Was sind SÄUREN, welche Säure kann ALLES VERÄTZEN? | JJChemistry

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388 Videoaufrufe·14.10.2024
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Hallo, mein Name ist Jan Joel von JJ Chemistry und heute beantworten wir die Frage, was
eigentlich wegätzen ist. Warum können Säuren meine Hand verätzen oder auch dafür sorgen,
dass ganze Stahlträger zerstört werden? Was ist Wegätzen überhaupt? Wir haben einen
Feststoff, man gibt ein bisschen Säure hinzu und plötzlich ist der Feststoff weg. Das
ist irgendwie krass, oder? Und dann bleibt auch die Frage, welche Säure eigentlich gegen
welche Materialien wirkt. All das werden wir jetzt chemisch durchgehen. Dieses Video ist
übrigens original Teil des großen Chemie 1x1. Meinem Video-Kurs, in dem ich ganze
8 Stunden vor der Kamera stehe und in Experimenten sowie hier am Whiteboard alles rund um die
Welt der Chemie erkläre. Wenn ihr in der Schule seid oder eure CTA, Chemikanten- oder
Laborantenausbildung macht und damit ja ständig Chemieklausuren bestehen müsst, werden wir
innerhalb von gerade mal 8 Stunden gemeinsam schaffen, dass du direkt mindestens eine Minute
besser wirst und nie mehr eine Chemieklausur verhaust. Der Link zum großen Chemie 1x1
ist ab jetzt unten in der Videobeschreibung. Es gibt auch 10-Tage-Launch-Rabatt, sodass
das große Chemie 1x1 deutlich weniger kostet als 8 Stunden Nachhilfe. Mit dem Unterschied,
dass man das Video, die ganzen Videos aus dem Video-Kurs, immer und immer wieder schauen
kann. Seid also schnell! Wie auch im Video-Kurs starten wir jetzt erstmal schön mit einem
Experiment. In den 3 Bechergläsern befinden sich 3 verschiedene Metallpulver. Links Zink,
in der Mitte Eisen und rechts Kupferpulver. Die Säure, die wir jetzt zu Anfang benutzen,
ist hochkonzentrierte, rauchende Salzsäure. Mit Zinkpulver startet sofort eine Reaktion.
Es entsteht Gas, das irgendwann dazu führt, dass es total eskaliert. Während die Reaktion
der Säure mit dem Eisenpulver noch etwas entspannter abläuft, sprudelt das Zinkbecherglas
quasi über. Wenn Kupfer hingegen mit Salzsäure in Kontakt kommt, passiert nichts. Spannend!
Ist Kupfer jetzt gegen jede Säure resistent? Hier haben wir jetzt etwas Spannendes gesehen.
Salzsäure ist eine wirklich starke Säure. Soviel kann ich euch versprechen. Und trotzdem
hat sie es nicht geschafft, alle Metalle aufzulösen. Jetzt gibt es halt mehrere Fragen.
Warum ist das so? Und was können wir auch tun, damit Kupfer trotzdem aufgelöst wird?
Das werden wir alles in diesem Kapitel beantworten. Ich muss jetzt aber irgendwo den Anfang finden
in diesem großen Thema. Und ich würde sagen, wir beginnen damit, mal eine Reaktionsgleichung
aufzuzeichnen. Nehmen wir doch mal die Reaktionsgleichung von Zink und Salzsäure. Zink plus Wasser
und HCl reagieren zu ZnCl2 plus, da haben wir etwas noch gesehen, etwas was brennen
oder knallen konnte, Wasserstoff. So, das ist die Reaktionsgleichung. Wir sehen schon,
wir müssen jetzt ein bisschen was ausgleichen und sagen wir Cl2. Wir haben auch hier zwei
Wasserstoffe und hier links nur einen. Können wir ganz einfach hin, zack, Zn plus 2 HCl
wird zu ZnCl2 und H2. Jetzt kommt es. Jetzt könnte Vier werden. Ich probiere das so gut
wie möglich zu sortieren. In dieser Reaktion haben wir gesehen, dass das Zink quasi weggeht.
Das ist ja das Live-Erleben. Wir haben quasi gar nichts mehr in dem Experiment gesehen.
Wir hatten eine Flüssigkeit, einen Feststoff und danach hatten wir halt die etwas verschmutzte
Flüssigkeit, aber es sah so aus, als wäre Zink einfach komplett verschwunden.
Dem ist ja nicht so. Wir haben etwas gebildet. Zinkchlorid und das ist, wenn wir uns die
Elektronegativitäten im Periodensystem angucken, definitiv ein Salz. Und was haben Salze für
Eigenschaften? Die sind öfter mal ganz gut löslich. Zum Beispiel im Wasser. Und jetzt,
spannender Punkt, gucken wir uns doch mal die Salzsäureflasche an. Da steht etwas drauf.
Und zwar steht dort drauf, wir haben 37% und 37% bezieht sich auf HCl. Und dann müssen
wir 63% irgendwas anderes haben. Und jetzt sage ich euch, was es ist. Und zwar haben
wir 63% H2O, also 63% Wasser mit dort drin. Das heißt, Salzsäure ist gar nicht nur das,
sondern Salzsäure ist eine Mischung aus dem hier. Und jetzt kommt es. Eine Mischung aus
dem hier reagiert schon im Vorhinein. Und zwar wozu? Zu H3O plus und Zerlins. Was ist
hier jetzt genau passiert? Wenn Salzsäure in der Nuss wie hergestellt wird, pumpt man
HCl. HCl ist eigentlich ein Gas, das heißt Chlorwasserstoffgas. Pumpt man Chlorwasserstoffgas
wie in einem Sodastream quasi in Wasser rein. Und dann entsteht da nicht wie beim Sodastream
Kohlensäure, sondern Salzsäure. Und Salzsäure ist das hier. Das hier ist Salzsäure. H3O
plus plus Cl minus. Das hier ist eigentlich Salzsäure. Nicht das hier. Das ist Chlorwasserstoffgas.
Aber das hier, das ist Salzsäure. Man sagt dazu, dass das Chlorwasserstoffgas dissoziiert
ist, sich also in seine Einzelteile aufgeteilt hat. Also dieses Chlorwasserstoffgas hat sich
aufgeteilt in H plus und Cl minus. Es ist dissoziiert. Und dieses H plus reagiert mit
einem H2O zu H3O plus und das Chloridion bleibt Chloridion. Und das war jetzt ganz genau.
Jetzt haben wir es wirklich ganz genau aufgeschrieben. So läuft das Ding ab und was jetzt wirklich
mit dem Zink reagiert, ist nicht HCl-Gas, sondern es ist das H3O plus Teilchen. Das
H3O plus Teilchen reagiert mit dem Zink. Wie sieht die Reaktion dann konkret aus? Sie
sieht folgendermaßen aus. Zn plus 2H3O plus reagiert zu Zn. Es wird ionisiert, also das
Zink. Wir gucken nochmal auf Elektronegativitäten. Zink gibt sehr gerne seine Elektronen ab.
Es wird also zu Zink 2 plus und hat dann eine Edelgaskonfiguration. Hurra. Wunderbar. Und
was passiert mit diesem 2 mal H3O plus? Die Elektronen werden quasi aufgenommen und das
reagiert zu 2H2O und zu H2. Guck mal. Das hier ist eigentlich die Reaktion, die passiert.
Zink plus 2 mal, jetzt ist es vielleicht mal der richtige Zeitpunkt, das Teil zu benennen.
H3O plus hat einen Namen. Das ist das sogenannte Säureteilchen. Das hier ist das Säureteilchen.
Wunderbar. Also diese ganzen anderen Säuren lassen auch H3O plus entstehen. Dazu kommen
wir aber gleich. Und das nennt man Oxonium-Ion. So nennt man das wahrscheinlich auch viele
Schüler kennen. Das hier ist das sogenannte Oxonium-Ion. Und dieses Oxonium-Ion, also
zwei Stück davon, reagieren mit dem Zink zu 2 mal Wasser und Wasserstoff und Zn 2 plus.
Beziehungsweise, wir haben ja immer noch dieses Chlorid-Ion eigentlich in unserer Säurelösung.
Das heißt, dieses Zn 2 plus wird quasi mit diesen zwei Chlorid-Ionen, die sich auch noch
in der Säure befunden haben, zu Zinkchlorid. Allerdings, jetzt kommt ja der Witz. Jetzt
kommt es. Jetzt fügt sich das ganze Bild. Zinkchlorid ist ja löslich in Wasser. Und
Wasser haben wir zu Genüge in unserer Salzsäure. Wir haben ja nach wie vor auch irgendwie
was Wässriges in unserer Salzsäure. Und genau in diesem Wasser, beziehungsweise auch
in dem Wasser, was entsteht, löst sich das Zinkchlorid auf. Und für uns sieht es so
aus, es wäre das Zink weg. Nein. In Wirklichkeit haben wir Zink reagiert mit zwei Oxonium-Ionen
zu Zn 2 plus und 2 Cl minus und Wasser und Wasserstoff. Und da wir in dieser ganzen
Salzsäure ja Wasser drin haben und Zinkchlorid in Wasser löslich ist, löst sich das Zinkchlorid
einfach in diesem Wasser auf. Und für uns sieht es so aus, es wäre das Zink einfach
komplett von dieser Erde verschont. Das ist der Trick dabei. So funktionieren Säuren.
Säuren sind also, wie man hier sieht, quasi eine Redoxreaktion. Irgendwas wird von der
Säure oxidiert. Das Zink wird von der Säure ja oxidiert. Von Zn mit Oxidationszahl, das
ist ein Element, also Oxidationszahl 0, zu Zn 2 plus. Hier können wir die Oxidationszahl
ja schon ablesen. Also ist es hier plus 2, dem wurden 2 Elektronen entrissen. Das Zink
wurde oxidiert und in dieser oxidierten Form ist es halt löslich in Wasser. Wunderbar.
So passiert das ganze Ding. Und das kann man anwenden auch auf die ganzen anderen Sachen,
auf die anderen Metalle. Das passiert auch mit dem Eisen. Eisen wird auch oxidiert und
das entstehende Eisensalz ist löslich in dem Wasser der Säure. Wunderbar. So. Jetzt
gibt es ein Problem. Und zwar, wir werden auf dieses Problem, auf dieses große Problem,
werden wir im nächsten Kapitel, wo es um die elektrochemische Spannungsreihe geht,
wo wir auch über das Galvanisieren oder über das Verzinken usw. sprechen oder über Batterien.
Dort werden wir das ganze Ding noch mehr beleuchten. Diese Kapitel gehen quasi Hand in Hand. Aber
jetzt kommt was ganz interessantes. Es gibt Säuren, die machen folgendes. Um Kupfer zu
lösen, hier Kupfer Cu, brauchen wir eine andere Säure. Ich mach es mal so erstmal.
Plus HCl wird zu CuCl2. Nicht. Warum nicht? Das ist die Frage. Dieses Warum nicht werden
wir im nächsten Kapitel beantworten. Ich zeig euch jetzt mal, wie wir es schaffen Kupfer
aufzulösen. Um Kupfer aufzulösen, braucht man eine nochmal unbekannte Anzahl an Salpetersäure.
Und da lernen wir jetzt mal kurz einen Unterschied kennen. Dafür soll das Kapitel eigentlich
sein. Das hier, Salpetersäure, ist eine sogenannte oxidierende Säure. Und HCl, Salzsäure,
ist keine oxidierende Säure. Hört sich jetzt komisch an, weil wir haben vorhin gelernt,
dass Zink oxidiert wurde. Das stimmt auch. Allerdings hat HNO3 eine deutlich größere
oxidierende Wirkung. Und man spricht von Säuren, von oxidierenden Säuren, wenn gar nicht das H,
dieses Säureteilchen hier, für die Säurewirkung verantwortlich ist. Sondern etwas anderes
in der Säure. Na, dann wird es doch ganz spannend. Da haben wir dieses Wort mal reingeworfen.
Wir werden nachher, wie gesagt, bei der Redox-Reihe, beim Galvanisieren usw. Elektrochemie,
werden wir kennenlernen, warum das so ist und was es genau bedeutet. Ich möchte jetzt
aber, dass wir zumindest mal ein zweites Wort eingeführt haben. Das ist eine nicht oxidierende
Säure und das ist eine oxidierende Säure. Und jetzt gibt es noch einen weiteren schönen
Feind und zwar eine weitere spezielle Säure ist HF. HF ist Flusssäure und das ist eine
der einzigen Säuren, die Glas auflösen kann. Also Glas hält sowohl nicht oxidierenden
Säuren stand, hält auch oxidierenden Säuren stand. Dann haben wir hier so ein lapidares
HF und HF kann plötzlich Glas auflösen. Aber warum? Warum kann es Glas auflösen?
Ja, das ist eine sehr gute Frage. Da steckt ein ganzer Mechanismus hinter. Man braucht
nicht, wenn HF jetzt auf Wasser trifft, dann steht da ganz genauso H3O+, und in dem Fall
dann Fluorid-Ionen. Man braucht nicht H3O+, um Glas aufzulösen. Das schafft es ja offensichtlich
nicht. Nein, man braucht das gesamte Ding. Man braucht HF als Teilchen, als solches.
Total weird. Ich bin mir sehr sicher, dass einige Leute jetzt gerade irgendwie verwirrt
sind und sich fragen, okay, jetzt ein sehr unsortiertes Video, wie dieser zu einem anderen.
Das liegt daran, weil die Quintessenz des Videos, es gibt zwei Quintessenzen. Erstens,
ihr habt gesehen, es entsteht H3O+. Das Oxonium-Ion, das ist die Säure. Das ist die eigentliche
Säure, nicht hier HF, nicht HNO3, nicht HCl. Das sind nicht die Säuren. Das hier ist
immer die Säure. Die entsteht, wenn diese jeweiligen Säuren auf Wasser treffen. Das
ist die erste Quintessenz. Und die zweite ist, dass ich ein paar Begrifflichkeiten einführe,
sowas wie nicht-oxidierende und oxidierende Säure, und zeige, dass Säuren hochgradig
individuell sind. Man kann das gar nicht über einen Kamm scheren, wenn man jetzt darüber
spricht, warum löst eine Säure etwas auf. Das kann man nicht über einen Kamm scheren.
Es ist immer sehr individuell zu betrachten und genau deshalb gibt es auch nicht die eine
Säure, die alles auflösen kann. Ich habe in dieser Originallektion aus dem Videokurs
ja ganz viel schon gesagt, was in den nächsten Kapiteln vorkommt oder was wir auch in den
vorherigen Kapiteln schon gelernt haben, was teilweise auch Voraussetzung ist, um hier
alles vollständig zu verstehen. Das große Chemie 1x1 bietet ja, wie schon gesagt, 8
Stunden Videomaterial, querbeet durch die Chemie durch, alles in dem Stil, wie ihr
es gerade im Video gesehen habt. Wie gesagt, das war ein Originalvideo, direkt aus dem
Kurs. Alle Auszubildenden und Schüler, wie z.B. CTA, Laboranten, Chemikanten oder auch
Anfängerstudenten, die irgendwie mal eine Chemieklausur bestehen müssen, mit diesen
8 Stunden werdet ihr definitiv, definitiv nie wieder eine Chemieklausur nicht bestehen.
Das kommt nicht mehr in Frage, dafür stehe ich ja in diesem Fall ja wirklich mit meinem
Namen. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass alle Leute, die generell auch nur ein funken Interesse
an Chemie haben oder teilweise sogar durch meine Videos wieder Lust auf Chemie bekommen
haben, allerdings der Unterricht schon zu lange her ist oder eher zu trocken war, definitiv
vollkommen auf ihre Kosten im großen Chemie 1x1 kommen werden. Apropos auf seine Kosten
kommen, das große Chemie 1x1 kostet mit seinen 8 Stunden Videomaterial genauso viel wie 8
Stunden Nachhilfe, nur mit dem Unterschied, dass man sich die Videos jederzeit wieder
angucken kann und es ist ja derzeit einen sehr großen Launchrabatt von etwas über 30%
gibt. Das wird es nach diesen 14 Tagen definitiv nicht mehr geben, bedeutet, seid schnell,
klickt selbst an, unten in der Videobeschreibung ist der Link zum großen Chemie 1x1 und damit
verabschiede ich mich, bis zum nächsten Video.
