6 gefährliche Wörter, die du nie mehr verwenden solltest

RedeFabrik - Kommunikation & Charisma
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01.11.2024
Genau wie ein Tropfen Gift ein komplettes Getränk ungenießbar machen kann, gibt es
einige Sätze und Wörter in der Kommunikation, die deine komplette Wirkung zerstören.
Egal ob auf dich selbst oder auf andere.
Deswegen in diesem Video sechs konkrete Sätze, die du komplett aus deinem Wortschatz streichen
kannst.
Viel Spaß damit und viel kommunikativen Erfolg.
Herzlich willkommen, Benedikt von der Redefabrik hier.
Gleich zu Anfang eine wichtige Ankündigung, denn ich bin heute Abend live von 20 bis 21
Uhr bei den neuen deutschen Abendunterhaltungen von RocketbeansTV dabei.
Das ist ein Online-Sender und dort haben sie eine Abendsendung, bei der ich wie gesagt
eingeladen bin.
Und dort werden wir eine Live-Körpersprachenanalyse und vieles mehr machen.
Ihr könnt also gespannt sein.
Wie gesagt, ich bin heute Abend live dabei.
Falls ihr es also noch rechtzeitig sehen solltet, dann schaut euch den Livestream in der Videobeschreibung
an.
Ansonsten wird das Video natürlich später oder die ganze Sendung auch veröffentlicht.
Alles in der Videobeschreibung verlinkt.
Genau wie die heutige Buchempfehlung.
Ja, aber das ist ein Buch von einer Psychotherapeutin, die aus der psychotherapeutischen Praxis natürlich
viele Sprachmuster immer wieder erkennt, die Klienten nutzen und sich so selbst zurückhalten.
In diesem Video wird es nämlich genau darum gehen, wie du mit deiner eigenen Sprache,
oft mit einzelnen Wörtern, deine eigene Wirkung vor allem auf dich selbst zurückhältst,
indem du beispielsweise deine Verantwortung abgibst oder dich selbst unnötig runter machst.
Fangen wir gleich an mit dem ersten Wort.
Das erste Wort ist versuchen.
Dieses Wort hat eigentlich keinen großen Sinn.
Deswegen solltest du es komplett aus seiner Kommunikation streichen.
Warum?
Ich gebe dir mal eine sehr, sehr schwierige Aufgabe.
Versuche mal, dieses Buch anzuschauen.
Und du wirst es nicht hinbekommen, denn entweder du hast das Buch angeschaut oder du hast es
nicht angeschaut.
Aber zu versuchen, das Buch anzuschauen, das geht nicht.
Du wirst meist sehen, entweder machst du etwas oder du machst es nicht.
Ich versuche, mein Bestes zu geben.
Nö.
Entweder du gibst dein Bestes oder du gibst dein Bestes eben nicht.
Ich werde versuchen, in den nächsten zwei Wochen eine Entscheidung zu treffen.
Nö.
Entweder du triffst eine Entscheidung oder du triffst keine Entscheidung.
Du merkst also, das Wort versuchen bringt dich nicht wirklich weiter.
Das Schlimme an dem Wort versuchen ist, dass es ein Verb, also ein Tu-Wort ist.
Und dein Unbewusstes wird sich denken, naja, ich bin ja gerade ganz fleißig dabei, es
zu versuchen, eine Entscheidung zu treffen.
Lass das lieber und werde gleich das richtige Tu-Wort anwenden, indem du das Versuchen streichst
und direkt sagst, ich werde mich in den nächsten zwei Wochen entscheiden.
Das war Nummer eins.
Nummer zwei ist etwas anders.
Und zwar, es geht darum, das Wort Fehler zu vermeiden.
Entweder du vermeidest das Wort Fehler und ersetzt es durch etwas wie eine Lernerfahrung
oder etwas, an dem du wachsen kannst, oder du verwendest es in einem anderen Wortlaut.
Denn das Wort Fehler, ich habe einen Fehler gemacht, das klingt nicht gut, denn es hat
oft eine negative Bedeutung, auch wenn es das eigentlich gar nicht haben müsste.
Klar, wenn du etwas falsch gemacht hast, dann funktioniert es nicht und dann ist es schon
mal blöd genug.
Aber jetzt auch noch zu sagen, dass du einen Fehler gemacht hast, wenn du es damit negativ
verknüpfst, ist nicht wirklich weiterführend.
Du müsstest also etwas sagen wie, ich habe eine Lernerfahrung gemacht oder ich habe etwas
versucht, es hat nicht funktioniert, aber ich konnte etwas daraus lernen.
Denn jeder Fehler bringt dich mehr an die richtige Lösung oder an die richtige Wahrheit
weiter und wenn du das immer weiter so anwendest, heißt immer, dass du das Wort Fehler ersetzt
oder gar nicht erst verwendest, dann kann ich dir sagen, du wirst deinem Unbewussten
eher die Möglichkeit geben, aus Fehlern oder Dingen, die du eben nicht richtig gemacht
hast, zu lernen und eben sie nicht nur als etwas Negatives zu sehen, sondern auch den
positiven Anteil zu sehen.
Kommen wir zu Punkt Nummer 3 und zwar ich bin und dann etwas negativ.
Die Satzkonstruktion, das Sprachmuster ich bin, ist immer eine Verknüpfung mit der Identität.
Ich bin ein Deutscher, ich bin ein Mann, was auch immer, Dinge, die wir mit ich bin bezeichnen,
verknüpfen wir mit unserer Identität, deswegen sind sie auch sehr nah an unserer Persönlichkeit
verwurzelt.
Das Problem ist, wenn wir negative Dinge mit unserer Identität verbinden, wird es sehr
schwer, von diesen wegzukommen.
Wenn beispielsweise jemand in die psychotherapeutische Praxis kommt und sagt, ich bin Raucher und
ich möchte mit dem Rauchen aufhören, dann wäre das Aufhören des Rauchens in gewisser
Weise ein Identitätsverlust.
Deswegen ist es sinnvoller zu sagen, ich habe die letzten Wochen oder ich habe die letzten
Jahre Zigaretten geraucht.
Das ist etwas, was in der Vergangenheit liegt und beendet werden kann.
Denn ich bin ein Raucher, ich bin ein Pessimist, ich bin ein Versager, ich bin ein Idiot, das
sind Dinge, die wir mit unserer Persönlichkeit verknüpfen, deswegen ist es besser, gleich
erstens diese negativen Attributionen mit der Identität komplett zu streichen und lieber
sich mit positiven Sachen zu verknüpfen.
Da hat auch mein englischer Kollege vom amerikanischen Kanal Charisma on Command ein gutes Video
gestern zu gemacht, aber bei mir stand schon ein Skript, deswegen wollte ich es jetzt nicht
mehr mal rausnehmen.
Kommen wir zu Punkt Nummer 4.
Der vierte Punkt ist ziemlich ähnlich zu dem zweiten Punkt und zwar zu dem Fehler.
Der vierte Punkt ist das Wort Problem zu streichen.
Genau wie beim Fehler ist ein Problem ja schon mal etwas, was schwierig zu überwinden ist.
Nur das Problem ist, wenn du es ein Problem nennst, dann wirkt es unüberwindbar und immer
nur negativ.
Während wenn du sagst, das ist eine Herausforderung, dann wirkt es für dein Gehirn so, als wäre
es etwas, was man überwinden kann, im Gegensatz zu einem Problem, das meist so ein bisschen
Final oder Endlich wirkt und das du nicht nur überwinden kannst, sondern bei dem Prozess
des Überwindens wächst du auch noch daran.
Sag also am besten direkt, ich habe da eine Herausforderung oder eine Lernmöglichkeit.
Wie gesagt, das sind nur kleine Veränderungen in deiner Sprache, die aber eine große und
positive Beeinflussung auf deine unbewusste Psyche machen können.
Kommen wir zu Punkt Nummer 5.
Streiche Entschuldigungen aus deiner Kommunikation.
Das klingt jetzt erstmal nach sehr, sehr schlechten Manieren.
Was wird uns denn hier gelehrt?
Ganz einfach.
Ich möchte und das ist auch ganz wichtig, dass du die Verantwortung für Dinge, die
du falsch gemacht hast, für Dinge, die andere verletzt haben, auf jeden Fall auf dich nimmst.
Das ist ganz wichtig.
Stehe dafür gerade.
Aber die Frage ist, wie du es sprachlich verpacken möchtest.
Vergleiche doch einfach mal die beiden Sätze miteinander.
Entschuldigung, dass ich zu spät gekommen bin und danke, dass du so lange auf mich gewartet
hast.
Bei der Entschuldigung ist die negative Sache schon passiert, aber von der Entschuldigung
kann sich die andere Person nichts kaufen, im Gegenteil, du lenkst den Fokus auf das
Negative und dann kann sie noch mehr darauf eingehen, was sie wahrscheinlich auch machen
will.
Während wenn du extra das Positive betonst, Dankbarkeit an einer positiven Eigenschaft
der anderen Person zeigt, wird sie sich vielleicht darüber freuen und die Sache wird eher vergessen
sein, beziehungsweise du lenkst den Fokus eher auf das Positive.
Das ist in der Sprache sowieso immer sinnvoll.
Heißt, streiche Entschuldigungen, aber nicht auf inhaltlicher Ebene, sondern nur auf der
Verpackungsebene.
Heißt, wie du es in der Sprache verpackst.
Heißt, zeige Dankbarkeit dafür, dass die andere Person deine Fehler, deine Probleme,
die Sachen, die du nicht gut gemacht hast, akzeptiert.
Sehr interessanter Punkt, der einfach mal zeigt, wie ein anderer sprachlicher Rahmen
die Bedeutung für die andere Person ganz verändern kann.
Punkt Nummer 6.
Ich verlasse mich da auf dich.
Diese sprachliche Konstruktion gibt aktiv die Verantwortung ab.
Und eine Sache kann ich dir sagen, du kannst dich auf jede Person dieser Welt verlassen.
Denn ob die andere Person etwas macht oder nicht, ob sie unzuverlässig ist oder nicht,
ob sie pünktlich ist oder nicht, was auch immer, das liegt bei der anderen Person.
Aber verlassen kannst du dich auf jede Person.
Wie gesagt, das hat nichts mit der anderen Person zu tun, sondern nur mit dir.
Hör mal genau hin.
Ich verlasse mich.
Natürlich schrillen bei der Psychotherapeutin da alle Alarmglocken.
Ganz einfach, weil hier die Verantwortung abgegeben wird, was eigentlich in unserem
Verantwortungsbereich liegen will.
Beispielsweise, wenn ich sage, ich verlasse mich da auf dich, dass du das nächste Mal
pünktlich bist.
Wenn eine Person davor nicht pünktlich war.
Dann implizierst du damit eigentlich, ich verlasse mich da auf dich, damit du das nächste
Mal pünktlich bist.
Und du merkst schon, das ergibt keinen Sinn.
Ob du dich auf sie verlässt oder nicht, das hat nichts damit zu tun, ob die andere Person
pünktlich ist oder nicht.
Das liegt bei ihr.
Was du damit eigentlich sagen möchtest, ist, ich verlasse mich da auf dich, damit ich nicht
mehr so lange warten muss das nächste Mal.
Und das ist ein echtes Problem.
Denn ob du zu lange wartest oder nicht, das liegt in deinem Verantwortungsbereich.
Wenn die Person nicht kommt, dann kannst du nach 10 Minuten gehen.
Dann liegt es aber immer noch in deiner Verantwortung.
Wenn du es aber an die andere Person abgibst, dann kann sie eine halbe Stunde zu spät kommen.
Du ärgerst dich tierisch darüber, aber du kannst dich eigentlich nicht wirklich darüber
beschweren, weil du die Verantwortung an die andere Person abgegeben hast.
Heißt, anstatt zu sagen, ich verlasse mich da auf dich, dass du das nächste Mal pünktlich
kommst, kannst du direkt sowas sagen, ohne diese komische Satzformulierung, sowas wie,
ich bin das nächste Mal pünktlich da, ich hoffe du auch und nach 10 Minuten, wenn du
nicht da bist, gehe ich das nächste Mal.
Weil dann hast du die komplette Verantwortung bei dir, klar und offen kommunizieren.
Das ist ganz, ganz wichtig, um die Verantwortung bei sich zu behalten und eben nicht anderen
Macht über Dinge zu geben oder über Emotionen zu geben, die man normalerweise gar nicht
abgeben müsste.
Das waren die sechs Sprachtricks aus diesem Video, die Fallen, die du nicht mehr verwenden
solltest.
Ich hoffe, dir hat es gefallen.
Dieses Buch ist wie immer in der Videobeschreibung verlinkt, genau wie ich bei der neuen deutschen
Abendunterhaltung von Rocket Beans TV.
Ich wünsche euch sehr viel Spaß damit.
Wie gesagt, alles ist verlinkt.
Ich bedanke mich bei euch fürs Zusehen, wünsche euch noch einen schönen Tag und viel kommunikativen
Erfolg.
