ich sehe sie nicht. Da wird sie verdeckt, jawohl, aber nicht gezeichnet. Sie ist gar nicht gezeichnet. Warte mal, ich habe sie mit dem Stift taktisch gezeichnet.
Das sind alles Königinnen von Baden-Baden. Ah, ja. Schöne Königin. Da tropft es schon, ne? Ja, ja. Was tragen die da jetzt ein,
Löwenzahn, oder was ist das drin? Meistens Weide. Weide, mhm. Schau mal, die schöne Brut ist da. Oh, oh, das ist ja schon voll.
Super. Die werden schlüpfen. Wow, sehr schön. Voller Sitz, ja. Rappelvoll. Eine Königin ist das. Schön. Wahnsinn, was die Brut drin hat, das ist irre. Super, ja.
Mehr Brutwappen als alles andere. So, ich denke, wir haben die meisten erwischt. Wunderbar. Ja, da ist lange nicht so viel los.
Da schlüpfen sie schon. Das sind jetzt kurz vor dem Schlüpfen da. Da ist die Königin. Ja, wenn du das siehst.
Da ist sie, jawohl. Wenn du das nehmen würdest, dann könntest du eventuell von dem nochmal eine Brutwappe von der Mitte rausziehen und da dazusetzen.
Aber leer kehren, ja? Ohne Bienen, okay. Dann ist es ein bisschen aufgeteilt, weil das ist ja sehr stark, das Volk hier, ne?
Die schlüpfen jetzt alle. Wenn du so eine Wappe schlüpfst, hast du drei Wappengassen, zwei Bienen. Das geht schnell, ne? Das ist ja alles Brut, ne? Ja, ja, das ist alles Brut.
Das ist halt eine tolle Sache. Sehr sanftmütig, oder? Deine Bienen? Ja, ich mache alles. Ich habe drei, vier Jahre keinen Schleier mehr. Wahnsinn, gut.
Das geht am besten mit dem Wagen. Super. Wenn ich schleudern tue, mache ich das auch so. Perfekt, bevor du dich da totschleppst. Drüben tue ich schleudern.
So, die Bienchen sind im Auto, eingepackt. Jetzt geht es auf den Nachhauseweg. Endlich wieder zwei Völker. Mann, oh Mann, jetzt muss ich aber echt aufpassen.
Doch glattenrein gestochen.
So, die Bienen sind zu Hause. Krantig sind sie wie Sau, weil sie natürlich durcheinander geschüttelt wurden. Jetzt mache ich auf, dann kriegen sie wenigstens wieder Luft.
Ja, so ein verdammter Mist. Bei den folgenden Videoaufnahmen ist mein Audiorecorder, den ich hier immer bei mir trage und über den ich meinen Ton aufnehme, leider nicht mitgelaufen.
Das heißt, den Ton hat jetzt immer nur die Kamera aufgenommen und die Kamera hat recht schlechte Tonqualität. Man hört das Umgebungsrauschen stark. Fährt ein Auto unten auf der Straße vorbei, hört man das stark rauschen.
Bitte entschuldigt also jetzt im zweiten Teil des Videos die schlechte Tonqualität. Ich globe besser rum.
Gestern Abend habe ich die Bienen, die ich geholt habe vom Imker, in diesen Kästen hier schon hingestellt an genau die richtige Stelle.
Da kommt jetzt die Trogbeute hin und die Waben mit den Bienen, die ziehe ich dann in die Trogbeute.
Mit der ersten Wabe muss man mal sehr vorsichtig sein, dass man keine Bienen quetscht, vor allem die Königin nicht.
Wenn ihr hier wärt, würdet ihr es schon riechen, wie die Bienen schon Pollen und Nektar eintragen. Es riecht richtig toll nach Honig.
Da oben ist wieder viel Pollen und hier unten diese verdeckelten Zellen, das ist Brut.
Hier sieht man außerdem schön die Königin. Könnt ihr sie sehen? Weiß markiert auf dem Rücken.
Hier was da so rausglänzt, das ist eingetragener Honig, also Futter.
Die verdeckelten Zellen hier, das ist Brut. Und hier sind noch so ein paar offene Zellen, da seht ihr Maden drin.
Die sind also noch nicht verdeckelt, die werden noch gefüttert.
Und hier erkennt man, dass das eine tolle Königin ist, weil die macht herrliche Brutnester. Alles verdeckelt, ist alles Brut.
Das zweite Volk, das ich hier gekriegt habe, ist deutlich schwächer, deswegen werde ich eine Brutwabe nehmen und es in das schwächere Volk hängen.
Dazu dürfen die Bienen aber nicht mitwandern, die muss ich hier abschütteln.
Hier sieht man, es wird allerhöchste Zeit, dass ich die Bienen umziehe. Das ist eine richtig große Bienenmasse.
Wenn die Brut hier schlüpft, dann werden es noch viel mehr. Das heißt, ich muss noch ein paar Wehrwaben reinhängen.
Die ganzen Bienen hier, die muss ich jetzt rumkippen.
Und weil das Volk doch sehr stark ist, bekommen die jetzt Mittelwände, damit die sich entweitern können und Waben ausbauen können.
Mittelwände sind einfach Wachsplatten mit vorgestanzten Waben und dort ziehen die dann ihre Waben raus.
Hier sieht man mal schön den Unterschied. Das ist so eine Wachsplatte, also eine Mittelwand.
Da sind die Waben nur so vorgestanzt und hier im Vergleich mal so eine ausgebaute Wabe.
Da sieht man, da ziehen die also mit Wachs diese Waben groß raus, um dort Futter einzulagern oder Pollen.
Das Praktische an der alten Druckbeute ist jetzt, dass ich mit diesem Sheet hier, das ist das mit der Glasscheibe,
einfach so weit nach vorne schieben kann, bis zum letzten Rähmchen.
Somit kann ich mein Volk ganz flexibel erweitern.
Das schiebe ich jetzt einfach ganz nach vorne hin, bis an die letzte Wabe ran.
Und schon sind die Bienen in ihrer neuen Behausung.
Und schon geht der Flugbetrieb weiter. So schnell geht es, weil ich ja die Kiste, die ich vom Imker gerührt habe, auch schon an die Stelle gesetzt hatte.
Wissen die Bienen also, dass hier ihr neues Zuhause ist und dass es jetzt ein neuer Kasten ist.
Das finden sie nicht schlimm. Sie wissen aber, hier müssen sie reinfliegen.
Und mit dem zweiten Volk mache ich jetzt das Gleiche.
Die Königin ist für Jungimker wie mich immer ganz gut.
Einfach immer nach der Königin suchen, dass man sein Auge ein bisschen schult.
Auch in dem Fall ist sie gezeichnet. Aber auch eine ungezeichnete Königin sollte man einfach finden.
Sie hat diesen großen Hinterleib. Man kann es einfach lernen, nach der Königin Ausschau zu halten.
Hier die kleinen Wutzgerlis, das sind alles frisch geschlüpfte, junge Bienen.
Die sind noch ganz klein.
Man kann erkennen, das Volk ist deutlich schwächer.
Deswegen habe ich eine Brutwabe von dem stärkeren Volk hier reingehängt.
Sobald die schlüpfen, ist das auch schon wieder ein recht starkes Volk.
Die Mädels bekommen jetzt zwar auch eine Mittelwand, aber nur eine.
Und der Trennschied, wie bei den anderen auch, ganz hinten ran, ganz flexibel, an die Größe vom Volk angepasst.
Das ist super praktisch.
Und von hinten kann man immer aufmachen und reinschauen.
Hier sehe ich jetzt noch, dass ein paar Bienen hier hinten gefangen sind.
Die kommen über den Trennschied ja nicht nach vorne, deswegen kehre ich die hier raus.
So, dann sind sie befreit und können vorne wieder reinfliegen.
Und das Schöne ist, in diesem nicht benutzten Leer nicht nochmal waben.
Und das Flugloch, das wird noch verkleinert mit so einem Keil.
Jetzt haben sie nicht mehr die komplette Breite, sondern nur noch das hier.
Auch das kann man noch verkleinern, gerade im Winter, dass es nur noch so breit ist.
Oder im Herbst, so können sie sich dann besser gegen Feinde wie zum Beispiel Wespen oder Hornissen schützen.
Und auch hier mache ich die Einflugschneise ein bisschen enger.
Und schon haben meine Bienchen eine neue Behausung und einen neuen Wohnort.
Und sobald das Wetter einigermaßen warm ist und sonnig,
dann freuen die sich auf die Apfel- und Kirschblüte und tragen ordentlich Nektar ein.
Das hier sind die alten Waben aus den Völkern, die mir leider gestorben sind über den Winter.
Die kommen jetzt weg.
Die werden in Sonnenwachsschmelzer eingeschmolzen.
Dann habe ich wieder Wachs.
Daraus kann ich neue Mittelwände gießen oder Kerzen zum Beispiel herstellen
oder Salben machen, wie meine Engelblumensalbe, die ich euch da oben mal in der Ecke verlinke.
So, die eiskalten Tage jetzt im April sind zum Glück vorüber.
Der Löwenzahn blüht wieder in Massen.
Wahrscheinlich hat es ein paar Obstblüten doch dahin gerafft.
Die haben es wohl nicht geschafft. Wir werden sehen, wie es weitergeht.
Auf jeden Fall ist heute mal wieder der erste schöne Tag.
Der erste einigermaßen warme Tag und die Bienen fliegen schon ganz fleißig.
Sie tragen Pollen und Nektar ein.
Den Pollen erkennt man hier schön an diesen orangenen und gelben Pollenhöschen.
Und ich? Ja, ich habe dazugelernt.
Ich fange wieder neu an mit zwei Völkern von zehn, die mir alle zugrunde gegangen sind.
Ich werde auf jeden Fall deutlich besser behandeln mit Ameisensäure, Oxalsäure und Milchsäure.
Ich werde das nicht mehr so auf die leichte Schulter nehmen.
Und werde auch den Varroa-Befall in Zukunft deutlich besser kontrollieren als bisher.
Ich hoffe, euch hat das Video gefallen.
Wenn ja, lasst mir gerne einen Daumen da.
Abonniert den Kanal, wenn ihr das nicht schon gemacht habt.
Bleibt dran, denn hier gibt es jede Menge noch Weiteres über die Bienen,
über das Gewächshaus, über Selbstversorgung im Allgemeinen.
Ich hoffe, wir sehen uns beim nächsten Mal wieder.
Bis dahin, sagt euer Selbstversorger Rigotti.