Koch Mike Süsser bekommt im Lokal "Pier 47" ein Gericht, das das Konzept des Lokals perfekt widerspiegelt. Die Qualität des Fleisches und der Garnelen ist sehr hochwertig, nur ein kleiner Fehler war dabei: Es wurde Zucker statt Salz benutzt.
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Dirk vom Pier 47 hält sich für den dicksten Fisch im Hafen.
Gewinnen, das ist von mir.
Aber dann.
Die Skampi sind kalt.
Wenn ich gewusst hätte, dass es komplett kalt ist,
hätte ich nicht bestellt.
Verstehe ich.
Ja, lieber Dirk.
Oh nein.
Wir müssen reden.
Die Euphorie hält sich hier in Grenzen.
Heute liegen wir im Bergkamener Yachthafen an in der Marina Rünte.
Das Restaurantdenkmal liegt mit 37 Punkten in Führung.
Das soll sich heute im Pier 47 ändern.
Der Bergkamener Yachthafen
ist die größte Marina NRWs.
So, ihr Lieben, vorletzten Tag, ich hau mal einen raus.
Ich finde, er ist optisch der Coolste in dieser Woche.
Dirk ist dran.
Wir gehen jetzt in sein Restaurant, wo er Betriebsleiter, Küchenchef,
Chef für alles ist, ins Pier 47.
Warum Pier?
Weil wir hier in NRWs größtem Yachthafen sind.
Bergkamen ist angesagt, ne?
Urban Marina Food, d.h. weil ich es so schön amerikanisiert habe.
Da gibts Rippchen, da ist Streetfood angesagt, natürlich Fisch.
Ich erwarte ein schönes, cooles Foodkonzept.
Darauf ein beherztes Ahoi.
Hoi, ich bin Dirk, wir sind hier im Pier 47.
Ich bin hier der Betriebsleiter und Küchenleiter.
Bei uns gibt es Urban Marina Streetfood.
D.h. alles, was irgendwo an einem Hafen zu essen gibt,
findet ihr in unserer Speisekarte wieder.
Ich meines Zeichens bin viele Jahre Grillmeister gewesen,
Grilllehrer gewesen.
Das bringe ich hier gerade auch wieder an die Menschen.
Sie können es riechen, sehen, schmecken.
Das ist das, was jeden Tag die neue Herausforderung für mich ist
und was mir so wahnsinnig viel Spaß macht.
So, good morning, Dirk.
Guten Morgen, Mahi.
Ja, geil. Sehr, sehr cool.
Ich begrüße dich. Gehts dir gut?
Danke, ja.
Der ist für den Kameramann.
Willst du auch was Geiles?
Das ist aber frech, ne?
Ja, Kaffee ist sowieso für den Kameramann.
Das kam mir auch noch nicht so oft vor.
Einmal mit dem Bier, das gibts ja nicht.
Also, eins sag ich dir gleich mal, megadurchgestylt.
Überall ein schönes CI, selbst die Stahldinger oben mit Pier 47.
Also sehr, sehr cool.
Vom Marketing Bombe.
Ich finde auch, dass, mal abgesehen vom CI,
ihm den Mütze aufsetzen, wäre auch Captain Iglo.
Nein, aber ohne Scheiß, das ist alles richtig gut durchgestylt,
schönes Branding.
Das ist heutzutage auch wirklich wichtig.
Seit wann bist du hier?
Tatsächlich erst seit 4 Monaten.
Ah, okay.
Aber voll gut Gastronom, bist du Koch?
Ich weiß es nicht genau.
Ich bin von Natur aus Koch.
Deswegen auch verantwortlich für die Küche hier.
Der Name ist auch cool, also Urban Marina Food, ne?
Ja, Street Food.
Das hab ich eingebaut, das wusste ich nicht.
Das ist aber nicht schlecht.
D.h. amerikanisch, also Rippchen, Burger, so was gibts hier alles.
Ganz genau.
Wir gehen ein bisschen Richtung Mexiko.
Da haben wir die Burritos, wir haben Pinsen.
Das ist ja so der neue Italo-Trend.
Ja, dann geiler Scheiß.
Bowls, klar, Salate brauchst du im Sommer immer.
Ich finde, dass du gerade sehr moderne,
trendige Sachen aufgezählt hast.
Passt aus meiner Sicht hier super in die Marina.
Dadurch, dass du Koch bist,
wirst du es dir nicht nehmen lassen, mit mir in der Küche zu kochen.
Sehr gern.
Okay, passt.
Irgendwo auf dem Weg zieh ich mich um.
Sehr schön, dann machen wir das.
Wilks Küche misst 30 qm.
So, dann kommen wir rein in die gute Stube.
Mit Bullauge.
Ja, passt, ja, Marina.
Mariano.
Hallo.
Wen habt ihr da?
Das ist die Leonie.
Leonie, freut mich sehr.
Und ihr beide rockt die Küche?
Ja, gelegentlich.
Wenn der mal reinkommt, würde ich...
Ich hab mich erwischt.
Du, das ist ja auch total in Ordnung.
Der Dirk kann sich ja nichts zerreißen.
Der ist jetzt gesamtverantwortlich.
Er muss auch nicht mehr täglich da am Herd stehen,
wenn er da so eine tolle Kollegin hat, die da die Küche schupft.
Völlig in Ordnung.
Also, erzähl mal dein Gericht.
Das ist immer die 1. Aufgabe, die ich habe.
Sag, was bekomme ich?
Du bekommst schöne, feurige Chili-Garnelen.
Dazu ein bisschen was Gesundes, ein Spitzkohl.
Okay, cool, mag ich.
Und schöne, fleischige Leinwraps.
Cool.
Also, passt total in dieses urbane, Streetfood-Amerika-Ding.
Das ist unsere Surf-and-Turf-Interpretation.
Klingt lecker.
Und ich finde auch, alles, was ich bis jetzt dort gehört und gesehen habe,
ist passend fürs Konzept.
Die Garnelen werden geschält, entdarmt
und mit Knoblauch und Chili in Öl eingelegt.
Hast du denn auch was für mich? Darf ich bei dir auch was sehen?
Ja, bitte.
Also, du hast auf jeden Fall jetzt Kartoffeln gerieben.
Genau.
Ausgedrückt.
Und das ist ja so eine Sache.
Ist es ein Kartoffel-Rösti? Ist es ein Kartoffel-Tala?
Jetzt kommt zum Beispiel Ei dazu, hast du da reingemacht.
Genau.
Das ist ja dann kein klassisches Rösti mehr.
So wie ich es damals machen musste, war immer eine halbgegarte Kartoffel
oder zumindest eine gekochte und eine rohe und dann zu gleichen Teilen gerieben.
Das war die Grundbasis für das Schweizer Rösti.
Also, und nix mit Eiern und nix mit Firlefanzi oder irgendwas.
Nix.
Ein bisschen Pfeffer, etwas Salz, dann formt Küchenchefin Leonie die Masse.
Und jetzt hier weiter.
Ja, das wäre jetzt unsere kleine Überraschung.
Weil...
Grillen, oder?
Grillen wir natürlich.
Ey, klar, ja geil, okay.
Ja, schön.
Das sieht man auch nicht alle Tage.
Mag ich.
Wetter ist gut.
Können wir gerne rausgehen.
Gut, womit starten wir?
Also, wir nehmen natürlich als allererstes mal das, was am längsten bracht.
Das heißt, wir nehmen uns die Rösti.
Jawohl.
Dicht gefolgt vom Spitzkohl.
Die Hitze kommt von innen und nach außen werden die kühler.
Deswegen gebe ich die dickere Seite erstmal nach innen.
Bei den Rippchen, das ist übrigens ein Smoker.
Für die Gastro ziemlich cool, weil er läuft auf Elektronik mit Pellets.
Au, da ist was los.
Ja, da haben wir noch was vorbereitet.
Die 3-2-1-Methode.
3-2-1-Methode.
Ist auch ganz einfach.
Drei Stunden gesmokt.
Zwei Stunden gedämpft in Pergamentpapier.
Und dann eine Stunde mit der Barbecue-Soße.
So, also, das ist Methode oder die 2 von der 3-2-1.
Und jetzt müssen wir noch die 1 machen.
Das heißt, wir müssen die glasieren.
Und das machen wir auf dem Grill.
Das ist Dirks Barbecue-Soße.
Bleiben wir hier draußen sitzen?
Ja, gerne.
Ich würde sagen, schönes Mueychen oder lieber ein Bierchen?
Bierchen.
Bierchen, ne?
Bier und?
Teller.
Und dann vier Teller.
Natürlich.
Was?
Bier-Teller?
Bier.
Ah, Bier.
Alter Fuchs.
Genau.
Das ist die Surf-n-Turf-Marina vom Bier zu 47 Grillplatte.
Das ist ordentlich.
Darf ich wissen, was das kostet?
Das interessiert mich.
Die kostet 24,50 Euro.
Das ist aber ein super Preis.
Und ich finde es jetzt auch so fancy, beach-mäßig, urban, Sommer.
Genau wie du gesagt hast, passt alles.
Ja, Bombe, ne?
Kanner.
Sehr gut, die Garnele.
Dankeschön.
Jetzt die Loin-Ribs, zu Deutsch Kotelett-Ribchen.
Ganz eigene Marinade, wieder ein bisschen süßlicher als manche.
Honig am Teil wahrscheinlich, oder?
Und Whisky ist auf jeden Fall drin, ne?
Whisky ist drin, aber Agavendicksaft.
Alles klar.
Läuft super.
Schau, wie sauber.
Das Ding hat auch keinen Fehler.
Finde ich super.
Und eine Sache ist euch passiert.
Salz?
Nee, Zucker anstelle Salz.
Der Käse ist gut drin.
Schmecken, gell?
Aber ich glaube, Zucker.
Ist süß, ne?
Das Gesicht ist geil.
Aber ich schwöre, da war Salz drin.
Ja, aber ich schwöre, es ist süß.
Ja, das ist süß.
Ich weiß gerade nicht, was ich dazu sagen soll.
Ich hab echt nachgeguckt, da ist Salz drin gewesen.
Ja, aber ich glaube, der grobe Zucker vom Kuchen
ist irgendwie in die Mühle gelandet.
Ja, möglich.
Wir haben einen kleinen Fauxpas eingebaut.
Finde ich nicht schlimm.
Und jetzt ist alles wieder wettgemacht.
Die beiden sind toll.
Dirk ist ein klasse Gastgeber.
Ich nehme an, auch ein schöner und guter, entspannter Chef.
Aber die junge Dame ist ja auch süß.
Toll, mir gefällt das.
Leute, es gibt fast keinen schöneren Abschluss.
Es ist wirklich super.
Preis-Leistungs-Verhältnis, klasse.
Ich finde, das System Pier 47 ist genau das.
Ich finde das cool, dass ihr da auf dem Grill was macht.
Für die Menschen draußen zuschauen, ist schön.
Aber es ist auch ein schöner Flavor drauf.
Die Rippchen sind sensationell, die Garnele ist toll gegrillt.
Spitzkohl finde ich klasse, ganz klasse.
Ich bin ein Kohl-Fan.
Das ist ein kleiner Fauxpas,
den ich nicht mal annähernd berücksichtige in meiner Bewertung.
Leonie, danke, viel Spaß euch.
Ich futtere das jetzt auf.
Jetzt fühle ich mich erleichtert.
Ich fühle mich auch sehr erleichtert.
Ja, ich muss sagen, es war ein geiles Erlebnis.
Ich habe, nein, wir haben in Zusammenarbeit
ein mega geiles Gericht gemacht, was er aufgegessen hat.
Da bin ich schon sehr stolz.
Ja, da kannst du auch stolz drauf sein.
Wenn die ganzen Kollegen kommen und Mitstreiter kommen,
was werden wir als allererstes machen?
Den Salz mit dem Zucker tauschen.
Nein, wir probieren einfach.
Oder so.
Genau, ich glaube, das ist besser.
Also, die beiden sind zuckersüß.
Ich wünsche euch jetzt wirklich einen reibungslosen Wettkampftag.
Das war doch konzeptionell voll geil.
Das passt ja wie die Faust aufs Auge hierher.
Und da gab es auch nichts mehr.
Wir hatten die Woche schon mal Rippchen.
Das war jetzt noch mal eine andere Liga, muss ich leider so sagen.
Aber es hat die Jugend noch mal einen draufgelegt.
Da bin ich gespannt, was hier die Herrschaften so sagen.
Nein, alles Gute.
Außer das süße Kartoffelding, aber das war ein Ausrutscher.
Wie auch immer, das ist egal.
Richtig klasse.
Und ich bin so richtig neugierig,
was hier noch so an Fancy Food auf uns zukommt.