Wird China einen Krieg im asiatisch-pazifischen Raum um Taiwan auslösen – oder verfolgt das Regime eine andere Strategie?
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Auf welchen Krieg bereitet sich Peking vor?
Ein Artikel von Gastautor James Gorry vom 17. Oktober 2021.
Wird China einen Krieg im asiatisch-pazifischen Raum um Taiwan auslösen?
Oder verfolgt das Regime eine andere Strategie?
Es ist kein Geheimnis, dass sich Peking auf einen Krieg vorbereitet.
Einer der Hauptgründe dafür ist Chinas kriselnde Wirtschaft.
Der jüngste Zusammenbruch des Immobilienentwicklungsunternehmens Evergrande
ist nur das jüngste Beispiel einer ganzen Reihe von Auslösern,
die die wachsende Unzufriedenheit im Land schüren.
Die 8-Millionen-Dollar-Schuldenkrise lokaler Regierungen
in der Schattenwirtschaft in Höhe des halben chinesischen Bruttoinlandsprodukts
ist ein großes Problem für China, sein Finanzsystem über Wasser zu halten.
Auch führt die alternde, weniger produktive Bevölkerung
höhere Produktionskosten und die Abwanderung ausländischer Investitionen
zu einem sinkenden BIP.
Chinas Macht hat ihren Höhepunkt erreicht.
In Wahrheit nimmt Chinas Wirtschaftskraft bereits ab.
Sicher können die Statistiken angepasst werden, aber das ändert nichts an der Realität.
Zudem greift die Kommunistische Partei Chinas wegen des Wirtschaftsrückgangs
zu noch extremeren und repressiveren Maßnahmen
gegen die eigene Bevölkerung und die Unternehmen ihres Landes.
Doch das führt nur zu einer Verschlechterung der Wirtschaftsleistung
und zu zivilen Unruhen.
In den letzten Jahren hat Peking seine internen Regelungen adaptiert.
So trat beispielsweise am 1. Januar 2017
das Nationale Verteidigungsverkehrsgesetz in Kraft.
Das Gesetz strukturiert den rechtlichen Rahmen neu
und unterstellt die gesamte kommerzielle Schifffahrt direkt der KPC.
Von außen ist deutlich zu sehen, wie sich China zunehmend von der Welt isoliert
und sich immer weiter von der Weltwirtschaft,
den internationalen Handelsnormen und der Diplomatie abkoppelt.
Dieser Trend macht eine Invasion Taiwans eher früher als später wahrscheinlich
und sei es nur, um dadurch von den innenpolitischen Problemen abzulenken.
Nach Einschätzungen von Militär- und Marineexperten plant Peking,
bei einer Invasion Taiwans bis zu 2 Millionen Soldaten
mit kommerziellen Transportschiffen zu befördern.
Jüngste Nachrichtenberichte scheinen das zu bestätigen.
Chinas offizielle Presse, die Global Times, hat bereits die unvermeidliche,
wenn auch nicht unmittelbar bevorstehende Invasion Taiwans eingeräumt.
China ist auf den schlimmsten Fall vorbereitet.
Die USA und ihre Verbündeten, einschließlich Japan,
starten eine umfassende Militärintervention,
um Chinas landesweite Wiedervereinigung mit Taiwan zu verhindern,
so die Global Times.
Es zeichnet sich bereits ab, dass ein Krieg oder die Anordnung eines Krieges bevorsteht
und alle Nationen in der asiatisch-pazifischen Region wissen das.
Als Reaktion auf Chinas immer aggressiveres Vorgehen,
wie die Einverleibung der kommerziellen Schifffahrt,
stellen Taiwan und andere Länder mehr Langstreckenraketen zur Schiffsabwehe auf.
Auch Japan, das jahrzehntelang eine pazifische Außenpolitik verfolgte,
hat ein Umdenken vollzogen.
Es verbindet Taiwans Sicherheit mit seiner eigenen.
Eine Invasion Taiwans durch China hätte nicht nur Folgen für Taiwan.
Sollte es wirklich dazu kommen, werden die USA und andere Länder das genauso wie Japan
als strategische Bedrohung ihrer eigenen nationalen Sicherheit deuten.
Zum einen liegt es daran, dass Taiwan mehr als 50% der weltweiten Halbleiter liefert,
die für fortschrittliche Datenverarbeitung, Automobile, künstliche Intelligenz
und andere Hochtechnologie benötigt werden.
Zum anderen wäre eine Invasion eine Bedrohung für die demokratischen Nationen in der Region,
sowie den Handel und internationale Rechtsnormen.
Weitere Machtansprüche der KPC.
Taiwan ist jedoch nicht der einzige Konfliktfaktor.
China bedroht auch die unbewohnten Senkaku-Inseln im ostchinesischen Meer,
die Japan als sein Territorium betrachtet.
China und Taiwan erheben ebenfalls Anspruch auf die Inseln
und so könnten sie zu einem Kriegsschauplatz werden.
Die Regierung Biden hat Japans neuen Premierminister Fumio Kishida
kürzlich versichert, dass die USA die Senkaku-Inseln verteidigen würden,
falls China angreifen sollte.
Und wie bereits in einem meiner vorigen Artikel erwähnt,
hat die KPC Australien bereits gewarnt.
Sollte Canberra im Rahmen des jüngsten Orkus Militärbündnisses
atomgetriebene U-Boote von den Vereinigten Staaten erwerben,
würde China Australien als legitimes Ziel für einen Atomangriff hinzufügen.
Südkorea hat sich klar gegen Pekings Ambitionen in Taiwan ausgesprochen.
In einer gemeinsamen Erklärung mit den Vereinigten Staaten
verpflichteten sich beide Nationen zum ersten Mal,
die internationalen Regeln und Normen im südchinesischen Meer
und in der Straße von Taiwan zu verteidigen.
Die ungewöhnliche Direktheit der Botschaft zeigt die unmittelbare Bedrohung,
die China für Taiwan und die asiatisch-pazifische Region darstellt.
Darüber hinaus hat Chinas jüngstes militärisches Scharmützel mit Indien
in den Himalaya-Höhen des Galwantals, Neu Delhi, alarmiert,
dass China eine klare Hegemonie über seine Nachbarn anstrebt,
zu denen auch Indien gehört.
Dies hat Indien dazu veranlasst, sich strategisch
mit der von den USA geführten Orkus-Allianz abzustimmen.
Seine jüngste Teilnahme an den gemeinsamen Malabar-Marineübungen
vor dem US-Territorium Guam vom 26. bis 29. August dieses Jahres
war eine klare Botschaft an Peking.
Biden wird als schwach wahrgenommen.
Dreh- und Angelpunkt all dieser Vereinbarungen
sind natürlich die Vereinigten Staaten.
Sie verfügen nach wie vor über einen beträchtlichen
maritimen Vorteil gegenüber China.
Weniger sicher scheint jedoch der politische Wille der Regierung Biden,
ihre militärischen Zusagen einzuhalten.
Nach dem Rückzug der USA aus Afghanistan
wird die Regierung Biden als schwach wahrgenommen,
die sich mehr mit wirtschaftlichen und sozialen Fragen
im eigenen Land beschäftigt als mit der Durchsetzung
der amerikanischen Macht zum Schutz der internationalen Ordnung.
Auf der ganzen Welt ist das Vertrauen in die amerikanische Führung am Boden.
Peking ist sich sicherlich dieser Tatsachen bewusst
und das könnte Auswirkungen auf die Strategie der KPC
in Bezug auf Taiwan und die Region insgesamt haben.
Für die chinesische Führung könnte die Schwäche der Biden-Administration
eine einzigartige Gelegenheit darstellen,
die amerikanische Entschlossenheit in der Region zu testen.
Das würde Pekings neue und verschärfte Drohungen gegen die USA erklären.
Aber auch Xi Jinpings persönliche Führung und sein Herrschaftsanspruch
in Verbindung mit Chinas zunehmenden innerpolitischen Misserfolgen
tragen mit Sicherheit dazu bei.
China zieht es vor, einen Krieg zu vermeiden,
zumindest solange es nicht mit der militärischen Macht der USA
in der Region mithalten kann.
In einem Bereich ist China den USA jedoch überlegen,
nämlich bei der Technologie für Hyperschallraketen.
Wäre es möglich, dass die KPC statt eines Zusammenstoßes mit ihren Nachbarn
einen Angriff auf die amerikanischen Seestreitkräfte plant,
um die USA aus der Region zu vertreiben?
Wenn ja, wie würden die Vereinigten Staaten reagieren?
Was würden die anderen Länder in der Region tun?
Ohne eine gebührende Reaktion der USA auf den chinesischen Angriff
würde das von den USA geführte asiatisch-pazifische Sicherheitsbündnis
sofort zerfallen.
Dann wäre es wahrscheinlich an jeder Nation selbst,
Frieden mit Peking zu schließen, wenn das überhaupt möglich wäre.
Das käme der KPC natürlich gelegen.
James R. Gorey ist Autor von The China Crisis
und schreibt auf seinem Blog thebananarepublican.com.
Er lebt in Südkalifornien.
Sein Artikel erschien zuerst in The Epoch Times.
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