F176 Unsichere/ängstliche Pferde reiten lernen! Reiter mit Selbstsicherheit statt Angst beim Reiten
22 Videoaufrufe·02.01.2025
Hallo Reiter-Kollegen, es freut mich euch auf unsere Online-Reitschule Riding Academy bei Wolfgang Rust begrüßen zu dürfen.
Ihr seht heute eine sechsjährige Stute. Mit der Stute ist es insofern sehr interessant, weil wir mehrere Themen aufgreifen können.
Vorweg ein Thema und zwar, die Geübten unter euch werden es sehen, wenn das Pferd, und das Pferd ist kerngesund, also es ist wirklich ein ganz gesundes Pferd,
ihr werdet trotzdem im Schritt einen leichten Unterschied in der Bewegung sehen.
Und zwar ist das aufgrund der Stellung, die gerade korrigiert wird.
Jeder, der sich ein bisschen auskennt, weiß, dass das nur über lange Zeit geht.
Und da hat man dann auch diesen minimalen Unterschied.
Wenn ihr genau hinseht, seht ihr es.
Wie gesagt, ich werde es bei einem anderen Video genauer erklären.
Was betrachten wir heute? Und zwar unsichere Pferde reiten.
Warum? Diese Stute ist ein eher untergeordnetes Pferd in der Herde.
Bedeutet, sie sucht sich ständig irgendein anderes Pferd, an dem sie sich festhalten kann.
Sicherheit braucht dieses Pferd ganz extrem.
Wenn sie, und so ist sie auch zu uns gekommen, alleine draußen steht am Putzplatz, dann hat sie komplett abgedreht.
Sie wollte unbedingt zur anderen Stute, es ist noch eine zweite hier aus diesem Stall.
Und das Problem war dabei, dass sie dann über den Menschen drüber ging.
Das heißt, sie hat überhaupt nichts mehr respektiert, hat alles ignoriert.
Und da war eben das Problem, dass sie dann natürlich auch schon gefährlich wurde.
Es waren da auch Situationen dabei, die dann für ein Mädchen gar nicht mehr händelbar waren.
Und darum habe diese Stute zu Beginn nur ich gemacht.
Bis sie dann soweit war, dass sie, und das ist jetzt das Wichtige dabei,
anstelle eines anderen Pferdes mich so akzeptiert hat, dass sie sich innerlich loslassen konnte.
Und jetzt ganz wichtig, wenn ihr ein Pferd habt, das so ist wie diese Stute hier,
dann müsst ihr als Mensch, als Partner dieses Pferdes, als Reiter oder Pferdehalter so souverän sein,
dass ihr dieses Pferd so abholen könnt, dass es sich verlassen kann auf euch.
Wenn hier eine Unsicherheit entsteht, dann wird sich dieses Pferd nicht verlassen.
Dieses Pferd wird sich dann einen Partner suchen, bei dem es sich festhält.
Und dann habt ihr, und den Facharzt kennt ihr sicher, einen Kleber.
Das heißt, das Pferd geht von einem anderen Pferd nicht weg.
Und das nicht, weil es das absichtlich macht und bösartig ist, sondern dieses Pferd braucht einfach die Sicherheit.
Und die Sicherheit bekommt es nicht vom Reiter, vom Menschen.
Also holt es sich die Sicherheit von einem anderen Pferd.
Und will der Mensch dieses Pferd von einem anderen trennen, dann geht dieses Pferd über den Menschen drüber.
Und so entstehen dann gefährliche Situationen.
Worauf achte ich nun beim Reiten bei dieser Stute?
Und zwar auch das gleiche Thema.
So ein unsicheres Pferd hat natürlich, und bei ihr war das ganz extrem, sie ging nicht so Schritt wie jetzt,
gleichmäßig an beide Hände heran, sondern war mit einem wahnsinnig starken Muskeltonus,
das heißt mit einer Muskelspannung, durchgehend unterwegs.
Das Pferd konnte die Losgelassenheit innerlich überhaupt nicht zeigen.
Das heißt, sie war innerlich so angespannt, dass die äußere Losgelassenheit unmöglich war.
Das ist hier ein ganz wichtiger Faktor.
Nur ein Pferd, das innerlich loslassen kann, die innere Losgelassenheit,
kann dann auch abschnauben und sich entspannen in der Muskulatur, an die Hand dehnen.
Und der Schritt wird immer ruhiger, immer länger.
Das Pferd vertraut dem Reiter.
Und das ist jetzt genau, was ich gerade auch erklärt habe mit draußen, auch herinnen das Gleiche.
Sie hat zu Beginn, wie ich mit ihr herinnen war beim Reiten, nur rausgeschrien.
Die hat nur geschrien, wo das zweite Pferd ist.
Und da hat man genau gemerkt, wie sich dieses Pferd alleine fühlt.
Jetzt mittlerweile seht ihr, obwohl heute zum ersten Mal die Kamera hier herinnen steht,
und sie dieser Situation zum ersten Mal begegnet,
Ohren gehen vor, aber auch sofort wieder zu mir,
ist sie bei mir, macht mit mir mit und ich kann mit ihr arbeiten.
Die Arbeit selbst bedeutet in diesem Fall zuerst mal,
und auch hier sind wir ja schon bei der Ausbildung der Pferde,
wenn ich als Wolfgang Grust, in dem Fall jetzt der Bereiter von diesem Pferd, mit dem Pferd arbeite,
dann setze ich mich drauf und spüre einfach mal das Pferd.
Klar, so wie es bei ihr war, extrem angespannt, da spürt man dann ein Pferd,
das nur am Laufen ist und kurz vorm Explodieren.
Jetzt mittlerweile ist sie so, dass sie locker ist.
Ich spüre auch mittlerweile, wie der Pferderücken nach links und rechts runter geht.
Ich spüre auch, wie der Bauch pendeln beginnt.
Ihr seht natürlich auch diese Nick-Bewegung mit dem Kopf,
was ja die Definition des Mittelschrittes ist.
Also hier haben wir schon die Losgelassenheit,
und in dem Moment, wo das Pferd auch diese Losgelassenheit zeigt,
kann ich als Reiter mit meinen Hilfen überprüfen,
was hat denn das Pferd an Erfahrung gespeichert.
Wenn ich da zum Beispiel hier die Haltparade reite,
und ich sage, jetzt atme ich aus, Zehenbeinen hoch, Zügel leicht annehmen,
dann habt ihr diese Reaktion.
Klar, sie sieht jetzt da raus, bei uns sind da immer wieder die Kühe oben,
und deshalb sehen die Pferde da so.
Aber wichtig, ich halte meine Hände nur, ich ziehe sie nicht runter,
und mache jetzt mit Beinen leichten Druck.
Und jetzt bekomme ich eine Reaktion.
Sie geht zurück, ich reite sie wieder vor, und das ist jetzt schon Ausbildung.
Nämlich im Sinne, ich weiß, was ich will,
nämlich die Wade aktiviert das Hinterbein,
ich reite leicht vor, wieder nach vorne, auf gerader Linie,
jetzt reite ich weg, weil die Bande hier kommt,
mache das Gleiche, aber sofort nochmal,
wieder eine Haltparade,
hier wird es leichter sein, warum?
Weil sie eben nicht drauf sieht zu den Kühen.
Also haben wir hier ganz andere Möglichkeiten.
Auch das ist für euch wichtig.
Wenn ihr wisst, in einer bestimmten Situation,
seid ihr dem Pferd nicht gewachsen,
weil eben Kühe oder weil das Fenster dort ist,
wo sie raussehen kann,
dann nehmt euch andere Positionen für eine Haltparade,
wie zum Beispiel an der Bande.
Immer wenn ich hier auf der Mittellinie die Haltparade reite,
ist sie natürlich links und rechts nicht begrenzt.
Hier muss ich dann das Pferd mit meinen Hilfen einrahmen,
leichte Tendenz nach vorne,
wenn sie zurückgeht, wieder vor,
bis sie das wirklich lernt.
Das Wichtige hierbei, eine gerade Linie.
Beide Beine dran, gerade sitzen,
beide Zügel dran,
sie lernt auf gerader Linie zu stehen
und wenn sie meinem Bein dann vertraut,
da brauche ich mit dem Zügel nicht viel machen,
ich mache nur Wade,
sie würde jetzt nach hinten ausweichen,
ich korrigiere leicht nach vorne,
wieder gerade, wieder nach vorne,
lockern, gerade,
bis sie die Muskulatur so anspannt,
wie wir sie brauchen.
Wieder nach vorne, wenn sie zurückgeht
und da seht ihr jetzt auch die Unsicherheit.
Das ist natürlich die Arbeit,
bis sie mir so vertraut,
dass sie dann weiß, es passiert ihr nichts
und den Aufbau müsst ihr aber genauso sehen können.
Haltparade bedeutet tief sitzen,
einrahmen mit beiden Beinen,
Kopf, Hals ist jetzt oben,
aber sie steht, noch einmal.
Jetzt geht sie nach links weg, linke Wade,
gerde leicht links dazu, mit Vorwärtstendenz,
halten, durchatmen, leichtes Lockern,
mit dem Bein bin ich durchgehend leicht am Arbeiten,
damit sie auf meinem Bein aktiv nach vorne geht,
wieder lockern.
Und wenn ein Pferd hier zurückgeht,
ja, nicht Panik bekommen,
jetzt läuft sie nach hinten weg,
sondern rausreiten.
Und das ist das Um und Aus.
Ihr müsst überzeugt reiten können, warum?
Jetzt schließt sich der Kreis,
weil so unsichere Pferde,
so wie sie, immer am suchen sind
und dann überlegen,
okay, also die überlegen ja nicht wirklich,
sondern in dem Moment,
der Mensch zeigt nicht, worum es geht,
wo ist Gefahr, muss ich abhauen
oder kann ich mich entspannen.
Wir machen das Halten jetzt auch noch auf der rechten Hand.
Wir filmen wirklich alles durch.
Wir haben nur kurz Hand gewechselt.
Ich bespreche immer mit Sabrina,
was wir noch machen.
Darum auch immer wieder kurze Unterbrechung.
Halten.
Und ihr seht, Bade ist dran.
Ich sitze ganz tief im Sattel.
Beide Zügel dran.
Wie die da steht, ist mir vollkommen egal.
Es geht ja nur um den Gehorsam,
dass sie auf der Linie steht,
die Tendenz nach vorne behält.
Das ist wichtig.
Und ihr seht, wie nervig sie da wird.
Warum?
Das ist die Unsicherheit.
Das ist nicht böse.
Das ist nicht, die hat einen schlechten Charakter.
Nein, das ist Unsicherheit.
Je mehr Sicherheit ihr den Pferden geben könnt,
umso entspannter wird so ein Pferd gehen.
Und dieser Muskeldonus, den ich angesprochen habe,
dieses Verspannte,
ist bereits ein Schutzmechanismus der Pferde.
Die spannt an, das macht ihr auch.
Wenn ihr nicht wisst, ob jetzt jemand vorbeikommt
und euch anstupft, spannt ihr an.
Oder jeder, der in der Schockstarre ist, spannt an.
Also das Gleiche ist hier.
Die Wade ist dran, leichtes Lockern, wegreiten.
Und ihr habt hier auch wieder gemerkt,
sie hätte jetzt angesetzt, nach hinten auszuweichen.
Und in dem Moment bin ich schon nach vorne weggeritten.
Auch das können wir gleich dazunehmen.
Immer wenn ein Pferd nach hinten ausweicht,
vorwärts wegreiten.
Also lasst euch hier nicht darauf ein,
dass die Pferde dann, so wie sie,
sofort nach hinten ausweichen, sondern vor.
Wieder, wenn sie mit der Hinterhand reingeht,
vorwärts korrigieren.
Reitet ein Pferd vorwärts und richtet es gerade.
Kurz stehen lassen und wegreiten.
So könnt ihr das üben,
bis das Pferd dann locker geht.
Auch das Zähneklappern,
weiß nicht, ob man das hört,
ist ein Zeichen von der psychischen Anspannung,
weil sie immer noch ein unsicheres Pferd ist.
Und je mehr sie mir vertrauen kann,
und da sind wir wieder bei dem Vertrauen und Gehorsam,
je mehr Vertrauen im Sinne von,
sie weiß, wenn sie in der Situation bleibt.
Wichtig, in der Situation bleiben,
denn sie würde ja gar nicht in die Situation,
weil sie ja unsicher ist, sie würde sofort weg sein.
Also, jetzt mache ich Halt.
Das Pferd ist gehorsam, bleibt stehen.
Sie steht, ich kann sie hier loben.
Dadurch bekommt sie Vertrauen zum Stehen.
Ruhe, noch einmal Halt.
Wieder, und ihr merkt, jetzt entspannt sie sich auch.
Der Unterhals wird abgespannt, das Plinie ist angespannt.
Sie kann sich tragen, ich reite weg.
Und so entsteht aufgrund von Gehorsam auch das Vertrauen.
Ich habe gerade erst die Decke runtergelegt
und nehme euch jetzt zum ersten Antreiben mit.
Durchatmen, die Ecke schön reiten.
Beim Reiten selbst war es bei ihr so,
dass sie zu Beginn sehr maulig gezogen hat.
Auch wiederum Unsicherheit, das Pferd wusste ja nicht,
was es tun soll und ist immer stärker geworden.
Und das ist natürlich für einen Reiter wirklich schwer,
wenn ein Pferd zu stark ist, korrekt am Reiten bleiben.
Das ist ein sehr tolles Tier, wirklich ein cooles Pferd.
Jedoch auch durch Qualität und dann natürlich auch
durch diese ängstliche Prägung eine Herausforderung.
Ihr seht hier beim Leichttraben,
sie trabt mittlerweile gleichmäßig ruhig dahin.
Ich kann mit beiden Händen leicht dran sein,
auch loslassen, sie bleibt so wie sie ist.
Ich habe die Möglichkeit tief zu sitzen
und wir gehen jetzt einfach die Lösungsphase mit ihr durch.
Warum? Weil ja ihr Thema der Muskeltonus ist.
Darum machen wir das jetzt wirklich.
Ich nehme euch mit, ich erkläre euch, worauf ich achte.
Hier gerade Linie.
Nun beginne ich bereits mit Biegung,
damit sie vor der Ecke fertig wird.
Gerade wieder Biegung.
Und hier wieder das gerade machen.
Durchatmen.
Ihr müsst hier wirklich sehen, wie ich lang sitze.
Bis mich der Pferderücken nach oben hebt
und mir den Impuls zum Aufstehen gibt.
Biegung.
Gerade machen.
Biegung.
Weiter gebogen halten.
Gerade machen.
Ich reite hier nicht genau halbe Diagonale.
Hier ist das Umstellen.
Biegen.
Warum nicht? Wegen der Kamera.
Und ihr seht auch hier wieder, sie dehnt sich bereits.
Sie dehnt sich nach vorn.
Biegung. Gerade.
Und nun Biegung.
Für den Zirkel.
Am Zirkel geritten.
Gleichmäßig.
Wichtig hier auch die Punkte reiten.
Warum?
Weil ich ja, wenn ich eine Linie im Kopf habe,
mit meinen Hilfen diese Linie reite,
kann ich auch kontrollieren,
ob ich mein Pferd bereits
mit meinen Hilfen auf diesen Linien arbeiten kann.
Und das ist hier wichtig.
Immer noch Takt.
Gleichmäßig ruhig.
Losgelassenheit.
Jetzt wieder gerade machen.
Biegung. Und wieder gerade.
Der Takt bleibt immer gleich.
Losgelassenheit.
Das Pferd dehnt sich.
Und dadurch bekomme ich das Gewicht in die Hand.
Und das ist die Anlehnung.
Und hier ist die Skala der Ausbildung.
Mit Takt.
Losgelassenheit. Anlehnung.
Und dann kommt der Schwung.
Hier wieder weiter wenden.
Und der Schwung ist das aktive Abfußen der Hinterhand.
Mit einem durch den Körper schwingen.
Bis nach vorne.
Bis man es in der Hand spürt.
Hier wieder gerade.
Biegung.
Gerade.
Biegung.
Und Zirkel.
Und wenn ihr so reitet,
können auch alle anderen,
die in der Halle oder am Platz sind,
einschätzen, welche Linie ihr reitet.
Denn der Zirkel, also die große Tour,
beginnt bei C.
Noch einmal.
Hier ist der Berührungspunkt.
Rundreiten.
Beim Zirkelpunkt berühren.
Rundreiten.
Hier über die Mittellinie,
bei den 20 Metern.
Weiter rundreiten.
Berührungspunkt.
Und bei C.
Gerade machen.
Und die Wendung für die Ecke.
Und gerade.
Ich hoffe, das kann man hier sehen.
Mit diesen Übungen,
mit diesen einfachen Linien,
Lösungsarbeit machen.
Bei der Lösungsarbeit,
hier machen wir ein eigenes Video noch dazu,
immer von den großen Linien
zu den mehr gebogenen Linien.
Also eher Zirkel.
Ihr könnt auch Schlangen touren,
Schlangenbögen reiten,
wie auch immer.
Gerade vor.
Ihr seht,
sie wird immer entspannter,
immer länger,
dehnt sich immer mehr.
Und jetzt habe ich dann schon die Möglichkeit,
und das ist der nächste Punkt,
abzufangen am Zügel.
Und durch dieses
aktivieren mit der Wade,
mit dem Kreuz vorreiten
und abfangen am Zügel,
bekomme ich den Widerriss hoch.
Das ist hier ein ganz wichtiger Punkt.
Wir reiten,
damit die Pferde mit dem Hinterbein
drunter treten.
Immer die Dehnung an die Hand.
Haben wir die Dehnung an die Hand,
kommt das
vermehrte Nachtreiben,
mit dem Kreuz
vorreiten.
Und jetzt das Abfangen am Zügel,
dass der Widerriss
höher kommt.
Und das nennen wir relative
Aufrichtung.
Hinten aktiv weiter,
Kreuz reitet an die Hand,
Abfangen am Zügel
und wieder vor.
Und ihr seht, sie trägt sich hier selbst.
Wenn ich hier zu sheer
oder mit der Wade dazu
aktiviere mehr,
bekomme ich ein aktiveres Hinterbein,
kann immer noch mitschwingen,
Abfangen
und der Schwung
wird immer mehr.
Takt, Losgelassenheit,
Anlehnung,
Schwung
und hier nach innen führen,
gerade richten
und daraus entwickelt sich später
die Versammlung.
So mache ich mal Pause,
mit Aussitzen,
Aussitzen, weiter reiten,
verkürzen, verkürzen,
verkürzen und Schritt.
Bevor ich jetzt mit ihr galoppiere,
mache ich ein paar Trab-Schritt-Übergänge.
All jene, die
unsere Videos gesehen haben,
wissen ja, egal was wir
machen, es geht immer darum, dass wir es
konstant gleich machen.
Dieses Gleichmachen
bedeutet, wenn ich Schritt reite,
Schritt ist eine schreitende,
schwunglose Gangart.
Hier sind die Pferde lang.
Wenn ich das Pferd
aufnehme zum Antraben,
dann muss mir auch klar sein,
ich muss
dieses Links-Rechts treiben.
Solange ich Links-Rechts treibe,
geht das Pferd Schritt.
Das ist auch das Kriterium dafür.
Und wenn ich dann anstelle von
Links-Rechts treiben mit beiden Beinen
einen Impuls gebe und am Zügel leicht
annehme, wird das Pferd
antraben. Warum am Zügel annehmen,
wenn ich antrabe?
Weil das Pferd von der schwunglosen
zur schwungvollen Gangart
kürzer werden muss.
Und da ist natürlich ein Widerspruch.
Ich möchte antraben, um
schneller zu werden und
muss dabei am Zügel annehmen.
Also, das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Annehmen bedeutet
nicht, ich reite langsamer, sondern
annehmen ist aus dem Grund, weil es
zur Konditionierung des Pferdes passt,
damit sie sich abstoßen kann.
Ich treibe hier
Links-Rechts,
aktiviere vermehrt, nehme jetzt am Zügel
an, mache beide Beine zu.
Ihr seht, sie trabt an und jetzt reite
ich an die Hand vor.
Dieses Hochreißen, was ihr gerade
gesehen habt, das ist
noch dieses Verhalten, wie ich
sie bekommen habe.
Wie gesagt, solche Pferde sind nicht
einfach. Da muss man
wirklich zu 100%
überzeugt sein.
Die Besitzer von
diesem Pferd sind so,
dass sie mit dem Pferd lernen möchten,
dass sie dem Pferd die Chance geben möchten.
Darum steht sie auch hier,
weil sie sagen, sie möchten,
dass das Pferd sicherer wird,
damit sie es dann auch mit dem
Pferd gemeinsam machen können.
Selbst geübte Reiter würden
auf so einem Pferd
der eine oder andere
eher mehr als wenige verzweifeln.
So, wieder.
Jetzt verkürzen die
Trabtritte. Kürzer, wieder Riss hoch.
Schritt loslassen.
Noch einmal.
Links, rechts treiben. Beide Beine
annehmen am Zügel.
Pferd trabt unter mir an.
Ich reite raus.
Diesen Ablauf
so drin haben. Gerade aus.
Wieder.
Annehmen bedeutet,
wieder Riss hoch. Hinterbein drunter.
Drunter, drunter, drunter.
Schritt loslassen.
Schreiten.
Beide Beine annehmen
und sie trabt los.
Und schon weiß sie, was ich damit möchte.
Das gleiche auf der anderen Hand.
Gerade zurückreiten.
Immer noch links gestellte Bogen.
Jetzt Rechtsstellung,
Rechtsbiegung. Und wieder gerade.
Nur mehr Stellung rechts.
Wieder kürzer.
Kürzer, kürzer, kürzer.
Schritt loslassen.
Wendung reiten.
Schreiten lassen.
Vorbereiten mit beiden Beinen.
Annehmen am Zügel. Trab.
Kurz halten und
rausreiten.
Und denkt daran,
aus dem Wiederriss
dehnt sich das Pferd immer nach vorne.
Wir reiten mit der Wade
das Hinterbein drunter.
Mit unserem Sitz
mitschwingend nach vorne.
Den Hals länger.
Dadurch bekommen wir
die Anlehnung und das
Aufnehmen. Weiter reiten.
Kürzer, kürzer. Schritt
loslassen. Dann habe ich
immer ein an die Hand
nach vorne reiten.
Gut, nun machen wir den Galopp.
Schritt. Schreiten lassen.
Den Ablauf immer gleich. Also nicht, weil ich
jetzt sage, jetzt mache ich Galopp. Ist egal, wie ich antrabe.
Nein. Vom Schritt zum Trab
trabe ich so an, wie ich es gerade geübt habe.
Links, rechts treiben.
Nun von links, rechts beide Beine
annehmen am Zügel.
Kreuz dazu und sie trabt los.
Hier kommt das Vorbereiten.
Kann ich in der Ecke oder
der kurzen Seite
innen vorreiten. Und auch hier seht ihr noch
dieses leichte Wegreißen.
Jetzt lasse ich sie mal
galoppieren. Tief sitzen.
Auch hier
wichtig. Das ist ein unsicheres
Pferd. Also muss ich
ihr Sicherheit bitten.
Auch wenn für euch das jetzt gar nicht
mehr so nachvollziehbar ist, dass sie
unsicher ist. Sie ist es.
Das ist jetzt
nur einfach, weil ich tief sitze, ihr die Sicherheit
gebe, meine Beine dran habe.
Kann sie sich auf
meine Hilfen verlassen.
Hier wieder. Biegung.
Gerade machen.
Biegung am Zirkel.
Große Tour in Österreich.
Berührungspunkt.
Und immer
an die Hand geritten.
An die Hand.
Dann wieder.
Bei C. Ausatmen.
Schwer werden. Trab.
Vorbereiten. Zirkelpunkt.
Galopp. Und schon
haben wir sie wieder rum. Also hier
können wir auch ruhig mal ein bisschen
gegen die Hand gehen.
In Kauf nehmen, solange das Pferd
auf Bade und
Sitz immer noch
gehorsam galoppiert.
Hier müssen wir nicht alles
auf einmal korrigieren.
Wir müssen wissen, was ist denn das
Wichtigere? Was muss ich als erstes
machen? Und dann weiter.
Die Hand ist hier
das Unwichtigste.
Wichtiger als Hand,
Maul, Kopf ist immer
Sitz, Bein
und dieses
an die Hand
nach vorne reiten.
Hier kann ich dann schon so ein bisschen
die Rechtsbiegung halten.
Außen galopp. Ausatmen.
Ruhe reinbringen.
Hier
wieder Zirkel.
Ab jetzt
Vorbereiten. Innen.
Geradeaußen. Bein nach hinten.
Und der Galopp ist schon da.
Darum ist auch Mentaltraining
so wichtig, weil das alles so
schnell geht. Ihr müsst
den Ablauf einzeln
aufzählen können, aber beim Reiten
funktionieren nur mehr Knotenpunkte.
Knotenpunkte
sind dann im Endeffekt die verkürzte Form
eures Wissens, mit dem ihr tatsächlich
in der Situation
arbeiten könnt.
Ausatmen. Am Reiten
sein. Innen
vorbereiten. Geradeaußen. Bein zurück.
Das sind meine Knotenpunkte.
Innen. Außen.
Angaloppieren.
Hier wieder geradeaus.
Und ihr seht auch im Galopp
ist sie ganz fein.
Gleichmäßig.
Hier mal ein bisschen mehr Grundgalopp.
Und jetzt kann ich auch schon
wieder so leicht abfangen.
Das möchte ich heute nicht so in den Vordergrund stellen.
Aber ihr seht hier,
ich kann sie jederzeit
wie der Riest nach oben
mehr bergauf reiten.
Da reite ich die Hinterhand mit Waage.
Kreuz nach vorne.
Und in dem Moment,
wo sie sich dehnt, abfangen.
Vorne hochreiten.
Und so galoppieren lassen.
Und dann kommt irgendwann
der Punkt, wo sie sich schief machen würde.
Warum? Wenn ich sie noch
mehr hochreite,
dann würde es für sie hinten zu schwer
werden. Zur Zeit noch.
Und das wäre dann das Problem, warum
sie schief wird. Also stelle ich sie wieder
tiefer ein. Lass sie
lockerer gehen. Durch den Körper.
Sind wir wieder bei Takt.
So ein galoppter Rhythmus.
Losgelassenheit. Anlehnung.
Sprunghafter Galopp.
Nach vorne.
Gerade Richtung.
Dann funktioniert die Versammlung eben noch nicht.
Ist ja kein Problem.
Das kann ich dann machen,
wenn das Pferd auch im Hinterbein
bereits Kraft hat und stabil ist.
Auch hier
nochmal Hand wechseln.
Linke Waage am Gurt.
Rechtes Bein hinten.
Wichtig ist, im Körper die Biegung erhalten.
Dann bleiben die Pferde auch im Linksgalopp.
Die Trapparade.
Weiterreiten.
Mit Ruhe.
Leicht raben.
Und so könnten wir jetzt sagen,
die Lösungsphase ist abgeschlossen.
Hier ist die Überprüfungsphase.
Das Pferd
nach unten lassen.
Wenn sie sich dehnt,
aus dem Widerriss,
dann ist das jetzt zum Beispiel
die Belohnung
und das Zeichen,
dass die Arbeit richtig war.
Und so kann sie mir Vertrauen lernen.
Gehorsam
an die Hand treten.
Würde ich hier aufnehmen,
mache ich zuerst Bein.
Kreuz reitet vor.
Sie kommt vorne ein bisschen höher.
Das nehme ich an.
Setze mich hin.
Reite weiter in den Schritt und lasse wieder los.
Ich weiß noch nicht,
wie lange dieses Pferd noch bei uns ist.
Ich werde euch jedoch mit ihr
sicher noch das eine oder andere Video machen.
Warum?
Weil es ja auch sehr viele Reiter gibt,
die unsichere Pferde haben.
Die dann auch selbst unsicher sind.
Weil sie sagen,
ich weiß jetzt nicht, was soll ich denn mit dem Pferd machen?
Was darf ich denn mit meinem Pferd machen?
Ist das schon okay, wenn ich das mache?
Mit ihr werden wir euch
so einen kleinen Aufbau mitgeben.
Vor allem auch für die Besitzer,
damit sie dann wissen, wie sie mit ihr weiterarbeiten können.
Für uns
ganz wichtig, wir müssen uns
immer als Mensch klar sein,
welche Prägungen habe ich denn?
Bin ich der mutige Reiter?
Bin ich der zielstrebige Reiter?
Bin ich ein Reiter, der lieber auf einem Pferd sitzt,
das brav geht? Oder möchte ich ein Pferd,
das ausdrucksstark geht?
Wenn ich ein Pferd möchte, das ausdrucksstark geht,
dann muss mir auch klar sein,
dass ich ein Pferd haben werde,
das auch Aufmerksamkeit
einfordert.
Und hier ist es dann natürlich auch,
Pferde mit richtig guter Qualität,
die sind natürlich dann auch
etwas anspruchsvoller zu reiten.
Die werden natürlich auch
schneller abgelenkt sein.
Oder wenn sie irgendwo hinsehen wollen,
den Menschen, den Reiter ignorieren,
wenn sie sich
nach dem Freund auf der Koppel sehnen,
dann möchten sie halt darüber,
dann werden sie den Menschen ignorieren.
Und hier ist es dann wichtig,
dass ihr einen Weg findet,
der dem Pferden Sicherheit bietet.
Und das ist das, was ich euch
hier mitgeben möchte. Es bringt euch nichts,
wenn ihr da steht und drauf haut und drauf
schlagt, die muss doch, dann stellt euch
mal dieses Pferd vor, das unsicher
ist, in der Situation
mit einem Menschen, gar nicht
weiß, was sie soll, nur
in ihrem Kopf sicher ist, wenn sie bei ihrer
Freundin da draußen ist, und ich
sitze da drauf und schlag dieses Pferd,
weil sie ja nicht brav ist.
Also, dass die aus der Situation raus
möchte und dann in eine Spannung reingeht,
logisch, das kann
gar nicht gut gehen.
Darum, wie gesagt, sie hat
zum Glück solche Besitzer, die ihr das ermöglichen.
Wichtig,
wir müssen uns dessen im Klaren sein,
wie wir gepolt sind, was wir
erreichen möchten, und dann haben
wir auch die Möglichkeit, solche
wirklich tollen Tiere,
die im Prinzip ja alles mitbringt,
was wir brauchen für den Sport,
nur eben diese Unsicherheit
als Handicap hat, aber auch hier
seht ihr, Kamera ist das erste Mal
herinnen und sie geht,
so als wäre das tagtäglich das
Gleiche. In diesem Sinne, wenn ihr die nächsten
Videos nicht versäumen wollt, folgt
uns, und wir freuen uns,
wenn ihr Mitglieder werdet, die bekommen immer zusätzliche
Tipps, oder auch auf unserer
Website, wr-rideyourlife,
dort habt ihr die ganzen
Angebote, auch alles über Berit,
vielleicht wird auch der eine oder andere
dann Erfahrungen mit uns, mit
unserem Berit dorthin schreiben,
auch hier, all jene,
die ich schon gecoacht habe, die das sehen, ihr könnt
uns sehr gerne E-Mails schreiben,
mit Feedback, auch wenn es negativ wäre,
wir werden es reingeben. In diesem Sinne,
bis zum nächsten Mal.

