In dieser Ausgabe des Fernrufs machen wir einen Schwenk nach Afrika an den Victoriasee. Rudolf Hass hat hier seine Zelte aufgeschlagen. Er und seine Frau wollten ein Kind aus Uganda adoptieren. Da sich dieses Vorhaben als schwierig und langwierig herausstellte, blieb Rudolf Hass dort. Dabei hat er eine Marktlücke entdeckt. Wir erfahren von ihm eine Menge über die ugandische Gesellschaft und darüber, welchen Illusionen man sich als Einwanderer oder Tourist nicht hingeben sollte. Unsere zweite Station ist Thailand. Dort lebt Heike Vetter. Wir erfahren von ihr, warum sie in Thailand nur lebt, aber nicht arbeitet. Ihr Business ist das Entwerfen und Herstellen von Betonmöbeln. Ihre Geschäfte macht Heike Vetter lieber in Singapur. Von ihr erfahren wir viel Lehrreiches über den Wirtschaftsstandort Asien und wie sie den Wirtschaftsstandort Europa von außen betrachtet. Außerdem bekommen wir es mit dem Begriff der sogenannten Bambuspolitik zu tun: Biegsam sein, aber nicht brechen.
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
herzlich willkommen das ist die neueste
Ausgabe vom fernrof hier im kontrafunk
ich freue mich sehr dass sie es wieder
geschafft haben ans Radiogerät ja wir
hören wieder rein in die Welt der
Auswanderer und ich bin sehr froh dass
wir wieder zwei sehr spezielle Länder
mit zwei tollen Gästen haben das erste
Interview zieht uns nach Afrika und zwar
Uganda dort sitzt Jan Rudolf Hass bzw er
pendelt immer hin und her 40% seiner
Zeit ist er in Deutschland 60% seiner
Zeit ist er in Uganda und er ist der
lebende Beweis dafür dass wenn man mit
offenen Augen durch die Welt geht auch
noch eine richtig gute Geschäftsidee zum
er folg führen kann außerdem schauen wir
dann gleich in ein Land dessen
namensklang allein schon für große
Emotionen bei Touristen sorgt wunderbar
warmes Wasser richtig leckeres Essen
freundliche Menschen Thailand ist ein
sehr interessantes Land wirtschaftlich
kulturell natürlich für Touristen aber
auch vor allem deswegen weil wir
jemanden haben der dort lebt aber nicht
arbeitet das ist nämlich Heike Vetter
sie ist Geschäftsfrau und sie pendelt
mehr weniger sie lebt in Thailand und
arbeitet eigentlich im ganzen Rest des
asiatischen Raumes warum das so ist und
sie dort nicht arbeiten möchte das
erfahren Sie auch heute das ganze
natürlich wieder eingerahmt mit
landestypischer und sehr spezieller
Musik ich bin Gernot Danowski freue mich
dass Sie dabei sind viel
[Musik]
Vergnügen liebe Hörer jetzt gehen wir in
das Land aus dem der Schaffer dieses
Zitats kommt achtung es gibt
Meinungsfreiheit aber die Freiheit nach
der Meinung kann ich nicht garantieren
Zitat Ende wenn Sie denken ja das könnte
auch von einem europäischen Politiker
stammen nein das ist das Originalzitat
vom ehemaligen ugandischen Diktator Idi
Amin mittlerweile hat sich Uganda von
Amin erholt und es ist seit jeher auch
ein attraktives Ziel für Touristen aber
ist es auch mehr warum kommt dieses Land
jetzt hier im fernruf vor wie ist es in
Uganda zu leben und zu arbeiten lohnt
sich der Sprung in das Land am großen
Victoria See das wollen wir jetzt Jan
Rudolf Hass Fragen er ist seit 2010 in
Uganda er pendelt zwischen Deutschland
und dem Land hin und her und er betreibt
ein Unternehmen zur Herstellung von
holzkohlebcketts freue mich sehr dass er
hier ist guten Tag Herr Hass guten Tag
Herr Danowski zunächst mal ich habe es
eingangs schon erwähnt sie sind mehr
oder weniger so ein bisschen in Uganda
gestrandet oder das haben sie mir
zumindest geschrieben wie sind Sie und
Ihre Familie dahingekommen um das Jahr
2008 herum trugen meine Frau und ich uns
mit
adoptionsplänen aufgrund unseres Alters
kam seiner Zeit nur eine privatadoption
in Frage und zwar aus einem Land das
nicht Vertragsstaat des Hager
kindschaftsabkommens ist meine Frau
sammelte in ihrer Zahnarztpraxis damals
Altgold und unterstützte damit das macht
sie noch immer ein Kinderheim in Uganda
in
Kampala daraus entstand der Gedanke ein
Kind von dort zu adoptieren dann
brachten wir alles mit dem Jugendamt auf
dem Weg das war nicht ganz einfach aber
letztendlich wurde ein eignungsbericht
erstellt und wir für würdig
befunden wir hatten auch eine visusage
des Auswärtigen Amtes im Frühsommer 2010
reisten meine Frau und ich dann nach
Uganda denn eines der Kinder das auch
als Grunderkrankung sichelzell aneme
hatte hatte eine Lungenentzündung und
wir hatten hohes Interesse daran ihn aus
dem Kinderheim
herauszuholen Visa Zusage lag vor und
wir waren also bester Dinge und an einem
Freitag Nachmittag im Juno 2010 erfuhren
wir denn edge ihr kriegt doch keine Visa
die Zusage wird zurückgezogen wie lange
das dauern würde wussten wir damals noch
nicht aber wir waren uns einig wir geben
nicht wie gewünscht die Kinder an der
Kasse ab sondern einer bleibt da und das
war in dem Fall ich und kümmert sich um
die Kinder und meine Frau führt den
Kampf mit der Verwaltung von Deutschland
aus das war auch letztlich
erfolgreich so und da man nun nicht nur
zwei Jahre die es dann im Ergebnis waren
Trübsal blasen kann kann und ich
überhaupt nicht wusste wie lange es
dauerte und irgendwie vielleicht mein
lebensunterhalb verdienen wollte kam der
Gedanke ein Unternehmen zu gründen ja
was gründet man irgendetwas was immer
gebraucht wird gestorben und gekocht
wird immer für Beerdigungsunternehmen
fühlte ich mich nicht geeignet und so
landeten wir dann letztendlich bei
Biomasse Brickets und ging damit im
Dezember 2010 an den Start das ist eine
sehr spannende Geschichte das heißt
eigentlich sollten jetzt alle ganz genau
zuhören und ihre Lebens aber auch vor
allem beruflicher Erfolgsgeschichte
vielleicht so ein bisschen als Anlass
einer Blaupause nehmen denn wenn wir sie
jetzt noch ein bisschen weiter erzählen
lassen können Sie uns vielleicht
verraten wie man da den Fuß in die Tür
kriegt wirtschaftlich gesehen also haben
sie das einfach beobachtet wie sind Sie
auf diese Idee mit den Briketts
gekommen wirklich aus der Überlegung
heraus was wird immer gebraucht und
einige Kontakte hatten wir schon und so
hieß das ja das könnt funktionieren so
sind wir dann mit bisschen Kapital
eigentlich ins kalte Wasser gesprungen
und mussten dann als erstes erfahren
dass in der westugandischen Provinz von
Brickets wir reden jetzt von 2010 noch
niemand was gehört hatte das war dann
nicht ganz einfach das neue
geschäftliche Umfeld zum einen die
Schwierigkeiten mit der
Infrastruktur unsere erste
Produktionsstätte lag zum Glück in der
Nähe der Abfüllerei von Coca-Cola die
hatte beständig Strom aber auch nicht
immer so dass wir immer wieder mit
Stromausfällen zu kämpfen hatten und das
ist also na ich würde sagen für den
Zeitraum von etwa anderthalb Jahren ein
ziemlich hartes Brot gewesen so dass ich
also dann parallel noch einen
rasenmähervice betrieben habe um über
die Runden zu
kommen ja das ist sehr spannend ich habe
mich gerade gefragt gut die Energie ist
nicht unbedingt zur Herstellung immer
zuverlässig da gewesen wie sah es denn
mit den Arbeitern aus die das für sie
dann gemacht haben also man sagt ja
böserweise oftmals gerade den
afrikanischen Mitarbeitern nach dass man
nicht immer damit rechnen kann dass sie
zur Arbeit auftauchen wenn sie denn
Gehalts bekommen hab hatten sie damit
Probleme das kann ich eigentlich nur mit
einem Jin beantworten also die Leute die
die wirklich schlichten Arbeiten gemacht
haben die haben ja eigentlich überhaupt
keine Probleme verursacht das heißt also
dass insbesondere das sieben das
Anrühren des brikettteigs und so weiter
die haben mir nie und das ist auch nach
wie vor so Kummer bereitet das kann
nicht sagen Lehrgeld habe ich dann also
bezahlt im Zusammenhang mit einem
Zeitgenossen der die Buchhaltung für
mich erledigen sollte und dann im großen
Stil bricketts geklaut hat oha das ist
natürlich dann nicht schön das fällt
natürlich irgendwann auf und dann
mussten sie auch handeln und sich
wahrscheinlich von dem Mitarbeiter
trennen nö ich musste ihm nachstellen
und dafür sorgen dass ein Exempel
tatuiert wird damit das nicht wieder
passiert dass es sich rumspricht mit dem
kannst es machen und wie sieht so ein
Exempel in Uganda aus also wir reden
wahrscheinlich nicht von Bastonade und
sich auf die nackten fußsohen also von
unserem damaligen Standort barara aus
hatte der sich in die Nähe der
kongolesischen Grenze verzogen in eine
Stadt kassese dieser Zeitgenosse ein
Pastorensohn übrigens hatte
dankenswerterweise sein Facebook
Passwort
hinterlassen und ich habe dann erstmal
ein Geständnis mit seiner Identität
geschrieben indem ich gebühend über mich
Herzog das fanden seine 200 noch was
Freunde schon ganz spannend Kasse hatte
ich dann ein nettes Gespräch mit der
Polizei die mit entsprechenden
Motivation dann auch gerne bereit war
mir zu helfen das hat also etwa eine
Woche gedauert bis man den
zeitgenossenassen hatte dann habe ich
für seine Unterbringung noch ein ubulus
entrichtet das heißt der hat 5 Tage dort
in der Polizeistation verbracht dann
habe ich noch mal in Gegenwert von etwas
unter 20 € damals aufgewendet für ein so
das community service announcement bei
ihren netten Kollegen das sage ich ohne
Ironie ich schätze die Leute von Radio
West die haben dann mitgeteilt dass wer
mit diesem hern Geschäfte treibt das auf
eigenes Risiko wie darf ich das jetzt
interpretieren Haas also haben weil sie
gesagt haben sie haben da
motivationsmäßig bei der Polizei
nachgeholfen haben sie denen auch einen
Obulus in die Hand gedrückt oder ist
bitte verzeihen Sie mir diese direkte
Frage aber das wenn dann hätten sie es
sehr schön mit Schleifchen zwischen den
Zahlen verpackt ja nun nicht zumindest
damals müssen Sie sich vorstellen war es
so dass es Schlagzahlen machte wenn die
Polizei mit dre Monaten Verspätung
endlich bezahlt wurde verstehe sie haben
dann quasi nur den Vorschuss geleistet
ja die richtige bezahlung wäre ja dann
sowieso noch gekommen das kann man so
sagen generell finde ich es arrogant
dann n hinzukommen und diesen Leuten
Moral zu zu predigen es hat schon seine
Gründe warum die Herrschaften sich in
bestimmter Weise verhalten ja ja nein es
gibt ganze Gesellschaften die so
funktionieren und jeder weiß es und dann
funktionieren sie auch so ja aber kommen
wir mal zu der Gesellschaft ich habe
Ihnen auch im Vorfeld die Frage gestellt
was sind das für Menschen die dort leben
und sie haben gesagt wahnsinnig viele
unterschiedliche und sie haben dann
gesagt 56 verschiedene ächen unglaublich
dass man das alles unter ein Hut bekommt
leben die schön friedlich miteinander
also im weitesten Sinne ja es gibt
natürlich immer mal Reibereien also
insbesondere seit
1986 sind es im Wesentlichen Leute aus
dem Westen die das Land kontrollieren
das war ehem nicht so und es gibt dann
hin und wieder den bösen Spruch only
westernness eat da ist ein bisschen was
dran aber im Großen und Ganzen sind die
Reibereien zwis den einzelnen etnien so
auf dem Niveau eines ostfriesenwitzes
würde ich sagen es wird also viel über
die verschiedenen Eigenheiten gesprochen
und
gescherzt aber im Großen und Ganzen ohne
Bitterkeit sie haben es auch geschrieben
für die Touristen ist das ganze ein
Traum man hat alles was Afrika
eigentlich zu bieten hat von der Flora
und Fauna man hat sogar Gorillas und so
weiter man hat diesen unglaublichen
Victoria seee man hat nilpferdchen man
hat alles raffen es ist ein träumchen
aber dort zu leben und das ist ja das
worauf es jetzt auch ankommt wie ist das
also mit was für Dingen haben sie im
Alltag so zu kämpfen wo sich jeder
Auswanderer geneigte vielleicht die
Ohren anlegen lassen sollte also in
mancher Beziehung können die Uganda uns
in punkto Bürokratie sogar übertreffen
oh das schlimmste was man machen kann
ist ein Geschäftskonto eröffnen eine
Angelegenheit die hier online na ja
rechnen wenn man großzügig in einer
Viertelstunde erledigt ist die kann dort
wenn man keine entsprechende
Unterstützung hat schon mal vier Wochen
dauern dann braucht man irgendwelche
nutzlosen Stempel vom vom Anwalt und
dergleichen also insbesondere
Bankgeschäfte Kannen ziemlicher Albtraum
sein das relativiert sich dadurch dass
offiziell so ca 90% aller Geschäfte
bargätigt war insof ist das wirklich zu
verschmerzen aber das schlimmste was
einem blühen kann ist dass man bei der
sentinery Bank eine Einzahlung machen
muss dann sollte man sich ein Tag frei
nehmen okay gut
ja ich habe sie auch gefragt was braucht
man denn um als Einwanderer anzukommen
klar ne so ein bisschen Zeit war es für
sie denn im großen und ganzen
ein großer Kulturschock sich da so
umzugewöhnen oder wenn sie sagen immer
sie pendeln zwischen Deutschland und
Uganda hin und her 40% Deutschland 60%
Uganda dann haben sie ja eigentlich noch
beide Kulturen können Sie sich dann
vorstellen komplett dann dort zu leben
ach durchaus das hat natürlich zur
Voraussetzung dass man in der Lage ist
ein großes Maß an Ungleichheit zu
ertragen Beispiel in Kampala der
Hauptstadt gibt es das Serena Hotel
Serena Hotels werden vom agakan
betrieben das sind besonders sichere
Luxus Herbergen das heißt überall im
weltweiten krisenbogen gibt es Serena
Hotels sehr schöne Hotels das in Kampala
hat einen Weinkeller der muss ich nicht
hinter dem des Adlon verstecken mit
Sicherheit nicht aber bevor sie das
Gelände betreten kommen sie an
Straßenkindern und bei amputierten
bettland
vorbei wir reden hier von Einwanderung
nach Uganda aber gibt's das Ganze
letztendlichel das Thema für uns
Europäer die noch hier sind natürlich
auch eine große Rolle im umgekehrten
Sinne also gibt es viele Leute die aus
Uganda weggehen um nach Europa zu kommen
und reden die Leute da drüber so nach
dem Motto hey ist gerade schwierig hier
ich versuch's mal in Deutschland oder
sind das alles irgendwelche Strauchdiebe
oder
desperadus also der größte Teil der
Arbeitskräfte Migration aus Uganda geht
tatsächlich in die arabischen Länder das
hat mitunter dann insbesondere was
Frauen angeht auch ziemlich hässliche
Konsequenzen wo es also viele
Geschichten gibt die auch in der
ugandischen Presse dann sehr gut
recherchiert ja dargestellt wurden wie
Frauen da teilweise nicht nur
missbraucht sondern getötet wurden
speziell im Libanon in jüngerer Zeit
auch Männer gehen also oft in die
Emirate oder sogar nach Saudi Arabien um
dort zu arbeiten das ist eigentlich so
der Hauptstrom der Arbeitskräfte
und ja der gute Ruf Deutschlands der hat
sich also in die Bevölkerungskreise mit
sagen wir mal mittlerer Bildung durchaus
herumgesprochen der gute Ruf in
Anführungszeichen wohl gemerkt wie die
Verhältnisse hier sind und viele mit
denen ich gesprochen habe die also über
das Auswandern nachdenken haben
eigentlich nicht unbedingt den Zielort
Deutschland gibt es denn irgendwelche no
Goos sage ich jetzt mal gibt es etwas
was ich auf jeden Fall unterlassen muss
um in Uganda gesellschaftlich aber auch
wirtschaftlich bestehen zu können gibt
es irgendwelche rieen oder Bräuche wo
ich sagen da reagieren die so fuchsig
das sollte ich auf jeden Fall
unterlassen also was quasi so die
Hauptfehler sind von Leuten die auch
hierherkommen und denken man habe auf
sie gewartet sage ich jetzt mal ein ganz
schlimmer Fehler der dann auch jüngeren
Zeitgenossen gerne unterläuft die
besuchsweise da sind ist dass man den
dann erklärt wie Sie mit der LGBT
Buchstaben Salat Gemeinschaft umzugehen
haben da wird sehr allergisch drauf
reagiert hat Uganda da auch eine
Stilvorlage geliefert in dem es
sogenannte schwere Homosexualität mit
der Todesstrafe belegt hat oh was aber
nicht viel heißen will das ist 2011
schon mal passiert und wurde dann durchs
Verfassungsgericht
kassiert und jetzt hängt dieses Gesetz
auch vom Verfassungsgericht und die
Kritiker aus dem Westen wie man dort
sagt also von hier übersehen gerne dass
es nicht ein moderner verwaltungsstaat
ist wo in Kampala einer auf dem Knopf
drückt und von karamja bis kassese alles
durchexekutiert
wird darüber hinaus ist also
insbesondere Homosexualität ein Thema
das eine kleine evangelikale Schicht bet
trifft der Mehrheit der Leute ist das
schlicht und ergreifend
schnurz darüber hinaus wenn man Männer
Händchen halten sehen will muss man nach
Uganda fahren das ist also völlig üblich
dass also auch gute Freunde Hand in Hand
gehen ohne dass sich irgendeiner dabei
etwas denkt nur großartig thematisieren
sollte man das nicht ich komme noch zu
einem weiteren Punkt der sehr wichtig
ist für Auswanderer wie viel ist der das
Geld von von den Menschen die nach
Uganda kommen eigentlich wert also wie
sind die Lebenshaltungskosten und mit
was für einem budgetchen komme ich hier
denn vernünftig durch das kommt nun ein
bisschen drauf an wie immer was man für
Ansprüche hat aber ich sag mal so der
Wechselkurs ist im Moment ca 1 zu 4000
das heißt für 1 € kriegen sie 4000
ugandische Schilling was kann man damit
machen wenn ich darauf verzichte eine
Tageszeitung zu kaufen reicht das um
einen Tag mich vegetarisch satt zu essen
sage ich mal ich würde also sagen nehmen
wir mal an man lebt Kampala und nicht
auf dem Lande od in der anderen größeren
Stadt S oder massak meinetwegen dann
kommen sie wenn sie 1500 € schlüssig
haben kommen sie sehr weit davon können
Sie also so durchaus für dortige
Verhältnisse einen Mittelklasse
Lebensstandard bestreiten Auto ist dann
allerdings nicht drin okay das sollte
man in Afrika dann vielleicht schon
haben da kommt also drauf an wo man lebt
aber wenn man auf dem Land lebt ist
natürlich immer den Daumen rauszuhalten
wahrscheinlich doch ein bisschen mühsam
oder ne es gibt ja die Motorradtaxis die
Budha buddas die sind also insbesondere
im städtischen Umfeld ja gut es ist
riskant aber insbesondere im städtischen
Umfeld ist es sehr praktisch man
vermeidet damit den Dauerstau und je
nach verhandlungsgesch
hat man damit also sehr geringe
Transportkosten kommen wir mal zum
Abschluss vielleicht noch mal zuem
kleinen resume sie haben geschrieben man
braucht um in Uganda anzukommen Zeit um
Sozialkapital aufzubauen Beziehungen
sind alles hiesige Maßstäbe an Corporate
Governance sollten wir mal getrost
vergessen man braucht
Ellenbogen und Uganda ist nichts für
wirtschaftsethiker nichtsdestotrotz inwi
weit entlohnt denn
für ein Durchhaltevermögen wenn man es
denn mal an den Tag gelegt hat was ist
es das wert in diesem Land zu leben ich
werde von staatlichen Instanzen
überhaupt nicht belästigt selbst die
Steuern die ich abführe sind sehr viel
erträglicher als hier wenn ich was wir
jetzt tun mich entschieden habe das
Geschäft auf Kompostierung auszudehen
dann kann ich das machen ohne dafür ein
Gutachten oder dergleichen ein zuuholen
und viel andere
bürgerbeteiligungszeremonien zu
absolvieren insofern belohnt an das Land
mit viel Freiheit und durchaus mit
wirtschaftlichem Erfolg das kann man
sagen aber man muss sich bis dahin
durchbeißen jetzt haben wir uns nicht
durchgebissen sondern wir sind hier
eigentlich schön geschmeidig durchs
Gespräch geglitten deswegen jetzt am
Ende haben wir noch unsere fixkategorien
den fernruf und da kommt es mir drauf an
was für eine Lebensweisheit oder einen
Sinnspruch den sie für sich persönlich
mitnehmen aber auch mit Uganda verbinden
haben sie in ihrer Zeit dort gelernt das
ist schwer mit einem Satz zu fassen also
das ist einmal der Standardspruch
bassimao gense was auf so viel
hinausläuft wie sagen wir abgerechnet
wird zum Schluss und ganz wichtig wie
man in den Wald hineinruht das sollte
man dort sehr dringend bezen weil da ist
es wahrscheinlich noch wichtiger
zwischenmenschliche Beziehungen zu haben
und zu pfleen und die Leute gut zu
behandeln weil am Ende ist es nicht die
Bürokratie die ein rettet sondern eben
die persönliche Beziehung zu den
Menschen die ein weiterhilft
oder absolut da muss man dann eben auch
Zeit investieren und hat am Ende ich
sage mal ich sammle Menschen ein relativ
großes Telefonbuch und muss dann eben
hin und wieder auch Zeit und Mühe in
diese Beziehung investieren und trifft
viele interessante Menschen die
vielleicht auch Dinge für richtig halten
wo man die Augenbrauen hochzieht aber es
gelingt dann dort erstaunlich gut immer
auch äh krasse Differenzen in der
Lebensauffassung zu übergehen und
vielleicht kommt man ja auch bei der
Musik wieder zusammen und das ist unser
zweites Thema jetzt zum Schluss was
hätten Sie denn gerne gehört an
Musikwunsch an ugandischer Musik also
weil es die höre auch nicht so
überfordert denke ich an den
schmachtfelzen mumulete der deutschen
Sängerin Dina die zumindest ich habe
ihre weitere Karriere nicht verfolgt
einige Jahre lang auf Luganda der
wichtigsten Verkehrssprache dort
gesungen hat darauf freuen wir uns jetzt
und ich danke Ihnen Herr Hass für diesen
herrlichen Einblick in ihr Leben in
diese Inter interessante Art und Weise
warum und wie und das dann doch
irgendwie alles am Ende klappt wenn man
sich ein bisschen bemüht und ich wünsche
Ihnen in organda alles Gute Ihnen und
Ihrer Familie natürlich bleiben sie auch
dem kontrafunk treu herzliche Grüße nach
Afrika vielen Dank alles Gute
[Musik]
ihnen wer gerne in dieses sagenumwobene
türkisblaue 28° warme Wasser hüpft wer
gerne Elefanten streichelt und wer sich
gerne für einen Tag von der molloch
Metropole Bangkok verschlucken lassen
möchte der hat es vielleicht mit großem
Wohlwollen gelesen denn Thailand macht
wieder auf und zwar so richtig neun neue
Airlines sollen die Touristen wieder ins
Land reinholen stand V kurzum in den
Nachrichten sogar mit Wasserflugzeugen
will man die Touristen wieder herlocken
eine die schon längst da ist und gar
nicht mehr hergelockt werden muss nicht
mal als Touristin ist Heike Vetter
herzlich willkommen im fernruf
hallo Herr danusski ja was hat es mit
ihnen auf sich wo kommen sie
ursprünglich her wie sind sie in
Thailand gelandet ein paar kurze
persönliche Eckdaten bitte kommen tu ich
aus dem Siegerland sehr trist sehr
dunkel und auch nicht sehr warm das
erste Mal ausgewandert bin ich 85 nach
Thailand aus
Abenteuerlust und aus Neugier 2000 habe
ich dann endgültig meinen
Lebensmittelpunkt na Südostasien verlegt
2000 Vietnam 2004 das eigene Unternehmen
in Vietnam gegründet 2012 in Singapur
umgewandert wäre richtig weil meine
private Homebase haben wir 21 aufgrund
von covid von Singapur nach Thailand
verlegt dort haben wir letztes Jahr ein
Haus gebaut nach dem Motto my home is my
castle und haben das so realisiert und n
nun genießen wir Thailand das ist total
spannend wenn Sie das sagen dass sie da
auch so zwischen den Ländern hin und her
switchen wahrscheinlich haben sie da
auch viele Kontakte geknüpft wenn sie
schon seit 1985 da sind das war ja eine
Zeit von vor dem Fall des eisenden
Vorhangs sie haben da also eine sehr
interessante lange zeitspanis schon
mitbekommen was ist dieser
südostasiatische Raum für ein Raum ist
das interessant ist das
wirtschaftlich pulsierend ist das
anscheinend so interessant dass sie so
lange dort geblieben sind ich glaube
Asien entweder begeistert es einen und
man bleibt da irgendwo hängen oder der
molloch von dem sie sprachen ist der Art
abschreckend dass man sagt ich muss hier
raus ich musste nicht raus ich habe 85
in Bangkok gelebt dann in
seigon 20 Jahre und eben wie gesagt
zwischendurch immer wieder
Singapur pro Woche Montag Dienstag
Singapur der Rest dann in seigon wieder
wenn man zurücksieht ist man aus einem
dynamischen Deutschland Mitte der 80er
in einen komplett verschlafenes
Südostasien geflogen ich habe damals
immer gesagt du kommst hier an und alles
bewegt sich in zeitlope alles ist viel
langsamer das hat sich im Laufe dieser
Zeit gedreht wenn ich heute aus
oder seigon nach Deutschland komme dann
läuft's anders rum dann habe ich das
Gefühl Deutschland bewegt sich in
Zeitlupe weil hier unten alles rasend
schnell geht wann würden Sie sagen wann
hat das denn gestartet dass Asien sich
so rasend schnell entwickelt hat und
Europa bzw Deutschland ja so ein
bisschen einen gemächlichen Schritt
eingeschlagen hat man darf nicht
vergessen die Asienkrise
9697 wo alle Länder hier richtig was ab
bekommen haben Menschen in allen Asian
Staaten aber auch Südkorea haben massiv
Geld verloren Vermögen verloren das es
sich gedreht hat würde ich sagen hat
irgendwo so angefangen 2005
20056 die
Finanzkrise hat man hier unten relativ
gut weggesteckt und die Entwicklung also
speziell Vietnam ist massiv losgegangen
2004 Singapur hat kleine Knicks gehabt
sing pur ist aber seit Eon je dynamisch
ich glaube Ende der 80er als die dann
irgendwo ihre grundsätzliche Struktur
hatten ging Singapur wirklich durch die
Decke singapur gehört ja mal zu den
Tigerstaaten zusammen mit Südkorea und
Taiwan wir fragen uns natürlich wo ist
dann unser Platz also früher war es ja
so das kennt jeder von uns der in Europa
studiert hat zumindest die schönen
Künste wer Musik Klavier oder Cello
studiert hat der hat neben sich auf
jeden Fall mal links und rechts gucken
können und da waren immer mindestens
drei oder vier Asiaten die das virtuos
innerhalb von zwei Semestern dann in
sich reingeprügelt haben ich will damit
sagen dass einfach was diese Ströme
angingen das Studieren früher auch die
Leute aus Asien eben nach Europa
gekommen sind mittlerweile lohnt sich es
vielleicht eher umgekehrt deswegen die
Frage wir sind ja ein auswanderersendung
wo ist denn unser Platz als dar
niedergehende Europäer können wir da nur
noch als Rentner brav unser Dasein
fristen oder können wir vielleicht doch
noch irgendwo der Gesellschaft nützlich
sein und uns da irgendwie sollte es uns
hier irgendwie zu eng oder die Luft zu
dünn oder zu eisenhaltig werden nach
Asien ziehen wenn sie jungdynamisch
voller Power sind und was reißen wollen
haben Sie hier den Platz weil wenn man
sich alle Daten anschaut ist Südostasien
plus China Indien läuft auch eins der
geographischen Bereiche die die nächsten
10 20 Jahre
sich massiv und schnell nach vorne
entwickeln weren okay was wären dann für
junge Leute quasi die ersten steps zu
tun wenn ich es ernst meine und wenn ich
sage ich will in Thailand mein Glück
versuchen voller Elan Energie und Power
wie sie sagen okay Thailand war das
hunting und fishing Reich bitte nicht
mit Power und Elan hier eine Firma
aufbauen wollen nein Power und Elan
Singapur Vietnam China das sind die wo
sie was reisen können als junger Mensch
haben Sie eine gute Idee haben sie ein
bisschen stgeld sein sie fokussiert und
dann funktioniert das hier die
behördlichen Auflagen sind viel geringer
sie können sich als Unternehmer extrem
frei bewegen auch im kommunistischen
Vietnam freier bewegen als in einem
Deutschland sie haben alle Möglichkeiten
ja man kann Geld verdienen man kann
erfolgreich hier unten sein das ist
glaube ich ein wichtiger Faktor zutage
wenn wir uns anschauen in den letzten
Tagen gab es die Meldungen in
Deutschland mit den bauernprotesten
denen wird jetzt nicht das Geld aus der
Tasche gezogen aber letztendlich die
Lebensgrundlage genommen dadurch dass
man ihren Bio und Agrardiesel einfach so
teuer macht dass es sich für sie nicht
mehr lohnt in den Traktor zu steigen
solche Sachen gibt es dann quasi da
unten nicht oder wie nein nein in keinem
der Länder in denen wir leben gibt es
das sie haben natürlich Regularien sie
haben natürlich irgendwelche la und
Verordnungen aber nicht vergleichbar mit
Deutschland wie gesagt jeder Unternehmer
ob er klein oder groß ist kann sich in
Ländern wie Vietnam China und Singapur
viel freier bewegen sie haben die Firma
schneller gegründet sie haben ihr
Geschäftsfeld schnell und zügig
ausgebaut sie haben gute zuarbeiten
Asian funktioniert ähnlich wie die
Europäische Union war innerhalb von
Asian laufen zollfrei es gibt jede Menge
Freelancer hier viele Firmen haben ihr
Headquarter in Singapur oder Headquarter
in Bangkok aber die meisten in Singapur
und Bearbeiten von Singapur aus den
kompletten asiatischen Markt ja jetzt
ist natürlich noch das Hindernis wenn
ich die Sprache vielleicht nicht richtig
verstehe bzw ist das alles mit Englisch
händelbar oder gibt es da mittlerweile
auch so ein gewisses asiatisches
Selbstbewusstsein so nach dem Motto hier
klar ja wir können auch Englisch aber so
die richtig guten Geschäfte machen wir
eigentlich nur mit Leuten die Mandarin
sprechen okay jetzt kann ich wieder nur
sprechen für die drei Länder die ich
sehr gut kenne Singapur hat Englisch
sowieso als Hauptsprache vor daher
überhaupt gar kein Problem Vietnam
spricht mittlerweile der untbote
Englisch jeder Supermarkt und jeder die
haben in 20 Jahren Englisch extrem
aufgebaut und ausgebaut sie kommen in
Englisch absolut klar Thailand tickt
anders Thailand ist das Englisch
schlechter ausgeprägt Thailand hat ja
auch nicht das Alphabet sondern eine
völlig andere Schrift heißt also hier
hat jeder der reinkommt und hier was
arbeiten will extrem schwer ohne
teilsprache wird er hier beruflich nicht
weiterkommen sie haben gesagt es gibt
sie zwei unterschiedlichen Leute ne die
einen sagen dieses molloch und dieses
asiatische Geschäftigkeit und diese
Hektik die verschluckt ein und da hat
man gar keine Lust drauf oder man findet
irgendwie gerade dieses Gewusel ganz
hervorragend was schätzen Sie denn am
meisten an Thailand Thailand muss man
sagen wir arbeiten hier nicht okay das
ist ja die private Homebase und hier ist
für uns mehr die Rubrik fishing und
hunting wenn Sie das verstehen also
Leben langsam
entschleunigen treiben lassen all das
was man sich so vorstellt unter
sabbatikal oder für die 60 Traum vom
Ruhestand von daher ist unsere
Perspektive in Thailand eine andere die
Perspektive die wir hier haben ist
einfach total schön Leben okay nicht
arbeiten und das eignet sich für
Thailand oder Thailand eignet sich dafür
hervorragend wenn sie jünger sind voller
Power unternehmerisch aktiv sein wollen
was reisen wollen im Leben würde ich
teiland nie empfehlen hier schätzen wir
das L das ruhige in Singapur Vietnam
schätzen wir die
Dynamik und jetzt kommen wir zu einer
kleinen Schocknachricht gerade weil sie
das gesagt haben zum Leben ist es
hervorragend zum bereisen eher weniger
die Schocknachricht lautet zum 1 Januar
2024 hat sich die Situation für deutsche
Rentner geändert denn das thailändische
Finanzamt hat laut Medienberichten
angeordnet dass alle nach Thailand
transferierten
auslandseinkommen jetzt dort versteuert
werden müssen das bedeutet wenn man so
will das Ende des lukrativen
steuerschlupflochs das war vorher anders
was steckt denn dahinter will man die
ganzen deutschen Rentner loswerden oder
hat man einfach klamme
Kassen na ich denke da stecken mehrere
Dinge dahinter man muss einmal wissen
dass überall in
Südostasien
Visa Voraussetzungen hochgezogen werden
vor 30 20 Jahren sind sie als weiser
Europäer waren sie
sie wussten alles sie kamen aus den
hochentwickelten Ländern jeder hat ih
die Tür aufgehalten sie konnten
Unternehmen gründen jeder war dankbar
das hat sich radikal geändert nicht nur
Thailand Indonesien Vietnam haben alle s
mal Hürde nach oben gesetzt sie konnen
heute als Deutscher nicht mehr einfach
nach Vietnam und arbeiten nach Thailand
schon mal gar nicht se heißt also die
Asiaten möchten nicht jeden haben Nummer
eins Thailand möchte niemanden haben den
sie hinterher versorgen müssen weil er
einfach kein Geld mehr hat weil jeder
Ausländer und wir sind ja Ausländer in
diesen Ländern muss erstmal für sich
selber sorgen und der Staat übernimmt
diese Sorge nicht was Sie angesprochen
haben ist eigentlich kein neues Gesetz
ich kenne seit 30 Jahren diesen
Paragraphen gibt es im Steuerrecht in
Thailand was bedeutet jeder der Geld in
das Land transferiert dieses Geld was
ins Land kommt wird als
Einkommen klassifiziert und Einkommen
ist steuerbar man hat das interpretiert
und man kann das in diesen Ländern
überall
interpretieren und zwar so dass man
gesagt hat ja das ist ein Einkommen das
stammt aus dem vorherigen Geschäftsjahr
oder vorherigen Periode folgedessen wenn
ich es jetzt reinbringe ist es nicht
mehr steuerbar und das hat man jetzt neu
interpretiert und hat gesagt ist völlig
egal wann dieser Gewinn oder das
Einkommen entstanden ist in dem Moment
wo es ins Land kommt ist es steuerbar
ah okay also ist es gar nicht so schlimm
im Vergleich zu vorher oder es war schon
immer so heikel ja es hat aber niemanden
wirklich interessiert wissen Sie in
diesen Ländern wie wie Thailand gibt es
sehr viele rules und regulations es gibt
auch sogenannte
Durchführungsverordnungen wenn ein neues
Gesetz rauskommt dann ist es nicht
präzise ist nicht klar und dann kommen
im Nachgang jede Menge
implementations ja das musst Du so sehen
in dem Fall das musst in dem Fall so
sehen und dieses Gesetz hat sich nicht
geändert nur man hat es eben anders
gesehen und jetzt möchte man das so
sehen jeder Rentner kann das natürlich
umgehen relativ einfach ja okay es kommt
drauf an wenn er unter dem rentnervisa
hier ist dann kann das nicht umgehen
wäre er unter einem elitevisa z.B hier
kann es umgehen indem er einfach sich
das Geld aus dem Automaten zieht ein
anderes Thema das natürlich sehr
interessant ist heutzutage fragt man
sich ja nicht nur was kann das Land
kulturell oder kulinarisch wenn wir die
Landkarte betrachten sehen wir dass sich
Thailand wie eine Sichel in diesen
asiatischen Teil des Meeres da hinein
bewegt und das Südchinesische Meer ist
auch nicht weit weg also heutzutage
spricht man nicht nur über Tourismus
sondern bei den vielen Konflikten auf
der Welt die wir haben stellt man sich
auch mal die Frage was ist eigentlich
die militärische oder strategische
Bedeutung Thailands ich weiß nicht ob
sie was von bambuspitik schon mal gehört
haben Bembo politics betreibt Thailand
sowie auch Vietnam Vietnam excellent
Thailand annähern genauso gut die Länder
biegen sich in beide Richtungen ohne zu
brechen das heißt Thailand versucht es
sehr schön
auszubalancieren es gibt hier seit dem
Vietnamkrieg Basen der Amerikaner es
soll hier auch diese Art geheimen
Gefängnisse ähnlich wie in Polen geben
das hat noch niemand verneint das
lächelt mich nur jeder an wenn ich sage
also unterstell ich es gibt sie und sie
sind hier Thailand hat sehr starke
Bindung zu China hat gute Beziehungen zu
us a ein Thai hat mir vor einiger Zeit
mal gesagt you know actually als es um
China geht actually at the end we are
all Asians und ich glaube das dieser
Satz spricht für sich und zwar spricht
er in ganz Südostasien für sich es gibt
sehr viele familiäre chinesische
Beziehungen die meisten erfolgreichen
Thais sind chinesischen Ursprungs und
folgeessen lebt Thailand von einem
Erfolg Chinas okay Vietnam würde ohne
China kaum exportieren können weil
sämtliche Vorprodukte aus China kommen
es gab jetzt erst geradeen Bericht in
der berpost über die neue Auslegung und
das Balancing Europa kam noch nicht mal
mit einem Wort darin vor okay also ich
würde sagen die Asiaten versuchen
einigermaßen okay mit USA klarzukommen
Europa spielt keine Geige mehr und jeder
ist abhängig von China das ist hoch
interessant wie sie das Sagen und
letztendlich ist ja ihre Aussage auch so
eine Art Detektor dass die große
europäische Zeit wie sie haben es vorhin
gesagt wo man die Tür aufgehalten hat wo
in Anführungszeichen die rundaugen groß
angeguckt wurden dass man alles kann
alles weiß wirtschaftlich stark ist und
so weiter dass diese Zeit vorbei ist und
man auf die auch gar nicht mehr
angewiesen ist spannend wie sie auch
sagen dass man letztendlich selber für
die eigene Emanzipation auch vom
chinesischen Erfolg so ein bisschen
abhängig ist das muss man auf jeden Fall
im Hinterkopf behalten auch für das
eigene europäische Selbstbild
wahrscheinlich oder ich denke ja weil
man muss sich einfach nur die die
Handelsströme ansehen und sagen wo
fließt was woher wenn sie im Tourismus
schauen z.B hat Thailand jeder hier hat
gebettelt um die Chinesen als die ersten
Chinesen Flugzeug nach covid hier
ankamen war der Tourismus und der
Innenminister persönlich da und hat
jeden mit Handschlag begrüßt okay ich
kann mich nicht entsinnen dass ein
europäischer Flieger die gleiche Ehre zu
teil geworden wäre ja das heißt also
auch touristisch lebt Asien sehr stark
von Chinesen und sie sehen das auch an
der Ausrichtung sprachlich viele Tris
sprechen mittlerweile chines auch viele
Unternehmer hier arbeiten für
chinesische Investoren die Hotels kaufen
Häuser bauen kondominiums die
Zusammenarbeit Südostasien plus China
ist relativ stark ob das jeder jetzt
unbedingt will oder forciert ist ein
anderes Thema aber es ist einfach und es
bleibt Fakt dass China als starker
wirtschaftlicher Faktor maßgeblich
beeinflusst die Entwicklungen in
Südostasien wir sind jetzt eigentlich
schon am Ende unseres Gesprächs
angelangt jetzt zum Schluss vielleicht
noch so ein bisschen eine sentimentale
Frage wenn sie auf Deutschland oder auf
Europa blicken wir haben es schon
angedeutet es geht ein bisschen da
nieder aber nichtsdestotrotz sie kommen
aus dem Siegerland haben sie noch
irgendwie Bande haben sie noch Kontakt
und zieht es sie vielleicht gelegentlich
auch ab und zu noch emotional gedanklich
ein bisschen zurück sicherlich hat man
Familie man hat hat noch Freunde da es
ist ja nicht so dass sie einfach
irgendwas schneiden sie geben ja auch
Ihre Identität nicht auf wenn Sie im
Ausland sind sie sind ja immer noch
deutscher geblieben mit all dem was dazu
gehört gut und schlecht natürlich
Deutschland ist immer wieder schön
landschaftlich wunderschön ich liebe
Süddeutschland ich war im Sommer am
kimsee herrlich traumhaft natürlich aber
wie gesagt es halt ein Unterschied ob
man kommt um für kurze Besuche oder eben
konstant dort leben möchte wir haben
jetzt am Ende unseres Gesprächs immer
noch die fixkategorien ich möchte immer
ganz gerne um eigentlich so bisschen
essentiell herunterzubrechen was das
Land und was die für sie jetzt
Umsiedlung aber auch Aussiedlung
letztendlich schon seit längerer Zeit
was es eigentlich so bedeutet was für
eine Lebensweisheit haben sie für sich
was ihn immer wieder begegnet oder was
auch für sie für ihr Leben da unten
einfach wi witig ist was können sie uns
da mitgeben ja ich hat es mal mit der
Politik angedeutet sei wie ein Bambus
biege dich aber breche nicht das ist
eine sehr interessante Weisheit aber ich
weiß tatsächlich nicht ob das für uns
Deutsche in Deutschland für unseren
Charakter so zutreffend wäre weil wenn
wir uns mal für eine Geschichte und eine
Richtung und Seite entschieden haben
dann ziehen wir das bis zum Schluss
durch das hat lustigerweise auch schon
der Dichter im niebelungenlied so
erkannt ja kommen wir zu einem ganz
anderen Lied denn sie wünschen sich
jetzt ja nicht nur für Thailand sondern
für den gesamten asiatischen Raum in dem
sie ja wohnen aber auch beruflich tätig
sind und immer so hin und her switchen
kommen wir zu dem Lied dass sie als
Repräsentation für diesen asiatischen
Raum für unsere fernrufhörer jetzt
ausgesucht haben was repräsentiert den
asiatischen Raum so gut wie kein anderes
aus ihrer Sicht okay das ist eine
philippinischeer Song annak annak ist
mir das erste Mal glaube ich 84 in
Singapur über den Weg gelaufen und dann
immer wieder wunderschönes Lied sehr
schöne Lyrik passt hierzu worum geht's
da um eine Familie die ein Kind bekommt
das Kind liebevoll groß sieht das Kind
sich abnabelt eigene Wege geht und
hinterher feststellt dass es vielleicht
besser gewesen wäre ab und zu mal auf
die Eltern zu hören auch eine
Lebensweisheit Frau Vetter ich danke
Ihnen herzlich für diese sehr
interessanten Einblicke nach Südostasien
ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß
beim Fischen und beim Jagen in diesem
Sinne wünsche ich Ihnen jetzt eine gute
Zeit Ihnen und Ihrer Familie alles Liebe
und herzlichen Dank für ihres Gespräch
Herr Danowski ich bedanke mich und
schönen Tag zu
[Musik]
Ihnen liebe Hörer das war's an dieser
Stelle wieder mit unserer dieswöchigen
Ausgabe vom fernruf ich hoffe es war
unterhaltsam für Sie und vielleicht auch
ein bisschen lehrreich sie haben
vielleicht was gelernt über Kultur
Geschichte oder die Lebensgeschichte
unserer Teilnehmer das ist ja immer
wahnsinnig interessant wie man es dann
macht mit dem Auswandern wenn sie noch
nicht ausgewandert sind aber schon mal
dran gedacht haben es aber noch ein
bisschen nach hinten rausgezögert haben
und sagen ach ich höre lieber noch ein
zweimal den fernruf und entscheide mich
dann aber sie kennen jemanden der im
Ausland lebt ausgewandert ist und sie
sagen ach Mensch dem schreibe ich jetzt
doch noch mal neujahrskärtchen oder in
unserem Shop
shop.contrafunk.radio gibt es wunderbare
Briefmarken für Österreich die Schweiz
oder für Deutschland schauen Sie sich da
einfach mal ein bisschen um und
unterstützen Sie uns in diesem Sinne ich
freue mich wenn sie vielleicht auch
nächste Woche wieder dabei sind ich bin
gern stanowski tschüss und bis
[Musik]
bald
[Musik]
[Applaus]