Moderator und Filmemacher Reto Brennwald über das gefährdete Erfolgsgeheimnis der Schweiz

Kontra Funk
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liebe Zuhörer ich begrüße Sie ganz
herzlich zu dieser Sendung sie hören ein
Schweizerzeit Interview bei kontrafunk
mein Name ist Dr Philipp gut ich bin
Journalist Buchautor und
kommunikationsunternehmer mein Gast
heute ist brenwald er ist Journalist
Moderator Filmemacher mediencoach Herr
Brennwald herzlich Willkommen bei uns ja
ganz herzlich Willkommen von meiner
Seite her und vielen vielen Dank für die
Einladung ja sehr gerne sie haben Herr
brenwald einen Film gedreht über das
Erfolgsgeheimnis der Schweiz das ist
auch der Titel das Erfolgsgeheimnis der
Schweiz der Film handelt aber vor allem
von den Gefährdungen dieses Erfolgs
zunächst vielleicht die Frage wie sind
Sie auf dieses Thema überhaupt gekommen
ja das Thema hat mich schon lange
beschäftigt wenn man viel gereist ist
dann sieht man vielleicht besser auch
die Qualitäten des eigenen Landes und
ich muss sagen dass ich die Schweiz
außerordentlich Schätze und schätze die
Vorzüge der Schweiz ich schätze
außerordentlich das politische System
mit direkter Demokratie Föderalismus und
so weiter und dann sieht man dass wir
dadurch eine Menge Vorteile haben
gegenüber Nachbarländern
und dass wir diese Vorteile pflegen
müssen und ich sehe eben leider Gottes
dass gewisse Dinge erodieren eben
beispielsweise das Verhältnis von Staat
und privatem Privatwirtschaft private
Initiative ich bin ja auch immer hin und
her gegangen in meinem beruflichen Leben
und das waren viele verschiedene Gründe
die mich zu diesem Thema gebracht haben
es gibt dann auch noch einige konkrete
Auslöser sie haben gesagt die Schweiz
ist nicht mehr so wie sie eigentlich
idealerweise sein sollte wir kommen da
noch auf ja konkrete gefahren die sie
auch im Film analysiert die sie
geschildt haben vielleicht so ist noch
ein bisschen eine allgemeine Frage was
hat Ihnen im Zuge der Recherchen auch
des Filmens besonders Eindruck gemacht
was ist in da haften geblieben ja es ist
natürlich dass wir uns nicht bewusst
sind in welchen Bereichen wir eine
Bürokratie und einen wachsenden Staat
auf
der uns immer mehr einschränkt aber das
ist eine ganz ganz langsame stetige
Entwicklung die man auf den ersten Blick
auch nicht unbedingt merkt außer
vielleicht man hat ein Bauprojekt oder
man ist Arzt oder arbeitet in der
Landwirtschaft und so weiter aber wenn
man halt ein ich sage jetzt mal in
Anführungszeichen normaler Angestellter
ist in einer Firma merkt man das wohl
weniger das heißt Unternehmer sind
vermutlich eher betroff hoffen weil sie
das direkt spüren sie haben im Film
solche Leute portratiert mit ihnen
gesprochen ein Beispiel mit dem sie auch
einsteigen ein Bauernhof da gab es einen
Brand und das wird dann geschildet auch
von den betroffenen Bauern von einem
Bauernpaar Mann und Frau die da den
bewirtschaft mit einem kleinen Sohn sie
sprechen da von einem bürokratischen
Albtraum können Sie uns schildern was da
abgelaufen ist das ist ja nicht sofort
nachvollziehbar vielleicht für die
Zuhörer sagt man gut ein ein hofbrett
nieder baut man ihn halt wieder auf was
sollten dann da so schwierig daran sein
ja ich würde mal einen kleinen Bezug zu
Deutschland machen dass ich nur als
Leser und Beobachter wahrnehme wenn man
sieht wie lange es geht einen Flughafen
in Berlin zu bauen dann kann man sich
vielleicht vorstellen eine parallele ist
eben in der Schweiz natürlich viel
weniger krass wenn Sie versuchen einen
abgebrannten Hof wieder aufzubauen da
sind sie mit einer solchen Fülle von
Vorschriften konfrontiert dass sie
beinahe verrückt werden und es sind auch
Vorschriften die sich gegenseitig
widersprechen man kommt dann in eine
gewisse kafkaeske Situation und das hat
dieser Bauer erlebt hat dann vier Jahre
gebraucht bis er seinen Hof letztlich
wieder aufbauen konnte aber das war eben
ein eigentlicher Albtraum ist es jetzt
ein
verallgemeintbares Beispiel al ist das
typisch oder sind da irgendwie die
Behörden besonders kritisch gewesen in
dieser Gemeinde oder das gefragt ja war
das nur Gemeindebehörden sind es auch
kantonale nationale Vorschriften können
Sie das ein bisschen genauer für die
Zuhörer vorstellen ja das ist eine gute
Frage es sind natürlich alle drei
Staatsebenen involviert von der Gemeinde
über den Kanton bis zum Bund es geht
aber auch hier um eine spezialsituation
die aber grundsätzlich in der
Landwirtschaft gilt weil wir natürlich
der Zersiedelung des Landes wir sind ein
sehr kleines Land keinen Fortgang
gewähren möchten wir wollen ja nicht
dass überall neu gebaut wird und wenn
halt ein landwirtschaftlicher brieb
abbrennt dann sind die Vorschriften sehr
sehr streng man darf dann nur unter sehr
strengen Bedingungen den wieder aufbauen
aber ich habe ja nur diese
landwirtschaftssituation genommen weil
sie eine Entwicklung repräsentiert die
in allen Branchen stattfindet die findet
fast in jedem KMU Bereich statt sie
findet in der Medizin statt sie findet
natürlich enorm in der Bildung statt die
Volk sch verbürokratisiert wurde in
letzten Jahren und deswegen habe ich
einfach nach besonders ja
anschaulichen Beispiel nachgesucht mm
das ist wieder eine Art Intro im Film wo
sie da die Zuschauer reinziehen jetzt
wollen uns ein bisschen analytischer dem
Thema zuwenden eine
Bestandsaufnahme ein Thema ist die Zahl
der Gesetze der Vorschriften der
Regularien die da wächst haben sie da
auch Daten dazu kann man das irgwie
festmachen an facts und figures ja das
zeige ich ja im Film in verschiedenen
Grafiken wie sich das entwickelt hat
eine Grafik ist die quasi Verdoppelung
aller Vorschriften und Gesetze in den
letzten 30 Jahren von etwa 40 auf 80.000
Seiten Gesetzestexte das ist eine dieser
sehr eindrücklichen Zahlen man kann auch
von den parlamentarischen Vorstößen
sprechen die von 700 Vorstößen jährlich
auf 2000 gewachsen sind und so weiter
das sind röchchierte Zahlen daran lässt
sich ermessen in welche Richtung wir
gehen das ist eine richtiggehende
Bürokratie Maschinerie die der am Rollen
ist am Ratten die sich immer weiter
ausbreitet auch ja im Wachstum in der
Geschwindigkeit da irgendwie sehr viel
schneller als vor also nicht unbedingt
eine lineare Entwicklung sondern ja so
wie sie das schildern in kurzer Zeit
eben Verdoppelung also muss man fast
vonem exponentiellen Wachstum ausgehen
eine andere Kennzahl sind natürlich auch
die Finanzen die Staats Ausgaben wie
steht es denn da die Finanzen oder die
Ausgaben die habe ich insofern
angeschaut als ich einmal geschaut habe
wofür geben wir Geld aus und das ist
interessant das entspricht nicht
unbedingt breiten Wahrnehmung wir haben
einen massiven Ausbau im Bereich des
Sozialstaates erlebt in den letzten 30
Jahren wir haben einen massiven Ausbau
erlebt im Bereich der Bildung und das
ist jetzt sehr aktuell praktisch kein
Ausbau bei der Sicherheit namentlich bei
der Armee bei der Verteidigung da sind
die Ausgaben immer konstant geblieben
und ja von der Landwirtschaft auch nicht
zu sprechen also in dem Sinn ist es
falsch wenn der Eindruck herrscht sagen
wir besonders auch von politisch linke
Seite wo oft die Rede ist von einem
karlschlag Sozialabbau das ist also das
Gegenteil der Fall das ist ja einer
meiner Motivationen dass ich mich über
solche Sachen geärgert habe diese
populistischen quasi Beschreibungen vom
Neoliberalismus und von der
abzockerischen Privatwirtschaft und so
weiter das hat mich zunehmend angefangen
zu stören weil ich weiß dass es nicht so
ist und sie haben es genau richtig
gesagt ein weiteres Merkmal eine weitere
Kennzahl ist die Staatsquote die
sogenannte also das Verhältnis des
Bruttoinlandproduktes der
Wirtschaftsleistung zum Staat Staat
Fußabdruck der ist aber das sagen sie FM
noch höher wenn man da gewisse Dinge
noch einrechnet können Sie uns das kurz
schildern also wie viel von unserem
Einkommen ist am Schluss eigentlich
weggefressen wenn sie in dieser Zahl
einschließen die Steuern die Sie
bezahlen alle Gebühren und Abgaben die
Sie bezahlen dann aber auch die
administrierten Preise weil
beispielsweise gewisse Betriebe dem
Staat gehören wie unsere B die spbb wenn
Sie die Gebühren nehmen für das
öffentlichrechtliche Fernsehen dann
kommt ein Teil dazu Sozialversicherungen
wo sie zwar etwas zurückgehalten aber es
sind halt auch gebundene Beträge die Sie
bezahlen müssen dann kommen Sie je nach
Berechnung auf etwa
45 radikalere Ökonom würde ich jetzt mal
sagen gehen bis zu 50% und da sagt ja
jemand der im Film auch vorkommt das ist
eigentlich se Sozialismus das kann man
diskutieren aber so gerechnet könnte man
dem semisozialismus sagen es ist Gerard
schwarz ehemaliger wirtschaftschef der
neuen zürchenzeitung der das gesagt hat
ein sehr liberal denkender Mensch also
das heißt mit anderen Worten bis im
Sommer arbeiten wir quasi nicht für uns
sondern nur für den Staat und das ist
doch relativ erdrückend wenn man sich
das vorstellt dass W man geht ein halbes
Jahr lang quasi arbeiten und es ist
nicht für einen Selb und man muss das
Abgeben genau und wenn ich das noch
etwas differenzieren darf und das machen
wir im Film auch natürlich erhält man
bei den
Sozialversicherungen etwas zurück aber
der Punkt ist ja wenn wir von liberalen
Rahmenbedingungen und von Freiheit
sprechen dann geht es ja auch darum dass
wenn der Staat sehr sehr viel einzieht
über dass sie nicht frei verfügen können
Sie aber natürlich etwas zurückgehalten
dann gehen wir natürlich weg von der
frei Richtung eines totalitären Systems
was hier natürlich noch längst nicht der
Fall ist aber wir gehen in diese
Richtung und das ist ja der springende
Punkt es geht eben letztendlich um
Freiheit sie haben es schon kurz
angesprochen es sind nicht nur einzelne
branchenchen betroffen von dieser
Entwicklung der zunehm Bürokratisierung
des
staatswachstums ja des Schwindens auch
der Liberalen Grundfreiheiten sondern
mehr oder weniger alle Branchen
Wirtschaftszweige es haben sie aber ein
paar Beispiele hervorgenommen das ist ja
auch das schöne am Film was er
anschaulich arbeitet mit konkreten
Menschen die bestimmte konkrete Dinge
erleben ich möchte da ein paar Beispiele
auch herauspicken die Ärzte haben Sie
eigentlich schon ganz kurz erwähnt die
müssen sehr viel Bürokratie auch leisten
da ist z.B eine Vorschrift für
wegwerfinstrumente können Sie das kurz
schildern was ist da das Problem was
diese Ärztin im Film da schildet
zusammengefasst ist es so dass in den
Bundesämtern und in den Verwaltungen
Vorschriften sich erdacht werden die in
der Praxis einfach nicht sehr sinnvoll
sind und hier ging es darum die Hygiene
zu verbessern man hat die Ärzte
gezwungen neue Räume und Instrumente
anzuschaffen für die Sterilisation
Instrumente mit denen sie arbeiten und
das hat für sehr sehr viele Ärzte so
viel Aufwand bedeutet dass sie gesagt
sagt haben das machen wir nicht mehr die
konnten das bisher mit relativ einfachen
Mitteln konnte man die Zangen und
Instrumente sterilisieren das wird jetzt
nicht mehr gemacht man kauft
wegwerfinstrumente und da wird eine
ungeheure Menge Abfall jeden Tag
produziert ween man diese Instrumente
einmal braucht und dann wegwirft auch
ein liberaler Denker reden hier über
liberale Ideen und deren Gefährdungen
hat das mal unbeabsichtig der
handlungsnebenfolgen
also der Staat macht etwas und man denkt
gar nicht daran was da alles noch draus
wird oder und das ist delerselbe Staat
der uns aber gerade in diesem
Umweltbereiche ständig auch wieder sehr
Vorschrift große Vorschriften macht das
ist ja auch ein sehr wachsendes ja
Korsett das da kommt also man kann es
wir lachen jetzt ein bisschen darüber
ist ein bisschen ironisch aber letztlich
ist natürlich auch ja ja ist natürlich
nicht wirklich lustig was dabei
herauskommt ein anderes Beispiel für
einen unnötigen Staatseingriff ist die
Finanzierung von kitos von
kinderbetreuungsstädten auch das haben
sie herangezogen warum macht das der
Staat überhaupt dass er sich da
einmischt und wo sehen sie da die
Problematik grundsätzlich ja hier wird
es einigermaßen politisch es gibt
natürlich gewisse Bereiche der Politik
die gerne möchten dass dieser
Sozialstaat noch mehr ausgebaut wird
immer mit einer schönen Begründung dass
die Frauen dann besser in den
Arbeitsmarkt integriert werden können
die die Frage ist ja als Liberaler muss
das der Staat offerieren muss der Staat
und vor allem hier ist es noch der
Zentralstaat die Kinderbetreuungsplätze
finanzieren wir sprechen hier von 800
Millionen oder könnte man das den
Arbeitgebern und den Arbeitnehmern
überlassen könnte man das
privatwirtschaftlich organisieren was
wir ja wissen dass dann meistens
effizienter wäre mit weniger Bürokratie
verbunden und deswegen finde ich das ein
eindrückliches Beispiel Spiel es
bestreitet ja niemand dass Kinder gut
betreut werden müssen aber die Frage ist
soll sich hier der Staat dermaßen
engagieren und auch wieder einen großen
Apparat schaffen abgesehen davon dass
das hier eine spezifisch in der Schweiz
eine kantonale Aufgabe wäre oder eben
nicht neben der Finanzierung ist ja auch
ein Problem das der statt sehr viele
Vorschriften macht also W eine Kit bauen
will der muss unglaublich vieles be
achten was es dann wiederum verteuert
und so ist es eigentlich eine Art
Teufelskreis od der stat macht mit
seinen Vorschriften die Kitas teuer als
sie privat in einem liberalisierten
Markt anbieten könnten und wird dann
letztlich aber auch wieder mehr
Steuergelder dafür
aufwerfen eine negative Entwicklung ein
Spirale die sich da immer nach oben
dreht ein anderes Beispiel da kann man
auch darüber lachen aber es ist
natürlich ja es zeigt auch den Zeitgeist
das haben sie erwähnt sie haben deine
parlamentarien ich glaube es war St oder
Kantonsparlament in Zürich wenn ich mich
richtig erinnere da hat man diskutiert
und da haben grüne Politiker doch allen
Ernstes gratis tampos für menstruierende
Menschen Zitat Ende gefordert was hat es
damit den auf sich es gibt diese Abgabe
diese gratis Abgabe von Tampons gibt es
schon in den städtischen Schulen in
Zürich und das war aber der grünen
Fraktion nicht genug sie haben dann
gefordert dass das im ganzen Stadtgebiet
wenn ich mich richtig Erin war es etwa
diese Formulierung gratis angeboten wird
die Debatte ging dann um diese gratis
Abgabe der ganzen Tampons aber es ging
dann auch noch viel weiter es wurde dann
letzten Sommer auch die gratis Abgabe
von Sonnencreme gefordert was dann doch
tatsächlich keine Mehrheit gefunden hat
warum wird da nicht gratis Abgabe von
Rasierklingen und schillett schell für
Männer gefordert das ist auch etwas das
nur geschlechtsspezifisch ist dass man
jetzt im Gesicht z.B baare trägt ja
genau sie meinen also nicht Männer
sondern Menschen mit
bartbehaarung genau könnte man sich
fragen ja klar ja aber es ist sicher ein
Ausfluss des Zeitgeistes der da relativ
einseitig weht jetzt vielleicht in ein
nächsten Schritt mich hab wir ein paar
zum Teil auch absurde Beispiele gehört
wie der Staat wächst wo überall
Vorschriften macht wo er aber auch das
sich ausbreiten möchte wo mehr
Steuergeld verwendet oder eben auch
verschwendet werden jetzt würde mich
interessieren was sind denn eigentlich
die Gründe was ist da rausgekommen bei
ihren Recherchen warum ist das
eigentlich so dass der Staat immer
wächst ist das eine Naturgesetz es gibt
ja diese These es gibt Ökonomen die
sagen ja sobald ein Staat da ist wird
einfach immer fetter und fetter was sind
da ihre Erkenntnisse einerseits würde
ich das unterstützen es ist in gewisser
Weise ein Naturgesetz die Verwaltung
muss ja ihre
seinsberechtigung rechtfertigen sucht
also neue Aufgaben aber ich möchte nicht
einzelne Leute aus einer Verwaltung
kritisieren es ist wie sie sagen auch
ein Zeitgeist es geht uns
außerordentlich gut wir können immer
noch mehr Dinge uns
ausdenken die wir auch noch durch den
Staat erledigen lassen wollen weil es
uns so gut geht und besonders in der
Schweiz auch mit unserem immer noch
relativ niedrigen Schuldenstand kommt
man immer auf neue Ideen und das
Interessante ist ja dass mich nun sehr
sehr viele Leute fragen ja aber was
würdest Du denn machen und das ist ja
die ganz große Frage und da würde ich
mal als erstes sagen ja man muss einfach
dem stat das Geld entziehen und sagen
dass diese Aufgaben die werden jetzt
nicht mehr vom Staat angeboten die
machen wir nicht mehr und da gibt's kein
Geld mehr dafür und dann wäre ein Teil
dieses Problemes schon mal im Ansatz
gelöst Finanzen werden sicher wie sie
jetzt antönen ein wables
Steuerungsinstrument nur da kommt mir
gleich die Gegenthese natürlich in den
Sinn wer macht denn diese Gesetze wer
beschließt dass der Staat weniger
ausgibt es sind unsere volksvertret und
da hatten wir in der Schweiz kürzlich in
der Wintersession des Jahres 2024 also
Ende letzten Jahres diese große Debatte
und da kam einfach raus dass quasi
niemand wirklich sparen will also wir
haben da 90 Milliarden rund Staatsbudget
und man bringt es nicht fertig nur einen
kleinen bruchter davon wirklich zu
sparen also die Politiker sind offenbar
auch nicht fähig das zu tun obwohl sie
jeweils in den budgetdebatten groß
darüber reden aber wenn es dann darum
geht konkret zu sparen auch bei der
eigenen Klientel vielleicht etwas zu
beschließen was denen weh macht dann
nehmen alle die Hände davon und dann
wird er nicht gespart also insofern ja
wie kann man jetzt das wer quasi mein
Rückfrage wie kann man denn die
Politiker dazu bringen dass sie das
wirklich tun was sie vorher gefordert
haben also das schichw Klientel ist
natürlich ein gutes Stichwort weil es
geht in vielen Bereichen um eigentliche
Klientelpolitik und man muss auch
fairerweise sagen dass auch die
Unternehmungen natürlich für ihre
Anliegen kämpfen und sehr gerne auch
protektionistische Vorschriften durch
das Parlament beschließen lassen das ist
also nicht nur eine linksrechts Frage
und die Sache ist wirklich verzwickt
weil dadurch durch diese Art von
Klientelpolitik immer die eigene
Klientel profitiert und wenn sie dafür
eine Mehrheit finden dann bringen Sie
das nicht weg und das ist ja der
Unterschied zur Privatwirtschaft in der
Privatwirtschaft müssen sie überleben
können sie müssen einen Anreiz haben um
Gewinn zu wirtschaften damit sie die
mitarbeiten bezahlen können und in der
Politik ist das anders wir sind jetzt
mitten Debatte über die formfähigkeit
dieses bürokratischen Systems drin da
fällt mir noch etwas ein das sind die
Städte die linksgrünen Städte da haben
wir zum Teil ja eine Art Labor
vielleicht auch der Zukunft aus unser
sagen wir liberalenicht vielleicht eher
eine Dystopie statt eine Utopie wie sich
die Grünen Städte selber sehen aber da
ist ja so anders als jetzt auf dem Land
oder in ländlichen kleinen Städten sind
ja die Großstädte oft dadurch
charakterisiert dass sehr viele Leute
die da bereits vom Staat leben ob direkt
oder indirekt sei das als Beamte sei das
als
Universitätsprofessoren sei das als
Studenten JW von Steuergeldern
profitieren also da ist es so dass fast
schon eine Mehrheit oder oft eben mehr
als 50% direkt oder indirekt eigentlich
vom Staat lebt und eben auch profitiert
und da stellt sich diese Frage der
Reformfähigkeit eigentlich noch ja noch
akuter wie beurteilen Sie diese Lage ich
beurteile das genauso wie Sie es geschüt
haben sie haben das eigentlich wunderbar
zusammengefasst das ist auch ein Thema
das bei Gerhard schwarz sehr wichtig ist
wir haben darüber diskutiert wenn Sie
eine Mehrheit der Bevölkerung haben die
im eigenen Interesse stimmen wird dann
ist
eine demokratische Gesellschaft nicht
mehr reformfähig und in diesem
kippppunkt sind wir in gewissen Städten
sind wir nahe dran und was ich auch noch
finde was viel zu wenig bewusst ist wir
haben einen recht großen Speckgürtel um
den Staat herum egal ob das nun in den
Gemeinden ist oder im Kanton oder auf
Bundesebene wir haben sehr viele
staatsnahe Betriebe Berater Zulieferer
die ein Interesse haben dass dieser
Staat nicht kleiner wird und das würde
ich mal sagen das befördert die
Reformfähigkeit nicht unbedingt dem ist
sicher so jetzt gibt's wenn den Blick
ein bisschen kurz weiten ins
internationale doch eine hoffnungsstimme
würde ich sagen wir reden jetzt darüber
wie man diese Bürokratie staatswachstum
eindämmen zurückbinden kann in den USA
hat wir alle wissen Donald Trump die
Wahlen gewonnen er ist der alte neue
US-Präsident er hat da Elon Musk den
erfolgreisen Unternehmer der gegenwag
kann man wirklich so sagen angestellt um
eben die Bürokratie auszumisten diesen
um es Altgriechisch zu sagen Augiasstall
was glauben sie kann das gelingen werden
s das wirklich so umsetzen wie sie es
angetönt haben ist interessant dass sie
Elen Musk erwähnen und nicht der chavier
M weil bei chavier meleay können wir
schon beobachten ob das glücken kann
oder nicht und Argentinien ist einem
absolut katastrophalen Zustand gewesen
und mele hat schon einige Zahlen
geliefert die in eine sehr optimistische
Richtung gehen ich finde das absolut
faszinierend diese Operation am offenen
Herzen als liberaler Sicht zu beobachten
ich hatte heute eine Diskussion mit
einer Kollegin mit der Skifahren war und
es ist schwierig das zu vermitteln weil
das wird als sozial kalt
angesehen weil natürlich im Moment in
einer gewissen Phase viele Menschen
leiden viele Menschen verlieren ihre
Jobs beim stat und das wird eine sehr
sehr harte Jahre wahrscheinlich bedeuten
und ist nicht immer einfach aus ich sage
jetzt mal aus volkswirtschaftlicher
Sicht klar zumachen dass es aber auf
längere Sicht eben Wohlstand generieren
wird und insofern eine soziale Sache ist
mil hätte ich auch noch angesprochen es
auch auf der Stichwortliste schön dass
Sie das jetzt ja schon geschildet haben
kommt übrigens auch bald in die Schweiz
und ja wir am WEF teilnehmen an anderen
Anlässen also da gibt's vielleicht auch
für den ein oder andere die Möglichkeit
diesen Hoffnungsträger ein liberal
Reform auch von der Nähe zu betrachten
und ihm zuzuhören jetzt wenn wir diese
beiden ja Beispiele anschauen milai
Trump Musk dann sind das nürlich auch
andere politische Systeme präsidialer
ausgerichtet der Präsident kann da mehr
durchgreifen kann viel mehr bewegen die
Schweiz um da wieder bisschen zurück auf
die nationale Ebene zu kommen ist da
viel stabiler aber auch Träger wie sehen
sie dass solche ja sagen wir
radikalliberalen Kahlschläge die sind
dir eigentlich viel weniger denkbar oder
sehe ich das Falsch doch natürlich sehen
Sie das vollkommen richtig das ist nicht
realistisch in der Schweiz ich glaube
wir müssen viel kleinere Brötchen backen
und sagen wir mal das Sparprogramm das
jetzt debattiert wird dass da im
Prozentbereich ist das sind diese
kleinen Brötchen das wäre ein Ansatz
aber ich denke vor allem dass es wichtig
ist dass die liberalen Parteien bei uns
Frauen die freisinigen sich wieder
dieser Liberalen Wurzeln bewusst werden
da bin ich erstaunt ich habe mir da sehr
viel Literatur angelesen auch aus der
Österreichischen Schule der Ökonomen und
so weiter und ich habe manchmal das
Gefühl dass die bürgerlich speziell die
freisinen Parteien bei uns das gar nicht
mehr kennen dass sie sich nicht mehr
bewusst sind woher unser Wohlstand
eigentlich kommt ja ich glaube das kann
man durchaus bestätigen jetzt auch aus
meiner Sicht als politbeobachte in der
Schweiz dass die
Parteiprogramme oder vielleicht auch
international bei anderen
liberalparteien eigentlich nicht
schlecht sind da steht ja Freiheit
Eigenverantwortung Selbstverantwortung
eene Initiative Unternehmertum ganz weit
oben aber wenn es dann konkret wird im
politischen Alltag sieht es einfach oft
ganz anders aus und da gibt's ja auch
Messungen z.B des schweizischen
Gewerbeverbandes wer eigentlich der
gewerbefreundlichste Politiker sei und
da ist es relativ erstaunlich würde ich
mal sagen wenn wir es eben von den
nominell Freisinnigen von den nominell
Liberalen ausgeht dass es natürlich ein
paar darunter hat aber von den 50
gewerbefreundlichsten
wirtschaftsfreundlichsten
unternehmerfreundlichsten parlamentaren
ist die überwiegende Mehrheit in der
liberalkonservativen schweizerischen SVP
also das sind nicht die nominell
Liberalen die da vorne sind das ist ja
vielleicht ein Befund der ihre These da
unterstützt ja das ist etwas was ich
auch beobachte ich werde häufig
angesprochen nicht nur aufgrund des
Films jetzt aber auch weil ich noch
meine Fernsehsendung habe einmal im
Monat und die Leute mich dann auf der
Straße erkennen und ich spüre wie ein
Teil der Bevölkerung tickt und dass sie
das eigentlich vermissen und auch ein
bisschen sich die Augen reiben dass sich
auch ein Teil der Wirtschaft
beispielsweise der Schweizerischen
Volkspartei zuwendet weil sie dort die
echten Liberalen sehen und nicht mehr in
der klassisch Liberalen FDP jetzt würde
ich gerne ein Zitat aufgreifen aus ihrem
Film sie sagen an einer Stelle überall
wächst der Staat ohne dass große
Probleme gelöst würden das heißt wenn
ich es richtig interpretiere man könnte
noch dem Staat gewisse Aufgaben
zuilligen wenn er denn nachher wirklich
die Probleme in den Griff kriegt aber es
ist ja gar nicht der Fall also quasi das
staatswachstum ist in dem Sinn
dysfunktional der Staat wird nicht
effizient in dem Sinn sondern immer
ineffiziente jetzt dann anschließend
quasi die positive Frage wo sehen Sie
denn die Kernaufgabe des Staates ich
meine es gibt Anarchisten die sagen wir
brauchen überhaupt keineen Staat sie
sind vermutlich kein Anarchist und sie
finden vermutlich es braucht einen Staat
aber worauf müsste man ihn zurückstutzen
damit er wieder eine sinnvolle Funktion
hat und nicht der Rat überwuchert der
Staat hat einige Kernaufgaben meiner
Meinung nach das ist sicher einmal als
erstes die Sicherheit seiner Bürger zu
garantieren was wir teilweise in
Nachbarländern beobachten können nicht
mehr gewährleistet wird das ist eine
sehr beunruhigende Entwicklung also
Sicherheit der Bürger würde ich sagen
und selbstverständlich soll der Staat
die Schwachen Mitglieder einer
Gesellschaft schützen und sie
unterstützen ich habe das länger mit
Gerhard schwarz diskutiert wenn wir
davon ausgehen dass ist eine Schätzung
die wir aus dem Bauch heraus machen
sagen wir 10 oder 15% in einer
Gesellschaft sind schwache Mitglieder
einer Gesellschaft die müssen
unterstützt werden dann wäre diese
Staatsquote od diese Sozialstaat wäre
bei 10 oder 15% früher hatte man den
zehten aber er wäre e nicht bei 45% das
heißt der Staat könnte sich natürlich
aus Sicht von liberalen auf seine
Kernaufgaben zurück
besinnen wir haben schon über Gert
schwarz gesprochen sie haben auch andere
kritische Stimmen die jetzt dieses
staatswachstum diese überbordende
bürokra die kritisch sind ein davon ist
Urli Maur ich möchte gerne ein paar von
diesen ja Liberalen denken herauspicken
Urli Maurer ehemaliger Bundesrat der
schweizischen Volkspartei er sagt im
Film wir sind heute bereit für jeden
Unsinn Geld auszugeben er kritisiert
auch eine gewisse
Staatsgläubigkeit die aber
kontrastiereen mit Leuten in der Praxis
die das eben spüren ja und unter diesem
wachsenden Bürokratismus leiden und
diese Leute würden eben den Staat nicht
als Freund wahrnehmen sondern als Gegner
das die Bilanz oder ja die Analyse von i
Maur was bedeutet das für unsere
Demokratie wenn die Leute immer mehr in
einen ja ich sag in Opposition
vielleicht sogar in Widerstand zum stat
geraten ja das ist eine in meinen Augen
sehr besorgniserregende Entwicklung wir
sehen es ja auch bei den Messungen des
Vertrauens in die Medien dass die Leute
den Medien nicht mehr trauen das
Vertrauen in die Politik schwindet und
diese Leute die ur Maurer hier zitiert
die sich gegen den Staat wenden die
nehmen wir nicht wahr weil die machen ja
die Faust im Hosensack das sind die
Wutbürger die wenn wir die sozialen
Medien konsumieren dann sieht man sie
dann spürt man sie ich spüre sie wenn
ich angesprochen werde von ihnen aber im
öffentlichen Raum so wie er heute
gestaltet ist spüren wir sie nicht und
ur Mar benennt hier meiner Meinung nach
eine besorgniserregende Entwicklung die
es gibt ein weiter Kronzeuge in ihrem
Film ist Christoph schaltecker er ist
Direktor des Instituts für
Wirtschaftspolitik an der Universität
Luzern und er
sich auch über diese Frage die wir jetzt
diskutieren was sind eigentlich die
Aufgaben des Staates und er sagt ein
interessanten Satz sagt eigentlich der
Staat soll nicht in Konkurrenz treten
zur Privatwirtschaft das alles was die
Wirtschaft könne da habe der Staat
eigentlich nichts zu suchen wenn ich das
ein bisschen ver allgemeinere wo sehen
Sie denn ja ein messbares Problem dass
der Staat eben mit unfairer Konkurrenz
das ist es ja oft weil ein
Wettbewerbsvorteil hat oft oder unfair
die privaten konkurrenziert wo lässt
sich das konkret festmachen ja da gibt
es natürlich unendlich viele Beispiele
mir fällt spontan ein das jetzt in
unserer Gemeinde ein Restaurant
unterstützt wird dass ohne diese
Unterstützung nicht überleben könnte und
das ist ein sehr beliebtes Restaurant es
hat auch eine kulturelle Bedeutung das
kann man befürworten oder auch nicht
aber es bedeutet natürlich für alle
anderen Wirte in diese Gemeinde dass sie
benachteiligt sind und hier ist eben die
Frage ist es in Ordnung wenn der Staat
in Konkurrenz zur privaten Initiative
tritt ja wir haben auf nationale Ebene
kürzlich den Fall gehabt dass die
Schweiz dass das Parlament wie der
Industriepolitik treiben will man hat
gesagt gewisse Stahlwerke haben ein
Problem gewisse Aluminiumwerke es waren
insgesamt nur vier an der Zahl und da
geht man jetzt hin und sagt wir
reduzieren die Gebühren für das
Stromnetz das ist natürlich schön dass
man die Gebühren reduziert aber eben das
ordnungspolitische Problem liegt dann
gerade darin dass mus eben nur den
Ausnahmefällen macht und nicht für alle
und das schafft ja wieder Ungleichheiten
ein weiteres Problem sind ja auch die
Löhne da hat Christop schaldecker und
sein iwp sein Institut für Wirtschafts
Politik ja interessante Studien schon
dazu gemacht wieder aktualisiert können
Sie kurz sagen Unterschied staatlich
angestellt oder eben in der
Privatwirtschaft wie sieht da lohnmäßig
aus ja Professor schaldecker hat das
sehr genau analysiert und er hat
dieselben Positionen verglichen mit
derselben Ausbildung derselben
Arbeitszeit und wir sehen dass im
Durchschnitt auf Staatsebene also auf
Bundesebene in der Schweiz die Löhne in
der Bundes Verwaltung um 12% höher sind
als was in der Privatwirtschaft bezahlt
wird das heißt der Staat bietet die
besseren Bedingungen und tritt in sehr
direkte Konkurrenz zur Privatwirtschaft
was für die Privatwirtschaft einen
großen Nachteil bedeutet ja und wenn man
es ein bisschen weiter spinnt sind sie
oft nicht nur die Löhne sondern man hat
dann auch oft noch mehr Ferien bessere
Bedingungen hat irgendwelche sogenannte
inkonvenienzzulagen und was ist da für
lustige Dinge gibt also ein bisschen
weiter weg wohnt vom Arbeitsplatz wird
das extra vergütet oder wenn ein
Diplomat in einem sogenannt schwierigen
Land lebt obwohl da natürlich die
Lebenshaltungskosten viel geringer sind
bekommt er noch mehr Geld als wenn in
London stationiert ist also gibt's
einige lustige Beispiele ich möchte noch
ein anderes Thema kurz anschneiden im
Film sprechen sie ja nicht nur von
nationalen Vorschriften Vorschrift im
Namen jetzt des Schweiz Staat so eben
vergleichbar des Österreich des
Deutschen sondern auch von
internationalen Vorschriften also wir
haben immer mehr eine Entwicklung das
globalistisch sagen wir mal ja gewisse
Entwicklungen Steuerungsversuche laufen
sei jetzt das die WHO sei das die UNO
sei das die G20 die uns Vorschriften
machen und auch da ja eine Art
Bürokratisierung stattfindet die eben
über den Nationalstaat
hinausgeht wie besorgniserregend ist
diese Entwicklung für Sie und können Sie
da vielleicht ein zwei konkrete
Beispiele nennen es gibt viele solche
internationale Vorschriften
Regulierungen die die Länder betreffen
beispielsweise im Film wird erwähnt der
migrationspakt oder die Vorschriften der
WHO und so weiter ich sehe hier das
Problem vor allem in der demokratischen
Legitimation und das betrifft uns als
Schweizerinnen und Schweizer sehr stark
weil wir sagen wir machen hier die
Gesetze selber das Volk ist der Souverän
der das letzte Wort hat und die
demokratische Legitimation auf
internationaler Ebene ist sehr sehr viel
geringer was einen Demokraten stören
muss sie gehen im Film auch auf die
Straße sie machen eine Straßenumfrage
und da geht es nicht einfach generell
jetzt um das globale Thema
staatswachstum wachsende Bürokratie es
geht spezifisch um Kapitalismus und das
ist do recht erschütternd ich habe schon
bevor ich den Film selbst geschaut habe
von Leuten gehört die das erwähnt haben
eben es eigentlich unglaublich wie der
Kapitalismus da auf der Schweizerstraße
wahrgenommen wird die Leute schätzen das
sehr kritisch ein also sie sehen
eigentlich die sie haben es vorher schon
mal gesagt ein Begriff kalt haben sie
geäußert sehen eigentlich die hässliche
Fratze Kapitalismus sei ungerecht man
assoziiert das mit Gier woher kommt
dieses negative Bild obwohl uns ja
eigentlich in der Realität sehr gut geht
dank diesem Kapitalismus mhm gut das
finde ich ehrlich gesagt nicht so
überraschend wir haben natürlich eine
unglaubliche
Vermögensbildung bei ganz wenigen
Personen wenn sie vor allem nach Amerika
schauen der Jeff besesos diese
techunternehmer die
unglaubliche Beträge nun ihr Eigen
nennen das hatten wir ja vor 20 30
Jahren vor der Globalisierung hatten wir
das nicht und der Trugschluss in meinen
Augen ist man kann diese Entwicklung
tatsächlich kritisieren nur er schadet
im Einzelnen ja nicht dem Schweizer
Bürger der Schweizer Bürger ist deswegen
ja nicht ärmer das heißt die Schere
diese berühmte Schere geht ja deswegen
nicht auseinander natürlich werden die
Vermögen oben schneller größer als
vielleicht in der mit beim Mittelstand
und unten aber das ist nicht der
springende Punkt diese Idee dass wir
abgezockt werden dass wir verlieren weil
die oben gewinnen diese Idee ist glaube
ich vollkommen falsch und da ist es
interessant auch dann mit dem Ökonomen
Brunetti der im Film kommt zu sprechen
denn der Wettbewerb der Markt und das
finde ich wirklich eine elektrisierende
Idee der kann ja nur funktionieren wenn
Sie Herr gut und ich ein Geschäft machen
und wir beide sagen wir profitieren
davon der Wettbewerb kann ja nicht und
der freie Markt funktionieren wenn sie
mich über den Tisch ziehen
öfters dann geht das nicht dann wird es
irgendwo ein Ende haben und deswegen ist
eben der Wettbewerb der freie Markt das
beste System um Wohlstand zu generieren
auch wenn die ganz genialen vielleicht
davon mehr profitieren als die
durchschnittlichen mhm und dieses
Verständnis wenn ich richtig verstehe
das geht heute verloren ist bei vielen
verloren gegangen dass der wettbb
letztlich etwas Gutes ist und dass wir
auch Vertragsfreiheit haben also wenn
ich etwas kaufe ist es eigentlich ja
ökonomisch gesehen ein Vertrag den ich
eingehe mit dem Verkäufer und wir
möchten das ja beide kommt jetzt im Film
nicht vor aber wir können es noch weiter
zurückspinnen bis zum schottischen
aufklären zu einem Atom SM z.B der schon
im 18 Jahrhundert ja gesagt hat der
Eigennutz des Beckers das jetzt z.B Geld
verdienen will und Brötchen back damit
er seine Kinder ernähren kann der kommt
mir auch zuugute und wenn das viele
Bäcker machen die kein Monopol haben
dann ist der Preis sowieso besser also
ja dieses Verständnis das eben jetzt
sehr einfach gesagt aber sie haben es
auch angetönt wie das bronetti schildet
im Film dieses Verständnis dafür dass
Wettbewerb das Marktwirtschaft eben
letztlich allen zugute kommt eben
vielleicht von ein paar Ausnahmen die
und Tisch fallen aber haben Sie auch
schon erwähnt denen kann man dann ja
wieder auf die Beine helfen dieses
Verständnis geht irgendwie verloren ja
und ich glaube das ist ja auch
wahrscheinlich ein Grund weshalb
liberale Parteien einen schweren Stand
haben weil Wettbewerb ist ein bisschen
unbequem Wettbewerb ist anstrengend es
ist natürlich viel bequemer wenn man
sich diesen webbewerb nicht aussetzen
muss und das ist auch eine der
Motivationen gewesen diesen Film zu
machen weil ich immer wieder sehe dass
liberale Konzepte liberale Idee
so schwierig zu kommunizieren sind die
Menschen verstehen das intuitiv
irgendwie nicht sie finden es ungerecht
dass es Leute wie El Musk oder Jeff
besos gibt sie finden das ungerecht dass
es Leute gibt die so wahnsinnig viel
mehr verdienen als andere und ich
arbeite immer an diesen Überlegungen in
mein Diskussion auch der Mensch ist ja
nicht reich geboren der Mensch ist in
Armut geboren und wo zu kreieren braucht
halt leider Gottes die Anstrengung und
diesen
Wettbewerb interessant ist auch das fand
ich spannend im Film es kommt nur kurz
vor aber wir sehen da ganz kurz Ludwig
Erhard der nach dem Zweiten Weltkrieg
das deutsche wirtschaftswunde
mitverantwortet hat und von ihm kommt ja
unter anderem der Begriff soziale
Marktwirtschaft und das wird ja heute
oft so verstanden dass man sagt die
Marktwirtschaft müsse möglichst abgefedt
werden also möglichst auch dur
statsinterventionen vermenschlicht
werden aber offenbar hat das er der ganz
anders verstanden nämlich so dass er
sagt die Marktwirtschaft ist an sich
sozial sie habe eine große soziale Kraft
gerade eben in Abkehr von der
Planwirtschaft die vorher geherrscht hat
das ist ja eine interessanter Gedanke
den manich heute so wie ich sie verstehe
auch wieder uns die Leute bringen sollte
unbedingt ich habe selber immer an diese
soziale Marktwirtschaft so geglaubt in
Anführungszeichen ich finde das tönt gut
man wächst damit auf wir sind eine
soziale Marktwirtschaft
selbstverständlich wir haben einen
Sozialstaat der die armen stützt und in
diesem Spannungsfeld zwischen
Kapitalismus und Sozialismus war das ja
eine schöne Mitte das war ja auch dieser
sogenannte dritte Weg den Tony Blair
versucht hat und andere man hat dann
immer das Gefühl gehabt das ist eben
sozial das ist die soziale
Marktwirtschaft und als ich dann bei erh
das nochmals genau nachrecherchiert habe
bin ich eben auf diesen springenden
Punkt gestoßen dass eben das soziale
liegt in der Arbeit dass wir
Arbeitsplätze kreieren das ist das
soziale und nicht ein massiv
ausgebautter Sozialstaat jetzt habe ein
paar Leuchttürme erwähnt er hat ist eine
das auch in die Praxis umgesetzt hat
jetzt gibt's natürlich die Liberalen
vordenke sie haben ganz kurz die
österreichische Schule onomen
angesprochen wer ist denn für sie
persönlich das spannendste
inspirierendste Denker den man
vielleicht auch ja gut lesen und
verstehen kann wenn man nicht schon
Ökonomie im 15 Semester studiert hat ich
würde unbedingt nicht lesen ich würde
mir etwas ansehen auf Youtube und zwar
gibt's eine Serie mit Milton Friedman
und Milon Friedman klärt in 10 Episoden
den Kapital die freie Marktwirtschaft
und illustriert das mit herrlichen
Beispielen und das müssen sie schauen
das war in den 70er oder 80er Jahren
wurde es produziert und das ist sehr
eindrücklich einerseits präsentiert
Friedmann sehr konkret an Beispielen aus
der Wirtschaft was seine Überlegungen
sind und dann werden sie anschließend in
einer kontroversen Runde mit Linken mit
Leuten aus der Mitte diskutiert und er
stellt sich dieser Diskussion also das
ist in meinen Augen das beste ich habe
sehr gerne Heek auch gelesen und die
anderen aber das hat mir am
anschaulichsten gezeigt worum es geht
das leuchtet ein dass sie als tvmann und
Filme mache jetzt auf Youtube Beweis
dann haben wir es bittlich vor uns das
machen wir doch wer es noch nicht
geschaut hat unbedingt reinziehen
schließe mich dem an ich habe ein Film
gemacht über die Schweiz jetzt haben wir
in der Schweiz die große Diskussion aber
auch in der EU weil da Verhandlungen
stattgefunden haben die Z Abschluss
gekommen sind Ende Jahr 24 über eine
viel intensivere Anbindung andockung der
Schweiz an Brüssel wir haben die Schweiz
analysiert wenn wir jetzt aus Schweizer
Sicht quasi uns dem EU Club annähen
würden dann müssten sie aber noch einen
ganz anderen Film machen oder ich neh an
dann würden die Töne noch viel
kritischer ausfallen wie sehen Sie das
ja ich werde natürlich jetzt schon
gefragt was ist denn das nächste große
Thema das du anpackst tatsächlich glaube
ich dass die Beziehung zur Europäischen
Union eine existenzielle Frage sind für
die Schweiz weil hier geht es direkt
wieder um unseren Staatsaufbau der
grundsätzlich von unten nach oben
aufgebaut ist und damit das gegenteilige
Modell einer Europäischen Union ist die
von oben nach unten dirigiert und das
wäre ein faszinierender Film ich weiß
nicht ob ich jetzt gleich in den
nächsten Wochen die Energie habe zum
dieses Thema anzupacken aber ich denke
das ist eines der wichtiges Thema in den
nächsten Jahren das habe ich jetzt nicht
gewusst aber subgutan gespürt dass sie
da schon sich mit solchen Gedanken
tragen jetzt wir kommen schon langsam
zum Schluss dieses Gesprächs ich möchte
noch ganz kurz auf ihre Karriere
Eingehen auf ihre Erfahrungen als
Medienmann sie haben schon mal die
Gebühren angesprochen im Laufe dieser
Sendung des staatssenders wenn man ein
bisschen zugespitzt sagt das
zwangsgebüen finanziert seind das
schweizer Radio und Fernsehen sie haben
unter anderem die Diskussionssendung
Arena da moderiert hat auch die
RUNDSCHAU bei der dokumentarabteilung
gearbeitet würde ein Film mit dieser
Liberalen Einstellung wie s jetzt
gedreht haben im Schweizer Fernsehen
auch gezeigt ich kann das nicht so gut
beurteilen ich denke schon wenn der Film
wasserdicht ist was die Recherchen
betrifft und ausgewogen was ich durchaus
auch versucht habe ich gebe zu dass ich
schon auch eine liberale Botschaft
vermitteln wollte und wenn man von
diesem seltsamen Begriff des haltungs
Journalismus spricht der mir jetzt da
gerade in den Sinn kommt dann weiß ich
noch nicht ganz ob diese Haltung so
gefragt wäre es ist ja nicht so dass die
sagen wir die Mehrheit der SRF
Journalist keine Haltung hätte es gibt
immer wieder Umfragen die das ein
wirklich zeigen kürzlich kam wieder so
eine Umfrage raus eine
selbstumfrage Selbstdeklaration der
Journalisten und das sind drei Viertel
Links oder sehr Links oder eigentlich
noch mehr also sind ganz wenige die
bürgerlich denken und es ist
interessantterweise in der Schweiz
gerade umgekehrt proportional die
schweizische Volkspartei SVP auch eine
Volkspartei kann man sagen ist die
größte Partei und un Journalisten hat
sie am wenigsten Anhänger ja da gibt's
untersch zwischen der
Mehrheitsbevölkerung und den
Journalisten wie äußert sich das denn im
Alltag des Journalisten welche
Erfahrungen haben sie da noch beim
schweize Fernsehen diesbezüglich gemacht
ja interessant diese Studie wird ja sehr
stark diskutiert in unserer Branche und
ich denke die große Frage ist ja
beeinflusst die Haltung die persönliche
Haltung des Journalisten die
Berichterstattung da sagen jetzt viele
nein natürlich nicht wo auch wir sind ja
dem Journalist und den Fakten
verpflichtet ich glaube das nicht so
ganz ehrlich gesagt und das ist auch
nicht meine Erfahrung die ich habe in
meinen Berufsjahren sondern natürlich
wählen Sie ein Thema aus sie können sich
ja für Klimapolitik entscheiden als
Thema oder für Startups im techbereich
und schon diese Wahl der Themas zeigt
was ihnen ein Anliegen ist und es gibt
eben diese Art von vollkommen Objektiven
em Journalismus gibt es in meinen Augen
nicht und wer politisch sensibilisiert
ist der spürt doch relativ schnell wo
ein Journalist steht und ich finde das
auch in Ordnung man darf als Journalist
liberal sein man darf als Journalist
auch links sein man sollte in meinen
Augen aber nicht so tun wie wenn das
keinen Einfluss hätte ich meine in der
Privatwirtschaft hab vorh das private
Unternehmen gesprochen in der privaten
medienszele ist das selbstverständlich
äßerst ist legitim da kann man ein
linksextrem oder rechtsextreme Zeitung
meinetwegen machen kein Problem aber im
staatlichen Fernsehen ist eben anders
das ist Gebühren finanziert die haben
einen Leistungsauftrag die müssen
ausgewogen berichten und da fällt doch
auf dass das nicht wirklich der Fall ist
nur ein paar Stichworte wenn man schaut
wie wird Trump berichtet wie Bein Orban
berichtet wie wird auch über Putin
berichtet das ist natürlich nicht
unbedingt von letzter ausgewogenster
Objektivität aber dies am Rande jetzt
vielleicht an sie noch die Frage dieser
Service publicblik diesen
Leistungsauftrag diesen Auftrag für die
Öffentlichkeit Dinge wahrzunehmen
umzusetzen im Journalismus die private
nicht machen das ist ja eben eigentlich
der Kern des gebührenfinanzierten
Fernsehens jetzt macht das
gebührenfinanzierte Fernsehen aber alles
es sende z.B rund um die Uhr praktisch
Sport und Champions League Rechte das
können auch private übernehmen die
können genauso gut Fußball zeigen ist
nicht unbedingt ein St Auftrag wo würden
Sie wenn wir sagen wir müssen auch hier
quasi das milische Schwert ansetzen und
reduzieren wo würden Sie jetzt den
Service pblik des Fernsehens und des
öffentlichrechtlichen Radios eingrenzen
wir haben die Frage vorhin schon
diskutiert dort wo private etwas
anbieten können und das auch gesucht
wird braucht es kein Gebührenfernsehen
das kann im Sport sein das kann in der
unter Unterhaltung sein ich glaube der
Service publicbl hat eine Berichtigung
und das würde ich auch unterstützen im
Bereich des recherchieren den
Journalismus der Dokumentation der News
der Dokumentarfilme wahrscheinlich in im
Bereich der Kultur auch wahrscheinlich
auch in Volkskultur in schweizerischer
Kultur dort wo es nicht möglich ist das
privat zu finanzieren alles andere ist
meiner Meinung nach nicht nötig dass das
von der öffentlichen oder vom öffentlich
rechtlichen Fernsehen produziert wird ja
damit schließ ich eigentlich der Kreis
also was jetzt gesagt haben ist
eigentlich auch sie sprechen nicht von
Medien Film eigentlich die generalthese
des Films Staat versus privat genau
hinschauen genauer unterscheiden damit
sind wir bereits am Schluss dieser
Sendung Herr Brennwald vielen Dank dass
Sie bei uns waren es war sehr Spann
zuzuhören ganz herzlichen Dank für die
Einladung sehr gerne und Ihnen liebe
Zuhörer danke ich für geschätzte
Aufmerksamkeit mein Name ist Dr Philip
gut sie hörten eine Schweizerzeit
Sendung bei konterfunk ich wünsche eine
gute Zeit freue mich wenn Sie das
nächste Mal wieder Einschalen beim
Schweizerzeit Talk bei konterfunk
tschüss und bis zum nächsten Mal wir
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