Zu viele Äpfel? So lagerst & verarbeitest du sie richtig - inkl. Rezepte
26.09.2026
Kennt ihr das? Ihr habt einen Berg voll Äpfel, egal ob frisch aus dem eigenen Garten, preiswert
am Markt bekommen oder einfach viel zu viel eingekauft und nach zwei Wochen werden sie
schrumpelig oder braun. Das muss definitiv nicht sein. Heute zeige ich euch, wie ihr
eure Äpfel so lagern könnt, damit sie lange frisch bleiben und was ihr daraus alles Tolles
zaubern könnt, ohne lange in der Küche zu stehen.
Vom Blitzapfelmus bis zum gesunden Snack. Wir machen heute die Vorratskammer voll.
Und bleibt unbedingt bis zum Schluss dran, denn ich zeige euch einen winzig kleinen Trick,
wie eure Äpfel nach dem Aufschneiden nie wieder braun werden und das ganz ohne Chemie.
Aber beginnen wir zuerst mit dem größten Fehler bei der Lagerung.
Lagere Äpfel nicht neben anderem Obst oder Gemüse, denn Äpfel stoßen das Gas Ethylen
aus und das sorgt dafür, dass andere Früchte schneller reifen.
Falls du dich also schon mal gefragt hast, warum die Bananen immer so schnell braun werden,
lagere sie nicht neben den Äpfeln.
Frische Äpfel in der Obstschale halten etwa zwei Wochen, im Kühlschrank vier bis sechs Wochen.
Idealerweise legst du sie ins Gemüsefach. Perfekt ist, wenn sie sich nicht berühren.
Und dieses Fach ist nun nur für Äpfel, weil anderes Obst und Gemüse schneller reifen
und verderben würde, auch im Kühlschrank.
Noch länger lagern lassen sich Äpfel an einem kühlen, dunklen Ort, so bei zwei bis sechs Grad.
Das könnte zum Beispiel ein Keller mit Naturboden sein, vielleicht auch der Dachboden oder ein Gartenschuppen.
Wichtig ist, dass er frostsicher ist und idealerweise mit hoher Luftfeuchtigkeit,
damit die Äpfel nicht schrumpeln.
Alternativ können wir Äpfel auch waschen, in Spalten oder Stücke schneiden
und sie auf ein Blech oder in einen flachen Behälter geben und so einfrieren.
In zwei Stunden sind die Apfelspalten dann angefroren.
Wir können sie in einen Gefrierbeutel geben und so in die Tiefkühltruhe.
Und sie halten uns für ein halbes, sogar für ein ganzes Jahr, also bis zur nächsten Apfelernte.
Allerdings beim Auftauen werden sie weich.
Das heißt, wir können daraus sehr gut Apfelmus, Smoothie oder einen Kuchen zaubern,
bei dem es nicht schöne Stücke braucht.
Falls du schöne Apfelspalten oder Stücke haben möchtest, verwende am besten frische Äpfel.
Aus diesen Äpfeln bereiten wir unser Blitzapfelmus zu.
Die Zeit fürs Schälen und Entkernen ersparen wir uns einfach
und geben die geachteten Äpfel direkt in einen Topf.
Zusammen mit etwas Wasser und wenig Zitronensaft.
Ich esse einen frischen Apfel jeweils auch komplett, also mit Schale, mit Kerngehäuse,
deshalb gebe ich hier alles mit rein.
Das spart enorm Zeit.
Ich verwende also alles, bis auf den Stiel, habe also kaum Abfall.
Die Äpfel werden nun zugedeckt, 15 Minuten weich gekocht.
Wenn du es süßer magst, könntest du auch noch etwas Zucker beigeben.
Und natürlich würde auch Zimt sehr gut passen.
Ich verzichte heute auf den Zimt, denn den kann ich später beim Verwenden vom Apfelmus immer noch dazugeben.
Umgekehrt geht es natürlich nicht.
Sind die Äpfel weich, in einen Blender geben und pürieren.
Alternativ geht das auch mit einem Pürierstab.
Je nach Apfelsorte siehst du einzelne Apfelkernstücke, mehr oder weniger.
Wenn dich das stört, schneide das Kerngehäuse vorab weg oder entferne die Kerne vor dem Pürieren.
Ist das Apfelmus nicht mehr richtig heiß, noch etwas aufkochen.
Hier habe ich bereits saubere Gläser in kochend heißes Wasser gegeben.
Die nun trocknen und direkt mit dem Apfelmus füllen und sofort verschließen.
So abkühlen lassen und unser Apfelmus ist kühl und trocken gelagert, bis zu 6 Monate haltbar.
Ich habe rund 2 kg Äpfel verarbeitet und das ist die Menge Apfelmus daraus, diese 4 Gläser.
Falls du Bedenken hast, dass das Apfelmus schimmeln könnte, weil du nicht ganz komplett heiß gearbeitet hast,
dann könntest du die Gläser zusätzlich noch pasteurisieren, indem du sie in einen Topf mit etwas Wasser gibst
und das nochmals auf 80°C oder über 80°C erwärmst für 10 Minuten.
Dann ist das Ganze sicher.
Oder du könntest sie statt in den Vorratsschrank auch einfach in den Kühlschrank stellen
oder du könntest das Apfelmus sogar einfrieren.
Auch das ist möglich.
Bei mir, ich stelle sie in den Keller, weil so alt wird das Apfelmus bei uns sowieso nicht.
So wie das Apfelmus könntest du aus frischen Äpfeln auch Konfitüre oder Chutneys machen
und damit den Vorrat füllen.
Oder du kannst aus frischen Äpfeln auch leckere Apfelchips oder Apfelringe zubereiten.
Wie das funktioniert, du kannst sie so dünn schneiden und dörren, das zeige ich dir im Geschenke aus dem Airfryer-Video.
Das verlinke ich dir hier unter dem i.
Einen Teil von unserem Apfelmus verwende ich gleich weiter und streiche es dünn auf ein mit Backpapier belegtes Blech.
Denn daraus machen wir noch leckeres Fruchtleder.
Dafür brauchen wir einfach gekochte und pürierte Äpfel, also Apfelmus.
Und ich nehme jetzt einfach welches von vorher und bereite nicht noch was Neues zu.
Möglichst gleich dick auftragen.
Ideal sind so circa 3 Millimeter und möglichst rechteckig, damit wir später schöne Bahnen schneiden können.
Auch hier siehst du nun die Apfelstückkerne gut.
Mir gefällt das, weil es für mich natürlich aussieht.
Wenn du es möglichst gleichfarbig und fast schon durchsichtig haben möchtest,
mach dein Apfelmus möglichst ohne Kerngehäuse und allenfalls auch ohne Schalen.
Du hättest dem Apfelmus zuvor auch noch Zimt beifügen können oder Zucker oder anderen Süßstoff,
falls du so richtig süßes Fruchtleder haben möchtest.
Das fertig präparierte Backblech kommt nun in den Ofen bei 60 Grad und muss mehrere Stunden trocknen.
Alternativ könntest du das Fruchtleder auch in einem Dörrautomaten zubereiten oder im Airfryer.
Und damit die Feuchtigkeit entweichen kann, klemmen wir noch eine Holzkelle zwischen Ofen und Türe.
Und nun heißt es warten.
Das Trocknen braucht nun mehrere Stunden, je nachdem wie dick du das Apfelmus ausgestrichen hast.
Ich nehme als Richtwert 5-6 Stunden.
Du kannst mit den Fingern prüfen, ob es schon gut ist.
Es darf nicht mehr kleben.
Wenn es nicht mehr klebt, kannst du es rausnehmen und versuchen vom Backpapier zu lösen.
Wenn es noch nicht geht, nochmals in den Ofen.
Und wenn es zwar geht, an gewissen Stellen aber noch etwas klebt,
dann kannst du es einmal umdrehen und so nochmals für 30 Minuten in den Backofen geben, zum Fertigtrocknen.
Danach ist dein Fruchtleder fertig und du kannst es nun entweder in kleine Rechtecke schneiden
oder in lange Bahnen und die dann aufrollen und ich verwende dazu gerne eine saubere Schere.
Wie breit deine Streifen sind, ist dir überlassen.
Statt mit der Schere geht es auch mit einem Pizzaschneider gut oder du nimmst ein Küchenmesser.
Die Apfelmasse ist wirklich ledrig geworden.
Ich hätte zuvor wirklich nicht geglaubt, dass das zu Beginn einfach Apfelmus war.
Die einzelnen Streifen nun nur noch aufrollen und dann am besten in eine Dose geben,
die du luftdicht verschließen kannst.
Fruchtleder kannst du übrigens auch aus anderen Früchten oder Beeren zubereiten.
Und so in der Dose halten sie dir mindestens zwei Wochen.
Und es ist eine tolle Alternative zu Fruchtgummis oder anderen Süßigkeiten.
Schmeckt echt lecker, also auch das eine Idee, was du machen kannst,
wenn du zu viele Äpfel hast, die du verarbeiten solltest.
Übrigens, hier habe ich ja alles dran gelassen, also Schale, Kerngehäuse.
Ich habe aber auch schon mal Fruchtleder aus Äpfeln gemacht, ohne.
Also das ist eine Version, wenn ich den Apfel geschält habe und entkernt,
dann sieht es so aus.
Und zum Schluss noch der versprochene Trick,
damit die Äpfel nach dem Aufschneiden nicht braun werden.
Zitronensaft ist eine Möglichkeit.
Die andere, dass du die Apfelspalten ein paar Minuten im Salzwasser legst.
Danach einfach abspülen und abtropfen lassen.
So kannst du die Apfelspalten zum Beispiel auch in die Brotdose deiner Kinder geben.
Und die haben zwischendurch ein leckeres Stück Apfel, das nicht braun ist.
So viel von uns für heute.
Schreib uns gerne in die Kommentare, wie du Äpfel lagerst
und was du am liebsten aus Äpfeln zubereitest.
Weitere Apfelrezepte von uns findest du in dieser Playlist.
Danke fürs Zuschauen.
Wir sehen uns beim nächsten Video. Bis dann. Tschüss.

