Guernica - Picasso und die Politik

moriundmori - Kunst und Künstler
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22 Videoaufrufe·09.12.2024
"Guernica - Pablo Picasso und die Politik"
Film von Klaus Figge und Gerd Kairat.
Co-Produktion SWF NDR 1981.
Aufnahme: BR-Alpha 12.07.2012.
Der Film erzählt die Geschichte von Picassos berühmtem Bürgerkriegs- und Bombenterror-Gemälde. Außerdem gibt der Film Informationen zum politisch-historischen Hintergrund des Gemäldes.
Das sind die Ruinen der altspanischen Stadt Guernica.
Wenige Stunden, nachdem die bolschewistischen Mordbrenner von den nationalen Truppen vertrieben worden waren.
Die jüdische Lügenpresse behauptete, deutsche Flugzeuge hätten die Stadt bombardiert.
Jedoch musste die internationale Weltpresse diese Meldung sehr bald als Pressemanöver der Bolschewisten brandmarken,
welche selbst die gesamte Stadt beim Verlassen Haus für Haus niedergebrannt hatten.
Die Wahrheit ist, es waren deutsche Flugzeuge, die Guernica am 26. April 1937 in Schutt und Asche bombten.
Pablo Picasso hat dieses Bild 1937 nach der Bombardierung von Guernica gemalt.
Heute hängt es im Museum of Modern Art in New York.
Es ist Aufschrei, Ohnmacht und Wut gegen Gewalt und Gesetzlosigkeit.
Ein Historienbild, das nicht zum Ruhme von Herrschern und Siegern gemacht ist,
sondern hier sind die Opfer des Krieges Anlass und wesentlicher Inhalt der Bildgestaltung.
Der Stier, das Symbol des Starken und Triebhaften, das Pferd für das duldende, leidende Volk.
Es sind die Motive des Spaniers Picasso, die er sonst in den Darstellungen der Corrida oder des Minotaurus benutzt.
Versatzstücke seines malerischen Alphabets, die im ganzen Werk des Künstlers zu finden sind.
Die entstellte menschliche Gestalt des Kriegers.
Das tote Kind auf dem Schoß der Mutter, die ihre Verzweiflung herausschreit.
Schreit gegen den brüllenden Stier.
Jede Figur ist isoliert. Ihre Gemeinschaft ist die Katastrophe.
Picasso hat auf die Darstellung der Aggressoren der Bombenflieger verzichtet.
Trümmer und Brand stehen im Hintergrund.
Das Thema ist die elementare Vernichtung von Mensch und Tier.
Das brutale Auslöschen von nicht wiederherstellbarem Leben des Einzelnen.
Viele Entwicklungsphasen gingen der Endfassung voraus.
Ein aufstrebender Arm mit geballter Faust bildet hier noch den Mittelpunkt.
Die rechte Seite ist schon früh festgelegt. Der Aufschrei und das Feuer.
Im Atelier fotografierte Dora Maar die Entstehungsphasen.
Die Faust in der Mitte wird später mit dem hochgerichteten Pferdekopf übermalt.
Ein Freund Picassos, der spanische Schriftsteller Rafael Alberti,
besuchte Picasso damals in Paris.
Während des Spanischen Bürgerkrieges hatte ich 1937 Gelegenheit, nach Paris zu reisen.
Ich traf Picasso. Er sagte mir, ich arbeite an einem grossen Werk
im Auftrag der Spanischen Republik für den Pavillon zur Pariser Weltausstellung.
Ich besuchte ihn in seinem Atelier in Saint-Augustin.
Viele Entwürfe von dem, was Guernica werden sollte, waren schon weit fortgeschritten.
Ich sah, wie er den Kopf des Stieres zeichnete.
Er hatte schon eine Serie von Studien fertig, sie waren mit Kohle an die Wand gemalt.
Ich sah, dass Pferd, aus dessen Maul statt der Zunge eine Lanze herausragte.
Soll das Museum of Modern Art in New York das Bild nach Spanien zurückgeben?
Das Gemälde muss wirklich in Spanien sein.
Als Picasso das Bild für die Republik malte, wünschte er, dass es in das Prado-Museum gebracht wird,
wenn Spanien wieder eine Republik ist oder die Demokratie herrscht.
Doch die derzeitigen Bedingungen für unsere Demokratie, die so kontrolliert ist
und in der Vergangenheit einen so harten Schlag erhielt,
werden wohl die Ankunft von Guernica in Spanien verzögern.
Weltausstellung Paris 1937.
Der Deutsche Pavillon, eine architektonische Ideologie.
Baumeister Albert Speer.
Die Konfrontation der Giganten gegenüber das Monument der Sowjetunion.
Eine Demonstration unversöhnlicher Diktaturen, die die Geschicke im Spanischen Bürgerkrieg bestimmen.
Klar gegliedert, fast bescheiden dagegen, die Architektur des Pavillons der Spanischen Republik.
José Certe, Mitarbeiter von Le Corbusier, ist der Architekt.
In der Eingangssalle füllt Picassos Guernica die Rückwand.
Pablo Picasso und die Politik, dazu gibt es viele Belege.
Ein geordneter, gedeckter Tisch, darunter ein Berg mit Toten.
Von 1944 bis 1948 malte Picasso das Leichenhaus unter dem Eindruck der Meldungen
und der erdrückenden Beweise aus den Konzentrationslagern.
Auch hier sind nicht die Mörder das Thema, sondern die Opfer.
Wie Goya in seinem Bild die Erschießung der Aufständischen vom 3. Mai 1814
die Soldaten postiert, anonym, auf Befehl mordend, die Opfer ungeschützt vor Entsetzen erstarrt,
so baut auch Picasso sein Bild Massaker in Korea 1951.
Die weinende Frau, das Kind. Motive, wie man sie in vielen Picasso-Bildern findet,
aber hier in ein vernichtendes Spannungsfeld gesetzt.
Nicht die Mörder, die Ermordeten sind da immer die Schuldigen.
Im Hintergrund der Antreiber, der die Soldaten zur Untat bringt oder zwingt.
1952 malte Picasso zwei Bilder für die Kapelle in Valois. Der Krieg und der Frieden.
Ich muss es malen, sagte Picasso damals mit 71 Jahren.
Ich muss es malen, solange ich noch auf einer Leiter stehen kann.
Auch hier sind es wieder die Schrecken des Krieges, die brutal Leben niederwalzen.
Picasso geht es nie um die Frage, Helden oder Verbrecher. Der Krieg ist das Verbrechen.
Allein der Frieden, hier mit dem Symbol der Taube, sichert Recht und Gesetz.
Die Grundfarben des Spektrums stehen leuchtend als Signal der Freude,
geschmückt mit Zweigen über der Szene, der Frieden.
Wie eine antike Szene, das geflügelte Pferd im Zentrum des Bildes,
tanzende Mädchen daneben und eine Familie, deren Harmonie und Lebenskreis der Frieden stiftet.
Guernica, zurück in die Geschichte. Was heißt Frieden im spanischen Baskenland?
Dies sind Bilder aus dem wieder aufgebauten Guernica.
Es ist eine neue, eine lebendige Stadt voller Menschen, 15.000.
Handel, Gewerbe und Industrie blühen, erwirtschaften Steuern für die verhasste Zentrale Madrid.
Neu ist fast alles im neuen Guernica, die Straßen, die Plätze, die Häuser.
Und doch ist Guernica geblieben, was es war, das historische Zentrum der Basken,
ihre heilige Stadt, Ausgangspunkt ihrer Autonomieforderungen.
Nie haben sie vergeben noch vergessen die Zerstörung im spanischen Bürgerkrieg.
Dies ist die Vorgeschichte.
Als sich am 17. Juli 1936 spanisches Militär gegen seine legale Regierung erhob,
musste die Welt sich entscheiden, wem sollte sie helfen, den Demokraten oder den Faschisten?
Francisco Franco war damals nur einer unter vielen Putschgeneralen.
Ihm schickte Hitler Transportflugzeuge nach Spanisch-Marokko.
Originalbild und Ton von damals.
Auf dem schnellsten Wege werden Kriegsmaterialien und die ersten deutschen Freiwilligen,
Ohne deutsche Hilfe wäre der spanische Putsch gleich anfangs zusammengebrochen,
nämlich ohne Möglichkeit, die Truppen der Aufständischen über die Strasse von Gibraltar zu bringen.
Die deutschen Legionäre in Spanien waren angeblich Freiwillige,
in Wahrheit aber hinkommandierte Berufssoldaten.
Der Nachschub rollte.
In Sevilla versammelt sich die deutsche Freiwillige Legion.
Der helde Namen Legion Condor.
Der Befehlshaber ist ein deutscher Fliegergeneral.
Im Wesentlichen bestand die Legion Condor aus Luftwaffeneinheiten.
Neben altem Gerät wurden auch neue Flugzeugmuster eingesetzt und neue Taktiken ausprobiert.
Es gab Bomber, Jäger, Aufklärer, Flak, Luftnachrichten und Instandsetzungsabteilungen.
Dies war ihre Aufgabe.
In freier Waffenkameradschaft mit den Nationalspaniern und mit den italienischen Legionären
vom November 1936 an bis zum siegreichen Ende des Krieges
im fernen Land die Größe Deutschlands, den Ruhm der deutschen Waffen,
den entschiedenen Willen des erneuten Reichs zur Abwehr gegen den Kommunismus in jeder Form und Gestaltung
und an jedem Ort mit Ehren, Tapferkeit, selbstloser, schweigender Hauptopferung
Auf den Norden, auf das Baskenland, konzentrierte Franco seine Anstrengungen im Frühjahr 1937,
als die Eroberung Madrids immer wieder misslang.
Gegen den Vormarsch der Nationalen verteidigten die republiktreuen Basken
auf sich allein gestellt ihre gebirgige Heimat.
Doch gegen die Luftherrschaft der Weißen hatten sie kein Gegenmittel.
Als fliegende Artillerie zerbombte die Legion Condor Stellungen und das frontnahe Hinterland der Basken.
Sie mussten sich langsam auf den eisernen Ring um Bilbao zurückziehen.
Sie, die Basken, die nicht wie diese faschistische Kater dem Zuschauer Weissmacht Bolschewisten waren,
sondern kirchentreue Katholiken.
Guernica selbst war am 26. April 1937 nur noch 20 Kilometer von den Angriffsspitzen der Franco-Truppen entfernt.
Guernica wurde Frontgebiet.
Es war Montag. Montag ist immer Markttag in Guernica. Bis heute.
Die Stadt wimmelt von Menschen, die aus vielen Dörfern der Umgebung herkommen, um zu kaufen und zu verkaufen.
Niemand weiß, wie viele kommen, wie viele damals kamen.
Das ist das Leben in Guernica. Auch wenn der Tod die Front nahe ist.
Ich war Fabrikarbeiterin.
Das erste Flugzeug vorneweg haben wir gar nicht gesehen, weil wir arbeiteten.
Dann läuteten die Glocken und wir mussten raus aus der Fabrik.
Jetzt aber wohin?
Ich und meine Freundin haben uns einfach in einen Straßengraben geschmissen.
Da lagen wir, haben ab und zu nach oben geguckt.
Wir sahen sie kommen.
Fast über uns haben sie die Bomben abgeworfen.
Die fielen dann hier irgendwo in die Stadt. Wir wussten nicht genau wo.
Dann sind wir aufgesprungen und fortgelaufen.
Da kamen neue Flugzeuge. Die einen flogen weg und andere kamen.
Anscheinend haben sie uns laufen gesehen und auch Bomben nach uns geworfen.
Wir schmissen uns hin und haben uns ganz unter Schutt verkrochen.
Sie kamen in Dreiergruppen.
Ich lief in ein Feld, nahe bei mir schlugen zwei oder drei Bomben ein.
Erde begrub mich, aber ich konnte mich freimachen.
Als das vorbei war, habe ich mal geguckt, was in Guernica passiert war.
Die ganze Stadt brannte.
Sie kamen immer drei um drei.
Nicht nur von Vitoria rüber, sondern von Sebastian auch.
Immer zu dritt. In Wellen.
Wenn sie ihre Bomben los hatten, flogen sie wieder weg und kamen wieder.
Und flogen weg und kamen wieder. Bis sieben halb acht.
70 Prozent der Stadt wurden zerstört.
Hunderte von Menschen getötet oder verletzt.
Für die Menschen in Guernica war das Terror.
Sollte es Terror sein?
Der Historiker hat unvoreingenommen nach den Gründen der Ereignisse zu fragen.
Warum wurde Guernica zerstört?
Unvoreingenommen zu sein, fällt gerade Deutschen beim Thema Guernica besonders schwer.
Der Historiker im Freiburger Militärgeschichtlichen Forschungsamt, Klaus A. Mayer, hat es versucht.
Ich konnte für meine Arbeit zum ersten Mal das persönliche Tagebuch des damaligen Chefs des Stabes der Legion Condor,
Oberstleutnant Freier von Richthofen, verwenden.
Nach diesem Tagebuch handelte es sich bei dem Luftangriff auf Guernica
um einen Angriff gegen die rückwärtigen Verbindungen der baskischen Verbände.
Diese befanden sich seit dem 25. in einer fluchtartigen Rückzugsbewegung in Richtung Bilbao
und mussten hierbei durch Guernica durchmarschieren.
Richthofen befahl, um diesen baskischen Verbänden den Weg abzuschneiden,
die hart am ostfertigen Rand Guernicas liegende Brücke zu zerstören
und den sich unmittelbar an den Stadtrand anschließenden Stadtteil Renteria und die dorthin führenden Straßen.
Wolfram Freier von Richthofen, später der letzte Kommandeur der Legion Condor, war ungemein stolz auf seine Truppe.
Originalton Richthofen 1939.
Stets kämpfte die Legion Condor dort, wo es um die Entscheidung ging, stets dort, wo etwas los war.
Ja, in Spanien hieß es bald, dort wo die Legion Condor kämpft, wird bald etwas los sein.
So war es auch bei Guernica.
Oberleutnant Karl von Knauer war Kapitän der ersten von drei angreifenden Ju-52-Staffeln,
Staffeln der K-88, der Kampfliegergruppe der Legion Condor.
Die Maschinen von Burgos kommend kurften über der Vizcaya ein
und flogen der tief geschnittenen Bucht folgend Guernica über die Gezeitenmündung des Rio de Oca an.
Am 26. April 1937 bekam ich als Staffelkapitän der ersten K-88 den Auftrag, die Brücke von Guernica anzugreifen.
Meine erste K-88 mit mir am Steuer der Führungsmaschine an Bord befand sich der Kommandeur Major Fuchs,
flog von Nord an Süd von der Vizcaya, kommen bei dunstigem Wetter und leichter Windversetzung von Ost nach West das Ziel an.
Meine Staffel flog in Staffelformation, das heißt Kette hinter Kette,
und es war befohlen, dass die Bomben, wenn meine erste Bombe den Bombenschaft verlässt,
von den anderen Maschinen mitzuwerfen sind.
Meine Staffel flog eng aufgeschlossen und wir haben durch die Windversetzung deutlich sehen können,
dass die Bomben ins Feld gingen und die Brücke verfehlten und auch in einzelne Häuser am Rande der Stadt.
Bericht eines zweiten Piloten. Angriffshöhe 1800 bis 2000 Meter, Angriffsrichtung von Norden.
Als der erste Schwarm unter Oberleutnant von Knauer seine Bomben geworfen hatte,
war sofort das ganze Gelände, Brücke, Straßen und fast die ganze Stadt von einer Wolke von Staub und Rauch bedeckt.
So hatte der zweite Schwarm, er flog mit etwa zehn Kilometer Abstand an, kaum noch Sicht
und konnte sich nur noch nach weit entfernt liegenden Geländepunkten orientieren.
Der Auftrag lautete, Zerstörung der Renteria-Brücke, die dicht am Stadtrand lag
und eine wichtige Verbindungslinie zur Kampffront darstellte und Zerstörung der Zufahrtsstraßen zu dieser Brücke.
Ein Routineangriff, geflogen nach einer einfachen Fliegerkarte wie diese hier.
War diese Orientierung ausreichend? Warum fielen die Bomben auf die Stadt Guernica, wenn sie nicht das Ziel war?
Es gab die schlechte Karte, auf welcher die Brücke ausserhalb der Stadt liegt
und es gab Dunst und Qualm über der Stadt, zumindest nach dem ersten Bombenwurf.
Flak gab es nicht. Doch das Ziel, die Brücke, wurde überhaupt nicht getroffen.
Konnten die Condor-Piloten nicht zielen?
Die Ju 52 war eine reine Verkehrsmaschine, die lediglich umgerüstet war auf eine sogenannte Bombenmaschine.
Das heißt, sie wurde bestückt mit den sogenannten Zielgeräten im Bola-Topf.
Das war ein Anhängetopf, der konnte für die Landung und den Start eingefahren werden und wurde in der Luft ausgefahren.
Dann musste der arme Beobachter durch eine kleine Leiter in die Bola runtersteigen,
mit Brille und Kappe aufgesetzt und hatte dort unten sein primitives Zielgerät und seine reine Abstandsmaschine.
Ja, wer zielte denn nun?
Zielen tat der Beobachter und die Ausführung des Anfluges dirigierte der Flugzeugführer durch Hubsignale.
Das heißt also geradeaus, meinetwegen Dauerton, links kurzer Ton, rechts langer Ton.
Und damit konnte man treffen?
Damit konnte man treffen, weil ja nur die grobe Richtung durch den Flugzeugführer eingehalten werden musste,
damit der Beobachter überhaupt zum richtigen Abwurf kam.
Ja, was haben Sie denn zum Beispiel damit getroffen? Die Brücke von Guernica ja wohl nicht?
Die Brücke von Guernica ist nicht getroffen, wie überhaupt mit dieser Zieleinrichtung Punktziele so gut wie ausgeschlossen zu treffen waren.
Das war sehr viel Glückssache, deswegen hat man ja immer breitenstreuend angegriffen.
Wie viele Flugzeuge haben auf Guernica ihre Bomben breit gestreut?
Die letzte Stärkemeldung, die die Legion Condor an das Hauptquartier nach Salamanca gefunkt hat,
besagt, dass sie 23 Ju-52-Maschinen und drei eigentlich E-111-Bomber einsatzbereit hatte.
Es ist anzunehmen, dass über Guernica nicht wesentlich weniger, aber auch nicht wesentlich mehr Flugzeuge dieser Typen eingesetzt waren.
Kampfflugzeuge der deutschen Legion werden beladen.
Wenn alle einsatzbereiten Bomber der Legion Condor am Angriff auf Guernica beteiligt waren, konnten sie maximal 40 Tonnen Bomben abwerfen.
Breit gestreut im Reihenwurf, immer drei Maschinen nebeneinander anfliegend, da anders ein Punktziel wie die Brücke ja nicht zu treffen war.
Das bedeutet, es wurde zumindest billigend in Kauf genommen, dass auch die ganze Stadt dabei zerstört werden konnte.
Welche Bomben aber wurden geworfen?
Staatsbaurat und Chef der Feuerwehr von Guernica war 1937 Don Castor de Oriate.
Sie warfen Sprengbomben verschiedener Grössen, kleine und grosse, und dazwischen viele Brandbomben von einem Kilo Gewicht.
Die waren aus Aluminium.
Sind Sie sicher, dass die Flugzeuge nicht nur Sprengbomben, sondern auch Brandbomben warfen?
Mehr Brandbomben als alles andere, etliche tausend Brandbomben.
Es war bei der Legion Condor üblich, dass die höhere Führung, nicht die Staffelkapitäne, die Bombenzuladung befahlen.
Laut Richthofen Tagebuch befahl der Chef des Stabes eine Konfiguration von 250 Kilogramm Sprengbomben und ein Kilogramm Elektronenbrandbomben.
Als die Piloten über Guernica waren und aufgrund von Rauch und Qualm der vorausgehenden Bombenwirkung ihr Ziel nicht mehr genau ausmachen konnten,
haben sie laut Richthofen einfach mitten hinein geworfen.
Die Art der Bombenzusammenstellung legt den Schluss nahe oder beweist, dass diese Zerstörungen ausschließlich auf die Bombenwirkung zurückzuführen sind.
Ein Umstand auch, der die Legion Condor veranlasste hinterher zu sagen, es war ein voller Erfolg der Luftwaffe,
obwohl das eigentliche Ziel, nämlich die Sperrung Guernicas für die flüchtenden baskischen Verbände, nicht erreicht wurde.
Tagebucheintragung Wolfram Freier von Richthofen, 30. April 1937, ein Tag nach der Besetzung durch nationalspanische Truppen.
Guernica, Stadt von 5000 Einwohnern, buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht.
Angriff erfolgte mit 250 Kilogramm und Brandbomben, letztere etwa ein Drittel.
Als die ersten News kamen, war überall schon Qualm von den Versuchsbombern He 111, die mit drei Flugzeugen angriffen.
Keiner konnte mehr Straßen, Brücken und Vorstadtziel erkennen und warf nun mitten hinein.
Die 250er warfen eine Anzahl Häuser um und zerstörten die Wasserleitung.
Die Brandbomben hatten nun Zeit, sich zu entfalten und zu wirken.
Bombenlöcher auf Straßen noch zu sehen, einfach toll.
Eine Karte der Zerstörungen in Guernica, gezeichnet von Stadtbaurat Uriarte.
Ob sich die deutschen Flieger nun an ihren Auftrag hielten oder ob es ihnen nicht drauf ankam,
das eigentliche Ziel, die Brücke, wurde nicht getroffen, die Stadt praktisch ausgelöscht.
Angesichts dieses Erfolgs fällt es schwer zu glauben, dass das nicht beabsichtigt war.
Schon vorher hatten deutsche und italienische Bomber Durango, Occiandiano und andere baskische Städtchen ausradiert.
Der Angriff auf Guernica, war das ein Terrorangriff gegen die Zivilbevölkerung?
Nein, der Angriff auf Guernica war kein Terrorangriff auf eine sogenannte offene Stadt,
sondern Guernica war eine Stadt, die innerhalb des taktischen Gefechtsfeldes stand und daher ein taktisches Ziel war.
Der einzige republikanische Offizier, der am Tage der Bombardierung in Guernica stationiert war,
heißt José Baelozegui, damals Hauptmann, heute baskischer Politiker.
Am Tage der Bombardierung befand ich mich schon seit dem Vorabend in Guernica,
einer Stadt, die uns Basken sehr viel bedeutet.
Es ist unser geistiges Zentrum.
Guernica symbolisiert für uns die Freiheitsrechte unseres Volkes.
Damals war ich gerade mit meiner Kompanie, deren Chef ich war, hier angekommen.
Das war an dem Tage die einzige Truppe, die es in ganz Guernica gab.
Da waren nur die paar Mann unter meinem Befehl.
Meine Kompanie hatte schwere Verluste erlitten und bestand nur noch aus etwa 100 Mann.
Davon verlor ich durch die Bombardierung dann noch 35.
Wie viele Tote hat es insgesamt gegeben?
Ungefähr 250 und das Doppelte an Verletzten, mehr oder weniger.
Weil das einzelne Flugzeug vorneweg die Leute gewarnt hatte
und sie in die Luftschutzkeller gelaufen waren.
Sie wissen, dass die Kommunisten von 1500 Toten sprechen?
Die Zahl stimmt nicht, das ist falsch.
Die Rechten sagen, höchstens 200, die Linken mindestens 1500.
Versteckt auf dem Friedhof von Guernica findet sich diese Grasfläche
neben einer Abfallgrube, Rest eines Massengrabs.
An anderer Stelle erhebt sich ausgerechnet über ihren Opfern ein Denkmal der Faschisten.
Baskische Namen findet man nicht.
Dies ist das Grabmal, errichtet vom faschistischen Franco-Staat 1946.
Darauf erscheinen die Namen von 163 Toten.
Dazu sage ich, die Namen können nicht stimmen.
Denn im Krieg hat keiner die Toten identifiziert.
Auch die Zahl ist willkürlich, sie liegen unten drunter,
in weissen Grabkammern, ohne Namen, nur je mit einem Kreuz drauf.
Es ist schon sehr seltsam, dass oben später Namen auftauchen,
obwohl es so viele Tote gab, die gar keine Papiere bei sich hatten.
Die genaue Zahl ist nicht feststellbar.
Wichtig ist diese Statistik.
Die abziehenden Basken hatten keine Zeit, ihre Toten zu zählen.
Die einrückenden Nationalen ein Interesse an niedrigen Totenzahlen.
Hier hat der Geschichtslehrer Erospide
die offiziellen standesamtlichen Daten Gernikas aufgezeichnet.
Merkwürdig, nicht 1937, nicht im Jahre des Bombenangriffs,
sondern 1939 soll es einen absoluten Höhepunkt an Todesfällen gegeben haben.
Offensichtlich wurden Todesdaten gefälscht.
Sicher ist nur, Hunderte sind umgekommen.
Hat die Zerstörung von Gernika irgendwelche Auswirkungen auf Ihr Leben gehabt?
Nein, sie hat gar keine Auswirkungen auf mein Leben gehabt,
sondern ich habe diese dortigen Angriffe und diese Einsätze als Soldat,
der seinen Befehler hält, unter Einsatz meines Lebens geführt
und auch im Bewusstsein, wie wir damals meinten,
im Krieg gegen, und zwar im gemeinsamen Kampf gegen den Kommunismus.
Meine Kameraden, endlich kann ich Euch nun da selbst begrüßen.
Ich bin so glücklich, Euch hier vor mir zu sehen
und ich bin vor allem so stolz auf Euch.
Wer zerstörte Gernika? Wer gab den Befehl?
Dass von Richthofen mit der nationalspanischen Führung
ausgehandelte Einsatzführungskonzept seiner Fliegerverbände
zur unmittelbaren Unterstützung der nationalspanischen Heerestruppen
bedingte eine wechselseitige Abhängigkeit dieser Streitkräfte.
Auch vor dem Angriff auf Gernika gingen zwei Führungsbesprechungen
zwischen Oberst Richthofen und dem Chef des Stabes der Navarra-Brigaden
Oberst Vigon voraus, in dem die taktische Gesamtlage besprochen wurde.
Diese Besprechungen legen den Schluss nahe,
dass der Angriffsbefehl auf Gernika ausschließlich
im Rahmen dieser taktischen Besprechungen erfolgte.
Es ist nicht zu vermuten, dass etwa General Franco oder General Mola,
der Befehlshaber der Nordarmee, unmittelbar Einfluss
auf diese Entscheidung genommen haben.
Dies beweist wieder einmal, dass Gernika als taktisches Ziel
angesehen wurde und nicht als strategisches Ziel
im Sinne eines Terrorzieles.
Gernika, steingewordenes Symbol maskischer Freiheit
mit seinem alten demokratischen Parlament, wurde bombardiert,
weil es deutschen und frankistischen Offizieren mittlerer Ränge
militärisch in den Plan passte.
Nicht Franco persönlich gab den Befehl,
aber er trug die Verantwortung.
Die nationalspanischen Offiziere wussten zumindest,
was ein Angriff auf Gernika propagandistisch bewirken musste.
Die deutschen Offiziere wussten es nicht.
Für Legion Condor-Piloten ist es unverständlich bis heute,
warum die Casa de Juntas, das alte Parlament von Vizcaya
und die Eiche von Gernika politisch
der Schrein baskischer Unabhängigkeit sind,
der übrigens beim Angriff unversehrt blieb.
Für Basken wiederum ist es unvorstellbar,
gerade diese Stadt selbst in Brand zu stecken.
Sie wissen, dass es Leute gibt, die behaupten,
die Basken selbst hätten Gernika in Brand gesteckt.
Das ist völliger Unsinn, auch wenn Franco das gesagt hat.
Er hat gelogen.
Basken können Gernika nicht niederbrennen,
weil es unsere heilige Stadt ist.
Hier steht der Baum unserer Freiheit, der Baum von Gernika.
Kein Baske hat auch nur ein einziges Haus von Gernika angesteckt.
Eine Selbstzerstörung Gernikas durch die Basken
hätte auch militärisch keinen Sinn ergeben.
Es hätte bedeutet, dass die Basken
ihre einzigen, wichtigsten, rückwärtigen Verbindungen
selbst zerstört hätten.
Was zur Folge gehabt hätte, dass sie bei ihrem Rückzug
Umwege in Feindrichtung hätten machen müssen.
Ohne Umwege rollten Francos Truppen nach Zerstörung und Einnahme von Gernika
die Front vor Bilbao und bald darauf das ganze Baskenland auf.
Die Basken standen im Bürgerkrieg auf Seiten der Republik,
weil die ihre regionale Autonomie,
ihre nationale Kultur und Sprache anerkannt hatte.
Franco schaffte alle Rechte der Basken wieder ab.
Das Land an der Biscaya-Küste wurde von Madrid
wirtschaftlich ausgebeutet und politisch unterdrückt.
Auch heute sind die Freiheitsrechte der Basken
längst nicht alle wieder hergestellt.
Im Untergrund kämpft die ETA.
Baskische Mathematik, 4 spanische und 3 französische Baskenprovinzen
sollen ein freies Baskenland ergeben.
Die Basken demonstrieren für ihre Selbstbestimmung
gegen die Regierung in Madrid, die in der Franco-Nachfolge
Spaniens faschistische Vergangenheit bewältigen muss.
Für den Vorsitzenden der Baskischen Nationalpartei
Professor Javier Asaldius ist Franco
der Hauptschuldige an der Zerstörung von Gernika.
Wir haben diese Zerstörung
als einen direkten Angriff
gegen unsere Freiheitswille verstanden.
Wir verstehen das heute noch.
Franco hat 1937 wörtlich gesagt
que nos destruiron Gernika
no tienen derecho a hablar de patria.
Das heißt auf deutsch
wer Gernika zerstört hat
hat kein Recht
vom Vaterland zu reden.
Franco wusste sehr gut
dass er selbst Gernika zerstört hat
und wusste auch ganz genau
was Gernika für uns die Basken bedeutet.
Picassos Gernika bedeutete den Linken
1937 dekadente Kunst.
Die Rechten hielten es für entartet.
Doch die Entarteten sind heute
die Klassiker der modernen Malerei.
Picassos Schrei gegen Vernichtung und Mord
gilt heute ebenso für Korea und Vietnam
für Rotterdam und Coventry, Dresden oder Hiroshima.
Pablo Picasso hat durch die Sprache
seiner Bilder über seinen Tod hinaus
das politische Bewusstsein gegen den Krieg wachgehalten.
Gernika ist überall.
1977 forderte zum ersten Mal
der Sprecher des Bürgerkomitees von Gernika
das Gemälde zurück.
Wir in Gernika fordern das Bild von Picasso
das die Bombardierung unserer Stadt schildert.
Diese Forderung soll von der ganzen Bevölkerung Gernikas
erhoben werden.
Wir glauben dass der 40. Jahrestag
eine gute Gelegenheit ist darauf hinzuweisen.
Gernika ist der Ort wo das Bild hingehört.
New York, Museum of Modern Art
eines der bedeutendsten Museen der Vereinigten Staaten
mit wichtigen Bildern europäischer Kunst.
Hier befindet sich eines der Hauptwerke von Pablo Picasso
1937 als Auftrag gemalt
für den Spanischen Pavillon der Republikaner
zur Pariser Welterstellung, Gernika.
Das Bild ist ca. 8 Meter lang
3,5 Meter hoch.
Es ist in Schwarz, Weiss und Grautönen gemalt.
Zur Eigentumsfrage sagt die Sprecherin des Museums
Das Bild gehört Picassos Erben.
Nach der Weltausstellung wurde es noch in mehreren Städten gezeigt
zugunsten der Opfer des Spanischen Bürgerkrieges.
1939 kam Gernika ins Museum of Modern Art
und seither hängt es hier
als Leihgabe des Künstlers.
Es hat immer Picasso gehört
und die Übereinkunft war und ist es immer noch
dass das Gemälde Spanien übergeben werden soll
wenn dort eine wahrhaft freie
republikanische Regierungsform herrscht.
Darüber hinaus wäre die Zustimmung
von Picassos Witwe Jacqueline notwendig.
Am 8. April 1973 starb Picasso mit 91 Jahren.
Seine Witwe Jacqueline schien wohl bereit zu sein
das Gernika-Bild nach Spanien zu geben
wie es das Testament ihres Mannes vorsieht.
Aber ist Spanien eine freie Republik im Sinne Picassos?
Mit geballten Fäusten protestieren
baskische Separatisten der Erebatasuna
gegen den Besuch König Juan Carlos
im Februar 1981 in Gernika.
Sie unterstützen den Widerstand der Ita
und streben ein von Spanien getrenntes Baskenland an.
Die Protestrufe lassen den König nicht zu Wort kommen.
Argumente werden nicht mit Worten
sondern mit Fäusten ausgetragen.
Am Ende aber gibt es zumindest
auch eine gewisse Verständigungsbereitschaft
und Anerkennung für König Juan Carlos
der immerhin auch als hier ungeliebter König
auf die Probleme der Basken eingehen will.
Am Abend in Bilbao geht das Königspaar
trotz aller Widerstände durch die Menge
um den Willen zur Kooperation Madrids
den Willen zur Gemeinsamkeit in Spanien zu bekunden.
Ein Versuch, ein Angebot zur Demokratie
durch den König, der mit Beifall honoriert wird.
Die Frage Picassos nach der Republik bleibt.
Dieser Brief vom 14. Februar 1981
ist die Antwort auf die Bitte zu einem Interview
von der Tochter Picassos Maya. Sie schreibt
Ich für meinen Teil und ich glaube, dass Sie es schon wissen
bin gegen die Lieferung des Gemäldes zur Zeit nach Spanien.
Mein Vater hatte die Republik verlangt
und das ist nicht der Fall
wenn ich die demokratischen Rechte in Betracht ziehe.
Da ich nicht im Vordergrund stehen will
möchte ich nicht interviewt werden
aber ich halte viel davon, dass Sie wenigstens meinen Standpunkt kennen.
Entschuldigen Sie bitte, dass ich es mir versage
vor die Kamera zu treten.
Mit meinen besten Grüßen, Maya.
Kann das Bild aus dem New Yorker Museum zurück nach Spanien?
Und wohin?
Madrid beherbergt eins der berühmtesten Museen der Welt
mit den großen spanischen Malern Goya, El Greco, Velazquez.
Hier sollte Picassos Guernica aufgenommen werden
aber die heiligen Hallen bleiben Picasso versperrt.
Ein anderer Platz wird für die Rückkehr
des so zum Politikum gewordenen Gemäldes vorbereitet.
Täglich strömen Hunderte von Menschen
in die bedeutenden Sammlungen des Prado.
Guernica sollte hier die neue geschichtliche Situation
der Versöhnung, der Bewältigung der faschistischen Vergangenheit symbolisieren.
In unmittelbarer Nähe steht das Casson del Buen Retiro
die Dependance des Prado.
Mit umfangreichen Bauarbeiten wird das Gebäude hergerichtet.
Hier soll nun das Guernica-Gemälde
einen repräsentativen Platz finden.
Dazu der Direktor des Prado, José Manuel Pita Andrade.
Der beste Platz dafür ist unbestritten
das Casson del Buen Retiro.
Das Gebäude gehört zum Pradomuseum.
Es ist mit dem Prado organisch verbunden.
Dort war die Abteilung des 19. Jahrhunderts
und dort gibt es auch ein Bild des 20. Jahrhunderts.
Ein wunderbarer Juan Gris.
Und Guernica wird im Casson aufgehängt
im grossen, zentralen Saal
mit den prächtigen Decken-Gemälde von Lucas Jordan.
Was werden die Basken sagen, die das Bild nach Guernica haben wollen?
Das weiss ich nicht.
Das heisst, die letzte Entscheidung über Guernica
liegt natürlich bei der Regierung.
Ich als Direktor des Prado kann nur sagen,
sollte Guernica in das Pradomuseum kommen,
dann wäre der geeignetste Platz
der grosse Salon des Casson del Buen Retiro.
Sind Sie sicher, dass Guernica nach Spanien kommt?
Ich persönlich glaube das schon.
Als Spanier glaube ich das.
In dem Augenblick, in dem sich die Regierung
für den Prado entscheidet, ist es hier.
1981 zum 100. Geburtstag Picassos?
Das weiss ich nicht, aber ich glaube ja.
Kann dieses Bild nach Spanien zurückkehren?
Die Cortes, das spanische Parlament in Madrid
am 23. Februar 1981 um 18.30 Uhr.
Oberstleutnant Tejero mit Einheiten der Guardia Civil
lässt das Parlament besetzen.
Er erklärt die Auflösung der Cortes
und die vorläufige Errichtung der Militärdiktatur.
Die Abgeordneten sind seine Gefangenen.
Nach einem gelungenen Putsch sollten auch
die politischen Führer der Basken sofort verhaftet werden.
Diese Schüsse hätten das Ende
der jungen spanischen Demokratie bedeuten können,
doch der Putsch scheiterte.
Die Mehrzahl der Militärs blieb gegenüber König Juan Carlos loyal.
Die Geschichte um Guernica hat kein Ende.
Wohin also mit dem Gemälde?
Soll es in New York bleiben oder nach Madrid?
Oder nach Guernica?
Was bleibt, ist die Botschaft des Bildes.
Pablo Picasso sagt, ich habe die Malereien niemals
als eine Kunst der simplen Verzierung,
der Zerstreuung betrachtet.
Ich habe durch die Zeichnung und durch die Farbe,
da dies meine Waffen sind, immer mehr
das Bewusstsein der Welt und der Menschen durchdringen wollen.
Ja, ich habe das Selbstbewusstsein,
immer mit meiner Malerei als wahrhafter Revolutionär
gekämpft zu haben.
