Was ist mit dem operanten Konditionieren in der Pädagogik gemeint? In diesem Video schauen wir uns die Operante Konditionierung anhand eines Beispiel an und das ganze wird einfach erklärt. Zusätzlich gibt es Informationen zu der Skinner Box und der Bedeutung der Operanten Konditionierung für die Pädagogik und Psychologie.
0:00 - Einleitung 0:18 - Was ist das operante Konditionieren? 0:51 - Wann lernt der Mensch etwas, wann verwirft er Verhalten? 1:07 - Die Blackbox 1:43 - Die Skinner Box 3:07 - Verstärkung und Bestrafung in der operanten Konditionierung 3:51 - Positive Verstärkung 4:03 - Negative Verstärkung 4:21 - Positive Bestrafung 4:38 - Negative Bestrafung 5:12 - Weiteres Beispiel für das operante Konditionieren
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Nach diesem Video wirst du das operante Konditionieren nach Skinner verstanden haben.
Wir gehen die Inhalte Schritt für Schritt im Detail durch.
Zusätzlich werden anschauliche Beispiele genannt.
Die operante Konditionierung, auch bekannt als Lernen durch Erfolg,
stellt eine Theorie der behavioristischen Lerntehorie dar,
die sich mit dem Studium menschlichen Verhaltens befasst.
Es geht also darum, wie ein Mensch Verhaltensweisen erlernt,
diese beibehält und diese verwirft bzw. verlernt.
Nach Skinner ist menschliches Verhalten von den Konsequenzen früherer Handlungen geprägt.
Dies bedeutet, dass Verhalten Konsequenzen nach sich zieht
und abhängig von diesen Konsequenzen entweder beibehalten oder eingestellt wird.
Ganz einfach gesagt, ist die Konsequenz auf ein Verhalten für den Menschen positiv,
dann wird das Verhalten beibehalten.
Ist die Konsequenz auf ein Verhalten für den Menschen negativ,
dann wird dieses Verhalten verworfen.
Wir schauen uns gleich genau an, wie das im Detail funktioniert.
Vorab blicken wir aber auf einen wichtigen Punkt des operanten Konditionierens,
die sogenannte Blackbox.
Diese verdeutlicht den Blickwinkel behavioristischer Lerntheorie.
Der behavioristische Ansatz konzentriert sich auf das sichtbare Verhalten von Personen,
während innere Vorgänge wie Gefühle und Gedanken als nicht objektiv messbar
und daher in einer metaphorischen Blackbox zusammengefasst werden.
Reize wirken auf diese Blackbox ein, die daraufhin mit einem Verhalten reagiert.
Die genauen Prozesse innerhalb der Blackbox sind für Behavioristen von untergeordnetem Interesse.
Vielmehr liegt der Fokus auf dem Reiz und dem daraus resultierenden Verhalten des Menschen.
Um die operante Konditionierung greifbarer zu machen,
wird häufig Skinners Experiment mit der Skinnerbox herangezogen.
In einer abgewandelten Version dieses Experiments gibt es drei verschiedene Haben.
Abgewandelt, weil es eigentlich Ratten waren.
Die Einzelnen in einen Käfig mit einer Signallampe, einem Futterkrug und einem Hebel gesetzt wurden.
Jeder Hase erlebte unterschiedliche Konsequenzen beim Betätigen des Hebels.
Hase 1 erhielt eine Mürre.
Hase 2 konnte einen unangenehmen elektrischen Sturm abschalten.
Und Hase 3 löste durch die Hebelbetätigung einen Stromschlag aus.
Nach einigen Versuchen zeigte sich, dass Hase 1 und Hase 2 den Hebel häufiger betätigten,
da sie ihr Verhalten mit positiven Konsequenzen verknüpften.
Ein Vorgang, den Skinner als Lernen durch Erfolg und Verstärkung definiert.
Hase 3 hingegen vermied zunehmend die Hebelbetätigung aufgrund der negativen Konsequenz des Stromschlags.
In einer weiteren Phase des Experiments der Skinnerbox erhielt Hase 1 Futter nur dann,
wenn zusätzlich zur Hebelbetätigung die Signallampe leuchtete.
Dies zeigt, dass Verhalten durch externe Erfahrungen,
also Stimuli und Reize aus der Umwelt, geformt werden können.
Skinner folgerte daraus, dass Menschen durch die Konsequenzen ihrer Handlungen lernen,
bestimmte Verhaltensweisen anzunehmen oder zu vermeiden.
Die operante Konditionierung funktioniert über die sogenannte Verstärkung und Bestrafung.
Die positive Verstärkung, die negative Verstärkung, die positive Bestrafung und die negative Bestrafung.
Die Begriffe positiv und negativ können etwas verwirrend sein.
Zumindest haben sie mich in meiner Studienzeit verwirrt und ich habe schon öfter Nachfragen zu diesem Thema bekommen.
Daher eine kleine Hilfe und Information für dich.
Positiv lässt sich nicht mit gut übersetzen und negativ nicht mit schlecht.
Wie soll auch eine Bestrafung positiv sein?
Dann wäre es ja keine Bestrafung mehr, sondern eine Belohnung.
Der Begriff positiv kann auch so verstanden werden, dass etwas gegeben wird oder vorhanden ist.
Der Begriff negativ sollte dann so verstanden werden, dass etwas genommen wird oder abwesend ist.
Schauen wir uns das Ganze einmal genauer an.
Positive Verstärkung bezeichnet die Belohnung eines Verhaltens, was zur Wiederholung des Verhaltens führt.
Beispielsweise schreibt ein Schüler eine gute Note und wird dann gelobt.
Das Lob ist die positive Verstärkung.
Negative Verstärkung hingegen meint das Ausbleiben und den Wegfall unangenehmer Konsequenzen,
was ebenfalls die Wiederholung eines Verhaltens fördert.
Als Beispiel, ein Schüler schreibt eine gute Note und muss deshalb nicht mehr zur Nachhilfe.
Der Wegfall der Nachhilfe ist damit die negative Verstärkung.
Positive Bestrafung folgt auf ein Verhalten mit unangenehmen Konsequenzen,
was die Unterdrückung dieses Verhaltens bewirkt.
Als Beispiel, ein Schüler schreibt eine schlechte Note und muss jetzt öfter zur Nachhilfe.
Die positive Bestrafung ist dann, dass der Schüler jetzt öfter zur Nachhilfe muss.
Negative Bestrafung bedeutet, dass eine angenehme Konsequenz entzogen wird,
was ebenfalls das Verhalten unterdrückt.
Als Beispiel, ein Schüler schreibt eine schlechte Note,
deshalb darf er abends nicht mehr eine Stunde Fernsehen gucken.
Es hat sich herausgestellt, dass besonders entscheidend für die Wirksamkeit von Verstärkung und Bestrafung ist,
dass das Individuum, also der Mensch, die Konsequenz zeitlich und logisch mit dem Verhalten verknüpfen kann.
Auf unser Beispiel bezogen muss der Schüler also verstehen,
dass die schlechte Note im Zusammenhang mit der Verstärkung bzw. Bestrafung steht.
Ein weiteres praktisches Beispiel für die operante Konditionierung.
Eine Klasse schreibt eine Klausur.
Der Lehrer gibt den Schülern Literatur und Buchtipps.
Ein Schüler entscheidet sich zu Hause dafür, noch mehr als die vorgegebenen Bücher zu lesen,
um bestmöglich auf die Prüfung vorbereitet zu sein.
Die Klausur des Schülers wird mit der Bestnote bewertet.
Jetzt schauen wir uns zwei mögliche Szenarien an.
Szenario 1. Der Lehrer lobt den Schüler, auch vor der ganzen Klasse.
Seine Mitschüler sind außerordentlich nett und bewundern den Schüler für seine Leistung.
Die Konsequenz war positiv und angenehm für den Schüler.
Die Verhaltensweise wird beibehalten.
Auch bei der nächsten anstehenden Klausur wird der Schüler viel lernen.
Szenario 2. Seine Mitschüler sind außerordentlich missgünstig.
Später auf dem Schulhof wird der Schüler als Streber beschimpft und gemobbt.
Zukünftig wird der Schüler diese Verhaltensweise des intensiven Lernens für die anstehenden Prüfungen verwerfen.