Herausforderung Familie: Wie Unterschiede zur Stärke werden (Vici & Raphael Bonelli)

RPP Institut
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40 Videoaufrufe·12.01.2025
Schönen guten Abend.
Grüße euch alle miteinander.
Möchtest du vielleicht ein bisschen was sagen über Ergänzung,
Männlichkeit und Weiblichkeit?
Bist du da inspiriert?
Ich meine, ich finde sehr interessant,
du hast ja wirklich viel Zeit und Nerven in dein Buch
»Investiert Mann und Frau«
und sehr viele Studien da reingepackt,
der Unterschied zwischen Mann und Frau.
Ich finde es einfach sehr interessant,
das Ganze dann auf Vater und Mutter umzulegen.
Also eben, dass der Papa und die Mama
eben logischerweise auch anders ticken,
weil sie eben als Mann und Frau anders ticken
und sich da gut ergänzen können.
Genau.
Immer wieder als Inspiration zu nehmen, finde ich.
Jeder andere, der reagiert jetzt ganz anders,
als ich das tun würde.
Und das mal prinzipiell positiv zu sehen,
das ist eine Herausforderung.
Aber eine Bereicherung, glaube ich,
für die Ehe und für die Kinder.
Ich finde das faszinierend,
wie sehr die Kinder wahrnehmen,
dass wir verschieden sind.
Also wie sehr die eben Väterlichkeit und Mütterlichkeit
oder Männlichkeit und Weiblichkeit
wahrnehmen und spüren können
und wie sehr sie das auch teilweise dann formulieren.
Also das ist überhaupt keine Nebensächlichkeit,
sondern das ist für die natürlich sehr spürbar.
Das muss man ja künstlich wegdividieren.
Im Normalfall ist es eine Wahrnehmung
von einem Bruchteil, von einer Sekunde,
dass man sieht, dass jemand ein Mann oder eine Frau ist.
Das muss man ja künstlich wegretuschieren,
wenn das nicht so ist.
Und die Kinder spüren das natürlich genau.
Und sie unterscheiden sehr stark zwischen Papa und Mama.
Und ich kann mich erinnern, der Älteste,
da waren wir mal in Dresden, glaube ich,
und da gibt es irgendwo in einem Museum
oder irgendwo, wo ich geredet habe,
in einem Festsaal,
gab es so tolle Decken-Gemälde.
Also die waren alle nackt.
Und dann hat er zu den nackten Frauen immer gesagt Mama
und zu den nackten Männern immer Papa.
Aber da war er ganz klein.
Da konnte er gerade Papa und Mama sagen,
aber das kriegen die sofort einmal raus.
Jete, wie kann man die Harmonie innerhalb der Familie bewahren
zwischen dem Stress, Schule, Haushalt,
außerhäusliche Erwerbstätigkeit, Kinder und so weiter?
Wie kann man Harmonie in der Familie bewahren?
Trotz allem Stress.
Ich glaube, da kannst du wirklich viel sagen,
weil Stress ist tatsächlich ein Thema, das wir kennen.
Gut, ich glaube, das ist eine generelle Einstellung,
die man sich aneignen muss.
Ich nenne es mal die Widerwärtigkeiten des Alltags.
Da ist die Waschmaschine wieder kaputt
und da muss man jetzt das Auto zur Reparatur bringen
oder das Lernen für die Schularbeit.
Das hat jeder bis zu einem gewissen Grad.
Und ich glaube, es macht sehr viel aus,
wie ich an diese Dinge herangehe.
Weil natürlich kann man sich ärgern.
Es nützt nur meistens nicht sehr viel.
Und ich verstehe gut, wenn man sich ärgert.
Ich muss mich auch immer wieder ärgern,
wenn mal wieder etwas kaputt ist und ich mir denke,
bis da jetzt wieder jemand kommt und das repariert
oder wieder nicht findet, was kaputt ist.
Es ist mühsam.
Es gibt immer wieder so Dinge im Leben,
die super mühsam sind, wo man sich denkt,
eigentlich hätte ich etwas anderes, Besseres zu tun.
Aber ich glaube, es geht darum,
das als sportliche Herausforderung zu nehmen
und immer zu bedenken, dass die Kinder dadurch lernen,
wie meistere ich die Schwierigkeiten des Lebens.
Also sie werden sich sehr gut merken,
wie reagieren Papa und Mama auf solche Schwierigkeiten.
Und ich denke, dass sie dann auch sehr schnell lernen,
mit einer gewissen Gelassenheit da ranzugehen.
Was wir auch immer tun, immer wieder,
ist, dass wir uns entschuldigen.
Auch bei den Kindern, wenn wir genervt sind
und sie das dann abkriegen.
Das ist, glaube ich, ganz wichtig.
In der Partnerschaft ist es wichtig
und bei den Kindern ist es auch sehr wichtig,
dass sie das lernen.
Dass es dazugehört, Fehler zu machen,
aber dass man dann auch die Größe haben muss,
eben zu sagen, tut mir leid, das war jetzt überzogen
oder ich bin zu nervös.
Man kann auch echt unterscheiden,
wenn es eine berechtigte Kritik ist.
Wenn das Kind, keine Ahnung,
jetzt schon seit fünf Stunden
irgendetwas nicht erledigt hat,
was eigentlich wirklich dran gewesen wäre.
Und man dann vielleicht die Nerven verliert
und ausflippt, dann kann man sagen,
im Nachhinein, schau mal,
der Ton, wie ich das gesagt habe,
war nicht in Ordnung
und dafür möchte ich mich entschuldigen,
aber der Inhalt war in Ordnung.
Ich habe mich darüber geärgert
und ich ärgere mich nach wie vor darüber
und daran bitte, das war nicht in Ordnung.
Ich glaube, das kann man sehr gut trennen.
Denken Sie, dass ihr seelenverwandt seid,
weil ihr euch so gut versteht?
Das ist eine sehr interessante Frage.
Was denkst du darüber?
Ich habe da eine Meinung.
Aber was sagst du?
Sind wir seelenverwandt?
Ich fange mit dem Begriff irgendwie
nicht wirklich an, seelenverwandt.
Also ich glaube,
dass wir uns inzwischen sehr gut kennen
und generell vom Naturell her gut harmonieren.
Aber was sagst du zu seelenverwandt?
Es gibt Leute, die sagen,
um ein emotionales Bild zu malen,
also wir verstehen uns wahnsinnig gut,
damit kann ich gut,
aber es gibt halt Leute,
die das auch irgendwie so,
ich weiß nicht, esoterisch,
spirituell sehen, das seelenverwandte
und da bin ich nicht ganz happy.
Also da gibt es ja Leute, die sagen,
wir sind uns schon mal begegnen
im früheren Leben,
also da bin ich nicht dabei.
Ich würde eher sagen,
wir ergänzen uns wahnsinnig gut
und das war von Anfang an so,
würde ich sagen,
dass wir einfach,
ich würde das eher mit,
die Chemie stimmt halt einfach,
es funktioniert einfach,
wir haben wenig
Sollbruchstellen
oder Themen,
wo wir uns wirklich anstrengen müssen,
wo es irgendwie clashen könnte
und die wenigen
haben wir im Vorfeld
in der Verlobungszeit
irgendwie ganz intensiv
bearbeitet und wir haben die gut
ausgesprochen, sodass
ich würde sagen, warum wir uns so gut
verstehen, hat schon auch viel
damit zu tun, dass wir viel Beziehungsarbeit
geleistet haben und
dass wir
eben auch, dass
unsere Werte extrem ähnlich
sind, also wir haben ja diese Wertepyramide,
die die Vicky so schön
in ihrem Buch dargestellt hat,
das habt
ihr ja sicher schon,
die meisten von euch kennen das,
Vollzeitmutter, hier
ist der Link und hier
könnt ihr bestellen, Vollzeitmutter
hat eben diese
Hierarchie und an der Spitze der
Pyramide steht Gott, wer
spricht göttliches Prinzip und da
sind wir sehr synchron und
sehr ähnlich und da möchte ich was
erzählen, was wir erlebt
haben jetzt am Wochenende, wir waren bei einer
Familie in
München mit 10 Kindern
und
für mich war das extrem
faszinierend, nämlich
wie diese ganze
Familie in sich
funktioniert hat, also mit welcher Harmonie
und mit welchen Respekt, die miteinander umgegangen
sind und
man hat
gemerkt, also Mann und Frau
sind ganz verschieden, auch teilweise
von den Interessen her
oder vom Wesen her,
aber sie haben sich so extrem gut
ergänzt, also sie ist Hebamme und
er ist Techniker, also die waren wirklich
innerlich
sehr weit weg,
aber sie haben sich super ergänzt, weil
sie eben so einen großen
gemeinsamen Nenner haben, nicht kleinen, sondern
einen großen gemeinsamen
Nenner und ich glaube, das ist ihr Geheimnis,
oder? Ich meine, es sind zwei
tiefreligiöse Menschen,
und man wirklich spürt, dass sie
das echt glauben und
leben, oder?
Ja, das ist immer wieder beeindruckend,
wenn man da ein bisschen
reinschnuppern darf in
andere Familien und sehr
inspirierend für mich, auch
lehrreich,
man kann
das zwar meistens nicht
eins zu eins umsetzen, was einem gefällt,
aber es ist sehr inspirierend, also
nicht unbedingt,
also ich glaube,
Vergleich per se ist eher
was Negatives, oder meistens
kommt nichts Sinnvolles raus, aber
Inspiration ist schon sehr bereichernd.
Also wir haben ja
viele Familien,
Kenny, oder ich habe dir viele
christliche Familien vorgestellt im Vorfeld,
also meine Freunde, weil ich hatte natürlich
schon ein bisschen
mehr Freunde und hatte
da vernetzt, du hattest auch viele Freunde,
aber eben woanders,
und ich hatte halt
viele Familien, also viele
Freunde, die schon eine Familie hatten und teilweise
große Familien, und den Eindruck,
den das auf dich oder auf uns gemacht
hat, das hast
du nie vergessen.
Und du hoffst
jetzt, dass dieses Buch, das du jetzt
geschrieben hast, auch sowas
vermittelt, weil wie der Verleger
das erste Mal der Vicky gesagt hat,
können sie nicht ein Buch schreiben,
dann hat sie mit großen Augen angeschaut
worüber, ich meine, ich lebe hier
Normalität, also ich habe jetzt keine
Patienten, keine große
Theorie, ich lebe einfach mein Leben
und er fand das aber so spektakulär,
dieses normale Leben.
Und ich glaube, das haben
wir auch erlebt bei vielen
Familien,
mit denen wir heute befreundet
sind und wo du
dich dann auch
austauscht
und wo du auch in freundlichem Kontakt bist.
Also natürlich, ich glaube, was man
überhaupt nicht kennt, da kommt man gar nicht
auf die Idee, dass es das gibt
oder dass man
sich auch vielleicht
so leben möchte. Also
Vorbilder oder eben Inspiration ist schon
genau
ist schon was Wichtiges.
Haben sie eine Tradition von
Singen und Tanzen?
Also wir tanzen
beide sehr gerne.
Mein Mann tanzt sehr gut.
Wir haben ein paar Tanzkurse
auch gemeinsam gemacht.
Also Standardtanz,
bis Gold sind wir gekommen
und dann
haben wir
eigentlich immer ein Baby dazwischen bekommen,
eine Tanzpause gemacht und wieder
den Goldkurs gemacht. Also für
die wenigen Wiener, die zuhören, wir waren beim
Elmayer, also ich war sowieso
jahrelang beim Elmayer,
aber ist schon eine Zeit lang her und wir waren dann
gemeinsam in so paar Kursen beim Elmayer.
Einmal sogar eine Lehrerin
alleine, glaube ich.
Ja, wir haben auch mal
mit dem Maxi Kosi
daneben gesessen.
Ja, das ist was sehr Schönes.
Und singen tun wir auch gerne.
Singen tun wir gerne,
aber wahrscheinlich
zu wenig.
Also ich meine, wo es dann halt wirklich aufpoppt,
da sind wir, Advent und Weihnachtszeit,
da nehmen wir uns noch mal
bewusst Zeit,
am Adventkranz zu singen.
Ja,
also die zwei Kleinen sind
besonders musikaffin, also die
kann man mit Musik besonders erreichen. Wir waren
ja jetzt eben in München
und da sind ja schon vier Stunden
und wir sind fast sechs Stunden
gefahren, weil wir dann noch eine Pause gemacht haben
und ich einen Fehler gemacht habe.
Und am Ende waren die schon ein bisschen hippelig
und dann haben wir Weihnachtsmusik
aufgedrückt, die einzige Musik, die wir da hatten.
Und die waren sofort
die waren total hippelig.
Ja, die Kinder mögen das sehr gerne.
Und Instrumente spielen,
also das Klavier.
Wir beide spielen Klavier,
ich nicht so gut,
du besser und jetzt
unser erstes Kind spielt Klavier
und unser zweites wird jetzt wahrscheinlich auch
bald beginnen.
Also welche
Rolle spielt der Humor für sie beide
und wann und wo sind ihre Grenzen
des gegenseitigen Humors?
Große Rolle.
Grenzen würde ich jetzt
beim Humor nicht definieren, sondern
erst wenn der Humor
zu spott wird.
Ja, aber dann ist es kein Humor mehr.
Deswegen würde ich sagen, Humor hat eigentlich
kaum eine Grenze.
Also für uns ist Humor
ein Antidepressivum.
Also wenn irgendwie die Stimmung bei den
Kindern besonders ist, also wenn das
wirklich so
zu kippen droht oder wenn die
irgendwie schlecht drauf sind,
dann kann man natürlich sie ermahnen,
aber dadurch wird die Stimmung nicht besser.
Aber wenn man
irgendwie sie mit dem Schmäh nimmt,
also mit dem Wiener Schmäh und dann
einen lustigen Scherz macht,
dann kann man
eigentlich sehr häufig
die Stimmung sehr schnell
drehen und also bei den
Kindern funktioniert das und
ich glaube, gegenseitig funktioniert es auch.
Ich schätze das sehr an dir.
Ich glaube, ich mache das bei dir gar nicht.
Das ist nicht so mein Leben.
Ich bin so mehr der ernste Typ,
glaube ich, aber
ich liebe das. Also mir hilft
das sehr, wieder
mit den Emotionen runterzukommen.
War eines ihrer
Kinder ein Schrei-Baby?
Ein High-Need-Baby?
Nein, das kann man nicht sagen.
Ich war zwar schon
sehr herausgefordert beim ersten.
Ich hatte
immer das Gefühl, ich lege das
Kind ab und ich kann schon die Sekunden
zählen, dass es sofort wieder aufmacht
und weint. Und das hat
mich am Abend immer sehr
belastet. Also wirklich
bis zehn Monate war ich
nicht so schwer beschäftigt,
weil ich habe wirklich
das Baby gesagt, okay, jetzt habe ich es gestillt,
es schläft, ich lege es mal
ab und dann
habe ich nur gedacht,
lieber Gott, bitte mach das,
dass er jetzt nicht sofort wieder aufmacht.
Aber man wird halt auch
bei jedem Kind sicherer, oder?
Ja, ich denke.
Ich wundere mich, weil wir haben immer
bei jedem Kind haben wir weniger
Probleme. Jetzt kann man
sagen, die Kinder werden immer weniger problematisch,
aber ich glaube, das stimmt nicht.
Sondern irgendwie, man wird routinierter
und man kann
besonders das Weinen besser
bedeuten oder das Weinen in seiner Sprache.
Ich glaube vor allem, man wird viel gelassener
oder ich wurde viel gelassener
und ich bin überzeugt davon, allein diese
Einstellung, der Panik.
Bitte, bitte, wach nicht auf und weine
nicht, hat das Kind schon gespürt
und ist dann erst recht aufgemacht.
Also dass ich es damit so getriggert habe.
Und wenn ich mit einer gewissen
Gelassenheit rangehe,
spürt es das Kind bestimmt auch.
Aber das ist nicht auf
Schreibabys bezogen. Also es gibt wirklich
Eltern, es gibt
Mütter, die wirklich sehr leiden.
da kann man eigentlich nur
raten, wenn möglich
sich Auszeit mitzunehmen, glaube ich.
Mich fasziniert
dieses Phänomen
der Erfahrung.
Also dass man
erstens einmal das Weinen richtig deutet,
weil ich nehme das wahr
bei jungen Müttern
oder frischen Müttern besser gesagt,
die kommen mit dem ersten Kind,
die hüpfen auf, wenn das Kind
das erste Mal einen
kleinen Ton
gibt
weil sie Weinen
von Weinen nicht unterscheiden können.
Ich finde das total cool, manchmal weint
eines von unseren Kindern und wir hören beide,
dass es jetzt nicht so tragisch ist.
Dann weint es anders und wir springen
beide auf und gehen, weil es einfach ganz
verschiedenes Weinen gibt.
Weil Weinen eben für kleine Kinder
eine Art der Kommunikation ist.
Und damit sagen sie auch etwas.
