TOTER MANN - GUTER MANN. #krimihörspiel PETER PASETTI #retro

HOR MAL ZU HORSPIELE & CO
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4 Videoaufrufe·14.10.2024
Was denkst du darüber?
Sag's offen.
Du wirst dafür nicht nur Beifall bekommen.
Das muss ich hinnehmen.
Hast du schon mit deiner Tochter gesprochen?
Franziska hat sich bereits von mir zurückgezogen.
Sie besucht mich noch ab und zu.
Aber sie wird nicht damit fertig, dass du nochmal geheiratet hast.
Sie wird mit ihrer eigenen, miserablen Ehe nicht fertig.
Sie ist an einen Versager geraten.
Das will sie nicht wach haben.
Ich habe sie immer gemocht.
Wie schätzt du die rechtliche Seite an?
Du solltest den Entwurf noch mit Dr. Reinhold durchsprechen.
Er hat bereits ein Exemplar.
Und wie willst du die Stiftung nennen?
Du solltest ihr den Namen geben.
Den Namen meines Vaters, der den Grundstein zu unserem Berg gelegt hat.
Oder den der Frau, die mein Leben auf wunderbare Weise verändert hat.
Christopher Hamelung.
Christoph Paul.
Alles in Ordnung, Paul?
Pandora ist nach Brüssel verkauft.
Oh, ist aber schade.
Was, die Pandora?
Bleib ganz locker, ganz locker.
Ich versuche es aber.
Der Subito ist halt so unruhig.
Ja, willst du aufhören?
Nein.
Aber, weißt du, vielleicht ist es besser, du reitest heute allein aus.
Halt sie!
Verrückt!
Helfen Sie mir!
Ich kann mich nicht mehr halten.
Der Albatros.
Albatros?
Um Gottes Willen, wo ist mein Mann?
Grüß dich.
Wie geht es Ihnen, Herr Hamelung?
Der Mann hatte ein unwahrscheinliches Glück gehabt.
Ein paar Prälungen, ein paar Quetschungen.
Sonst nichts.
Haben wir schon eine Täterbeschreibung?
Eine sehr brauchbare.
Die Zeugen des Anschlags.
Zwei so Joker.
Sie konnten nur für die Figur des Täters beschreiben.
Groß, schlank.
Groß, schlank, ja.
Da gibt es einige.
Irgendwelche Spuren.
Und bis jetzt nur eine Plastiktüte, die in der Nähe vom Tatort lag.
Sie könnte den Täter gehört haben.
Schmerzen?
Naja.
Habe Sie mit meiner Frau telefoniert?
Sie wird bald hier sein.
Danke.
Bitte.
Sie können jetzt Ihre Fragen stellen.
Dankeschön, Herr Doktor.
Herr Kommissar.
Hat sich jetzt was ergeben?
Ja, Herr Amlung.
Ich glaube nicht, dass sich bei dem Überfall um die spontane Tat eines Verrückten gehandelt hat.
Der Mann hat einen Sprengkörper geworfen.
Das hatte wohl den Zweck, dass Sie vom Pferd stürzen sollten.
Und das ist ja dann auch passiert.
Wollen Sie sich nicht setzen, bitte.
Dankeschön.
Übrigens, der Sprengkörper war eine Übungshandgranate.
Ja.
Der Platz für den Überfall war auch sehr geschickt gewählt.
Direkt neben der Wand eines Steinbruchs.
Haben Sie den Kerl eigentlich vorher schon mal gesehen?
Ich glaube nicht.
Hat außer Ihnen und Ihrer Frau jemand gewusst, wohin Sie heute reiten wollen?
Ich habe es der Sekretärin erzählt.
Möglicherweise hat Frau Mechtinges, meine Wirtschaftlerin, gehört, wie ich mit meiner Frau darüber gesprochen habe.
Dann habe ich es auch einem Mitarbeiter erzählt, der vormittags bei mir war.
Ja, das Stallpersonal, das wusste es natürlich.
Wenn Sie bei dem Überfall ums Leben gekommen wären, dann hätte das wie ein Unfall ausgesehen.
Guten Abend, Frau Rönig.
Guten Abend, Frau Mechting, wie geht es meinem Vater?
Mit den Umständen entsprechend.
Und was sagt die Polizei dazu?
Sie hätte es durchaus für möglich, dass der Täter für den Anschlag Geld bekommen hat.
Hat man euch das gesagt?
Er könnte im Auftrag eines anderen gehandelt haben.
Ja, wenn es stimmt, dann musst du irgendwelche Feinde haben.
Und du musst damit rechnen, dass der Anschlag wiederholt wird.
Also ich finde es ist besser, wir reden jetzt über was anderes, Max.
Entschuldige, aber wir nehmen Anteil am Leben unseres Vaters.
Darf ich euch etwas anbieten?
Rüdiger?
Danke, danke, wir sind in Eile.
Entschuldige bitte, wir wollten dich nur kurz sehen.
Es war ein fürchterlicher Schreck für uns.
Am größten war der Schreck wohl für Karin.
Sag mal, warum hast du den Ausritt eigentlich nicht mitgemacht?
Warum, kann ich dir sagen?
Weil ich heute Schwierigkeiten mit meinem Pferd hatte.
Meine Mutter hätte Vater niemals alleine ausreiten lassen.
Sie war eine großartige Frau, ich weiß.
Ach, Herr Busse?
Ja?
Vorhin hat ein Herr für Sie angerufen.
Ja, und? Was hat er gesagt?
Ja, er meldet sich morgen Vormittag nochmal.
Danke.
Haben Sie schon eine neue Arbeit?
Ja, ja.
Wenn der Hamlung bei dem Anschlag ums Leben gekommen wäre, wem wäre das Unternehmen zugefallen?
Wer ist der Erbe?
Im Augenblick gilt noch die Regelung, dass Karin Amelung, die Ehefrau,
zwei Drittel des Vermögens und Franziska Rönisch, die Tochter aus erster Ehe, ein Drittel bekommen hätte.
Sie sagten im Augenblick?
Nun, Herr Amelung ist dabei, die Masse des Firmenvermögens in eine Stiftung einzubringen,
die dann von einem unabhängigen Aufsichtsrat verwaltet werden soll.
Was würde das für die Erben bedeuten?
Im Falle des Ablebens von Herrn Amelung würde den Erben die Verfügung über das Firmenvermögen entzogen sein.
Aber im Augenblick gilt noch die alte Erbringung.
Jetzt würde das Vermögen noch der Ehefrau und der Tochter zufallen.
Ich glaube zu wissen, was Sie jetzt denken.
Aber ich halte das für unvorstellbar.
Wissen Sie, Herr Fassold, nach meiner Erfahrung ist alles möglich.
Einen Moment bitte.
Herr Busse, Telefon!
Komme.
Der kommt.
Ja?
Wem sagen Sie das?
Aber nicht durch meine Schuld.
Ich habe genau...
Was?
Vielleicht...
Und was soll das sein?
Da müssen Sie dann aber noch etwas investieren.
Ist meine Frau schon weg?
Sie ist zur Galerie Muthesius gefahren.
Ja, richtig.
Was sagt er so?
Guten Tag.
Grüß Gott.
Heimann, Kriminalpolizei.
Ich habe vorhin angerufen.
Sie haben mit Frau Inres getelefoniert.
Ich habe die Nummer 8-5-9-7-9-7-9 gewählt.
Ja, das ist unser Tennisklub.
Kennen Sie diesen Mann?
Tja, das könnte sein.
Ich glaube...
Er heißt Richard.
Mit Vor- oder Nachnamen.
Herr Felix, kommst du mal?
Herr Träger ist bei uns Tennislehrer.
Guten Tag.
Heimann, guten Tag.
Der Herr ist von der Kripo.
Na und?
Kennen Sie diesen Mann?
Er soll Richard heißen.
Natürlich.
Der hat bei uns gespielt.
Den ganzen Sommer.
Klaus Richard.
Und wissen Sie seine Adresse?
Die müsste bei uns in der Kartei sein.
Wenn Sie mich jetzt bitte aufklären würden.
Kümmern Sie sich ein bisschen, Herr Richard.
Das wäre doch gemütlicher.
Bitte sehr.
Danke schön.
Darf ich mich ein bisschen umschauen?
Sie dürfen.
Herr Richard, wenn wir anonyme Hinweise bekommen,
dann behandeln wir die mit äußerstem Misstrauen.
Aber in diesem Fall mussten wir Ihnen nachgehen.
Im Zuge von aktuellen Ermittlungen sind wir an dieses Foto gekommen.
Das sind Sie doch, nicht wahr?
Ja.
Das sieht man doch.
Das könnte aus einem größeren Bild,
vielleicht einem Gruppenbild, herauskopiert und vergrößert worden sein.
Ich glaube, das ist vielleicht mal vom Tennisplatz aufgenommen worden.
Aber wer der Fotograf war, keine Ahnung.
Das ist schade.
Tja, schade.
Treiben Sie noch anderen Sport außer Tennis?
Skifahren.
Langlaufball.
Aha.
Ja, ich komme nur darauf,
weil Sie ja eine Menge Karten von der Münchner Umgebung haben.
Ammerseegebiet, Hofoldinger Forst.
Hätten Sie was dagegen, wenn wir die Karten mal mitnehmen?
Ich würde jetzt gerne mal wissen, worum es hier überhaupt geht.
Ja, Herr Richard, wir untersuchen einen Überfall,
einen Mordanschlag,
der zwischen Scheftlan und Icking stattgefunden hat.
Ja, und?
Haben Sie den Namen Ammlung schon mal gehört?
Ammlung? Sie meinen das die Maschinenwerke?
Ja, und kennen Sie auch den Besitzer der Maschinenwerke?
Das ist der Herr Ammlung.
Nein, tut mir leid.
Das stand da drüben auf dem Schreibtisch.
Ist das Ihre Freundin?
Nein.
Ich habe auch keine Ahnung, wie dieses Foto hier in die Wohnung gekommen ist.
Aber Sie kennen die Dame?
Ja.
Wir kennen sie auch.
Tut mir leid, mein Mann ist nicht zu Hause. Er ist in seinem Betrieb.
Wir wollen nicht zu Ihrem Mann, Frau Ammlung. Wir möchten mit Ihnen besprechen.
Bitteschön.
Dankeschön.
Und vielleicht ist es besser, wenn wir das erstmal alleine tun.
Wie? Ist was passiert?
Ich meine, haben Sie irgendeine Spur?
Kennen Sie diesen Herrn?
Frau Ammlung, ich seh's Ihnen an, Sie kennen ihn.
Ja, ich kenn ihn.
Und woher?
Im Sommer habe ich ein paar Tennisstunden genommen.
Ja, und dabei habe ich einige Male mit ihm gespielt.
Tennis?
Einmal, glaube ich, habe ich eine Tasse Kaffee mit ihm getrunken.
Glauben Sie?
Also, ich habe Kaffee mit ihm getrunken, ja.
Sind Sie mit Herrn Richard befreundet?
Wie kommen Sie denn auf die Idee?
Schauen Sie, wenn eine Dame einem Herrn ein Foto schenkt,
setzt es doch eine gewisse freundschaftliche Beziehung voraus, nicht?
Ja, aber ich habe diesem Mann nie irgendwas geschenkt.
Er hat schon gar nicht ein Foto von mir.
Wie kommt denn dann das Foto auf seinen Schreibtisch?
Das weiß ich beim besten Willen nicht.
Sehen Sie, dasselbe sagt der Herr Richard auch.
Der weiß auch nicht, wie das Foto auf den Schreibtisch gekommen ist.
Das weiß ich wirklich nicht.
Ich kann mir nur vorstellen, dass...
Was bitte?
Herr Richard war wohl etwas verliebt in mich.
Vielleicht hat er sich das Foto irgendwie besorgt.
Und Sie, Frau Ammlung, waren oder sind Sie auch etwas verliebt in Herrn Richard?
Ich weiß nicht, inwieweit diese Frage unseren Fall betrifft.
Oder gehört es zu den Aufgaben der Polizei,
die Privatangelegenheiten anderer Menschen zu durchschnüffeln?
Leider, ja. Ich finde es auch furchtbar.
Aber was soll ich machen?
Und da ist noch etwas.
Wir haben in dem Bücherregal von Herrn Richard Wanderkarten gefunden.
Eine davon vom Isartal.
Zwischen Schäftlern und Wolfhorsthausen.
Schauen Sie mal.
Das ist der Weg von Schäftlern über Icking bis nach Wolfhorsthausen.
Der Weg, den der Mann letzten Freitag geritten ist.
Und der ist mit einem Farbstift eingezeichnet.
Ja, und? Was schließen Sie daraus?
Daraus schließen wir, dass der Herr Richard sich für den Reitweg Ihres Mannes interessiert hat.
Aber es kann ja natürlich sein, dass diese sonderbaren Zusammenhänge ganz harmlos und zufällig sind.
Hoffen wir, Frau Ammlung.
Die Anteile der Schweizer Holding werden gegen unsere eigenen Forderungen aufgerechnet.
Damit hört unser Unternehmen in seiner alten Form zu bestehen auf?
Alle Rechte und Pflichten gehen auf die Stiftung über.
Im Aufsichtsrat, der auf acht Personen beschränkt sein soll,
wird jeweils ein Mitglied ihrer Familie Sitz und Stimme haben.
Bis zum Widerruf wird das Ihr Vater sein.
Nach seinem Ausscheiden Ihre Stiftung.
Und was geschieht mit den erwirtschafteten Gewinnen?
Die Gewinne werden nach dem alten Schlüssel verteilt.
Das ist also ein Langlaufskigebiet?
Immer entlang der Isar?
Ja.
Und Sie sind die Strecke selber schon gelaufen?
Zwei oder dreimal.
In Begleitung oder allein?
Allein.
Und vor oder nach dem Lauf haben Sie die Route auf der Karte markiert?
Ich habe viele Routen markiert.
Sie brauchen sich nur die anderen Karten anzusehen.
Könnte es sein, dass Sie Frau Ammlung gegenüber mal diesen großen Steinbruch hier erwähnt haben?
Ich habe mit Frau Ammlung über andere Themen gesprochen.
Ja, über welche?
Worüber reden Sie mit einer Frau, die Sie erobern wollen?
Ja, aber Frau Ammlung wollte sich ja nicht von Ihnen erobern lassen, nicht?
Sie hat Ihnen nur ein Foto geschenkt.
Wie oft soll ich Ihnen noch sagen?
Frau Ammlung hat mir kein Foto geschenkt.
Und ich weiß auch nicht...
Ja, ja, ich weiß. Sie wissen nicht, wie das Foto auf Ihren Scheibtisch gekommen ist.
Ja.
Wer kann denn alles in Ihre Wohnung, wenn Sie nicht da sind?
Nur meine Wohnungsnachbarin. Die hat immer einen Schlüssel.
Aber sie hat uns schon gesagt, dass sie nicht drin war.
Und den Schlüssel hat sie auch nicht aus der Hand gegeben.
Also bleibt nur die Möglichkeit, dass jemand bei Ihnen eingebrochen hat, bloß um das Foto auf den Schreibtisch zu stellen.
Naja, Herr Richard.
Und was wollen Sie jetzt von mir hören?
Nichts.
Wir werden das Rätsel erst lösen, wenn wir die Person gefunden haben, die uns den anonymen Hinweis auf Sie gegeben hat.
Sei es, um uns zu helfen, sei es, um uns irre zu führen.
Wir werden es rauskriegen.
Wenn wir Glück haben.
Darf ich?
Ja, bitte.
Sie auch?
Ja, ein bisschen.
Guten Appetit.
Danke.
Danke sehr.
Wie hast du den Tag verbracht?
Ich habe lange mit meiner Mutter telefoniert.
Wie geht es dir?
Ich hatte den Eindruck, ganz gut.
Und dann waren die Herren von der Kriminalpolizei noch mal hier.
Haben Sie etwas rausbekommen?
Du, ich muss dir was sagen.
Als ich im Sommer Tennisunterricht genommen habe, habe ich einen Mann kennengelernt.
Davon hast du mir bisher nichts erzählt.
Ach, das war ja auch ohne jede Bedeutung.
Ich habe ein paar Mal mit ihm gespielt und danach haben wir im Clubcafé gesessen.
Und als du in Amerika warst, habe ich mich wieder mit ihm getroffen.
Einmal waren wir zusammen essen und einmal waren wir mit seinem Segelboot weg.
Und warum sagst du mir das jetzt?
Weil du es früher oder später von der Polizei erfahren hättest.
Sie interessiert sich dafür.
War sonst irgendwas zwischen dir und diesem Mann?
Nein.
Er hat dir einfach so gefallen?
Ich sagte doch, es war ohne jede Bedeutung.
Ein bisschen Sympathie und Flirt.
Ich weiß eigentlich gar nicht warum.
Es hatte nichts mit uns zu tun.
Glaub mir, ich habe dich keinen Augenblick vergessen.
Kein Mensch kann von einem anderen ein Leben lang gleichbleibende Gefühle erwarten.
Auch wenn er sich das noch so sehr wünscht.
Keiner hat das Recht, den anderen das Besitz anzusehen.
Das war immer meine Ansicht.
Und trotzdem tut es mir weh.
Es tut mir leid.
Die Plastiktüte stammt aus einem Optikergeschäft.
Wir waren in allen drei Filialen, aber
Von den Verkäufern kann sich keiner an einen bestimmten Kunden erinnern.
Was ist denn mit dem Pkw, der am Tag von dem Überfall hinterm Reiterhof gesehen wurde?
Der Hinweis kommt von einem Angestellten des Reiterhofs.
Es handelt sich um einen japanischen Wagen mit grüner Lackierung und Münchner Kennzeichen.
Er sollte von etwa 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr gestanden haben.
12.00 Uhr.
Um 12.00 Uhr ist der Amelung weggeritten.
Lass doch mal ein Foto von der Plastiktüte und eine Beschreibung von dem Pkw an die Presse geben
und dann sei doch so gut und ruf mal die Tochter von dem Amelung an, hier ist die Nummer.
Ob wir sie morgen mal besuchen können.
Und eine Verbindung zu diesem Mann?
Schon lange nicht mehr.
Er war jünger als ich.
Ja?
In deinem Alter.
So ungefähr.
Ich bin 20 Jahre älter als du.
Das hat nie für mich gezählt, das weißt du.
Aber ich denke sehr oft daran.
Und manchmal sage ich mir, dass es eine ganz natürliche Sache wäre, wenn du mich eines Tages verlassen würdest.
Ich habe dir noch nicht alles gesagt.
Die Kriminalpolizei hat auf dem Schreibtisch dieses Mannes ein Foto gefunden.
Ein Foto von mir.
Und sie verdächtigt ihn, etwas mit dem Anschlag auf dich zu tun zu haben.
Wollen Sie verreisen?
Nein, nein, ich bring bloß meine schmutzige Wäsche weg.
Gleich so viel?
Ja, ist ziemlich viel geworden diesmal.
Vergessen Sie nicht, dass morgen die Miete fällig ist.
Nein, nein, liegt schon auf dem Schreibtisch.
Hat Ihr Vater ein besonderes Interesse diese Stiftung zu gründen?
Sie, Sie kennen den Zweck dieser Stiftung?
Nein.
Die Erforschung und Behandlung von Herzkrankheiten.
Meine Mutter ist an einer Herzkrankheit gestorben, sehr langsam und sehr qualvoll.
Herr Rönisch, was machen Sie eigentlich beruflich?
Ich bin Anlageberater für amerikanische Wertpapiere.
Die stehen gut, ja.
Kann ich klagen.
Haben Sie diesen Herrn schon mal gesehen?
Ich kann mich nicht erinnern.
Und Sie, liebe Frau?
Kann es sein, dass der Mann Innenarchitekt ist?
Wie kommen Sie darauf?
Die Frau meines Vaters hat mir mal einen Mann vorgestellt, er sah so aus.
Wann und wo war das?
Das ist noch gar nicht so lange her.
Vor zwei Wochen.
Wir trafen uns ganz zufällig in einer Ausstellung für moderne Wohnkunst.
Sie sagte, Ihr Begleiter wäre Innenarchitekt und würde Sie beim Kauf von Beleuchtungskörpern beraten.
Beleuchtungskörpern.
Nein, der Herr ist nicht Innenarchitekt, der ist Diplom-Dolmetscher.
Aber Ihre Information war trotzdem sehr interessant.
Entschuldigen Sie bitte.
Rönisch?
Ja, die Herren sind da.
Moment.
Für Sie.
Entschuldigen Sie, ich habe im Büro hinterlassen, wo wir sind.
Hi Mann.
Ja, und?
Wann war das?
Danke.
Inspektion Seidersstraße, wir haben vor 20 Minuten einen Anruf bekommen.
Ein Hinweis auf den Mann mit der Plastiktüte und diesem japanischen Wagen.
Wieder anonym.
Müssen wir uns leider verabschieden.
Aber vielleicht können wir das Gespräch mal fortsetzen bei Gelegenheit, ja?
Ich bringe Sie raus.
Dankeschön, das geht.
Guten Tag, meine Frau, mein Name ist Köster.
Guten Tag.
Also Sie sind der wichtige Herr, auf den hier alle warten.
Nein, meine Frau, so wichtig bin ich nicht.
Aber das mit dem Warten könnte stimmen.
Darf ich reinkommen?
Ja, bitte, treten Sie doch näher.
Grüß Gott, mein Mann.
Ja, grüß Gott.
Na Martin, was war das für ein Anrufer?
Ein Mann, mehr wissen wir nicht.
Er nannte den Namen Busse und gab diese Adresse an.
Einer der Unterbieter, die hier wohnen, der heißt tatsächlich Busse.
Und er fährt einen japanischen Wagen, grün lackiert, mit Münchner Kennzeichen.
Und vor einer Woche hat er ein Fernglas gekauft.
In einem der Optikerfilialen, die wir befragt haben.
Die Rechnung lag im Papierkorb.
Wo ist denn sein Zimmer?
Da.
Guten Tag, lasst euch nicht stören.
War was Besonderes?
Noch nicht.
Bevor er mit dem Kofferpacken anfing, hat er einen Anruf bekommen.
Vielleicht eine Warnung.
Dann kamen noch zwei weitere Anrufe für ihn.
Der erste vor einer Stunde.
Frau Bleimes, würden Sie Herrn Köster sagen, wie das war?
Ja, es war eine Dame dran.
Und ich habe ihr gesagt, dass Herr Busse zur Wäscherei gegangen ist.
So hat es mir jedenfalls gesagt.
Wann kam der zweite Anruf?
Vor zehn Minuten. Es war dieselbe Dame.
Sie hat wieder nach Herrn Busse gefragt.
Und dann sagte sie, ich soll ihm ausrichten, dass sie bis 16 Uhr im Hotel Weinberg auf ihn warten wird.
Guten Tag, Frau Amlung.
Hier geht es Ihnen.
Danke.
Was machen Sie denn?
Darf ich mich einen Moment setzen?
Ja, bitteschön.
Sie haben sich jemand anderes erwartet.
Ja?
Herrn Busse.
Busse?
Nein.
Busse?
Wie gehört.
Ich habe hier eine Verabredung mit einem Galeriebesitzer.
Herrn Dr. Mottesius.
Geschäftliche Besprechung.
Und der kommt nicht?
Bis jetzt noch nicht.
Frau Amlung, wenn Sie mir einen Gefallen tun, können wir mal in mein Büro gehen.
Wieso? Ich habe Ihnen doch alles...
Ich muss mal mit Ihnen reden.
Hier kann man ja nicht sprechen.
Wir haben Herrn Dr. Mottesius inzwischen...
Wir sagen eine Rezeption Bescheid.
Ja.
Ja, bitte stellen Sie durch.
Amlung, das habe ich nicht gewusst.
Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen, Herr Köster. Sie tun Ihre Pflicht.
Kann meine Frau nach Hause?
Ich danke Ihnen.
Auf Wiederhören.
Ich musste heute mit zur Polizei.
Ich weiß.
Der Kommissar hat mich angerufen.
Da weißt du ja alles.
Ich war mit dem Mann verabredet, der dich umbringen wollte.
Das ist nicht wahr, Karin.
Das stimmt nicht.
Das Ganze ist ein Missverständnis.
Du kannst es aufklären.
Mit ein paar Worten.
Warum sagst du das?
In Wirklichkeit glaubst du es ja gar nicht.
Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll.
Komm her.
Also...
Ich war gerade nach Hause gekommen.
Heute Nachmittag.
Da klingelte das Telefon.
Irgendein Mitarbeiter der Galerie Mottesius meldete sich.
Ich sollte um 15.30 Uhr im Hotel Weinberg sein.
Dr. Mottesius würde mit einem Kunden kommen, der Ikonen zu verkaufen hat.
Warum setzt du dich nicht?
Von den Mitarbeitern der Galerie erinnert sich niemand daran, hier angerufen zu haben.
Nein, nein. Danke.
Und Dr. Mottesius hat auch keinen Kunden, der Ikonen zu verkaufen hat.
Ich weiß.
Das spricht alles gegen mich.
Du hast mir auch gesagt, dass du die Beziehung zu diesem Mann schon lange abgebrochen hast.
Aber vor 14 Tagen hast du mit ihm eine Ausstellung besucht.
Das stimmt nicht.
Du hast mir am nächsten Tag von dieser Ausstellung erzählt.
Erinnerst du dich nicht?
Ja, aber ich war allein da.
Ach, dann lügen wohl alle.
Dr. Mottesius, der sich an keine Verabredung erinnert.
Und die Zimmervermieterin, die deine Anrufe entgegengenommen hat.
Franziska, die dich mit diesem Mann in der Ausstellung gesehen hat.
Dass du mir ganz einfach glaubst?
Gegen allen Anschein?
Das kannst du nicht, nein?
Kannst du das nicht?
Es kann Missverständnisse geben.
Einmal, aber so viele.
So viele.
Wo willst du hin?
Ich weiß nicht, was ich hier noch soll.
Der Mann heißt tatsächlich Busse.
Das hat die Identifizierung der Fingerabdrücke in seinem Zimmer ganz eindeutig ergeben.
Hier.
Karl-Heinz Busse, 32 Jahre alt.
Vorbestraft wegen Körperverletzung, Kraftfahrzeugdiebstahl, Einbrüche in Pelz- und Uhrengeschäfte.
Hier, das ist er.
Die Fahndung läuft, ja?
Ja, ja, natürlich.
Aber das Interessanteste kommt noch.
Dieser Busse hat mal auf einem Tennisplatz in Pullach gearbeitet.
Bis zum Juli dieses Jahres.
Dann ist er rausgeflogen, weil er bei einem Einbruchversuch in das Klubbüro erwischt worden ist.
Und genau auf diesem Tennisplatz haben auch Karin Ammelung und Klaus Richardt gespielt und sich kennengelernt.
Und daher kannten Sie auch den Busse und seine Neigung zu kriminellen Dingen, nicht?
Ja, genau.
Und als Sie jemanden brauchten, Ammelung, umzubringen, da kamen Sie auf den.
Ja, ja, das Bild wird langsam deutlicher.
Aber die anonymen Hinweise, zuerst auf einen Richardt, dann auf einen Busse, das ist so ein Unbekannter im Spiel.
Und solange wir nicht wissen, wer das ist und seine Motive kennen, müssen wir weitersuchen.
Ich habe dich etwas gefragt.
Du hast immer gesagt, dass du mich liebst.
Aber eigentlich weißt du gar nicht, wer ich bin.
Das ist wahr.
Aber eines möchte ich noch wissen.
War er der Einzige, mit dem du mich betrogen hast? Und wie viele?
Was willst du hören? Bei wie vielen wirst du zufrieden?
Heute müssen wir einen Kerl treffen.
Lass mich raus!
Sollte er es nochmal tun?
Wer hatte überhaupt die Idee, mich umzubringen? Du oder ich?
Du bist ja schlimmer als die Polizei. Die hat ja wenigstens noch Zweifel.
Du brauchst mir kein Geld. Hast du dir das ausgedacht?
Hast du dir das ausgedacht?
Du hast dir das ausgedacht!
Morgen, Gerd.
Guten Morgen.
Martin.
Herr Köstermann.
Kommst du mal rüber, ich hab was für euch.
Herr Köstermann, wie geht's dir?
Danke.
Amelung hat heute Nacht seine Frau angegriffen und schwer verletzt.
Was?
Sie wurde in die Säule einer Klinik gebracht. Das sieht nicht sehr gut aus.
Das ist ja furchtbar. Wann habt ihr das erfahren?
Vor einer halben Stunde, von der Haushälterin. Amelung hatte einen schweren Schock.
Er muss geglaubt haben, dass er seine Frau getötet hat.
Er saß die ganze Nacht neben ihr, bis dann eben gegen sieben Uhr früh diese Haushälterin kam.
Da müssen wir uns gleich drum kümmern.
Ja, dann ist diese andere Sache.
Ich war heute Morgen in diesem Tennisklub in Pullachten.
Schaut euch das mal an.
Seite zwei, Nummer 34.
Wann mein Vater an seinen Schreibtisch zurückkehren wird?
Ob überhaupt noch mal?
Das ist noch ganz ungewiss.
Ich verlasse mich darauf, dass Sie hier in seinem Sinn weitermachen.
Aber, das wissen Sie vorher.
Wenn Sie Vollmachten brauchen...
Das hat keine Eile.
Vielleicht sollten wir noch ein paar Worte über die Stiftung sprechen.
Sie wissen, wie sehr Ihr Vater...
Das Projekt wird vorläufig zurückgestellt.
Für den 15. war ein Gespräch mit den Herren der Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen vereinbart.
Ja.
Teilen Sie den Herren mit, dass das Gespräch ausfällt.
Dann können wir nur hoffen.
Hoffen und haben.
Wissen Sie etwas über den Zustand Ihrer Stiefmutter?
Darüber weiß ich nichts.
Ja, bitte.
Guten Tag. Sie haben eine Besprechung, hören wir?
Wir sind gerade fertig.
Ach, das ist ja schön, dann stören wir ja nichts.
Guten Tag.
Ich bin in meinem Büro.
Ja, wir sprechen nachher noch mal.
Ja.
Wiedersehen.
Wiederschauen.
Wiedersehen.
Haben Sie einen Augenblick Zeit für uns?
Ja, natürlich, sehr gern.
Kann ich irgendetwas für Sie tun?
Kennen Sie diesen Mann?
Schauen Sie sich das Foto doch bitte genau an.
Sie auch, Herr Rönig.
Er heißt Karl-Heinz Busse.
Ich kenne ihn nicht.
Ich kenne ihn auch nicht.
Aber ich bin sicher, dass Sie ihn kennen.
Dieser Herr Busse, nachdem polizeilich gefahndet wird,
der war bis zum Juli dieses Jahres in einem Tennisklub in Pullach.
Da hat er ausgeholfen.
Sie spielen doch auch Tor?
Seit Jahren. Beide.
Ich war bei dem Klub und hab mir die Mitgliederliste geben lassen.
Also, kennen Sie Herrn Busse oder kennen Sie nicht?
Planmäßiger Abflug, 14.43 Uhr.
Ich halte hier im Verhältnis lange.
Das ist aber freundlich.
Ich bin auch Polizei.
Na und?
Sehen Sie sich ruhig Ihren Pullover an, Herr Busse.
Traust du es kalt?
Das ist aber nett, dass Sie so besorgt sind an mich.
Immer.
Immer?
Wenn Sie dann fertig sind, gehen wir.
Was Sie da in dem Steinbruch gemacht haben, Herr Busse,
das war Mordversuch.
Da können Sie sich nicht rausreden.
Aber warum haben Sie das gemacht?
Sie kannten Herrn Amelung doch gar nicht.
Haben Sie es für jemand anderes gemacht?
Hat Sie jemand angestiftet?
Vielleicht dieser Mann?
Oder diese Frau?
Wir haben noch mehr Fotos.
Kann ich nicht sagen.
Das ist aber eine schwache Antwort, Herr Busse.
Das ist aber eine schwache Antwort.
Sie müssen doch wissen, mit wem Sie verhandelt haben.
Und von wem Sie das Geld haben.
Sie haben doch Geld dafür bekommen.
Das schon.
Aber ich habe niemanden gesehen.
Ach nee.
Jedenfalls nicht richtig.
Wir haben uns zweimal getroffen.
Jedes Mal bei Nacht.
Ah ja.
Da war es dunkel, nicht?
Jedes Mal hat der Hut und Sonnenbril auf.
Ah, der große Unbekannte.
Es war also ein Mann?
Offensichtlich.
Warum hat der Mann sich gerade an Sie gewandt?
Haben Sie dafür eine Erklärung?
Weiß ich auch nicht.
Eines Tages rief er bei mir an und fragte, ob ich Geld brauchte.
Ja, und da jeder Geld braucht, und Sie besonders,
haben Sie sich mit ihm getroffen
und er hatte Ihnen einen Vorschlag gemacht.
Zehntausend.
So leicht verdienen Sie Ihr Geld sonst nicht.
Fünftausend als Anzahlung, den Rest bei Vollzugsmeldung.
Den genauen Termin bekommen Sie per Telefon.
Danke.
Nummer sechs, bitte.
Es wird wie ein Unfall aussehen.
Das Pferd geht durch und der Mann stürzt den Hang runter.
Zeugen werden Sie nicht haben.
Danke.
Nummer sieben.
Direkt hinter dem Reiterhof ist eine kleine Straße.
Sie warten dort in Ihrem Pkw.
Ein Mann wird kommen in einem dunklen Sportwagen.
Danke.
Nummer acht, bitte.
Gewöhnlich reitet er ein paar Runden in der Halle.
Dann macht er einen längeren Ausritt.
Danke.
Bitte licht.
Nummer sieben, bitte treten Sie vor.
Gerne, Herrn Könge. Vielen Dank.
Herr Busse, haben Sie diesen Herrn schon mal gesehen?
Als ich auf dem Tennisplatz gearbeitet habe.
Kann das sein?
Herr Rönig, haben Sie diesen Herrn schon mal gesehen?
Ich möchte mit meinem Anwalt sprechen.
Ihre Frau, gegen die so viele Verdachtsmomente sprachen,
hat mit der Sache nichts zu tun.
Und dieser Klaus-Richard auch nicht.
Der hat nie ein Foto von Ihrer Frau bekommen.
Der ist auch nie mit Ihnen in dieser Ausstellung gewesen.
Sie können jetzt zu Ihrer Frau, Herr Amelow.
Danke sehr.
Sagen Sie, wer wollte mich denn dann umbringen?
Eigentlich Ihr Schwiegersohn.
Er hat einen Mann beauftragt, Sie zu töten,
um die Gründung dieser Stiftung zu verhindern.
Wusste meine Tochter davon?
Nein. Von dem Mordanschlag hat sie erst erfahren,
nachdem er misslungen war.
Auf dem Tennisplatz beobachteten Sie,
wie sie von einem Mitspieler umworben wurde.
Sie ermittelten die Lebensumstände dieses Herrn, des Herrn Richard,
und veranlassten Herrn Busse, in seine Wohnung einzubrechen
und das Foto Ihrer Stiefmutter auf den Schreibtisch zu stellen.
Er ist Ihr Geliebter.
Um den Verdacht gegen Sie noch zu verstärken, erzählten Sie uns,
dass Sie sie vor 14 Tagen in einer Ausstellung mit Herrn Richard gesehen hätten.
Sie ist eiskalt und falsch und brechend.
Vorgestern lockten Sie sie mit einem fingierten Telefongespräch ins Hotel Weinberg
und gleichzeitig riefen Sie die Zimmerwärterin von Herrn Busse an
und bestellten Herrn Busse ebenfalls ins Hotel Weinberg.
Es war sehr intelligent, aber doch sehr bösartig.
Und Ihr Mann hat Ihnen dabei geholfen.
Ich hasse Sie. Ich hasse Sie.
Man soll nicht hassen. Dabei kommt nur Zerstörung heraus.
Sie sind vorläufig festgenommen.
