Was wäre, wenn wir dir sagen, dass sich am Grund des Meeres die Ruinen einer uralten Stadt verbergen, die jahrhundertelang verschollen war? Dass diese Stadt nach ihrem Untergang vollkommen in Vergessenheit geraten ist und sich schließlich in einen flüchtigen Mythos verwandelte – und, dass der Name dieser Stadt nicht Atlantis ist? Die Wiederentdeckung von Herakleion war eine der größten archäologischen Sensationen des 21. Jahrhunderts –und sie führt uns einmal mehr einen tiefgreifenden Umstand vor Augen: Nur, weil wir etwas nicht finden können, heißt das noch lange nicht, dass es auch nicht existiert – und vielleicht schlummert in den alten Legenden unserer Vorfahren ja mehr Wahrheit als wir zu träumen wagen.
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was wäre wenn wir dir sagen dass sich am
Grund des Meeres die Ruinen einer
uralten Stadt verbergen die
jahrhundertelang verschollen war dass
diese Stadt nach ihrem Untergang
vollkommen in Vergessenheit geraten ist
und sich schließlich in einen flüchtigen
Mythos verwandelte und dass der Name
dieser Stadt nicht Atlantis ist die
Wiederentdeckung von herakleon war eine
der größten archäologischen Sensationen
des 21 jhundts und sie führt uns einmal
mehr einen tiefgreifenden Umstand vor
Augen nur weil wir etwas nicht finden
können heißt das noch lange nicht dass
es auch nicht existiert und vielleicht
schlummert in den alten Legenden unserer
Vorfahren ja mehr Wahrheit als wir zu
träumen wagen dort wo die direkten
archäologischen Beweise fehlen müssen
die Experten auf andere Quellen
zurückgreifen um der historischen
Wahrheit auf die Spur zu kommen im Falle
von herakleon war jene Quellenlage aber
gelinde gesagt über Schauber der
informationsschatz der Forscher bestand
aus einer Handvoll Inschriften und
Erwähnungen in antiken Texten
beispielsweise erzählte der griechische
Geschichtsschreiber Herodot von einem
prächtigen Tempel der an eben jener
Stelle thronte an der die Sagenfigur
Herakles zum ersten Mal Ägypten betreten
hatte ferner behauptete Herodot auch
dass sich einst eine gewisse Helena in
herakleon aufgehalten hat deren
Entführung durch den Prinzen Paris
später den trujanischen Krieg losrat
vier jahrhundert nach Herodots Ägypten
Besuch vermerkte der griechische
Geograph Strabon dass die Stadt
herakleon östlich von kanopus an der
nilmündung liegt doch wie nähert man
sich derartigen Überlieferungen
eigentlich aus heutiger Sicht wie
bewertet man nüchterne geographische
Ortsangaben die aber untrennbar mit den
sagenhaften Gestalten aus der
griechischen Mythologie verknüpft sind
nun Fran gordot musste nicht lange
überlegen wie er die Berichte von
Herodot und Co einzuordnen hatte
ungeachtet der Tatsache das von
herakleon seit Jahrhunderten jede Spur
fehlte stand für den französischen
Unterwasserarchäologen fest dass die
Stadt tatsächlich existiert hat und dass
er sie finden würde kein Wunder denn
immerhin hatte godio bereits vor seiner
bahnbrechenden sensationsentdeckung eine
Reihe von archäologischen Schätzen ans
Licht gebracht die eigentlich als
unwiderbringlich verloren galten dem
nach spürte der indianaer Jones des
Ozeans seit den 90er Jahren 14
historisch wertvolle Schiffe am
Meeresgrund auf dazu gehörte neben der
spanischen Galeone San Diego und ein
Schiff der British East India Company
auch die laorion die nicht weniger war
als das Flagschiff von Napoleon
Bonaparte nun könnte man also denken
dass die Ruinen einer ausgewachsenen
Stadt verglichen mit einem mikrigen
schiffsfrack recht einfach zu finden
sind doch in Wahrheit sollte die
Wiederentdeckung von herakleon mehrere
Jahre eine Reihe von Fehlschlägen und
viel Schweiß und Tränen in Anspruch
nehmen wie die Forscher den Mythos in
die Wirklichkeit brachten im Jahr 1987
hatte Fran gordot das europäische
Institut für Unterwasserarchäologie ins
Leben gerufen welches sich fort an der
Aufgabe widmete archäologische Städten
am Meeresgrund zu erkunden dabei stürzen
sich die Experten aber
selbstverständlich nicht aufs gerate
wohl ins Abenteuer sondern legten einen
überaus methodischen Ansatz an den Tag
grundsätzlich griffen die historischen
Spurensucher auf sogenannte
geophysikalische
prospektionstechniken zurück das heißt
dass die Erkundung eines Gebiets stets
in parallelen geraden Linien in
regelmäßigen Abständen von statten ging
auf diese Weise konnte das Team um Gio
Anomalien am Meeresboden aufdecken die
anschließend von Tauchern oder Robotern
untersucht werden konnten
1992 begann die Fachleute dann mit der
Kartierung des Gebiets rund um den Hafen
von Alexandria vier Jahre später dehnten
sie ihre Forschungen auf die Bucht von
abuk Kir aus im Rahmen dessen sollte
aber nicht nur hierakle sondern auch die
antiken Städte kanopus und Tonis
aufgespült werden und so viel vorweg
manchmal lassen sich auch zwei
archäologische Fliegen mit einer Klappe
schlagen davon ahnten die Experten
zunächst aber noch nichts und um die
Trefferchancen einzugrenzen stützten sie
sich auf die Informationen aus
historischen Texten gleichzeitig
versuchten sie die Umstände zu
rekonstruieren die im Laufe der Zeit
zuur Überflutung der Region geführt
haben während das Areal in der Bucht von
abukia ein Forschungsgebiet von 11 x 15
km umfasste folgte dann im Jahr 99
endlich der erste Durchbruch franordot
und seine Kollegen stießen auf die
ersten versunkenen Überreste der
altägyptischen Küstenstadt kanopus und
bereits im Folgejahr duften sich die
Unterwasserarchäologen über den nächsten
Triumph freuen rund 6,5 km vor der Küste
knapp 10 m unter dem Meeresspiegel
identifizierte das Team die Ruinen von
herakleon und brachte somit einen Mythos
in die
Wirklichkeit diese Wendung raubte den
Experten den Atem im Rahmen dessen
erkannten die Experten auch wie sich
hierakleon überhaupt so lange vor ihren
neugierigen Augen verstecken konnte die
Überreste der antiken Hafenstadt lagen
unter einer dicken Sedimentschicht
begraben im Detail bestand die oberste
Schicht des Meeresbodens aus einem
sandschlickgemisch dessen Ursprung im
niil lag das Team konnte die Ruinen erst
durch die Erstellung detaillierter
magnetischer Karten ausfindig machen
wenn wir das Rat der Zeit nun aber bis
zur era zwischen den Jahren 550 und 331
vor Christus zurückdrehen sehen wir dass
herakleon damals selbstverständlich noch
nicht im Mittelmeer verborgen lag
sondern an der niilmündung gut 30 km von
Alexandria entfernt während dieser
Blütephase verkörperte herakleon nicht
weniger als Ägyptens wichtigsten
Seehafen nach Griechenland die Gründung
der Stadt wird wiederum auf die Zeit
nach der Regierung von psamitich dem i
datiert der Pharao hatte Griechen als
Söldner verpflichtet und ihnen im
Gegenzug Land an der Küste überlassen
als jedoch die Herrschaft der ptolema in
Ägypten anbrach ging der Titel des
größten Seehafens an Alexandria über
nichtsdestotrotz genoss herakleon als
alte griechische Kolonie aber weiterhin
besondere Privilegien wer bis jetzt
aufmerksam aufgepasst hat wird
vielleicht bemerkt haben dass das Team
um gordot bis dato aber nur zwei von
drei Volltreffern gelandet hatte denn
immerhin hatten sich die Experten ja der
Aufgabe gewidmet neben kanopus und
herakleon auch die Stadt Tonis zurück
auf die Landkarte zu bringen und
sensationellerweise war ihn dies in
Wahrheit auch schon längst gelungen
jedoch sollte dies erst im Rahmen
weiterer Untersuchung offenbart werden
letztendlich nahm die historische
Spurensuche nämlich noch eine
spektakuläre Wendung mit der absolut
niemand gerechnet hatte bei Ausgrabungen
wurden Inschriften gefunden aus denen
erstmals hervorging dass das griechische
herakleon und das ägyptische Tonis ein
und dieselbe Stadt waren Fran gordios
Team brachte überwältigende
Zeitzeugnisse ans Licht vor diesem
Hintergrund ist heutzutage auch immer
wieder die Rede von Tonis herakleon
unterm Strich war die Stadt damals aber
nicht nur ein reger Handelsknotenpunkt
sondern auch eines der bedeutendsten
religiösen Zentren überhaupt dies
beweisen die atemberaubenden Artefakte
und Gebäudereste die vom Schlamm des
Meeres befreit ein lebendiges Fenster se
in längst vergangene Tage öffnen
erfreulicherweise ist herakleon mit samt
seinen archäologischen Schätzen
erstaunlich gut erhalten geblieben dies
war wiederum der tonhaltigen sidim
menchicht zu verdanken welche die
unersetzlichen Objekte von dem
zersetzenden Einfluss des Salzwassers
bewahrte die Liste der bisherigen Funde
liestß sich dabei gleichermaßen
beeindruckend wie überbordend neben
riesigen pharaonenstatuen hunderten
Figuren von Göttern und einer sphins
wurden hier auch schon dutzende
Sarkophage zahlreiche Goldmünzen und
über 60 Antike Schiffswracks aufgespürt
den außergewöhnlichen religiösen
Stellenwert von herakleon bezeugt aber
keine andere Entdeckung so nachdrücklich
wie die Reste des Herakles bzw amunib
Tempels wie es die unterschiedlichen
Bezeichnungen bereits erahnen lassen
erfuhr die heilige Stätte im Laufe der
Zeit einen Wandel so verehrten die
Ägypter hier den Mond gotott sch welcher
als der Sohn des Amun und der Göttin Mut
galt die Griechen setzten schons
wiederum mit Herakles gleich und wie
erwähnt soll der Tempel an jener Stelle
gestanden haben an der Herakles erstmals
einen Fuß auf ägyptisches Land setzte
später wurde die stätdte dann Amun
gewidmet die Kolossalstatue die eine
Königin als Isis Verkörperung zeigt und
die 5,4 m hohe Statue des nilgottes
harpi dürften wiederum den Eingang des
Tempels geziert haben darüber hinaus
wurde die zeremonielle Stätte jedes Jahr
zum Schauplatz der Feierlichkeiten zu
den so genannten
osirismsterien anlässlich der
Wiedergeburt des Gottes wurde eine
osirisstatue im Rahmen einer festlichen
Prozession zum Tempel von herakleon
überführt nun sind seit der
Wiederentdeckung der mythischen Stadt
aber schon knapp 25 Jahre ins Land
gezogen genug Zeit also um sämtliche
Geheimnisse von herakleon aufzudecken na
ja das könnte man jedenfalls meinen doch
folgt man den Aussagen von Fran got so
wurden bislang nur wenige Prozent des
arals ausgegraben im folgt das
forschungsteem nämlich der Devise so
viel wie möglich über heracleon zu
lernen indem man es so wenig wie möglich
berührt die Brücke zwischen Erhalt und
Erkenntnis sollen die Technologien der
Zukunft schlagen bis es soweit ist üben
sich die Experten noch in einer gewissen
Zurückhaltung folglich bleibt uns also
auch noch etwas Zeit um uns einer
anderen nicht weniger spannenden Frage
zu widmen nämlich wie konnte es
überhaupt soweit kommen oder etwas
präziser ausgedrückt
warum ist herakleon überhaupt im Meer
versunken na ja die kurze Antwort auf
diese Frage hört auch den Namen
bodenverflüssigung unserem aktuellen
Kenntnisstand zufolge ging herakleon im
8 jahrhundert nach Christus endgültig
unter im Gegensatz zu anderen antiken
Städten wie etwa pompe geschah dies
jedoch nicht im Zuge einer einzigen
brachialen Naturkatastrophe denn
tatsächlich hatte die bodenverflüssigung
in der Region infolge eines Erdbebens
bereits im dritten Jahrhundert vor
Christus eingesetzt im Detail wurde
herakleon auf einem sogenannten
aluvialboden erbaut oder anders gesagt
die Hafenstadt stand auf vollständig
durchfeuchtetem
niilschlamm ein nicht sonderlich
stabiles Fundament welches die Gebäude
äußerst anfällig für schwere
Erschütterungen machte und sobald die
Erde erst einmal zu beben begann
zerbrachen die Bauwerke nicht etwa in
alle Einzelteile nein sie versanken nahe
zuu intakt im Boden dieses Schicksal
sollte schließlich auch den zentralen
Tempel ereilen und nachdem die Städte
buchstäblich vom Erdboden verschluckt
worden war verlor das einst so wichtige
religiöse Zentrum herakleon zunehmend an
Bedeutung die Relevanz des Handels
konnte den Verlust des spirituellen
Stellenwerts nicht aufwiegen und dieser
Umstand sollte sich auch im weiteren
Umgang mit der Stadt niederschlagen
ihres existenzzwecks beraubt hörten die
Bewohner schlichtweg damit auf gegen die
ständige Erosion und den Einfluss der
sogenannten Schwemmfächer anzukämpfen
wie erwähnt sollte die Entwicklung im 8
jahrhundert ihren traurigen Höhepunkt
finden herakleon wurde schließlich
vollständig aufgegeben und allmählich
aus unserem kollektiven
geschichtsgedächtnis gelöscht wir helfen
deinem geschichtsgedächtnis aber sehr
gerne auf die Sprünge drück jetzt gern
auf den Daumen und den aboutton um schon
bald mehr über die spannendsten
archäologischen Funde aller Zeiten zu
erfahren bis bald