Warum leidet unsere Autoindustrie? | E-Auto Desaster | Aktienkurse

Horst Lüning
13 Abonnenten
27 Videoaufrufe·01.01.2025
Heute sprechen wir um den starken Personalabbau bei der heimischen Automobilindustrie,
den sehr deutlichen Gewinnrückgang bei der deutschen Automobilindustrie,
den Ausblick für 2025 anhand der Aktienkurse und die Gründe, warum das alles passiert.
Und die Gründe sind andere als allgemein angenommen wird.
Da lassen Sie sich mal überraschen.
Und zum Ende gibt es wie immer ein Zitat einer berühmten Person aus der Automobilindustrie.
Sie können sich mal überlegen, wer das ist. Mir fallen da so auf Annib3 ein.
Die Jobsbotschaften aus der Automobilindustrie prasseln jeden Tag jetzt auf uns ein.
Kaum ein Tag, wo nicht ein Konzern eine Meldung macht, die alle Leute verstört.
VW will drei Werke in Deutschland schießen und 30.000 Mitarbeiter entlassen.
Audi hat das E-Auto-Werk in Brüssel mit 3.000 Mitarbeitern geschlossen.
VW hat drei Werke in China, diese zusammen mit SAIC betrieben,
für Verbrenner und Hybridfahrzeuge geschlossen.
Bei Porsche geht es um 8.000 Mitarbeiter.
Und wie schaut es in der Zulieferindustrie aus?
Nicht anders. Die Großen dort ächzen.
ZF als einer der Großen hat 14.000 Mitarbeiter abzubauen.
Bosch 5.500, Conti 5.000 und Schaeffler 4.700.
Und dazu gibt es Tausende an Zulieferbetrieben,
über die medial sehr, sehr wenig berichtet wird.
Und da geht es nicht nur um die Mitarbeiter bei diesen Betrieben,
sondern da geht es um die Existenz der Betriebe.
Dass also nicht welche abgebaut werden, sondern dass alle ihren Job an dieser Stelle verlieren.
Denn wenn bei Audi die Gewinne um 90 Prozent einbrechen,
BMW um 80 Prozent, Volkswagen um 64 Prozent,
Mercedes um ungefähr 50 Prozent und Porsche um 33 Prozent,
und gleichzeitig wird noch ein schlechter Ausblick fürs kommende Jahr,
zum Teil geht der schon in Richtung Verlust, angedeutet,
dann geht es bei den Zulieferern natürlich um die Existenz.
Hier auf dem Kanal sind sehr viele konservative Mitbürger.
Liegt daran, dass ich auch sehr viele politisch konservative,
aber vor allem libertär oder liberal-libertäre Themen bespreche.
Und da reihen sich dann die Konservativen als letzte Fluchtburg,
die haben nämlich ihre Basis da verloren, bei mir mit ein.
Und die sagen, die Elektromobilität ist der Irrweg und die ist Schuld.
Und hätte man dort nicht mitgebracht, wäre jetzt alles eitel Sonnenschein und wunderbar.
Stimmt es? Oder ist es doch nur ein konservativer Mythos, der die Realität nicht trifft?
So, jetzt kommt das Intro, dann kommen wir ins Detail.
Guten Abend und herzlich willkommen im Unternehmerblog, kurz Unterblog genannt.
Begleiten Sie mich auf meinem Lebensweg und lernen Sie die Geheimnisse der Gesellschaft und Wirtschaft kennen,
die von Politik und Medien gerne verschwiegen wären.
Jetzt möchte ich am Anfang mal ein paar Aktienkurse von unseren deutschen Automobilherstellern zeigen,
und zwar die vergangenen zwölf Monate.
Und die Börse nimmt Entwicklungen vorweg.
So ungefähr 60 bis 90 Tage ist das, was die Börse nach vorne blickt und richtet danach die Aktienkurse aus.
Und hier sehen Sie jetzt Volkswagen mit minus 22 Prozent, BMW minus 23 Prozent,
Mercedes minus 16 Prozent und Porsche minus 27 Prozent.
Und das sind jetzt Bilder aus Google Finance.
Und wenn die Kurven rot sind, hat man Verluste.
Wenn sie grün sind, hat man Gewinne.
Und hier sehen Sie komplett über die vergangenen zwölf Monate massive Verluste auf breiter Front.
Wechselt man auf fünf Jahre, dann gibt es noch bei Mercedes zum Beispiel einen kleinen Gewinn.
Aber Volkswagen nach wie vor tiefrot.
Und es schaut in Summe nun wirklich nicht gut aus.
Und das bei einem fantastischen Börsenjahr 2024.
Der DAX als einer der schlechten Indikatoren, der sogar die Dividenden mit einschließt,
schloss mit 18 Prozent im Plus.
Standard & Poor's 500 schloss mit 25 Prozent im Plus.
MSCI World mit 18 Prozent im Plus.
Und der Nasdaq 100 mit 28 Prozent im Plus.
Also alles weit, weit im Plus.
Aber die deutsche Automobilindustrie tief im Minus.
Das heißt, die deutsche Automobilindustrie hat weltweit mindestens 40 Prozent unterperformt.
Eher mehr.
Das ist ein Komplettversagen.
Da gehören alle CEOs raus. Und zwar sofort.
Und nicht nur die CEOs, auch die Bereichsleiter.
Denn die haben das ja alle vermurkst.
Und das mittlere Management, was in meinem Umfeld immer als feige bezeichnet wird,
weil sie sich gegen die oberen nicht auflehnen und keine Verantwortung übernehmen.
Auch die haben versagt.
Also hier gehört ein Kahlschlag ins Management hinein.
Das ist also nur so kracht.
Also nicht 14.000 Mitarbeiter abbauen, sondern 14.500.
Und die 500 ist das Management dabei.
Das ist das Wichtige.
Und wir dürfen davon ausgehen, dass wir mit den kommenden Quartalszahlen Q4 2024
beziehungsweise dann den vorläufigen Jahresendergebnissen für ganz 2024
dann auch die Dividendenkürzungen sehen.
Aktuell ist die Dividendenrendite dieser Unternehmen relativ hoch,
weil die Kurse gesunken sind.
Die stehen ja im Nenner.
Wenn es unten kleiner wird, wird der ganze Wert größer.
Aber jetzt wird man Dividenden ebenfalls senken.
Und ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere Hersteller die Dividende sogar auf null senkt.
Das kann man sich gut vorstellen.
Und eine kleine Anmerkung an dieser Stelle,
beziehungsweise eine wichtige Anmerkung an dieser Stelle.
Dies hier ist keine Anlageberatung.
Sie sind für Ihre Anlagen höchstens selbstverantwortlich.
Was Sie mit Ihrem Geld machen, geht nur Sie etwas an.
Sich hier eine Anleitung zu holen und zu sagen,
ich schorte die jetzt oder so, kann nach hinten losgehen.
Ich will da keine Verantwortung übernehmen.
Das ist meine Sicht auf die Dinge.
Bilden Sie sich Ihre Sicht auf die Dinge und entscheiden Sie dann.
Sollte man also jetzt aus den Autoaktien ausscheiden?
Wer noch drin ist, selber schuld, kann ich dazu sagen,
meine ich, ja, auf jeden Fall raus aus denen.
Das wird so schnell nicht besser.
Sollte man diesen massiven Kurssturz jetzt zum Einstieg nutzen,
weil die Aktien jetzt billig sind?
Ja, buying the dip?
Nee, denn die Aussicht ist schlecht.
Die sind in einem Abwärtskanal.
Da sieht nichts nach Ausbruch nach oben aus.
Da sieht nichts danach aus, dass ich das verbessern könnte.
Da gibt es auch keine Nachrichten.
Da neue Modelle und es wird jetzt alles besser und so weiter.
Nein, nichts in Sicht an dieser Stelle.
Und für mich sind diese Aktien seit dem Dieselskandal 2015,
der dann an der Börse schon deutliche Auswirkungen 2016 hatte,
seitdem sind diese Aktien für mich verbrannt.
Ich packe die nicht mehr mit der Kneifzange an.
Auf gar keinen Fall.
Wer ein Trader ist und hier von Kursbewegungen,
von hoher Volatilität sein Einkommen bestreitet,
der hat da durchaus Geld machen können.
Zum Beispiel bei Mercedes Group konnte man nach den politischen Lockdowns,
wo die Kurse also richtig in den Keller rauschten,
konnte man anschließend 200 Prozent Gute machen.
Aber dann ging es dann bergab.
Wer im Trading da aufgepasst hatte,
der konnte bei diesen Automobilherstellern tatsächlich etwas holen.
Aber wer hier buy and hold macht und Substanz und Qualitätsaktien sucht,
also die ganz bestimmt nicht.
So woran lag es denn jetzt?
Ich habe am Anfang schon so einen kleinen Ausblick gegeben.
Waren es die E-Autos, auf deren Entwicklung man eigentlich hätte pfeifen sollen,
also verzichten sollen, dann wäre das alles nicht passiert.
Ja und nein.
Aber anders als ich denke, hätte man nichts in Sachen E-Mobilität gemacht,
hätte man sich diese riesigen Investitionen und Entwicklungskosten gespart.
Man hätte also weitaus mehr Geld zur Verfügung gehabt.
Aber man hätte dann einen heftigen Exportrückgang verkraften müssen.
Denn der wichtige Markt China will unsere Verbrenner nicht mehr.
Das ist wichtig. Die wollen die nicht mehr.
Und dieser Verlangen nach diesen Autos kommt auch nicht wieder zurück.
Der Zug in China ist abgefahren.
Haben wir verpasst.
Und wir sehen gerade noch die Rücklichter, wie sie am Horizont verschwinden.
So weit ist der schon weg.
Und dieser Rückgang der Produktion lässt sich an den Produktionszahlen des VDA,
am Verband Deutscher Automobilbauer, seit 2017 erkennen.
Wir sind um 30 Prozent in den Stückzahlen runter.
Im Folgenden bleibe ich dann bei China als dem wichtigsten Automobilmarkt der Welt
und einem wichtigen Exportmarkt von uns.
Und das gilt für die anderen Exportmärkte ganz genauso.
Und dann müssen wir uns fragen, warum sind die Gewinne der Autobauer
in den vergangenen fünf Jahren so hoch geblieben.
Denn das wurde mir ja immer entgegengeworfen, wenn ich hier gewarnt habe,
wie der einsame Rufer in der Wüste.
Nein, die Gewinne sind hoch.
Volkswagen hat so und so viele Milliarden Gewinn gemacht.
Da ist alles in bester Butter.
Nein, war es eben nicht.
BMW hat zum Beispiel für das Jahr 2023 den höchsten Mitarbeiterbonus aller Zeiten
mit ungefähr 10.000 Euro ausgeschüttet.
Wie konnten sie das schaffen?
Nun, ganz einfach.
Während der politischen Lockdowns gab es also eine Störung der Lieferketten.
Es kamen deutlich weniger Teile an.
Und man hat dann nur noch die teuren Autos verkauft,
weil da die Gewinnmarge einfach hoch ist.
Die billigen hat man gar nicht produziert,
weil man jetzt, ganz blöd gesagt,
die knappen Schlösser für die Heckklappe
jetzt in die teuren Autos eingebaut hat
und nicht in die billigen Autos eingebaut hat.
Da hat man die stehen lassen.
Oder erst mal gar nicht produziert.
Und da merkten auf einmal die Automobilhersteller,
wir können unseren Gewinn halten und haben hier ein ganz easy Leben.
Und das nennt sich dann in Summe Premium-Strategie.
Und darauf sind sie dann angesprungen und das haben sie gemacht.
Aber man hat vergessen dabei,
die Mitarbeiterschar auf die entsprechenden Stückzahlen anzupassen.
Man hat die hohe Mitarbeiterzahl behalten.
Und man kriegte ja auch vom Staat Kurzarbeitergeld
bzw. ab einer gewissen Höhe vom Staat,
ansonsten von den Versicherungen, Kurzarbeitergeld.
Das konnte man aufstocken bis auf 98 Prozent.
Also es war gerade schee das ganze Leben für alle
und niemand hat gemault, weil allem ging es gut.
Aber die Zukunft sah nicht gut aus.
Weil man hätte daran denken müssen,
dass man irgendwann auch wieder mehr Autos produzieren will oder sollte.
Und dann auch kleinere Autos produzieren sollte.
Oder sagen wir nicht kleinere, sondern billigere Autos produzieren sollte.
Mit nicht dieser hohen Ausstattung und den riesigen Motoren.
Mit dem vielen Gewinn hätte man jetzt hohe Abfindungen an Leute zahlen können,
die dann früher zum Beispiel in Rente gegangen wären
und die gesagt haben, mit dieser Abfindung,
ich wollte schon längst immer mal was anderes machen,
eine Surfschule in der Südsee aufmachen.
Dann wären die gegangen.
Dann hätte man seine Mitarbeiterzahl hübsch kleiner machen können.
Doch wenn die Inflation steigt
und die Realeinkommen der Menschen, der Bürger zurückgehen,
dann wird es schwierig, hier diese Premium-Autos noch verkaufen zu können.
Die wollen schließlich auch jetzt ihre in die Jahre kommenden Autos
dann mal durch neue ersetzen.
Und da sollten die dann preiswert sein und nicht Premium und so richtig teuer.
Und für die günstigen Fahrzeuge stimmte die Kalkulation nicht mehr.
Die gingen voll daneben.
Heute ist ein PKW um 30 Prozent teurer als noch vor zehn Jahren.
30 Prozent.
Das sind Preise oder Preissteigerungen,
da sind die Lohnsteigerungen nicht mitgekommen.
Dabei sind die Autos ein technisches Produkt
und technische Produkte sollten jedes Jahr billiger werden.
Nennt sich technische Deflation.
Und wir sehen das ja bei Flach-TVs und Smartphones und Computer, Laptops.
Alles wurde billiger, aber nicht die Autos.
Die wurden teurer.
Darüber sollten wir uns mal nachdenken.
Weshalb?
Natürlich gibt es auch exzellente Smartphones wie Samsung Ultra.
Dann habe ich mir aufgeschrieben Sony Xperia 1.6 und das iPhone Pro.
Und wie die Dinge alle heißen.
Die sind auch teurer geworden.
Aber man hat billige Produkte auch im Angebot für die Einsteiger.
Die erst an das Produkt gewöhnt werden
und derzeit dann irgendwann mal das teurere kaufen.
Und genau das haben wir bei den Automobilen verpasst.
Das gibt es nicht mehr.
Ganz großer Fehler.
Einer der Kardinalsfehler, die dort gemacht wurden.
Ein Polo geht heute bei 20.000 Euro los.
Ein Familienauto wie der Golf beginnt bei 28.000 Euro.
Dafür haben sie dann so einen Nähmaschinenmotor drin.
Drei Zylinder.
BMW, Mercedes, da geht es also weiters üppiger zu.
38.000 versus 34.000 Euro.
Das sind Sachen für die Kleinsten der Kleinen.
Mercedes mit einem Renault-Motor.
Das sind Dinge, die muss man verstehen.
Das muss man reflektieren.
Und jetzt muss man sich überlegen,
warum sind diese Autos so teuer geworden?
Was kann man denn machen, damit die billiger werden
und dass wir hier die Stückzahlen wieder bekommen?
Weil die internen Kosten der Automobilhersteller
so extrem angestiegen sind.
Die können nicht billiger produzieren.
Energiepreise sind hoch, extrem.
Fertigungsindustrie ist energieintensiv.
Personalkosten sind hoch durch die Inflation.
Kriegst auch nicht runter.
Auch ein wichtiger Faktor.
Sozialabgaben sind hoch, steigen jetzt massiv weiter.
Nochmal ein Faktor.
Und damit können sie mit den Preisen nicht runtergehen.
Und das ist das Problem,
woran jetzt die deutsche Automobilindustrie
vor allem zäpft.
Es ist nicht die Elektromobilität.
Es ist ihre eigene Kostenstruktur,
die ihnen davongelaufen ist,
die sie einfach vergessen haben.
Um die sie sich nicht gekümmert haben.
Und die Zulieferer, die kann man nicht weiterknechten.
Der erste Lopez-Runde.
Erst bei Opel, dann bei Volkswagen.
Und die anderen haben es natürlich dann,
Mercedes, BMW, Porsche,
die haben natürlich auch diese Drückerei da alle betrieben.
Und wenn man da jetzt weiter drückt,
dann machen die einfach schlicht Pleite.
Das hat man bei der Finanzkrise gesehen.
Wer als Zulieferer da nicht unter den Schutzschirmen
des Herstellers kam, der machte Pleite.
Das heißt, jetzt müssen die Automobilhersteller
Schutzschirme über ihre Zulieferer wieder ausbreiten,
was die Wiedergewinne kostet.
Wieder Marge, was sie in Richtung Verlust treibt.
Gar nicht so einfach.
Sie sitzen in einem Boot und sagen,
ihr seid die Galärensträflinge, ihr müsst rudern
und wir fahren oben mit.
Nein, so geht es nicht.
Wenn man den Galärensträflingen nichts zu essen gibt,
dann rudern die auch nicht.
Das ist ein gutes Beispiel.
Es geht um die Fixkosten, die die Konzerne haben.
Und Mitarbeiter sind sogenannte Sprungfixekosten.
Mitarbeiter haben Fixekosten.
Wenn man die abbauen kann, dann springen die runter.
Dann hat man wieder Fixekosten.
Man baut wieder was ab, schließt ein Werk.
Zack, sinken die wieder.
Da haben wir also die Sprungfixekosten.
Da kann man was machen.
Aber man muss natürlich auch die Aktionäre,
also die Eigentümer,
da geht es um die Mitarbeiterknechten
und die anderen schieben das dicke Geld ein.
Nun, die Aktionäre müssen auch leiden.
Denn die Dividenden werden gekürzt.
Die fallen sogar vielleicht ganz aus.
Das heißt, auch an dieser Stelle geht es zur Sache.
Da sieht man, es ist nicht nur so,
dass man die Mitarbeiter auspresst,
sondern dass man die an den Dividenden
und damit auch am Aktionär spart.
An einer Stelle glaube ich das nicht so ganz,
nämlich in Niedersachsen.
Da sitzt die Politik vielleicht am längeren Hebel,
weil die ja mit 20 Prozent
und einer Aktie oberhalb der Sperminimalität liegen
und da die Dividende mit entscheiden können.
Niedersachsen ist pleite, ganz klar.
Und die wollen und müssen
die Dividende von Volkswagen haben.
Das röteste Unternehmen als solches
wird die höchsten Dividenden ausschütten.
Ja, verrückte Welt.
Da sieht man, die Roten sind schuld.
Eindeutig.
Und wenn Volkswagen die Dividende
zweimal nicht bezahlt,
was passiert dann?
Dann steigen die Vorzugsaktien
mit höherer Dividende,
die nicht stimmberechtigt sind,
steigen in den Rang der stimmberechtigten Aktien
und der Staat,
das Land Niedersachsen,
verliert die Sperrminorität.
Ein schöner Rand.
Deshalb hat man damals bei den politischen Lockdowns
die Dividende nur auf zwölf Cent gesenkt
und nicht auf null.
Damit man wenigstens schon das erste Jahr
nicht auf null war.
Und jetzt macht man vielleicht so etwas Ähnliches.
Wird man dann sehen.
So, und jetzt kommen wir zur E-Mobilität.
Und es ist richtig, dass die Entwicklung der E-Mobilität
extrem hohe Kosten und hohe Investitionen bedeutet hat.
Und die rentieren sich
bei den geringen Stückzahlen nicht.
Das ist jetzt das Hauptproblem.
Hätte man das nicht gemacht,
hätte man nur mit dem Rückgang
der Autos, die langfristig
gravierend zurückgehen,
also noch 10, 15 Jahre, dann ist Schluss.
Und jetzt
hat man im Prinzip
so viel Geld ausgegeben
und trotzdem kommt man nicht voran.
Dass also die E-Mobilität bei den
Autoherstellern sicherlich einen negativen Einfluss hat.
Aber hätte man das nicht gemacht,
hätte man nun gar keine Zukunft.
Zumindest mal auf den Exportmärkten,
wo der Platz hier China ist
und der mehr und mehr Elektroautos dort verkauft.
Und die Exportländer
wie China hätte man nun ganz verloren.
Gut, durch schlechtes Produkt
verliert man die auch so.
So, also die geringen
Stückzahlen der Elektromobilität können die
Investitionen nicht amortisieren.
Dazu sind es einfach zu wenig.
Aber man musste
jetzt, kommt die politische Komponente,
die E-Mobilität
entwickeln, weil
die Vorgaben aus Berlin
und Brüssel, Schadstoffgrenzwerke,
Werte
und Verbrennerverbot hier einfach
ihnen zeigten, du musst.
Und die Politik
ließ ihnen da keinen Ausweg
und man hat als Konzern gekniffen.
Man hat
für die Politik gekuscht.
Wenn die Automobilindustrie aufgestanden wäre
und hätte denen
so richtig mal den Kopf
gewaschen in der Politik.
Dazu waren die aber,
ja, ich weiß nicht, soll man feige
sagen, desinteressiert,
ich habe nur noch ein paar Jahre bis zur Pension,
kriege eine Mordsabfindung, soll ich mich mit denen
jetzt anlegen, fahre ich doch lieber zu Ende,
ist mir doch wurscht, was nachher passiert.
War es so? Weiß man nicht.
Man hätte jedenfalls
massiven Druck auf die Politik ausüben
müssen und das hat man nicht getan.
Weder die Konzerne
noch die Verbände.
Damit sind sie selber schuld.
Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt
an dieser Stelle. Sie haben es
selbst verschuldet. Und das konnte man schon sehen,
als damals vor, boah, schon
lange her, die Grünen in Baden-Württemberg
das Ruder übernahmen,
da haben die Konzerne auch gekuscht.
Da haben die dem nicht die Hake gezeigt.
Konnte man sehen.
Das war der Anfang.
Wissen in Ingenieuren ist
weltweit bekannt, dass die
Elektromobilität massive
Vorteile im Gesamtwirkungsgrad
hat. Nämlich Faktor 3 sind die
im Gesamtwirkungsgrad besser.
Und zwar rechnet man
von der Erdölquelle
bis zur Bewegung des Autos
bis zum Reifen auf die Straße,
dann hat man einen Wirkungsgrad und rechnet man
vom Ölkraftwerk
oder der Ölquelle über
das Ölkraftwerk bis an den
Reifen des Elektroautos,
dann liegt man um Faktor 3 besser
bei der Elektromobilität im Wirkungsgrad.
Liegt am kanonischen Wirkungsgrad des
Verbrennungsmotors, kann man gar nichts machen
und all die neuen Entwicklungen, die da kommen sollen,
ist alles Käse. Am kanonischen
Wirkungsgrad kommt man nicht vorbei.
Das ist das Problem.
Langfristig wird sich also die Welt
auf Elektromobilität umstellen.
Und zwar aus Kostengründen und aus Energiegründen.
Und da zu
sagen, die Elektromobilität ist eine
Totgeburt, das wird nie was werden,
das steht so nicht.
Wer die Physik nicht versteht,
versteht die Zukunft nicht.
Und zusätzlich sind
E-Autos, also wirklich, das sind Schachteln,
die sind ganz billig herzustellen.
Sie brauchen fast keine Wartung
und sind im Betrieb sportbillig
und vom Verbrauch her
sowieso sportbillig, naja,
in den Ländern, wo man einen günstigen Stromverbrauch
hat, also Strompreis hat,
da sind die im Betrieb sportbillig.
Wenn man die natürlich auf die höchsten Werte
der Welt in den entwickelten Ländern
hochtreibt, wie bei uns,
dann ist natürlich der Strom bei Elektroautos
auch sehr teuer. Dann rentiert sich die Geschichte
nur, wenn sie eine eigene PV haben,
für die sie vom Staat einfach viel zu schlecht oder von
Energieversorgung viel zu schlecht
entlohnt werden für die Energie, die sie da einspeisen.
Tun sie lieber in ihr Auto rein, haben sie richtig viel Geld
gespart.
Wieder haben
bei den höchsten Strompreisen
und bei diesen gesamten Auflagen
unsere Konzerne gekniffen.
Und sie haben ohne
Not sich in diese Lage
versetzt. Und jetzt
komme ich zum Kardinalsfehler. Ja, es geht
immer noch schlimmer.
Man hat zu spät angefangen
und dann die falschen E-Autos gebaut.
Das ist wichtig. Man hat die
falschen E-Autos gebaut, nämlich
die, wie man so aus deutscher
Manier dachte, ausgehend
vom Verbrenner. Wir tun da den
Verbrennungsmotor raus, wir tun den Tank raus
und dann bauen wir einen Batterie ein,
einen Elektromotor ein und dann ist das ein typisch
deutsches Auto, ganz toll. Und das
braucht die Welt. Nein, das braucht
die Welt nicht. Das hat man schon 2017
erkennen können, dass das nicht
der Weg ist, weil die Stückzahlen
bei uns halt eben sanken.
Man hat den Weltmarkt
einfach komplett verschätzt.
Man kann es auch mit
Arroganz bezeichnen,
dass man meinte,
am deutschen Wesen wird die Welt genesen
und wir wissen, wie man Autos baut und das
bleibt auf immer so.
Man wäre
der Platzhirsch und man könne
definieren, wie man Elektroautos baut.
Dann hat man Tesla
verteufelt, abgelehnt, hat erst versucht
gar nichts zu machen, dann hat man was gemacht
und hat es nur halbherzig gemacht
und hat einfach nicht drüber nachgedacht,
was es ist.
Das ist im Prinzip das,
worüber man nachdenken muss
und am Ende habe ich da ein paar Antworten noch dazu.
Deutschland ist seit rund
zehn Jahren nicht mehr
Vorbild von der Welt.
Gravierende politische Fehler
der GroKo
und vorher
und nachher jetzt der Ampel
haben dazu geführt, dass die Welt
uns nicht mehr als das große Vorbild
die Deutschen, die machen das alles richtig,
Vorbild für uns,
ist seit zehn Jahren rund vorbei
und das ging los mit dem Aus
für die Atomkraft, ungehaltene
Migration, ungebührliches
Verhalten der Politiker auf dem internationalen
Parkett und
Parteinahme in militärischen Konflikten
waren die
wichtigsten Punkte. Diese Dinge,
die jetzt im
Umfeld Deutschland
als Nation im Ausland
verdeutlichen, hat die
Reputation auch für die Produkte,
die aus diesem Land kommen,
beschädigt. Das muss man ganz klar
sagen. Das, was Politiker tun,
ist nicht einfach ein paar Hampelmänner, die da irgendwas
sagen, dann wieder nach Hause fahren
und Champagner
und Schnittchen gehabt haben. Nein,
was sie zeigen, was sie verdeutlichen,
zeigt nach außen
den Zustand des Landes, weil wir haben
diese Politiker gewählt und die machen das
jetzt und das heißt, die Bevölkerung
steht dahinter und damit können
die Produkte, die früher
so vorbildlich waren, heute
nicht mehr diesen Hof genießen,
weil einfach der Rest, den man
von Deutschland sieht, ganz was anderes
ist. Das ist das Hauptproblem.
Das ist das, was die
Politik mit
ihrem
Sendungsbewusstsein ins Ausland
für ihre Werte,
die nicht meine sind,
hier ein Land
im internationalen
Vergleich ganz schön daneben setzt
und wenn man dann international
sieht, guckt sich die Wachstumszahlen
an, G20 und so weiter,
dann sieht man auf einmal, die sind auf dem letzten Platz.
Soll ich jetzt
ein Produkt von einem Loser kaufen?
Das mag im Business-to-Business
ganz was anderes sein, wenn man
sagt, man braucht eine Abfüllanlage für irgendwelche
Bierflaschen oder sonst was, da geht man zum Cronus,
nach Regensburg, da weiß man,
was man hat, aber bei den
einfachen Bürgern,
die jetzt sagen, soll ich da ein Auto von den Losern
kaufen, weiß ich jetzt ja nicht. Sind die
so schlecht wie die Nachrichten, die wir über sie
hören? Und im Gegensatz zu uns,
wo solche Nachrichten dann
entweder überhaupt nicht kommen
oder dann auf
eine kleine Randnotiz sind,
werden die im Ausland
in breiter Fläche gespielt.
Wie, wer war es,
Financial Times oder war es New York Times,
die Deutschland bescheinigt hat,
dass wir die dümmste Energiepolitik der Welt
haben. Oder China,
wenn sie über Besuche von
Ministern sprechen.
Also, das sind
Eigentore, die da geschossen werden,
die direkt ins Tor von
der heimischen Industrie gehen.
Und die steht nicht auf und sagt nichts.
Selber Schuld, muss sie mitleben.
Ich war ja in diesem Jahr
ziemlich weit auf der Welt unterwegs, in vielen
verschiedenen Ländern und ich suche die Nähe
zu den Menschen dort. Ich unterhalte mich
mit denen, was immer geht.
Natürlich sind das keine repräsentativen Gespräche,
aber man hat so
einen Einblick, vor allem dann,
wenn man in den etwas besseren Hotels ist,
zu den etwas wohlhabenderen Menschen auf
der Welt, die von überall herkommen.
Und die stellen dann einem
genau diese Fragen. Warum
seid ihr so verrückt?
Warum lasst ihr das zu?
Ihr wart unser Vorbild.
Jetzt nicht mehr.
Das sind die eigentlichen Fragen.
Und dazu kommt dann noch obendrauf
die vogue Werbung unserer Automobilhersteller.
Zum sogenannten
Pride Month, der von
der rechten Szene in Deutschland
als Stolzmonat dann
übersetzt wurde,
färben die ihre Logos
schön im
bunten Voggen Farbenregen,
Regenbogenregen.
Und das bleibt ja im Ausland
nicht unbemerkt.
Natürlich ist es so,
dass man in arabischen Ländern
und asiatischen Ländern diesen Regenbogen
nicht zeigt. Also ganz blöd
sind sie jetzt auch nicht.
Aber die Leute dort sind auch nicht blöd
und das spricht sich rum, das merkt man.
Die kriegen das mit,
dass hier das, was
die Marke ehemals verdeutlicht hat,
jetzt nicht mehr da ist.
Dass man sich davor einen Kern spannen lässt.
Ziemlich,
ziemlich deutlich.
Und ja,
ich kann nur sagen, wenn man sie also nicht auf der
gesamten Welt im Regenbogen einfärbt,
dann nennt sich das Gratis-Mut.
Weil bei uns muss man nichts befürchten,
bei den anderen macht man es nicht.
Aber nicht die Rechnung
mit dem Wirt gemacht.
Denn das spricht sich rum und die kriegen das dann auch mit.
Also an dieser Stelle
höchst gefährlich, wir haben es ja in den USA gesehen,
so einige Pride-Month-Aktivitäten
mit Werbungen
und so sind dermaßen nach hinten losgegangen
und haben also Aktienkursverluste
und sogar Umsatzverluste und Schließung
von Werken.
Bei Bud Light zum Beispiel.
Da hat man mehrere Abfüllwerke mit
Hunderten, gar Tausenden von Mitarbeitern schließen
müssen, weil einfach
der Absatz um
30 oder 40 Prozent eingebrochen ist.
Wegen solchen Aktivitäten.
Und nichts anderes passiert bei der Automobilindustrie weltweit
auch. Muss man sich
nicht wundern.
Das ist das Verprellen
der Altkundschaft.
Es geht auf anderen Ebenen
noch viel weiter. Für einen heimischen
BMW M oder einen
AMG-Fahrer bei Mercedes sind so ein Haufen
Schalter, der direkte Kontakt zur Fahrbahn,
manuelle Schaltmöglichkeiten,
Haptik, Ergonomie
und so ist unglaublich wichtig.
Lenkradnippen zum Schalten und und und
und Klappenauspuff und was
da alles nicht brauchst.
Und das lese ich hier immer wieder unten drunter
hier in den Kommentaren.
Das sind diese Konservativen, von denen ich vorhin gesprochen
habe. Aber für
die weltweite Jugend sehen Automobile ganz
anders aus.
Nicht so wie die Gedanken
der
Altkonservativen hier.
Man steht vor allem im Stau
und man will sich mit
dem blöden Fahren, den blöden Schaltern
und und und gar nicht so umtun.
Es geht jetzt hier nicht
um die Einzelnen. Natürlich gibt es diese
Verfechter
dieser klassischen Fahrzeugtechnik
in anderen Ländern auch. Es geht um
den Großteil der Leute.
Und der Großteil bestimmt, wie viele Fahrzeuge
verkauft werden. Darum geht es.
Und wenn man nun Autos
nach dem alten Muster Freude am Fahren
produziert, dann kommt man
bei der modernen Jugend weltweit nicht mehr
so gut an. Vor allem nicht in China.
Und auch das Beste oder Nichts,
wie es so schön bei Mercedes heißt,
äußert sich allzu oft im Nichts.
Wie ich das am eigenen Mercedes
den vor allem meine Frau
fährt von uns
allzu oft bemerken
muss. Und wer
solche Autos in diesem Altdesign,
also jetzt nicht optischem Design, sondern
Funktionsdesign herstellt,
der muss sich nicht wundern, wenn man
davon in modernen Volkswirtschaften nicht
mehr so allzu viele verkauft.
Der Mercedes EQE,
das ist die elektrische E-Klasse.
Schönes Auto wollten wir uns
eigentlich kaufen,
war dann aber nicht lieferbar, kam dann erst
so im Q2
2023.
Der kam dann in China, hat sich
auch so halbwegs verkauft und ging dann runter.
Und jetzt im Oktober
2024 wurden von diesem EQE
in Gesamtchina genau
null Stück verkauft.
Und das bei 50% Preisnachlass.
Game over.
Also das war's dann.
Und das ist das, was die Zukunft
so katastrophal
für unsere Automobilhersteller
aussehen lässt.
Und wenn man nun den genau nullmal
verkauft in einem Land mit einer Milliarde
Einwohnern, von denen die Hälfte
einen sehr guten Lebensstandard schon erreicht hat,
das zeigt, wo es hingeht.
Und China ist nur
ein Beispiel, in anderen Ländern geht es nicht viel anders.
Und ich sehe da drei Hauptprobleme,
die dem normalen,
wohlhabenden Bürger in China nicht verborgen
geblieben sind. Erstens
die fehlende Modernität.
Ich habe ein Video über die
EQS, also
die elektrische S-Klasse,
gedreht und
habe da Vergleiche angestellt und meine Erfahrungen
gezeigt.
Und darin zeige ich
sehr deutlich, dass der Wagen mechanisch,
fahrtechnisch,
dämpfungsmäßig,
ganz oben auf dem Treppchen,
absolute Spitze. Und elektronisch
die Vollkatastrophe.
Im ersten Jahr, in den ersten zwölf Monaten
mussten wir dreimal
in die Werkstatt
für vier Probleme, alle
elektronischer Computernatur,
und die konnten nicht schnell gelöst werden.
Da mussten wir übers Wochenende warten,
bis da Updates eingespielt wurden, da muss man mindestens
über Nacht warten, dass da was
passierte. Es war eine Vollkatastrophe,
was elektronisch da abgeht, und
bis heute habe ich bis auf irgendwie
so ein paar Weihnachtssternchen
oder irgend sowas, habe ich nie
ein Update gesehen. Over the air kriegt man kein Update.
Der
Fahrassistent, oder die gesamte Palette
an Fahrassistenten, das Maximum reingekauft,
was ging, hat kein Update gesehen.
Es ist nicht modern.
Das spüren die Menschen
in China.
Und China ist in der Beziehung
weitaus moderner als wir. Die kommen
ins Museumsland Deutschland, um die
Burgen und Schlösser zu sehen. Wir haben extra chinesische
Touren auf Schloss Neuschwanstein.
Ja, so ist es.
Und zweitens, China ist ein Land der Elektromobilität
geworden. Man hat modernste
Kraftwerke und Infrastruktur gebaut,
die an allen Stellen
Elektromobilität ermöglichten.
Selbst die höchsten Straßen in China,
die bis auf 5000 Meter hoch
gehen, die sind für Verbrenner gesperrt,
weil die da oben überhaupt nicht mehr gescheit funktionieren.
Die haben einen schlechten Sauerstoffgehalt.
Die sind dann nur für Elektroautos
zugelassen, dass man da hochfährt. Und die
haben natürlich da Ladestationen am Wegesrand.
Also das sind Dinge, die
kann man sich bei uns überhaupt nicht vorstellen,
wie es dort geht. Und
China baut viel mehr Windkraft und
Photovoltaik als wir. Und dazu
bauen sie neue Kernkraftwerke, und zwar
dutzendeweise.
Und dazu Kohlekraftwerke
und Gaskraftwerke. Angebot,
wenn man das Angebot erhöht,
hält sich der Preis niedrig
und fordert an dieser Stelle Elektromobilität.
Und man muss ganz fairerweise sagen,
so dreckig wie die Luft in den Städten in China
war, war das auch zwingend erforderlich,
dass man die Verbrenner da gekillt hat.
Also kann man sagen,
dass hier nachgeholfen wurde,
aber auf der anderen Seite muss man sagen,
zu Recht. Und dann haben
wir zu hohe Preise. Wir haben ja gesehen,
50 Prozent Nachlässe werden gegeben.
Der Volkswagen ID.3
lief dann irgendwann von
ein paar 20.000 Euro da drüben
jetzt runter auf 12.000 oder 13.000 Euro
runter. Warum verkauft man den
bei uns immer noch für 30.000?
Ja,
große Frage. Und
China hat als Konkurrenz
eine sehr große Flotte
an preislich sehr attraktiven
Elektroautos,
die lieferbar sind,
wo gerade ein
Konsolidierungsprozess
läuft. Sie hatten, ich weiß nicht, 100
Automobilhersteller, sind jetzt auf 30 runter.
Man vermutet, dass in den nächsten
zehn Jahren das auf 15 sich abbaut.
Dass also dort Pleiten stattfinden,
dass die Besten übrig
bleiben und dass sie dort eine starke,
konzentrierte, schlagkräftige
Elektroautoindustrie
da haben. Und
dann kriegt man vorgeworfen, oder wir kriegen sie
vorgeworfen, dass dort
Subventionen gemacht würden.
Sehe ich ein bisschen anders,
denn die denken
in viel, viel größere Stückzahlen.
Und die Autos
kann man um 33% bis
50% billiger herstellen als Verbrenner.
Die Karren sind sowas von simpel.
Da ist ja nichts drin, nur ein bisschen Elektronik
und ein bisschen Chemie.
Das kannst du alles per Roboter bauen.
Und da hast du nicht 2.000 heiße,
mitunter sehr schnell bewegte Teile,
die da in höchster Präzision zusammengesetzt
werden müssen. Im Elektroauto hast du
20 bewegte Teile und das war's.
Das ist sehr, sehr simpel
herzustellen.
Und damit kann das jeder.
Auch die Anzahl an
Computern und Steuergeräten in
Elektroautos ist viel geringer
als in Verbrennern.
Da brauchst du ein Steuergerät für den Luftmassensensor,
für die Turboladerregelung, für die
Lambda-Sondenregelung, für das Abgasrückführungsventil,
für die Nockenwellenverstellung,
für die Zündungsverstellung.
Überall brauchst du deine Steuergeräte
und da sind alles immer Computer
mit drin, Computerchips mit drin.
Da ist viel, viel mehr drin als in
so einem blöden Elektroauto. Da brauchst du im Prinzip
zwei. Eins fürs Entertainment
und die Anzeige und das zweite
am Motor für die Regelung
des Inverters. Das war's.
Den Rest brauchst du nicht.
Kein Abgas, keine Luft, kein nix.
Keine Ventile, keine Zündwinkel,
nix. Brauchst du nicht.
Und das können die
mittlerweile und
die brauchen dort
auch viel weniger Geld, viel weniger Zeit und
deshalb können sie die auch so billig herstellen.
Und sie geben die Vorteile an ihre
Kunden weiter.
Und viertens ist das, wie ich vorhin schon mal andeutete,
das gesellschaftlich schlechte Verhalten
unserer Politiker auf dem
internationalen Parkett,
dass uns in den deutschen Medien
im Prinzip weitgehend
verschwiegen wird, zumindest mal
im ÖRP TV und in den sogenannten
Qualitätsmedien. Und in
anderen Ländern wird das breit
in den Medien ausgerollt. Ein riesiger,
ein riesiges Problem,
weil man
die nicht unter Kontrolle hat.
Daran schließt sich das Verhalten
der deutschen Bürger in Sache
Ukraine-Konflikt, beziehungsweise
Krieg an. Die
BRICS-Plus-Staaten sind wichtige
Handelspartner von uns und
befinden sich im Bündnis mit
Russland. Das darf man nicht
vergessen. Und hier
jetzt eine Parteinahme
führt automatisch
zu einer Belastung der Handelsbeziehungen
mit diesen Ländern.
Ganz automatisch. Boykottiert
man da was, kriegen die
alle Angst. Wer den boykottiert,
wann sind wir dran mit Boykottieren?
Die USA mit dem Einfrieren
der Währungsreserven bringt jetzt das
ganze Währungs- und Dollarsystem hier
auf Schieflage. Die Chinesen gehen hin
und
kümmern sich jetzt um ihre
Mitglieder in den BRICS-Plus-Staaten
und die haben jetzt Schulden in US-Dollar.
Müssen die zurückzahlen.
Was machen die Chinesen? Die geben
ihre US-Treasuries,
also US-Staatsanleihen,
geben die an diese Länder
weiter, damit sie die den USA
zurückzahlen können, damit
ihre Schulden den USA tilgen.
Und dafür nehmen sie Schulden bei den Chinesen
auf. Damit sind sie aus dem Dollar
raus. Dagegen kann sich die USA
gar nicht wehren.
Denn sonst müssten sie alle diese BRICS-Staaten
blockieren.
Dann geht's aber zur Sache.
Haben sie gar keine Chance. Ein Ding, was bei uns überhaupt
nicht erzählt wird,
dass hier auch in der
Bevölkerung ein Problem
weitgehend mit Produkten aus dem Westen
passiert und jetzt kommt sowas auf
wie Buy Chinese.
Make Chinese Great
Again. Nach 2000 Jahren
oder so.
Das darf man nicht
vergessen, was dort los ist.
Und der Chinese wird sich
überlegen, soll ich jetzt ein europäisches Auto
kaufen, wenn ich dann irgendwann mal
noch mehr Boykotte bekomme? Ich werde aus dem
Westen schon boykottiert mit
High-End-Computerchips,
High-End-CPUs, KI-Chips.
Wird China schon boykottiert?
Was ist, wenn du auf einmal keinen
Elektromotor mehr für ein
deutsches E-Auto
bekommst? Was ist dann?
Wenn du keinen Scheinwerfer mehr bekommst?
Was ist dann?
Und wenn man dort sich jetzt
als Handelspartner der Welt
sehr stark in eine Richtung positioniert,
darf man sich nicht wundern, wenn auf der anderen
Seite die Umsätze runtergehen.
Diese Boykotte sind immer
ein Schuss ins Knie der eigenen Wirtschaft.
Jeglicher Boykott.
Weil Boykotte senken die Win-Win-Verhältnisse
mit der Welt und machen es
im besten Fall für
im gewünschten Fall
für den Gegner schlechter,
auf jeden Fall für sich selbst schlechter
und im Zweifelsfall
nur für einen selber schlechter, weil der Gegner
was anderes findet.
Nicht so einfach. Und schließlich
kommt dann noch so als letzter Gnadenschuss
noch der Zoll
auf E-Automobile aus China,
den die Kommission
in Brüssel einfach so erhoben hat.
Denn im Gegenzug
gab es dieselben Zölle
auf Verbrennungsmotoren mit
über 2,5 Liter Hubraum.
Bei Porsche hat es da einfach alle erwischt.
Bei Mercedes sehr viele.
Da ist also wirklich
Not, weil
dort auf einmal diese Autos 20% teurer werden.
Da kannst du 50% die Preise senken.
Ja, schwierig,
schwierig. Und dieser Return
in den Zöllen
auf die großen Verbrennungsmotoren
war also ein Blattschuss der Chinesen
auf unsere Automobilindustrie.
Das hat getroffen bis ins Mark.
Hat man sich vorher politisch nicht vorstellen können,
hat man blauäugig so gemacht.
Nicht einfach. Man kann sich nur
um das besonnene Verhalten
der Chinesen
erfreuen
oder auch wundern,
dass sie nicht die gesamte Automobilindustrie hergenommen haben.
Die gesamten Verbrenner.
Weil schließlich haben wir ja die gesamten Elektroautos
genommen. Dann hätten die auch die gesamten
Verbrennerautos nehmen können.
Also da
wollte man wohl nicht zu viel Feuer am Dach haben,
weil das wäre ja sofort chaotisch geworden.
Darum hat man da besonnen
reagiert und hat nur die Großen genommen,
weil die einfach mehr Gewinn haben und da
mehr leiden können.
Also ein bisschen Chinesen denken immer sehr langfristig.
Jetzt kommen wir zur Zusammenfassung.
Sind wir...
Geht noch ein bisschen.
Der Rückgang der heimischen
Automobilindustrie war seit 2017,
2018 erkennbar und man hat
nichts dagegen unternommen.
Weder hat man die Unternehmen
auf eine schlechtere Ertragslage vorbereitet,
das hat man einfach ignoriert.
Noch hat man sich die neuen Märkte
der Elektromobilität mit Enthusiasmus
und frischen Ideen
erschlossen. Ganz im Gegenteil.
Man hat sich in neuen Märkten verschlossen.
Man hat lange Jahre
arrogant die ganze Geschichte ignoriert.
Und
man hätte die Weitsicht haben können.
Tesla hat in den letzten
vier Quartalen, also
Q4 2023
einschließlich Q3 2024
1,8 Millionen Autos verkauft.
Das hätten Autos der Europäischen
Union sein können. Das hätten Autos der
deutschen Automobilhersteller sein können.
Aber nein, das waren Autos von Tesla.
So, da sieht man, wie man sich
um zwei Millionen Einheiten
– das ist ein großer deutscher
Automobilhersteller – wie man sich um
die hat, wie man die sich
hat wegnehmen lassen. Ohne Not.
Man wäre in der richtigen Position gewesen.
Man hat an Arroganz
und Übermut festgehalten.
Das ist eine vorübergehende Erscheinung.
Ich setze auf das Pferd.
Das wird dem Kaiser Wilhelm nachgesagt.
Also,
wenn Sie also sich
gegen die E-Mobilität wenden
und dort wettern
und Sie für den Sargnagel
des deutschen Verbrenners halten,
dann haben Sie gleichzeitig Recht und Unrecht.
Die E-Mobilität hat
die deutschen Hersteller in die Krise getrieben,
aber nicht, weil es die E-Mobilität war,
sondern, weil man es nicht gekonnt hat.
Das war's.
Der heimische Kunde will die
E-Mobilität nicht,
weil der Staat den Strompreis so extrem
in die Höhe katapultiert, dass sich das für die Bürger
nicht lohnt. Rentieren
tun sich Elektroautos
nur für Besitzer von Photovoltaikanlagen,
auch nur, weil der Strompreis,
den man sonst bezahlen müsste, so teuer wäre
oder das, was man für die Stromanspreizung
bekäme. Und darüber hinaus
kommt eine unendlich schlechte Ladeinfrastruktur
und autofeindliche
Verkehrspolitik. Und wenn man eine
Verkehrsfeindliche Politik
hat, dann muss man nicht erwarten, dass man die tollsten
Produkte bauen kann und ins Ausland verkauft, wenn
die sagen, die haben ja keine Erfahrung, die verteufeln
ja das Automobil, dann können die auch nichts Gutes machen.
Also hier ist schon wieder ein Zirkelschluss
und
das Laden von
E-Autos
für Nicht-Eigenheimbesitzer oder
Nicht-Stellplatzbesitzer mit eigenem Ladeanschluss
wird jetzt noch mal
schlechter gemacht. Ab 1. Januar
2025 hat die EU verboten,
dass Ladestationen
und Netzbetreiber
oder Energieproduzenten
nicht in einer Hand sein dürfen.
Muss man trennen.
War vielleicht der Grund, warum
Tesla das Supercharger-Netzwerk
ausgegliedert hat in der eigenen
Firma und nicht bei Tesla
dringelassen hat. Und jetzt
sind unsere ganzen Stadtwerke, die da die Ladesäulen
betreiben, sind das ja echt der Zwickmühle,
weil sie dürfen es nicht mehr betreiben.
Und stattdessen
müssen sie jetzt irgendjemanden suchen, der die
betreibt.
Das ist alles auf dem Rücken vom Bürger und billiger
wird es bestimmt nicht. Also hier ein
Sargnagel nach dem anderen wird eingeschlagen
und
der ausländische Kunde will also die
Elektromobilität aus Deutschland nicht,
weil sie seine Bedürfnisse
nicht erfüllt. Vor allem geht es um die
fehlende Elektronik und das Entertainment
und die Internetvernetzung
unserer Autos. Und egal,
was Sie jetzt als
Altdeutscher oder junge Altdeutsche
denken und meinen, es zählt
nicht das, was Sie meinen als
Minderheit eines deutschen
Autofahrers, sondern es zählt das, was
die globalen Autokundschaft
will. Danach muss
man sich richten. Daran müssen sich auch
unsere Automobilhersteller richten
und die waren so sehr in ihrer eigenen
Führungsrolle auf der Welt
verhaftet, dass sie das nicht erkannt
haben. Dass sie sich von dem
ausländischen Kunden abgewendet haben und gesagt
die kaufen das schon. Passt schon, haben wir immer
gemacht. Und der Hammer möchte
ich jetzt zum Abschluss noch bringen, was
diese Situation,
diese moralische
Situation der Automobilhersteller
am besten beschreibt.
Die Deutschen bieten
in ihren Automobilen Soundgeneratoren
an, besonders die großen
Hersteller. Soundgeneratoren,
die mit dem
Fahren gehen. Wir haben selbst so ein Ding da drin,
dass man brummt und heult und was man alles
macht da. Und das halte ich
für pervers. Denn
es sagt, eigentlich würde ich gerne
Verbrenner fahren,
aber ich muss Elektroauto fahren
und den Verbrenner, den ich so gerne noch
fahren würde, den simuliere ich mir mit dem
Sound dazu. Das heißt,
ich bin rückwärts gewandt, ich will was Altes haben
und fühle mich zum Neuen gezwungen und will das eigentlich
nicht. Das ist ein Sendungsbewusstsein
nach außen.
Der Käufer sagt, warum macht denn der so ein olles Zeug da rein?
Ist der so altbacken? Was will der denn damit?
Ein Soundgenerator,
den haben Elektroautomobilen nichts zu suchen.
Sie können so ein bisschen brumm machen,
damit sie Fußgänger
aufmerksam machen.
Findet man eine Zustimmung.
Rückwärts piepst, das ist vor allem in LKWs und
Baumaschinen. Man kann normal das Auto auch
rückwärts einen Sound machen.
Ja, alles in Ordnung. Aber einen
Sound zu machen, um einen Verbrenner
zu simulieren oder eine Geräuschkulisse
beim Fahren, die man glücklicherweise
bei Elektromobilität ja nicht mehr hat.
Man will es ja auch nicht, das elegante,
ruhige Fahren.
Wenn man da dieses alte Zeug macht, dann zeigt
man, man will das eigentlich nicht. Man will
eigentlich was Altes haben.
Und diese Soundgeneratoren
wurden in den
Automobilfirmen von unten bis ganz oben
wurden die durchgezogen. Die Fachabteilungen
brachten bei uns in den
lokalen Medien Artikel darüber, was sie für
Sounddesigner eingestellt hätten,
um hier harmonisches Sound
herzustellen und und und
und gerühmt auf die Schulter geklopft
haben sie sich, ja,
so wie wenn du zuhörst, wie der
Sacknagel knallt, ne?
Mit den Hammerschlägen. Also
Katastrophe darf doch gar nicht sein.
Wir brauchen in unserem Unternehmen
modernste Mitarbeiter auf
allen Ebenen. Sowohl ganz oben
als auch ganz unten.
Das muss, die müssen dahinterstehen
und das wollen. Nur dann gewinnt man
auf dem Weltmarkt.
Ein in die Rente ausscheidender
Mitarbeiter eines süddeutschen
Automobilunternehmens, da
habe ich den Abschiedsbrief von diesem
zugespielt bekommen von einem Arbeitskollegen.
Den werde ich hier demnächst mal in einem Video
verarbeiten und der erzählt
da aus dieser Automobilindustrie
Katastrophensituationen,
dass es also Hammer
ist. Aber abschließend möchte ich jetzt
dieses Video, ist lang genug geworden, mit
einem Zitat von, ja nicht Henry Ford,
nein, auch nicht Karl Benz, sondern von
Elon Musk. Und
der sagte, jede Person
in ihrem Unternehmen ist ein Vektor.
Ihr Fortschritt wird durch
die Summe aller Vektoren
bestimmt. Das
lassen wir jetzt mal so sacken.
Herzlichen Dank fürs Zuschauen.
