Nach ein paar Jahren Stille meldet sich überraschenderweise die Elektro-Enduro von KTM zurück. Die Freeride wurde für 2025 komplett neu entwickelt und bietet mehr Reichweite und Features als zuvor. McGregor erzählt euch die Neuigkeiten zur Freeride E. ============================ Alle Details zur neuen KTM Freeride E 2025 gibt es hier im schriftlichen Bericht: https://www.1000ps.at/modellnews-3011969-neue-ktm-freeride-e-2025-praesentiert ============================ Weitere Inhalte von 1000PS ► Die stärkste Motorradseite im Internet: https://www.1000PS.de ► 1000ps.com: https://www.1000ps.com/de-de ► Motorräder kostenlos inserieren: https://www.1000PS.net ============================ MOTOREX MOTO LINE ► https://1000ps.to/ytmotorexdach ---------------------------------------- Hepco&Becker: Gepäck, Schutz und Zubehör für über 1.000 Modelle - Made in Germany ► https://1000ps.to/ythepco-becker ---------------------------------------- iXS: Hochfunktionale Schutzbekleidung für Zweiradfahrer - individueller Style und perfekte Passform! ► https://1000ps.to/ytixs ============================ JETZT 1000PS YouTube Mitglied werden: ► https://www.youtube.com/channel/UCAbWl7Gv6YD0_QKp-LUlF1g/join - 1000PS fördern und noch mehr Videos sicherstellen - Exklusiver Zugriff auf exklusive Videos - Rascher Zugriff auf das 1000PS Videoarchiv - Exklusive Emojis im Livestream - Triff 1000PS! 1000PS Google Maps Link bei Tests und Events. Mach mit!
Eigentlich hat es von KTM geheißen, über der R1-Klasse gibt es keine E2-Räder von den Orangen.
Aber das gilt anscheinend nicht für die Freeride.
Denn jetzt, ganz aktuell, wurde für 2025 eine neue KTM Freeride E, eine Elektro-Enduro, angekündigt.
Was die so alles kann, das schauen wir uns jetzt an.
Servus und Grüß euch. Danke fürs Einschalten.
Und wie ihr sicher wisst, wir befinden uns gerade mitten im Herbst, das heißt mitten im Neuheitenansturm für die Motorradmodelle des kommenden Jahres.
Und darunter eben auch eine kleine Überraschung von KTM, denn, ich habe es im Intro angesprochen,
eigentlich war nicht mit stärkeren, etwas größeren, zumindest größer als das R1-Segment, größeren Motorrädern mit E-Antrieb von innen zu rechnen.
Und auch die Freeride, die ja Freeride E-XC geheißen hat, die war jetzt schon ein bisschen länger bis zu einem Dahingrundeln, wie man bei uns sagt.
Es gab jetzt keine Updates, es gab eine 2023er Freeride E-XC, wurde noch angeboten.
Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die so im Fokus ist, jetzt auch bei KTM, dass sie da nachlegen.
Und seit 10 Jahren gibt es sie jetzt immerhin schon.
Es ist eine, ich nenne es Wettbewerbs-Enduro, Slash Hard Enduro mit eben E-Antrieb.
War damals ziemlich, würde ich sagen, innovativ, auch ein bisschen so Pionierstellung hatte sie in diesem Segment vor 10 Jahren, 2014 immerhin.
Da gab es noch keine Surrons und Zero etc., war noch alles nicht in aller Munde.
Und dementsprechend jetzt cool, dass es trotzdem eine komplette Neuentwicklung gibt für 2025.
99% sind laut KTM neu von den Bauteilen.
Das heißt neuer Motor, neuer Akku, also der ganze Antriebsstrang ist neu, neues Chassis, Fahrwerk überarbeitet und auch die Peripherie, Design etc. alles neu.
Wenn man die Eckdaten anschaut, hat sich jetzt gar nicht so viel geändert.
Der Elektromotor hat eine Nennleistung von 11 kW und eine Maximalleistung von 19 kW, vorwärts 18 kW.
Er hat 37 Nm Drehmoment, stellt er zur Verfügung vorwärts sogar 42 Nm Drehmoment.
Und der Topspeed jetzt ist 95 kmh.
Ja, die Eckdaten jetzt hier haben sich nicht groß geändert, aber ich glaube wahrscheinlich in dem Segment ist es nicht notwendig viel mehr Leistung rauszublasen.
Und gerade mit dem E-Antrieb wiederum, kommt man dann schnell in die Bredouille, weil mehr Leistung abgegeben wird, heißt halt wahrscheinlich weniger Reichweite.
Wie schauen wir da aus?
Prinzipiell, man kann das noch steuern durch die Elektronik, die Steuerelektronik die an Bord ist.
Wir haben drei Fahrmodi, die heißen jetzt Eco, Normal und Sport.
Und genauso haben wir drei Rekuperationsmodi.
Puh, ich dachte das ist ein schwieriges Wort, aber KTM nennt es Energierückgewinnungseinstellungen.
Die sind aus, mittel und hoch.
Das heißt, da kann sich ein bisschen was von der Energie beim Bergabfahren wieder zurückholen.
Und es gibt auch eine verstellbare Traktionskontrolle, damit man den Schlupf, den zugelassenen Schlupf am Hinterrad regeln kann.
Und wenn da die Maschine umkippt, gibt es einen Kippsensor, der dann, ähnlich wie das bei Verbrennermotorrädern der Fall ist,
dafür schaut, dass eben Zündung aus ist und keine Leistung mehr ans Hinterrad abgegeben wird.
So steuert man sich und beeinflusst dann natürlich auch die Reichweite, je nachdem welchem Leistungsmodi man ist und wie viel Rekuperation man zuschaltet.
Aber prinzipiell für die Kapazität des Stroms der Elektronik ist ein 29 kg schwerer, genannt MX50 Lithium-Ionen-Akku zuständig.
Er hat eben die Kapazität von 5,5 kWh, das ist um 1,5 kWh mehr als bisher.
Laut KTM soll das 20% mehr Fahrleistung bzw. Fahrzeit oder Reichweite ermöglichen.
Wenn man sich die Zahlen anschaut und man weiß, 5,5 kWh heißen ja, dass dieser Akku 5,5 kW abgeben kann für eine Stunde.
Die Nennleistung, wie schon erwähnt, ist 11 kW.
Das heißt, wenn man konstant diese 11 kW abrufen würde, dann wäre der Akku ja schon nach einer halben Stunde leer.
Also wie weit kommt man jetzt wirklich damit? Wie kann man es einschätzen?
Weil es ist gleichzeitig auch klar, wenn man fährt mit einem Enduro, man ist ja nicht nur auf Vollgas.
Man ruft ja nicht die ganze Zeit die Maximal- oder die Nennleistung ab.
Gerade das Ding ist, eine Hard Enduro wird eher in technischem Gelände verwendet.
Da ist ganz viel Balance, kurzer Gasstoß und dann wieder eher vom Gas gehen, zumachen.
Vielleicht mal ein Hillclimb und dann wieder eine lange Bergabsektion.
Das heißt, wie kann man das einschätzen? Wie viel geht sich denn damit aus?
KTM schätzt die typische Enduro-Fahrzeit auf 2 bis 3 Stunden.
Und davon ausgehend haben sie gesagt, dafür haben sie es konzipiert.
Und das soll sich auch mit diesem Akku ausgehen.
Es ist aber auch so, dass dieser Akku austauschbar ist.
Das heißt, man kann sich einen zweiten Akku mitnehmen und dann eben zwischen den Fahrrunden mal austauschen.
KTM meint sogar, man könnte ihn auf Reisen mitnehmen, um dann die Reichweite zu verbessern.
Allerdings ist da eher gemeint trotzdem, dass man die Enduro auf einem Hänger hat oder einem Transporter.
Und dann einfach am Vormittag einen Akku verbraucht und am Nachmittag vielleicht noch einen Akku.
Weil das Ding ist offensichtlich nicht gedacht, um wirklich zu reisen am Motorrad.
Denn dann ist der Gasanteil viel höher, da wird die Reichweite wesentlich geringer.
Und auch, wer will sich auf die Hard Enduro ein 30 Kilo schweres Akku-Pack draufschnallen, um das dann zu tauschen.
Also man muss das schon richtig verstehen.
Prinzipiell zur Lebensdauer auch immer ein Thema bei Akkus.
1000 Ladezyklen soll dieser Akku schaffen.
Dann fällt die Effektivität auf ca. 80% ab.
Wie wird es geladen?
Wir haben ein mitgeliefertes Ladegerät mit 660 Watt Ladeleistung.
Das ist dafür ausgelegt, dass man es auf einer Schuko, also einer ganz normalen Haushaltssteckdose, lädt.
Und dann soll von 0 auf 100% 8 Stunden dauern.
Und nach 4-5 Stunden Ladezeit reicht man 20-80%.
Soweit mal zu diesem Antriebsstrang, der am Papier recht ähnlich klingt,
aber doch gerade in der Steuerung ein bisschen Veränderungen hat.
Und es ist davon auszugehen, dass warum auch dieser E-Antrieb so gut zu einer Enduro passt
und zu technischem Gelände ist, dass man sofort den Drehmoment und den kraftvollen Antrieb von dem E-Motor hat
und das dann auch perfekt nutzen kann.
Auch ist es so, jetzt kommen wir dann schon zu den nächsten Teilen,
z.B. wir haben ja kein Getriebe, wir haben keine Kupplung an Bord,
das heißt beide Bremsen sind am Lenker.
KTM argumentiert, dass man dadurch noch mehr Bewegungsfreiheit am Motorrad hat,
sich noch besser auf die Positionierung am Bike und eben die Technik der Bewegung des Körpers im Gelände konzentrieren kann
und eben nicht die Füße oder auch die Kupplungsdosierung etwas vom Fokus, von der Konzentration wegnimmt.
Chassis, wir haben einen Chrom-Molybden-Rahmen auch neu entwickelt,
der Motor und die Batteriearchitektur sind mittragend und das Fahrwerk wurde auch überarbeitet.
Wir haben jetzt die neueste Generation von dem WP-Fahrwerk, vorne eine WP-X-ACT-Gabel,
43 mm in Durchmesser im Split-Design, im linken Holm ist die Luftkammer
und rechts ist dann das Öldämpfungssystem, man kann die Vorspannung über eine mitgelieferte Gabelluftpumpe erhöhen
und Zug- und Druckstufe über Klickerräder einstellen.
Hinten haben wir die neueste Generation vom WP-X-PDS-Federbein und die ist auch überarbeitet worden.
Der Ölfluss wurde optimiert, damit das Dämpfungsgefühl noch ein bisschen gleichmäßiger und berechenbarer ist
und auch neue Lagerdichtungen werden jetzt verwendet, um die Serviceintervalle des Fahrwerks zu erhöhen.
Und natürlich, auch dieses Federbein ist voll einstellbar.
Damit kommen wir jetzt auch schon langsam zum Schluss, an einer Harley-Duracell auch nicht viel dran,
zu erwähnen ist noch die Brake-Tech-Bremserei mit den gleichen Dimensionen wie auch bisher auf der Freeride,
260 mm Scheibe vorne, 240 mm hinten und jetzt noch wichtig, der Preis natürlich.
Der ist leider noch nicht bekannt, aber die alte, die 2023er Freeride EXC ist noch im KTM-Shop angegeben
mit knapp 12.900 Euro in Österreich und die neue wird sicher nicht günstiger, also sagen wir über 13.000 Euro.
Vielleicht, wenn das hilft, die KTM Freeride wird komplett in Österreich entwickelt und auch produziert
und jetzt kommen wir zur Verfügbarkeit, im Dezember sollen die neuen Freeride-Exemplare die Werkshallen
in Mattighofen verlassen und dann ab Jänner 2025 bei den KTM-Händlern in den Schauräumen stehen.
Und jetzt zu guter Letzt kommt für mich eigentlich dann fast die spannendste Frage, denn das geht einher
mit dieser Überraschung, dass wir nicht damit gerechnet haben, dass KTM hier so viel dann doch investiert,
eine Neuentwicklung kostet halt auch richtig viel Geld. Wie seht ihr das Potenzial am Gewicht?
Ich bin euch glaube ich noch schuldig geblieben, 113 kg soll sie fahrfertig wiegen und wenn man sich
so die Eckdaten anschaut, auch mit Reichweite und Co., ist für mich halt spannend, denn an und für sich
finde ich, so ein E-Antrieb passt gut zu einem Enduro. Ihr könnt mir jetzt da gerne auch widersprechen,
aber, weil gerade im Wald und Co. ist es ja nicht schlecht, wenn man sich ein bisschen leise rumbewegt.
Wobei ich dann wieder, wenn man diesen Gedanken weiter fortführt, sagen würde, hey, eigentlich,
gerade beim Enduro-Wandern, wo man sich wirklich durch Landschaften bewegt und nicht in irgendwelchen
privaten Geländen, irgendwelchen Motocross- oder Enduro-Geländen sich bewegt, sondern eine Landschaft,
wo auch andere Leute sind, durchfährt, da wäre es ja gut, wenn man etwas leiser ist oder wirklich sich still
durch die Landschaft bewegt, wie das mit dem E-Antrieb möglich ist, um nicht aufzufallen,
niemanden zu stören, aber Enduro-Wandern kann man mit so einer Reichweite halt ganz sicher nicht
und auch wahrscheinlich ist sie halt schon sehr spartanisch, sehr sportlich knackig hart für so einen
Verwendungszweck. Ich sehe sie wirklich eher als Wettbewerbs-Enduro für technische Fahrer, die damit
eher Hillclimbs, irgendwelche Geröllfelder bezwingen wollen, vielleicht auf Singletrails,
Enduro-Redstick-Gelände, wie es es bei uns gibt, zum Beispiel sowas in Angriff nehmen wollen und dafür
wiederum denke ich mir, ja, vielleicht ist es angenehm, wenn es auf Dauer nur so leise Surren gibt,
aber jetzt wirklich störend ist auf solchen Geländen dann der Lärm wahrscheinlich eher auch wieder nicht.
Aber vielleicht steht sich das auch falsch ein. Ich will eure Meinung jetzt in die Kommentare.
Was haltet ihr von der neuen KTM Freeride E 2025?
Und ja, und damit ist was das schon wieder. Kurze News von der Neuheit, genauso wie noch ganz viele Videos
kommen werden zu all den anderen Motorradmarken und deren Neuheiten, also abonniert den Kanal, wenn ihr das
noch nicht gemacht habt. Ich sage danke fürs Zuschauen, bis zum nächsten Mal, pfiat euch und Baba!