Leib und Speise: Die Milch macht´s

Kontra Funk
30 Abonnenten
1 Videoaufrufe·18.09.2024
Source:
https://www.spreaker.com/episode/leib-und-speise-die-milch-macht-s--62001962
Wenige Lebensmittel sind so durchgängig bekannt und beliebt wie die Milch. Sie gehört zu den Grundnahrungsmitteln, und es gibt hunderte von Lebensmitteln, in denen sie verarbeitet ist. Vom Joghurt über den Käse, die Schokolade bis hin Nudeln und Pizzateig. Mit dem Freien Bauern Thomas Frenk aus dem Oberrheinischen spricht Markus Vahlefeld über Milcherzeugung und die dahinter stehende Milchindustrie, über Preisentwicklung und Preisfindung. Denn Milchbauern wissen, wenn sie die Milch bei der Molkerei abliefern, noch nicht, wieviel Geld sie am Ende für den Liter bekommen. Dass das System trotzdem funktioniert, ist fast ein Mysterium.
[Musik]
hallo und herzlich willkommen liebe
Hörer zu einer neuen Folge von Leib und
Speise dem Magazin über unser Essen
unser trinken alle Genüsse dieser
merkwürdigen Welt und manchmal auch über
die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
die unsere Ernährung prägen natürlich
auf kontrafunk und mein Name ist Markus
fahlefeld und genau um diese
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen soll
es heute gehen dafür spreche ich mit
einem Bauern genauer gesagt mit einem
Milchbauern denn es geht um die Milch
unter welchen Bedingungen wird sie
produziert wie setzt sich der Milchpreis
zusammen und wie hat sich der Milchmarkt
die letzten Jahre verändert denn Milch
ist ein Produkt das ja nicht nur als
literware zu den Grundnahrungsmitteln
des westlichen Menschen gehört sondern
von der Butter über das Joghurt den Käse
und schließlich das Trockenpulver zu
vielfältigsten Lebensmitteln verarbeitet
wird dass der Milchpreis seit dem Krieg
um die Ukraine stark in die Höhe
geschnellt ist woran das liegt und wie
sich inzwischen die Preise entwickeln
darüber spreche ich mit dem Bauern
Thomas Frenk und dann hat die heutige
Folge noch eine Premiere zu bieten wir
ziehen eine kleine neue Rubrik bei Leib
und Speise ein und die trägt den Titel
Redensarten aus der Küche bei meinen
vielen Gesprächen mit den Menschen die
für unsere Nahrungen auch den Genuss
wichtig sind ist mir immer wieder
aufgefallen wie oft wir Redewendungen
benutzen deren Ursprung in der Küche
liegt oder die zumindest mit
Lebensmitteln zu tun haben erst
belustigte mich das dann stellte ich
fest dass ich selbst oft nicht genau
weiß woher diese Redewendungen wirklich
kommen und genau das also eine kleine
Redewendung werde ich fort an in jeder
Sendung aufspielen und kurz auf ihren
Hintergrund eingehen denn hier liegt
doch der Hase im Pfeffer wir müssen bei
Redewendung mal einen Zahn zlegen sie
sehen das waren sogar schon zwei
Redewendungen die mit dem Kochen zu tun
haben bleiben Sie gespannt und bleiben
Sie
dran vor dem Mikrofon habe ich Thomas
fren den freien Bauern aus dem
oberreinischen der mein ständiger
ansprech Partner zu allen Fragen der
Landwirtschaft ist er bewirtschaftet 130
Hektar Fläche und hat 32 milchküer in
milchvehaltung und genau um die
Milchwirtschaft soll es heute auch gehen
aber bevor wir auf die Milch kommen
schließen wir den Sommer
2024 ab denn das letzte Mal hatten wir
Anfang August also Thomas Frenk und ich
Anfang August über den feuchten Sommer
mit vielen Gewittern gesprochen aber
dann im August kam eine Trockenperiode
mit schönem warmem Wetter hallo Thomas
hallo Markus haben dich die letzten
Sommerwochen entschädigt für die viel zu
nassen Monate zuvor teils teils also wir
konnten nicht von der Schönwetterphase
profitieren bei uns war die
Getreideernte D schon abgeschlossen die
schöne warme Zeit hat allerdings dem
Körnermais und dem silomis sehr gut
getan dort geht's drum dass der durch
Wärme und Sonne Einstrahlung besser
abreift mhm da hat er in den zwei bis
drei Woche doch deutlich an Reifegrad
zugelegt und W konnte das erste Mal
Silomaisernte in der letzte Augustwoche
und habe jetzt am Sonntag den Rest
silomis auch Ernte könen konnte damit
praktisch durch die Trockenheit jetzt
den Boden gut befahren was nicht ganz so
toll war der Bode war ja feuch und ich
wollte noch Boden Bearbeitung mache um
das Feld für den Rapsanbau vorzubereiten
und dabei bin ich ein oder zwei Tage zu
spät gewesen mein Pflug wollte einfach
nicht mehr durch die harte Kruste in den
Boden eindringen weil schon zu trocken
geworden war weil das innerhalb weniger
oder kurzer Zeit in der oberen Schicht
so stark ausgetrocknet war dass der Bode
hart wie bedung war ja mhm aber unten
war der Boden noch weiterhin schön
feucht und das ist ja auch ein gutes
Omen dann fürs nächste Jahr oder alles
was du anpflanzt oder verstehe ich das
falsch als Leihe der ich bin ja die
Grundwasserstände sind gut und da geht's
dann immer drum ist der Bode in der Lage
durch
Kapillaraktivität oder durch die
Kapillarität im Bode das Wasser auf
undon unten wieder hochzukriegen und das
nächste ist wenn es viel regnet das
Wasser nach unten abzuleiten das ist
eigentlich die Hauptaufgabe vom Bode
ähnlich wie beim Schwamm wenn der keig
Verbindung hat äh zum Wasser unter dann
kann der auch nichts nach oben bringen
oder wenn eine Schicht zwischen drin ist
mit Kies oder Sand das sind die
Kapillare zu grob da funktioniert der
Wassertransport auus dem Grundwasser
nach oben ganz schlecht oder gar nicht
im Gegensatz wenn es viel regnet im Kies
und sandbote läuft es natürlich sehr
schnell durch und da ist dann schneller
wieder
befahrbar Thomas wenn ich das richtig
verstehe heißt das der Sommer ist jetzt
vorbei jetzt beginnt bald der Herbst und
auch die neue Pflanzsaison und für dich
hat der Sommer zumindest mit einem
blauen Auge geendet ja mir bleibt nichts
anderes übrig ich muss halt best aus der
Situation machen natürlich ist ärgerlich
wenn man die gewisse Umsätze mit den
Mark rechnet hat nicht machen kann aber
dann wird halt die eine oder andere
Investition noch mal in jah geschoben
wenn das möglich ist mm und äh man
versucht dann halt hier WE sparkurz zu
fahren vielleicht in der Investition
oder in der Betriebsplanung also es
bringt uns jetzt nicht um aber natürlich
schön ist nicht okay aber jetzt Spoiler
ich mal du hast dafür deine Milchkühe
besser nutzen können darüber sprechen
wir jetzt nämlich über die
Milchwirtschaft und über deine Kühe
Thomas du hast etwas mehr als 30
Milchkühe ich habe die Zahl recherchiert
das war eigentlich die
durchschnittsgrößenzahl die ich
herausgefunden habe vom Jahr 1995
inzwischen sind mehr als 74 Kühe die
eine durchschnittshofgröße für eine
Milchwirtschaft hat das heißt du hast
nur ein Drittel von der
Durchschnittsgröße kannst du damit
wirtschaftlich arbeiten oder nächste
Frage warum bleibst du so klein das ist
ja unser Betriebskonzept dass wir uns
nicht auf eine erzeugungsrichtung
spezialisiert haben wir sind immer noch
breit aufgestellt das Konzept hat halt
mein Vater weitergeführt wir habe
agerbau mir habe Grünland
wir haben die Milch Viehaltung dann
haben wir die paar Schweine die aus der
mulgerei Nebenprodukte sage ich mal
jetzt auch gefütert werde und damit
fleischerzeuge und dann haben wir
natürlich den hoflade die Vermarktung
unserer Produkte direkt an der Endkunde
und damit haben wir jetzt ein Fundament
wo ich sagen kann okay ich bin jetzt
nicht derjenige der auf
weltmarktpreisniveau produzieren kann
aber ich habe eine Vermarktung hinter
dran die es ermöglicht das was ich hier
auf dem Hof produziere kundegerecht oder
das was der Kunde will zu verkaufen
viele Kunde schätzeen das dass sie noch
in Stall reinschauen können dass sie
sehen können wie werde die Tiere Gehalte
die wisse der Herr Frenk ist ein
rälicher Mann der will uns nicht mit
irgendwelchem ja zweitklassige qualitäte
über ein Tisch ziehe sondern ich ess das
ja auch ja es wird täglich auf Qualität
überprüft von mir und meiner Familie
weil man Eber auch selber drauf bedacht
sind dass es unseren Tiere gut geht und
dass die ordentlich Gehalte werde und
dass man mit den ja anständig umgeht
sage ich mal und in dem Moment wo es
einem nur noch um der Preis geht das
weiß man selber
verliert den Wert und auch den ethischen
Wert und wenn etwas nichts kostet dann
ist auch nichts wert das stimmt ja wie
viel Milch produzierst du im Moment pro
Tag also mir habe ja die 2 qü und die
habe im Schnitt jetzt die
L geschafft beim letzten Mal also einmal
im Monat wird jede Kuh einzeln getestet
auf die Milchmenge und auf die
Inhaltsstoffe und da konnte wir jetzt
von letzt von vor einem Jahr sind wir
gestartet mit 18 l prookuh haben wir uns
gesteigert auf 29 und das denke ich das
ist schon eine Hausnummer ich he selber
nicht vermöglich Gehalt ich habe gedacht
wenn man irgendwo bei 4 25 oder bei den
26 Durchschnitt rauskomme dann rechn
sich das Training dass ich da absolviert
habe aber es hat meine Erwartungen
übertroffen und ich sehe ich bin jetzt
noch nicht am Ende der Fahnenstange
angelangt weil die Effekte die ich durch
die Fütterung jetzt hier
erziehle natürlich erst zum Teil in der
nächsten Laktation das heißt wenn die
Kuh nächste Mal kalbt dann wirklich zum
trag das heißt nur durch die Umstellung
deiner Fütterung hast du die Kühe dazu
gebracht von 18 L auf ungefähr 29 l
hochzugehen ja Umstellung ist vielleicht
falsch sondern die Kühe hatte ein
Problem und es konnte mir keiner sagen
wo das Problem ist wir habe da
Berechnungen gemacht und so weiter und
erst in dem fütterungstraining das ich
ja im Anfang des Jahres erwähnt habe
wurde dann tiefer gegraben und tiefer
untersucht und habe da nicht nur Energie
und Eiweiß angeschaut sondern auch
sämtliche Spuren Nährstoffe
und ja die einzelne Elemente was da drin
sind Calzium Kalium Schwefel Chlorid und
so weiter geschaut und da ist dann auch
aufgefallen dass die Kühe mit dem Futter
dass sie da Kriege zu sauer gefüttert
sind das heißt der Stoffwechsel der Kühe
wurde durch das Gras das wir geerntet
habe 2023 und auch im Jahr davor schon
zu sauer und das hat dazu geführt dass
sie in der Milchproduktion nachgelassen
haben sage ich jetzt mal so ein bisschen
mechanisch nicht nur in der
Milchproduktion sondern auch man kann
sagen die Kuh hatte den ganzen Tag
muskelkader mhm durch die Übersäuerung
weil das Futter zu sauer war genau und
als ich das erkannt oder festgestellt
habe haben wir natürlich gleich mit
entsprechende Mineralstoffe entgegen
gesteuert und ähm dementsprechend hat
sich die futteraunahme und die
Gesundheit der Tiere relativ schnell
wieder
eingependelt und
dadurch habe die Kühe auch mehr Gefresse
und mit einer höhere Futteraufnahme
bekommen die Kuh auch mehr Energie und
mehr Eiweiß und kann das dann in Milch
und in gesundheitsparameter umsetzen und
das ist jetzt das Resultat aus dem
Training dass man hier tatsächlich
wieder von unterdurchschnittlich auf
überdurchschnittliche Milchleistung
angestiegen sind und auch die
Tiergesundheit hat sich wesentlich
verbessert und das Niveau will ich jetzt
halte und schaue wo das ein oder andere
noch zu verbessern ist
das heißt wenn ich das richtig
verstanden habe du produzierst ca 900 l
Milch am Tag genau okay 900 l wie viel
Liter davon verkaufst du selbst in
deinem Eigenvertrieb in deinem Hofladen
verarbeitest zu Käse etc also letztes
Jahr war es noch 80 bis
90% weil die Produktion ja auch geringer
war genau und aktuell sind wir bei ca
50% immer auf dem Hof verarbeite und 50%
die mal an die Molkerei gebe das heißt
du hast einen Vertrag mit der Molkerei
über ich sag jetzt mal P mal paddle 450
l 500 l am Tag die die Molkerei dann
jeden Abend bei dir abholt oder wie muss
ich mir das jetzt logistisch auch
vorstellen nein die Molkerei holt nur
jeden zweiten Tag ja und der Vertrag als
solches gibt's in Deutschland
nicht es gibt ich weiß jetzt nicht wie
viel Milchgeld ich für die Milch die ich
jetzt im September abliefere ich
verkaufe die nicht ich liefer die ab wie
viel ich dafür bekomme du weißt es nicht
aber wo wird denn dann der Preis gemacht
im Nachhinein von der mulgerei ja und
das System in Deutschland im Milchsektor
ist ja gewachsen durch die Jahre man
hatte ja mal die Milchquote die ich
glaube 1982 eingeführt wurde dann 2015
aufgehoben wurde genau und
damals
1982 war so dass es ein festte Preis gab
für die Milch aber keine
Mengenbegrenzung mhm und dann ist durch
ein technische Fortschritt und auch
durch die günstige
betriebsstrukture oder
wachstumsmöglichkeite es passiert dass
es zu milchsehen und Butterbergen kam
also die molgereien mussten das Abnehmen
und dann zwischen lag und dann hat man
halt ein Problem gehabt weil man die
Menge nicht in Griff bekommen hat ja
dann hieß es 1982 jeder Betrieb darf nur
noch die Milchmenge bringen die er im
Vorjahr geliefert hat mm also keine
Steigerungen mehr keine Steigerung mehr
möglich außer wenn jetzt ein andere
milchfehbetrieb aufgehört hat dann
konnte er sein Lieferrecht in einem
anderen milchfiebetrieb verkaufen und
damals gab's dann den
Begriff
sofamelker
sofamelker genau das heißt ich sitze auf
dem Sofa bekomme für das dass ich das
Lieferrecht m Nachbarbetrieb verkauft
oder verpachtet verpachte konnte man das
auch habe trotzdem Geld obwohl ich nur
auf dem Sofa Sitz
ah okay und die habe ja mitgemolge aber
nicht die Kuh aus der Milch sondern das
Geld vom nach b betetrieb dann
entwickelte sich die Quote als
wachstumshemschuh weil einen neue Stall
baue mehr Kühe zu kaufe und dann noch
Geld fürs Lieferrecht bezahle war für
viele Betriebe zu teuer eigentlich nicht
aber das Problem war ja dass der Preis
für die Milch sich nicht nach obe bewegt
hat das heißt die Milchquote hat dazu
geführt dass der Milchpreis komplett
stabil war genau war der staatlich
vorgegeben also hat die EU oder der
bundeslandwirtschaftsminister gesagt so
viel darf mil ich Kosten oder wo werden
Preise dann gemacht wenn sie stabil sind
nee das ging ja damals schon die
milchpreisbildung über die mulgerei die
mulgerei habe geschaut was kann ich zu
welchem Preis absetze was sind meine
unkoste was sind die Löhne was
Verpackung logistick Strom Gas was weiß
ich da kriegt man ja eine Rechnung als
mulgerei und der einzige Variable die
eine mulgerei hat ist der Rohstoffpreis
Milch und das was am Ende dann noch
übrig war wurde durch die Anzahl der
Kilogramm geteilt und das gab dann den
Milchpreis also es wurde nicht vom
landwit nach obe gerechnet sondern vom
Verkaufspreis zurück ah ja und das ist
heute noch gang und gebe und bei der
Milchquote das hätte funktioniert wenn
man nicht jedes Jahr dann noch mal am
Schluss die quotenmenge um 2 bis 3%
erhöht hätte hat dann gesagt okay der
Verbrauch oder der Absatz hat sich
letztes Jahr positiv entwickelt und
statt dass man dann die Quote nicht
erhöht hätte wä es ja irgendwann gekippt
am Markt dann hätte man nicht genug
Milch gehabt um die Nachfrage zu
bedienen und dann wären die Preise
gestiegen mhm und aus dieser Sicht dass
man dann staatlich gesagt hat oder die
molgoreia habe im stat gesagt du kannst
ruhig die Quote noch mal um 2 3 4%
erhöhen wir Kriege die Milch unter hat
dann zur Folge gehabt dass die
Lebensmittelpreise niedrig waren in der
Relation aber im Gegenzug natürlich die
Landwirte keine Preisausschläge nach
oben machen konnte Jam es gab dann immer
als wenn ich das richtig verstehe es gab
mehr Milch dadurch blieben die Preise
zwar für den braucher stabil aber eben
ihr Milchbauern habt nicht mehr Geld
bekommen deswegen genau ja und die
andere kostte sind ja gestiegen
wenn man mal schaut was hat
1995 Liter Diesel gekostet ich meine 80
Pfennig ja das sind 40 Cent und heute
zahle ich 1,50 € 1,60 € an der
Tankstelle ja und ich brauche halt eine
gewisse Energiemenge um das Futter zu
holen um die gühle rauszufahren oder die
Melkmaschine zu betreiben die koste sind
alle gestiegen und es ist ja eine
Wahnsinnsleistung im Bereich
milchvehhaltung dass man die steigende
koste trotz stagnierendem Verkaufspreis
in der Produktion kompensieren kundte
einmal durch eine effizientere Milchkuh
dass man pro Kuh mehr gemolge hat und
durch eine höhere Betriebsgröße um die
koste auf mehr Kilogramm Milch umzulegen
mhm okay die Milchquote wenn mich das
nicht alles täuscht ich würde die ein
planwirtschaftliches Instrument nennen
oder ja inner freie Marktwirtschaft oder
inner soziale Marktwirtschaft ist die
Milch immer so bisschen der Ausnahme ja
weil jeder natürlich Milch trinkt Milch
braucht jeder kennt auch die Milchpreise
also ich glaube das sind die zwei
bekanntesten Preise für alle Konsumenten
Milch und Butter an die sich viel
gehalten wird sie sind sicherlich
deswegen auch wichtig für den
inflationsstandard das heißt wenn dort
die Preise nicht hoch gehen dann ist
wenig Inflation und so ist eben auch der
Staat interessiert daran die Milch so zu
quotieren und den Preis so stabil zu
halten dass nichts auffhällt was
irgendwie schief läuft kann man das so
sagen das kann man so sagen ja das ist
ja auch eine noble art der wie soll ich
sagen Milch und spiele aber es trifft
halt ja sehr gut genau ja es trifft halt
auf der Kopf ein satte m rebelliert
nicht gerne sagt man auch und es ist
auch wichtig dass die Bevölkerung hier
auch mit gute Lebensmittel versorgt wird
finde ich alles okay aber es muss halt
dann auch so sein dass die Leute die
sich hier 24 sie bis ganze Jahr um die
Tiere kümmern und auch die Arbeit machen
einen firen Lohn bekommen m und
vielleicht dann auch durch die äh fair
Preisentwicklung auch mal in der Lage
sind eine Woche Urlaub zu machen oder ja
warum wurde die Milchquote 2015
aufgehoben der Druck aus der
Landwirtschaft war dann zu groß weil man
gemerkt hat das System Milchquote wird
gegen die Bauern verwendet also ich habe
ja gesagt am Schluss wurde dann immer
wieder jährlich die Milchquote
automatisch erhöht ob wir das wollte
oder nicht und somit hatte man immer so
ein halbes Prozent zu viel Milch und die
hat uns den Milchpreis kaputt gemacht
und dann habe viele Bauern gesagt mir
die Quote muss weg wenn ich schon im
Preis begrenzt bin nach obe dann will
ich wenigstens die Möglichkeit habe mich
betrieblich zu erweitern in dem Umfang
in dem ich es für richtig halte ja dann
muss ich nicht noch Geld fürs
Lieferrecht bezahle ja und das hat genau
2 Jahre funktioniert so lang geht's ja
bis der Stall gebaut ist bis die Kühe
eingezogen sind und abgekalpt habe und
man dann die Milch melke kann die
meermilch und das hat
2017 16 17 zu einem Milch preiscash
geführt es war einfach viel zu viel
Milch da und die aktuelle
Lieferbeziehung zwischen mulkerei und
Milchproduzent besteht darin dass man
z.B in einer genusseschaft die der
mulgerei vorgelagert ist Mitglied wird
und dort eine Satzung unterschreibt und
da steht dann drinne die mulgerei
verpflichtet sich sämtliche Milch die
ich anliefer abzunehmen und zu vermarkte
aktuell sieht so aus dass man als
Milchproduzent bei einer
genussenschaftliche molgerei vielleicht
Mitglied in der vorgelagerten
genussenschaft wird die genussenschaft
hält Anteile am Betriebsvermögen der
Molkerei ja ist praktisch Miteigentümer
der molgerei und macht praktisch einen
sammelvertrag mit der molgerei und jeder
einzelne Bauer ist dann Mitglied in der
Genossenschaft und da steht dann z.B
drin dass sich der Landwirt verpflichtet
alle Milch die er auf dem Hof produziert
der mulgerei verkauft oder anliefert ja
die mulgerei verpflichtet sich alle
Milch die der Bauer anliefert auch
abzunehmen da steht kein Preis drin und
keine Menge drin und das ist Problem und
das war 2017 auch das Problem weil da
die Milchpreise so nach unten gingen
dass am Ende die Bauern die die Milch
Abgaben überhaupt keine wirtschaftliche
Sicherheit mehr hatten wie muss ich mir
das vorstellen fährst du dann mit dem
Tankwagen zur Molkerei oder oder holen
die das schon ab bei dir auf dem Hof in
aller Regel wird es im zweitägige
Rhythmus direkt am Hof abgeholt wenn man
eine gewisse Größe hat es gibt auch im
Schwarzwald viele kleine Betriebe die
habe in zwei Tage vielleicht 150 oder
200 l Milch das sind Betriebe alte
Schwarzwaldhöfe die sind irgendwo im
seiteteil die müssen dann ihren
Milchtank den Kilometer oder die
anderthalb Kilometer runterfahren an die
Hauptstraße ne dass sie dort vom
sammelwagen aufgenommen werden wird
und bei mir ist aber so dass ich nicht
mehr Mitglied in Freiburg bei der
schwarzwaldmilch bin weil die wolte weil
ich direkt Vermarktung habe 3 Cent
Strafgebühr für jeden Liter den ich auf
dem Hof verarbeite ah ja müste ich dann
an die mulgerei bezahle dann habe ich
gesagt okay das macht in meinem Fall
sehr wenig Sinn weil zu damalige Zeit
habe ich auch schon ein sehr hohe Anteil
direkt verarbeitet und verkauft dann bin
ich als ich den Betrieb 2017 übernommen
habe nicht zur schwarzwaldmilch habe
praktisch das Lieferverhältnis auslaufen
lassen und habe mir eine andere molgerei
gesucht es gab da noch eine
Milcherzeuger genusseschaft die
alternative Vermarktungswege beschritte
hat und aktuell wird meine Milch in
Ravensburg weiter verarbeitet aber das
heißt auch für mich wenn ich Milch übrig
habe muss ich die inen milchtankpumpe
der auf einem Tandem Anhänger ist und
dann pünktlich auf dem Hof stehen der
angefahren wird du musst dem nichtch so
vorbereiten dass sie einfach dann
abgeholt werden kann ja ich muss eine
halbe Stunde zu dem Hof fahr wo die
dann aus meinem Tank abgepumpt wird ah
ja heißt es noch mal zurück zur
Aufhebung der Milchquote Überproduktion
201617 heißt das dass dadurch auch ein
Bauernsterben ein milchbauernsterben mit
kleinen Betrieben vorkam weil wenn ich
mir vorstelle ich hatte die Zahl schon
vorgelesen von 27 küer auf 74 Kühe im
Durchschnitt eine deutsche
milchbauerngröße das heißt die kleinen
Bauern hatten dann wirklich große
Probleme bekommen kann man das so sagen
die kleine bekommen die Probleme nicht
die habe meistens nicht nur zehn
Milchkühe die habe vielleicht noch ein
bisschen Wald die haben noch eine
Ferienwohnung oder gehen
teilzeitarbeite die habe sich dann
einfach gesagt ich habe keinen Bock mehr
für das Geld stehe ich nicht morgens um
5 Uhr auf geh vorarbeite noch die Tiere
versorge gehe dann 5 se Stunde arbeite
und abends noch mal in stallt die habe
dann gesagt ich ich melke einfach nicht
mehr oder habe umgestellt von
milchfehaltung auf
amenkuhhaltung das heißt das Kalb saugt
direkt an der Kuh mhm und
wird nicht gemolge und man verkauft dann
als Erlös dann im Herbst wenn das Kalb
groß geworden ist das Kalb also das
Fleisch sozusagen Fleisch Fleisch genau
ähm und aktuell ist ja auch die
Diskussion wegen der Anbindehaltung dass
das verboten werden soll und muss man
sagen in der anbinderhaltung gibt's
keine großen Betriebe bei uns in
Süddeutschland es gibt sehr sehr viele
kleine Betriebe die z.B wenn man sich
jetzt das im Kopf vorstellt man hat
einen Schwarzwaldhof in eineem seitetal
drinne das Gebäude ist 200 300 400 Jahre
alt und da hat man für 15 bis 20 Kühe
Platz im Stall da steht eine ne der
ander aber wenn im März oder April das
Wetter gut wird dann kommen die Hinterm
Hof auf die Weide mhm die treibt man
dann morgens rein zu melge und dann
kommen sie der Tag über wieder raus und
abends werde sie wieder zu melge
reingetriebe das ist für mich keine pure
anbinderhaltung das ist eine
kombihaltung nennt man das allein da
Fakt dass die Kuh im Stall steht und an
der kettete ist äh reicht für viele
Discounter aktuell zu sage das wollen
wir nicht mehr unsere Kunde wollen das
nicht meh also entweder du baust deinen
Stall so um dass es ein Laufstall ist
oder mir hole die Milch nimmer in
Zukunft und das ist natürlich wenn ich
dann die Durchschnitt ziehe und dann
fallle da plötzlich hunderte von
Betriebe durch das Raster durch dann
wird auch die durchschnittliche Tierzahl
pro Betrieb exponentiell hochchnelle
weil wir habe auch wirklich große Milch
vi Erzeuger mit
12 200 500 700 Kühe aber die mache dann
nur das ja das ist dann den ihr
Hauptstandbein und wenn das aber nicht
mehr funktioniert dann steht der ganze
Betrieb auf der
Kippe das heißt du hast zum einen die
Aufhebung der Milchquote den
Preisverfall der um das Jahr 2017
einsetzt und zum anderen hast du immer
neue sze und Regularien die eben dazu
geführt haben dass die kleinen Betriebe
die milchbewirtschaftung aufgehört haben
sage ich jetzt mal so ganz neutral ja
gut dann machen wir jetzt eine kurze
Pause Thomas mit einem Stück Musik und
sind gleich wieder da
[Musik]
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
hallo zurück ich spreche immer noch mit
dem freien Bauern Thomas Frenk und es
geht heute im Schwerpunkt über die Milch
und die Milchwirtschaft und was es
bedeutet für die einzelnen Bauern Thomas
wie war es bei dir als die Milchquote
wegfiel hattest du Vorteil davon oder
war das nachteilig wie bewertest du den
Wegfall der Milchquote 2015 das hat für
unseren Betrieb nur ein finanzielles
oder eine finanzielle Verschiebung
gehabt ich habe ja damals schon nicht
viel Milch über die molgerei vermarktet
hat mich in dem Sinn mehr bestärkt noch
mehr in die Direktvermarktung zu gehen
2018 im Frühjahr ein halbes Jahr nachdem
ich die mulgerei gewechselt hat ging
dann in dem Zug der Milchkrise auch
schon unser erster Vermarkter in
Insolvenz und im Februar war es dann so
dass wir der Nachricht bekommen habe die
Milch wird noch geholt aber das läuft
jetzt nur noch in Insolvenzmasse also
ihr könnten damit rechn dass dass man
für die gelieferte Milch noch bezahlt
wird und habe ich gesagt also
Insolvenzmasse fütter ich für niemanden
außer vielleicht meine eigene mal also
wird die Milch Vermarktung über die
genusseschaft so lang eingestellt bis
klar ist dass die Milch die wir hier
abgebe auch bezahlt wird und dann habe
ich sehr viel Butter gemacht sehr viel
Kelber mit sehr viel Milch gefüttert
Kühe früher in Mutterschutz geschickt
und währenddessen gleichzeitig noch bei
mehrere
EDK Märkte vorgesprochen ob man dort
eventuell in die Regale komme und
gelichtet werden mit deiner eigenen
Milch mit direkt meiner Milch ja mit
meinem Käse und mit meinem Butter und
seither haben wir da praktisch auch eine
EDK oder Supermarkt Vermarktung Schiene
mit dabei mhm und auch das hat sich
positiv auf der hoflade ausgewirkt will
die Leute die normalerweise dort
einkaufen und unsere Produkt oder über
unsere Produkte stolbern dann auch mal
im hoflade vorbeischaue der eine bleibt
Hänge der andere nicht aber dur durch
hatte mal also schon gute Zeit in der
Krise der anderen das heißt großes
milchdrama um 2017 Zerfall der Preise
Insolvenzen von Molkereien respektive
Vertriebswegen jetzt spätestens mit dem
ukrainekrieg
2022 ist ja der Milchpreis in die Höhe
geschnellt ihr Milchbauern müsst also
reich geworden sein ist das richtig
kann ich jetzt so nicht bestätigen ach
wie schade
die kostte sind auch dementsprechend
gestiegen also der düngerpreis z.B hat
sich
verdreifacht andere unkostte oder andere
Betriebsmittel sind auch sehr stark
gestiege aber natürlich war der hohe
Milchpreis Ende
2023 natürlich auch ein Anreiz für sehr
viele
Berufskollege noch mal bisschen mehr
aufs Gas zu stehen ja also es gibt bei
den Milcherzeugern
immer zwei Handlungsstränge sage ich mal
und bei Leute die neu gebaut habe ist
natürlich wichtig dass am Ende des
Monats der Betrag X auf dem Konto
eingeht damit die verbindlichkeite die
Löhne und so weiter bezahlt werden
könneen wenn der Milchpreis niedrig ist
dann geht es nur über mehr Menge was im
Endeffekt ja dazu führt dass man
vielleicht mehr Milch produziert wie der
Markt aufnehmen kann
und damit der Milchpreis auch nicht auch
wieder sinkt und das geht dann in so
einer Teufelskreis
Abwärtsspirale wenn jetzt der Milchpreis
steigt dann ist der Anreiz noch höher
mehr Milch zu produzieren weil dann
rentiert sich ja ne und das hat uns
jetzt Ende
2023 im gesamte dazu geführt dass Anfang
24 nach Weihnachten dann tatsächlich zu
viel Milch produziert wurde und die
Milchpreise gerade wieder abgestürzt
sind also es ist immer ein Zeitversatz
da zwischen Anreiz mehr zu produzieren
okay und da Wirkung vom Markt genau und
sobald das mehr produzierte auf den
Markt kommt geht der Preis wieder runter
und ä ja das macht Sinn weil das stimmt
der der Preis der Milchpreis muss 2023
war er noch sehr viel höher als er jetzt
gerade im Moment ist also der Preis ist
sehr volatil geworden sagen wir es mal
so genau ich sag mir mal 2015 wir hatten
schon den Euro sag mal 2017 während der
Milchkrise wie hoch war da der Preis für
den Liter Milch den man an die Molkerei
abgab oder was hat man von der Molkerei
schließlich nach runterrechnung von
allem bekommen für den Liter Milch ja in
der Tiefphase war es glaube ich
irgendeet um eine 2 Cent um 21 oder 22
Cent ja und in der Hochphase
2023 wie teuer war da der da kam er bei
mir auf dem Konto 2 Cent an wow also ist
ja dann doch ziemlich viel was da an
Preisvolatilität ist wie hoch ist der
Milchpreis im Moment wir reden jetzt
über September
2024 ich habe gerade vorhin meine
milchgeldabrechnung ja aufgemacht und da
war es
45,2 Cent pro Liter Milch oder pro
Kilogramm wird es ja bezahlt also ich
gebe Liter ab aber 1 ler Milch hat weil
da ja noch Mineralstoffe drin sind und
so weiter aber auch Fett ja
1,03 kg und das sind ja 3% mehr
Kilogramm als Liter ja und das hört sich
nicht viel an aber wenn man das dann
aufs Jahr hochrechnt macht auch den ein
oder anderen Euro aus ja gerade auch bei
größere milchvel Betriebe ja woran liegt
das dass der Preis vor wenigen Monaten
noch beim 50 52 Cent lag und jetzt nur
noch ein Anführungsstrichen bei 45 womit
hat diese Preisvolatilität zu tun ja das
sind zum eine die saisonbedingte
mengeunterschiede im Frühjahr sind sehr
viele Kühe die Kalbe das heißt sehr
viele Kühe die zuerst im Mutterschutz
waren und dann nach einer Woche in Milch
komme nach der Kalbung und dann steigt
natürlicherweise die Milchleistung
zuerst gleich an und dann flacht sie
langsam ab dieser Effekt dass im
Frühjahr mehr Milch da ist wie
verbraucht wird führt dann dazu dass die
molgereie denke sie werde die Milch
nicht so schnell los wie sie es gern
hätte dann macht man da gerne ein
preiszugeständnis und hinter raus im
Jahr wenn es Richtung Weihnachte geht
wenn sehr viele Leute Plätzchen backe
oder Kuche backet aber die Milchkühe
sind schon in der Kurve wo sie n ganz so
viel Milch gebe dann ähm kehrt sich der
Markt um und dann ist die Nachfrage
größer als die Produktion und dann
steigt's wieder dann verstehe vor
einigen Jahren stand Müllermilch das
sage ich jetzt aber nur exemplarisch wir
müssen nicht über die Marke selbst
sprechen stand Müllermilch in der Kritik
weil Monopolist er diktiert die Preise
wie viele dieser in Anführungsstrichen
Monopolisten wenn es mehrere gibt sind
es ja keine Monopolisten mehr aber wie
viele dieser Großmolkereien die Preise
wirklich diktieren können gibt ist vier
bis fünf vier bis fün vier bis fünf sehr
große und der Rest läuft unter ferner
lefe okay und du gibst deine Milch die
Du nicht selbst vermarktest an einen der
unter ferner lien läuft ab
nein das das Milchwerk in Ravensburg ist
verkauft wordde an die laktalisgruppe
aus Frankreich und die ist ein
europäische Player ah ja die gehört ein
zu diesen vier fünf großen die den Mark
auf dem europäische Markt dann ja da
gibt's z.B alas deutsche milchkontor
Friesland Campina und e die
laktalisguppe die hat auch vier oder
fünf Werke in Deutschland übernommenhm
die laktalisgruppe da geht's dann eel um
Großkunde man habe ja vorhin gesagt es
wird nur ein kleiner Anteil der Milch
direkt getrunken a Flasche ja und dann
haben wir als Großabnehmer z.B Kantine
die Sahne brauche die Milchpulver zum
teil aufrühre um ihre Soße zu machen
dann haben wir eine die Pizza fabrick
dann haben wir die anderen
Lebensmittelindustrie in der Schokolade
ist sehr viel Milchpulver drin auch wenn
da Vollmilch vorne drauf steht da kommt
keiner mit der flüssige Milch da wird
Pulver und bisschen Wasser und dann wird
es schon irgendwie zu Milch ja wieder ja
das Milchpulver hat natürlich den
Vorteil mal ist aus dem
Vermarktungsdruck drauß also wenn ich
Haltbarkeit meinst du ja die Milchpulver
Geschichte ist lagerbar man hat n noch
ein geringe Anteil an Lagervolumen dass
man hier unterbringen muss der Großteil
ist ja Wasser der Milch und das kann man
ja später wieder an geeigneter Stelle
zusetzen ja die Zahlen sind von etwas
mehr als 33 Millionen Tonnen erzeugter
Milch werden etwas mehr als 4 Millionen
Tonnen wirklich in flüssiger Form also
in Form von flüssiger Milch auch
verkauft und konsumiert das heißt mehr
als
85% der Milch gehen in ganz andere
Produkte als eben in flüssige Milch
genau und das ist dann auch nicht Milch
als solches die da verarbeitet wird
sondern die Milch wird getrennt mit
einer Zentrifuge in Fett Rahm aus dem
man dann wieder Butter machen kann und
in die Magermilch da ist meistens dann
ein hoher Anteil an Eiweiß drinne ja und
das Milcheiweiß ist auch ein
Grundstock für viele weiter verarbeitete
Lebensmittel oder
Fertiggerichte oder wie ich gesagt habe
Pizza und so weiter da gehen die große
Menge raus ja jetzt sag mir mal bevor
wir noch mal auf den Milchpreis zu
sprechen kommen wenn ich in Deutschland
ein Liter Milch kaufe oder von mir aus
auch in Frankreich ist da dann auch
deutsche Milch drin oder eben
französische oder wird weil es nur noch
wenige große Player gibt die europäische
Milch wild hin und her geschickt und man
weiß gar nicht mehr woher die Milch
wirklich kommt wenn man jetzt so eine
handelsmarkenmilch aus dem Supermarkt
nimmt dann muss da immer drauf stehen wo
die abgepackt wurde also das Milchwerk
das das die Milch in die Tüte oder in
die Flasche füllt muss dort vorsehen
werde entweder in reinchrift dann heißt
schwarzwaldmilch Freiburg z.B oder es
ist so ein ovaler Stempel drauf da heißt
es dann oben z.B D oder NL für Holland
oder Niederlande ja oder F für
Frankreich und unten drunter steht dann
die Betriebsnummer mhm und da kann man
im Internet dann die Nummer eingebe und
dann sieht man okay die Milch wird jetzt
in Freiburg abgefüllt oder in Ravensburg
oder
irgendwo im norddeutsche oder e Holland
Frankreich oder Polen ja und dort wo die
Milch abgefüllt wird da muss die Milch
auch herkommen aus dem Land kann man das
so sagen nicht unbedingt aber ich sag
mal 90% oder 100% je nach Auslastung vom
Milchwerk wird natürlich die Milch aus
der Umgebung gesammelt und dort
verarbeitet weil ja die Milch mit dem
hohe Wasseranteil natürlich sehr teuer
in der logistis ist ne ja und auch nicht
lang auf der Straße unterwegs sein kann
weil die ja sonst warm wird und sauer
werden kann die Rohmilch wenn das Werk
jetzt aber nicht alle Rohmilch ihrer
produzente ad hoc verarbeiten kann dann
gibt's einen Spotmarkt nenn man das der
tropfe der zu viel ist bei meinem
Milchwerk z.B ein laschzug vololl der
hier nicht verarbeitet werden kann aber
es wurde halt zu viel eingesammelt weil
die Bauern wieder fleißige mulge habe
der ist auf dem freie Markt dann
verfügbar und dann kann ein anderes
Milchwerk in der Nähe oder auch weiter
weg sag okay jetzt nehme ich mal ein
laschzug ich habe Bedarf ich brauche
noch um meine Anlage auszulaste von dem
Spotmarkt den LKW oder die zwei Lkw
Milch und dann fährt man das zur nächste
mulgerei und die Preise auf dem
Spotmarkt sind höher oder niedriger als
der normale Preis in Anfang strrichen
das Spotmarkt ist so eine Art
Zukunftsversion oder da bildet die
aktuelle Versorgungslage sehr deutlich
wieder direkt mit dem Bauern hat man ja
6 Woche Zeit bis man die Preisfindung
macht also ich liefere jetzt meine Milch
der Milchwerk vom
des Monats bis zum 30 oder 31 des Monats
und die Abrechnung erfolgt dann am 15
des Folgemonats also zwei Wochen nachdem
ich die letzte Milch gebracht habe da
kann das Milchwerk schon abschätze wie
habe ich die Milch verkauft und was kann
ich jetzt den Bauern davon abgebe und am
Ende des Jahres gibt's vielleicht noch
eine kleine Nachzahlung von ein zwei
oder zwehb Cent über die ganze
Jahresmenge mhm wenn da zu viel
erwirtschaftet wurde die Preise halt gut
waren am Markt und da die Milch sich gut
verkauft hat aber das heißt du als Bauer
weißt wenn du die Milch hinfährst nicht
was du am Ende kriegen wirst weil das
Bestimmen andere das bestimmen wie
gesagt Rohstoffpreise Verkaufsmenge etc
genau also das gibt's nicht in
Deutschland dass ich sage ich liefere
jetzt 10.000 l Milch und ich weiß vorher
schon wie viel Geld ich dafür bekomme
wahnsinn das Spotmarkt bildet sozusagen
die Zukunft schon ab das heißt wenn die
Preise runtergehen ist der Spotmarkt
niedrig und wenn die Preise hochgen dann
sind die Milchpreise auf dem Spotmarkt
teurer kann man das so sagen ja dort
zählt noch Angebot und Nachfrage mhm und
das Angebot ist dann tatsächlich auch da
der LKW steht geladet vor der mulkerei
kann nicht verarbeitet werde und dann
geht's halt drum wo ich noch Kapazität
wo sieht eine andere mulgerei oder ein
anderes Milchwerk die Chance diese Milch
zu verarbeiten und bietet dann Preis X
oder Y ja und wenn aber zwei Lkw da
stehen und nur einer wird gebraucht dann
geht's nur drum dass ich den unterbring
über den Preis das heißt es wird
verschärbelt in anfüungich es wird
verschärbelt und dann sagt es eine
unternehme okay zu dem Preis dann nehme
ich es auch dann ist die Anlage
ausgelastet ja mhm aber momentan haben
wir das Problem den heiße Sommer das
findet die Kühe als nicht so toll geht
einem selber auch so dass wenn man bei
30 32
35° vielleicht eher auf mediterranes
Essen umstellt und dann auch nicht die
Riese Portion schweinebrate mit Knötel
sich einverleibt ja so geht's mir auf
jeden Fall da ist mal was leichtes und
was bisschen weniger trinkt ein bisschen
mehr und dann fällt aber der Kuh das
genauso geht die Energie und die
Nährstoffdichte um daraus Milch zu
machen ah das heißt die Sommermonate
führen zu einem Preisanstieg Nein zu
einer
mengenreduktion ja gut sehr gut ja ja
also es gibt weniger Milch wenn es sehr
heiß ist weil einige Landwirte oder
einige Stelle sage ich mal nicht optimal
sind wenn es so heiß ist ich habe bei
mir im Stall vier sehr große ventilatore
am Start um einfach hier die Kühe runter
zu kühle ja und wenn es über 30° gibt
dann habe ich noch eine
wassersprühanlage die ganz feiner
wassernäbel mit in die Luft reinbläst
damit man hier noch eine bessere
Kühleffekt habe für die Kuh weil es ist
so dass die Kuh durch ihren panz eine
700 Watt Heizung in sich trägt der
Mensch an sich hat vielleicht 100 Watt
oder 80 Watt Heizleistung ab 20° muss
die Kuh aktiv die Temperatur runterreel
sprich schwitze wenn man 30° habe dann
ist die Temperaturdifferenz so hoch dass
es sie wirklich dann auch massiv
einschränkt im wohlbefinde und desrum
haben wir uns entschieden die Kühe zu
kühle mit ventilatore und mit der
wasservernebelung und das ist schon
vielen Betriebe jetzt erst im komme das
kostet halt auch alles Geld in der
Investition und im Unterhalt und wenn
Milchpreise halt gerade so sind dass es
aufgeht dann muss man sich schon
überlegen wo setzt man Schwerpunkte in
der Investition heißt die Sommermonate
führen dazu dass die Kühe ein bisschen
weniger Milch geben das hat eine
Auswirkung auf den Spotpreis ist es
korrekt ja wenn die Nachfrage da ist
wenn die Supermärkte ein gute Verkauf
habe und die molgereie sehen unser Lager
nimmt nicht zu sondern nimmt ab dann ist
natürlich die Position in der
Verhandlung gegenüber dem Einzelhandel
besser mm dann frage ich ganz konkret
wie hoch ist der Spotpreis im Moment wir
reden jetzt über Mitte September
2024 ich habe jetzt Meldungen gelesen
dass er über 70 Cent gekommen
ist der Spotpreis liegt pro Liter über
70 Cent obwohl du jetzt als Milchbauer
nur 45 Cent bekommst wenn du dann die
Molkerei abliefst so ungefähr also
letzte Woche war es über 60 Cent ich hab
mal schon vereinzelt 70 centow und es
ist jetzt nicht nur die Hitze die die
Milchmenge trosselt sondern auch das
infektionsgeschehe im Bereich der
Blauzungenkrankheit was ist die
Blauzungenkrankheit in aller gebundenen
Kürze das ist eine Viruserkrankung ja
die wiederkeuer befällt und die wird
übertrage über kleine stechmügge und die
stechmüge Fliege ab 12° Plus und den
Virus gibt's auch in verschiedene
Variant ten wir hatte bisher immer mit
den Typen 2 und ne 4 und 8 zu tun und
jetzt kam plötzlich letztes Jahr der Typ
Nummer 3 um die Ecke hat in Holland
gewütet und krassiert und ist jetzt
diesen Sommer über ganz Deutschland
verbreitet wurde und ich habe heute
Vormittag noch mit dem Kollege aus dem
Norde telefoniert die mulkereie dort den
geht buchstäblich dahintern auf Grundeis
weil die Milchanlieferung in ich
zwischen 5 und 10% der Menge
zurückgegangen ist die m den mulgereie
fällt massiv Milch in den Regionen in
denen die
blauzungekrankheit aktuell richtig
schwer grrassiert und daher brauche die
um die Maschine auszulaste Milch aus
Regionen in denen es nicht so heftig ist
und dann überlegt sich auch die eine
oder andere molgerei verkaufe ich jetzt
den laschzugmilch für die 60 oder 70
Cent an die andere
mulkerei oder verarbeite ich denn in
meiner Anlage zu dem Produkt dass ich
dann vielleicht nur 50 Cent mit Erlöse
kann ja das sind dann solche
Kalkulationen aber es traurige ist
natürlich jetzt können Sie die 60 Cent
auf dem sputtmarkt für kleine schge
zahle aber das große die große Masse die
andere 90% da Schut man sich die Preise
nach oben durch zuu winke als ah ja
verstehe das heißt du als
einzelmilcherzeuger wirst aber nie
wissen wie viel von deiner Milch auf dem
Spotmarkt Angeboten respektive
aufgekauft wurde genau okay das macht
immer nur die Molkerei die machen das
unter sich aus sozusagen und das ist ein
bisschen wie auf dem Aktienmarkt wenn
einer sagt ich brauch was schreit dann
steigt der Preis und dann verkaufen sie
es untereinander Push und call es gibt
so viel ich weiß ganz ganz wenige
Milcherzeuger die am Sportmarkt und
unterwegs sind ganz große Höfe zum Teil
aber das ist natürlich richtig hoches
Risiko da kann jetzt aktuell richtig
Geld mache aber es gibt auch Zeit am
spottmarkt da kriegt man keine 20 Cent
da muss jetzt praktisch in dieser Zeit
ein puofer oder eine Kriegskasse aufbaue
damit er in der Zeit wo dann der
Spotmarkt runtergeht durchhalte kann
Wahnsinn ja sehr interessant Thomas
welche Aussichten hast du für dich als
Milchbauern bist du zufrieden willst du
deine Milchkühe eher reduzieren
aufstocken siehst du den Milchmarkt wie
er sich entwickelt hat positiv und wird
es auch die nächsten Jahre so
weitergehen ich bin froh dass ich mich
durch meine direktvermarktungen große
stückweg abgekoppelt hab von diesem
Milchmarkt natürlich habe ich auch das
Risiko dass ich Produkte verkaufen muss
in meinem hoflad auf dem Wochenmarkt die
dann gerne gekauft werde von meine Kunde
ich sehe das positiv weil ich habe da ja
noch eine gewisse Handlungsmöglichkeit
und
Gestaltungsmöglichkeit in Bezug auf
Produktqualität dann haben wir ja schon
lang Joghurt gemacht und wir wollle
diesen Herbst auf Fruchtjoghurt anbiete
in drei verschiedene Variante und habe
jetzt in der Vermarktung auch noch einen
Onlinekurs mitgemacht wo man jetzt in
der Werbung uns stärker präsentiere im
Bereich Social Media im Bereich Flyer
Kunde Bonuskarte Freundschaftswerbung
und so weiter werde wir jetzt aktiver
dranehen das haben wir die letzten Jahre
noch gar nicht macht und ich bin mal
gespannt ob wir unsere Umsatzziele die
wir uns gesteckt habe damit erreichen
können und wenn das funktioniert mache
ich mir um unseren Betrieb und unsere
familienlandwirtschaft keine Sorge sagt
Thomas Frenk freierbauer im
oberreinischen mit einem positiven
Ausblick auf die Zukunft Thomas ich
danke dir für das Gespräch mach's gut
danke
tschüss liebe Hörer das war ich schon
wieder mit Leib und Speise für diese
Woche aber eine kleine Rubrik habe ich
noch für Sie und zwar die Rubrik ich
hatte sie Anfang schon angekündigt
Redewendungen denn hier liegt doch der
Hase im Pfeffer wir müssen einen Zahn
zulegen bei Redewendungen und dass der
zugelegte Zahn in dieser Redewendung g
nicht aus der donologie oder vom
Zahnarzt kommt sondern aus der Küche das
wusste ich vorher z.B nicht also der
zugelegte Zahn kommt aus der Zeit als
noch am offenen Feuer gekocht wurde und
der große Kessel der ja zum Teil
tagelang manchmal sogar wochenlang über
dem Feuer hing und immer wieder
nachgefüllt wurde dieser Kessel hing an
einer Stahlkette und wenn man extra
hungrig war und der Topf noch nicht heiß
dann legte man einen Zahn oder einen
zack zu weil man eben die Kette über ein
Zahnrad oder ein zackenrad herunter
Kurbeln konnte sodass der Topf näher am
Feuer war und schneller heiß wurde das
bedeutet einen Zahn oder einen Zacken
zulegen und genau das muss ich jetzt
machen denn unsere Zeit ist abgelaufen
ich freue mich wenn sie nächste Woche
wieder einschalten da geht es um unser
letztes kontrafunk bringt Menschen
zusammentreffen im fränkischen bei
Nürnberg und natürlich geht es da auch
um fränkisches Bier bis nächste Woche
tschüss ihr Markus F f
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