Wir werden oft gefragt, warum wir unser Wissen kostenlos teilen. Als eine der ältesten Schneidereien der Welt haben wir Generationen von Wissen, Übung und Erfahrung gesammelt. Als preisgekrönter Lehrbetrieb werden seit 10 Generationen Lehrlinge und Meister bei uns ausgebildet und Designer weitergebildet.
Leider gibt es immer weniger Ausbildungsbetriebe, um das Schneiderhandwerk von der Pike auf zu erlernen. Und auch wir können in unserem Betrieb jährlich nur 1-2 neue Lehrlinge aufnehmen und ausbilden.
„Leider merken wir diesen Trend immer stärker. Es freut mich natürlich, dass sich so viele Menschen für dieses schöne Handwerk interessieren. Aber gleichzeitig tut es mir weh, jährlich duzende, qualifizierte Bewerber abzulehnen, die unser schönes Handwerk erlernen wollen.“ - Stefan Wimmer
Deswegen teilen wir unser qualifiziertes Wissen und Know-How mit praktischen Übungen und Anleitungen in der Schneider Akademie. Jeder und jede, die gerne Textile Kunstwerke erschaffen möchte, soll die Möglichkeit bekommen, von den besten und erfahrensten Schneidern zu lernen.
Hallo, ich zeige dir jetzt, wie man einen Trachtenmondschutz ganz schnell ruckzuck selber machen kann.
Das ist zwar ein Damenmodell, aber ich habe es jetzt einmal vorgezeigt, wie so etwas ausschauen kann.
Ganz einfach und der Sinn ist, dass wir ein bisschen Farbe, ein bisschen Fröhlichkeit in diese Corona-Zeit bringen.
Du brauchst zwei Gummibänder, eine Spitze und natürlich ein Fleckerl Stoff.
Die Maße sagen wir dir dann noch genau.
Eine Schablone anzeichnen und hier genau ausschneiden.
Und schon geht es ruckzuck zur Nähmaschine.
Du legst dir jetzt das Stoffstück im Bug zusammen, schöne auf schöne Seite, klappst es noch einmal hoch
und das Gummiband einen Zentimeter nach unten und einen Zentimeter herinnen, wird es kurz fixiert.
Nicht verdrehen, sondern schön glatt herunterlegen, dass es unten wieder am Bug ist und wieder fixieren.
Dasselbe auf der zweiten Seite.
Jetzt klappst du das herauf und nähst von ganz oben einfach einen Zentimeter breit nach unten.
Auf dieser Seite einfach einen Zentimeter breit nach oben.
Wird das Ganze umgedreht, dass die schöne Seite nach außen kommt.
Dazu nehmen wir uns jetzt die Schablone, hier legen wir sie im Bug an, damit wir uns die Falten einzeichnen können.
Ich mache mir hier so Striche.
Auf der zweiten Seite genauso.
Jetzt biege ich mir die Teile, so wie auf unserer Schablone beschrieben, übereinander und steppe hier hinunter.
Schmal, ziemlich an der Kante, immer wieder die Falten ablegen und auf der zweiten Seite dasselbe.
Jetzt sind wir schon fast fertig.
Als Verstärkung und als Ziere nehmen wir diese Spitze, die kommt dann da oben drauf.
Mit dieser Spitze versorgen wir gleichzeitig unsere Maske.
Von der hinteren Seite nähen wir einfach einen Zentimeter herunter.
Dann drehen wir das Ganze um, biegen die Spitze am Rand ein, damit sie nicht nach außen schaut und steppen dann hier oben noch einmal durch.
Ich fädel mir jetzt weiß ein, weil es einfach noch ein bisschen schöner ausschaut.
Fädel ich kurz um.
Mit diesem Stepp versäuber ich mir den Mundschutz, der ist ja waschbar und damit natürlich öfter zum Tragen.
Das ist ja auch für die Umwelt gut und selber freut man sich auch, wenn man das Stück öfter verwenden kann.
So, fertig sind wir.
Noch einige Fäden weggezwickt und so schaut unser Trachtenmundschutz aus.
Pass auf dich auf und bleib gesund!