In diesem 1. Teil unserer Serie "Die Basis des Reitens anhand junger Pferde verstehen lernen!" zeige euch euch, worauf ihr mit jungen Pferden und auch bei noch wenig ausgebildeten Pferden besonders Wert legen solltet. In den ersten Wochen des Reitens legen wir uns den Grundstein für unsere gemeinsame Zukunft mit unserem Partner Pferd, darum ist gerade diese Zeit besonders wichtig, um gegenseitiges Vertrauen und Verständnis aufbauen zu können. In diesem Video betrachten wir, wie wir Pferde mit Vertrauen und Ruhe an die Umgebung und auch an die Hilfen des Reiters gewöhnen können. Dieses Wissen sollte jeder Reiter haben.
Ihr seht hier den Einstieg in die Veränderung eines 3 jährigen Pferdes nach 7 Wochen Beritt bei Wolfgang Rust. Diese Basis gilt nicht nur für junge Pferde, sondern auch für alle Reiter die wirklich reiten lernen möchten. Wir betrachten in diesem Video... - worauf wir bei einem jungen Pferd achten, - welche Anforderungen ein Reiter an ein junges Pferd haben soll/darf, - welche Kriterien ein Pferd beim Anreiten und in den ersten Wochen unter dem Sattel erfüllen sollte, - wie ein Reiter sein Pferd ruhiger reiten und im Galopp halten kann.
Jeder Reiter sollte den Sinn der Skala der Ausbildung verstanden haben und auch sein Pferd dementsprechend ausbilden können. Hier auf der Online-Reitschule Riding Academy by Wolfgang Rust bekommt ihr eine ganz klare Anleitung zur Ausbildung eurer Pferde und auch genaue Erklärungen wie ihr mit euren Pferden reiten lernen könnt. Junge Pferde reagieren sehr sensibel auf die Kreuzeinwirkung des Reiters und müssen erst einmal Vertrauen zu den Hilfen des Reiters bekommen. Nur wenn die Pferde wissen was der Reiter mit seinen Hilfen wie zum Beispiel der halben Parade erreichen möchte können die Pferde richtig auf Schenkelhilfe, Zügelhilfe und Kreuzhilfe reagieren und zufrieden unter dem Reiter gehen. Wir betrachten auch Hufschlagfiguren und Lektionen die wir mit jungen Pferden reiten können und auch lernen sollen. Diese Linien können/sollten auch Reitanfänger reiten lernen. Wenn ihr euch diese Videos genau anseht versteht ihr worauf es im Schritt, Trab und Galopp bei der Ausbildung eurer Pferde ankommt und welche Fehler beim Reiten auftreten können.
MITGLIEDER sind der Kern der Riding Academy by Wolfgang Rust und bekommen ZUSÄTZLICHE VORTEILE in Form von Videos, Podcast, Theorieunterricht, uvm.! Die Mitgliedschaft kostet €6,99.- im Monat, ist jederzeit kündbar und es gibt keine versteckten Klauseln. Informationsvideo zur Mitgliedschaft: Das erwartet dich als Mitglied! https://youtu.be/lCFym9Qe1wc Hier kannst du dich als Mitglied anmelden und diese zusätzlichen Vorteile genießen: https://www.youtube.com/channel/UCDJDIGu4zAN0ewwcg3mfZGA/join
Meine "Videoempfehlungen" zu diesem Thema: F22: 1. Teil Skala der Ausbildung. Takt Losgelassenheit Anlehnung Pferde ausbilden https://youtu.be/JeACHgf7Rt0 F23: 2. Teil Skala der Ausbildung Reiten Schwung, Geraderichtung, Versammlung https://youtu.be/3MYbnDwPkbA F58: Hilfen des Reiters verständlich erklärt- Sinn und Bedeutung von Schenkel- Kreuz- und Zügelhilfe https://youtu.be/P7gnYpZQ_WM F37: Genau erklärte Übergänge Schritt- Trab- Galopp mit richtiger Hilfengebung. Häufige Reiterfehler https://youtu.be/F7VTLtsW2PQ F54: 1. Teil Ist Vorwärts- Abwärtsreiten sinnvoll?! Thorakale Muskelschleife https://youtu.be/Luex4pnTWrU F55: 2. Teil Ist Vorwärts- Abwärtsreiten sinnvoll? Weg zur Versammlung. Rund reiten, Muskeln- Pferd https://youtu.be/Apl9Jn2EW8Q M9/ Pferdegerechte Erziehung! Konditionierung verständlich erklärt! https://youtu.be/AOiV5AnzXzI
Wir brauchen Wissen, damit wir auf den Pferden etwas üben können. Abonnenten unserer online Reitschule Riding Academy by Wolfgang Rust bekommen genau diese Wissen in Form von gratis Reitvideos, in denen ich ihnen die Lektionen zeige und auch die Ausführung und Hilfengebung genau beschreibe.
Ich empfehle euch, die gesehenen Videos immer und immer wieder anzusehen. Wir lernen ja auch durch Wiederholung und somit können wir das bereits wahrgenommene dann auch mental trainieren.
Eine tolle Unterstützung von euch für unseren Kanal ist auch, wenn ihr die Videos teilt und auch den Kanal weiterempfehlt, damit auch andere interessierte unsere online Reitschule Riding Academy by Wolfgang Rust abonnieren können.
Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg beim Lernen durch die Videos und dann beim Umsetzen und Üben. Euer Wolfgang 😉
Nun komme ich mit beiden Beinen und halte vorne leicht gegen.
Und so trabt er ruhig unter mir an.
Seht mal seinen Hals an.
Wenn ich jetzt sage, das Bonny muss doch den Kopf und Hals runter.
Das ist tiefer.
Jetzt lege ich mein Bein nach hinten.
Und nun mache ich innen Druck, bis er galoppiert.
Mehr Druck.
Jetzt weiß ich, rechts brauche ich mehr Biegung.
Mehr Biegung, mehr Biegung, mehr Biegung.
Bein nach hinten.
Und jetzt kann er galoppieren.
Die Traparate.
Bein vor, ausatmen, schwer werden.
Hallo Reiter, Kollegen.
Ich freue mich euch wieder auf unsere Online-Reitschule
Riding Academy bei Wolfgang Russ begrüßen zu dürfen.
Heute mit dem angekündigten Welchkopf-Bonny.
Das ist ein dreijähriges Bonny.
Kurz zur Geschichte.
Das Bonny heißt Cookie.
Cookie ist nun drei Jahre alt.
Hatte mit eineinhalb Jahren sehr starke Kniebandprobleme.
Das heißt, er konnte dann in der Herde auch nicht wirklich mitlaufen.
Er stand immer nur herum, gespielt hat er nur, wenn die anderen Pferde bei ihm waren.
Aber er konnte einfach nicht mit.
Er wurde dann von der Koppel geholt.
Und dieses Kniebandproblem hat sich dann bis ins heurige Jahr gezogen.
Und zwar bis zum Februar.
Da wurde es dann besser.
Dann wurde er auftrainiert.
Und seit August wurde er dann geritten.
Jedoch in erster Linie draußen im Gelände.
Und nun kommt er zu uns zum Training.
Wie gesagt, er ist drei Jahre.
Wir werden dieses Video durchfilmen.
Das heißt, ich werde hier auch nicht viel rausschneiden,
da ich ihn mit seinem Alter vielleicht 20 Minuten reiten werde.
Also ihr seht, auch junge Pferde, auch wenn es nur ein Bonny ist,
gewöhne ich an die Aufstiegshilfe.
Wir haben hier die Aufstiegshilfe in die Bande integriert.
Das heißt, ich habe hier die Möglichkeit, sie runterzuklappen, sie zu fixieren.
So hat das Pferd die Möglichkeit, sich daran zu gewöhnen.
Ich kann das Bonny hier hinstellen, stehen lassen.
Nun wissen wir bereits, wie wir die Zügel raufgeben.
Egal, wie groß Pferde sind.
Ich mache das immer gleich, damit der Ablauf für die Pferde klar ist.
Dann Zügel aufnehmen.
Hier ist es wichtig, dass die Pferde wirklich stehen bleiben lernen.
Langsam belasten.
Aufsitzen.
Stehen lassen.
Und nun beim Losreiten.
Bonny, jung, drei Jahre, wird jetzt natürlich dann vier,
ist das Erste, worauf wir jetzt achten, eine Verbindung zu halten.
Das heißt, egal, wo der mit seinem Kopf hin sieht,
ob der da jetzt raus sieht auf die Tribüne,
oder, ich bin gespannt, ob er auf die Kamera sieht,
sind alles Neuigkeiten.
Cookie ist jedoch ein sehr braves Bonny.
Und ihr seht, ich lasse ihn vorne frei.
Hier lasse ich ihn einfach mal gehen.
Ihr wisst ja, all jene, die unsere Videos regelmäßig sehen,
das Erste, was wir bei jungen Pferden machen,
ist eine Gewöhnung an den Reiter, an das Gewicht des Reiters.
Eine Gewöhnung an die Hilfen.
Das heißt, auch mit der Wabe.
Ich sitze hier ganz locker drauf, habe meine Beine dran.
Es ist ein leichtes Links-Rechts-Pendeln.
Und ich lasse das Pferd hier ganz entspannt schreiten.
Auch wenn er hier kurz mal zuckelt.
Einfach nur beruhigen, belohnen.
Es muss euch klar sein, bei jungen Pferden,
die wissen ja gar nicht, was ich möchte.
Da sie meine Hilfen ja noch nicht verstehen.
Wenn ich mit meinen Hilfen etwas mache,
muss ich es so konstant einsetzen,
dass sich das Pferd im Laufe der Zeit daran gewöhnen kann.
Das heißt, wenn ich hier eine Wendung reite,
auch das muss sein.
Wie gesagt, ich lasse das Video durchlaufen.
Ihr solltet hier wirklich einen Einblick kriegen,
wie man mit jungen Pferden arbeitet.
Hier die Wendung.
Das kennen wir auch bereits aus den Reiterhilfen.
Und auch hier ist es vollkommen egal,
ob der jetzt nach rechts sieht, nach links sieht.
Mir persönlich ist es jetzt nur wichtig,
dass das Pony zuerst mal aus dem Hinterbein fleißig vorwärts geht.
Würde ich hier den Kopf herziehen oder fest sein in der Hand,
bekomme ich ein Pferd, das klemmig wird,
das auf den Schenkelträger reagiert.
Ein Pferd, das nicht weiß, ob es jetzt vorwärts gehen soll,
weil ich ja am Zügel den Kopf herziehe.
Der versteht ja nicht, dass er den Kopf hergeben soll.
Der merkt nur, okay, der Reiter zieht,
vielleicht muss er langsamer werden.
Oder er verspannt sich, dadurch wird er sowieso langsamer.
Also, es geht in erster Linie nur um eine leichte Verbindung.
Und ihr seht, meine elastische Verbindung,
ich könnte die Hand ganz weg, es würde sich nichts ändern.
Zu diesen leichten Verbindungen halten,
kann ich natürlich zusätzlich,
wenn ich mit der Wade etwas zum Treiben komme,
auch ablockern.
Das ist dieses Bewegen der Finger,
damit sich die Tränse im Maul bewegt
und das Pony so, er sieht sich im Spiegel.
Cookie war nur gestern das erste Mal in der Halle,
heute ist er zum zweiten Mal herinnen.
Auch das mit dem Spiegel, Pferde erkennen sich im Spiegel ja nicht.
Darum ist es auch so wichtig, wenn ihr Pferde freilaufen lasst,
immer aufpassen bei den Spiegeln.
Das ist für sie ein Spielgefährte oder bei Hengsten eine Rivale.
Schreiten lassen.
Und ihr merkt, jetzt geht er schon fleißiger nach vorne.
Er kann locker gehen.
Was kann ich bei einem Dreijährigen jetzt üben?
Einerseits dieses Nach-Innen-Führen mit Zügeln,
was wir ja bei der Hilfengebung angesprochen haben.
Mein Gewicht ist innen.
Und hier kann ich es von Beginn an richtig lernen,
üben, ausbilden.
Und zwar seht ihr bei dem jetzt gleich die extreme Reaktion.
Wenn ich da mit der Hand reinführe,
Gewicht nach innen geht er sofort rein.
Würde ich mich da rüber setzen,
wackelt das ganze Pferd herum.
Setze ich mich hier hin, wackelt er da hin.
Setze ich mich da hin, wackelt er hier hin.
Also da ist es ganz wichtig,
dass ich als Reiter wirklich in der Balance sitze
und locker, gelassen reite.
Die innere Wade treibt nach vorne.
Es ist vollkommen egal,
ob er da schon richtig reagiert oder nicht.
Ich weiß, was ich möchte.
Und das mache ich überzeugt,
bis sich das Pony hier an die Hilfen gewöhnt.
Auch auf der diagonalen Linie
ist mein rechtes Bein immer noch vorne,
treibt immer noch das innere Hinterbein vor.
Nun wechsle ich, die linke Hand führt rein.
Egal, ob der Kopf rüber sieht oder nicht.
Mir geht es auch nicht um den Kopf.
Mir geht es ja nur um die Richtung.
Wenn der Kopf da noch nach rechts sieht,
ist mir das vollkommen egal.
Wenn ich hier den Kopf rüber ziehen würde,
achtet mal, was jetzt passiert.
Ich ziehe hier an und habe sofort ein verspanntes Pony,
was langsamer wird.
Natürlich dreht er jetzt den Kopf herum,
aber ich habe sofort eine Verspannung
und er ist unzufrieden im Maul.
Lasse ich ihn wieder los,
schreiten,
nun kann er wieder gehen und ist wieder entspannt.
Sehen wir uns nun den Trab an.
Trab mache ich jetzt zuerst mal.
Das Leichttraben,
auch hier wiederum,
zuerst links-rechts treiben.
Wir geben die Hilfen wie bei einem ausgebildeten Pferd,
bei einem älteren Pferd.
Denn nur so lernen die jungen Pferde gleich das Richtige gehen.
Das heißt, hier reite ich nicht schnell, schnell, schnell,
bis der trabt, sondern,
ich zeige es euch von der Seite,
ich treibe links-rechts, links-rechts,
bin mit der Hand fein dran,
nun komme ich mit beiden Beinen,
und halte vorne leicht gegen
und so trabt er ruhig unter mir an.
Gut, und nun merken wir schon,
Cookie hat einen
relativ
eiligen, laufenden Trab.
Warum?
Weil er das Gleichgewicht noch nicht hat.
Das heißt, wenn ihr euch diesen
Trab jetzt anseht,
werdet ihr auch im Laufe
dieser Einheit bereits
einen Unterschied merken.
Jetzt geht er ein bisschen mit dem Kopf
nach vorne, das kennen wir.
Ich brauche das Nacken-Rücken-Band.
Das Nacken-Rücken-Band bedeutet,
wenn der Hals nach vorne geht,
wölbt sich der Rücken.
Mit der Hand bin ich immer noch
ganz fein, nur am Maul.
Auf der linken Hand
am Zirkel.
Vom Sitz her, wenn das Bonny jetzt
eilig und schnell ist,
mache ich nichts anderes als
lang sitzen bleiben.
Durch das lang sitzen bleiben
warte ich, bis er mich
mit seinem
Impuls vom Rücken
aus dem Sattel schubst,
aus dem Sattel befördert.
Und das ist auch der Moment, wo mein Bein
lang wird und beim Einsitzen
mache ich dann wieder den
Druck, Druck, Druck.
Und durch dieses Treiben
kann er
locker vorgehen.
Was ist nun wichtig bei dem Druck?
Bei dem Druck geht es darum,
dass das Bonny,
gerade junge Pferde, nur lernen
auf einen leichten Impuls
vorwärts zu gehen.
Das heißt, bei älteren
Pferden möchten wir dann auch
bereits den Ablauf
der Bewegung beeinflussen.
Bei jungen Pferden machen wir das
noch nicht. Darauf komme ich
dann in einem anderen Video zurück.
Ihr wisst ja, Riding Academy,
wir haben hier einen Aufbau.
Nun gehe ich
geradeaus. Ich mache mit dem
Bein einen leichten Druck
und ihr merkt,
er kann ganz locker vor mir hergehen.
Mit der Hand, ich wiederhole das immer
wieder, bin ich nur fein am Maul.
Innen zur Seite, Gewicht innen,
gerade machen.
So lernt das junge Pferd
das lockere, richtige Gehen.
Wendung
und wieder gerade.
Nun gehe ich
auf die Diagonale. Ich wende,
wende weiter.
Mein linkes Bein
bleibt das Innere.
Ich sitze immer noch innen
und hier sitze ich
um, treibe mit meinem rechten
Schenkel nach vorne und gehe mit der
rechten Hand zur Seite.
So lernen junge Pferde
von Beginn an
die richtige Einwirkung.
Und ihr merkt nun immer mehr,
wie Cookie
seine Oberlinie entspannt
und mit dem Hals
die Dehnung nach vorne sucht.
Er wird im Takt
etwas ruhiger
und kann so
Vertrauen
zur Hilfengebung bekommen.
Warum geht das jetzt so schnell?
Weil ich mich immer gleich
verhalte.
Wenn ich hier Bewegungen machen würde,
ich weiß jetzt nicht,
ob ich euch das zeigen soll,
aber würde ich hier,
ich zeige es euch nur mit meinem Körper,
schneller auf-nieder machen.
Seht mal seinen Hals an.
Wenn ich jetzt sage,
das Bonny muss doch den Kopf
und Hals runter, das ist nur weil ich
mit dem Rücken schneller bin als
er gehen kann, würde ich hier
anziehen, ist er noch verspannter.
Das Bonny hätte hier keine
Chance.
Seine Muskulatur,
die Bewegungsmuskulatur,
die Rückenmuskulatur zu lockern.
Ich atme durch,
entspanne mich
und Cookie entspannt sich mit mir mit.
Tolles Beispiel.
Braver.
Jetzt eine Schrittberate.
Wie machen wir eine Schrittberate?
Mit einem jungen Pferd.
Wir atmen aus,
machen die Fäuste zu
und erlauben dem Pferd,
selbstständig zurückzukommen.
Das heißt, ich ziehe hier
nicht an, bis der langsamer wird,
sondern
ich nehme nur am Zügel an
und erlaube ihm,
langsamer zu werden. Die Hilfengebung
ist, ausatmen, dadurch werde ich schwer.
Durch das
Schwerwerden annehmen,
das heißt die Finger zumachen,
immer noch, und das ist natürlich eine
Herausforderung für euch auch,
mit der Hand dem Maul folgend.
Das heißt, auch wenn ich die Finger
zumache, so wie jetzt,
gehe ich mit der Hand
immer noch mit dem Maul mit.
Das nennt man auch eine ruhige Reiterhand.
Eine ruhige Reiterhand ist nicht eine Hand,
die so einbetoniert steht
und das Pferd weiß nicht, was es machen soll,
sondern eine ruhige Reiterhand geht immer
mit der Bewegung des Pferdes mit.
Ich zeige euch nochmal das Antraben.
Dann zeige ich euch nochmal
kurz den Galopp, dann ist es genug
für das erste Mal. Traben.
Ihr seht, Kuki
macht da jetzt schon super mit.
Hier ist er wieder am Laufen.
Jetzt lasse ich ihn zuerst, auch das
sehr wichtig, zuerst
wieder etwas Ruhe.
Wenn er ruhiger wird,
machen wir nochmal eine Schrittparade.
Wichtig ist hier
immer zuerst Ordnung
machen. Und unter Ordnung
machen verstehen wir
Ruhe reinbringen.
Jetzt wieder die
Schrittparade, ich zeige sie euch von der Seite.
Auch bei
dem jungen Pferd
setze ich mich hin, schwinge
mit, atme aus,
mache die Finger zu und lasse schon
wieder los, dass der gehen darf.
Ihr müsst hier fähig sein,
mit der Hand wirklich
dem Maul zu folgen.
Gerade im Schritt, den Schritt
können wir nur kaputt machen.
Wir können einen Schritt eines Pferdes
nicht verbessern.
Wenn ein Schritt kaputt ist,
dann kann ich ihn natürlich verbessern,
aber die Grundqualität des
Schrittes kann ich nicht
verbessern. Der ist da
oder ist kaputt. Und wenn ich
hier am Pferd sitze, dann darf der so Schritt gehen.
Und wenn der einen längeren Hals braucht, dann braucht
er einen längeren Hals. Meine Aufgabe
ist nur diese leichte Verbindung.
Wenn jetzt wieder jemand dabei ist
und auch das, es ist
vollkommen okay, es ist euer persönliches Empfinden,
ihr könnt reiten wie ihr möchtet,
aber wenn jetzt jemand dabei ist, der sagt,
ein junges Pferd darf man doch nicht
ständig mit dem Zügel reiten,
stellt euch die Frage,
wodurch weiß denn dieses junge Pferd, wo es
hingehen soll, wenn mein Zügel
ständig durchhängt
und jetzt sage ich, nein, ich möchte da rüber,
jetzt geht der da rüber. Nein, so viel möchte ich
nicht rüber. Nein, ich möchte ja da rüber.
Nein, warum geht der da rüber? Ich möchte ja da hängen.
Nein, ich möchte doch lieber da hin.
Dann wird das Pony ja nie gehen lernen.
Der kennt sich ja gar nicht aus. Lasse ich
beide Zügel ruhig dran,
dann habe ich die Möglichkeit,
eine Schiene zu bilden
und mit der Schiene
habe ich dann
ein Pferd,
das ganz locker
unter mir geht.
Nun zum Galopp.
Ich trabe wieder an.
Ihr seht, immer mit Ruhe,
beide Beine dran.
Wenn ihr gut aussitzen könnt,
könnt ihr auch junge Pferde
schon etwas aussitzen.
Da darf sich der Bewegungsablauf
nicht verändern.
Das ist ganz wichtig.
Hier seht ihr jedoch,
er läuft jetzt etwas schneller.
Noch einmal leicht traben.
Hier wieder etwas
ruhiger.
Jetzt bleibt er.
So, jetzt ist er auch schön rund.
Und nun machen wir den Galopp.
Wie können wir mit jungen Pferden am besten
angaloppieren? Und zwar,
wenn ich auf einem
Zirkel reite,
habe ich die Möglichkeit,
vom,
ich mache es jetzt auf eurer Seite,
dass ihr auch das äußere Bein seht,
hier zur Mittellinie hin,
biege ich das Pferd.
Jetzt werde ich mit dem inneren Bein
aktiver. Ich zeige ihm, ich möchte etwas.
Aktiver. Jetzt lege ich
mein Bein nach hinten und nun
mache ich innen Druck,
bis er galoppiert. Jetzt galoppiert er falsch.
Ich mache Trapparade.
Wieder Ruhe.
Sein junges Pferd,
alles gut.
Jetzt gehe ich noch einmal am Zirkel,
von hier weg. Innen wieder
Druck, mehr Druck.
Jetzt weiß ich, rechts brauche ich mehr Biegung.
Mehr Biegung, mehr Biegung, mehr Biegung.
Bein nach hinten
und jetzt kann er galoppieren.
Die Ecke runde ich ab.
Ich habe die Hand leicht dran
und wichtig ist mir,
ich lasse ihn gehen.
Ich zeige ihm innerer Zügelgewicht.
Ihr seht, hier hat er noch
ein starkes Balanceproblem.
Er ist hier am Laufen.
Ich gehe am Zirkel.
Lasse ihn hier
galoppieren. Mein äußeres Bein
liegt hinter dem Gurt.
Mein inneres Armgurt. So lernt er von
Beginn an die Galopphilfe.
Und ich gehe mit
der Bewegung mit.
Egal welches Tempo der geht, er weiß jetzt,
das ist die Galopphilfe.
Wenn ich dann
eine Trapparade mache.
Ich zeige euch die Trapparade
auf eurer Höhe.
Ich galoppiere hier
und jetzt die Trapparade.
Bein nach vorne
und ruhig reiten.
Hier wieder darauf achten,
dass er locker
gehen kann.
Ganz entspannt reiten.
Hand wechseln.
Wieder lang sitzen.
Ruhe reinbringen.
Nun könnte
ich entweder zuerst noch
kurz Pause machen oder
ich habe das Gefühl,
er geht immer noch frisch vorwärts.
Dann kann ich auch den zweiten Galopp
gleich einbauen, was ich jetzt mache.
Und zwar
mache ich es zur Bande hin.
Links den Druck.
Druck, Druck.
Bein nach hinten. Ihr seht, links
galoppiert er gleich an, jedoch
läuft er extrem los.
Mein Bein ist hinter dem
Gurt außen, innen am Gurt.
Wichtig für mich,
ich galoppiere an.
Ecke abrunden.
Ich galoppiere immer noch an.
Lasse mich mitnehmen.
So,
dass er Vertrauen hat.
Die Balance ist Hinterbein,
Rücken bis zur Schulter.
Hals darf sich dehnen.
Nochmal im Zirkel.
Und
in der Balance.
Ihr seht, sein Kopf ist mir vollkommen
egal. Ich habe nur
eine leichte Verbindung.
Er darf sich ausbalancieren,
Vertrauen kriegen.
Mein innerer Zügel wendet
jetzt mehr.
Da ziehe ich es in die Bande hin.
Angaloppieren, jetzt, jetzt,
jetzt, jetzt,
jetzt, jetzt, jetzt.
Immer wenn das Hinterbein
abfußt, galoppieren wir an.
Und bei euch mache ich die Traparade.
Bein vor, ausatmen,
schwer werden.
Die Traparade ist immer
ausatmen,
Bein nach vorne annehmen,
am Außenzügel, damit
das Pferd gerade wird.
Hier wieder Ruhe reinbringen.
Ganz mit Ruhe.
Locker.
Die heutige Lektion
war Vertrauen,
neuer Platz
in der Halle,
aufmerksam sein,
meine Hilfen kennenlernen.
Cookie wurde nicht von mir
angeritten.
Hier ist er schön lang im Hals,
er kann sich dehnen.
Und wenn er da jetzt eine leichte
Dehnung nach unten hat,
leicht nach vorne.
Und hier ist es wichtig,
und ich möchte das nochmal ansprechen,
es gibt Verfechter
des Vorwärts-Abwärts, ich würde
dieses junge Pferd nie mit der Nase
am Boden reiten, denn dadurch
würde ich die Vorderbeine überbelasten.
Ihr könnt es gerne so machen,
wenn dann jemand
denkt, die Pferde sind doch,
die freuen sich,
die sind zufrieden, wenn der Kopf da unten geht.
Ihr müsst auch den Rücken
und die Hinterhand, die Belastung
auf der Vorhand sehen.
Wir lassen ihn stehen.
Das hat er so gelernt.
Das werden wir im Laufe der Zeit
dann ändern.
Wir wollen jetzt noch vertrauen.
Wenn er dann Vertrauen hat, dann können wir
auch arbeiten. Einmal
traben wir noch an, damit nicht er
das letzte Wort beim
Durchparieren hat.
Ihr seht,
junge Pferde,
so wie der, sich jetzt
an die Hand dehnt, wenn ich da ablockere,
jetzt hat er die
Möglichkeit, Muskulatur zu entwickeln.
Jetzt
hat er die Möglichkeit, sich abzustoßen.
Vom Zügel
würde ich ihn hier einfach nur loslassen,
weil er ja nach unten möchte.
Was sich viele natürlich denken,
trainiere ich mein Pferd ja nicht.
Ich möchte ihn ja trainieren,
ich möchte ihn ja aufbauen.
Das ist ja der Sinn, warum er hier ist.
Und das hat keinen Sinn,
wenn ich kontraproduktiv
einfach die Nase am Boden
dahin schlittern lasse und die
Muskulatur, Gesäß, Rücken,
bis zum Brustkorb gar nichts
trainiert. Jetzt dehnt er sich
an die Hand, jetzt kann ich lockern
und ihr seht auch, die Geschulten
unter euch, dass in dem
Moment, wo er länger wird,
die dritte länger macht,
jedoch links
leicht drauf beißt.
Das wird dann die nächste Arbeit mit ihm.
Wenn er sich an die Hand dehnt,
hängt er sich auf den linken
Bezühl.
Nun wieder die Schrittparade vorbereiten.
Aussitzen,
ausatmen. Jetzt reagiert er
schon super drauf.
Ihr seht, er ist gelassen,
entspannt
und kann hier ganz
locker gehen.
Was machen wir nun?
Wir haben ja die Konditionierung,
das sind immer diese Links, die ich euch oben
einblende. In der Konditionierung
gibt es die sogenannte Negativbelohnung
und die Negativbelohnung
ist jetzt ein Absitzen vom
Pferd. Das heißt,
durch mein
Runternehmen des Gewichtes, belohne
ich das Pferd. Jetzt
Steigbügel versorgen,
sofort den Bauchgurt lockern,
entweder ihr habt einen
Gehilfen, dann könnt ihr auch den Sattel
runternehmen.
Hier ist es jedoch wichtig, wenn
es Winter ist und ihr nehmt den
Sattel runter, seid euch dessen bewusst,
dass die Pferde unter dem Sattel
in der Sattellage vermehrt schwitzen.
Da ist die Gefahr des Verkühlens
sehr groß. Deshalb, wenn
ihr alleine seid, lasst den Sattel drauf,
hier
den Zügel einhängen,
Steigbügel versorgen,
das Pferd abklopfen,
ihm zeigen, dass er brav ist,
Zügel herunternehmen
und so
können wir die Einheit
top abschließen.
Wir werden Kuki
nun auf seiner Reise begleiten,
ich mache euch eine eigene Playlist mit
Kuki, Ausbildung
eines dreijährigen
Pferdes und da
kommen dann auch die anderen jungen Pferde dazu
bzw. auch die Ausbildung von
manchen Pferden, die Korrektur
Pferde, vielleicht machen wir dann
eine eigene Playlist, das weiß ich noch nicht.
Wie viele Videos wir darüber machen,
wenn ihr die Videos nicht versäumen möchtet,
abonniert jetzt den Kanal und ihr seid
immer dabei, ihr könnt mitlernen.
Dieses Wissen bekommt ihr hier gratis.
Und die Mitglieder, die
mehr Videos möchten, die noch
zusätzliche Informationen möchten,
zusätzliche Vorteile,
die haben dann natürlich auch die restlichen
Videos, die für die Allgemeinheit gesperrt
sind, das sind aber zusätzliche Videos,
da nehmen wir den anderen nichts weg.
In diesem Sinne freue ich mich, wenn ihr
den Kanal abonniert, Mitglieder werdet
oder auch weiterempfehlt
und auch andere mitlernen lasst.
Bis zum nächsten Mal.