MILLIONÄRIN wurde ICH mit dieser Börsen-Strategie – Beate Sander verrät ihre Aktientipps

Mission Money
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23 Videoaufrufe·28.10.2024
Ja, Frau Sander, ich freue mich sehr, dass Sie unser Event bereichern.
Vielen, vielen Dank, dass Sie da sind.
Sie sind mittlerweile seit über 20 Jahren an der Börse aktiv
und Sie haben es geschafft, aus 30.000 Euro Startkapital
eine Million Euro an der Börse zu machen.
Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Ja, ich war schon als Kind so ein komischer Typ,
dass ich immer experimentiert habe.
Früher immer ganz viel mit Pflanzen und dieser Art,
dass ich immer irgendwas bewegen will, verändern will,
was Neues machen will.
Das ist bei mir als Buchautor auch so, dass ich sage,
ich bin eigentlich ein Erfinderautor.
Ich schreibe nur, wenn ich auch was Neues mache.
Und ich hatte kein Geld.
Also bis 59 Jahre hatte ich wirklich kein Geld.
Ich war Ost-Zonen-Flüchtling.
Ich habe meine Eltern mit unterstützen müssen.
Ich habe nie was geerbt.
Mein Mann war halbweise.
Wir waren beide Lehrer.
Da verdient man gut, aber auch nicht übermäßig.
Und unser Wunsch war, ein Reihenhaus in Ulm zu bauen,
weil er Beamter war in Baden-Württemberg, ich in Bayern.
Und da war unser Ziel, dass wir das Haus abzahlen,
dass ich die Eltern unterstütze.
Die sind auch sehr alt geworden.
95 und 85 war ich auch lange Zeit belastet.
Und dann hatten wir zwei Kinder, sehr tüchtige Kinder.
Die waren es wert, dass man für sie alles tat,
dass sie studieren konnten und erst mit dem Ruhestand sozusagen.
Da konnte ich dann auch mehr Geld verdienen,
weil ich meine Pension hatte.
Und dann habe ich für Westermann und Winkler auch Bücher gesetzt.
Und dann bin ich immer mehr auf die Börse gekommen.
Zumal dieser neue Markt war Ende der 90er Jahre.
Und da kamen die Eltern und mein Schulleiter und sagt,
Sie sind doch unser Wertschatzlehrer.
Bitte machen Sie doch eine Börsen AG.
Jede Woche zwei Stunden.
Da sage ich Ja, klar, mache ich das.
Kaufen Sie ein Buch.
Ja Gott, ein Buch.
Es gab kein Buch.
Es gab eine dicke
Bankenlehre, so ein dickes Buch wie meine Aktienstrategien für Profis.
So dick war natürlich nichts.
Sagt er, schreiben Sie es acht Wochen.
Das können Sie doch.
Sie haben doch auch Schulbücher.
Habe ich mich also hingesetzt.
Kleine grüne DAX beziehungsweise Börseneinstieg mit Spaß und Spannung.
Und so fing alles an.
Und dann haben Sie die sogenannte Hoch-Tief-Mut-Strategie erfunden.
Können Sie uns die einmal etwas erläutern?
Ja, das dauert schon ein paar Sätze.
Also die Hoch-Tief-Strategie,
die beruht eigentlich auf den Grundpfeilern
breit gestreut, nie bereut.
Das heißt, ich darf nicht drei oder vier Aktien haben,
sondern ich muss zu sehen, dass ich mit der Zeit viele Aktien bekomme.
Ich habe jetzt über 100, über 100.
Ja, okay.
Und wie haben Sie die nach und nach aufgebaut?
Ich habe das so gemacht, dass ich immer, wenn ich etwas Geld hatte,
ich hatte so 30.000.
Das ist auch nicht die Welt.
Da habe ich dann auch Sparbuch und was ich so hatte, habe ich aufgelöst.
Da habe ich gesagt Ich muss pro Aktie über 1000 Euro anlegen,
denn unter 1000 Euro würden sich Transaktionskosten
für uns auch Gewinne nicht rechnen.
Aber auch jetzt nicht 5000.
Dann brauche ich ja ewig, bis ich wieder mal eine nächste Aktie kaufen kann.
Deswegen habe ich gesagt Okay, so zwischen 1000 und 1200
lege ich an in Aktien und immer mit dem Ziel,
dass ich sage Kein Fluch, sondern Segen langfristig anleben.
Und diese Aktien, die ich zum Anfang gekauft habe und die gut waren,
die habe ich heute noch.
Aber wenn die dann so richtig nach oben springen,
dann haue ich auch nicht alle raus, sondern dann freue ich mich,
wenn eine Aktie 500 Prozent hat, 1000 Prozent hat.
Ich habe sogar ein paar mit 2000, 3000 Prozent
und dann kann ich ein paar verkaufen.
Wenige nicht, sodass ich sag, darf ich da einmal kurz fragen
Wie wählen Sie diese Aktien aus, die Sie dann verkaufen?
Ja, ich nehme mal ein Beispiel.
Ich nenne mal jetzt ein Beispiel Sartorius Sartorius habe ich gekauft
vor 2008 mit 480.
Ich sage jetzt mal ruhig 5 Euro.
Okay, wenn ich für 5 Euro Aktien kaufe,
dann stecke ich natürlich auch über 200, kaufe ich dann schon
also mindestens 200 Stück, das sind 1000 Euro.
Wenn ich jetzt heute mal ein paar Sartorius verkaufe,
dann reichen mir zehn Stück.
Die kosten so 149 Euro, dass ich sage
mit diesen zehn Aktien, für die ich mit Transaktionskosten
nur rund 60 Euro bezahlt habe und nicht meine Steuer zahlen muss,
weil alt kann ich mit diesen zehn Sartorius für 1490,
also rund 1500 Euro jetzt was kaufen, was ganz niedrig ist und gut.
Natürlich keinen Schrotthaufen wie Steinhoff, das nicht.
Aber ich konnte beispielsweise
auch eine Frisionius oder eine BFF mit 50 bis 60 Prozent Nachlass bekommen.
Ich habe also doppelt so viele Aktien und habe ganz wenig abgegeben
von meinen Rennfirmen.
Die bleiben im Stall.
Und wie wählen Sie die Aktien aus, die Sie kaufen?
Auf welche Kriterien schauen Sie da?
Also ich gucke immer auf Verschiedenes.
Natürlich spielen auch persönliche Erfahrungen eine Rolle.
Also wenn man jetzt sagt, ich suche Einhörner,
findet man die wahrscheinlich nicht unbedingt,
wenn man dann 100 kleine Aktien kauft.
Aber es spielen so persönliche Erfahrungen eine Rolle.
Ich habe zum Beispiel mal den Professor Nemetschek
schon bald nach dem Börsengang kennengelernt.
Der ist der Gründer von Nemetschek,
Bausoftware, praktisch planen, bauen, nutzen, verwalten.
Dieser Professor, der hat mich beeindruckt.
Der hat mir richtig imponiert.
Da habe ich gesagt, da bin ich dabei.
Mit 3,80 rund vier Euro
hatte ich dann auch noch mal zweimal nachgekauft,
weil ich einfach von diesem Geschäftsmodell fasziniert bin.
Natürlich auch ein bisschen Hintergrundfamilie,
weil meine Tochter Architektin ist mit einem eigenen Büro
und die hat natürlich dann auch Nemetschek gehabt.
So fing das an.
Und wenn man jetzt guckt, Nemetschek,
die haben auch ein paar mal Aktien Splitt gemacht.
Ich rechne das um, sodass ich dann sage,
wenn die einen Splitt machen, 4 zu 1,
dann teile ich natürlich dann auch die alten Kurse.
Das muss man immer berücksichtigen.
Aber wenn man jetzt sagt, jetzt kostet sie so 136
und ich habe welche mit 3,80, also rund vier Euro,
dann brauche ich nicht viele zu verkaufen und habe immer noch genügend,
weil ich ja auch immer in kleinen Sätzen nachkaufe,
sodass ich mit diesen Teilverkäufen dann immer mehr Aktien im Depot habe.
Immer wieder kann ich neue kaufen, ohne dass ich an meine Lehrerpension ran muss.
Sie sagten, Sie haben in der Finanzkrise 2008
Ihre Hochtief-Mut-Strategie perfektioniert.
Was haben Sie da gemacht?
Also wie gesagt, erprobt habe ich sie schon in dem Crash 2000, 2003.
Natürlich noch bescheidener, weil ich ja auch erst mal mein Depot aufbauen musste.
Ich bin ja mit einer angefangen, mit der Deutschen Telekom.
Bei mir kein Schrotthaufen.
Ich habe ein paar mal mit acht Euro nachgekauft und die haben hohe Dividende.
Aber ich habe dann schon mein Depot erweitert.
Und als dieser Crash war 2008 im Herbst 2009,
da haben einige Börsen und Banken gesagt, jetzt müsst ihr Zertifikate kaufen.
Habe ich gesagt, Quatsch, Unsinn.
Jetzt muss man Aktien kaufen.
Da habe ich gesagt, ich werde jetzt diesen Crash 2008 nutzen,
um mir viele gute Aktien ins Depot zu legen.
Und was sind gute Aktien?
Also auf welche Kriterien schauen Sie da ganz konkret, wenn Sie die auswählen?
Das haben Sie ja eben auch schon gefragt.
Jetzt ist Zeit, dass ich die Antwort gebe.
Also wichtig ist natürlich immer das Kurs Gewinnverhältnis.
Aber es ist bitte nicht das Einzige.
Ich kann nicht sagen, ich kaufe nur Aktien mit einstelligen KGV.
Wenn ich das tun würde, hätte ich im Depot
Banken, Versicherungen, Autos, Autozulieferer und alle russischen Aktien.
Natürlich habe ich von denen auch welche.
Ich habe natürlich Versicherungsaktien.
Ich habe eine Area Bank.
Ich habe eine Deutsche Farnbrief.
Ich habe eine Sperrbank, ein paar solche auch.
Und ich habe auch russische Aktien, nämlich die von Tafneft,
die von Look Oil, die von Noris Nickel.
Das sind bei mir richtige Kurs Gewinn Treiber und Dividenden Favoriten.
Solche habe ich auch.
Aber ich sage mir, ich will auch die Zukunft spielen.
Die Zukunft von 2019, 2020.
Das ist die Industrie 4.0.
Das ist die künstliche Intelligenz mit Robotik.
Das ist die Industrie.
Das ist die digitalisierte und vernetzte Welt.
Das ist das Internet der Dinge.
Das sind die Halbleiter.
Das ist Hochtechnologie.
Das sind die Netzwerkwerte.
Das sind die Tektax Aktien.
Der Warren Buffett hat diese Art jetzt nicht.
Ich habe beides.
Ich sage so zwei Drittel Dividenden Staff.
Ein Drittel auch solche modernen Aktien.
Wahnsinn.
Also und sie arbeiten sich dann immer auch detailliert ein in das Geschäftsmodell.
Das ist ja so ein wichtiger Grundsatz von Warren Buffett.
Ja, das tue ich auch.
Also viele von ihm habe ich mir natürlich auch gleich einverleibt
als Strategie, dass ich sage, ich will Aktien nur kaufen,
wenn ich sie immer behalten will.
Das ist für mich auch ein Grundsatz.
Wenn ich mich natürlich vertun würde und ich hätte eine Intershop,
so einen Schrotthaufen gekauft oder eine Steinhoff zum Glück mal nicht.
Aber wenn ich das getan hätte, würde ich die natürlich raushauen.
Die gelten blieben nicht bei mir im Depot, bis ich gestorben bin.
Aber die guten Aktien, die ich liebe, die ich gekauft habe,
um sie immer zu behalten und meinen Kindern zu vererben.
Das sind für mich die Rennpferde.
Und da verkaufe ich kleine Teile als Teilverkäufer,
kaufe auch wieder zu.
Und da sind wir also gleich.
Kaufe etwas, was du liebst, was du magst.
Aber wenn er jetzt sagt, was du kennst, ja ganz klar.
Und was du verstehst auch.
Aber ich kann ja auch verstehen lernen.
Ich wachs ja nicht mit der künstlichen Intelligenz auf.
Ich bin auch nicht mit dem Internet aufgewachsen.
Ich kann aber Internet.
Aber ich habe dann gesagt, ich lerne es.
Und ich freue mich, dass ich noch was lernen kann.
Und wenn ich etwas lerne, ich habe auch mit dem Professor
Hannelmann ein Biotech Buch geschrieben.
Er hat die Medizin gemacht.
Ich habe die Aktien gemacht.
Dabei habe ich auch Medizin gelernt,
sodass ich mindestens Biotech Kolumnen,
Pharmakolumnen, Medizintechnik Kolumnen schreiben kann.
Also das, was ich habe, muss ich auch kennen.
Und da unterscheide ich mich.
Deswegen habe ich nicht nur Value Aktien, die habe ich auch.
Aber ich habe auch eben auf Aktien.
Aber es sind jetzt nicht die einzigen Kennziffern.
Ich würde mal sagen, das, was ich eben gesagt habe, dann das KGV.
Für mich ist ganz wichtig dann auch das Ergebnis der Aktie.
Da gucke ich immer gern ein, drei, fünf Jahre.
Müsste sich müsste sich steigern, wenn es immer weniger wird.
Nein, danke.
Dann gucke ich immer ganz wichtig auch auf das Verhältnis
praktisch Eigenkapital, Fremdkapital.
Und wenn ich dann sehe, interessant ist eine neue Mission.
Wie sieht es aus? 95 Prozent Schulden, 5 Prozent Eigenkapital.
Sag ich Nein, danke.
Dann will ich das nicht.
Und wenn ich dann Immobilienaktien angucke und sage
Es gibt auch Friedaktien, solche praktisch,
die vom Staat her günstig weniger Steuern bezahlen
und die praktisch dann mehr ausschütten müssen.
Da haben wir im MDAX den Aufsteiger Alsträger
und im FDAX haben wir Hamburg und dann sage ich Ja,
wenn ich jetzt auf eine gute Eigenkapitalquote achte,
dann kann ich so ein Ried nehmen, spricht sich Ried aus, schreibt sich Reit.
Denn die dürfen nur 55 Prozent maximale Schulden haben,
mindestens 45 Prozent Eigenkapital.
Und dann würde mir nicht so was passieren wie meinen Schwager,
dass der einen geschlossenen Fonds kauft.
Die Baupreise steigen ins Unendliche.
Der geht pleite und er hat einen Totalverlust von 80.000 Euro.
Das ist also auch eine wichtige Kenntrippe.
Frau Sander, ganz kurz.
Ich möchte noch mal ganz kurz auf die Unterschiede zwischen Ihnen
und Warren Buffett eingehen.
Sie sagen, Entschuldigung, Sie sagen breit gestreut, nie bereut.
Buffett ist ja dafür bekannt, dass er relativ konzentriert investiert.
Können Sie uns Ihren Grundsatz der Diversifizierung
vielleicht noch mal etwas detaillierter erläutern?
Also für mich ist breit gestreut, nie bereut.
Zunächst eben mal, dass ich jetzt mich nicht wie er als Milliardär,
wenn ich Milliardär wäre, hätte ich auch eine andere Basis.
Dann würde ich jetzt auch nicht mit 1500 Euro Aktien kaufen,
sondern dann würde ich wahrscheinlich auch pro Wert 100.000 nehmen,
wenn ich in den Milliarden schwimme.
Tue ich aber nicht.
Für mich heißt breit gestreut, ich steige ein.
Jetzt, seitdem ich die Million habe, das ist so seit fünf, sechs Jahren.
Dann mache ich pro Wert 1500.
Und wenn die Aktie gut ist und dann runterkommt,
wie jetzt eine BASF oder eine Fresenius
und über die Hälfte runter, Covestro genauso.
Es ist auch runtergekommen, die Dürr-Aktie, unglaublich, die Krones-Aktie.
Da sind so viele runtergekommen.
Und dann sage ich, durch dieses breit gestreute habe ich viele Titel,
aber ich kann dann auch immer wieder zukaufen
und ich kann nicht diese dicken, fetten Einsätze machen,
wie er natürlich in seiner Basis machen kann.
Das ist ganz klar.
Das ist ein gewisser Unterschied.
Aber eigentlich stimmt es auch.
Er hat zwar jetzt nur Value-Aktien außer Apple.
Er hat aber auch schon gesagt,
eigentlich hätte ich auch ein bisschen Amazon mal schon auch kaufen
sollten, dass man die vielleicht für 50 oder 100 oder 200 kaufen kann.
Sieht er auch ein?
Und ich sehe manchmal auch ein und sage,
Mensch, das hätte es auch noch mal ein bisschen anders machen können.
Aber ich will immer daraus lernen.
Aber der größte Unterschied zwischen ihm und mir ist, dass er eben Value hat.
Habe ich auch, dass er Dividenden-Start hat.
Habe ich auch langfristig auch breit gestreut auch.
Aber er will eben die niedrig bewerteten Value-Aktien haben.
Die will ich auch.
Aber ich will vor allen Dingen die Zukunftsmärkte abdecken.
Dort, wo die Zukunftsmusik spielt.
Da fühle ich mich auch in meinem Alter richtig zu Hause.
Können Sie uns da zwei, drei Aktien mal nennen,
die Sie favorisieren in dem Bereich?
Ich mache es mal kurz, dass ich nur mal den Buchstaben A nehme.
Da gibt es nämlich viele.
Da kann ich sagen, ich fange mit Engine an.
Biotech-Wert, der interessanterweise auch dividendenstark ist,
interessanterweise niedrig bewertet ist.
Und wenn man die immer gehabt hätte, habe ich leider nicht immer gehabt,
würde man heute 38.000 Prozent Plus haben.
Das muss man sich mal überlegen.
Engine als Biotech-Wert.
Dann mache ich natürlich weiter.
Da kommen meine Lieblinge, Alphabet C, Alphabet A.
Die habe ich jetzt.
Die kosten jetzt meistens so um die 2000 Euro.
Da bin ich halt mit 400 reingegangen.
Das geht ja auch noch.
Dann der Weltreichste, der reichste Mensch der Welt.
Also für mich auch einfach ein Vorbild,
was die ganze Innovation, diese ganze Entdeckerfreude angeht.
Der mag als Arbeitgeber nicht der allerliebste sein.
Aber er hat seine Innovation.
Es ist unübertrefflich.
Das ist Amazon.
Die habe ich mit 200 gekauft.
Da bin ich auch sehr gern dabei.
Dann kann ich weitermachen mit Buchstabe A.
Ja, Alexion, Biotech-Wert.
Dann kann ich weitermachen.
Adobe, das ist wieder praktisch ein Netzwerk-Wert.
Dann kann ich natürlich auch mal gucken, was habe ich im DAX?
Ich pflege nicht unbedingt das Heimatliebedepot DAX,
aber natürlich habe ich auch DAX-Titel.
Und da komme ich natürlich beim Buchstaben A
auf keinen Fall an Adidas vorbei.
Also das ist jetzt nur mal so eine kleine Auswahl vom Buchstaben A.
Ich könnte, wenn man Zeit hat, das ganze Alphabet so mit ihm durchmachen.
Was ist Ihnen eigentlich wichtiger?
Kursgewinne oder Dividenden?
Beides. Wobei ich dann oft sage,
die Dividende ist bei zweifelhaften Werten, wo ich nicht so genau weiß,
sind die nur wirklich richtig so gut.
Aber ich sehe dann, sie sind niedrig bewertet und haben hohe Dividenden.
Ist das für mich auch durchaus ein Kaufgrund?
Wenn beides zusammenkommt, natürlich umso besser.
Siehe mal die russischen Aktien.
Die waren 2015 richtig im Keller.
Da habe ich gesagt, Dividenden stark sind die.
Und die zahlen zuverlässig ihre Dividende.
Die werden nie abgesenkt, sondern erhöht.
Auch nicht etwa in Rubel bezahlt, sondern in Dollar.
Also kaufe ich mir da welche.
Und meine besten Favoriten waren Lugol.
Das ist jetzt kein Staatskonzern.
Die heißen jetzt nicht, was der Putin sagt, machen die nach.
Das ist ein vernünftiges Unternehmen, kein Staatskonzern.
Denke ich, Lugol kann es kaufen.
Dann natürlich Noris Nickel.
Die sind auch jetzt richtig gut, weil die natürlich praktisch
Bundmetalle haben, Industriemetalle haben, die man braucht
auch für künstliche Intelligenz, für Robotik, für Handys und alles Mögliche.
Und die haben zum Beispiel nicht nur Nickel.
Die haben zum Beispiel auch Platin und Palladium.
Und wenn Sie sich heute mal die Rangliste angucken gegenüber früher
vor zehn Jahren, hieß es ganz oben Platin.
Dann kommt Gold.
Dann kommt Silber und dann kommt das hässliche Entchen Palladium.
Und gucken Sie sich mal heute die Rangliste an.
Wer ist am teuersten?
Palladium. Dann kommt Gold.
Dann kommt Platin. Dann kommt Silber.
Und auch so was hat Noris Nickel zu bieten.
Und die haben all diese drei Aktien, die ich liebe.
Die haben jetzt praktisch in diesem Monat Allzeit hoch gehabt.
Und als der Februar Crash war
in Russland zwei Tage.
Das war für mich kein Trauerspiel.
Habe ich gesagt, Sander, du kannst ja richtig wieder Geld verdienen.
Du kannst ja all diese drei Aktien wieder zukaufen.
Habe ich auch meinen Börsenseminar gesagt.
Wir haben das auch gemacht.
Und die freuen sich genauso, dass die Kurse steigen
und die Dividenden steigen.
Also am liebsten ist mir beides.
Manchmal kaufe ich auch Aktien wegen der hohen Dividende.
Vor allen Dingen, wenn die auch noch steuerfrei ist wie als Ertragsgutschrift.
Dann sage ich, ich nehme mir mal, damit ich auch mal Banken habe
vom MDAX praktisch Ariel und deutsche Pfandbriefe ins Depot.
Die haben auch so Dividenden zwischen sieben bis neun oder zehn Prozent.
Da möchte ich noch mal einhaken.
Glauben Sie denn nicht,
dass Dividenden momentan besser in den Unternehmen selbst aufgehoben werden,
damit die Unternehmen quasi die digitale Transformation gut meistern können?
Wie sehen Sie das?
Also wenn Sie vernünftige Sachen machen können, würde ich auch
das durchaus unterstützen.
Aber man hat natürlich auch immer das Interesse als Aktionär.
Und manchmal machen Sie ja mal mit dem Geld
auch nicht unbedingt die Investitionen, die notwendig sind,
sondern es werden ja auch manchmal Prachtbauten hingestellt,
die man auch nicht unbedingt hätte.
Nur gut, manche machen dann auch Aktienrückkaufprogramme.
Da könnte man auch sagen,
mir wäre eigentlich eine Investition in die Zukunft
lieber als ein Aktienrückkaufprogramm.
Aber ein Aktienrückkaufprogramm ist jetzt auch nicht so schlecht,
wenn die Firma die Aktien einzieht
oder wenn sie die als Aktisationswährung nimmt für Aktientausch,
dass Sie sagen, mit diesen Aktien, die ich jetzt auch billig zurückbekommen,
die kann ich vernichten.
Ich könnte sie auch als Belegschaftsaktien ausgeben.
Das wäre wieder gut, weil ich dann sagen würde, wenn die meine Mitarbeiter,
wenn ich jetzt so ein börsennotiertes Unternehmen hätte,
würde ich sagen, meine Mitarbeiter sollen Aktien haben.
Und damit sie die auch kaufen, würde ich ihnen die wirklich sehr günstig geben.
Das macht ja auch jetzt zum Beispiel Siemens.
Das macht ja jetzt zum Beispiel auch hier
praktisch viele Unternehmen werben dafür.
Und dann würde ich mir als Unternehmer sagen,
meine Belegschaftsaktionäre, die lernen über diese Schiene
unternehmerisches Denken und Handeln, die fühlen sich dann
durch die Aktien auch näher mit der Firma verbunden, innere Bindung.
Und sie lernen auch ein bisschen Wirtschaft.
Und eigentlich will ich als Unternehmer ja auch Leute haben,
die wirtschaftlich denken und handeln können, die bei neuen Ideen dabei sind,
die nicht jammern, wenn das Unternehmen sagt, wir führen jetzt die Digitalisierung ein.
Wir arbeiten jetzt auch mit künstlicher Intelligenz, mit Robotik.
Die Leute würde ich an der Stange halten wollen.
Und da wären eben auch Belegschaftsaktien,
die ich eben über Aktien rückkaufe, auch eine schöne Alternative.
Dagegen wäre ich sehr dagegen und würde mich riesig aufregen,
wenn man Aktien zurückkauft für Optionsprogramme.
Das muss nicht sein. Das machen sie auch immer seltener.
Gewähren Sie uns doch noch mal einen kleinen Einblick in Ihr Depot.
Legen Sie da eigentlich eher Wert auf größere Unternehmen,
also die sogenannten Large Caps oder auf kleinere und mittlere Unternehmen,
also Small und Mid Caps?
Wie ist das bei Ihnen aufgeteilt?
Ich habe alles. Ich mag sowohl große Konzerne.
Sonst wäre ich ja zum Beispiel gar nicht im Dow Jones drin
und ich wäre auch gar nicht im DAX drin.
Aber am liebsten mag ich eigentlich den innovativen Mittelstand.
Das sind die schnellen Brote zum Beispiel im DAX, im TAP DAX, im SDAX.
Und ich habe auch noch ein paar kleinere.
Also bei mir ist auch breit gestreut, nie bereut.
Gilt sowohl für die Indizes als auch für den Zeitraum,
als auch für die Größe des Unternehmens.
Und gerade wenn man mal auf der Suche ist,
auch mal ein Einhorn im Depot zu haben.
Einhorn findet man ja nicht im DAX oder im Dow oder auch nicht im Nikkei.
Das ist klar, sondern die findet man eher dann auch mal in der Neuemission,
dass man sagt, ich gucke mal, was da ist.
Und da habe ich zum Beispiel auch 2018 gesagt,
Nevada, die gefällt mir richtig gut.
Dann sind die mal runtergegangen.
Noch gar nicht lange her.
Alles 2018.
Habe ich die mit etwas über 10 Euro gekauft?
Habe ich gestern geguckt.
Was kostet denn mein Liebling von der Neuemission?
Ja, 38 Euro.
Nicht so schlecht in der kurzen Zeit.
Und bei Immobilien habe ich auch ein VIB Vermögen gekauft.
Ist auch kein großer Wert, aber hat bei mir sehr viel gebracht.
Oder ich habe mir als Konkurrenz
zu Nemetschek auch praktisch Mensch und Maschine gekauft.
Die haben aber jetzt vor allen Dingen CAD für Maschinenbau.
Und meine Tochter als Architektin sagt, ich habe vor allen Dingen Arbeitsplätze
für Nemetschek.
Aber wenn man richtig guter kommt,
dann hat sie 20 Arbeitsplätze, ein richtig guter Student kommt und sagt,
ich kann Mensch und Maschine, dann kann sie sagen, bitte
einen Arbeitsplatz für Mensch und Maschine habe ich auch.
Das ist auch ein kleiner Wert und ganz interessanter Titel.
Da können Sie nämlich als deutschen Wert, ohne dass es sie extra was kostet,
können Sie hier die Dividende dann in neue Anteile anlegen.
Und der Drottler, das ist der Vorstandschef, der hat mir gesagt,
ich bin von meinem Unternehmen so überzeugt,
dass ich meine Millionen nur in meine Achse reinstecke.
Was würde ich jetzt nicht machen?
Aber ich bin natürlich dann auch interessiert,
dass die Dividende immer schön hoch ist.
Wir kommen jetzt schon zu unserer Abschlussfrage, Frau Sander.
Ich habe gehört, Dr.
Jens Erhardt ist von Ihnen sehr überzeugt.
Denn da soll sich wohl eine Zusammenarbeit anbahnen.
Was hat es damit auf sich?
Wir haben eigentlich schon immer zusammengearbeitet.
Ich habe immer mal für Dr.
Jens Erhardt auch mal Analysen gemacht, dass ich mal weggereist bin.
Zum Beispiel die Carl Zeiss Meditec.
Das war auch zum Beispiel so ein Wert, wo ich mal untersuchen sollte.
Und auch Magrama, also
und auch Makali und Salz, K plus S heißen die.
Also zusammengearbeitet haben wir eigentlich schon immer.
Aber ich habe jetzt dann auch
entdeckt, dass dieser DAX plus Family 30, den kennt fast keiner,
weil nicht publiziert wird.
Das ist das Übel.
Da sind die 30 besten Familienfirmen Unternehmen drin.
Ich habe da gestern wieder an der Neuauflage des Buches geabelt und gemerkt,
Mensch, von diesen Familienfirmen praktisch DAX plus Family.
Die sind die meisten im MDAX, TECDAX, SDAX.
Da habe ich die meisten mit 1000 Prozent plus.
Und ich habe den Dr. Jens Erhardt letztes Jahr mal angeschrieben.
Was würden Sie dann davon halten, wenn wir den ersten
deutschen Familienfirmenfonds machen?
Und er sagte Ja, das machen wir 2019.
Wir, also Jens Erhardt, wir machen praktisch die ganze Technik
und Sie können mal eine Konzeption entwickeln.
Und da habe ich auch eine Konzeption gemacht und den reiche ich natürlich dann an.
Wir haben da nicht nur dann im MDAX, TECDAX, SDAX als Familienfirmen drin.
Die alten Dickschiffe im DAX mache ich da nicht rein.
Aber ein paar Familienunternehmen aus dem
Nestec 100, die kommen dann auch rein,
sodass wir dann Familienfirmen haben, vor allen Dingen deutsche Nebenwerte,
aber auch Nestec angereichert.
Da spielt dann so richtig die Zukunftsmusik.
Und jetzt habe ich so viel zu tun.
Der ganze März ist ausgebucht, sogar am Sonntag.
Da kann ich jetzt mich nicht drum kümmern, denn Jens Erhardt auch hat viel zu tun.
Auch gerade durch die Neuausrichtung der Indizes, Neuordnung,
das heißt am 24. September haben die Fonds auch wahnsinnig viel zu tun,
alles anzugleichen.
Aber so wie der April beginnt, dann ist nicht mehr so viel los in den Osterferien.
Da werde ich es weiter verfolgen.
Okay, das werden wir auf jeden Fall auch weiter auf dem Schirm haben.
Ich sage herzlichen Dank, Beate Sander.
Ich möchte mit dem Aufstehen
meine ganz große Hochachtung und Anerkennung Ihnen gegenüber zollen.
Ich finde es so großartig, wenn auch so viele Anleger,
die ja auch jetzt wieder einen freien Samstag opfern müssen,
sich für die Börse interessieren.
Also das ist meine größte Wertschätzung wert.
Und wer meine E-Mail kennt, der kann auch mal eine kurze Frage stellen.
Natürlich keine Depotüberprüfung, das geht nicht.
Aber eins möchte ich auch nicht vergessen.
Ich möchte dem Finanzbuchverlag danken.
Der Herr Jund, der Chef, der hat mich als Autor entdeckt, als ich sagte,
ich habe gerade so die Idee vom Börsenführerschein.
Machen Sie es.
Da kriege ich noch nachts eine Mitteilung als E-Mail.
Das machen wir.
Und der Herr Rudolitz, der ständig unterwegs ist,
der ist der Produktleiter, der gibt mir so viel Freiraum als Autor,
dass ich mich wirklich auch als Erfinderautor begreifen kann.
Und ich lasse mich von keinem anderen Verlag abwerben,
obwohl es auch so versucht worden ist.
Und ich möchte natürlich auch Herrn Nebel danken,
der praktisch diese ganzen Kanäle zu den Medien offen hält.
Medien braucht man in allen Sparten, damit eben auch Wachstum möglich ist.
Und natürlich Ihnen, Herr Bauschitz, mein ganz besonderer Dank,
dass Sie mir diese Möglichkeit gegeben haben,
so in freier Rede das hier zu probieren.
Das macht man nicht jeden Tag.
Und ich hoffe, dass es mir gelungen ist.
Und am Beifall hatte ich auch das Gefühl, das war nicht so verkehrt.
Also auch selber mal herzlichen Dank.
Ihr habt jetzt noch mal die Gelegenheit,
direkt Fragen an Beate Sander zu stellen.
Unsere Mitarbeiterin Ulrike ist mit dem Mikro unterwegs.
Und dahinten steht sie auch schon.
Die erste Frage wird gestellt.
Ich will nur noch vorher sagen, ich bin nachher auch da,
wenn Sie praktisch Bücher signiert haben wollen, mache ich das gern.
Und wenn mich dann jemand erwischt und sagt,
ich bin zu Fragen nicht vorhin gekommen, war zu voll,
bin ich immer ansprechbar.
Ich bin also so etwa bis 22 Uhr hier heute da,
sodass ich dann schon die Gelegenheit gibt.
Also Sie sehen, mit 81 Jahren kann man das
den demografischen Wandel auch schön nutzen, dass man sagt,
zehn Jahre längeres Leben in 50 Jahren, bei mir in den 17 Jahren,
da will ich jetzt nicht faul auf der Couch sitzen oder richtig was tun.
Auch jetzt noch.
Und ja, da kann man doch mal klatschen.
Und ich glaube, da ist die erste Frage.
Ja, hallo, Frau Sander.
Vielen Dank für Ihren Ausführungen.
War sehr interessant, Ihnen zuzuhören.
Wenn ich mich so in die Runde umschaue,
sehe ich auch viele junge Menschen, die, wo man sagt,
okay, sind jetzt noch nicht vielleicht drei, vier, fünf Jahre
an der Börse aktiv und hatten noch nicht das Glück,
drei, vier, sagen wir mal, Crashs mitzunehmen.
Das heißt, Ihren Ausführungen nach müssten wir jetzt alle hoffen,
dass jetzt lieber heute als morgen die Homsche, Müllersche Apokalypse
vorsteht und wir dann günstig einkaufen können?
Oder welchen Tipp können Sie jetzt an die Jüngeren geben?
Weil es ja schon immer so ein bisschen ist.
Ja, die Letzten beißen die Hunde.
Ich verstehe mich genau.
Ich glaube, die Frage ist,
ob man sich auf den Crash jetzt freuen sollte.
Also ich würde, ich freue mich jetzt auch nicht auf einen Crash,
weil zunächst einen Crash sieht man ja auch, die Kurse gehen runter.
Aber ich betrachte den Crash immer als willkommene Möglichkeit,
erstens meine Hoch-Tief-Mut-Strategie auch noch weiter zu verfeinern.
Vor allen Dingen will ich eben auch wissen, ob sie funktioniert.
Und 2000, 2003, da habe ich das erprobt.
Und 2008, 2009 hat das richtig was gebracht.
Sicherlich auch jetzt der kleine Russland-Crash,
sicherlich auch diese Kurz-Crash.
Der war zum Beispiel auch mal einer,
also nur 15 Minuten am 6. Mai 2010,
während eines riesigen Fehlers dann die Börsen einkrachten.
Dann natürlich jetzt auch Brexit kurz.
Für mich sind das willkommene Möglichkeiten, dass ich sage,
ich gucke jetzt, ob ich Aktien ganz oben finde.
Ein paar gibt es auch im Crash.
Selbst 1987, wo ich keine Aktien hatte, gab es auch Aktien,
die im Plus waren, während andere abgestürzt sind.
Ich gucke dann.
Und wenn ich da was finde, sage ich, ist eine willkommene
Chance, dass sie wieder was macht.
Ich bin jetzt nicht der, der sich auf einen Crash freut.
Aber wenn ein Crash kommt, gehe ich das locker an und sage,
ich gehe damit richtig um.
Und irgendwann kommt natürlich ein Crash.
Ein Crash kann auch die Wissenschaft nicht vermeiden.
Also wie gesagt, nicht jetzt verrückt spielen
und die ganzen Aktien auf den Markt werfen.
Das wäre das Doofste, was man überhaupt machen kann,
sondern dass man sagt, ich gehe diszipliniert,
beherzt und zuversichtlich einen Crash heran und mache das Beste draus,
dass ich mir ein paar Titel, die ich dann finde,
oben verkaufen kann.
Und unten kann ich nachkaufen.
Und wenn ich keine habe, die oben sind, kann ich vielleicht
mit meinem Einkommen auch mir ein paar Aktien kaufen
oder ich lasse die Füße still und mache gar nichts.
Wunderbar. Gibt es die nächste Frage?
Ich kann es tatsächlich nicht sehen, weil ich hier ein bisschen geblendet werde.
Trauen Sie sich doch bitte.
Als Lehrer sagt man immer, dumm ist nie einer, der Fragen stellt,
sondern nur der, der sich nicht traut.
Ja, perfekt.
Schönen guten Tag.
Vielen Dank für den Vortrag.
Ich habe eine Frage.
Sie sagten, Sie hatten über 100 Aktien.
Ist dann nicht ohnehin nur der Markt abgebildet
und kann man sich die Liebesmühe, die 101 zu kaufen, nicht sparen?
Also ob quasi, ob Sie mit den 100 Aktien nicht
sowieso schon den Markt abbilden?
Ja gut, ich kann mit dem ETF den Markt abbilden, das ist ganz klar.
Ich kann ihn sogar sehr preiswert abbilden.
Also mir reichen bestimmt 10 ETF, um den gesamten Markt abzudecken.
Preiswert ohne Ausgabeaufschlag mit niedriger Gebühr.
Das kann ich.
Aber was mir dann fehlt, ist natürlich erstens die Spannung an der Börse
und zweitens kann ich kein Stockpicking an der Börse machen.
Ich kann entweder mal
irgendwann den ganzen ETF verkaufen oder ich lasse ihn weiterlaufen.
Aber ich kann nicht direkt eingreifen.
Und mit Einzelaktien kann ich das eben.
Und das macht eben auch die Spannung an der Börse aus, dass ich sage,
ich kann aktiv etwas tun und ich kann dann, wenn ich Glück habe,
auch besser sein als andere.
Mit ETF bin ich praktisch immer genauso gut wie eben der Markt ist.
Und das ist ja auch nicht schlecht.
Und wenn ich jetzt jemanden hätte, der sagt Okay, ich habe nur 10.000 Euro,
dann würde ich sagen Bitte, wenn Sie nur 10.000 Euro haben,
würde ich keine Einzelaktie kaufen.
Da würde ich dann vielleicht auch ein paar Multi-Effet-Mischfonds nehmen.
Paar gute, sehr gute Aktienfonds, aber nur wenn sie gut sind
und ich mich da auskenne und ETF, da würde ich keine Einzelaktien kaufen.
Aber im Laufe der Zeit, wenn ich auch die Spannung an der Börse will,
die Kommunikation, vielleicht auch neue Leute kennenlernen,
dann praktisch auch von der Wertschaft mehr verstehen wir.
Dann will ich auch Einzelaktien haben.
Und es ist eine gute Gedächtnisschulung.
Ich kenne meine Aktien.
Obwohl ich 81 bin, weiß ich alle, die ich im Depot habe,
wobei ich nicht jeden einzelnen Kurs kenne.
Und das ist ein sehr, sehr gutes Schlusswort.
Vielen, vielen Dank, Frau Sander.
Einen großen Applaus bitte noch mal.
