Nach einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen hat eine große Mehrheit allein SPD-Spitzenkandidat Scholz Kanzlerqualitäten zugetraut. Das war ein Grund für die SPD-Gewinne und die Unionsverluste bei der Bundestagswahl - aber nicht der einzige. ------------------ ::::::::: Probeabo der Epoch Times Wochenzeitung : https://bit.ly/ProbeaboWochenzeitung ::::::::: ------------------ 🚨🚨🚨 Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: 👉 Per Paypal und über Kredit: http://bit.ly/SpendenEpochTimesDeutsch 👉 Per Banküberweisung Epoch Times Europe GmbH IBAN: DE 2110 0700 2405 2550 5400 BIC/SWIFT: DEUTDEDBBER Verwendungszweck: Spenden Vielen Dank! ------------------ Wir freuen uns über rege Diskussionen, bitte achten Sie dabei auf eine angemessene Umgangsform! Beleidigungen sind nicht erwünscht. Danke.
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Analyse. Historisch schwacher Unionskandidat. SPD profitiert.
Ein Artikel von Epoch Times vom 27. September 2021.
Nach einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen hat eine
große Mehrheit allein SPD-Spitzenkandidat Scholz
Kanzlerqualitäten zugetraut. Das war ein Grund für die
SPD-Gewinne und die Unionsverluste bei der Bundestagswahl.
Aber nicht der einzige. Die Forschungsgruppe Wahlen führt
das Debakel der Union bei der Bundestagswahl auf einen
historisch schwachen Kandidaten, Imageverluste als
Partei und erhebliche Defizite bei Sachkompetenzen zurück.
Zugleich habe die SPD von ihrem Parteiansehen, einem
gewachsenen Politikvertrauen und dem einzigen Kandidaten
profitiert, dem die Wähler Kanzlerqualitäten zuschreiben
würden, heißt es in der Wahlanalyse der Forschungsgruppe
von Sonntagabend. 67 Prozent der Deutschen halten dem
nach SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz als
Regierungschef für geeignet. Bei CDU-Chef Armin Laschet
fänden dies dagegen nur 29 Prozent und bei Grünen-Chefin
Annalena Baerbock 23 Prozent. In einer Wahlstudie des
Meinungsforschungsinstituts Forsa in Kooperation mit
RTL-NTV geben 53 Prozent Laschet die Schuld für die
historische Wahlstappe von CDU-CSU, weil er der falsche
Kanzlerkandidat gewesen sei. 62 Prozent meinen, er solle
die Verantwortung übernehmen und als CDU-Vorsitzender
zurücktreten. 2017 lag die Union noch bei 32,9 Prozent.
Hochrechnungen zufolge lieferten sich CDU, CSU und SPD
mit Stimmenanteilen von jeweils um die 25 Prozent ein
Kopf-an-Kopf-Rennen um den Wahlsieg mit leichtem Vorsprung
für die SPD. 2017 war die Union noch auf 32,9 Prozent
gekommen und die Sozialdemokraten hatten nur 20,5
Prozent geholt. Der Forschungsgruppe Wahlen zufolge
verlor die Union bei der Bundestagswahl ihre Bastion
60+. Der SPD-Erfolg in dieser Altersgruppe sei besonders
bemerkenswert. So legen die Sozialdemokraten mit einem
Zuwachs um 11 Prozentpunkte auf 35 Prozent hier nun mit
der Union auf Augenhöhe. Diese habe in dieser
Altersgruppe 7 Prozentpunkte auf 34 Prozent verloren,
in einer hochrelevanten Gruppe, die für die C-Parteien
langjähriger Erfolgsgarant war. Bei allen unter
60-Jährigen, wo die SPD mit 22 Prozent führe, legen die
Grünen jetzt mit der Union auf einem Niveau. Dass die
SPD jetzt auch beim Parteiansehen führe, liege primär
an der schwachen Performance der Konkurrenz. Einher geht
der Imageverlust der Union mit rückläufigen
Sachkompetenzen, die bei Wirtschaft und Zukunft sehr
heftig ausfallen. Erstmals seit 2005 spricht eine
Mehrheit von einer schlechten Zukunftsvorbereitung
unseres Landes, wobei die SPD im Politikfeld Zukunft
ebenfalls nicht überzeugen kann, heißt es in der Analyse.
Deutsche lehnen GroKo ab. Beim Thema Klimaschutz,
wofür die Politik nach Ansicht von 63 Prozent zu wenig
tut, setzen die weitaus meisten Deutschen auf die
Grünen. Diese würden auch häufiger bei Zukunft und
Bildung als kompetenteste Partei gelten, blieben aber
bei ökonomischen Themen schwach und stagnieren außerdem
bei ihrem Parteiansehen. Die Linke habe etwas bei
sozialer Gerechtigkeit gepunktet, die FDP bei
Wirtschaft und Steuern und die AfD bei Flüchtlingeasyl.
Die AfD wird gewählt von Bürgerinnen, die neben der
Merkel-Regierung auch die Kanzlerkandidaten kritisch
sehen, die zur Klimapolitik, zu Coronamaßnahmen oder
zu Ausländern sehr eigene Ansichten haben und für die
AfD eine Kommunikationsplattform ist, so die
Forschungsgruppe. Eine erneute Große Koalition lehnen
die Deutschen der Analyse zufolge ab, aber auch
Bündnisse wie Schwarz-Grün-Gelb, Jamaika, Rot-Grün-Gelb,
Ampel oder Rot-Grün-Rot sehen viele sehr skeptisch.
Anders als 2017 wünsche sich aber eine Mehrheit von
55% lieber eine SPD-geführte als eine CDU-CSU-geführte
Regierung. In der Forsa-Wahlstudie heißt es, nach
Meinung von 30% der Wählerinnen und Wähler sollte
nun eine Koalition aus CDU-CSU, FDP und Grünen
gebildet werden. 40% befürworteten eine Koalition
aus SPD, Grünen und FDP, 20% ein Bündnis aus SPD,
Grünen und Linkspartei.
Wes brod ich es, des Lied ich sing. In Zeiten von
Twitter und Facebook hat diese Redewendung aus der
Zeit der Minnesänger neu an Bedeutung gewonnen.
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