Die wahre Geschichte von Shen Yun und Falun Gong: Ein Interview mit Li Hongzhi

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Der Begründer von Falun Gong spricht darüber, wie er Menschen in der spirituellen Disziplin anleitet, über die Anfänge in China und seine Rolle bei Shen Yun.
Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Reaktion auf Falschdarstellung.
Die wahre Geschichte von Shen Yun und Falun Gong.
Ein Interview mit Li Hongzhi.
Ein Artikel von Eva Fu und Alan Tsang vom 16. Januar 2025.
Der Begründer von Falun Gong spricht darüber, wie er Menschen in der spirituellen Disziplin anleitet,
über die Anfänge in China und seine Rolle bei Shen Yun.
Noch vor zwei Jahrzehnten befand sich auf einem bewaldeten Bergrücken im US-Bundesstaat New York nichts weiter als eine kleine Hütte.
Heute ist es als Dragon Springs bekannt und besteht aus einem Campus und dem Hauptsitz von Shen Yun Performing Arts,
einem klassischen chinesischen Tanzensemble.
Jedes Jahr treten dessen acht Ensembles vor einem weltweiten Publikum von mehr als einer Million Menschen auf
und präsentieren dabei ein China, wie es vor dem Kommunismus existierte.
Das Ensemble hat seit seiner Gründung an kulturellem Einfluss gewonnen und tritt auf den bekanntesten Bühnen auf.
Hinter den Bemühungen, dieses hochkarätige Ensemble zu etablieren, steht der Glaube an Falun Gong.
Li Hongzhi ist der Begründer von Falun Gong, einer spirituellen Disziplin,
die im kommunistisch kontrollierten China rasch an Popularität gewann.
Aufgrund seiner Beliebtheit hat das chinesische Regime seit dem Jahr 1999 versucht, sie auszurotten.
Als Reaktion darauf haben Falun Gong Praktizierende in China und im Ausland unablässig Mühen auf sich genommen,
um das Bewusstsein für diese Verfolgung zu schärfen,
unter anderem durch kulturelle und religiöse gemeinnützige Organisationen wie Shen Yun.
Heute entwirft Li Kostüme für Shen Yun, schreibt Liedtexte,
komponiert Musik und beaufsichtigt die gesamte künstlerische Vision der Veranstaltung.
Sein Ziel ist, dabei zu helfen, die 5000 Jahre umfassende traditionelle chinesische Kultur wiederzubeleben,
welche in China nahezu verloren gegangen ist.
Zudem thematisiert Shen Yun die alltägliche Grausamkeit des kommunistischen Regimes.
Als sich die Kommunistische Partei Chinas, KPCH, in den späten 1990er Jahren gegen Falun Gong wandte,
war Li Mittelpunkt umfangreicher Verleumdungskampagnen in China.
Sie zielten darauf ab, die Öffentlichkeit gegen ihn und die beliebte spirituelle Disziplin aufzubringen.
In den USA, wo er sowie zahlreiche andere Falun Gong-Praktizierende Zuflucht gefunden haben,
tauchen in den Medien nun einige Behauptungen und Falschdarstellungen auf,
die die KPCH auch damals gegen Li vorgebracht hatte.
Die New York Times hat in den vergangenen Monaten neun Artikel veröffentlicht,
die Falun Gong und Shen Yun angreifen.
Einer ihrer jüngsten Artikel fokussierte sich auf die liquiden Mittel von Shen Yun in Höhe von 266 Millionen US-Dollar
und behauptete, dass Li sich daran bereichert habe, ohne jedoch Beweise dafür anzuführen.
Li erklärte in einem Interview, er sei nicht in die Finanzen von Shen Yun involviert
und erhielte keine Vergütung für seine Rolle als künstlerischer Leiter des Ensembles.
Zitat, aber niemand gibt mir einen Cent dafür, durch mich entstehen keine Kosten,
sagte Li in Dragon Springs gegenüber Sound of Hope Radio, einem chinesischsprachigen, gemeinnützigen Radionetzwerk.
Li erklärte, dass sein Schwerpunkt auf der spirituellen Erhöhung der Falun Gong-Praktizierenden liege,
einschließlich derjenigen, die Unternehmen in den Vereinigten Staaten gegründet haben, um der Verfolgung entgegenzuwirken.
Zu den Organisationen gehören Zeitungen wie die Epoch Times, Fernsehsender wie NTD und Radiosender wie Sound of Hope.
Andere Unternehmen betreiben Websites, entwickeln Antizensursoftware und führen Schulen.
Die Gründungsmitglieder dieser Unternehmen seien zwar Falun Gong-Praktizierende,
er selbst sei jedoch nicht in die Organisationen involviert, sagte Li.
Er leite die Praktizierenden lediglich an, sich geistig zu erhöhen.
Zitat, ich habe keinen Einfluss auf ihr Geschäft, ihr Personal und ihre Finanzen.
Ich weiß eigentlich nicht, wie sie laufen, sagte er.
Und weiter, ich muss sie ihren eigenen Weg gehen lassen. Das ist Teil ihrer Kultivierung.
Wenn ich mich einmischen würde, wäre das so, als würde ich die Brücken und Straßen auf ihrem Weg niederreißen.
Deshalb kümmere ich mich nicht um diese Dinge.
Mein Fokus liegt ausschließlich auf der spirituellen Praxis der Praktizierenden.
Zitat Ende.
Li legt Wert auf Sparsamkeit.
Diese Tugend hat Shen Yun seit den mühevollen Anfangsjahren weit gebracht,
denn das Ensemble hat inzwischen weltweiten Einfluss entfaltet.
Weniger Aufmerksamkeit bekommt die lange Liste an Rechnungen, die Tag für Tag bezahlt werden müssen.
Ausbildung von Künstlern, Anschaffung teurer Produktionsmittel,
Herstellung von Kostümen, die jedes Jahr neu angefertigt werden müssen, und Gehälter.
Diese hohen Kosten seien einer der Gründe, warum Shen Yun liquide Mittel hält,
sagte der Präsident des Ensembles, Zhou Yu.
Die Corona-Pandemie habe dem Ensemble gelehrt, für den Notfall finanziell gewappnet zu sein.
Es gelang ihm, sich während der Pandemie über Wasser zu halten und sein gesamtes Personal zu behalten,
obwohl es eineinhalb Jahre nicht aufgeführt hatte.
Shen Yun hat versichert, dass es die feste Absicht habe, dies auch in Zukunft zu tun,
falls es nötig werden sollte.
Die Mittel dienten auch einem anderen wichtigen Zweck.
Zitat
Und weiter.
Wir bereiten uns derzeit auf Aufführungen in China vor,
indem wir Nachwuchskünstler ausbilden und finanzielle Mittel zurücklegen.
Zitat Ende
Die Anfänge
Als Li im Jahr 1992 Falun Gong der Öffentlichkeit vorstellte, ging China durch einen großen Wandel.
Die Partei zwang der Bevölkerung ihre atheistisch-kommunistischen Ideale auf.
Von der jahrzehntelangen Kulturrevolution bis zum Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens,
die zahlreichen blutigen politischen Kampagnen, hatten das chinesische Volk zutiefst erschüttert.
Doch bald darauf erfuhr Qi Gong einen Aufschwung, eine uralte Disziplin zur Harmonisierung der Energie,
welche körperliche Bewegungen mit Bewusstseinsförderung verbindet.
Es füllte die spirituelle Lücke, die beim chinesischen Volk entstanden war,
dem Einzug des Atheismus seit Jahrtausenden an den Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus geglaubt hatte.
Während eines Vortrags, der im Jahr 1992 in einer Mittelschule in Changchun,
einer Stadt im Nordosten Chinas stattfand, verblüffte der 40-jährige Li die Zuhörer,
indem er mit einfachen Worten spirituelle Konzepte erklärte,
die selbst eingefleischte Qi Gong-Anhänger lange Zeit verwirrt hatten.
Bald darauf wurden Säle für Li angemietet, um ihn in einem größeren Rahmen ausführlicher sprechen zu hören.
In den folgenden zwei Jahren hielt Li landesweit 54 Seminare ab, die im Durchschnitt jeweils neun Tage dauerten.
Schätzungsweise 60.000 Menschen nahmen daran teil.
Diese Teilnehmer brachten die spirituelle Disziplin ihren Freunden und Verwandten bei, die sie wiederum weitergaben.
So verbreitete Falun Gong sich rasch im ganzen Land aus.
Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind die Prinzipien von Falun Gong.
Zudem umfasst es fünf Meditationsübungen.
Den Praktizierenden wird beigebracht, diese einfachen Grundsätze in allen Aspekten ihres Lebens anzuwenden,
um ihren Charakter zu verbessern. Dies wird als Kultivierung bezeichnet.
Im Jahr 1994 besuchte Qin Changchuan eine der letzten Vortragsreihen von Li in seiner Heimatprovinz Qilin.
Damals war er 20 Jahre alt und erinnerte sich, dass er von Li beeindruckt war,
als er sagte, Zitat, Materie und Geist sind ein und dasselbe.
Es leuchtete ihm ein, dass man durch innere Arbeit auch körperliche Vorteile erhalten kann.
Und weiter, es ist, als würde sich mir eine andere Welt eröffnen, sagte er der Epoch Times.
Ihr Einfluss in China ist zu groß. Bescheiden, pünktlich, geduldig.
Das sind die Worte, mit denen mehrere frühe Vortragsteilnehmer Li gegenüber der Epoch Times beschrieben.
Durch China zu reisen, um Vorträge zu halten, das war kein Luxusleben.
Die langjährige ehrenamtliche Assistentin Mi Ruiqing erinnerte sich daran,
dass Lis Kleidung und Schuhe oft abgenutzt aussahen.
Ein pensionierter hoher chinesischer Polizeibeamter, der damals mit Li reiste,
berichtete, dass Li seine Kleidung per Hand wusch und sie jede Nacht zum Trocknen aufhing.
Die Mahlzeiten auf diesen Reisen bestanden oft aus Fertignudelsuppen mit billiger Wurst, erzählte er.
Die Vorträge waren oft schnell ausverkauft und die Stadien öffneten teilweise zusätzliche Räume,
um den Menschen unterzubringen.
Trotz der großen Nachfrage nahm Li nur einen kleinen Beitrag von ein paar Dutzend Yuan,
knapp 10 US-Dollar, für neue Schüler und den halben Preis für Teilnehmer,
die schon einmal eines seiner Seminare besucht hatten.
Es reichte geradeaus, um die Kosten zu decken.
Es ging nicht um das Geld verlieren, sondern darum zu lehren, wie man seinen Charakter verfeinern kann.
Die Teilnehmer nahmen sich die Lehre zu Herzen, wodurch sich die Atmosphäre in den Kursen spürbar veränderte.
Nach dem ersten von neun Tagen hörten viele Teilnehmer auf, sich um die Plätze in der ersten Reihe zu streiten.
Manche gaben ihre Eintrittskarten gänzlich ab, damit andere teilnehmen konnten.
Schmuck- oder Geldbörsen, die gefunden wurden, wurden an die Mitarbeiter abgegeben,
die anschließend die Besitzer über Lautsprecher ausfindig machten.
Die Vortragsreihe wurde im Nachhinein verschriftlicht und als Buch gedruckt.
So entstand das Hauptwerk von Falun Gong, Chuan Falun.
Das Buch schaffte es mehrfach auf die Bestsellerliste in Peking.
Die chinesische Botschaft in Frankreich lud Li im Jahr 1995 nach Paris ein, zu seinem ersten Vortrag im Ausland.
Die chinesischen Staatsmedien berichteten über die heilende Wirkung von Falun Gong
und darüber, wie die Praktizierenden die Gesellschaft zum Besseren wandelten.
Staatlichen Schätzungen zufolge gab es Ende der 1990er Jahre über 70 Millionen Falun Gong-Praktizierende in China.
Aber einige hochrangige KPCH-Kader nahmen die wachsende Popularität mit Unbehagen zur Kenntnis.
Im Jahr 1996 lud eine Direktion des Handelsministeriums Li zu einem Abendessen ein.
Zitat, damals wurde ich oft von Menschen, die Heilung suchten, zum Essen eingeladen, sagte Li in dem Interview.
Und weiter, als wir saßen, sagte die Beamtin direkt zu mir,
Lehrer Li, Ihr Einfluss in China ist zu groß geworden. Sie müssen das Land verlassen. Zitat Ende.
Li kannte die Geschichte der KPCH gut und verstand die damit verbundene Drohung.
Er sah jedoch keine andere Möglichkeit, als das Land zu verlassen,
um die Praktizierenden vor dem rücksichtslosen atheistischen Regime zu schützen.
Schließlich beantragte er ein Prioritätsvisum für Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten
und wanderte im Jahr 1998 in die Vereinigten Staaten aus.
Innerhalb eines Jahres startete das chinesische Regime eine umfassende Kampagne zur Zerschlagung von Falun Gong.
Es sperrte die Praktizierenden in Arbeitslager, psychiatrische Einrichtungen und Gefängnisse,
um sie zur Abkehr von ihrem Glauben zu zwingen.
Zur gleichen Zeit waren chinesische Spione in den Vereinigten Staaten hinter Li her.
Er verbrachte etwa ein Jahr auf der Flucht und war ständig unterwegs, um nicht von ihnen gefunden zu werden.
Einige Falun Gong-Praktizierende kauften daraufhin ein Stück Land im US-Bundesstaat New York.
Dort errichtete eine Gruppe von Freiwilligen in mühevoller Eigenarbeit Dragon Springs,
ein Gelände im architektonischen Stil der chinesischen Tang-Dynastie, dem heutigen Hauptsitz von Shen Yun.
Mit der Zeit wuchs die Gemeinschaft und wurde zu einem Zufluchtsort für Menschen,
die vor der Brutalität im kommunistischen China flohen.
Wie Falun Gong-Praktizierende sind genau genommen Flüchtlinge in den Vereinigten Staaten, sagte Zhou.
Während andere Künstler-Ensembles sich auf Spenden von Unternehmen oder staatlichen Mitteln verlassen konnten,
war Shen Yun auf sich selbst gestellt.
Große amerikanische Unternehmen haben aus Angst vor der KPCH davon Abstand genommen, uns zu sponsern.
Wir bewältigen die Herausforderungen durch unsere eigenen Bemühungen, sagte Zhou.
Chinesische Funktionäre versuchen unablässig, Falun Gong zum Schweigen zu bringen
und die Aufführungen von Shen Yun weltweit zu behindern,
indem sie Theater, Sponsoren, Regierungsvertreter und alle anderen Einrichtungen,
die mit Shen Yun zusammenarbeiten, bedrohen und einschüchtern.
Shen Yun wird sogar direkt angegriffen.
So wurden die Reifen der Shen Yun-Tourbusse aufgeschlitzt.
Das Ensemble erhält regelmäßig Todesdrohungen, Bombendrohungen und Androhungen von Massenerschießungen.
Die US-Behörden haben diese zurückverfolgt. Sie kamen aus China.
Das Ensemble dokumentiert diese Vorfälle auf seiner Website unter der Rubrik »Unsere Herausforderungen«.
Vor zwei Jahren hob der chinesische Staatschef Xi Jinping diese Sabotagekampagne auf ein neues Level.
Er wies seine Karte an, Desinformation via westliche und soziale Medien zu verbreiten.
Das US-Justizsystem sollte manipuliert werden, um Falun Gong zu attackieren.
Über die Einzelheiten des Geheimtreffens im Jahr 2022 berichtete erstmals die Epoch Times.
Details wurden von Yuan Hongbing zur Verfügung gestellt.
Der chinesische Rechtsgelehrte lebt im australischen Exil
und unterhält Verbindungen zu den höchsten politischen Kreisen des chinesischen Regimes.
Trotz der anhaltenden Angriffe und Unterdrückung bleibt Shen Yun nach eigenen Angaben seiner Mission treu.
Die Schönheit, Erhabenheit und Spiritualität der 5000 Jahre alten chinesischen Zivilisation zu präsentieren.
Shen Yun spielt eine Rolle bei den Bemühungen, den Geschichten der Opfer eine Stimme zu geben und Leben zu retten,
so das Ensemble in einer Erklärung.
Wir schätzen dieses Land und sind dankbar für die Freiheit, die es uns bietet.
Zitat Ende.
Über den Autor.
Alan Tsang ist Chefredakteur von Sound of Hope Radio, einem chinesischsprachigen Radionetzwerk,
Moderator einer YouTube-Show und Kolumnist bei der Epoch Times.
