CHARLES BAUDELAIRE - DIE KATZE

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Dichtung von Charles Baudelaire (Foto) aus: Les Fleurs du Mal - ersch. 1907 /
Rezitation: Christian Redl /
Anmerkung:Immer liebt man nur das Land, in dem man nicht lebt, immer die Frau, die man nicht kennt. (Ch.Baudelaire)
Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Baudelaire
http://www.zeno.org/Literatur/M/Baudelaire,+Charles/Biographie
https://bilder.buecher.de/zusatz/40/40034/40034934_lese_1.pdf
https://www.dtv.de/_files_media/title_pdf/leseprobe-12349.pdf
https://www.reclam.de/data/media/978-3-15-014090-1.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Redl_(Schauspieler)
Komm an mein zärtlich Herz, du schöne Katze,
Zieh nur zurück die Krallen deiner Tatze.
Lass mich in deine schönen Augen ein,
Wo sich vermischt Metall und Edelstein.
Denn müß ich meine Finger dich umschmeicheln,
Den Kopf dir, den gebogenen Rücken streicheln.
Wenn meine Hand sich wie vom Rausch verführt
An deinen funkensprühenden Leib verliert,
Dann, liebstes Tier, seh ich im Geist mein Weib.
Dieser Blick, dem deinem gleich,
So tief und kalt,
Dringt in mich ein mit eine Schwertsgewalt.
Rings aber fließt um ihren braunen Leib,
Vom Scheitel abwärts bis zu ihren Zehen
Ein zarter Hauch, ein Duft, gefährlich schön.
