DER ENTSCHEIDENDE HINWEIS #krimihörspiel #retro #missmarple Rosemarie Fendel

HOR MAL ZU HORSPIELE & CO
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02.11.2024
Du bist es dir wert.
Du wählst nicht irgendeinen Kopfkino-Kanal hier auf YouTube.
Nein, du wählst den Kopfkino-Kanal.
Werbefrei und empathisch.
Nur echt, mit diesem Symbol.
Und dieser Stimme.
Gute Unterhaltung.
Und danke für dein Like.
Falle des Verbrechens zu sichern, wird wegen Begünstigung mit Geldstrafe
oder mit Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft.
Das möchte ich hier mit allem Nachdruck zu bedenken geben.
Ja, ich finde, darüber sollte sich die Lokalredaktion doch nicht den Kopf zerbrechen.
Die juristischen Aspekte müssen doch sowieso mit Dr. Firnke es besprochen werden.
Schön, aber wenn auch nur die leiseste Möglichkeit besteht,
dass ihn, Herr Wendelbär, oder sonst irgendjemand vom Markt kuriert.
Aus dieser Geschichte Unernehmlichkeiten erwachsen, dann bin ich der...
Ja, ich finde, man sollte einen ungewöhnlichen Vorschlag nicht deswegen gleich abtun,
weil er von einem unserer jüngeren Mitarbeiter kommt.
Und wenn ich offen sein soll, in meinen Augen ist es wieder einer von diesen typischen Einfällen,
mit denen ein ehrgeiziger Reporter Furore machen möchte.
Ich würde es begrüßen, mein lieber Graf, wenn Sie die Aktivität der jüngeren Leute Ihres Ressorts
nicht allzu einseitig unter diesem Gesichtspunkt betrachten würden.
Fahren Sie fort, vielleicht.
Fahren Sie gut.
Ich habe mich heute Morgen mit dem Direktor der Staatsgalerie unterhalten
und mit Kriminalinspektor Stegemann, der den Fall bearbeitet.
Die Herren sind beide der Ansicht, dass ein gestohlener Goya so gut wie unverkäuflich ist.
Was meinen Sie dazu, Lissi?
Durchaus derselben Meinung.
Nur, warum geht ein Dieb dann das Risiko ein, sich am helllichten Tage ein Goya aus dem Rahmen zu schneiden?
Doch wohl nicht, um in sich übers Bett zu hängen.
Natürlich nicht. Wie dann mancher auch, dass es den Tätern um ein Lösegeld geht.
Wie ich den Staat kenne, für kulturelle Dinge ist auch jedes Opfer zu hoch.
Ja, Herr von Silwitz?
Man muss wohl hinzufügen, dass es aus Gründen der Staatsräson gar nicht möglich ist.
Was hat denn das mit Staatsräson zu tun?
Eine ganze Menge. Das würde bedeuten, dass der Staat einen Gangster subventioniert.
Das wäre allerdings ein Ohrwurm.
Und wenn das Schule macht, dann ist in Zukunft überhaupt kein Kunstwerk mehr sicher.
Also Wieland schlägt, wie ich recht verstehe, vor, dass wir die Zeitung ein Lösegeld anbieten sollen.
Genau. Was Herr Graf über die Geschichte denkt, das wissen wir.
Was meinen Sie dazu?
Wie viel?
30.000.
Ganz schön. Und Sie meinen, das lohnt sich?
Ja, finden Sie 30.000 für ein Goya zu viel?
Letzten Monat wurde bei Sosebien noch ein Geld...
Ein Goya ist nicht zu bezahlen, sondern unersetzlich, das weiß ich auch.
Aber was können wir uns leisten, 30.000 für Werbung auszugeben?
Glauben Sie, dass das Finanzamt Ihnen das anerkennt?
Boah, hören Sie, ich bin ja gerade so erschüttert. Ich denke, es sind Feuilleton-Redakteuren.
Und schwebe über den Dingen, was?
Ach, Sie sind ja gerade zu berechnend.
Das sind Sie natürlich nicht.
Wieland, haben wir im Zusammenhang mit dieser Geschichte jemals über eine mögliche Reklame für unsere Zeitung gesprochen?
Gesprochen nicht.
Schön. Wenn die Sache gut geht, dann ist erstens das Bild wieder da.
Und erst in zweiter Hinsicht kann das ja für unsere Zeitung auch nur günstig sein, was das Finanzamt...
Und wenn die Sache nicht gut geht?
Der Nachtkurier! 30.000 Mark Lösegeld für den Bilderdieb!
Der Nachtkurier! Der Nachtkurier, meine Damen und Herren!
30.000 Mark für das gestohlene Kunstwerk!
Der Nachtkurier! Der Nachtkurier! Bitte, meine Damen und Herren, der Nachtkurier!
21.
Hallo? Bitte, ich möchte Herrn Wendelberger sprechen.
Nein, heute noch, es ist sehr dringend.
Sagen Sie, es handelt sich um Bild.
Das Vorzimmer.
Hallo? Spreche ich mit Herrn Wendelberger?
Ja, es handelt sich um Bild von Goya.
Sie haben geschrieben in Ihrer Zeitung von 30.000...
Beweise? Macht Sache nur kompliziert.
Sie geben Geld, ich gebe Bild.
Sie wollen Zeit für Polizei.
Herr Wendelberger, ich habe keine Zeit zu reden. Morgen Abend telefonieren wir.
Sie haben Geld und ich Ihnen sagen, wo Sie mir geben und Bild bekommen.
Um 9 Uhr?
Nein, die Polizei erfährt nichts. Aber dann bis morgen.
Frau Schneider sagte mir, dass... War er das?
Eine Frau. Anscheinend eine Ausländerin, aber die Stimme kann natürlich auch verstellt gewesen sein.
Was wollen Sie tun? Werden Sie zahlen?
Ja, natürlich, wenn sie das Bild hat.
Sie wollen die Polizei da wirklich raushalten?
Allerdings. Sie hat gesagt... Ach, ich vergesse.
Wir brauchen unbedingt das Tonbandgerät, damit wir mitschneiden können, wenn sie morgen anruft.
Dazu würden Sie das bitte gleich veranlassen und dann schicken Sie mir den W-Land rein.
Ja, schön.
Äh, Frau Schneider, verbinden Sie mich doch bitte gleich mit Inspektor Stegemann.
Na, will er zahlen?
Wie? Ach so. Ja, ja, ja.
Suchen Sie bitte mal W-Land an. Sagen Sie ihm, der Chef will ihn sprechen.
W-Land hat heute Abend frei.
Natürlich, ich weiß. Das Ganze war doch schließlich seine Idee.
Finde ich das selbstverständlich, dass...
Ich werde ihn aber auch zu Hause nicht erreichen können.
Ich habe gestern zwei Theaterkarten für ihn besorgen müssen.
Zwei? Ach, ach, ach. Das tut mir aber leid.
Ich hoffe, Sie sind nicht allzu eifersüchtig.
Ja.
Noch immer die Dame mit dem Fotoapparat.
Ja, die wird auch schwer zu schlagen sein, solange sie mit ihm im selben Haus wohnt.
Tja, tja, W-Land ist leider nicht mehr zu erreichen.
Nein, im Theater.
Ja, vermutlich will er demnächst auch noch Theaterkritiken schreiben.
Morgen, Klärfüchse. Morgen allerseits.
Guten Morgen, Herr W-Land. Sie sollen sofort...
Ich sollte Sie eigentlich sofort umarmen als den hübschesten Bäcker, der je erfunden hat.
Herr W-Land.
Fräulein Fuchs, was wäre ich ohne Sie?
Ohne Ihren freundlichen Telefonanruf, der mich morgens in die graue Wirklichkeit reißt.
Ach, die graue Wirklichkeit heißt Wendelberger und hat schon zweimal nach Ihnen gefragt.
Was? Das schenke ich schon wahr?
Vielleicht schauen Sie mal auf die Uhr.
Stellen wir Ihnen anheim, kommen wir,
Ihren Standpunkt in dieser Angelegenheit einer Prävision zu unterziehen, kommen wir,
andernfalls sehen wir uns genötigt, kommen wir,
juristisch gegen Sie vorzugehen, Punkt.
Hochatmungsvoll und so, naja, schreiben Sie lieber mit südlicher Hochatmung.
Na, da sind Sie ja. Ich dachte, Sie können überhaupt nicht mehr.
Es tut mir leid, Herr Wendelberger, aber ich sagte vorhin...
Ich brauche das dann so schnell wie möglich, ja, und einen Durchschlag an Dr. Firmkes.
Ja. Berger?
Ach, graue Samen. So, jetzt kommen wir mal zu Ihrer Geschichte.
Sie wissen Bescheid?
Fräulein Fuchs hat zwar gestern Abend noch versucht...
Ja, also die Stimme kann natürlich verstellt gewesen sein.
Ich frage mich nur...
Die Stimme?
Naja, so ein Akzent oder Dialekt, ich kenne mich da nicht aus.
Jedenfalls, wenn Sie heute Abend wieder anrufen, dann werden wir das Gespräch mitschneiden.
Sagten Sie Sie?
Natürlich, es war eine Frau, die...
Ich denke, Sie wissen Bescheid?
Ja, natürlich. Und wo soll das Geld übergeben werden?
Keine Ahnung, das erfahren wir heute Abend.
Ich habe übrigens gestern Abend noch mit Inspektor Stegemann gesprochen.
Die Polizei gibt uns zwei Tage Zeit.
Herr Wendelberger, ich wollte Ihnen einen Vorschlag machen.
Ich weiß nicht, wie Sie sich die Übergabe des Geldes gedacht haben,
aber wäre es nicht vielleicht besser, wenn ich das mache?
Man weiß doch nie, was passiert.
Man kann weglaufen müssen oder zuschlagen, was weiß ich.
Und Sie haben wirklich gedacht, selber?
Sie haben gedacht, ich bin ein alter Knochen, was?
Ich soll zu Hause sitzen, abwarten und Tee trinken, ne?
Also keine Angst.
Die ganze Sache war schließlich Ihre Idee und Sie sollen es auch zu Ende bringen.
Die Geschichte hat nur einen Haken.
Ich weiß nämlich nicht, wem wir das Geld geben sollen.
Was soll das heißen, wem?
Heute Morgen, als Sie noch in den Federn lagen, da hat bei mir bereits das Telefon geklingelt.
Und jetzt haben wir zwei Kunden.
Hören Sie das mal an.
Mit wem spreche ich?
Schmidt oder Müller oder Schulze.
Wie Sie wollen.
Es handelt sich um das Bild.
Ach so, um den Goya.
Haben Sie ihn?
Sonst würde ich Sie nicht anrufen.
Kommen wir gleich zum geschäftlichen Teil.
30 Mille sind natürlich indiskutabel.
Sie wissen sicher, was ein Goya heute wert ist.
Natürlich weiß ich das, aber ich will ihn schließlich nicht kaufen.
Ich will ihn auslösen.
Passen Sie auf, ich mache Ihnen einen vernünftigen Vorschlag.
Sie zahlen mir 50.000 und die Sache ist gerätst.
Einen Moment, Herr Schmidt, die Sache hat einen Haken.
Das Bild ist mir gestern Abend schon angeboten worden.
Von einer Dame.
Und ich frage mich nun, wer von Ihnen beiden lügt?
Soll ich Ihnen das halbe Bild mit der Post schicken, damit Sie mir glauben?
Bis morgen.
Hallo?
Jetzt sind Sie dran.
Ja, aber...
Den Staatsbesuch lassen Sie überlaufen auf Seite 2.
Und die tolle Poli schmeißen wir ganz raus.
Damit locken wir sowieso keinen Hund mehr hinterm Ofen vor.
Warten auf Goya?
Sie, da habe ich doch schon mal was gehört.
Wie Sie meinen Godot.
Und das Ganze zweispaltig und so groß wie Müll.
Sagen Sie mal, was ist denn mit den Gangstern?
Haben wir da schon was gehört?
Leider viel zu viel.
Inzwischen haben wir zwei Gangster.
Aber lesen Sie doch selbst.
36.
Dann sag ich 40.
Was denn?
Na dann.
Und das Ganze heißt?
Moment, Moment.
Es ist gleich 10.
Wenn Sie nach Hause gehen wollen?
Ich sage Ihnen, es ist gleich 10.
Um 9 Uhr wollten Sie doch anrufen.
Karo.
Karo mit 40.
Chef, Sie wissen, was das heißt?
Wer spielt aus?
Immer, wer so...
So saudumm fragt.
Da haben Sie vollkommen recht.
Wie wäre es denn mit einer blanken 10?
Redaktion Nachkurier Wieland.
Nein, Herr Wennerberger ist nicht mehr da.
Aber er hat mich beauftragt, für ihn zu verhandeln.
Na schön, dann wissen Sie ja Bescheid.
Und der...
Ja.
Wann?
Hallo?
Na und?
Hören Sie sich doch das Band an.
Ich muss weg.
Ja, fahren Sie mal zurück.
Na schön, dann wissen Sie ja Bescheid.
Und der Andere...
Der Andere Mann lügt.
Ich habe Bild.
Sie wollen Beweis?
Ja.
Gehen Sie Wolfsbrunnen an Kostor.
Ja.
Dort sehen Sie Papierkorb.
In Papierkorb ist Beweis.
Sie kommen sofort.
Was?
Hallo?
Ein Film 6x6 oder 6x9.
Unentwickelt.
Ja, hier ist natürlich kein Mensch mehr da, der so etwas entwickeln könnte.
Aber gibt es da vielleicht am Hauptbahnhof eine Möglichkeit?
Ja.
Gut, rufen Sie mich dann später an.
Ich gehe jetzt nach Hause.
Na und?
Ein unentwickelter Film.
Wieland sagt, er kennt jemanden, dem das noch heute Nacht entwickelt.
Ah.
Aber die Entwicklung kennen wir, oder?
So, wenn ich bitten darf, macht 5,80 Mark.
Ohne Nachzuschlag.
Mir scheint, Sie lernen auf der Fotoschule nicht nur, wie man fotografiert,
sondern auch, wie man gesalzene Preise macht.
Und jetzt?
Jetzt möchte ich mir das Ganze gern mal bei Licht besehen.
So, bitte sehr.
Ja.
Kein Zweifel, das ist er.
Jetzt haben wir nun also die Wahl.
Na, solange nicht auch Herr Schmidt einen Beweis dafür bringt,
dass er das Bild wirklich hat, verstehe ich nicht, was Sie da noch so lange überlegen.
Herr Schmidt hat die Zeitung gelesen und will sich natürlich in das Geschäft mit reinhängen.
Aber Sie können ihn ja noch mal genauer testen, bevor Sie der Frau das Geld geben.
Was sind denn das denn für Flecken?
Flecken?
Ja, hier.
Keine Ahnung, was das ist.
Sie müssen doch das Bild kennen.
Vielleicht irgendwelche Schäden, die mal repariert werden müssen.
Oder ein Fehler im Film oder bei der Aufnahme.
Schau mal hier.
Wenn die zu zweit gewesen sind beim Fotografieren, der eine hat die Kamera bedient
und der andere hat das Bild auf die Unterlage gehalten, zum Beispiel so.
Haben Sie meinen, durch die Parallaxenverschiebung sind die Fingerkuppen mit aufs Bild gekommen?
Para was?
Parallaxenverschiebung.
Bisschen kompliziert zu erklären, also am Wort gesagt, was man im Sucher sieht,
entspricht nicht genau dem Ausschnitt, der aufs Negativ kommt.
Menschenskind, das wäre die Lösung.
Wieso?
Na, wenn das Finger sind und das sind Finger,
dann ist eindeutig klar, dass nur Ihr Herr Schmidt als Täter infrage kommt.
Ah, Sie können also anhand dieser Flecken den Besitzer dieser ominösen Finger identifizieren
und wissen gleichzeitig mit absoluter Sicherheit, dass der für den Diebstahl nicht infrage kommt.
Fabelhaft.
Warum treten Sie nicht im Zirkus auf?
Als Zweiter Andersen.
Herr Wendelberger, wenn das Finger sind und...
Das sind Finger.
Was?
Dann müssten das die Hände von einem Riesen sein.
Aha.
Ja, Sie sehen doch selbst, dass diese Flecken hier, wenn es Fingerkuppen sind,
in der Größe ungefähr zum Format dieses Fotos stimmen.
Wo haben Sie bloß Deutsch gelernt?
Ich meine, wenn der Goya dieselbe Größe hätte wie dieses Foto,
dann könnten das doch in der Relation Finger sein.
Und weiter?
Dieses Foto ist 24 mal 30 groß, der Goya aber 102 mal 76.
Na ja, woraus er hält, dass ihm keine Finger sein können?
Oder Finger von Riesen sind doch noch wahrscheinlicher, die Finger stimmen,
und der Goya ist falsch.
Nämlich eine einfachere Produktion im Format 24 mal 30,
wie man sie sicherlich überall kaufen und fotografieren kann.
Tja, also, mein lieber Wieland, seien Sie mir nicht böse,
aber ihr theoriert mir ein bisschen zu viele Finger.
Ja, alles sehr schön.
Und scharf Sie nicht sein, was ich da zurechtgelegt habe.
Ich kann mir nicht helfen.
Aber Sie sehen es doch selbst.
Natürlich sehe ich.
Ich sehe Flecken, ich sehe Andeutungen von Flecken, die Sie für Finger halten.
Wie wäre es denn, mein Lieber,
wir fragen mal jemand, der etwas mehr Ahnung von Fotografie hat als wir beiden.
Was sagt denn Ihre Bekannte, die diese Finger, diesen Film da entwickelt hat?
Na ja, die ist sich leider auch nicht sicher.
Oh.
Telefon, Herr Wendelberger, ein Herr Schmitt.
Ja, ich habe jetzt keine Zeit, der soll...
Schmitt, sagten Sie?
Ja.
Ja, den geben Sie mal gleich durch.
Wenn das kein Zufall ist.
Äh, Wendelberger?
Haben Sie das Geld bereit?
Ja, Sie müssen mir doch erst beweisen, dass Sie das Geld auch wirklich haben.
Das Geld müssen Sie haben, ich habe das Bild...
Ja, das meine ich ja auch, meine ich. Also was ist?
Hören Sie, mir geht diese Stadt langsam auf die Nerven.
Ich bin also mit 30.000 einverstanden.
Vorausgesetzt, dass ich das Geld in einer halben Stunde habe.
In der Telefonzelle am Lienbachplatz finden Sie auf der ersten Seite des Telefonbuchs einen Hinweis, wo Sie das Geld hinbringen sollen.
Aber bitte, ohne Polizei.
Wenn Sie kein Interesse mehr haben, verschwinde ich und das Bild wird vernichtet.
Überlegen Sie selbst, was das für Sie für Folgen hat.
Na, können Sie beweisen, dass Sie das Bild haben?
Ich warte nur noch eine halbe Stunde.
Hallo? Hallo?
Sie sehen, um die Beweise will er sich dulden.
Chef, ich beschwöre Sie, der Mann hat das Bild.
Er hat es gar nicht nötig, zu beweisen, dass er das Bild hat.
Er gibt es uns einfach zurück, wenn er das Geld bekommt.
Und außerdem...
Ich weiß nicht, aber ich finde seine Stimme einfach überzeugender als den Akzent der Frau, den ich für nachgemacht halte.
Ja, das wäre alles schon sehr schön und gut,
wenn mir Ihre Theorie mit den Fingern eigentlich so blöd und so albern vorkommen würde.
Also, ich glaube, ich rufe doch Inspektor Stegemann an.
Und riskieren damit, dass das Bild vernichtet wird?
Mit anderen Worten?
Sie haben recht gehabt und ich schulde Ihnen 30.000 Mark.
Denn als ich zum ersten Schließfach wieder zurückkam, war natürlich das Geld längst weg.
Wenn Sie wüssten, wie wenig es mitunter Spaß macht, recht zu behalten.
Sie mit Ihren blödsinnigen Fingern.
Na, jetzt können wir abwarten, bis sie wieder anruft.
Wenn sie überhaupt noch mal anruft.
Wer?
Na, die Frau mit den Fingern, mit dem Akzent.
Das war vor zehn Minuten.
Da habe ich gesagt, wir müssen das Foto noch einmal kontrollieren und sie soll später noch mal anrufen.
Na ja.
Das Geld ist also futsch.
Ich denke gar nicht daran, noch einmal 30.000 Mark zu bezahlen.
Ja, vielleicht kann Stegemann was mit den Bändern anfangen.
Dann haben Sie das letzte Gespräch auch auf Tonband.
Ja, natürlich. Verbinden Sie mich doch mal bitte mit Inspektor Stegemann.
Lassen Sie uns das Band doch erst noch einmal abhören.
Mit Stegemann können Sie ja immer noch in fünf Minuten sprechen.
Warten Sie mit dem Anruf. Ich rufe später an.
Jetzt langt's mir.
Ich tue überhaupt nur noch telefonieren und Tonband bedienen.
Sie sehen also, Sie können uns nicht für dumm verkaufen.
Sie haben eine Reproduktion fotografiert. Die beiden Flecken beweisen es.
Sie werden bereien. Wir haben Bild.
Foto. Pst. Forderst mich von Reproduktion. Ein Moment.
Lassen Sie das doch noch einmal laufen. Da war ein Geräusch.
Ein Geräusch?
Ja, nachdem sie Pst gesagt hat.
Produktion fotografiert. Die beiden Flecken beweisen es.
Sie werden bereien. Wir haben Bild.
Foto. Pst. Forderst mich von Reproduktion. Ein Moment.
Hören Sie nicht, das klingt wie Spielautomaten.
Sie werden sehen. Ich habe recht.
Ich warte noch einen Tag, dann letzte Möglichkeit für Sie Bild zu kriegen.
Ja, denken Sie, ich zahle nochmal 30.000 für eine Reproduktion.
Ich wiederhole. Morgen um 9 Uhr letztes Angebot.
Sonst verkaufe ich jemand anderes.
Haben Sie nicht gehört? Das waren Spielautomaten im Hintergrund.
Sind Sie sicher?
Wenn ich Ihnen sage, das Geräusch ist ganz eindeutig.
Ich war früher oft in solchen Läden.
Vor zehn Minuten. Zu blöd.
Jetzt müsste man in jeden Spielsalon einen Funkstreifenwagen schicken können.
Streifenwagen?
Jetzt werde ich wahnsinnig.
Fahren Sie mal schnell zurück zum Anfang des Gesprächs, ja?
Funkstreife?
Ja, hier spricht Wendelberger vom Nachtkurier.
Ja, ich habe eine merkwürdige Bitte.
Können Sie mir sagen, ob Sie gegen 10 Uhr 30 ein Wagen mit Martinshorn im Einsatz hatten?
Wendelberger Nachtkurier.
Ja, dann bestellen Sie einen schönen Gruß an Oberamtmann Sutter
und fragen Sie ihn, ob Sie mir diese Auskunft geben können.
Haben Sie?
Wendelberger?
Hallo, haben Sie Beweis bekommen?
Sie meinen das Foto oder den Film?
Ja, ich meine das Foto von Goya.
Ja, das Foto haben wir bekommen.
Aber das ist für uns doch kein Beweis.
Wir sind der Meinung, Sie haben eine Reproduktion fotografiert.
Und ich werde Ihnen auch sagen, warum.
Am rechten Rand...
Ja?
Aha.
Also nur ein Wagen im Einsatz.
Bayerstraße, ja.
Ja, dankeschön.
Dankeschön.
Es war um die Zeit nur ein Wagen im Einsatz in der Bayerstraße, ein Verkehrsunfall.
Wissen Sie, ob es da in der Nähe ein Spielsalon gibt?
Bayerstraße, also westlich vom Hauptbahnhof.
Verzeihung, eine Frage, sind Sie hier die Geschäftsführerin oder die Besitzerin?
Wieso?
Von diesem Apparat aus hat vor circa einer Stunde
eine Frau mit einem ausländischen Akzent ein Gespräch geführt.
Ich hätte gern gewusst, ob Sie das vielleicht beobachtet haben.
Tja, heute Vormittag war ich leider die meiste Zeit nicht da,
aber ich kann ja mal einen Spinner fragen, nicht?
Moment, ich hole ihn eben.
Verzeihung, Herr Inspektor?
Ihr Chef hat sich Sorgen um Sie gemacht und hat er mich hergeschickt.
Wo sind die beiden?
Fleite auf der ganzen Linie.
Ich hab Sie nur gefragt, ob von hier aus jemand telefoniert hat.
Und da ist sie schon getürmt.
Sie?
Und ich hab's nicht mal gleich gemerkt.
Ist das jemand, der hier in den Spielsalon gehört?
Pechterin oder Besitzerin, was weiß ich.
Das dürfte ja nicht allzu schwierig sein.
Da lassen Sie uns mal ran.
Machen Sie sich nichts draus, Junge.
Der schmeißt Sie schon nicht raus.
Was hat er denn gesagt?
Er ist noch nicht wieder da, ich hab's ihm noch gar nicht sagen können.
Und Graf?
Der Graf ist doch mitgefahren.
Und Sie haben nicht gesagt, wohin?
Ob das mit Stegemann was zu tun hat?
Frau Fuchs, ich bin wieder da.
Ist Wieland im Haus?
Ja, Herr Wieland ist gerade eben gekommen.
Dann schicken Sie ihn rüber.
Und in zehn Minuten ist Redaktionskonferenz.
Ich möchte, dass alles da ist.
Ja, gut, Herr Wendelberger.
Na, dann werde ich mal.
Toi, toi, toi.
Der Marschnachkanossa.
Ganz recht.
Es geht doch nichts über eine gesunde Halbbildung.
Ja?
Ach, Sie sind's.
Herr Wendelberger, die Frau ist mir auch entwischt.
Was ist denn das?
Oh, das, äh...
Das haben wir in einer Sandkiste gefunden.
Ein echter Goya.
Sie?
Ja, Sie waren kaum fünf Minuten weg, da hat dieser Herr Schmidt angerufen
und hat uns gesagt, wo er das Bild versteckt hat.
Ja, aber...
Den Trick mit den zwei Saves hat er clevererweise gemacht, um sich zu überzeugen,
dass Sie das Geld auch wirklich dabei haben.
Mit anderen Worten?
Mit anderen Worten, ich nehme alles zurück
und behaupte das Gegenteil.
Ihre Theorie hat gestimmt.
Fräulein Schneider, die anderen möchten jetzt einkäumen, ja?
Und zu trinken brauchen wir auch was.
Apropos Theorie, Wieland.
Sagen Sie mal, der Chef hat mir da vorhin ein bisschen was erzählt.
Wie war das eigentlich mit den Fingern?
Naja, also im Grunde genommen ist das ganz einfach.
