In der mittelalterlichen Handwerkersprache war ein Deckel, der genau in die Topföffnung passte, ein "gelükke", eben ein Glück. Entsprechend ist Un-Glück ein Deckel, der nicht passt. Nun gibt es Verhaltensweisen, die tatsächlich das Leben verfehlen und verbauen; die Weisheit der Tradition nannte sie Todsünden, weil sie letztlich lebensunfähig machen und im Absturz enden: die Völlerei, die Sexsucht, der zehrende Neid, Rachsucht, Habgier...
wir haben einen längeren Weg ich beginne
mit einer kurzen Einstimmung nämlich die
Lücke im Dasein die Lücke im Dasein in
der mittelalterlichen handwerkersprache
war ein Deckel der genau in die
topföffnung passte ein
gelücke ein
Glück Glück ist dann wenn man auf eine
Frage die passende Antwort bekommt auf
eine vitale Sehnsucht eine vitale
Erfüllung das ist Glück Topf und Deckel
passen sprchend ist Unglück ein Deckel
der nicht passt die Lücke bleibt offen
es ist die Frage ob die Sehnsucht zu
groß ist oder die Erfüllung zu klein
damit werden wir uns beschäftigen es
gibt nun Verhaltensweisen die da
tatsächlich das Leben verfehlen und
verbauen und eben nicht passen die
Weisheit der Tradition nennt sie die
Todsünden weil sie eigentlich
lebensunfähig machen also letztenendes
tödlich
sind zähle sie auf der Hochmut die
föllerei die Sexsucht wollllust der
zeren den nightid die Rachsucht die
Habgier und sehr kompliziert die
lähmende Traurigkeit die Aredia ein
griechisches Wort und warum kann man
sich ihnen nicht einfach entziehen wenn
sie doch tatsächlich auch der Erfahrung
nach irgendwann an die Wand fahren sie
dreetten nämlich in der Maske
gesteigerten Lebens auf also sowohl die
Bedürfnisse steigern als auch die
Antwort steigert sich also eine Form von
Explosion und diese Maske der
lebenssteigerung muss erst durchschaut
werden sonst kommt man nicht dagegen an
das heißt die auf die die landläufige
Vorstellung heißt Sünde holt sich mehr
vom
Leben Sünde macht
Spaß stimmt das es gibt einige ganz
kurzfistige Widerlegungen aber die
reichen offensichtlich nicht eine der
Widerlegungen wer die Nacht mit Alkohol
durchfeiert hat morgens einen
Brummschädel also manches manches
bestraft sich sehr schnell und insofern
ist das glaube ich nicht der wirkliche
Einwand sondern die Frage Frage ist
warum läuft laufen dann die todshünden
doch aus dem
Ruder ein paar andere Dinge wer Drogen
nimmt spürt die Finger des Todes im
Genick und zwar relativ relativ rasch
bzw im Bewusstsein eigentlich sehr
schnell wer zu viel ist bleiben wir
dabei kämpft mit Übergewicht und
Gelenkschäden alles das bestraft sich
sehr schnell gehen wir mal in eine etwas
tiefere Überlegung wer seine armuren
häufig wechselt steigert die
Ansteckungsgefahr und wir können erstmal
aus diesem sehr schlichten und sehr
vordergründigen
betrachten sagen Sünde hat
offensichtlich mit Selbstbestrafung zu
tun so lautet ein kluger Satz
peinlicherweise stimmt er aber man muss
etwas ausholen um es wirklich zu
zeigen warum also die Frage laufen die
todssünden aus dem rudter werden sie
doch eigentlich noch mal gesteigertes
Leben
Versprechen an zweiter Stelle eine kurze
Begriffsklärung ich bin von einem
Theologen aufgeklärt worden dass die von
mir erwähnten Sünden gar keine Todsünden
sind sondern Hauptsünden und ich habe
versprochen diese Begriffsklärung mitz
vollziehen ist auch wichtig theologisch
richtig ist hier zu sagen dass es sich
um Laster handelt die sieben genannten
ich sag sie nachher gleich noch mal auf
Lateinisch weil es sich um solche
habituss Sünden handelt das heißt
zunächst einmal noch nicht unbedingt
realisiert es sind Verhaltensweisen eine
eingefahrene Haltung eine
eingeschliffene Neigung man kann auch
sagen eine
wurzelsünde was heißt das das heißt sie
sind noch nicht aktuiert erst die
aktuierte Hauptsünde wird zur todssünde
ich gebe ein Beispiel Zorn ist eine
Haltung wir sind aber nicht unentwichtt
zornig das ist Unsinn aber Zorn kann
dann aktuell bis zum Mord hinreißen also
aus der Hauptsünde aus dem slippery
slope entwickelt sich dann eine Tat
insofern können wir beide Ebenen noch
mal unterscheiden eine halt die dann in
eine Tat umschlägt Hochmut z.B kann zur
bewussten zur bewussten Ausschaltung
eines anderen führen auch zur
Gotteslästerung aber Hochmut ist nicht
unbedingt immer schon griffig ja sondern
das muss sich noch umsetzen oder Wollust
zu Missbrauch und
Vergewaltigung das heißt das sind dann
die die die Verbindung zwischen Haupt
und todssünde meint immer eine
Steigerung Umsetzung der Bosheit also
eine aktuierung ich bleibe aber jetzt
beim landläufigen Begriff der Todsünde
nachdem wir das geklärt haben der
Unterschied ist da aber er ist jetzt
nicht absolut
zwingend und zwar deswegen noch einmal
weil der Schritt vom wollen oder von der
Anlage oder von der inneren Haltung zum
zur Untat eigentlich ein relativ kleiner
ist insofern erlaube ich mir jetzt trotz
aller theologischen Bedenken noch mal
von Todsünden zu sprechen und geh noch
mal kurz auf die sieben Zahl ein sie ist
von Papst Gregor dem großen festgelegt
worden und jetzt kommen wir zu einer
wichtigen ersten inhaltlichen
Unterscheidung es gibt nämlich fünf
geistige
Todsünden und nur zwei leibliche das mag
verblüffen weil wir mit Todsünden in der
Regel also unsere sehr stark leibhaft
betonte Generation ähm sündigt wohl
gerne mit dem Fleisch aber die
eigentliche Qualität des sündigens
steckt in dieser Überlegung doch sehr
viel tiefer in einer Vorentscheidung die
geistig ist jetzt nenne ich sie einmal
lateinisch superbia ist klar ist die
Überhebung IRA der Zorn invidia der
nightid avarizia das haben die Habgier
und die geheimnisvolle Aredia die kommt
vielleicht auch dem gerade dem
psychotherapeutischen Bereich extrem
nahe das ist diese lähmende Traurigkeit
in der aber hier eine Absicht vermutet
wird also nicht nur ein krank sein
sondern ein krank sein wollen etwas was
auch willentlich initiiert ist dem
gegenüber stehen nur zwei fleischliche
Sünden also be verhältnismäßig Kark Gula
man hört das fast schon im lateinischen
Wort ne so ein gieriges verschlingen
also die Fresssucht und die luxuria
luxuria ist nicht einfach Wollust aber
Wollust oder unsucht gehört wesentlich
hinzu aber zu luxuria gehört über alles
was übertrieben ist also
übertriebener übertriebene Kleidung
übertriebenes sich ausbreiten wollen als
ein gepräe mit sich
selbst ich ma drauf aufmerksam dann
schließ ich diese kleine Definition
offensichtlich ist der Geist tieferer
entfremdungfähig als der Leib das ist
ein wichtiger Hinweis ich werde ih
gleich sagen welche zwei Todsünden ich
buchstabiere sind die wahrscheinlich die
interessantesten aber es ist wichtig zu
sagen dass es Sünden gibt die aufgrund
der Endlichkeit
unserer Körperlichkeit von sich aus
beschränkt sind essen oder fressen muss
irgendeinmal aufhören auch die ja kann
nicht zehn Kleider übereinander
anziehen es gibt jene Filmstars die 500
Paar Schuhe haben die sind genauso gut
wie ein paar denn ich kann immer nur ein
paar
tragen ich kann auch nicht unentwegt im
sexualgenuss verharen das ist es geht
auch gar nicht mit anderen Worten die
Natur setzt den fleischhaften Todsünden
Grenzen deswegen sind sie nicht weniger
schlimm aber es gibt eine Endlichkeit
die uns das nicht erlaubt aber Hochmut
kennt offensichtlich kein von der Natur
gesetzte Grenze und deswegen erinnere
ich mal dran als im Unterschied zu dem
was man in der Regel vermutet dass das
Christentum die fleischhaften Sünden so
stark im Visier hat stimmt nicht ähm
also die die abständige Haltung das
Problem die eigentliche abschüssige
Position beginnt eigentlich im Kopf also
in dem was man den Geist nennt wenn der
Geist nicht klar ist zieht das Fleisch
nach aber nicht umgekehrt also es ist
eine ganz wichtige
Position und im dritten nun zunächst
einmal bevor ich auf einzelne Positionen
eingehe ähm die Art wie sich heute ein
Bestseller gefällt nämlich die Umwertung
der todssünden zu eigentlich gelingenden
Lebensleistungen das kann ich mir nicht
verkneifen es entspricht natürlich auch
dem Zeitgeist zu sagen dass das alles
gar nicht so schlimm sei
ich nenne wenigstens den Autor aber
nicht den den den Titel sie sollen es
auch gar nicht
kaufen im Klappentext eines eben
erschienenen Buches von Simon lehem
einem Londoner heißt es verkaufsfördernd
Hochmut Habgier träghheit Völlerei
Wollust Neid und Zorn selbst Atheisten
betrachten diese sieben
Eigenschaften als Laster oder
Charakterschwäche doch die Wahrheit ist
Doppelpunkt wir alle sündigen wir tun es
die ganze Zeit da hat er absolut recht
doch keine Angst der Psychologe Lem
zeigt dass die sieben Todsünden nicht so
schlecht für uns sind wie wir vielleicht
denken denn Begründung sie können uns
klug erfolgreich und glücklich
machen mit Karl Kraus eine omage an Wien
ist man versucht solche Art
Psychotherapie für die Krankheit zu
halten die sie zu heilen
vorgibt unbeschadet das Seichtigkeit
womit hier einen einem hedonistischen
Zeitgeist gehuldigt wird müssen wir aber
tiefer
Zehen es gibt bedeutendere Vorläufer als
leem der wahrscheinlich auch rasch
vergessen wird aber tiefer zusehen heißt
dass man auf einen Namen wie Nietzsche
kommt den ich allerdings ungern in der
Nähe lahems nenne aber es muss wohl sein
jetzt nietzche entwirft nämlich eine
historische Genese des Gewissens also
genau jener Instanz die dieses abweichen
oder diesen slippery slope anzeigt und
diese Form in der wir letzten Endes in
eine Art selbstbestraft
übergehen und NS liest ja bekanntlich
ich werde das nur ganz im im Brennpunkt
darstellen Gewissen als Ausdruck der
Dekadenz einer denaturierten
Kultur es geht uns wahrscheinlich allen
sehr gut ein Gewissen ist Ausdruck einer
denaturierten Kultur mit anderen Worten
falsch gepolt n sieht in der
europäischen denkgeschichte ein falsches
ja und ein falsches nein am
Werke nämlich das bestimmt
vitalen Interessen in ein
fiktives Schuldverhältnis gebracht
werden es gibt eine Hinterwelt von
derher wir unsere Welt beurteilen und
dieser Hinterwelt fallen ganz bestimmte
Urteile gewissen lässt sich als Störung
bezeichnen und ein Wort Zitat gewissen
ist die Tiefe Erkrankung des halbtieres
Mensch al diese süffigen Formulierungen
den nikan ja
also ja es lohnt sich immer ihn zu lesen
weil er einfach gut formuliert die Tiefe
Erkrankung des halbtiges Mensch die Enge
der Sitte ist nun statt seiner
vormoralischen Instinkte eingetreten
stattdessen sollten wir das Heimweh der
Wüste kultivieren das heißt die Wüste in
der Raubtier auf Raubtier stößt und vor
allem einzelner auf einzelne ne Gewissen
verpflichtet uns ja immer im sozialen
also anderen wehtun ist dann wirklich
auch eine Form von Rückmeldung an uns
aber die Wüste kennt keine anderen also
die instinktmäßige
das instinktmäßige draufspringen auf den
anderen das wäre eigentlich die gegen
die Enge der
Sitte Natur ist hier zur Unnatur
geworden bei bei Nietzsche wir
stilisieren etwas hoch was es nicht gibt
das schlechte Gewissen ist die
folterstätte das Leiden des Menschen am
Menschen und jetzt kommt der
Gegenentwurf der ist wesentlich besser
als leahem natürlich auch
verführerischer Nietsche wiedder ruft
die Unnatur gewissen wird nun Willen zur
Macht also die berühmte Formulierung
Wille zur Macht heißt nun
selbstmächtigkeit des unentzweiten
Daseins Raubtier sein dürfen die Wüste
als der Aufenthalt des einsamen ich also
eine eine
grandiose bildlich Bildfolge gewissen
nun nicht mehr die vivektion die
selbsttierquälerei von Jahrtausenden
sondern die große Gesundheit und
Gewissen ist damit gestorben als die
große Gesundheit ist tun nach mir ist ja
also im Sinne einer Selbstregulierung
meiner Bedürfnisse wir wollen nun prüfen
äh wie klug erfolgreich und glücklich
nach LM das Überspringen des Gewissens
und das Einlassen auf die Sünde macht
ich werde zwei Todsünden herausgreifen
ich gebe aber jeweils auch eine
Strukturanalyse man kann es dann auf
andere übertragen und vielleicht ahnen
sie es es ist auf der einen Seite
Hochmut weil es als die wurzelsünde
überhaupt gilt also das muss man jetzt
beleuchten was das heißt
und Sie werden sich es auch wünschen die
Unzucht in der Stadt Sigmund freutz muss
man das unbedingt
tun also das geht dann eher gegen Ende
ne da wird's dann absolut spannend aber
mit Hochmut analysieren wir einmal die
Problematik die in der Hochmut steckt
die ur die berühmte Ursünde superbia
Hochmut klingt durchaus
lockend Übens keine dieser Sünden ist
von Anfang an sozusagen einfach
abstoßend sie bestraft sich auch
keineswegs so unmittelbar wie etwa die
Völlerei das habe ich schon gesagt also
nach zwei Stunden essen ist einem
wirklich einfach schlecht aber man kann
20 Jahre lang in im Hochmut verharren es
geht einem nicht unbedingt schlecht sie
kann ja auch in der Nähe zu
hochgemutheit stehen das deutsche Wort
ist noch nicht negativ seine anziehende
Eigenschaft mit einem hochgemuten
Menschen zu tun haben mit einem Menschen
der Selbstwertgefühl hat ist durchaus
befreiend Max schäller spricht auch von
einem seinsstolz
man kann in der Tat zustimmen es gibt
Menschen die die sich sozusag als
verbogen präsentieren in den man nicht
nur Minderwertigkeitsgefühl wittert
sondern eben auch sie stehen nicht
wirklich gerade im Leben und insofern
ist dieses Wort wie Hochmut zunächst mal
durchaus anziehend noch mal hochgemut
vielleicht aber gerade diese Nähe zu
einer angenehm berührenden Eigenschaft
führt zu einer der größten
Schwierigkeiten denn bei superbia
handelt es sich nicht um eine zu äige
Entgleisung einer eigentlich hohen
Haltung sondern eben um eine
grundsätzliche Verfehlung des Daseins
aus der andere Haltungen entspringen
aber wie man das aufdeckt oder wie das
wie das eingängig wird muss man
zeigen der hier gemeinte Hochmut
superbia ist nämlich deswegen kaum in
den Blick zu bekommen weil er eben zum
Verwechseln ähnlich sieht anderen guten
Möglichkeiten und daher beherrscht man
ihnen auch sehr
schwer und ich bringe eine erste
Definition um die eigentlich dann alles
kreist superbia heißt sein Leben als
habe Leben genauso lebt man es nämlich
sich auf den ersten Platz stellen und
zwar schon
naturwüchsig und das durchgängig sein
Leben als habe Leben Religionen wissen
es längst vor aller
Tiefenpsychologie Lebensgier und Angst
Schuld und Dasein ich sagen und du
ausschließen sind in ihrer Tiefe
unauflöslich miteinander verflochten ich
sag den Satz noch mal ich arbeite ja
nicht als Psychologin aber die das
Bewusstsein der alten Kulturen kennt
natürlich diese Probleme sehr intensiv
ich sag das noch mal lebensgear und
Angst Schuld und Dasein ich sagen und du
ausschließen sind in ihrer Tiefe
unauflöslich miteinander
verflochten der größte Kopf des frühen
Christentums
augustinus der einige dieser Todsünden
durchexerziert hat mit
Erfolg hat das verworrene Erbsünde
genannt jetzt kommen wir auf ein Begriff
der sowieso so so sozusagen mit so viel
Fragezeichen besetzt ist dass ich die
mal abräumen will spricht nämlich extrem
viel dafür und zwar nicht deswegen weil
es eine augustinische Erfindung ist
sondern weil alle Religionen hören Sie
bitte genau zu alle Religionen dasselbe
sagen mit anderen ausdrücken man
bedürfte überhaupt keine Religion wenn
diese urverfehlung nicht da wäre denn
sie hindert eigentlich den Zugang zum
Heiligen und was ist das was hier
hindert pascal hat formuliert wir sind
ohne das dunkelste aller Geheimnisse und
selbst das größte Rätsel das heißt wenn
wir von einem prinzipiellen Gelingen des
Daseins ausgehen können wir die
verschiedenen Entgleisungen nicht mehr
lesen insofern ist die Frage gibt es
nicht eine Entgleisung mit der wir auf
die Welt kommen sie können sich bitte
gerne festhalten aber ich möchte das
durchziehen jede Generation wird mit
einer Last in die Welt geschickt und das
hat mit einer genetischen Vererbung gar
nichts zu tun also mit Erbsünde denkt
man natürlich an Genese das ist Unsinn
aber es hat etwas zu tun mit dem
schrägen stand im Dasein und da erlaube
ich mir jetzt einige philosophische
Bemerkungen im griechischen heißt dieser
schrägestand hamartia ein Ausdruck den
übrigens Paulus beständig benutzt und
natürlich heißt das nicht Sünde sondern
es heißt
Fehlschuss es wird zum ersten Mal von
Homer verwendet im Sinne eben einen
Pfeil auf den Bogen Leben den Pfeil
abschießen und nicht treffen das ist
hamartia einen Fehlschuss tun das
Wichtige ist nun dass dieser Fehlschuss
nicht zufällig nicht gelingt sondern
überhaupt nicht
gelingt bei den Griechen ist Dasein
selber schon
hamartia das ist lang vor allem
Christentum Dasein hat immer schon eine
schräge aus der heraus ein eigentliches
Ziel nicht erreicht wird schauen wir uns
den Begriff Sünde an wir nehmen er mal
heraus aus dem moralischen
die geniale Etymologie des Wortes Sünde
heißt nämlich
Sonderung oder
Absonderung wir nennen wir nehmen eine
vormoralische Bezeichnung Sünde ist
Bruch von Beziehung
Punkt hat mit Moral noch gar nichts zu
tun Sünde ist Unmöglichkeit einer
Beziehung ich habe mich abgesondert ich
verbaue mich Selbstbehauptung und
eigensein dagegen spricht nicht dass ich
dann andere an mich heranlass aber immer
von der gesicherten Burg meines Ego aus
ganz
eindeutig was ist da dran böse
Fragezeichen ich halte die Antwort noch
auf aber zunächst mal diese Behauptung
Überhebung stolz
Hochmut sind nicht aktuelle fallsweisen
unser unsere Existenz sondern sie sind
etwas was uns beständig als Schatten
begleitet noch einmal der Punkt dass ich
sagen als eine Eingeborene Form unseres
Daseins und anders geht es noch nicht
einmal
die Griechen gehen soweit zu sagen dass
das sogar für die Dinge dieser Welt gilt
kommt der berühmte Satz des anaximanda
5es jahrundert vor Christus ich bewege
mich überhaupt nicht auf dem Boden des
Christentums jetzt einfach mal um das
Ohr aufzumachen um das Ohr aufzumachen
weil es hier Analysen gibt also da sind
es Analysen die so messerscharf sind
beim christenum klappt man die Ohren zu
weil man es sowieso schon weiß aber hier
weiß man es nicht und bei anaximanda
heißt das das der berühmte Satz den
heideger dann auch interpretiert hat die
Dinge bitte
weltdinge Strafen und vergelten einander
ihr Unrecht nach der Ordnung der
Zeit ich gebe eine minimalübersetzung
und dann ist sie aber auch
klar wo immer ein Ding
entsteht oder auch nur liegt oder eine
Pflanze wächst oder ein Tier ein jung
ein kleines Tier geworfen wird und
aufwächst dieses entstehen und sich
gestalten drängt not W nicht anderes
Weg wo ich bin kann ein anderer nicht
sein ist ganz
einfach wir wörtlich wo sie stehen kann
sich kein anderer
hinstellen weit entfernt vom modernen
unschuldsbewusstsein liegt auch die
eigentümliche Verstrickung von Pflanze
und Tier in Schuld völlig weit weg von
uns und Hörens es bitte zu es ist alles
nicht moralisch gesagt es ist eine
Existenzanalyse die wir jetzt machen und
die schärfste Daseinsanalyse übrigens
negative Art hat der historische Buddha
geleistet denn Dasein ist in sich
ungut in sich falsch und zwar nicht weil
ich persönlich besonders gemein bin
sonder die Art meines Daseins braucht
nimmt verziehrt um da zu sein muss Leben
leben verziehren Leben wütet gegen Lehen
leben wir essen wir trinken ohne zu
fragen ohne zu danken meistens das heißt
wir brauchen beständig Lebenskraft die
uns von anderen von anderen zugeführt
wird im bestenfalls Dank Ken wir aber es
ist noch nicht die Frage ob es uns
wirklich erlaubt ist das zu nutzen wir
leben von Fremden Tod ist ganz einfach
nachher auch beim
Mittagessen ja soll Ihnen trotzdem
schmecken verstehen sie es geht es geht
nein es ist ernst gemeint es geht nicht
darum jetzt zündenbewusstsein
einzuimpfen ja das ja völlig blöde also
im Sinne eines kopfeinziehens ist es nur
mal zu sagen dass neben uns ein Schatten
läuft den wir nicht nicht abtrennen
können das ist wichtig und das und dass
dieses sogenannte unschuldsbewusstsein
von dem wir schon durchdrungen sind von
allen alten Traditionen von Anfang an
widerlegt ist es stimmt einfach nicht es
stimmt nicht wir sind in einer Weise
eingriffig in das
Dasein s dass wir beständig andere
brauchen im besten Fall noch mal danken
wir aber im Normalfall fällt es uns gar
nicht einzudanken bedanken sich heute
Mittag beim Salat den sie essen ist auch
eine Variante Thomas von Aqu Queen sieht
darin eine discordia naturalis Eroberung
des eigenen Lebensraumes den ich gegen
anderen Lebensraum abschätzen abtrennen
muss Natur ist an Zähnen und Klauen rot
sagt das
Mittelalter es gibt viele Beispiele ich
ich möchte eines sagen und zwar weil es
wirklich riskant ist aber damit Sie
wirklich sehen wohin ich komme
Lebenskampf übt schon das Kind gegen die
Mutter so ist es schon Mutterschaft ist
eine solche ein solches gebraucht werden
das Kind ist selbstverständlich
unschuldig
selbstverständlich aber wir mal
herauskommen sozag aus dieser
romantischen naiven Betrachtung ein Kind
kann überhaupt nur wachsen schon im
Mutterschoß nur wenn es die Lebenskraft
seiner Mutter beansprucht Sel
verständlich fragt es nicht danach kann
nicht fragen und bis die erste bedankung
kommt ja das erste zahnlose Lächeln geht
sehr viel Zeit
vorbei unbekümmert landest du durch den
Schleier ihrer Schmerzen heißt es in
einem Gedicht das ist richtig
unbekümmert W nehmen unbekümmert Teil am
Leben ist auch richtig ich werde sie
auch entlassen mit einer unbekümmerung
aber die unbekümmerung muss durch eine
ganz bestimmte Reinigung gehen sonst
sonst stimmt das nicht es gibt keine
Ausnahme vom Gesetz andere Leiden zu
machen noch eine omasch ein
Altösterreicher namens Franz
Kafka in dem Prozess erfährt der
Angeklagte Josef K nie den Anlass seiner
Anklage lesen Sie es noch mal aber die
Ursache steht fest er ist einfach
schuldig
aus es gibt keine definierbare also
keine juristisch definierbare Schuld
aber er ist Schuld Punkt aus das geht
genau auf diesen Punkt wir sind mit
einer Selbstverständlichkeit auf uns
bezogen also unser ganzer Umkreis also
wir kreisen um uns habe ich jetzt
genügend
gesagt in dieses instinktive Gewebe
unserer selbsthabe und unserer
Selbstverteidigung wird jeder
hineingeboren und das ist unser Erbe das
ist das Erbe ist ganz einfach wie
sollten wir anders leben wie sollten wir
anders leben eben nicht es geht nicht
anders deswegen liegt in diesem Leben
selber ein Fragezeichen und achten Sie
drauf ich habe bisher nur philosophisch
interpretiert wirklich es ist nur eine
philosophische Interpretation allerdings
zitiere ich jetzt noch franz von Sales
unsere Selbstsucht stirbt eine halbe
Stunde nach unserem Tod jetzt gehe ich
in eine
religionswissenschaftliche Überlegung im
Sündenfall Genesis 3 ist die Sünde in
der Tat Absonderung also auch das wird
genau gesagt die Absonderung das
Anstreben des selbsteigenen Ursprungs
der Mensch sondert sich von seinem
Ursprung weil er selbst eigener Ursprung
ist und das ist ein interessanter Punkt
bemühe hilgard von Bingen denn die
Ursünde entspringt nicht einer Schwäche
das möchte ich ganz deutlich klar Maen
man ist nur versuchbar dort wo wirklich
eine elementare Versuchung ist man wird
nur da versucht wo man wirklich etwas
kann das heißt also wo gleichsam ein
kleiner überschritt genügen würde um in
eine andere Ebene zu kommen higard von
Bingen hat den hat den Sündenfall
gedeutet als Ausdruck einer großen Kraft
die der Mensch hat denn der Mensch ist
stark und eigenständig geschaffen und
das ist der Punkt an dem er zum zur
Trennung von seinem Geber verlockt wird
nicht an anderen Stellen als nicht da wo
nichts kann das ja blödsinnig mit Gott
zu wetteifern aber da zu wetteifern wo
wo selbst so etwas ist wie Autonomie
oder autarchie oder oder eben Stärke das
ist das eigentlich
Interessante die Berau am eigenen Licht
nennen sie
das die Berauschung am eigenen Licht als
sie in ihrem eigenen Licht erwachten
haben sie mich vergessen also hier
kämpft Licht gegen Licht verstehen sie
das das ist das interessante und
deswegen ist die
superbia sag mal so schwer zu bearbeiten
und wahrscheinlich stirbt sie wirklich
eine halbe Stunde nach unserem Tod weil
es eine lichtvolle Qualität ist weil es
etwas ist was uns zum Leben ermächtigt
es ist eine vitale Form mich erst einmal
im Dasein durchzusetzen sonst bleibe ich
sofort auf der Strecke aber wie kann das
dann eigentlich auch bearbeitet
sein in diesem Sinne noch ein Zitat von
hilligard sie wird sagen wir werden
daher weil wir uns von der Narbe
abtrennen also sie hat das Leben als
riesiges Rad und in der Narbe sind wir
gehalten aber wir wollen die Narbe nicht
mehr haben und trennen uns ab und wir
drehen uns von von uns aus und dann sagt
sie wir werden nun herum gewälzt ohne
festen Stand das ist das was sozusagen
das schwierige ausmacht also wenn man
sich von der eigenen sprünglichkeit vom
eigenen Ursprung entfernt weniger
technisch ausgedrückt der Mensch hält
sich nur wenn er von innen gehalten wird
aber was die eigene Problematik noch mal
angeht was wir zeigen müssen ist dass
eigenstand nicht degradiert wird wenn
ich gehalten werde ja das ist also die
die wir haben beständig diese Position
im
Kopf wenn ein andere mich hält bin ich
unselbständig das Gegenteil ist richtig
wenn die Narbe stimmt die Narbe meines
da Seins ja an der meine Energie sich
entfalten kann dann habe ich etwas was
nicht beständig in ins Leere rollt und
das werden wir gleich noch jedenfalls
zeigen wir wittern in zufließende
energiedemütigung als ein anderer der
mir etwas zuspielt hat sofortt im im im
Hinterkopf Macht über uns das ist eben
das was die superbia
behauptet der eifersüchtig
größere der sich immer in meinem dank
spiegeln will es kommen diese ganzen
Verdächtigungen die auch nietche
durchbuchstabiert hat auf ungeheure
Weise jemand der größer ist als ich kann
es nicht gut mit mir meinen die uralte
zweifelsucht ob der Geber die Gabe ganz
gegeben hat oder nur halb und immer
wieder tröpfchenweise nachschiebt und
mich beständig in diesem Gestus der
Unterwerfung hält oder gibt er mich mir
ja warum gibt er mir mich nicht ganz was
heißt hier überhaupt ganz und so weiter
in diesem Sinne reklamieren wir alles
was er uns frei zu leitet als die eigene
Erhöhung wir halten als Raub fest was
uns heiter und großzügig geschenkt
wäre es gibt übrigens noch eine fehlform
wir halten das Geschenk mit jener harten
Mühe fest die allem nicht schöpferischen
anhaftet selber machen selber leisten
das Rat bis zum Irrsinn in Drehung
halten weil wir uns aus der Drehung
heraus gefallen das scheint unser Leben
zu
sein unausrottbar der Verdacht noch
einmal letztes Mal
wo Gott ist kann ich nicht
sein er nimmt mir zu viel Platz weg da
ist nichts mehr an dem ich also ich ich
kann nur im der Haltung des Hundes ja
der dem Herrn zuwedelt existieren das
ist das
Problem ja ich schließe mit einem Zitat
von chesserton und dann gehen wir in die
Analyse was da dran wohl strukturell
stimmt und was da auch dann eigentlich
wirklich unglücklich macht
chesserton superbia oder stolz ist der
Zug nach unten in allen Dingen nach
einer wohlfeen Feierlichkeit man lässt
sich in selbstsüchtigem Ernst nieder auf
seinem Platz dabei sollte man sich in
fröhlicher Selbstvergessenheit
aufschwingen es ist viel leichter einen
guten Leitartikel für die Times zu
schreiben als einen guten Witz für
Punch PCH ist das ist die Satire Zeitung
die es bis heute gibt die Feierlichkeit
tropft nur so aus den Menschen aber das
Lachen ist wie ein Sprung es ist leicht
schwer zu
sein aber schwer leicht zu sein
Satan fiel infolge seiner
Schwere also Selbstbehauptung als der
Zug auf meinem Platz jawohl also richtig
in Mir gegründet und dann können die
anderen schon kommen ja aber ich habe
meine Burg von der her ich nicht mehr
herausgehen muss fünfter Punkt meine
Strukturanalyse Sünde als
Selbstverneinung das ist jetzt
nachzuzeichnen also was ich bisher
aufgewiesen habe ist ja ein Form
von naturwüchsiger egoität
Narzissmus also nicht jetzt in seiner
sozusagen krankenform sondern etwas was
uns naturhaft begleitet aber jetzt die
Frage was liegt daran an
Selbstverneinung erinneren noch mal
daran Sünde heißt wörtlich vormalisch
Absonderung und Hochmut ist die
grundsätzliche Absonderung zunächst
einmal jenes ich
Ego das sich eigentlich natürlich schon
Beziehungen leistet das sei ja nicht
abgestritten aber wenn sie dann wirklich
den Hochmut übergeht Beziehungen
zerstört und damit glaubt sich selbst zu
gewinnen und das heißt aber Schwächung
und und Spaltung unserer unsere
Existenzform die Grammatik des Hochmuts
können wir zusammenfassen statt Dasein
für und Dasein mit dasin als Relation
als ein hin und her als ein Schwingen in
Beziehungen statt Dasein für und Dasein
mit nun mehr ein ich sein das heißt
jetzt wird die Welt bereits eng statt
sich gegeben sein
im Sinne von chesseron heiter und leicht
ich bin mir gegeben ich bin mir selbst
Gabe ja ein ans sich reißen also ich
muss n das Leben aus mir heraus
hochstemmen man bekommt ja eben nichts
geschenkt das ist das
Problem statt oder jetzt noch mal auf
die Sexualität die ich gleich noch nehme
statt Integrität des Geschlechtes seine
Dinglichkeit es geht mir dann im
Geschlecht um meinen Genuss und der
andere wird dann zum Objekt meiner
meines
selbstgenusses in diesem Sinne wählen
die Ureltern paradigmatisch das sich
machen sich
machen also noch mal den Ernst des
Dasein in dem ich für mich selber
kämpfen muss dem alles was ich leiste
sich letztenendes bei mir niederschlägt
die todbringende Beziehungslosigkeit und
sie wird ja dann ausbuchstabiert
äh die Kündigung zum Ursprung das heißt
also diese zufließende Energie wird Gott
gegenüber ab
abgeschafft das Ungleichgewicht zwischen
Mann und Frau ist eine dieser folgen
dann kommt der Brudermord das ja alles
wunderbar ausbustabiert das heißt immer
wieder Spaltung immer wieder abgetrennt
und letztenendes die sindfluterzählung
die götzenhafte Hybris der Stadt die
Stadt hat in der Antike eine sehr
ambivalente Bedeutung Stadt ist auch
Abschottung man kann auch als Kollektiv
egoistisch sein
selbstverständlich also nicht nur es
gibt auch die den Egoismus zu zweit das
gibt es deutlich das können wir
jederzeit sehen auch an unsel
es gibt auch den Egoismus des Kollektivs
aber immer etwas was dann andere
ausgrenzt und von daher ist der Satz
meine ich peinlicherweise
richtig das Hochmut selbstbehinderung
ist warum warum sein Leben als ha leben
meint automatisch sich von der
urrelation auszuschließen und die
urrelation heißt ich habe mein Leben von
einem anderen empfangen unter anderem
von meinen Eltern von sehr vielen mehr
sogar von meinen Ureltern also hier
kommt eine unglaubliche Kette in der ich
selber bin ich habe nicht gewollt dass
ich da bin ich bin überhaupt nicht
gefragt worden also noch mal das Leben
scheint eine Gabe zu sein aber ich habe
sie eine habe in einem Punkt den ich zu
verteidigen habe
umgeändert und schließe jetzt Leben aus
in seiner
Ursprungsform Martin Buber hat diese
noch mal eine omage an Wien Martin Buber
am du gewinnt sich das ich da führt
überhaupt kein Weg vorbei am du gewinnt
sich das
ich nicht am
ich die Reflexion ist übrigens das
wenigst interessante an uns am bloßen
ich geht das ich zu Grunde sagt Karl
Jaspers Dante nimmt für das Bild der
Hölle nicht das Feuer ist ganz genial
son in der Mitte der Hölle ist Eis das
drückt das viel besser aus als das Feuer
weil das Eis jede Bewegung ver unmöglich
das Dasein ist gefroren eine Einsamkeit
die sich nicht mehr bewegt absolut
stimmiges
Bild Apokalypse entfaltet für diese
selbstqual des Hochmuts nachdenkenswerte
Bilder sind Bilder des Grauens ich
möchte eigentlich nur eines hervorheben
geläufig ist uns dass die Strafen von
außen treffen das tropft ja auch in der
Apokalypse vom Himmel das brauche ich
jetzt nicht wiederholen aber die
eigentlich interessante Strafe wird
ürigens zweimal auch vorgetragen
ist immer auf der aufgipfelung also
nicht wenn das mehr rot wird wie Blut
das sind ja alles noch Dinge die Außen
bleiben nein wenn die Menschen dann von
Tierwesen geplagt werden und das sind
gar nicht mehr Tiere von außen sondern
das scheint etwas zu sein was den
Menschen in seiner tiernatur selber
aktiviert Skorpionen gleiche Stiche die
den Menschen nun zugefügt werden die
Macht der fabelartigen Tiere also noch
mal das ist das Tier ist nicht etwas was
außen kommt sondern in mir selber ist
etwas was mich jetzt verletzt und zwar
sind es Tiere in Apokalypse
9 die beißen nicht nur mit ihren Köpfen
sondern sie sie schl en mit ihren
schlangenartigen Schwänzen auch zu also
man ist von vorn und von hinten bedroht
also man ist geradezu
eingekesselt das heißt die Unnatur der
Sünde plagt und verletzt uns
intensiv das sind nicht einfach Bilder
sondern es sind in
einer deutlichen Anknüpfung an noch
einmal das was alte Kulturen prinzipiell
wissen die unnatür der die unnatür
Unnatur der Sünde ist eigentlich das
beziehungslose und damit die selst
Verletzung das Einschließen in sich
selbst und das kann natürlich dann
absolut krankhafte Züge haben wir
bleiben aber mal dabei dass es uns
zunächst einmal auch naturwüchsig
begleitet ja in den Fehlformen haben sie
das in der Therapie aber in der
Normalform haben wir das auch
wahrscheinlich eingedämmt durch Ethik
einigermaßen oder auch durch ja was was
denn also durch durch verschiedene
Erfahrungen in die in den wir merken
dass wir ohne die anderen nicht sein
können aber
prinzipiell ist das schon das
eigentliche pro also die
wurzelsünde und ich schließe hier diese
Passage mit dem Satz die Tore der Hölle
werden von innen
zugehalten das das was Dante auch
schildert von innen zugehalten nicht
dass von außen nicht jemand eindringen
möchte aber der der im Eis erfroren ist
hält die Tore von innen zu er will er
will keine Beziehung haben Sünde als
Lüge noch mal die Sonderung als Lüge und
Lüge heißt im griechischen Pseudos
was wir als verfangenheit
in eine solche Haltung Empfinden ist
also in einer anderen Hinsicht noch
einmal ein
Pseudos noch mal Augustinus weil einfach
eine eine Augustinus kommt als
gebranntes Kind aus dem Feuer und
deswegen hat eine andere
Durchschlagskraft als wenn man andere
Kirchenväter fragt die das etwas aus der
Ferne tangieren ja aber Augustinus ist
durchs Feuer gegangen durch Feuer und
Wasser und Augustinus weiß etw was von
Pseudos und hat davon gesagt dass das
was wir normalerweise praktizieren als
Sonderung keine Wirklichkeit ist und
keine Wirklichkeit aufbaut das leuchtet
zunächst mal unmittelbar
ein keine Wirklichkeit weil wir uns in
eine Schein autarchie zurückziehen oder
eine scheinselbsthabe werden wir doch in
Wirklichkeit beständig in Beziehungen
leben müssen Leben geht gar nicht
anders in diesem Sinne ist das Böse bei
Augustinus
die eigentlich m Aufblähung zur Lüge ein
zu widerwirken gegen das Gute wir
glauben nämlich etwas uns holen zu
dürfen nämlich Leben holen zu
dürfen und in dem Sinne glauben wir
etwas Gutes zu tun wenn wir uns leben
zuführen auf Kosten auch der anderen in
Wirklichkeit zährt das was wir tun an
der Kraft unserer selbst das heißt wir
schneiden uns damit auch automatisch vom
Zufluss ab also wenn ich die Kanäle der
ander dann Energie eines anderen
Menschen auf mich lenke wde andere
irgendwann mal die Kanäle auch versiegen
lassen ja es ist einfach Schluss dann
muss ich auch schauen wo ich bleibe muss
ich andere Menschen anzapfen also an
dieser Stelle liegt etwas wie eine
Aufblähung des Bösen er nennt sie
insofern die Beraubung privao Bonny die
Beraubung des Guten durch das Böse aber
um das aus dem sozusagen aus dem
Verdacht herauszuholen dass das jetzt EE
ganz schwache Beschreibung des Bösen
sein meine ich im Gegenteil es ist eine
sehr gute es trifft den Kern der Sünde
dass sie ihre Macht nur unter gelehener
Maske ausführen kann es gibt
wahrscheinlich sehr wenige Menschen die
von von sich aus böse sein wollen
brauchen wir jetzt mal nicht
unterstellen noch jeder Mörder hat einen
Grund zu morden noch jeder Ehebrecher
hat einen Grund eine andere Frau schöner
zu finden als die eigene es gibt Gründe
es gibts einleuchtende Gründe auch
rationalisierbare Gründe ist gar kein
Thema das heißt man tut nicht das böse
weil es böse ist das ist unsinnig
sondern man tut ist weil es aus der
sozusagen aus dem naheliegenden
aus dem nahiegenden guten erscheint
warum soll ich mir nicht Lebenskraft von
einem anderen
holen in diesem Sinne gehört zur Sünde
strukturell eigentlich nichts eigentlich
merkwürdigerweise nichts sie bläst etwas
auf aus einem guten Kontext und verdreht
ihn aber strukturell muss man so sagen
die Behandlung also jetzt ich spreche
jetzt nicht von der therapeutischen das
übersteigt mich aber von dem was
religionenwissen heißt es dass man das
Böse auf seine eigentliche Dimension
zurückbringen muss und zwar das heißt
auf nichts es bringt nichts es wirkt
nichts es beschätigt nur es hat wirklich
keine elementare Zuführung von
Lebenskraft in diesem Sinne ist der
Geist der Lüge der Geist des Nichts ein
Scheinleben und hier setze ich ein mit
der
Sexualität der Schein der Schein unserer
erschlichenen Lebendigkeit wird ins
Besondere an der luxuria
deutlich ich benutze noch einmal kurz
die Apokalypse 14 die große
Babylon wenn man den Text genau liest
istich immer schon zu nichte es ist
eigentümlich natürlich wenn man den Text
liest ist schautt ein ja furchtbar aber
die Botschaft des Textes Heß eigentlich
der erste Ruf mit dem Babylon auftritt
und zwar die unsüchtige schlechtthin das
ist einfach sozusagen die überhaupt
also die Geschlechtlichkeit in ihrer
vollständigen Entgleisung der erste Ruf
heißt gefallen gefallen ist die große
Babylon da ist sie noch gar nicht da sie
ist aber schon gefallen noch seltsamer
ist dass das Tier das auf der Babylon
sitzt zwar Vergangenheit und Zukunft hat
aber keine Gegenwart Apokalypse 17 also
das Tier ist noch mal die Verdichtung
das heißt das Tier gefällt sich mit dem
Ausmalen des Erlebten wie war es so
schön als ich das damals genoss und der
Fiktion des kommenden es soll ja wieder
großartig sein was kommt aber
offensichtlich was gegenwärtig geschieht
reizt nicht sättigt nicht und sollte
noch größer noch packender und noch
taumelnder sein eine ganz interessante
Struktur das heißt der Augenblick der
des sündigens ist eigentlich auch wieder
ungenügend also man erinnert sich an
schönere Sünden und hofft dass man noch
schönere Frauen trifft als gerade die
die man jetzt eben hat oder Männer ja
ist ja klar also im Genuss verschmacht
ich nach Begierde aber es gibt keine
Gegenwart der Sünde es finde ich einen
tollen Gedanken weil nämlich wirklich
die Nichtigkeit also ist nicht wirklich
es hat keine wirkliche Sättigung
ausdrückt und das wird sichtbar im
Pseudos vor allem der
Wollust Liebe ist zweifellos die
Beziehung schlecht hin auch wenn sie
paranoide Züge trägt wie gerade
ausgeführt wurde als die Extase hat ja
immer paranoide Züge aber die Liebe ist
an sich natürlich überhaupt Beziehung ja
und in der Unzucht wird sie nur zur
krassen Selbstbeziehung und jetzt tritt
das ein was wir vorhin an der am Hochmut
gesagt haben krasse Selbstbeziehung ich
versuche mein Erleben zu steigern ich
nehme aber den anderen als Ding als
Objekt kant hat nicht sehr viel Humor
gehabt aber er hat eine Stelle
wahrscheinlich unfreiwillig ironisch
oder
sarkastisch als Jurist hat er einmal
formuliert was die Ehe sei die Ehe sei
der Besitz der gegenseit der
gegenseitige Besitz der
Geschlechtsorgane des
anderen vielleicht ist ihm gar nicht
aufgefallen was er gesagt hat aber das
ist genau der Punkt das ist nicht ehe es
ist nicht ehe es ist wirklich Besitz
eines Unterleibes durch einen anderen
Unterleib und das heißt ja ganz genau
noch einmal dass die Unzucht genau das
Problem hat dass der Hochmut auch hat es
geht mir um mich vollständig exklusiv
und dann brauche ich einen anderen der
mich hier
bedient damit kann man aber sehen dass
gerade der Verdacht der immer geäußert
wird dass spezifisch die Kirche von der
unsucht nichts verstehe weil sie immer
an die erste Stelle setz und das sei ja
auch nicht so äh hier nicht stimmt
sondern an der ersten Stelle steht
wirklich der Hochmut der Hochmut ist
dasjenige was dann in dieser schnellen
Entgleisung natürlich auch zur
selbsthabe im Geschlecht führt und wir
kennen heute einen Nachbau des
erotischen ich verweise sie auf einen
Autor der heißt Michelle Orie ich kann
das nicht ausführen ich habe es aber
kleiner Werbeblock unten in einem Buch
ausgeführt
als in der Verzeihung des unverzeilichen
Fragezeichen der Nachbau des erotischen
ist heute übrigens vollständig möglich
ich brauche gar keinen Menschen mehr au
spricht davon und zwar jetzt vom Pseudos
vom Nachbau einer Maschine die alles
kann was ein Mensch kann einer
erotikkabine in der sich dreidimensional
unter den Fingern ein Mensch entfaltet
er spricht von einem Mann also entfaltet
sich eine Frau die Simulation des Lebens
er kann diese Frau genießen mit
Knopfdruck verschwindet sie wieder er
muss sich auch nicht schämen es geht die
Maschine hat keine Resonanz hier aber
kann alles haben was er haben will
Schluss aus also tolle Vision und wir
sind auf dem Weg dazu das wissen sie
führt das nicht aus
das Böse ist die Lüge man erlügt sich
leben aber die Maschine hat keines und
trotzdem machen wir das es scheint zu
sein dass wir uns alles abholen können
was uns selber in diesem Sinne tiefst
befriedigt aber was ihr dann sagt es ist
die Lehre die reine Abwesenheit das
Radikal böse heißt ich treffe niemanden
mehr tolle Analyse Michelle la ist ein
französischer phologoge ich treffe
niemanden mehr ich brauche niemanden
mehr ich brauche in der Unzucht
niemanden mehr ist das ist genau das Eis
um das es geht
Ende wie kommt man aus diesen Positionen
heraus also ich habe jetzt nicht
therapeutische Antworten das steht mir
nicht zu ich spreche auch nicht von
extremen Entgleisung ich spreche
eigentlich nur von dem was uns vom
Dasein her sozusagen beständig als als
Lockung bedient und auch als Lockung
beantwortet wird die erste Löschung des
nichtigen ist die nicht Beachtung ist
ein großer geistlicher Rat ich weiß
nicht wie man den therapeutisch umsetzt
also ihre Klienten werden das sicher
nicht gleich am an Anfang brauchen
können sondern viel handfestere Dinge
aber aber geistlicher Rat Erfahrung
nicht Beachtung keine Anerkennung keine
Aufwertung des Bösen
ignorieren um es mit Karl Valentin zu
sagen nicht einmal
ignorieren also eigentlich die
Aufwertung heißt ja dass ich es ernst
nehme und dann beginne zu kämpfen und
damit verstärkt sich etwas ja das ist
ganz merkwürdig ich darf hier ganz kurz
guini zitieren weil ich ihn klassisch
finde alles was den Charakter des
unklaren und fesselnen hat wegschaffen
alle Gefühle der Angst des Grauens des
gebannseins der geheimen Lust am dunklen
zstörenden unnatürlichen nichts hat das
Recht uns zu ängstigen letztlich hat
auch nichts die Macht
dazu die Frage ob das stimmt aber glaube
das ist ein Geistlicher Rat auch hier
habe ich mehr Zitate es ist ganz
klassisch geht von Kian an von den
frühen wüstenvätern die die ih
sinnigsten Visionen hatten sie kennen ja
noch diese fantastischen Malereien auch
von von Bosch also die da treten ja
sämtliche Sünden auf einmal auf ja und
die eigentliche Position heißt
eigentlich burus um den Kopf und nicht
hinschauen
Feierabend aber Augenblick wo ich
beginne zu antworten ist ist vorbei
zweiter Punkt und damit Ende zweite
Löschung des nichtigen zurücksenden ins
Nichts aus dem sie gekommen sind das ist
jetzt aber ein Akt der in die Therapie
übergeht ich erlaube mir etwas von
chrentum zu sagen weil ich meine dass es
etwas davon versteht
beten in jeden in jeder Messe wenn Sie
ausführlich vor allem im Eingangsbereich
gelesen wird um ein Vergebung der Sünden
das heißt aber wörtlich in der Präzision
des Lateinischen indulgenzia absoluzio
et remissio im deutschen wird es falsch
übersetzt viel zu flach völlig nicht
sagend hört auch keiner hin Nachlass
Vergebung und Verzeihung Nachlass ist
richtig das ist ein Ausdruck aus der
Bank ich muss muss nicht alles
zurückzahlen also indulgenz ist in
Ordnung absoluzio heißt ich werde gelöst
davon aber jetzt kommt der eigentlich
interessante Punkt heißt remissio heißt
die Sünden werden zurückgeschickt wohin
in das nichts aus dem sie
kommen was heißt das es ist unglaublich
erregend sowas mal durchzubuchstabieren
es gibt ein Nichts in dass ich was
zurückschicken kann das tue ich aber
nicht von mir sondern das ist jetzt
etwas was mit Vollmacht verbunden wird
es gibt eine Institution die eine solche
Vollmacht hat gewissermaßen mit der
Nadel in den Luftballon zu stechen es
kommt die Luft heraus und damit hat sich
das zurückchicken remissio ein
objektiver Vorgang der heißt dass das
Böse in seiner
nichtswürdigkeit und in seinem Schein
den es aufgebaut hat auf sein gar nichts
zurückgeführt
wird übgens dann die Formel die
gesprochen wird es ist nicht mehr
wörtlich es ist dann nicht mehr im
falschen Nachbau des Lebens dann die
wirklichen Sehnsüchte und das wirksame
Leben aufzuspüren die Leere und dumme
Selbstzerstörung des Lebens
aufzudecken kommt die Formel Leben nicht
als
habe zu verteidigen sondern als
Gabe zu leben letzter Satz ist ein
solches Leben aus Fülle ohne Angst und
Gier denkbar Fragezeichen zu dem Satz
gehörte die
Antwort es ist der Glaube jetzt komme
ich zu der eigentlich wirklich meine ich
heilenden Kraft wenn man wirklich
glauben entfaltet einsichtig macht ich
spreche vom christlichen Glauben es ist
der Glaube der unsere
selbstbesessenheit mit dem Leben Gottes
tauscht gratis ekonamore heißt die neue
Melodie sie hat immer schon so geheißen
von Uranfang heißt sie so aber
dazwischen steht genau unsere Blockade
gratis konamore darin werden unsere
Angst wird unsere angstvolle Abschottung
überströmt von etwas was Gnade heißt
Fressen und Gefressen werden wird ab
eingetaucht in flutendes
Urleben die Antwort auf unsere
Lebensgier heißt freiwillig souverän und
mit geöffneter Hand wir wissen sogar mit
geöffnetem
Herzen man kann sich angstlos lösen
lassen das was mich beständig besetzt
ins Nichts zurückschicken lassen gibt es
das oh fröhlicher Tausch oh fröhlicher
Tausch kann man das eintauschen kann man
das noch mal selbstbesessene mit diesem
also Leben als habe oder Leben als Gabe
Leben zum Trost auch unter unseren
Haltungen liegt noch Glut jetzt kommt
der allerletzte Satz John Henry new 19
Jahrhundert weiß all das lehrte ihn auch
an den schlimmsten Sünden nicht zu
verzweifeln sondern scharfsichtig zu
sein um den Funken des Glaubens auch
unter verdorbenen Lebensgewohnheiten zu
entdecken und sich in die verschiedenen
Versuchungen hineinzudenken denen
Menschen Natur ausgesetzt ist auch unter
der Sünde liegt noch Glut vielen
Dank