In letzter Zeit ist das Spiel „Black Myth: Wukong“ sehr populär geworden, und viele von euch haben es vielleicht schon gespielt. Wukong, mit vollem Namen „Sun Wukong“, ist eine der Hauptfiguren aus dem berühmten chinesischen Romanklassiker „Die Reise in den Westen“. Er ist eine mutige, kluge, rebellische, aber auch loyale Figur und ist wohl unstreitig der berühmteste Affe Chinas seit Tausenden von Jahren. In diesem Video werde ich dir die Geschichte von Sun Wukong - von seiner Geburt bis zu dem Beginn seiner Reise in den Westen - erzählen. Bleib bis zum Ende, um diese spannende Geschichte voller Fantasie und Abenteuer nicht zu verpassen.
In letzter Zeit ist das Spiel „Black Myth: Wukong“ sehr populär geworden,
und viele von euch haben es vielleicht schon gespielt. Wukong, mit vollem Namen „Sun Wukong“,
ist eine der Hauptfiguren aus dem berühmten chinesischen Romanklassiker „Die Reise in den
Westen“. Er ist eine mutige, kluge, rebellische, aber auch loyale Figur und ist wohl unstreitig der
berühmteste Affe Chinas seit Tausenden von Jahren. Hallo, willkommen bei Tingshuo Chinesisch. In
diesem Video werde ich dir die Geschichte von Sun Wukong - von seiner Geburt bis zu
dem Beginn seiner Reise in den Westen - erzählen. Bleib bis zum Ende, um diese spannende Geschichte
voller Fantasie und Abenteuer nicht zu verpassen. Vor langer, langer Zeit gab es einen wunderschönen
Berg namens “花(huā) 果(guǒ) 山(shān)”(wörtlich übersetzt: „Blumen- und Obstberg“). Auf dem
Berg gab es einen besonderen Felsen, der im Sonnen- und Mondlicht die Essenz von Himmel und
Erde in sich aufnahm und speicherte. Eines Tages spielten eine Gruppe von Affen auf diesem Berg,
als der Felsen plötzlich heftig zu beben begann. Mit einem lauten Knall zerbrach er.
Splitter flogen, wodurch sich die Affen dermaßen erschreckten, dass sie in alle Richtungen flohen.
Nach einer Weile, als die Gefahr scheinbar gebannt war und keine Gefahr mehr vom Felsen ausging,
siegte ihre Neugierde und sie näherten sich vorsichtig dem Felsen und sahen,
dass aus diesem ein Affe mit goldenem Fell entsprungen war. Dieser kleine Affe war
keineswegs gewöhnlich. Er konnte von Geburt an sprechen und war sehr klug und geschickt.
Die anderen Affen begannen ihn aufgrund seiner ungewöhnlichen Geburt den „Steinaffen“ zu nennen.
Eine schöne Zeit begann am Berg. Der Steinaffe spielte glücklich mit den anderen kleinen Affen,
bis sie eines Tages einen großen Wasserfall entdeckten. Die Affen trauten sich nicht,
in den Wasserfall zu gehen, aber der Steinaffe sprang ohne zu zögern hinein.
Im Inneren des Wasserfalls entdeckte er eine Höhle, die sehr geräumig war und mit
naturbelassenen Steinbetten, Steintischen sowie Steinstühlen ausgestattet war. Von da an lebten
alle Affen des Berges in dieser Höhle und nannten sie “水(shuǐ) 帘(lián) 洞(dòng)” (wörtlich übersetzt:
„Wasserfallhöhle“ ). Die Affen bewunderten den Mut des Steinaffen, weshalb sie ihn zu ihrem König
ernannten und als den “美(měi) 猴(hóu) 王(wáng)” (wörtlich übersetzt: „Schöner Affenkönig“ )ehrten.
Obwohl der Steinaffe zum König der Affen ernannt worden war, wusste er, dass seine Fähigkeiten noch
nicht vollends ausgeschöpft waren. Er wusste, dass in ihm mehr Potential steckte und wollte lernen
dieses zu entschlüsseln. Dafür reiste er über weite Entfernungen, überquerte Berge und Flüsse,
bis er schließlich in einem tiefen Gebirge eine männliche Gottheit fand und ihn zu
seinem Meister machte. Die Gottheit gab ihm den Namen Sun Wukong. 孙(sūn)„Sun“ ist sein Nachname,
und 悟(wù) 空(kōng)„Wukong“ bedeutet „das Wesen der Leere zu erkennen und den Zustand
der Erleuchtung zu erreichen“. Wukong lernte sieben Jahre lang fleißig bei seinem Meister
und erlernte so die Beherrschung der Kunst der 72 Verwandlungen, der Wolkenfahrt und anderer
mächtiger Zauber. Bevor er ging, schenkte ihm die Gottheit eine „Saltowolke“, mit der er tausend
Meilen am Tag zurücklegen konnte. Als Wukong auf seiner Wolke in die
„Wasserfallhöhle“ zurückkehrte, sah er gerade noch rechtzeitig, wie ein Dämon in der Höhle
Unheil stiftete. Wukong vertrieb den Dämon sofort mit seinen erlernten Zauberkünsten.
Später erschien es ihm unpraktisch, keine Waffe zu haben, also tauchte er ins Meer hinab und bat
den dortigen Drachenkönig um eine Waffe. Er erhielt einen „Goldenen Stab (auf Chinesisch
heißt “金(jīn) 箍(gū) 棒(bàng)”). Dieser Stab war magisch und konnte größer, kleiner,
länger und kürzer werden. Trotz seiner schier endlosen Größe war er selbst in
seinem ausgefahrenen Zustand leicht zu tragen und verlieh Wukong als seinem Träger unendliche Macht.
Mit der Waffe besiegte Wukong alle Dämonen und Geister, die in seinem Berg eindrangen. Er fühlte
sich unbesiegbar und in seinem Hochmut begann er, die Autorität des Himmels herauszufordern
und ging sogar so weit, im Himmelspalast Unruhe zu stiften. Der Hauptgott „Jadekaiser“ konnte ihn
nicht bändigen und bot ihm im Kompromiss für Frieden an, im Himmelspalast ein Amt
zu übernehmen und so seiner Wichtigkeit und seiner Macht Ausdruck zu verleihen.
Als Himmelsbeamter wurde Wukong bald langweilig. Er schlich sich in den
Pfirsichgarten der Westlichen Königinmutter (auf Chinesisch heißt “西(xī) 王(wáng) 母(mǔ)”),
wo er Pfirsiche, die nur alle hundert Jahre einmal reifen, allesamt verzehrte.
Dies erzürnte die Westliche Königinmutter sehr. Um Sun Wukong erneut zu besänftigen, ernannte der
Jadekaiser ihn dieses Mal zum „Stallmeister“. Aber Wukong stellte fest, dass dies nur ein kleiner
Posten war, der die Aufgabe hatte, himmlische Pferde zu beaufsichtigten. Schon bald war er
sehr unzufrieden. Er kehrte zu seinem Heimatsort „Blumen- und Obstberg“ zurück und nannte sich
selbst “齐(qí) 天(tiān) 大(dà) 圣(shèng)”(auf Deutsch heißt „Großer Heiliger, der dem
Himmel ebenbürtig ist“ ). Der Himmelspalast sandte wiederholt Truppen aus, um ihn zu besiegen, aber
Wukong besiegte sie alle. Schließlich wandte sich der Jadekaiser an Buddha.
Unter „dem Berg der fünf Elemente“ gefangen Um ihn zu bändigen, schloss Buddha eine Wette mit
ihm, in der es darum ging, ob es Wukong gelingen würde aus seiner Handfläche zu entkommen. Sun
Wukong war zuversichtlich und dachte, er könne mit der Wolkenfahrt schnell aus der Handfläche
des Buddha herausfliegen. Aber die Handfläche des Buddha war wie ein Labyrinth, und egal wie
Wukong flog, er kehrte immer wieder an den Ausgangspunkt zurück und konnte nicht entkommen.
Später drehte Buddha seine Handfläche um und drückte Wukong so unter den Berg der
fünf Elemente (auf Chinesisch heißt 五(wǔ) 行(xíng) 山(shān)). Um zu verhindern, dass Wukong entkam,
klebte er ein Zauber-Siegel auf die Spitze des Berges. Wukong war fünfhundert Jahre lang unter
diesem Berg der fünf Elemente gefangen, konnte sich nicht bewegen und war Wind und Regen, Sonne
und Hitze schutzlos ausgesetzt, bis schließlich der berühmte Mönch 唐(táng) 三(sān) 藏(zàng)„Tang
Sanzang“ vorbeikam und ihn befreite. Von da an beschützte Wukong Tang Sanzang auf seiner
Reise in den Westen vor unzähligen Gefahren und Ungeheuern, um die heiligen Schriften
von Buddha zu holen. Dies ist der Beginn der noch spannenderen Geschichte „Die Reise in den Westen“.
„Die Reise in den Westen“ (auf Chinesisch heißt 西(xī) 游(yóu) 记(jì)) war der erste chinesische
Roman über Götter und Dämonen. Durch reiche Vorstellungskraft und lebendige Handlung schildert
der Roman eine fantastische Welt der Götter und Dämonen. Der Roman integriert auch buddhistische,
taoistische und konfuzianische Gedanken und übt Gesellschaftskritik durch seine fiktive
Welt. Die Charaktere in der Geschichte sind alle sehr lebendig und durch ihre
Persönlichkeiten und Schicksale wird die Beziehung zwischen Menschlichkeit,
Verlangen und Moral tiefgründig erforscht. Wenn du mehr über die chinesische Kultur erfahren
möchtest, dann lies die deutsche Übersetzung von „Die Reise nach Westen“. Bis zum nächsten Mal!