Heute gibt es mal wieder eine Roomtour durch unser 100 Jahre altes Schwedenhaus. Wir haben 2020 eine verlassene Ruine im Wald gekauft und daraus unser Traumhaus gemacht. Dafür haben wir alles selber mühevoll saniert, restauriert und renoviert und so viele gebrauchte Dinge wie möglich verwendet. Vor allem bei der Inneneinrichtung zählen wir voll auf Second Hand-Läden, Flohmärkte, Trödelläden und den schwedischen Loppis - nicht nur, um Geld zu sparen, sondern vor allem, weil wir alte Dinge mit Geschichte lieben, die schon eine bewegte Vergangenheit haben. Willkommen bei uns zu Hause.
Heute: Das rote Haus im Wald - So wohnen wir in Schweden - Roomtour durch unser Waldhaus
Selbstversorgerfamilie, Selbstversorger, Selbstversorgerhaus, Tierhaltung, Pferde, Gewächshaus, Bauernhof, Gemüsegarten, Permakultur, Alternative Energie, Blockhausbau, Upcycling und Auswandern nach Schweden sind unter anderem unsere Kanal Themen.
0:00 Intro 1:30 Begrüßung 2:14 Ein kurzer Rückblick 3:16 Unsere Motivation 5:13 Los geht's: FLURE 7:13 SCHLAFZIMMER 10:20 Inneneinrichtung: alles 2nd Hand, alles weiß! 12:25 WOHNZIMMER 16:56 ESSZIMMER 19:15 KÜCHE 23:27: Schlussworte / Zusammenfassung 27:00 Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Möbel streichen 29:19 Upcycling / Deko im Garten & auf dem Hof (Scheunenfunde) 33:25 Loppis-Tour: Auf Schatzsuche im schwedischen Trödelladen
UNSERE EMPFEHLUNGEN FÜR EUCH: (bezahlte Links) Hier könnt ihr unser neues Buch „Stadt, Land, Selbstversorger“ bestellen: ►Amazon: https://amzn.to/3unaq4R
► Schaut doch mal auf unsere Homepage unter " Alles für Selbstversorger " hier : http://dieselbstversorgerfamilie.com Oder ihr nehmt einen Link von weiter unten...
Wenn ihr wissen möchtet, wie es in unserem über 100 Jahre alten Haus von innen aussieht, dann bleibt dran.
Ja, erstmal herzlich willkommen zurück an alle, die uns schon länger folgen.
Und herzlich willkommen an alle Neuen, die in der letzten Zeit oder durch dieses Video neu dazugekommen sind.
Vorneweg eine kurze Zusammenfassung.
Ich bin Nadine und ich bin mit meiner Familie 2017 nach Schweden ausgewandert.
Wir haben zuerst drei Jahre an der Ostküste auf einem alten Bauernhof am Fluss gewohnt
und sind 2020 an die Westküste von Småland gezogen, hier in unser Waldhaus.
Bevor das aber erstmal passieren konnte, mussten wir die ganze Sache erstmal renovieren,
denn der ganze Hof war ein totaler Lost Place.
Drei verfallene Gebäude, unbewohnbar eigentlich.
Ich zeige euch kurz vorneweg mal ein paar Infos, damit ihr den Kontrast seht oder nochmal seht,
für alle, die schon länger dabei sind.
Inzwischen hat sich glücklicherweise jede Menge getan.
Wir haben ordentlich reingehauen, um den Hof bewohnbar zu machen,
um aus diesem Lost Place einen Selbstversorgerhof zu machen.
Denn das ist hier unser Anliegen in Schweden, uns zu einem Großteil selbst zu versorgen.
Natürlich mit Gemüse und Lebensmitteln, aber auch mit Strom, Wasser, Holz
und allen möglichen Sachen, die zur Selbstversorgung eben noch dazugehören.
Wir lieben Upcycling und alte Dinge wieder zu neuem Leben zu erwecken.
Wir kaufen so viel wie möglich gebraucht und reparieren so viel wie möglich ist.
Zum Beispiel auch mal so ein ganzes Haus oder einen ganzen Hof.
Dementsprechend sind auch drinnen im Haus alle Möbel entweder gebraucht gekauft
oder wir haben zum Teil auch welche geschenkt bekommen.
Zum Teil waren alte Möbel in den Häusern bzw. Scheunen, die wir hier in Schweden gekauft haben,
die haben wir wieder aufgearbeitet.
Unser Haus ist knapp 100 Jahre alt, wobei der Kern von 1886 ist.
Es ist wohl ein altes Blockhaus, das mal umgesetzt wurde.
Ihr seht das nachher innen drin. Ich habe so ein kleines Zeitfenster eingebaut,
auf so eine alte Tapete, die da an der Wand klebte.
Und ja, das Ganze ist wirklich richtig alt und war, wie gesagt, vollkommen unbewohnbar.
Wir mussten erstmal richtig viel reinhauen, um das Ganze wieder in Stand zu setzen.
Und ich will jetzt gar nicht viel erzählen. Wir gehen einfach mal rein, kommt mal mit.
In unserem Haus sind weiß gestrichen, zumindest 99 Prozent.
Und das hat vor allen Dingen den Grund, dass wir das natürlich gerne mögen.
Zum anderen aber auch, weil die nordischen Winter einfach sehr dunkel sind.
Und mit dunklen Möbeln würde das Ganze natürlich noch dunkler werden.
Und die hellen Möbel bringen so möglichst viel Licht auch in unseren Wohnraum.
Also wir haben kein einziges Möbelstück neu gekauft für die Inneneinrichtung.
Alle Möbel waren in einem echt schlechten Zustand.
Oder zum Beispiel Eiche Rustikal, die habe ich alle weiß gestrichen,
um eine einheitliche Einrichtung zu schaffen, zu einem wirklich niedrigen Preis sozusagen.
Es war meistens nur ein Pott Farbe von Nöten, um das Ganze wieder ordentlich aufzupappen.
Und auch ansonsten, wie gesagt, kaufen wir möglichst viel gebraucht.
Alles, was wir irgendwie gebraucht kriegen können, wird auch gebraucht gekauft.
Beziehungsweise alles, was wir vorfinden, gucken wir, ob wir das wieder upcyclen können
oder ob es in irgendeiner anderen Form noch zu retten ist.
Was die Deko betrifft, auch da kaufen wir am liebsten Sachen vom Loppies.
Das ist hier der schwedische Flohmarkt.
Oder wir haben Sachen geschenkt bekommen. Wir haben nicht so viel Deko.
Eigentlich alles, was Deko ist, wird auch benutzt im Alltag.
Also lass die Deko auch deine Alltagsgegenstände sein.
Wir sind immer dafür, Sachen auszumisten, die man nicht mehr braucht.
Und das schafft auch dann immer eine klare Linie und ein gutes Gefühl, wenn man sich nicht zumüllt.
Aber nichtsdestotrotz brauchen wir natürlich für die Wohnigkeit und Gemütlichkeit auch Deko.
Aber auch gerade Stoffe und sowas kaufe ich super gerne im Loppies.
Vieles bauen und basteln wir natürlich auch selber.
Dazu gehört auch das Nähen zum Beispiel von Gardinen oder irgendwelchen anderen Wohntextilien.
Da sind wir also immer beschäftigt, auch unsere Sachen möglichst selbst zu bauen.
Das Einzige, was wir neu gekauft haben, war wirklich der Kühlschrank, der Geschirrspüler,
die Küchenhexe und der Einsatz für unseren wasserführenden Kaminofen.
Natürlich ein paar Baumaterialien.
Aber was jetzt die pure Inneneinrichtung betrifft, ist wirklich alles gebraucht, second hand,
zu einem Low-Budget-Preis, wie man so schön sagt.
Wenn man so wie ich verliebt in alte Dinge ist, dann muss man schon ein bisschen aufpassen,
dass man nicht nach jedem alten Teil greift, das es vermeintlich zu retten gilt.
Ganz schnell findet man sich sonst wieder in einer völlig überladenen und überdekorierten Wohnung.
Natürlich kann auch das schön sein, für mich persönlich ist jedoch das richtige Maß ein wichtiger Punkt.
Ich brauche gerade so viele schöne Dinge um mich, damit es gemütlich wird,
aber auf keinen Fall so viele, dass ich mich davon erschlagen fühle.
Oft ist weniger mehr.
Und dieses genau richtige Maß muss jeder für sich selbst erspüren.
Ich gehe nach der Faustregel.
Dinge, die ich um mich haben möchte, sollen schön sein und besonders, aber auch eine Bedeutung haben.
Die alte Holztruhe von meiner Oma, die von der Nordsee bis in den Schwedischen Wald gereist ist.
Oder das kleine Regal mit unseren Fotos, das als einziges weiteres Möbelstück aus unserem Haus in Nordfriesland mit in den Umzugswagen durfte.
Die alte Kommode, die ich in der Scheune vom Flusshaus gefunden und restauriert habe.
Oder all die Kleinigkeiten und Utensilien, die ich auf Flohmärkten ergattert oder von Freunden geschenkt bekommen habe und jeden Tag benutze.
Unser alter roter Wasserkessel aus Emaille, die Porzellanteller mit den Blümchen oder der rote Wasserkrug mit den weißen Punkten.
Oft sind es die kleinen Dinge, die ein Haus zu einem Zuhause machen.
Und jedes einzelne Teil erzählt eine Geschichte.
Von Liebe, von Freundschaft, von alten Zeiten.
Erinnerungen gegossen in kleine Glücklichmacher.
Wenn ich die alten Fotos von unserem Waldhaus angucke oder das Original, dann denke ich, es ist Zauberei.
Magie. Und ein bisschen ist es das auch.
Aber in Wirklichkeit war es ein Knochenjob.
Traumhäuser entstehen nicht nur durch Träume.
In erster Linie bedeutet es sich immer und wieder selbst zu motivieren, damit die Hände die Träume verwirklichen.
Und darum ist ein Haus nicht immer nur ein Haus.
Es ist Teil unseres Lebens, unserer Reise, unserer Träume und unserer Händearbeit.
Darum kann man mit der Zeit mit einem Haus zusammenwachsen.
So kann aus einer Ruine ein Zuhause werden und aus einem Abrissobjekt eine Festung.
Wo ein Feuer brennt, sind wir zu Hause.
So ähnlich steht es in Ronja Räubertochter.
Und es stimmt. Am Anfang war das Feuer.
Aber es geht nicht nur um das Feuer im Ofen, das Feuer, das einen warm hält.
Das Feuer, auf dem man kocht.
Es geht auch um das innere Feuer.
Wofür brennen wir?
Was lässt uns innerlich warm werden?
Was bringt uns zum Leuchten?
Was ist unsere Leidenschaft?
Was sind unsere Träume?
Wofür leben wir?
Was ist unser Sinn im Leben?
So, jetzt habt ihr eigentlich alle Räume gesehen.
Das Obergeschoss habe ich jetzt nicht so sehr gefilmt.
Da wohnen die Kinder.
Das ist ja ein bisschen Privatsphäre, die wir hier auch erhalten wollen im Internet.
Und ein Raum ist noch Julians Büro hier drin.
Das ist auch noch nicht ganz fertig.
Da fehlen noch ein paar Möbel.
Das ist also nicht so richtig ansehnlich.
Das war jetzt noch nicht wert, gefilmt zu werden.
Oben im Dachgeschoss bauen wir immer noch unser zweites Badezimmer aus.
Aber auch das ist immer noch nicht filmreif.
Wenn es fertig ist, werden wir es euch natürlich nochmal extra zeigen.
Ja, ansonsten fehlen natürlich immer noch, auch nach fünf Jahren, fast ein paar Fuß-, Decken- und Zierleisten.
Aber ihr wisst, das gehört zu unserem Konzept.
Denn wenn zu viele Fuß- und Deckenleisten angebracht sind, dann ist der nächste Umzug nicht mehr weit.
Und darum lassen wir uns damit immer noch gerne ein bisschen Zeit.
Ja, wir wohnen jetzt hier seit fast fünf Jahren.
Seit fast vier Jahren wohnen wir in unserem roten Schwedenhaus hier im Wald.
Und wenn ich die Bilder von früher sehe, dann kann ich es immer selber kaum glauben,
dass das Ganze hier echt mal so abgewrackt aussah.
Denn inzwischen ist es wirklich richtig gemütlich.
Und natürlich ist immer noch unendlich viel zu tun.
Und es wächst natürlich auch immer Arbeit nach.
Natürlich haben wir immer neue Ideen für neue Projekte.
Und die setzen wir natürlich auch immer weiter um.
Aber das Grobe und Große ist geschafft.
Jetzt kommen die schönen Spielereien und Details, die man sich über die Zeit gewünscht und ausgedacht hat.
Und jetzt kommt die Arbeit immer mehr, die so richtig auch Spaß macht.
Und ja, das Ganze einfach immer mehr zu einem richtig schönen Ort macht.
Ja, wenn euch das im Detail interessiert, wie aus der Ruine unser Wohnhaus geworden ist,
dann könnt ihr natürlich dazu unzählige Videos gucken.
Wie gesagt, seit 2020 sind wir hier am Renovieren und Sanieren.
Ich habe auch schon mal Anfang 2021 eine Roomtour gemacht,
als wir direkt eingezogen sind hier nach dem Renovieren.
Es gibt Vorher-Nachher-Videos zu der Ruine und zum Wohnhaus, zum Gemüsegarten,
zu unserem kleinen Teich, wie das alles genau entstanden ist.
Also wenn euch ganz genau interessiert, guckt euch das gerne an.
Genauso Videos dazu, wie man die Möbel weiß streicht.
Wir haben eigentlich alles dokumentiert genau in unseren Videos.
Und wie gesagt, wenn ihr neu dazugekommen seid, schaut gerne in unsere alten Videos,
wenn ihr unsere Reise bis zu diesem Punkt nochmal nachverfolgen wollt.
Was mich natürlich ganz besonders freut, ist, dass auch unsere Kinder
natürlich mit diesem Upcycling-Gedanken aufwachsen und auch unglaublich gerne
selber kreativ werden oder auch im Wald mitarbeiten.
Zum Beispiel unser Sohn, der fährt total gerne unseren Trecker oder macht mit Feuerholz.
Natürlich nicht immer, aber doch oft.
Und unsere Tochter ist richtig gepackt vom Deko-Fieber und gestaltet gerade ihr ganzes Zimmer um,
streicht auch alle Möbel weiß und wie sie ein paar Teile verschönert,
das zeige ich euch jetzt auch gleich noch.
Und im Anschluss zeige ich euch noch ein paar Außenaufnahmen aus dem Garten und vom Hof.
Ich hoffe, euch hat das Video gefallen und wir sehen uns beim nächsten Mal.
Ich freue mich natürlich über eure Kommentare, einen Daumen nach oben oder natürlich ein Abo.
Und dann sehen wir uns beim nächsten Mal. Bis dann!
Verschwinden!
Ja, das ist die Ausbeute des Tages. Die super kuschelige Strickjacke.
Dieses schöne Kerzenhäuschen, sowas habe ich schon ewig gesucht.
Das hat 27 Kronen gekostet, also ungefähr 2 Euro.
Die Strickjacke hat 63 Kronen gekostet, also gut 5 Euro.
Diese super coole Lampe, umgerechnet ungefähr 7 Euro.
Und diese super süße Tasche, die hat 45 Kronen gekostet, also ungefähr 4 Euro.
Also vier richtig coole Teile für zusammen unter 20 Euro umgerechnet.
Sehr schöne Sachen, über die wir uns sehr freuen.
Wenn ihr mehr über unser Leben und unsere Auswanderung nach Schweden wissen möchtet,
außerdem alles über Selbstversorgung, Upcycling und das Leben auf dem Lande,
dann schaut gern auch in unsere Bücher.
Für alle, die selber nach Schweden auswandern möchten, ist gerade wohl ganz neues Buch erschienen,
Schweden aber richtig, da haben wir all unsere Auswanderertipps für euch zusammengefasst.