Ich bekomme immer wieder die Frage gestellt, wie ich es meinen Hunden beibringe, dass sie zuverlässig an einem Platz bleiben – und das auch mal für mehr als 10 Minuten. Dem Hund, gerade im Welpenalter ein sicheres Bleib beizubringen, gehört mit zu den wichtigsten Punkten im Hundetraining. Der Hund sollte lernen, auf seinen Menschen zu hören und nicht seine Position zu verlassen. Wie ihr es schafft, eurem Hund in wenigen Schritten ein sicheres Bleib beizubringen und wie ihr die Leine dabei nutzen könnt, erfahrt ihr in diesem Video
Mein Name ist Daniel und ich bin ausgebildeter und zertifizierter Hundetrainer. Hunde gehören zu meiner größten Leidenschaft im Leben, weshalb ich mich entschieden habe, nach meinem Studium der Humanpsychologie diese Leidenschaft zu meinem Beruf zu machen. Heute führe ich eine Hundeschule im Raum Oberhausen/Essen/Mühlheim. Mit unseren Videos möchten wir vor allem Fehler und Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund aufdecken und dir als Hundehalter praktische Tipps an die Hand geben, die den Alltag von dir und deinem Hund harmonischer und glücklicher gestalten.
Schön, dass ihr eingeschaltet habt. Ich bin Daniel von der Dog University und ich möchte euch heute mal zeigen,
wie ihr eurem Hund ein wirklich sicheres, stabiles Bleib beibringen könnt.
Das sind Sachen, die ich wirklich häufig gefragt werde. Viele Leute kommen und sagen, wie machst du das?
Warum bleibt dein Hund da so stabil an einer Ecke liegen und auch mal über 15, 15, 20 Minuten?
Und es ist eigentlich relativ einfach, wenn ihr da den Aufbau ein bisschen anders macht,
als das vielleicht so die Methoden sind, die bekannt sind.
Ihr braucht eine Leine, ihr braucht eine Decke, ihr braucht ein paar Leckerchen und ihr braucht euch selber mit einer guten Körpersprache
und dann funktioniert das recht schnell.
Ich schnappe mir jetzt die Nora und vielleicht auch nochmal einen anderen Hund.
Wir gehen nach draußen und da zeige ich euch mal, wie wir das Ganze machen.
Ja, wir sind jetzt draußen und ich zeige euch jetzt mal, wie wir ein richtig stabiles Bleib aufbauen.
Der normale Ansatz, den ich immer sehe, ist, dass der Hund entweder hingesetzt wird oder er wird ins Platz gebracht
und dann kommt höchstens so die Hand, dann wird gesagt Bleib.
Und oft ist das auch so eine Frage. Dann sind die Leute und sagen Bleib, Bleib, Bleib.
Das ist so ein bisschen, ja, eigentlich eher eine Frage an den Hund.
Und es gibt zwei Sachen, wie man das relativ einfach aufbauen kann.
Nämlich, indem wir Symbole dem Hund als Hilfestellung geben.
Nämlich einmal die Leine und zum anderen eine Decke oder beispielsweise auch ein Rucksack.
Die Decke können wir nachher ersetzen durch einen Rucksack, durch eine Jacke, durch einen Hut, durch irgendetwas anderes.
Und die Leine bleibt einfach immer dran am Anfang.
Ja, das heißt, wenn die Leine beim Hund am Halsband ist und fällt zu Boden,
dient das als Bodenanker und bedeutet für den Hund in dem Moment ist wirklich Ruhe.
Ich muss an der Stelle bleiben.
Ich zeige euch das jetzt mal, wie der Aufbau ist.
Nora wird angeleint.
So, also die Leine fällt hier zu Boden.
Und ich belohne am Anfang, packe ich hier einfach so ein paar Leckerchen drauf und ich unterstütze das körpersprachlich,
indem ich hier so die Hand und den Arm hochnehme und ihr damit deutlich symbolisiere,
dass ich sie nicht gebrauchen kann, also dass sie da zu bleiben hat.
Am Anfang macht es wirklich Sinn, relativ viel Leckerchen hier auf diese Decke zu packen,
sodass sie da beschäftigt ist, dass sie also gar nicht motiviert ist, aufzustehen.
Also sie frisst jetzt, ist beschäftigt, das ist auch völlig okay.
Und dann wird der Abstand erhöht.
Ich zeige ihr trotzdem weiterhin, dass sie da zu bleiben hat.
Jetzt guckt sie mich an.
Bleibt da.
Und jetzt kann ich auch mal direkt belohnen.
Also sie kriegt direkt das Leckerchen fürs Nicht-Aufstehen.
Am Anfang ist es quasi eine Ablenkung auf der Decke, wenn die Leckerchen da liegen.
Und dann wird es die Belohnung zum Hund.
Ja, sie legt sich jetzt dahin, weil sie das schon verstanden hat.
Ich kann jetzt auch weiter weggehen.
Und das Schöne an der ganzen Sache ist, dass sie jetzt da entspannt liegt.
Das heißt, der Hauptunterschied zu einem normalen Bleib im Sitz oder im Platz ist,
dass der Hund manchmal da bleiben soll und manchmal wird er abgerufen.
Dadurch habe ich immer eine Erwartungshaltung beim Hund.
Das sind dann die Hunde, die dann da sitzen und schon so zittern und sagen,
ja, ich muss hier sitzen bleiben, weil mein Herrchen mich gleich abruft.
Und dann gibt es das Leckerchen.
Hier wird der Hund nie raus abgerufen.
Das heißt, wenn die Leine dran ist, ich rufe sie nie.
Und sie lernt einfach, dass ich hier auch mal länger weg sein kann
und dass sie hier ihre Belohnung bekommt.
Die Kleine ist jetzt 13 Wochen alt und hat das schon ziemlich gut verstanden.
Die Nova macht den Fehler jetzt nicht.
Wenn sie jetzt aufstehen würde, dann ist es wichtig, sie einzuschränken.
Also ich würde den Schritt auf sie zumachen.
Ich würde sie also körpersprachlich blocken und würde ihr ein Nein kommunizieren.
Und dieses Nein darf auch körpersprachlich deutlich sein und auch sprachlich deutlich.
Also ich kann wirklich einen Schritt auf sie zumachen und sagen Nein,
dass ich halt das nicht möchte.
Wenn sie sich zurücknimmt, kann ich das wieder belohnen.
Wenn sie aufsteht, bekommt sie natürlich kein Leckerchen.
Wenn sie bereits hier hingekommen ist, wenn ich jetzt weiter weg war und sie ist hier,
dann werde ich die Leine nehmen, den Hund nicht angucken,
komplett ignorieren, auch nicht mehr mit dem Hund interagieren
und mit der straffen Leine wieder hierhin zurückbringen.
Genau an dieser Stelle die Leine wieder fallen lassen,
damit hier wieder eine Entspannung beim Hund entsteht.
Ich werde jetzt die Ablenkung mal erhöhen.
Ich werde ein paar Bewegungsreize reinbringen und dann gucken wir mal, wie sie damit klarkommt.
Also bei den, ich habe jetzt hier zwei Bälle, bei den Bewegungsreizen,
da ist es wichtig, dass ihr da nicht zu nah an den Hund mitgeht
und dass ihr den Hund nicht überfordert,
sondern dass ihr die Distanz findet, dass der Hund den Reiz interessant findet,
aber dass er es noch schafft, an der Stelle zu bleiben.
Ich werde jetzt also erstmal die Bälle so ein bisschen hochwerfen
und das aus einer gewissen Entfernung machen
und werde dann immer näher an die Nora rangehen
und dann gucken wir mal, wo die Distanz ist, dass der Hund es nicht mehr schafft.
So, also sie sieht das jetzt hier, findet das auch interessant.
Das sieht man so ein bisschen am Blick.
Jetzt bin ich schon relativ nah.
Jetzt kommt da die Reaktion.
Also sie möchte gerne diesen Ball hinterher,
aber ich sage ihr auch hier nochmal deutlich, nee, möchte ich nicht, nein.
Und das ist schon ziemlich klasse.
Das ist schon echt klasse.
Super machst du das.
Also den Hund loben mit Leckerchen, mit einer Streicheleinheit,
weil das ist schon ein großes Kino.
Mit 13 Wochen hier zu sitzen und den Bällen zu widerstehen, ist schon echt gut.
Super, klasse, gut, klasse, super.
Ja, also es wird zugegebenermaßen nicht bei jedem Hund so gut funktionieren wie bei ihr.
Sie hat es total schnell gelernt.
Also das ist ein Hund, der wahnsinnig schnell die Sachen verstanden hat.
Aber das Prinzip ist immer das gleiche.
Auch wenn ich einen Hund habe, der häufig aufsteht am Anfang und ich nehme die Leine,
bringe ihn immer wieder an die gleiche Stelle, sei es zehnmal, zwanzigmal,
wenn ich da konsequent bin, dann funktioniert das auch.
Also übt das Ganze mal, seid auch konsequent, bringt den Hund immer wieder zurück,
kommuniziert ein Nein, kommuniziert aber auch ein Ja, wenn der Hund was toll macht,
bringt dann immer wieder irgendwelche anderen Bewegungsreize rein, Malbälle.
Es kann auch mal eine Kordel sein oder irgendetwas anderes.
Und so trainiert der Hund auch selber, sich ein bisschen zurückzunehmen.
Wir nennen das Impulskontrolle.
Das ist auch eine Sache, die Sinn macht, direkt im Welpenalter zu trainieren.
Und dann habt ihr relativ schnell einen Hund, den ihr sicher an einer Stelle lassen könnt.
Das funktioniert nachher bei ausgebildeten Hunden dann so,
dass es eigentlich egal ist, wo es ist.
Also wenn ich jetzt bei mir in der Hundeschule bin und andere Hunde interagieren,
ich muss mit anderen Hunden arbeiten, kann ich meine Hunde da ablegen,
die können zugucken, die bleiben zurück.
Oder wenn ihr in den Biergarten geht, das funktioniert alles relativ schnell dann.
Wenn ich die Nora jetzt daraus abrufe, dann tue ich das nie mit der Leine.
Die Leine wird losgemacht.
Und jetzt rufe ich sie ab und jetzt belohne ich sie auch.
Und so läuft das Ganze.
Die Decke braucht ihr dann nachher nicht mehr.
Wenn der Hund das einmal gelernt hat, dass wenn die Leine am Boden ist,
dass sie dann dort zu warten hat, dann funktioniert das irgendwann auch schon aus der Bewegung.
Also wenn ich sie jetzt mitnehme, Nora, und ich lasse die Leine fallen,
gebt ihr das körpersprachliche Signal.
Dann bleibt der Hund an der Stelle, legt sich hin, ist entspannt und wartet auf mich.
Also es geht nicht darum, dass ihr eine Decke braucht.
Ihr braucht eigentlich nur noch eine Leine.
Wenn du findest, dass die Nora einen guten Job gemacht hat,
dann gib uns doch ein Like für dieses Video
und probiere das einfach mal aus mit deinem Hund.
Schau mal, wie das funktioniert.
Schreib es gerne in die Kommentare, ob du dann Veränderungen siehst mit der Methode zu anderen Methoden.
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wie das weiterläuft, wie das funktioniert und was ich mit der Nora alles so mache.