DER GENTLEMAN (5) DAS ZIEL #krimihörspiel #retro #missmarple

HOR MAL ZU HORSPIELE & CO
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1 Videoaufrufe·18.10.2024
Ohne Kopfkino ist die Welt langweilig.
Er ist schnell.
Er ist clever.
Er ist tödlich.
Der Gentleman bei Hörmann.
Im Stereo.
London Collingsworth, 22.30 Uhr, eine sternklare Nacht.
Fast schon surreal wirkt die Ansammlung von Menschen, die auf einem Friedhof stehen und einen Hund beerdigen.
Und so übergeben wir der Erde nunmehr unseren Gefährten.
Und wir wollen nicht trauern und jammern, sondern voller Hoffnung sein.
An solchen Tagen fällt es mir schwer, mein Beileid zu bekunden.
Denn ich glaube, Ihr Freund ist hinübergegangen an einen Ort, an dem er es besser hat.
Der Verlust ist dennoch groß.
Na komm, Dancer, gehen wir nach Hause.
Der Tod geht Ihnen sehr nah?
Oh, seit vier Jahren waren wir zwei, ein Herz und eine Seele.
Ach, das ist dem Meer der Zeit nur ein Tropfen. Und sein Schiff nahm einen anderen Kurs.
Es fällt nicht leicht, es so zu betrachten. Jedenfalls mir nicht.
Oh, Verehrtester, bitte. Sie müssen es versuchen. Sie müssen es versuchen.
Ein verregneter Morgen in der Carnaby Street, London City.
So ein Pech. Das wäre das Beste geworden. Nur leider sind da überall solche Streifen drauf.
Das ist Regen.
Ach so. Ich fotografiere eigentlich immer nur, wenn die Sonne scheint. Wie schaffen Sie das nur?
Eine 250. Blende 5.6.
Kann auch mal schief gehen mit einem 500 mm Teleobjektiv, aber ich habe es gut hingekriegt.
Ja, sehr gut. Hat es viel geregnet?
Vier Tage lang.
Kalt?
Eisig.
Und da fahren Sie hin?
Es war fantastisch.
Na, wenn Sie meinen. Was sind das für welche?
Pikiformes. Die waren der Grund für das Ganze.
Pikiformes?
Spechtvögel. Vögel mit stabilem Schnabel, steifen Schwanzfedern, Krallen zum Festhalten und einer langen, rauen Zunge.
Wesen mit Krallen und einer langen, rauen Zunge? Ja, ich kenne ein paar von denen.
Das glaube ich Ihnen sofort.
Nummer eins, das war ein Grünspecht.
Wir sind uns noch nicht vorgestellt worden.
Dann habe ich einen Buntspecht erwischt.
Der sieht aus, als ob er friert.
Es war eine Sie und Frauen wird schnell kalt. Und dann noch den hier, den Kleinspecht.
Ist das alles?
Ja.
Sie waren zwei Wochen lang weg und das Ergebnis sind drei Vögel?
Die sitzen ja nicht still und posieren für Sie, Steed.
Das bestreite ich.
Sie interessieren sich ja gar nicht für meine Fotografie. Also, was wollen Sie?
Man hat mir bestellt, Sie hätten angerufen.
Ja, einmal, gleich nach meiner Rückkehr heute Morgen.
Leider war ich abwesend.
Sie waren in Southend. War es schön?
Hm, traumhaft.
Was wollten Sie da?
Ich dachte schon, Sie würden mich das nie fragen.
Hoppla, was sind das für komische Flecken?
Wonach sieht es aus?
Regentropfen.
Diamanten, im Wert von 50.000.
Die hatte jemand im Magen?
Ja, schwer verdaulich.
Allerdings.
Wie sind Sie auf den gekommen?
Es gab einen schweren Autounfall. Der Mann liegt jetzt im Krankenhaus.
Das hat sich beim Röntgen ergeben.
Wer ist der?
Miller.
Ach, nur Miller?
George Miller.
Keiner weiß, ob er nochmal aufwacht.
Hat der Verwandte eine Ehefrau?
Die Arme.
Müssen Sie immer so zynisch sein?
Tut mir leid. Liegt in der Familie. Er war auf dem Weg in die Schweiz.
Wollte von Southend abfahren. Das vierte Mal innerhalb von sechs Wochen.
Hatte er bei jeder Reise was im Magen?
Nun, das wissen wir nicht.
Doch wir wissen von großen Beträgen, die aus dem Land geschafft werden.
Dreieinhalb Millionen Pfund wurden diese Woche allein in die Schweiz transferiert.
Und jetzt haben wir zum ersten Mal eine Spur.
Das ist zu viel für eine Person.
Genau.
Und wozu in die Schweiz fahren?
Schwarzmarktsteine bringen ihr mehr als in Genf oder in Zürich.
Fragen Sie das Mr. Miller.
Was macht er beruflich?
Sehen Sie diesen Zylinder?
Er ist absolut leer.
Sie können sich davon überzeugen.
Jetzt sehen Sie hinein. Sie sehen nichts.
Und Abracadabra?
Farben wie im Regenbogen.
Er ist ein Zauberer.
Ja, aber hoffentlich ein besserer, als Sie es sind.
Oh, Sie nun wieder.
Sein Diamantentrick ist jedenfalls ziemlich daneben gegangen.
Und nun zu meiner nächsten Nummer.
Ziehen Sie eine Karte, egal welche.
Nein, danke, Steve. Kein Interesse.
Gut, dann nicht.
Ich fahre morgen zu der Witwe von Mr. Miller.
Witwe? Er ist doch noch nicht tot.
Nein, aber sie weiß das nicht und ich muss es vielleicht so darstellen.
Oh, das war natürlich nur ein Scherz.
Big Love Scherzartikel hat alles, was Sie für Ihre Jux-Party brauchen.
Ein falscher Tintenfleck, Tantchen schreit durch Schreck.
Das und vieles mehr bei Big Love.
Hände hoch.
Wird's bald. Hoch mit den Flossen.
Ist schon gut, ich ergebe mich.
Das ist einer unserer Fähne.
Was können denn die hier? Ich nehme an, die explodieren, was?
Ja, aber sie sind ungefährlich, abgesehen von dem Schreck.
Da hört man freiwillig auf zu rochen.
Was suchen Sie denn genau?
Ach, etwas für eine Party.
Kinder?
Große Kinder.
Erwachsene sind leichter zu beeindrucken.
Probieren Sie das hier, das verflickste Glas.
Auch ich bin schon darauf reingefallen.
Wer daraus trinkt, bekleckert sich.
Ja, sowas in der Art wäre gut.
Aber für den Anfang ist ein Stimmungsmacher wichtig.
Ja.
Ich weiß, wie wir es hier mit verschiedenen lustigen Aufmachern,
um das Eis zu brechen, hin.
Sagen Sie, was kostet die?
Für Sie 75 Pence.
Ist vernünftige Qualität, nicht so ein dünnes Material,
das nach zwei Tagen kaputt geht.
Das gläserne Getränk, die tote Fliege,
das suchte ich.
Unser Jungpulver fürs Händeschütteln.
Sie sind nicht von der Polizei, habe ich recht?
Die hätten nicht so viel drum herum geredet.
Da haben Sie völlig recht.
Wo ist er?
Er hatte heute früh einen Unfall.
Na, wie tragisch.
Sie hören sich nicht sehr besorgt an.
Sie schnellmerken.
Sein Wagen verunglückte auf dem Weg nach Southend.
Southend?
Tasse Tee gefällig?
Gern, danke.
Wissen Sie...
Wohin wollte Ihr Mann?
In die Schweiz, wenn ich mich nicht irre.
Ah.
Und ich sitze hier und passe auf die Kasse auf.
Läuft das Geschäft?
Wenn es sich um 200 Prozent steigern würde,
wäre es immer noch lausig.
Wer kauft noch Scherzartikel?
Lasst die Stimmung steigen und bricht das Eis mit einem Jux.
Ich könnte auch gut ohne Plastikkunde Dreck leben.
Wie sehen Sie das?
Ich gebe Ihnen recht.
Wie läuft Ihre Ehe?
Ziemlich mies, würde ich sagen.
Früher hat er jeden Penny dreimal umgedreht.
Inzwischen ist er ein gemachter Mann, so wie ich höre.
Nur leider habe ich davon nicht viel.
Ist er schwer verletzt?
Ziemlich, aber er wird es überleben.
Vielleicht etwas Zucker?
Ja.
Wo ist er?
Im Krankenhaus.
In welchem?
Das erfahren Sie noch.
Hör mal zu. Dein Kanal.
Wohin ging die Reise?
Ich habe doch gesagt, er wollte in die Schweiz.
Aber warum?
Er hatte einen Auftritt.
Wir haben früher auch zusammen gezaubert.
Er war dort für eine Show engagiert.
In der Schweiz?
Ja, für Kinder, Flüchtlingskinder.
Sie kennen vielleicht die Heime für Flüchtlingskinder.
Davon gibt es dort viele.
Verstehe.
George ist in den letzten drei Jahren ständig dort aufgetreten.
Im Auftrage eines Herrn namens Litow.
Alexander Litow?
Ja, der Millionär.
Er ist Gründer vieler dieser Heime und mehrerer Krankenhäuser.
Er ist ganz groß im Spenden von Geld.
Soll er mir etwas geben?
Kennt Ihr Mann Litow?
George versteht sich auf die Arbeit mit Kindern.
Und Litow konnte ihn gut für die Wohltätigkeitsprojekte einsetzen.
George versteht sich aber vor allem aufs Geld.
Und Geld hat Litow im Überfluss.
Sonst noch etwas?
Ja.
Hier finden Sie Ihren Mann.
Er ist allerdings nicht bei Bewusstsein.
Sie sind doch ehrlich zu mir gewesen.
Natürlich.
Nach diesem Besuch geht's Diet in den Gentleman's Club in der Bond Street.
Auf einen Pink Gin.
Wie ist der Markt heute?
Wie gesagt, die Jelly warten Sie auf 280.
Sobald der Preis erreicht ist, verkaufen Sie.
Ebenso Maritime Investments.
Mr. Litow wünscht eine vollständige Liquidation.
Ja, ist gut.
Wir stehen dafür gerade.
Rufen Sie mich heute Abend wieder an.
Ja, Gregory.
Würden Sie mich in der nächsten halben Stunde brauchen, Sir?
Eher nicht, Sie gehen aus.
Ja, ich mache eine kleine Runde mit Dancer.
Ist gut.
Ach, Gregory.
Sir.
War der Arzt schon bei Ihnen?
Nein, noch nicht.
Ich will ihn sprechen, wenn er da ist.
Sehr wohl, Sir.
Rufen Sie Scarlevan an, Menschenhaus 9511.
Und ich brauche noch mal ein Gespräch mit Zürich.
Na komm, mein Junge.
Etwas musst du noch warten.
Gleich bin ich soweit.
Ach so, was?
Guten Morgen.
Guten Morgen, Sir.
Oh, was für ein wunderbarer Hund.
Ich hatte mal so einen aus der Linie von Satyr und Martyr.
Ach, was Sie nicht sagen.
Ja, nicht leicht in London zu halten, so viel Auslauf, wie die brauchen.
Oh, wahrlich, Sir.
Ja, das stimmt.
Sind Sie angemeldet, Sir?
Nein, aber ich wollte zu Mr. Litow.
Nun, Sir, ich bedauere, das wird wohl kaum möglich sein, denn Mr. Litow liegt im Bett.
Um diese Zeit?
Ja, er ist unpässlich.
Es tut mir leid, das zu hören.
Oh, darf ich mich erkühnen, zu fragen, Sir, Sie tragen Hüte von Bensons?
Keine anderen.
Beilt der alte Mr. Benson noch unter uns?
Nein, es ist jetzt sein Sohn.
Ach so, ja, der junge Master Jack?
Der ist auch schon über 40, unter drei Kinder.
Hat denn Mr. Litow einen Geschäftsführer oder jemand, der ihn vertritt?
Gewiss doch, Sir, das ist Mr. Getz, aber ich fürchte, ohne Voranmeldung ist es völlig unmöglich.
Es ist aber überaus wichtig.
Ich bringe ihm etwas zurück im Wert von 50.000 Pfund.
Nun, selbst dann, Sir, will er nicht gestört werden.
Aber wenn Sie etwas abzugeben haben, sorge ich gern dafür, dass es Mr. Getz erreicht.
Wie heißen Sie bitte?
Gregory, Sir. Ich bin Mr. Litows Butler.
Sehen Sie, Gregory, ein Mann von Ihrer Weltläufigkeit wird doch einen Weg finden, mich zu Mr. Getz zu bringen.
Nun ja, ich tue mein Bestes, Sir.
Aber ja.
Hätten Sie wohl die Freundlichkeit?
Natürlich.
Danke sehr.
Und Ihr Hut, Sir?
Oh.
Ach, jetzt hätte ich fast vergessen.
Wichtig, Sie wollen doch sicher nicht...
Wie zerstreut von mir.
Hallo, alter Junge, wie geht's dir denn?
Verrätst du mir deinen Namen?
Ah, Dancer.
Ist ja ein schöner Zwinger, an dem du ja lebst.
Nur richtige Bäume kriegst du hier wohl selten zu sehen, was?
Bist ein netter Bursche.
Würden Sie mir Ihren Namen nennen, Sir?
Steed.
Nun, wenn Sie mir dann bitte folgen wollen, Mr. Steed.
Danke, komm mit, Dancer.
Also.
Sir, danke.
Mr. Steed.
Ich hörte, Sie wollen uns etwas zurückgeben.
So ist es.
Die sollen uns gehören?
Kommen Sie nicht bekannt vor?
Ich müsste sie erst prüfen lassen.
Ein Mr. Miller war dabei, sie aus dem Land zu schmuggeln.
Doch er liegt nach einem Unfall im Krankenhaus.
Wie tragisch für ihn.
Woher haben Sie die?
Ich war zur rechten Zeit am rechten Ort.
Verzeihen Sie, Sir.
Kann ich die hier von Mr. Litow unterzeichnen lassen?
Ja.
Gut, Sir.
Wieso kommen Sie damit hierher?
Weil ich hoffe, dass sie Ihnen was wert sind.
Das sind Sie, Mr. Steed.
Die Steine wären wohl jedem etwas wert.
Sagen wir 5.000 Pfund.
Aber geschätzt übersteigt Ihr Wert 5.000 bei Weitem.
Ich bin nicht so dumm, sie irgendwem zu verkaufen.
5.000 und Sie können sie wiederhaben.
Mr. Litow möchte Sie sprechen, Sir.
Sofort.
Entschuldigen Sie mich.
Geht's hier?
Darf ich mal erfahren?
Ja, Sir.
Fragen Sie mich nicht mit Ja, Sir.
Waren wir durch?
Ich warte auf die Wall Street, Sir.
Egal welche, wären Sie heute.
Ja, Sir.
Mr. Litow ist wohl mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden.
Er liegt wohl noch im Bett.
Für eine Erpressung muss die Person, die Sie zu erpressen versuchen,
durch ein Fehlverhalten erpressbar sein.
Der Einzige, auf den das in diesem Fall zutrifft, ist Miller.
Und da der kein Geld besitzt, ist das für Sie nicht lohnend.
Weiter, Sie faszinieren mich.
Diese Diamanten gehören Mr. Litow.
Miller, der hier angestellt war, so wie ich es bin,
hat sie uns gestohlen und wollte damit verschwinden.
Haben Sie ihn deswegen angezeigt?
Sie wissen wohl nicht viel von der Litow-Organisation.
Wer könnte das schon von sich behaupten?
Das hat auch gute Gründe, denn anders als andere wohlhabende Leute
scheut Mr. Litow die Öffentlichkeit.
An nur einem Handelstag werden hier in diesem Büro
zwei bis zwanzig Millionen Pfund umgesetzt.
Vor diesem Hintergrund ist der Verlust von 50.000 leicht zu verschmerzen.
Dazu wünschen wir keine Aufmerksamkeit,
durch eine Strafanzeige zu erregen.
Mr. Goetz, Vicelli ist am Arbeiten.
Ist es dringend?
Er sagt ja.
Ist gut.
Entschuldigen Sie mich.
Ja?
Nein, nein.
Das sollten wir später besprechen.
Verstehe.
Guten Morgen.
Wie gut doch die Luft hier oben bei Ihnen ist.
Ja, es war gut.
Wenn die Steine Ihnen keiner 5.000 wert sind,
ist Ihnen mein Schweigen vielleicht 5.000 wert?
Das halte ich für vorstellbar, Mr. Steed.
Ich werde es Mr. Litow heute Abend vortragen.
Kommen Sie doch morgen wieder.
Ich möchte es lieber gleich regeln.
Wie Sie wissen, ist bei Erpressungen eine zügige Abwicklung anzustreben.
Nun, wenn Sie darauf bestehen, Mr. Steed,
kann ich wohl leider nichts für Sie tun.
Wie steht Sumatra Oil?
Etwas fester.
Seit gestern um zwei Punkte gestiegen.
Ich will mit LaSalle in Paris sprechen, sobald die Börse öffnet.
Ja, Sir.
Und noch etwas, Mr. Steed.
Auch wenn wir hier täglich solch große Summen umsetzen,
so geschieht das ohne einen Penny Bargeld.
Ich bezweifle, dass wir auch nur den Betrag von 50 Pfund in unserer Portokasse haben.
Bieten Sie mir dann morgen wenigstens einen Drink an?
Aber mit Vergnügen.
Er unterstützt so viele Projekte,
sei es Krebsforschung, Bekämpfung des Hungers,
Pflegeeinrichtungen, Fluthilfe.
Litow hilft, wo er kann.
Auch bei Flüchtlingsheimen?
Oh ja, da engagiert er sich besonders.
Und wenn ich Ihnen jetzt sage, dass es mit seiner Großzügigkeit vorbei ist?
Ich würde es nicht glauben.
Sie vermuten wohl dahinter bloß einen Steuerschwindel
oder eine Beruhigungspille für die Aktionäre.
Ich würde mit ihm wetten.
Der Wohltäter in ihm ist erst erwacht,
als er merkte, dass er ernste Beschwerden mit dem Herzen hatte.
Das ist zynisch.
Sie kennen doch die Geschichte aus der Bibel.
Von dem reichen Mann, der immer nur geschuftet und geackert hat.
Und der eines Tages sagte, ich hab's geschafft,
ab morgen genieße ich das Leben.
Doch der Teufel lachte.
Heute Nacht hole ich mir deine Seele.
Nicht ganz der Originalwort laut, aber die Bibelstelle ist mir bekannt.
So erleben es alle Millionäre.
Ich hab mir das nicht ausgedacht.
Die Wahrheit ist, dass vor sechs Wochen
alle Zahlungen von Litow eingestellt wurden.
Sämtliche Wohltätigkeit ist versiegt.
Es fällt mir sehr schwer, das zu glauben.
Prüfen Sie es doch einfach nach.
Und wenn Sie schon dabei sind, kriegen Sie raus, warum es so ist.
Waren Sie denn nicht bei ihm?
Man hat mich nicht zu ihm gelassen.
Ihn umgibt eine Leibgarde von Robotern.
Die atmen nur, wenn Litow es ihnen gestattet.
Okay, ich werde nachforschen.
Und was tun Sie?
Ich beginne mit Mr. Miller.
Oh, wie geht's ihm eigentlich?
Doch unverändert.
Das ist der Preis bei 10.000 Stück.
Kann der Kurs noch anziehen?
Gut, bleiben Sie dran.
Geben Sie mir Witkat so schnell wie möglich.
Können Sie 27 Schilling für 5.000 rausholen?
Eine Sekunde.
Es sind nicht mehr als 26 Schilling.
Sind es die letzten 5.000?
Ja, nehmen wir an.
Der Kurs wird nicht mehr besser verkaufen.
Wir verkaufen für den Preis.
Ah, guten Morgen, Sir.
Guten Morgen, Gregory. Kein Hund heute?
Nein, Sir, wir waren heute Morgen schon draußen.
Sie sind ein echter Hundefreund.
Ja, Sir, das ist wahr.
Doch es nimmt sicher sehr viel Zeit in Anspruch, denn er braucht täglich bewegen.
Nun ja, das stimmt schon, aber es macht mir Freude.
Es gehört zu meinen Aufgaben hier, täglich zweimal eine Stunde mit Ihnen zu gehen.
Einmal morgens und einmal abends.
Ihnen?
Sir?
Sie sagten gerade Ihnen.
Oh, Sie müssen mir verzeihen, Sir. Alte Gewohnheit.
Sehen Sie, wir hatten früher zwei Hunde.
Unglücklicherweise ist einer davon, Bellhound, gestorben, erst kürzlich.
Wie bedauerlich.
Erwartet mich Mr. Goetz?
Oh ja, in der Tat, wenn Sie mir folgen wollen, Sir.
Danke, Gregory.
Ich habe Ihren Vorschlag mit Mr. Litthof erörtert.
Und er wäre mit einer Zahlung von 4.000 Pfund einverstanden.
4.000 Pfund?
Wir sprachen aber von Pfüssen.
Wenn Mr. Litthof etwas beschlossen hat, ist das unabänderlich.
Könnten Sie nicht nochmal ...
Es würde nichts nützen, Mr. Steed.
Oder Sie legen mich um und beherrschen die Ware.
Welche Wahl haben Sie?
Sie könnten die Steine auf dem freien Markt verkaufen.
Wenn Sie das tun,
müssten wir Sie selbstverständlich wegen Diebstahls verklagen.
Oder Sie legen mich um und behalten die Ware.
Ach, Mr. Steed, wir sind zivilisierte Geschäftsleute.
Je weiter nach oben man im Geschäftsleben schaut,
desto rauer wird es.
Sir? Sollen wir die noch halten?
Nein, verkaufen.
Mr. Litthof hat gemeint, wir ...
Das interessiert mich nicht. Sie sollen verkaufen.
Nochmal, Mr. Steed, mir scheint, Sie wissen wirklich sehr wenig
über die Aktivitäten unserer Organisation.
Die Angst vor der Öffentlichkeit ist wohl kein Zeichen für Redlichkeit.
Es ist ja nicht so, dass wir die Öffentlichkeit fürchten.
Wir suchen sie nur nicht. Ein Unterschied.
Bloß ein Verbaler.
Mr. Steed,
ich kam vor vielen Jahren zu Litthof als Buchhalter
frisch von der Schule.
Mr. Litthof hat mir alles beigebracht, was ich weiß.
Würde er morgen sterben, wäre ich bedeutungslos.
Daran sehen Sie,
dass im Verborgenen wirken hat auch Nachteile.
Ärgert Sie das?
Nicht doch.
Das wäre Unterniveau.
Ich wünsche mir nur hin und wieder etwas Wertschätzung.
Die Welt soll ruhig wissen,
dass ich es war,
der das Geschäft mit Oregon-Uran eingefädelt hat,
nicht Mr. Litthof.
Ehre, wem Ehre gebührt.
So ist es.
Er ist ein beeindruckender Mensch.
Äußerst beeindruckend.
Und er ist Ihr Arbeitgeber.
Er kam 1935 ins Land mit weniger als 1.000 Pfund.
Nach 25 Jahren herrscht er Mann
über eins der größten Finanzimperien der Welt.
Dass sowas allein mit redlichen Mitteln gelingt,
ist schwer zu glauben.
Das mag wohl sein.
Das darf ich nicht unterschreiben.
Nur Mr. Litthof hat dazu die Befugnis.
Ja, Sir.
Also, Mr. Steed, akzeptieren Sie nun die 4.000 Pfund?
Das muss ich wohl.
Hatten Sie mir nicht ein Drink in Aussicht gestellt?
Ach ja, ich habe gesagt, es wäre mir ein Vergnügen.
Bedienen Sie sich.
Danke.
Alex, Sie sind unverbesserlich.
Wiedersehen.
Wie gewöhnlich, Sir James.
Danke, Gregor.
Darf ich Ihnen Mr. Litthofs Arzt vorstellen, Sir James Arnell?
John Steed, Ihr Ruf eilt ihn voraus, Sir.
Danke.
Wie geht es Mr. Litthof?
Recht gut, überraschend gut. Er wirkt nur erschöpft.
Wie lange war Ihre Abendbesprechung gestern?
Anderthalb Stunden.
Und die morgendliche Besprechung?
Etwas länger.
Es ist einfach zu viel.
Sie müssen das auf einer am Tag reduzieren.
Das wäre für mich kein Problem, Sir James.
Aber Mr. Litthof wird das nicht wollen,
denn die Öffnungszeiten der Börsen auf der Welt
erstrecken sich über den ganzen Tag.
Dennoch, ich muss darauf bestehen.
Und diese Ticker-Maschine muss aus dem Schlafzimmer raus.
Er findet doch niemals Ruhe bei diesem Rabau.
Gregory soll es versuchen. Er hat als einziger Einfluss auf ihn.
Gute Idee.
Ja, Sir.
Jawohl.
Sind Sie auch in dieser Branche, Mr. Steed?
Ja, gewissermaßen.
Ich berate Führungskräfte.
Kompletter Irrsinn ist dieses Streben nach immer mehr,
nach so viel Reichtum, der niemals endet.
Die wahre Erfüllung im Leben
liegt für mich in körperlicher und mentaler Schlichtheit.
Nicht gerade ein Ideal,
für das Sie stehen, Sir James.
Wohl wahr.
Aber ich habe noch Träume.
Wie alle Menschen wahrscheinlich.
Mein spezieller Traum ist die Gründung
meines eigenen Krankenhauses.
An einem bestimmten Ort?
In Asien am liebsten, wo die medizinische Kunst,
die man beherrscht, dringender gebraucht wird
als hier in London.
Was würde dann aus Ihren hiesigen Patienten?
Mein lieber Freund,
ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr es mich fortzieht
von diesen verfetteten, degenerierten,
hypochondrischen Gestalten.
Wie es mich freuen würde, einmal zu sagen,
Madame, Ihr Herz flattert nur,
weil Sie faul und dick und schrecklich
verfressen sind.
Ich muss leider gehen.
Geben Sie mir Lissabon.
Kann ich Sie vielleicht mitnehmen?
Auf Wiedersehen, Gates.
Bis morgen, Sir James.
Und ohne unhöflich wirken zu wollen,
Mr. Steed, ich hoffe, wir sehen uns nie wieder.
Ach, Mr. Gates,
ich fand unser Treffen angenehm.
Stockton von SSB.
Jim, hier ist Gates.
Danke, Gregory.
Sir James.
Ja, doch, wir können.
Auf Wiedersehen, Sir.
Also, was haben Sie rausgekriegt?
Nun, die Firmen selbst sind nicht sehr hilfreich gewesen.
Kann ich mir denken.
Aber ich war bei einem alten Verehrer.
Er ist Herausgeber vom Finance-Magazin.
Oh, ich bin beeindruckt. Und?
Seit etwa einem Monat verkauft Liddoff, was er hat.
Das ist aber kein Geheimnis.
Autoschlüssel.
Weiß er denn, warum?
Nein, er sagt, man käme an keine genauen Informationen heran.
Pfeifen die Spatzen nichts vom Dach?
Nein, die sind verstummt.
Und Sie hatten, was die Spenden angeht, recht.
Die Quelle ist versiegt.
Und Sie wollten mir nicht glauben.
Ich hielt es für einen Bluff, um mich zu ködern.
Oh, bitte, so tief würde nicht einmal ich sinken.
Ach nein.
Es passiert Folgendes.
Liddoff verkauft, was er nur kann.
Aktien, Obligationen, Firmenbeteiligung.
Nicht nur Teile, komplette Betriebe.
Im In- und im Ausland.
Er verkauft einiges unter Wert.
Und trotzdem kommen dabei Millionen zusammen.
Und alles wird außer Landes gebracht.
Wozu das?
Liddoff ist irgendwann eingewandert.
Kann das ein Hinweis sein?
Nein, eher nicht.
Eine Stunde später in einem Separee.
Ich will wissen, warum er gestorben ist.
Ich will wissen, warum er tot ist.
Es tut mir sehr leid, das weiß ich nicht.
Denken Sie etwa, das glaube ich Ihnen?
Ich bitte Sie, Mrs. Miller, ich wusste nicht,
dass seine Verletzungen so schwerwiegend waren.
Er ist gestern Nacht gestorben.
Ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen,
heißt es nicht immer so?
Das dürfte Ihnen wahrscheinlich sehr gelegen kommen.
Ich kann Ihre Trauer verstehen, Mrs. Miller,
aber ich weiß nicht, wieso Sie herkommen.
Oder was ich tun könnte.
Das werden Sie dann vielleicht nach der Autopsie begreifen.
Autopsie?
Er hatte ja wohl kaum die Kraft, sich selbst zu ersticken.
Mein Mann hatte vor mir keine Geheimnisse.
Er hat mir viel von den Reisen erzählt,
die er für Sie gemacht hat.
Erpressung ist gerade in Mode, wie es scheint.
Die zweite diese Woche.
Das überrascht mich nicht besonders.
Ihr Ehemann hat etwas getan,
wofür wir ihn sicherlich rausgeworfen hätten.
Andererseits war er, als er starb,
unser Angestellter,
deshalb sind wir bereit,
ihn eine Witwenrente zu zahlen.
Ach, nein.
Offengestanden hatte ich mir mehr vorgestellt.
Denn ich weiß, wo Ihre Belle Haunt ist.
Sie ist tot.
Das glauben Sie,
weil mein Mann den Auftrag bekommen hatte,
den Hund zu töten.
Doch George war ein tierliebender Mensch.
Belle Haunt ist am Leben?
Ja, sie lebt.
Wünschen Sie zu probieren, Miss?
Was ist das?
Ein Saint-Emilion.
Chateau Petit Village.
Ich finde ihn recht ansprechend,
wenn auch nicht wirklich ernst zu nehmen.
Die Feuerstein-Note fällt Ihnen sicher auf.
Danke, ich werde darauf achten.
Und, was sagen Sie?
Recht ansprechend,
wenn auch nicht wirklich ernst zu nehmen.
Und dieser?
Der ist schon besser.
In ein paar Jahren wird er superb sein.
Ich kann es kaum erwarten.
Der hinter mir im anthrazitfarbenen Anzug ist Sir James.
Sein Wagen befindet sich in der Darcy Street.
Verstanden.
Ach was, Sie auch hier, Sir James?
Ist das die,
dass Sie ein Weinliebhaber sind?
Oh, das bin ich schon seit vielen Jahren.
Ach, ich möchte, dass Sie diesen hier kosten.
Oh, das ist mir ein Vergnügen.
Hoffentlich.
Oh.
Hm, noch etwas jung.
Er wird mit der Zeit an Reife und Schmelz gewinnen.
Jetzt kosten Sie diesen hier.
Eins meiner Lieblingsweingüter.
Ihre Ansicht würde mich interessieren.
Protheker nicht.
Wie Sie haben es erfasst.
52er?
Ausgezeichnet, ich bin beeindruckt.
Kommen Sie, hier.
Verzeihen Sie, darf ich?
Danke.
Ihr Krankenhaus will mir nicht aus dem Kopf gehen.
Nein, für sowas braucht man viel Geld, oder?
Weit mehr, als ich je zu besitzen hoffen darf.
Oh, ich bitte Sie, wenn Sie Litow als Patient haben.
Schon, aber auch wenn er sehr großzügig ist.
Je länger Sie ihn behandeln, Sir, desto mehr verdienen Sie.
Das ist es ja.
Sehen Sie, Mr. Litow ist wirklich schwer krank.
Tatsächlich?
Hier, probieren Sie den.
Ein alter Bekannter, Korkmischow.
Völlig richtig.
49er?
Jawohl, Sie sind wirklich brillant.
Und nun testen Sie mich.
Wie Sie wünschen.
Ah ja, das wird ein Spaß.
Könnte es sein, dass Mr. Litows Krankheit sein Verstand beeinträchtigt?
Was reden Sie denn da?
Das kann nicht Ihr Ernst sein.
Wie kommt es dann, dass Millionenwerte aus seinem Besitz
verkauft und illegal ins Ausland transferiert werden?
Ist das so?
Können Sie es mir erklären?
Ich bin nur mit seinem Blutdruck und seinem Herz befasst.
Was hat er denn genau?
Eine chronische Herzschwäche, die Folge eines Infarktes vor einigen Jahren.
Nun, oh, brillant.
Ähm, ich würde sagen,
47.
Großartig.
Jetzt kommt etwas schweres.
Ja.
Diese gewaltigen Verkäufer
haben erst vor etwa sechs Wochen begonnen.
Ich versichere Ihnen, Mr. Litow war in den letzten Wochen
körperlich nicht in der Lage, solche Geschäfte zu veranlassen.
Und wenn sich nun irgendjemand zu Nutze macht,
dass er krank ist?
Könnte nicht Goetz diese Verkäufer ohne Litows Wissen abgewickelt haben?
Aber das ist...
Ich wollte es gerade als unmöglich bezeichnen.
Denkbar ist es jedoch durchaus.
Goetz ist ein ausgefuchster Kerl,
wäre zu manchem fähig.
Warten Sie.
Wenn Falschinformationen über den Fernschreiber
direkt zu Litow kämen und dazu erfundene Berichte
in den Besprechungen
den Eindruck erweckten...
Ja, ich glaube, es wäre möglich.
Hm.
Die einzig plausible Theorie.
Das wäre ja ein teuflischer Schachzug.
Also, ich muss sagen,
wenn das schon seit sechs Wochen so geht,
dann dürfte Mr. Goetz inzwischen ein Vermögen angesammelt haben.
So.
Ah, Ossong 49er.
53er.
Niemals. Verdammt, Sie haben recht.
Mal sehen, wie gut Sie die Burgunder kennen.
Äh...
Ach, ich hätte mal ein dringendes Bedürfnis.
Dort um die Ecke. Ich warte hier.
Zu freundlich.
Ah, 53 war schon ein Jahrhundertjahrgang,
war ich.
Ich verstehe nicht, warum man hier auch Daten zulässt.
Also.
Litow ist schwer herzkrank. Er hatte zwei Thrombosen.
Weiter.
Cholesterinwerte 260, Blutdruck 180.
Linksseitig eine vergrößerte Herzkammer,
laut Kardiogramm.
Medikation?
Nichts Besonderes. Hiperininjektion und Phenindion-Tabletten.
Phenindion-Tabletten. Und die Fotos?
Ich hab alles drauf.
Nehmen Sie doch mit Sir James und mir die Burgunder durch.
Oh nein, lieber nicht. Ich bin so viel Wein nicht gewohnt.
Sie sollen den Wein nicht trinken,
sondern wieder ausspucken.
Werden die Burgunder nicht beleidigt sein?
Dann müssen Sie durch.
Nein, nein. Ich gehe lieber nach Hause schlafen.
Dann gute Nacht.
Entschuldigung, darf ich mal?
Also, der 40er war ja gar nichts.
Ein schlimmer Fehlkauf.
Oh, Mr. Steed.
Ich muss immer noch nachdenken
über...
Sehr schön.
Über Mr. Goetz.
Ich muss wirklich sagen, ich verstehe durchaus,
dass jemand sich bereichern will,
aber nicht in dieser Größenordnung.
20, 30 Millionen. Unvorstellbar.
Gerade klingelt es
und ein Mann platzt mitten in den Five O'Clock-Tee.
Mein Name ist Barry.
Ich war bei dem Makler.
Sie wollen verkaufen?
Ganz recht, Mr. Barry. Ich warte auf Angebote.
Wenn Sie sich umsehen wollen.
Danke.
Wie viele Räume haben Sie?
Es sind insgesamt drei.
Ich würde einen großen daraus machen.
Was ist denn Ihr Gewerbe?
Barrys Einzelhandel. Schon mal gehört?
Ich bin der Chef.
Ist schon gut, Mr. Barry. Kommen Sie mit nach hinten.
Danke. Die Wand da muss natürlich raus.
Den Laden nebenan, den kaufe ich natürlich gleich dazu.
Das kommt alles weg.
Da ein großes Schaufenster...
Ich bedauere, Mr. Barry.
Ich habe mich umentschieden.
Das Geschäft ist nicht zu verkaufen.
Haben Sie etwas gegen mich?
Der Laden soll so bleiben, wie er ist.
Was gefällt Ihnen an Scherzartikeln?
Das werden Sie wahrscheinlich nicht verstehen.
Nein.
Das verstehe ich wirklich nicht.
Bravo, Sir.
Sie sind wirklich ein Spezialist.
Sir James hatte völlig recht. Ihre Nase ist nicht mit Gold aufzuwiegen.
Nicht, dass Sie auf die Idee kommen,
meine Nase an der Börse zu verkaufen.
Oh, so war das nicht gemeint, Sir. Ein Sandwich vielleicht?
Danke sehr.
Darf ich Ihnen Gesellschaft leisten?
Fühlen Sie sich wie zu Hause.
Danke, Sir. Geräucherter Lachs ist meine große Schwäche.
Sie und Schwächen, Gregory?
Seit wann ist Mr. Litow tot?
Es muss etwa vor sechs Wochen gewesen sein,
dass er von uns ging.
War es Mord?
War es was? Nicht doch, es war der dritte Herzinfarkt.
Der war zu viel.
Ach, das ist doch nicht wahr.
Er war aber doch schon so lange schwer krank,
fragen Sie Sir James.
Merkwürdig, dass Sie alle von seinem Tod profitieren.
Nun, Mr. Goetz ist ein sehr erfahrener Mann
in allen finanztechnischen Belangen, Sir.
Er erzielt hervorragende Ergebnisse.
Wenn ich das mal fragen darf,
wie viel werden Sie dabei abstauben?
Abstauben?
Ihr Stück vom Kuchen.
Oh, warten Sie. Als ich das letzte Mal
eine Berechnung anstellte,
hatte mein Anteil so ungefähr die Höhe
von elf Millionen Pfund, Sir.
Elf Millionen?
Grob geschätzt.
Das können noch hunderttausend mehr oder weniger sein.
Die genaue Summe ist nicht so leicht zu ermitteln, Sir.
Ah, und wie sieht es mit den anderen aus?
Ich bin nicht autorisiert,
das mit Ihnen zu erörtern, Sir.
Die kriegen also mehr als Sie.
Ich bin durchaus zufrieden
mit elf Millionen Pfund, Sir.
Dann hat's wenig Sinn,
wenn ich versuche, Sie zu bestechen.
Ganz richtig, Sir.
Doch wie fänden Sie den umgekehrten Fall?
Eine Million Pfund?
Warum, Gregory?
Wissen Sie, Sir,
ich bin ein sehr vorsichtiger Mensch.
Weil man Sie erwischen könnte?
Nein, nein, nein, Sir.
Der Grund ist eher der, Sir,
dass Ihre Nachforschungen
mich doch leicht irritieren.
Wie viel böten Sie einem Richter?
Ich glaube nicht,
dass es nötig sein wird,
einen Richter zu bestechen, Sir.
Sie werden mir sicher verzeihen, Sir.
Ich möchte mein Angebot zurückziehen.
Ich hatte nur einen schwachen Moment.
Und ich hatte schon
den Mann in der Bank vor Augen,
sein ungläubiges Gesicht.
Peters ins Bank, Sir?
Aber natürlich.
Schön, dass Ihr Selbstvertrauen zurückgekehrt ist, Gregory.
Danke sehr, Sir.
Sehen Sie, ich habe großes Vertrauen
in die Fähigkeiten von Mr. Goetz.
Ich gestehe, in den Genuss der Bildung,
wie Sie meine zwei Kollegen haben,
bin ich leider nie gekommen.
Doch ich glaube dafür,
einen höheren IQ als Sie zu haben.
Ich stelle oft fest,
dass großes Fachwissen und Spezialisierung
bei einem Menschen,
wie soll ich es ausdrücken,
dem praktischen Instinkt trüben.
Ist mir nie passiert.
Nein, aber wenn Sie mir die Bemerkung gestatten,
Sie sind ein Mann von besonderen Fähigkeiten.
Ich fühle mich geschmeichelt.
Gern geschehen, Sir.
Ach, Gregory.
Ja, Sir.
Nur einmal angenommen, Sie würden doch erwischt,
darf ich Sie fragen, wie alt Sie sind?
58, Sir.
Mit 15 Jahren Zuchthaus würden Sie wohl rechnen müssen.
Sie wären danach 73.
Was haben Sie denn noch von Ihren Millionen?
Und wenn ich sage 15,
dann rechne ich dabei ohne den Vorwurf des Mordes.
Mr. Litow starb an Herzversagen, Sir.
Nicht Litow, Miller.
Miller?
Der mit den Diamanten im Magen.
Er sollte sie für Getz in die Schweiz schmuggeln.
Oh nein, Sir.
Er ist doch im Krankenhaus seine Verletzungen erledigt.
Er wurde ermordet, damit er schweigt.
Es tut mir leid, aber...
Nein, Sir, das glaube ich einfach nicht.
Und ich glaube kaum, dass Sie davon nichts wussten
und die Polizei wird es ebenso sehen.
Können Sie es beweisen?
Ich könnte Ihnen aus der Patsche helfen, sogar gratis.
Ich habe gewissen Einfluss.
Ich müsste Ihnen dafür wohl Ihre Freiheit geben.
Selbstredend.
Nun, Sir,
danke für das Angebot,
aber ich verzichte lieber darauf.
Wenn Sie es schaffen, was machen Sie dann mit dem Geld?
Oh, das erzähle ich Ihnen nicht ganz, Sir.
Warum nicht?
Sie denken dann noch schlechter von mir.
Ah, nein, ganz bestimmt nicht.
Es ist die Macht, die mir daran so gefällt, Sir.
Ich möchte einmal rücksichtslos
und ungehobelt sein
und Leute gemein herum kommandieren.
Und dann freue ich mich natürlich auch noch
auf das Zusammentreffen mit einer Unmenge
sehr hübscher Frauen.
Doch nun ist es Zeit, wie ich meine,
für Ihre Verabredung mit Mr. Gates, Sir.
Wenn Sie mich bitte begleiten würden.
Danke, Gregory.
Mrs. Miller?
Was wünschen Sie?
Oh, Mrs. Miller?
Nein.
Ich habe Bellhound hier.
Wen?
Den Hund, Miss.
Mrs. Miller hat mich angerufen.
Ich solle ihr heute Nachmittag den Hund bringen.
Oh, verstehe. Ich kann ihn ja nehmen.
Gut, danke, Miss.
Mach's gut, altes Mädchen.
Es hat dir gut gefallen auf dem Land draußen.
Sie war bester Laune.
Geben Sie ihr heute bitte nichts mehr zu fressen.
Sie hatte schon ihre Portion.
Danke, Miss. Wiedersehen.
Augenblick noch.
Ja, Miss?
Bellhound, Miss.
Ich erinnere mich bestens an den Mann,
der bei der Bestattung hier war.
Er war mit dem Hund sehr lange vertraut.
Wirklich?
Ich hoffe, dass er niemals hiervon erfährt.
Der Abschied fiel ihm sichtlich schwer.
Wenn wir ein normaler Friedhof wären,
müssten wir ja erst die Behörde fragen.
Sonst dürfte man kein Grab öffnen.
Aber da wir nun mal bloß Hunde und Katzen bestatten,
darf jeder Mann, der sich eine Schaufel leisten kann,
mit den Gräbern machen, was er will.
Oh, oh.
Der schöne Bowler.
Nun hat Steed 1 auf den Hut bekommen.
Zu schade, Mr. Steed.
Warum mussten Sie heute Abend unbedingt hier auftauchen?
Eine unheilbare Krankheit. Die Neugier.
Gregory, der Wagen muss gleich hier sein.
Schaffen Sie die Koffer schon nach unten.
Wie Sie wünschen. Sie wollen abreisen?
Nicht Ihretwegen. Das wollten wir sowieso.
Eins habe ich nicht verstanden.
Litthof ist vor sechs Wochen gestorben.
Sie haben ihn weiterleben lassen
und alle Firmenwerte durch Verkauf zu Geld gemacht.
Und Sie fragen sich, wo die Leiche ist?
Ganz genau.
Die haben wir beerdigt.
Es war so, Mr. Litthof hatte zwei Doggen,
Dancer und Bellhound.
Wir wollten Bellhound töten lassen
und Mr. Litthof statt ihrer bestatten.
Ich war zwar nicht selbst dort,
Gregory sagte mir jedoch, es sei sehr würdevoll gewesen.
Diese geniale Idee stammt von Ihnen.
Ich wollte das Problem elegant lösen.
Und danach lief es eben so weiter.
Mr. Litthof war ein zurückgezogener Mensch.
Die Außenwelt kannte ihn bloß vom Telefon und über Schriftstücke,
die sowieso alle über meinen Schreibtisch gingen.
War das schon seit langem geplant?
Ich besitze einen scharfen Verstand,
sonst hätte Litthof mich nicht beschäftigt.
Dieser Plan entstand vor etwa zwei Jahren
und ich brauchte diese Zeit, um Sir James dafür zu gewinnen.
Ein Mann mit Prinzipien
ist sehr schwer zu überzeugen,
aber am Ende ist jeder Mensch korrumpierbar.
Ist nur eine Frage des Preises.
Wie viel bekommt Sir James?
Zwölf Millionen. Und Sie?
Den Rest. 40, 45 Millionen.
Und das sind nur die Erträge aus Aktien und Diamanten.
Litthofs Ölhandel nicht zu vergessen.
Und der kommt noch dazu.
Ein Wunder, dass Sie Sir James rumgekriegt haben,
wo ihm Geld doch so wenig bedeutet.
In der Tat. Und bei ihm stimmt es auch noch,
er legt wirklich wenig Wert darauf.
Andererseits hat jeder Mensch seine Achillesferse.
Das Krankenhaus in Asien.
Er könnte einige Krankenhäuser dafür bauen.
Und bei Gregory war es das Aufbegehren
gegen die Jahre der Unterwürfigkeit.
Richtig. Und bei mir
war es die Unzufriedenheit
mit meiner Rolle als gesichtsloser Assistent.
Sie sehen,
jeder hatte ein Motiv, es zu tun.
Guten Abend, Miss.
Oh ja, treten Sie doch bitte ein.
Hier entlang bitte.
Die Dame von der Hundepension, Sir.
Gut. Wo ist denn, Sir?
Oh, ich habe mir erlaubt, ihn nochmal zu füttern.
Sein Lieblingsessen. Kaviar vermutlich?
Er ist ganz versessen auf Fisch.
Holen Sie ihn. Sir?
Hat der Hund eine Decke oder einen Korb, Sir?
Der Butler bringt alles runter. Sie haben Ihre Anweisungen?
Ja, Sir. Seit heute Morgen.
Wo bleiben Sie denn? Da rein.
Wir können Sie doch nicht umbringen.
Das haben wir möglicherweise schon.
Durch meine Schuld.
Ich hätte den Mund halten sollen.
Sir James, wurde Miller ermordet?
Und auch Mrs. Miller.
Schrecklich.
Ich habe es auch erst durch Getz erfahren.
Wir können Sie nicht umbringen.
Gregory allein oder Gregory und Sir James?
Das schaffe ich schon.
Nur Getz ist ein Problem.
Ich möchte es mit keinem aufnehmen.
Das ist nicht gut.
Was tun wir?
Was suchen Sie denn?
Na, was weiß ich? Ein Taschenmesser oder eine Trillerpfeife?
Kein sehr günstiger Zeitpunkt.
Halten Sie den Mund und fangen Sie an zu knurren.
Aber wir sind im 14. Schlundwerk.
Vielleicht schaffen wir es ins 13. Das wäre schon ein Erfolg.
Sie hätten sich die Haare nicht dauernd abschneiden lassen sollen.
Bieten wir Ihnen doch Schweigegeld.
Zwei Millionen.
Ich erhöhe auf fünf Millionen.
Sind Sie verrückt? Wir lassen die doch nicht am Leben.
Wir können Sie einsperren.
Völliger Unsinn.
Und wenn wir Sie ein Stück mitnehmen ins Ausland und Sie dann irgendwo auf der Welt abstecken?
Wenn wir jetzt mal wechseln, holt uns niemand ein.
Irgendeine Möglichkeit muss es doch.
Die Rechner haben exhumiert.
Es dient sofort freilassen.
Wer zum Teufel hat das geschickt?
Das steht da nicht.
Die Polizei wartet draußen vielleicht.
Wir nehmen die Geheimtreppe übers Dach.
Nein, nein, nein.
Seit wann geben Sie die Befehle?
Es hat bereits zwei Morde gegeben. Jetzt muss damit Schluss sein.
Sie folgen meinen Anweisungen. Ich bezahle Sie nicht fürs Denken.
Aber Sir James und ich sind zu alt, um auf dem Dach rumzuspringen,
wie halbwüchsige Kupferdiebe, die Dachrinnen stehlen.
Nein, jetzt nicht.
Tun Sie es nicht.
Geht es, Sir James?
Es scheint mir, wir wollten zu hoch hinaus.
Schade um die Sache mit den vielen hübschen Frauen.
Ja.
Oh, Sie erlauben, Sir.
Was für einen wunderbaren Stoff Sie da tragen.
Er ist wirklich kaum zerknettert.
So ist es, Gregory.
Ach bitte, das mit dem Telex vorhin.
Wie haben Sie das gemacht, Sir?
Was für ein Telex?
Oh, das war ich.
Oh, mein Respekt. Das war sehr schlau, Missis.
Können wir gehen?
Ich vermute mal, Sie...
Sie wollen mich ebenfalls...
Ja, ich fürchte, es ist unumgänglich.
Nach Ihnen, Madam.
Nein, Gregory, nach Ihnen.
Auf solche simplen Tricks
fällt unser Gentleman
schon lange nicht mehr rein.
Das war's wieder bei Hör mal zu,
dem Kanal für echte Hörspiele
und Retro-Freunde.
Jetzt Danke sagen mit einem Like
und bis demnächst hier bei uns.
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