2 Videoaufrufe·20.08.2024
"Arbeiten für die Ewigkeit. Markus Lüpertz, Maler und Bildhauer"
Ein Porträt.
Doku WDR, ARTE 2007 von Walter Smerling.
„Du musst die Wirklichkeit jeden Tag neu erfinden.“ Davon ist Markus Lüpertz, der international anerkannte Maler und Bildhauer, überzeugt und gestaltet jeden Tag so, als wäre es sein letzter. Eine Vielzahl dieser Tage begleitet Walter Smerling den Künstler und porträtiert ihn auf unterhaltsame Weise sowohl vor dem Hintergrund seiner Arbeit als auch seines Lifestyles: Markus Lüpertz, der hart arbeitende Künstler, Malerfürst und Akademie-Direktor einerseits, der Genießer, Dandy und Bonvivant andererseits. Die beiden Seiten sind nicht voneinander zu trennen. Gerade das macht die besondere Faszination seiner Persönlichkeit aus.
Die Kunst ist für Markus Lüpertz Lebenselixier. Sie ist 'wie eine Pflanze, die verdorrt, wenn man sie nicht ausreichend gießt'. Die Kamera begleitet ihn, wenn er Bilder und Skulpturen schafft, und zeichnet die Entstehung der spektakulären Merkur-Statue für den Bonner Post-Tower nach, die mit zehn Metern Höhe eine der größten zeitgenössischen Skulpturen überhaupt ist. Wir erleben Lüpertz aber auch als Redner und Poeten, als Musiker, der Freejazz liebt, Familienvater und Geschichtenerzähler - und immer wieder als amüsanten, unterhaltsamen, schlagfertigen Menschen mit einer Vorliebe für Autos, Mode und gutes Essen.
Markus lüpperts beim Frühsport
80 Liegestütze 10 km Laufen und
Klimmzüge das tägliche
Pflichtprogramm das älter werden kann
auch eh nicht verhindern jungle er mit
Eiser
Disziplin geistige und körperliche
Fitness ist die Voraussetzung für seine
Kunst das Malen und bildhau nach dem
Sport
Lagebesprechung ölfar alles da keine
Leimfarbe Ölfarbe
habenm wasende welche
größe2 mal auf die die
stff geht darum in der Kunst um die
eigene Überraschung ich will durch meine
des kunstmachens will ich ja irgendwo
eine Tür aufreißen in der ich etwas sehe
was ich bislang ich bislang nie gesehen
habe dass mich überhaupt gibt ist
sowieso ein Wunder weil alle Prognosen
die lypers betreffen hab immer gesagt
dass nein das flieg es geht irgendwie
nicht gut oder sowas aber aus
irgendeinem Grund heraus habe ich eben
viele schon überlebt
Markus lüppert in seinem Düsseldorfer
Atelier Malerei ist für den Rektor der
Akademie Düsseldorf die
Königsdisziplin er verbindet Abstraktion
und Realismus auf der Leinwand wie im
Leben ich glaube einfach dass es keine
Wirklichkeit gibt sonder nur eine
erfundene eine geträumte eine lebt eine
behauptete Wirklichkeit gibt nämlich das
was passiert was draußen passiert was
das Leben ist ist so banal dass es nicht
erwähnenswert ist also die Tatsache dass
man lebt das ist einfach zu wenig um
darüber irgendetwas zu befinden man muss
diesen Defekt Leben den muss man mit
Dingen füllen die voller Geheimnisse die
voller Geschichten voller Lügen voller
irgachten voller irwege sind sonst ist
das ja kein Leben das wäre es denn sonst
sie müssen doch sie selbst erfinden du
musst dich selbst in diese Welt erfinden
du musst dir selbst diese Welt Formen du
musst dir selbst diese Welt erträgt
machen wenn du nur auf der Tatsache
lebst dass es dich gibt ist n wirklich
das Ende von
allem seine Bilder sind
Handlungsanweisung für die Wahrnehmung
der Welt Videokunst und Installationen
interessieren ihn nicht er
experimentiert in der Tradition der
Malerei der Zeichnung und der Skulptur
vement leidenschaftlich fast schon
aggressiv offenbart er sich der Leinwand
ist er von einem Thema besessen
erschöpftte es in ganzen Serien bis zum
Exzess vielleicht dass ichch wenn es
ganz fertig ist also wenn es ganz
trocken ist dass ich noch mal noch mal
ein Licht auf die helle Fläche setze
nicht die jetzt also sie untergehen
würde in der Feuchtigkeit der Farbe aber
im Prinzip also vom Farbauftrag und vom
Tempo und von dem was ich also unter
Malerei verstehe ist es absolut richtig
hart erarbeitet
aggressiv ich kann nicht
anders was ist das ich weiß es nicht
Unvermögen
höchstmahchein diese ewige Überwindung
von Materialien von das unbeherrschte
das letztendes nicht äh systematisch
arbeiten
können ich kann mich nur auf das
verlassen was
ich bekommen habe also alles andere sind
Anlässe Bewegungen Anstöße
aber ich habe ja was mal so schön
formuliert du musst be malen aufpassen
was das mal nicht lernt nicht muss es
immer wieder neu beim Bild lernen damit
es nicht in eine Routine abrutscht
sondern
nur dieses glauben diese unendliche
glaube dran dass es zum Schluss dann
doch was rauskommt und was wird das hält
dich daran weiterzumachen das wie bei
einer großen Skulptur die du einfach in
den freien Raum hinein machst von 9 m
kein Mensch hatte jemals versprochen
weil du hältst dich an keine Regel dass
es funktioniert und so ist auch bei ME
ich halte mich an keine
Regel an Regeln hält er sich auch nicht
beim geliebten free Jaz
[Musik]
hier beim Konzert mit Manfred schof in
der Berliner Akademie der Künste die
Profimusiker schätzen die lüppertsche
Improvisation
dann Wimmel ich jetzt alles ab ich muss
vileicht die Rede schreiben für morgen
ich
weiß muss ich dann machen gut
Ausstellungen Auftritte und Aktionen
werden organisiert von seinem Team wir
sehen un später alle für Markus und
Markus für
alle das ist in Berlin Markus gell hast
es gelesen ja ja
die Kleine atelierküche ist
Schaltzentrale Treffpunkt für das Team
Raum der Erinnerung Erinnerungen auch an
seine Schüler dieser Ort hat eine
besondere Kraft man spürt es überall
Erinnerung an der
Wand was ist das für ein Typ ein Schüler
von mir der hat kongomüller
gemalt war damals ein schlimmer Söldner
Führer alles Arbeiten von schülerung
es gibt nur eine Konkurrenz das ist die
Ewigkeit wir die Ewigkeit besetzt und
das ist eine Sache die wir nicht in
unserem Leben entscheiden also das ist
die Imagination das ist das
Geheimnis wenn man Gunst als so
notwendig und so wichtig Betracht ich
wie ich das nur leider oder Gott sei
Dank tue Gunst ist mein Leben ich kann
anders nicht denken ich kann anders
nicht sein dann und das ist ein Fluch
wenn man das aber so simt dann ist die
Welt
frei von Konkurrenz denn alles dient der
Sache und wenn es ein anderer macht so
kann ich das auch wenn ich das ma kann
es auch ein anderer wenn es in der
Qualität
stimmt jeder Künstler der ein
großartiges Wert macht bereichert den
anderen Künstler mit diesem großartigen
WK weil er dazu gehört er ist
Zeitgenosse von diesem großen bererk und
gehört dazu deswegen gibt es in der G
eigentlich außer diese alltäglichen
kommerziellen Eitelkeiten keine
Konkurrenz alles ma
8 anzü das will gepflegt sein jür schm
kümmert sich um alles ist fahrerler
Bodyguard Trainingspartner einfach immer
da rund um die
Uhr aufängt alles
hängt neuer dabei
müsste meine Rolle ist einfach ih Rücken
freitenz zu mir gesagt wie gesag über
die Freundschaft zur Beit gekommen er
braucht einfach ein Mann der loyal ist
Loyalität ist das was unser Verhältnis
unser Arbeitsverhältnis letztendlich
ausmacht wann geht das denn hier morgens
los es fängt um um 8 Uhr teilweise an um
8 Uhr stehen wir so auf so kurz nach 8R
und dann wird das mal so ein kleiner
Kaffee geschlürft oder so ne und was
getrunken fängt meistens mit sein
Olivenöl
an und dann gehen wir dann laufen geht
er dann dementsprechend joggen und dann
geht das Training
los das ist das ist auch das was ein
wundert ne der Mann ist 65 ne wo nimmt
das her das Penn so was er geht er macht
ja alles selber tatsächlich geht niemand
irgendwohin macht eine Zeichnung oder
eine Skulptur der lässt da niemanden
dran er macht alles angefangen von der
Stange die Stange wird natürlich
hingeschweißt aber alles andere an der
Entstehung macht das selbst jeden
handriff jede Ecke jedes hacken und auch
ein Bild andere lassen malen wie man
weiß
macht alles
selber irgendeine innere Kraft denke ich
treibt ihn oder ein Wahnsinn oder ein
Genie ja kann ja auch
sein das fürchterlichte ist ja dass die
Leute mit 65 in in Ruhestand geschickt
werden und dann haben sie noch 30 Jahre
vorsichten als was und wenn sie die
kulturelle die intellektuelle die
bildungsvoraussetzung nicht haben der
Selbstbeschäftigung das höchste Gut
einer freien oder befreiten von der
Arbeit befreiten
Gesellschaft dann ist das also die h auf
Erden möte bitte
auchut Krien sie
gerne ist nicht normaler er schreibt
Bücher Gedichte und ist ein begehrter
Redner
ichellchaft ein dieuein
zum
Festvortrag Markus lüppertz redet über
den großen Expressionisten Max Beckmann
es wird kein kunstwissenschaftlicher
Vortrag sondern ein echter lüpperz in
seiner ihm eigenen kraftvollen
Sprache der Abend ist Max Beckmann
gewidmet die Show übernimmt Markus
lüppertz volle
Kannen mich Gesicht brotleib Horizonte
glücken
stahücken sitzen dlas Z verbürgt
talsohengedächtnis das Grab
gerastertitbaumromantik blöd
ist er auch als Maler in der Pinakothek
vertreten seine Wortschöpfungen sein
Auftritt fesselte die Zuhörer über eine
Stunde danke
schön zurück in Düsseldorf
Markus lüpperz ist ständig unterwegs am
liebsten mit dem Auto der bekennende
autonah besitzt ein Dutzend edler
[Musik]
Karossen je nach Lage Laune und Wetter
er das passende
Gefährt im Sommer 2006 lädt das
Kunstforum in Wien ein zu einer lüppers
Retrospektive er selbst spricht lieber
vom Vergleich der werkblöcke Malerei mit
Skulpturen und
Zeichen das sind aus der Serie meine
Lieblingsbilder und dieser Raum über
diesen Raum bin ich besonders glücklich
weil es einfach eine eine eine Idee der
Vollendung die ich eigentlich im Kopf
habe sehr nahe kommt und weil ich dann
auch nach diesen Bildern also diese
Eindeutigkeit verlassen habe und ins
Experiment gegangen bin also um dahinter
zuuk kommmen warum ich das gemalt habe
und das immer dieser lange Weg der
Experimente mit dem ich jetzt befinde
hat ja unheimlich
gute und schöne Arbeiten rausgebcht die
nicht stattgefunden hätten wenn ich
diesen Weg nicht verlassen hätte den
Anschnitt von dem motzeitkopf und da
hinten an die Seerose nicht was hier so
ein Assoziation passiert an Zeit nicht
das ist das spannende 1 2 D verschiedene
Zeiten nicht von 70 heute und vier Jahre
zurück nicht ich sehe meine Bilder nicht
ständig wenn ich immer wieder alte
Bilder sehe bin ich dann von meiner
Meisterschaft immer wieder überrascht
das erheitt mich tief und macht mich
glücklich und ich stelle einfach fest
dass ich ein ungewöhnlicher Maler
bin weil es ist doch mit nicht zu
vergleichen vorhin hat mich einer
gefragt ob ich gerne jahrhundert gelebt
hätte das konnte ich dit Fug und Recht
beneinen und sagen nein ich bin ein Kind
dieser Zeit ein Produkt dieser Zeit ich
liebe diese Zeit ich hoffe dass diese
Zeit prägen werde und dass auch wenn
über die Zeit geredet wird dann auch
über mich geredet wird inf Folge dessen
bin ich ein Fan ein Kind dieser Zeit und
Liebe ist in dieser Zeit zu sein und
hoffe dass ich das lange genug
bleibe die Welt des Markus lpperts
besteht aus vielen Facetten man nennt ih
Maler deny Genie und schätzt seine
Großzügigkeit er genießt sein
künstlerisches Dasein und den
aufwendigen Lebensstil mit großem
Vergnügen es macht ihm Freude sich zu
inszenieren beeindruckend ist trotz
aller kalkulierten Attitüde seine
entwaffnende
Direktheit ist die Welt des Markus LT
eine
Bühne steht er immer auf der Bühne
spielt er immer
wissen sie das ist eine Frage die ist
auch wieder zweischneidig wenn ich sage
ja stimmt das wenn ich sage nein stimmt
das
auch es ist
mehr meiner Willkür überlassen wie ich
damit umgehe ob ich Lust habe es ist
nicht permanent
so aber wenn ich die Möglichkeit habe es
zu tun oder wenn ich Lust darauf habe
oder wenn ich finde dass das was
hinreißend ist dann schon das fängt doch
damit an dass ich mir Gedanken mache was
ich anziehe ich lege mir meine Sachen
raus such das Hemd dazu den Schuh dazu
zum Schluss näme ich noch das Auto was
zur Kleidung passt kann man dann von
Bühne reden meinen Wegen aber
andererseits finde ich das für mich das
ist wie ein kleines Gedicht was ich dem
Tag schreibe das ist eigentlich die
schönere
Erklärung sie
schätzen das luxuriöse Leben man sagt
ihn nach sie fröhen der Sinneslust nicht
nur beim Essen wie sehen sie sich in
dieser Gesellschaft die von Medien
bestimmt ist die von Kritikern bestimmt
ist die von Museumsleuten bestimmt ist
die für Sie wichtig sind die von einer
McDonald's Gesellschaft bestimmt ist wo
ordnen Sie sich da ein wie sehen sie
sich na erstmal als nicht dazugehörig
als anders und mein ästhetischer
Anspruch auf einem anderem Niveau ist
ich
bedauere die Vernachlässigung
der keiten da gegenseitigen
Höflichkeiten des Charms
ich liebe geschliffene reden ich liebe
freundschaftliche Zusammenkünfte das
Gespräch auf einem gewissen Niveau und
ich liebe schöne Menschen gut gekleidete
Menschen Ansprüche und ich bin
angetreten von unten und will nach oben
und das oben artikuliert sich für mich
in Ansprüchen Ansprüche die ich selber
vers zu erfüllen mit einer gewissen
Disziplin mit einer eigenen Disziplin
mit einem gewissen großen finanziellen
Aufwand versuche ich eine ganz bestimmte
ätik zu vermitteln von mir von meiner
Umgebung mein
Äußeres trainiere mich versuche also
mich nicht hängen zu lassen als
Höflichkeit der Allgemeinheit gegenüber
ich hasse diese Art von vulgärer
Gleichgültigkeit im eigenen Körper der
eigen Haltung gegenüber und das zieht
sich eben über die ganze über die ganze
Dinge hinweg bis hin mein wegen zu den
Autos bis hin zum Anzug bis hin zum
Schuh bis hin zum Hemd und das sind
Dinge die mich beschäftigen und das hat
ja auch was damit zu tun wie man seine
eigenen Bilder in diesem Zusammenhang
sieht wie man dort genauso Ästhetik
aufbaut selbst wenn man sie verletzt
baut man sie auf macht auf sie
aufmerksam interessiere mich für Rahmen
interessiere mich für possesse bei
Skulpturen diskutiere stundenlang
darüber werend ein Podest für eine
Skulptur auszusehen hat wie sie den
Boden berührt wie die Skulptur das
Podest berührt wie das Podest darauf
steht das sind alles diese peripheren
und
wunderschönen Fragen die sich innerhalb
der ästhetikkunst umfeldkunst bewegen
und das ist ein reichhaltiges ein
schönes ein sinnliches Thema und da bin
ich zu Hause da bemühe ich mich drum
lerne ständig daran bin sicherlich nicht
perfekt versuche ständig experimentiere
und äh bedauere wenn diese Dinge doch so
gleichgültig und vernachlässigt werden
wann immer sich die Gelegenheit bietet
besichtigt er die Kunst großer Meister
die Albertina in Wien zeigt Picasso de g
und
andere ist nicht mein Lieblingsbild wenn
ich nicht wüsste echt ist würde ich
sagen das ist eine eine Fälschung weil
sie ist sehr unbesehlt sehr unbesehlt
für Picasso der ein wunderbarer
schmelzhafter Maler ist ist ein sehr
unbesehtes ein sehr trockenes se
eigentlich langweiliges Bild das sieht
unheimlich dilettantisch aus ich
verstehe auch diese Helligkeit in der
Oberlippe nicht dann weiß ich nicht
warum diese Hand ein Fingernagel hat die
andere nicht das sind alles so Dinge die
S ein bisschen nachlässig dann ist diese
Farbe hier geht weg und das dahinter das
Rot steht vorne dieses rosa Haut nach
hinten ab es wird sphärisch diese Linie
steht plötzlich völlig frei sie bindet
sich an dem rot und hier ist plötzlich
Himmel also es sieht eigentlich aus wie
einer der versucht wie Picasso zu
malen ich bin von Picasso härtere
schärfere definiertere und genialere
Form gewohnt das ist eine sehr
rutiniertes
Stück deswegen ist es nicht besonders äh
beglückend für
mich sie etwas
neidisch wie kann man auf Erfolg
neidisch sein das eine sehr schwierige
Frage
überhaupt neidisch schwer fällt mir
schwer ich bin zu eingebildet um
neidisch zu sein übermäßige
Bescheidenheit kann man Markus lüpperts
nicht zum Vorwurf machen
geht
ja der DG hat Skulpturen gemacht die
sind so großartig und gerade diese von
diesem diese Tänzerin das ist wirklich
beste schönste und großartige Skulptur
das ist
fantastisch und eine Freiheit das
Materials ein Abstraktion durch diese
durch diese fragmentarik nicht also
durch diese Vollendung des Torsen was
mich z.B auch mit meinem Mozart
beschäftigt hat nicht die Vollendung
durch Weglassen ne und das ist ein ganz
vehementes und wirklich geniales
Beispiel für
fantastisch nach 1982 und 1996 ist es
2006 die dritte l Retrospektive in Wien
sein Gesamtwerk dürfte mittlerweile rund
15000 Arbeiten
umfassen meine Erfolge sind Teilerfolge
sind mühselige Treppen die ich bestiegen
habe die diese vorbehaltlose Bewunderung
oder Begeisterung Möglichkeit frei zu
existieren das habe ich ja noch bei
weiten nicht erreicht also ich bin ja
immer noch im gewissem Sinne so al man
sich das anhören mag ein untergrundkunst
meine Kunst ist ja nicht in irgendeiner
Weise saturiert oder akzeptiert meine
Legende stimmt aber die Werke
provozieren nach wie vor sie regen die
Leute auf sie werden abgelehnt es ist
doch nicht so dass ich ein Künstler bin
dem die Leute wie wie wie meine Kollegen
denen die Werke aus den Händen gerissen
werden ich bin doch der reine Künstler
geblieben ich bin doch keine Marke
geworden ich bin doch kein Artikel
geworden der gut verkäuflich ist seine
schwarzen Vögel sind in farbenfrohe
Gitter
integriert lüpperz ist expressiv
abstrakt spontan und doch kontrolliert
er ist besessen von der Abstraktion und
schafft immer wieder die
Gegenüberstellung von Objekt und
Form hier sein 54 teiliges
großflächenformat der Traum des Malers
ein kaladoskop der Kunstgeschichte aus
dem Jahre 1996
Jahre zuvor entstand eines der
berühmtesten Werke der
Westwall der Westwall war nicht eine
vergangenheitsbearbeitung für mich oder
eine kriegsverarbeitung er war nur ein
existenzielles Relikt den gab es in der
Zeit in den ich den gemalt habe
tatsächlich in der Eifel stand dieser
Westw ich habe meinen grünen Bildern
nicht dies Dritte Reich verarbeit es ist
keine politische Illustration es ist
kein politischer Inhalt es ist
Atmosphäre ob in Wien Berlin Düsseldorf
oder Florenz egal wo ler sich er schafft
aus seinem Alltag Ereignisse die die
Basis sind für seine Bilder für seine
Themen die Themen sind Tagebuch sind
Zeit sie sind die Themen die man also
mit denen man sich beschäftigt ich kann
morgens was in der Zeitung sehen ich
kann am Abend jemand sehen der dessen
Gesicht mich fasziniert ich sehe
plötzlich eine Hand ich sehe ein Hund
ich sehe ein Abendrot ich sehe eine
abstrakte Form ich sehe ein Klex ich
sehe irgend etwas es gibt keinen für
mich sage ich ganz bewusst keine Inhalte
Die Inhalte beren sich oder artikulieren
sich über das Bild über die
Interpretation und das ist dann eben
eine Sache der Zeit oder der Zukunft
oder der Vergangenheit das weiß ich
nicht ist auch nicht interessant das
Bild hat nur als Bild zu existieren ein
als intensives als intensive
Farbexplosion als intensiver farbvortrag
als intensive wie soll ich sagen Tür zu
etwas was nicht vordergründig begreifbar
ist ein Bild ist eine Anregung gefüllt
wird sie mit den Gedanken der der Zeit
in der das Bild gesehen wird das kann in
der Istzeit sein das kann aber auch in
der 200 Jahre Zeit sein da muss man
davon runterkommen dass Bilder
Illustration sind dass Bilder
irgendetwas illustrieren das ist falsch
Bilder sind Türen Bilder sind Fenster
durch die man schaut in die man Zeit
schaut aber über die Interpretation über
die Andeutung über die fallsstricke über
die
[Musik]
über die Signale über die Zeichen die
man lernen die man begreifen muss darin
sieht ist ein Bild dann auch sag mal
zukünftlichicht oder ewig es muss jedes
Bild was wir heute anschauen muss Dinge
schon damals drin gehabt haben ob das Z
300 Jahre ist spielt keine Rolle die wir
heute verstehen und transportieren
können wenn das nicht der Fall wäre
vergessen wir die das ja das z.B was ich
immer der Fotografie sage die Fotografie
hat das nicht die Fotografie ist nur ist
ist nur Zeit ist nur jetzt ist nur
heutig sie hat keine Geheimnisse sie hat
keine Verstellung sie hat keine Fehler
sie hat keine
Unterbrechungen keine Zugriffe keine
Korrekturen und deswegen ist sie nur
Istzeit und wird eines Tages nicht nicht
mehr verstanden weil das was zu sehen
ist nur noch Historie ist man hat nicht
den Eindruck dass sie ein bescheidener
Mensch sind man hat nicht den Eindruck
dass sie zurückhaltend ihr Leben
gestalten ganz und gar nicht nein das
ist das einzige schauen Sie wir werden
das einzige Leben was wir leben ist das
was wir haben wir haben keine
Information darüber ob wir noch ein
Leben nach dem Tode oder vor dem Tode
hatten da wir diese Information nicht
haben sind uns diese bescheidenen 60 70
80 90 Jahre gegeben 100
Jahre und die kann man natürlich Ableben
die kann man leiden die kann man sich in
die Ecke stellen lassen die kann man e
hinter sich bringen ist auch eine
Möglichkeit und das sehe ich völlig
kritiklos und ist in Ordnung für den der
das so braucht aber man kann es ja auch
als Herausforderung nehmen wie weit kann
ich das gegebene das vorgegebene wie
weit bin ich in der Lage das zu
beeinflussen wie weit bin ich in der
Lage das Leben zu meistern in der Form
dass ich es mir gestalte wie es mir
gefällt es ist doch müßig also ein Leben
zu leben wie es ist was soll das wen
interessiert das interessiert sie die
Wahrheit nein die weit ist die dümmste
und die einfachste Form der
Kommunikation und es ist völlig
belanglos mich interessiert die Idee
mich interessiert die Atmosphäre mich
interessiert das was der Mensch schafft
nehmen Sie mal die
Religion es gibt kein Gott Gott ist das
was der Mensch sich vorgestellt hat was
das Schönste der größte und das was sich
am idealsten vorstellt was er sein
möchte so hat er Gott gefunden und Gott
erfunden und darauf konnten sich alle
Menschen einigen dass so Gott auszusehen
hat und das ist doch eine der
großartigsten Leistung der Menschheit
überhaupt das hat ein dickes Buch
gegeben das hat Wahrheiten gegeben die
es nie gibt das hat
Welten gegeben das hat Wunder gegeben
die nie stattgefunden haben das ist do
das großartige soweit sie zu
transportieren dass sie glaubbar sind
das ist doch tausend mal mehr als
Wahrheit nun das ist das Ergebnis von
Interpretation was auch immer nein von
Willen von Geschichten von Erzählungen
von beuptung die Welt die wir begreifen
ist von merchen erzählen ob die Apostel
hießen und ob die Brüder grim hießen
erzählt worden und das ist die Wahrheit
nicht die Wahrheit die passiert ist die
einzige Wahrheit die es gibt im Leben du
wirst geboren du
stirbst bisschen
wenig zur Öffnung kommen sie alle die
Fans die Kunstinteressierten die
Kritiker und auch sein Freund der
exbundeskanzler Gerhard
Schröder
was ich hasse sie ich hasse
[Gelächter]
sie das verbindet uns
genau richtig also dann
weiter die Homage an Mozart in Wien ein
Highlight in Salzburg ein DEB
Beweis dafür dass Mozart eben die
Skulptur kein Portrait von Mozart ist
sondern eben Mozart als
Muse er ist doch er ist nur wirklich mal
ehrlich jetzt ne alles er ist do
hinreien kann sein derus Skandal bra dam
nein dem Skandal der Skandal steht der
Vollendung im Wege und ich beschäftig
mit vendung und nicht mit
Skandal dem Skandal kann er nicht
entgen in Salzburg vor der Markuskirche
auf dem ursolinenplatz wird seine Mozart
Figur getäht und gefedert nicht nur die
Kirchgänger nehmen Anstoß am ungewohnten
Anblick es hagelt Protestbriefe die
Wiederherstellung übernimmt der Meister
selbst was haben die Leute gegen l bin
zu hübsch und die Skulptur auch so
hübsch kann ja woh nicht sein doch ist
einfach wie soll ich
sagen das Verständnis oder der Weg der
modernen Kunst bis für den Publikum das
ist einfach aufgrund dieser allgemeinen
Verblödung die stattfindet ist das diese
distance zu groß geworden die Leute
verstehen nichts mehr sie interessieren
sich nicht mehr sie wollen nur noch ihre
Mozartkugel die ganze Stadt ist ja
zugeschissen mit diesem Zeug und wenn
Sie das meinen wenn sie das richtig
eigentlich sollte man die Skulptur
wegnehmen und ihn nicht geben weil s
sind haben es einfach nicht verdient
haben Sie schon mal die Frage gestellt
ob sie vielleicht überheblich wkden ich
bin überhaupt nicht überheblich B ein
ehrlicher und schwerarbeitender Künstler
der sein ganz Genie einsetzt um große
Kunst zu machen und wenn mich die Leute
daran
hindern oder wenn Sie versuchen das in
irgend ander Weise falsch zu verstehen
dann ist das ja gutes Recht aber da muss
ich ja nicht immer drauf
eingehen hier die eine
Wunde hier die zwei
drei vier W die fünfte am Bein unten ne
unten am am Bein da ne irgendwas hinten
Fotos
schauen h mal Stefan gibt du irgendwo
ein Kaffee nee ne ja hier ich weiß nicht
ob es ein Kaffee tog gibt aber Peter
kann ja mal
hingehen die wollten das ja mit aller
Gewalt verhindern dass ich den bemal W
ist ja
ne weil die Aggressivität des weißen
Gesichtes das hat die Leute hier
erschreckt
dabei sind die im Rock Kur so
rumgelaufen weiß gepudert
weiter Kunst im öffentlichen Raum
bedeutet immer verstärkt
Auseinandersetzung hautnah mitbekommen
hat das die Rahmenhandlung
Günther also in jeder Größe in jeder
Größe ja
haben sie eine
Karte Mutter und Sohn sind immer noch
überrascht von der
Publikumsreaktion profitieren Sie von
dem L ja wür ich schon sagen es den
Platz also wenn ich Vergleich zu früher
war auf den auf denelinen Platz kaum
Personen im Sommer vielleicht paouristen
jetzt kommen Salzburg her und schauen
sie den Platz an vor schauen Sie die
wenn man am Abend vorbeigeht stehen
Leute da über im Sommer das war so
lustig wenn ich da so um 10 uhrommen bin
dann haben die Leute diskutiert
und jetzt Steert jeder wenn auf dem
Platz geht nicht nur die Kirchen und die
Fassade an sondern diese Statue liest
den Text da aufgeschrieben ist und ja
bewundert sie oder oder oder oder
betrachtet zumindest letztendlich es
gibt keine schlechte Werbung und
Salzburg profitiert von
lüz na ja ja das kann man schon sagen
aber ich me geh die Geschichte ein nicht
da ich Tagebücher schreibe nicht wird do
Salzburg sein Fett weg
kriegen und die werden ja mal
veröffentlicht nicht und dann stehen die
dann hier drin
als stad wo noch Skulpturen wo
Skulpturen noch getedt und gefdert
werden das ist ja wirklich eine
mittelalterliche Leistung mir gefällt ih
der
Mozart
alsoer man nicht er ist ja nicht schön
oder Weg mit Plane ja
[Applaus]
[Musik]
ich will ja nicht den Mozart schlecht
machen oder niedermachchen und ich will
ja nicht hier irgendwie Mozart jetzt zu
zeigen wie wirklich war das hat mich nie
interessiert die Skulptur hat ihre ganz
klare Botschaft ist die Musik die ist
weiblich ja die physionomie erinnert an
die Zeit von MOZ durch die Perücke dann
dieses idealisierte Gesicht was ich
dargestellt habe ist einfach meine
Vorstellung von einem wichtigen großen
intelligenten und und genialen Kopf mehr
hat das mit mozit nicht zu tun und und
dass das Ganze unter diesem unter diesem
Zeitbegriff Mozart und diesem
Kunstbegriff Mozart läuft ist ein
Kompliment an den großen Künstler und
hat dann seine eigene künstlerische
meine eigene künstlerische Entwicklung
erfahren und diese diese
Gegenüberstellung die ist spannend und
die ist Kunst die ist moderne Kunst und
das muss man begreifen wer das nicht
begreift für dem kann ich auch nicht
helfen
[Musik]
für die Ewigkeit arbeiten wo kann man
das erfolgreicher als in der Kirche die
romanische STT Andreaskirche in Köln
beauftragte Markus lüppertz mit der
Gestaltung eines Fensters für ihn eine
ganz besondere
Herausforderung auch hier wieder
Abstraktion und realismuschtig
ver
dnamik selbst das Priester gewandt ein
echter
[Musik]
lüperz ist
meine sehr verhrten Damen und Herren der
Künstler ist davon abhängig dass er in
seiner Zeit unverrückbare feste nicht
verschiebbare Dinge macht um seinen
kleinen Anspruch an die Ewigkeit zu
realisieren und dann ist ein Fenster und
eine Kirche se hilfreich weil diese
installierten Fenster sind sehr schwer
und sehr schlecht wieder rausmontierbar
und infolgedessen ist das sicherlich so
schön es ist in einem Museum zu hängen
aber in einerir ein Kunstwerk zu haben
also ein der graaub ich schönsten und
glücklichsten Momente und Aufgaben die
ein Künstler haben kann deswegen erleben
Sie heute einen sehr fröhlichen und
einen sehr glücklichen Künstler ich
danke
[Applaus]
Ihnen vom Altar zur
Bühne Fahrenheit 451 handelt von einem
totalitären Staat in dem Bücher verboten
sind konfisziert
sie war so klar wie du oder ich und wir
[Musik]
verbranten
451° Fahrenheit ist die Temperatur bei
der Bücher brennen das Stück wurde vom
Schauspiel Bonn inszeniert und in der
Bundeskunsthalle in Bonn
aufgeführt bühnenbild und Kostüme
kreierte Markus L
[Musik]
[Musik]
[Musik]
ein Oper Theater und Konzert Aufgaben in
diesem Sparten genießt er sehr
fröenberg in Westfalen ein kleines Dorf
zwischen Dortmund und Unna abseits vom
städtischen
Kunstbetrieb die ehemalige
kettenschmiede ist für lüpperz als
Ausstellungsort nicht
alltäglich fest von der unbezwingbaren
Wirkung seiner Exponate überzeugt wählt
er allerdings gerne
Grenzbereiche hier gibt es keine
minimalistischen weißen
Wänden 25 fragile Gipse müssen sich
behaupten gegenüber Maschinen Öfen und
kettente teilen 25 Gipse in der m so
denn auch der Titel der Ausstellung
allamt entstanden zum Themenkreis
Mozart und das ist hier eine Variante
Zuri war der größte Gegenspieler V
fies der nicht leiden konnte hofmer
reingerissen hat deswegen hat etwas
zynischen
[Gelächter]
gesichtsausruck Licht aus
[Musik]
ob bei Blasmusik im Museum oder im
Kunsttempel lüppertz ist authentisch in
seiner
Selbstinszenierung er sitzt nicht im
Elfenbeinturm er ist offen kein
versponnener Sonderling der möglichst
unerkannt durchs Leben schleicht sondern
ganz im Gegenteil bin nicht so ganz
mobil weil ich Operation ich hab Unfall
ich hab Unfall Knie gehabt ich habe ich
auch nicht operieren lassen ich hpel
noch R ne ich würde ganz gerne Foto
machen no mit ihen als Künstler ist er
wahrhaftig die Rollen als dendy als
Malerfürst als Entertainer als Lebemann
bohem und Narziss sind Inszenierungen
die er liebt um das medientrainierte
Publikum gleichermaßen zu unterhalten
wie zu
provozieren die Schmiede als
Ausstellungsort vorgeschlagen hat sein
Bruder Karlheinz lüpper er ist das
Gegenteil von ihm lebt in frönenberg und
ist
Unternehmer was sind die wesentlichen
Merkmale die sie beide unterscheiden die
wesentliche Merkmale er ist Künstler und
ich bin Techniker das sind denke ich die
wesentliche Merkmale ich habe immer in
Industrie gearbeitet seit meinem 14
Lebensjahr war immer selbständig
Unternehmer und er ist Künstler sind sie
ein bisschen neidisch auf ihn nein
absolut nicht nein nein wir sehen uns ja
so jedes halbe Jahr mehr sehen wir uns
ja gar nicht aber jetzt hier im Umfeld
oder im Vorfeld dieser dieser
Ausstellung hab etwas mehr
gesenin
ichin kann man stolz sein wenn man
solchen Bruder hat wir verstehen uns gut
als kleine Jungens haben uns
aufgestritten aber heutut verstehen wir
uns ausgezeichnet die Schmiede als Ort
der Maloche ist
anvertraut 1941 geboren in liberitchen
Böhmen flüchtet der siebenjährige mit
Eltern und anderthalb Jahre älteren
Bruder ins
Rheinland seit dem 15 Lebensjahr ernährt
er sich selbst neben der Ausbildung an
der Werkkunstschule in Krefeld arbeitet
er auch untertage im Kohlebergwerk in
der Landwirtschaft im Straßenbau als
Anstreicher und in der
Werbegrafik mit 20 geht er an die
Kunstakademie nach Düsseldorf der
bereits nach einem Semester wegen einer
Schlägerei verlassen muss Ambiente vor
allen Dingen auch diese Licht und
Schatten Elemente ja deswegen habe ich
das ja auch Verdun seitdem ist er als
freischaffender Künstler tätig mit 35
Jahren wird er Professor an der
Karlsruher Akademie mit 45 erhält er
einen Ruf nach
Düsseldorf seit 1987 ist lüpperz Rektor
der Kunstakademie in Düsseldorf beinhart
setz er sich durch wenn es um die
Interessen der Studenten und der
Professoren geht leere Versprechungen
der Politiker prangert er an ist der
Wahnsinn wir haben Museen die haben
ankaufset von 20.000 € im Jahr sie haben
eine riesige Form s haben Museen gebaut
sie haben Häuser gebaut da gibt's kein
et keine Leute mehr die irgendwie Geld
dafür haben versuchen Sie heute mal eine
Ausstellung zu machen im Museum
mittlerweile müssen das Geld selber
mitbringen wo ist die großartige
Kulturlandschaft sie ist da wo sie
letztendes habe ich nichts dagegen
hinehört bei den privatintiativen das
ist ja großartig aber die soll sich
nicht darstellen die Politik die soll
sich nicht darstellen als würde die
Kultur förder die Politik fördert das
was ganz anderes sie fördert kulturelle
Jugend sie ist jugendspezifisch sie ist
neu sie ist
demokratisch da sie jung ist Jugend
heißt immer kein Name Jugend heißt keine
Person sondern immer nur Bewegungen
immer Massen die werden in einer
gewissen lässlichen und wie soll ich
sagen nachlässigen Form gefördert man
kann immer sagen wir haben für die
Jugend für den neuen Leuten eine Chance
diese ganze politische Quatsch damit zu
tun hat der findet man Fall die
statt einmal im Jahr öffnet die Akademie
die ateli zum Rundgang die Studenten
zeigen ihre Arbeiten auch der schwer an
amyotroper Lateralsklerose erkrankte
Freund und Kollege Jörg Immendorf kommt
zum
Rundgang mein lieberine Klasse ist die
beste ja mit Abstand also mit Abstand
ist wirklich das aufrenste der ganzen
sehr gut also ich fin es toll wie die
Leute arbeiten für dich das ganz aus
nein nein also das muss ich ehrlich
sagen großartig
toll aus ja meine sind alles nur
Neuzugänge das muss man erstmal abwarten
aber deine ist wirklich toll finde ich
grtig schön dass du da
bist sehten Damen und
[Musik]
Herren ich begrüße sie zum Rundgang ist
ein Kommen und Gehen der dass die
Akademie gleichsam bluten lässt aus all
ihren Öffnungen und doch alles
verschlingt und verdaut pulsiert das
Haus voll von Erwartung und ist bereit
bereit sich zu zeigen zu öffnen es ist
meine Damen und Herren
Rundgang und die Akademie versprüht ihr
können Ihre Idee schön dass wir so
zahlreich erschienen sind um das zu
sehen was wir gemacht haben ich danke
und immer wieder geht es um die gleiche
Frage kann man Kunst lernen sind es
schon Künstler oder sind es noch
Studenten die hier
ausstellen und das ist ja das was ich üb
dass sie sich genauso wen die wen sich
wie Studenten und nicht wie
Künstler denkt die studieren was und das
ist Quatsch ihr kannst nicht studieren i
musst
sein hier muss man sich behaupten muss
man eigene Ansprüche als Künstler
einforderern sich gegen die Konkurrenz
durchsetzen wie hier in der Klasse von
Professor jor Immendorf Immendorf selbst
ein freundschaftlicher Konkurrent von
Markus
lüppertz es klingt ja weer mir zu
lapidar wenn ich
sage enger kann kann ich mir eine
Beziehung über Jahrzehnte nicht
vorstellen wir sagen nicht umsonst wir
sind Blutsbrüder wir haben also nie das
Blut getauscht also dem Klischee
entsprechend aber hinter dem Begriff
verbirgt sich
glaube ich genügend und jeder der
Fantasie begabt ist kann sich das
ausmalen was es
bedeutetkur er
ist durch sein Niveau positiver
Konkurrent er hat mich immer über über
sein skulpturales Genie das sage ich
jetzt mal und nicht eher selber ja
provoziert ich bin kein skulp ich bin
kein Plastiker hat mich immer wahnsinig
neidisch gemacht weil er da so
gigantisch ist
und in diesem Sinne Konkurrent aber er
lädt meine Batterie auf was soll dann
eine Freundschaft sonst bedeuten wenn da
nichts kommt also auch eine gesunde
Konkurrenz belebt die Freundschaft und
füllt sie mit
Leben neben Karlsruhe Florenz und
Düsseldorf hat lüppertz in Berlin ein
weiteres
Atelier hier arbeitet er an einem groß
der 10 m hohen Merkur Skulptur geplant
für den posttauer in
Bonn bevor der Götterbote geformt wird
bedarf es viele Zeichnungen und
Entwürfe lüpperz geboren im böhmischen
liberid zieht es immer öfter nach Berlin
ihn reizt die Veränderung seine
Düsseldorfer akademiezeit ist vielleicht
schon bald
Vergangenheit Akademie selber macht mir
Spaß aber die Jugend ich komme ich bin
nicht ich bin nicht alt genug für die
Jugend mir geht die so fchtbar auf den
Wecker und dann sollte man eigentlich
langsam aufhören weil ich einfach das
Gefühl
habe sie langweilen mich und vielleicht
ist es vielleicht ist es mein Alter
vielleicht aber auch nicht ich weiß
nicht muss ja nicht immer ich schuld
sein können ja auch mal die anderen
Schul
sein was das ein Jugend sich auftrt das
sind Leute die wollen was anderes die
haben eine andere Idee von Kunst oder
überhaupt die wissen gar nicht was das
Kunst ist das ist irgendwie eine andere
Art von ich vermisse die Poeten ich
finde die Wahnsinnigen ich vermisse die
verrückten das sind für mich alles ersta
ein riesiges her von Bürgern die
versuchen also über dies kreative gar
nicht mal über die Kunst ein ein
angenehmes Leben zu haben und das ist
für mich etwas das ist für mich ein
Problem weil ich einfach da keine große
Maler Leidenschaft sehe aber das
ist ja nicht generell so es gibt ja
immer wieder und das wir das
faszinierende immer wieder Gruppierungen
und und und Strömung in Malerei nur
vielleicht geht die momentan an mir
vorbei das kann ja also insofern ich
sehe da
keine Notwendigkeit also ich fühle mich
im Untergrund ich fühle mich am Anfang
ich fühle mich ich meine es hört sich so
albern an aber ich fühle mich jung oder
neu oder jetzt würde ich gerade mit was
neuem anfangen und da kommen wir diese
auf Disziplin fixierte Jugend also Video
Fotografie und diese Dinge die kommen
mir so limitiert vor und weil das auch
eine andere Welt ist und deswegen bin
ich vielleicht an der Akademie
mittlerweile nach 30 Jahren das ja
durchaus denkbar falschen Platz
ne der richtige Platz ist in jedem Fall
der Frühstückstisch bei der Familie die
reistß manchmal von Karlsruhe zum
Wochenendbesuch nach Berlin me bleiben
nächste Mal kommst du
wieder
[Musik]
spät gar nicht also wenn ich das richtig
verstanden habe es gibt jetzt das Haus
in Berlin dieses Atelier es gibt den
eigentlichen Wohnsitz in krazrut und das
Atelier in Düsseldorf in Itali
ein und wo seid ihr am
liebsten verü dass die immer Italien W
ist Markus am
liebsten wo meine
[Gelächter]
familieere
Frage erst kommt die Kunst dann die
Familie das war immer so und die Familie
akzeptiert ja versteht es
Merkur das ist die bisher größte
Skulptur die er formt schlägt sägt und
modelliert das Schaffen dieses Werkes
ist auch der Kampf um Form und
Inhalt es ist bereits der dritte
giipsentwurf erst wenn er sich absolut
sicher ist schickt er das giipsmodell in
die Gießerei ein ganzes Jahr wird ih der
Merkur beschäftigen bis die Bronzefigur
aufgestellt wird Kunst ist wie Luft
holen Kunst ist wie Blumen begießen
einmal vergessen stirbt die Blume aber
ich empfinde das nicht als Arbeit oder
als Lust sondern ist einfach das sind
Finger Gottes im Nacken du musst dich
ständig bewegen du bist wie marette
verstehst die von der Ewigkeit gezogen
wird
entweder schaffst es oder schaffst es
nicht du kannst nicht anderes machen wie
es machen dann rennst du immer gegen die
Welt an gegen die Kritik an gegen Leute
an gegen Sammler an gegen Museen an wenn
ich es nicht bin dann bin ich es nicht
wenn ich es bin dann haben Sie sich
geirrt oder auch nicht es gibt ja Leute
die lassen mich ja insofern ist ja nicht
so schlimm es gibt ja keinen Grund zum
Klagen immerhin kann ich so ein Ding
machen
me wenn Kritiker das Wort unbedeutend
Mund die Wagen sich über ein Künstler
der gerade etwas macht zu sagen das ist
unbedeutend nach welem Gesichtspunkt ich
meine haben die nie die Zeitung gelesen
das haben die über corb gesagt das haben
die über wangch gesagt das haben die
über den Anfängen P irgendw hat immer
irgendeiner das irgendwo beschissen
gefunden und ist dann eben als
beschissene Typ in die Geschichte
eingegangen das ist ein Schicksal also
wer sich mit mir anlegt geht sicherlich
dann eben als trostlose Figur in die
Geschichte ein der keine Ahnung von der
zeitgischen Kunst hatte das sein Risiko
und das
musagen Familienleben im Atelier ist
selten die Kinder lieben die
atelieratmosphäre und der Vater liebt es
sie um sich zu haben markus lppert hat
zu seinen fünf Kindern ein inniges
Verhältnis welche Wase Blumentopf ein
Blumentopf
kanü gleich mit drüber gehen
ne und wer modelliert jetzt den
Totenkopf
du
nein ja geh von
hinten muss da rausgehen da muss es
rausgehen in der Sache witig nicht das
ist noch muss noch steiler sein und noch
schräger und die Beule da die ist jetzt
falsch aber und da muss es rein weiß
du diese Linie diese Linie die kommt man
nicht richtig das muss noch mehr dar
raus aber das machen wir
da die Arbeit am merkur wird
unterbrochen denn Sammler kommen zum
bilderkauf in sein zweites Berliner
Atelier ich Brau unbedingt meiner
Größe der Meister wie immer bei solchen
Gelegenheiten in feinstem zwirm ja
wir nicht warm sein aber
schne in Berlin ist Markus l sehr
präsent skur stehen im öffentlichen
Raum der prominenteste Platz ist das
Kanzleramt in der Architektur von Axel
Schultes die Skulptur von lüpperz die
Philosophin macht den offiziellen
empfangssal für Staatsgäste zum musealen
Erlebnis begeistert von diesem Werk war
und ist Kanzler Gerhard Schröder über
die Kunst entstand eine tiefe
Freundschaft zu lüpperz drei vier Mal im
Jahr trifft man sich zum
Gedankenaustausch zum Abendessen oder
scspiel Markus lüppertz was bedeutet der
für Sie also ich finde zunächst einmal
dass das Etikett mit dem er belegt wird
Maler Fürst hier zutreffend ist das
manche Etiketten sind ja ganz falsch
aber hier ist das so was er für mich
bedeutet ist ein ungemein großzügiger
Mensch als Freund
äh ist er unglaublich verlässlich und
natürlich er wird
wichtig natürlich als Maler und
Bildhauer
also modernistisch ist er sicher nicht
sondern aber er ist nicht gästrig
dadurch sondern er erlebt sein Leben
darauf lebt der legt der Wert und das
ist auch gut so aber was man ihm
natürlich wünschen muss ist dass er noch
viel Zeit hat zu leben auch nicht nur
zum
Malen meine Frau kennst du ja ne meine
Frau meine Töchter mein
[Musik]
Sohn Vorbereitung einer kleinen
Ausstellung für Istanbul Bilderauswahl
mit der
Kuratorin
hallo also 80 x 1 me ne und das ist auch
GL das auch fotografiert dahin ja das
ich auch das auch auch 80 alles ein
Format und der galeriepreis ist
[Musik]
50.000$ im Gegensatz zum Vater erhält
Tochter Lilli Klavierunterricht
auf Ausbildung legt man im Hause lüppers
größten Wert eine Garantie für
künstlerischen Erfolg ist das jedoch
nicht Kunst verlangt
[Musik]
Besessenheit von Berlin nach
zum fre kzert vi bis F solcher Konzerte
pro Jahr mit professionellen
starmusikern sind für ihn ein großes
[Musik]
[Musik]
Vergnügen die Befreiung von der Malerei
anderes Wort
[Musik]
dafür für mich Moment der kürzeste Weg
zum
Glück von badreichenhall nach London zu
einer weiteren
ausstellungsvorbereitung vor 30 Jahren
hat er hier bereits gelebt und auch
ausgestellt
inzwischen sind neue Museen und Galerien
entstanden die tät eines der
renommiertesten Ausstellungshäuser der
Welt wäre für ihn eine willkommene
Herausforderung sehr unbritisch aus
sind die Ausstellungsmöglichkeiten und
Verkaufschancen heute nicht besser denn
je na ja das ist falsch das hat's immer
so gegeben weil nur das Genre hat sich
vergrößert also die Menge ist viel mehr
geworden weil es eine viel größere
Information eine viel größere
populisierung gibt es gibt viel mehr
Menschen auf der Welt als das einfach
nur verdoppelt verdreifacht aber die
System oder das Verin ist immer das
gleiche D diesbzü nichts
geändert und die Zeit ist immer die
beste Zeit weil das die einzige ist die
wir erleben und irgendwann wird sie
vorbei sein und wir werden nie wieder da
sein nein wie wir also es ist wie wir
leben und sterben in unserer Zeit und
sagen wir sind der Garant für unsere
Zeit und müssen schauen dass wir das
ansche raus machen das ist nicht
eigentlich eine ganz furchtbare
Vorstellung irgendwann mal nicht mehr da
zu sein und nie wieder zurückzukommen t
das betrifft ja andere Menschen nicht
mich markus lüppers hat sich mit seinen
Bildern verewigt
sowieso also das ist ja nicht die Frage
den to wollen wir doch bitte nicht
reden er kommt nicht vor