Wie du unnormalen Fokus freischaltest, selbst wenn du faul bist

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03.06.2024
Hast du schon mal Schwierigkeiten damit gehabt, eine Aufgabe zu erledigen,
die eigentlich nur 30-60 Minuten dauert? Und hast sie stattdessen immer weiter aufgeschoben? Es
gibt eine neurowissenschaftliche Erklärung dafür, warum das passiert und eine einfache Möglichkeit,
wie du es lösen kannst. Vorab: Es klappt auch, wenn du nicht der disziplinierteste Mensch bist.
Mit dieser Methode wirst du sehr viel erledigen können, selbst wenn du faul oder unmotiviert
bist. Hinter den erfolgreichsten Menschen der Welt stehen die 4 Säulen von FLOW, die es ihnen
ermöglichen, unglaublich produktiv zu sein, ohne sich dafür groß anstrengen zu müssen. Zuerst gibt
es die Flow Blocker. 2. die Flow Erreichbarkeit 3. die Flow Trigger. Und zuletzt den Flow Zyklus. Das
sind die Säulen, die das Gehirn der produktivsten Menschen der Welt antreiben. Bevor wir tiefer
einsteigen, zuerst die Frage: Was ist überhaupt Flow? Erinnere dich mal zurück an einen Moment,
in dem du völlig vertieft in etwas warst. Wo du einfach gemacht hast, ohne nachzudenken.
Du warst höchstwahrscheinlich im Flow. Flow ist ein Bewusstseinszustand von völliger Vertiefung,
der die Arbeit mühelos macht. Die meisten Errungenschaften der Menschheit sind im Flow
Zustand entstanden. Und Flow ist nicht einfach nur ein Gefühl. Tatsächlich haben Forschungen gezeigt,
dass die neurophysiologischen Veränderungen, die im Flow Zustand auftreten, genau DIE
Fähigkeiten steigern, die laut Forschung im 21. Jahrhundert am wichtigsten sind:
Lernen, Kreativität und Produktivität. Der Flow Zustand verändert also nachweislich
unsere Gehirnfrequenzen. Das klingt fast so, als wäre Flow die Lösung für all deine Produktivität
Probleme, oder? Das könnte so sein, wenn… … Flow jederzeit abrufbar wäre. Aber das
ist er nicht. Bis du dich in den 4 Säulen des Flows trainierst, wird dieser Zustand
schwer für dich zu erreichen sein. Und nie war es schwieriger, in einen Flow-Zustand zu kommen,
als im 21. Jahrhundert, wo wir von jeder Seite abgelenkt werden und chronischer Stress
als etwas Normales angesehen wird. Lass uns rein starten. Jeder von uns kennt es von Schuldgefühlen
geplagt zu werden, wenn wir wichtige Aufgaben immer weiter aufschieben und die To Do Liste,
Tag für Tag länger wird. Die Tage vergehen und du hast noch nichts erledigt. Wenn dir das immer
wieder passiert, liegt es an den Flow Blockern. Was sind Flow Blocker? Stell dir vor, du willst
einen Marathon laufen. Bevor du dich an die Startlinie stellst, musst du zuerst sicherstellen,
dass du keine grundlegenden Verletzungen hast, die dich daran hindern. Wenn du mit einem Freund
Schach spielen möchtest, musst du vorher sicherstellen, dass du die Regeln des Spiels
kennst. Wenn du dir vornimmst, nach der Arbeit nochmal 2 Stunden an deinem Business zu arbeiten,
solltest du deine Aufgaben klar ausformuliert haben und am besten das Handy weit weg legen.
Flow Blocker sind also grundlegende Dinge und Ablenkungen, die uns davon abhalten,
in den Flow zu kommen. Der menschliche Körper will von der Natur aus in den Flow Zustand kommen. Aber
unser Arbeitsstil des 21. Jahrhunderts hält uns davon ab. Denk mal drüber nach: Was ist das Erste,
was du morgens nach dem Aufstehen machst? Wenn du wie 80% der Menschen bist, schaust du als Erstes
auf dein Handy. Checkst deine Nachrichten oder schaust, was es neues auf Social Media
gibt. Die meisten Menschen werden von ihrem Handy kontrolliert. Sie reagieren auf Nachrichten, Töne,
Anrufe. Sie werden ständig abgelenkt. Das Handy ist wie ein Damm, der einen Fluss daran hindert,
zu fließen. Was ist also die Lösung dafür? 1. Bevor du produktiv sein willst, solltest
du bereits VORHER genau wissen, was du in der Zeit abhaken möchtest. 2. Nimm dir 15 Minuten, bevor du
deinen produktiven Block startest. Beantworte in diesen 15 Minuten all die wichtigen Nachrichten,
sag deinen Freunden und deiner Familie Bescheid, dass du die nächsten 2-3 Stunden nicht erreichbar
bist. Schalte dein Handy dann in den Flugmodus und leg es in ein anderes Zimmer. Es soll nicht
in Reichweite sein. Am Anfang wird es dir ziemlich schwerfallen. Deine alten Gewohnheiten werden dich
wieder dazu überreden wollen, kurz in Social Media zu scrollen. Das ist ganz normal. Aber
je öfter du dieser Versuchung widersteht, desto einfacher wird es dir jedes Mal fallen. Das ist
mentales Training. Als Nächstes haben wir die Flow-Erreichbarkeit. Auch wenn
du alle Ablenkungen eliminiert hast, kann es immer noch sein, dass du trotzdem nicht den
Flow-Zustand erreichst. Wahrscheinlich, weil du den 2. Punkt übersehen hast.
Denn wir müssen unseren Körper, unsere Umgebung, unser Gehirn vorbereiten,
um die Wahrscheinlichkeit des Flow-Zustandes zu erhöhen. In unserem vorherigen Beispiel, mit dem
Marathon, wäre das dein Fitnesslevel. Also, dein körperlicher Zustand muss bereits auf einem Level
sein, indem er einen Marathon laufen kann. Wenn du vorher noch nie länger als 10 Minuten joggen bist,
ist die Wahrscheinlichkeit, dass du in einen Flow kommst, fast bei 0. Der einfachste Weg,
um die Flow-Erreichbarkeit bei einer Denkaufgabe zu erhöhen,
ist, morgens sofort nach dem Aufstehen mit der Arbeit zu beginnen. Der neurowissenschaftliche
Grund dafür ist, dass wir morgens viel einfacher und viel schneller in den Flow-Zustand kommen.
Das funktioniert aus mehreren Gründen, einer davon ist, dass die Gehirnfrequenzen
des Schlafs und die Gehirnfrequenzen des Flow-Zustandes sehr ähnlich sind.
Dadurch fällt es uns gleich nach dem Aufstehen leichter und schneller in den Flow zu kommen.
So, jetzt hast du alle Ablenkungen entfernt und deine Flow-Erreichbarkeit erhöht. Wie kommst du
jetzt endlich in den Flow? Hier kommen die Flow-Trigger ins Spiel. Das sind Auslöser,
die uns sofort in den Flow bringen. In den 1960ern Jahren identifizierte der Psychologe Mihaly
Csikszentmihalyi (me high cheek sent me high), der Urvater von Flow, mehrere dieser Trigger. Und je
mehr dieser Trigger in einer Aufgabe vorkommen, desto schneller kommst du in den Flow-Zustand,
desto tiefer ist der Flow-Zustand und desto länger kannst du ihn aufrechterhalten. In
manchen Aktivitäten sind diese Trigger von Natur aus enthalten. Zum Beispiel Musik, Videospiele
oder Surfen. Die 3 ersten Auslöser für Flow, die Mihaly Csikszentmihalyi identifiziert hat waren:
1. Klare Ziele. 2. Unmittelbares Feedback. 3. Das Gleichgewicht zwischen Herausforderungen
und Fähigkeiten. Nehmen wir Surfen als Beispiel. Du siehst eine Welle,
du erwischst sie und reitest sie. Das sind die einzelnen Auslöser,
die dich in den Flow bringen.Dann spürst du das Gleichgewicht auf dem Brett und die Kraft
der Wellen. Das ist ein sofortiges Feedback. Und wenn du surfst, reitest du unterschiedlich
große Wellen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Das Gleichgewicht der
Herausforderung und deinen Fähigkeiten ist auch im richtigen Verhältnis zueinander. Das wäre es
zum Beispiel nicht, wenn du als Surfanfänger eine 10 Meter hohe Wellen reiten würdest.
Genug vom Surfen. Wie kannst du das jetzt auf deine Arbeit übertragen? Der Trick ist,
dass du diese Auslöser nimmst und sie zu Aufgaben hinzufügst, bei denen sie nicht enthalten sind.
Du könntest dir z.B. Aufgaben suchen, die 4% schwieriger sind als deine aktuellen Aufgaben
sind, um den Schwierigkeitsgrad anzuheben. Wie Mihaly Csikszentmihalyi gesagt hat, liegt die
Mitte genau zwischen Langeweile und Angst. Wenn uns langweilig während einer Aufgabe wird, hören
wir auf. Wenn wir Angst vor der Aufgabe haben, weil sie zu viele Skills benötigt und wir uns zu
sehr anstrengen müssen, fangen wir gar nicht an. Die Balance ist entscheidend.Die 4. Säule von Flow
wird selten erwähnt. Sie zeigt uns jedoch genau die Arbeitsweise der produktivsten Menschen der
Welt. Die Rede ist vom Flow-Zyklus.Herb Benson war Kardiologe in Harvard und schrieb darüber zum
ersten Mal in seinem Buch mit dem Titel Das Breakout-Prinzip.Stephen Cutler übernahm es
direkt und hat es in seinem Buch Der Aufstieg von Superman abgebildet. Was der Flow-Zyklus uns sagt,
ist, dass Flow-Zustände mehr wie Dimmerschalter als Lichtschalter sind. Die erste Phase ist die
Ladephase. Sie ist wie ein Kampf. Das ist, wenn du mit einer Aufgabe beginnst und dich reinarbeiten
musst. Es kann anstrengend sein und dich Überwindung kosten, in die Aufgabe reinzufinden.
Diese Anstrengung führt oft dazu, dass wir uns ablenken und gar nicht erst anfangen. Ein Flugzeug
verbraucht auch den Großteil seiner Energie beim Start. Die traurige Wahrheit ist, dass
die meisten Menschen ihr Leben in dieser Phase feststecken. Sie halten nicht lang genug durch,
um darüber hinauszukommen. Und das kannst du trainieren. Forschungen haben gezeigt, dass,
wenn du dich jeden Tag an eine Stange hängst, du tatsächlich um einen Zentimeter wächst.
Genau dasselbe kannst du mit deiner Aufmerksamkeitsspanne machen. Strecke sie,
in dem du z.B. ein Buch liest, auch wenn du mittendrin die Lust daran verlierst. Wenn du
eine lange Meditation machst, versuche am Ende immer noch 2 Minuten dranzuhängen. Dasselbe mit
deiner Arbeit. Wenn du gerade etwas erledigst, versuche noch 2 Minuten hinzuzufügen.Seh deine
Aufmerksamkeit wie einen Muskel. Je intensiver du sie trainierst, desto stärker wird sie. Wenn du
über die Ladephase hinaus bist, passiert es. Dein Flow-Zustand wird freigeschaltet. Während du dich
in die Aufgabe vertiefst, erhöht dein Gehirn den Dopaminspiegel und verbessert die Konzentration
und Motivation. Das führt dazu, dass du aus dem Kampf und der Überwindung in den Flow-Zustand
kommst. In dieser Phase fühlt sich Arbeit einfach an. Du kommst schneller voran, musst weniger
nachdenken und kriegst viel mehr geschafft als sonst. Der letzte Punkt im Flow-Zyklus ist die
Erholungsphase. In dieser Phase erholen wir uns, tanken wieder Energie nach einem
längeren Zeitraum der Konzentration und tiefem Fokus. Die Erholungsphase ist besonders wichtig,
um öfter in einen Flow Zustand zu kommen. Nochmal alle 4 Säulen zusammengefasst: 1. Sorge dafür,
dass du alle Flow Blocker eliminierst. Leg dein Handy in ein anderes Zimmer, räum deinen Tisch
auf, besorge alle Informationen für deine Aufgaben vorher. Sorge dafür, dass dich nichts aus dem Flow
raus bringt. 2. Bereite den Flow Zustand vor. Plane wichtige Dinge, wenn es geht, gleich nach
dem Aufstehen ein. Dort ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass du in einen Flow Zustand kommst.
Aber auch, wenn du abends nach der Arbeit etwas Wichtiges zu tun hast,
bereite dich mental und körperlich darauf vor. Hör vielleicht ein kurzes Motivationsvideo oder lies
dir deine Ziele nochmal durch. 3. Jede deiner Aufgaben sollte die 3 Flow Trigger beinhalten:
a) Klare Ziele. Am besten messbar mit Zahlen. b) Unmittelbares Feedback. Wie beim Beispiel mit dem
Surfen. c) Ein gesundes Gleichgewicht zwischen der Aufgabe und deinen Fähigkeiten. 4. Hab immer den
gesamten Flow Zyklus im Kopf. Das heißt, wenn du gerade an einer Aufgabe sitzt und merkst,
dass es gerade anstrengend wird, rein zu kommen, dann erinnere dich daran,
dass nach dieser Anstrengung der Flow freigesetzt wird und du einen Schub bekommst. Wenn dir dieses
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auch helfen kann. So weiß ich, dass dir der Content gefällt. Das wars von mir. Dein Deniz
