#Naturwissen: Vögel in der Stadt

Museum für Naturkunde Berlin
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Vögel lassen sich fast überall in der Stadt entdecken. Eine genaue Beobachtung ist jedoch oft gar nicht so einfach. Fred und Korbi, Biologen und Guides am #mfnberlin, sind ihnen mit Fernglas und Kamera auf der Spur. Ihre spannenden Entdeckungen zeigen sie im Video.
In der Videoreihe #NATURWISSEN stellen wir naturwissenschaftliche Themen anschaulich vor. Die Videos eignen sich für den Einsatz in Schule und Kita und sind an die schulischen Rahmenlehrpläne angelehnt.
Diese Folge richtet sich an Kita- und Grundschulkinder.
Hi, ich bin der Fred, das ist der Korbi und wir sind beide Guides am Naturkundemuseum in Berlin.
Und wie ihr vielleicht wisst, wären wir eigentlich jetzt an eure Kitas gekommen
und wir hätten mit euch ganz spannende Sachen zu den Tieren in Berlin unternommen.
Leider ist das ja gerade nicht möglich und deswegen haben wir überlegt,
wir machen euch einfach ein kleines Video und erzählen euch was über Tiere.
Um was für Tiere geht's heute denn?
Ja, wie ihr hier an meinem Fernglasblech schon sehen könnt, bin ich gerade auf der Suche nach Vögeln.
Die sind oft mal ganz einfach zu entdecken, aber beobachten kann man die gar nicht so einfach.
Deswegen haben wir für euch mal ganz tolle Aufnahmen gemacht,
waren draußen unterwegs und haben ganz viele Vögel gefilmt, die man jetzt in Berlin sehen kann.
Die zeigen wir euch jetzt, nehmen euch mit und hoffen, dass wir einige tolle Sachen lernen können.
Im Winter ist es gar nicht so einfach Vögel zu finden,
denn viele Vögel verlassen uns im Winter, wenn es hier kalt ist und ziehen in den Süden.
Man nennt diese Vögel auch Zugvögel.
Die machen sowas ähnliches wie Urlaub, weil es im Süden wärmer ist und sie dort leichter Nahrung finden können.
Natürlich lassen die Vögel aber auch was zurück, wenn sie in den Süden fliegen.
Und zwar sehen wir hier in den kahlen Bäumen ihre Nester.
Die haben sie im Frühling gebaut für ihre Eier und dann für ihre Jungen.
Und genau wie wir unsere Häuser und Wohnungen lassen sie natürlich hier, wenn sie in den Urlaub fliegen.
Es gibt aber natürlich auch Vögel, die im Winter auch hier Nahrung finden können.
Das ist allerdings ein bisschen schwerer als im Sommer, denn wie man hier sehen kann,
wenn Schnee liegt, sind viele der Körner, Samen, Früchte, was so auf dem Boden liegt, mit Schnee bedeckt.
Und um diesen Vögeln zu helfen, stellen viele Menschen kleine Vogelhäuschen auf
oder hängen Maisenknödel an die Bäume und füttern diese Vögel,
damit sie es bei uns in der Stadt im Winter leichter haben.
Nicht nur die kleinen Spatzen, die man hier sieht, freuen sich über das Futter,
sondern auch die Maise, die hier oben auf einem Zweig schon ganz aufgeregt ist,
weil hier unten ein bisschen Futter liegt.
Natürlich muss man aufpassen, was man den Vögeln für Futter gibt
und am besten kauft man dafür extra Vogelfutter mit verschiedenen Kernen,
über die sich die kleinen Singvögel freuen.
Auch größere Vögel freuen sich natürlich über Futter,
aber wie man hier sehen kann, suchen zum Beispiel Krähen, das sind größere Vögel,
auch ganz aktiv unter dem Schnee selber nach Nahrung.
Größere Vögel sind also gar nicht so sehr auf unser Futter angewiesen.
Andere Vögel leben lieber im Wasser.
Was man hier hört, sind die verschiedenen Wasservögel, die schreien
und natürlich haben es diese Vögel auch gar nicht so einfach, wenn die Gewässer zufrieren
und sie sich wie hier alle zusammen am letzten Stückchen freiem Wasser drängen müssen.
So sieht man hier ganz schön viele verschiedene Vögel, Schwäne, Enten und Möwen.
Irgendwann schmilzt der ganze Schnee natürlich
und alles, was zurückbleibt, sind diese großen Wasserpfützen.
Das freut natürlich verschiedene Vögel, unter anderem auch diese Krähen, die wir hier wieder sehen.
Die sehen ganz ähnlich aus wie Raben, aber echte Raben sieht man in der Stadt nicht wirklich häufig.
Außerdem sind diese viel, viel größer.
Die Krähen mögen es in der Stadt aber richtig gerne.
Nicht nur hier im Park, sondern auch auf den Straßen und Höfen,
wo sie schon mal in die Mülltonnen gehen oder Sachen fressen, die uns Menschen runterfallen.
Die Krähen leben auch schon so lange in der Stadt und mit den Menschen zusammen,
dass sie gar keine Angst mehr haben und diese hier in aller Ruhe badet,
während im Hintergrund Menschen mit Hunden Gassi gehen oder Fahrräder vorbeifahren.
Vor wem sie aber schon Angst haben, ist dieser Vogel, der Turmfalke.
Das ist ein Raubvogel.
Auch wenn der Turmfalke viel zu klein ist, um den Krähen gefährlich zu werden,
haben die Angst um ihre Jungen und versuchen deswegen den Turmfalken zu vertreiben.
Der lässt sich aber gar nicht so beeindrucken von den Krähen.
Raubvögel werden auch Greifvögel genannt.
Das liegt daran, dass sie ganz kräftige Klauen an den Beinen haben,
mit denen sie ihre Beutetiere ergreifen können.
Der Turmfalke jagt normalerweise auf Feldern und Wiesen.
Hier in der Stadt nutzt er dafür die Parks.
Hier hält er mit seinen sehr, sehr guten Augen Ausschau nach kleinen Beutetieren,
wie Mäusen oder kleinen Ratten.
Was für eine tolle Beobachtung!
Und während wir uns den Falken anschauen,
kommen hier schon wieder die ersten Zugvögel aus dem Süden zurück.
Wir sehen also, der Winter ist langsam vorbei und der Frühling kommt.
So, dann ist unsere Vogelbeobachtungstour auch schon wieder vorbei.
Ich hoffe, ihr konntet einiges lernen über die Vögel,
die man hier um und in Berlin sehen kann.
Und ich hoffe auch, dass ihr jetzt vielleicht die ganzen Vögel,
die ihr hier seht, ein bisschen mit anderen Augen mal sehen könnt.
Genau. Wir hoffen auch, dass wir euch vielleicht motivieren konnten,
mal selber rauszugehen und ein bisschen zu schauen, was da so hüpft und fliegt
rund ums Haus, im Garten oder im Park.
Da gibt es ja ganz verschiedene Möglichkeiten.
Und irgendwann können wir uns vielleicht auch wieder persönlich im Museum sehen.
Und dann laden wir euch ganz herzlich ein, uns da mal zu besuchen.
Und dann können wir auch über andere Tiere sprechen als Vögel.
Bis dahin. Tschüss.
