Geopolitik-Expertin: Das müssen Anleger zu Israel, Russland, China & Trump wissen // Mission Money

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4 Videoaufrufe·01.10.2024
es geht ganz konkret darum hisbolla zu
so zu schwächen danach wird Iran in den
Fokus rücken dieser neuen Beziehung
zwischen Russland China Iran und
Nordkorea das sind nukleare Mächte ne
oder fast nukleare Mächte dieser Appetit
zu eskalieren das darf man nicht
unterschätzen und es durchaus auch
Länder gibt die gerade von den von den
Entwicklungen der letzten Jahre
profitiert profitiert haben und das
natürlich auch attraktive
Investitions destinations
Serv und herzlich willkommen in einem
neuen Video der Mission money ja
irgendwie überall ist wieder krisenmodus
auch wenn jetzt mal an der börseself
ausnammsweise gerade Partystimmung ist
weil wir allerlei zinswenden haben aber
irgendwie rund um den Globus nehmen die
geopolitischen Risiken gefühlt wieder
ganz schön zu und darüber wollen wir
heute noch mal wieder dringend reden und
zwar ausführlich und ich freue mich sehr
über unseren Gast der heute da ist sie
war letztes Jahr schon ein bei uns zu
Gast sie ist head of geopollytics beim
amunde Investment Institute so heißt es
richtig in London ist sie uns
zugeschalten ich freue mich wahnsinnig
dass sie wieder dabei ist herzlich
willkommen zurück auf dem Kanal Anna
Rosenberg ich freue mich danke für die
einladen ja freue mich auch sehr dass
wir drüber reden und leider ähm muss ich
sagen ist ähm mehr passiert als weniger
es hat sich vieles nicht in Luft
aufgelöst worüber wir letztes Jahr so
gesprochen haben da werden wir gleich
noch mal ein bisschen dran anklüpfen ja
wie gesagt m vielleicht mal so als als
Einstieg man hat ja immer so ein
bisschen sagen wir mal das Gefühl wenn
man einfach so die Zeitung ab und zu
aufschlägt oder Tagesschau anschaut oder
sowas die Welt wird irgendwie immer
bekloppter
so ist immer so dieser erste Eindruck
m ist das wirklich so wenn wir das jetzt
mal auf geopolitische Risiken
mal tatsächlich beziehen und jetzt
weniger auf was die einzelnen Menschen
so auf der Straße veranstalten hat sich
die geopolitische Lage haben
geopolitische Risiken jetzt mal auch
vielleicht in so einem historischen
Kontext wirklich tatsächlich zugenommen
sind wir also alle ein bisschen
bekloppter geworden oder die Welt ein
bisschen bekloppter
gewonnen ja also wenn man mal heute die
Situation in den historischen Kontext
setzt dann würde ich schon sagen dass
wir in einem Moment sind in dem die
geopolitischen Risiken auf jeden Fall
zunehmen werden weiter zunehmen werden
es gibt ein Index der heißt historical
geopolitical risk Index der schaut auf
geopolitische Spannungen seit Anfang des
19 Jahrhunderts und was wir da sehen ist
dass wir jetzt heute also Ende 2023
waren wir auf einem Niveau das
vergleichbar war mit dem Kalten Krieg
also die Linie war auf dem gleichen
Level wie zwischen 1950 und 1990
undofern also ja ein bisschen höher aber
jetzt nicht total krass hoch aber wenn
wir jetzt schauen was in den nächsten
Jahren so auf uns zukommt dann ist es
sehr wahrscheinlich dass diese Linie
weiter ansteigen wird ja es gibt einige
Faktoren die dafür sprechen also
ich kann mal kurz diese Faktoren
erwähnen das ist glaube ich wichtig dass
wir die dass wir die ansprechen also
zunächst einmal wir haben unseren
eigenen geopolitischen Index kreiert
hier und was wir da ganz gut sehen wir
wir messen die bilateralen Beziehungen
zwischen Ländern und was wir da sehen
ist das seit der Invasion in in in die
Ukraine und seit dem hamasanschlag sehen
wir mehrere mehr schlechte bilaterale
Beziehungen also mehr Länder tragen zu
geopolitischen Risiken bei dann ist da
das Thema Russland wir wissen nicht was
russland will handelt es sich nur in
Anführungszeichen um eine territoriale
Expansion oder geht es darum die
Weltordnung tatsächlich zu verändern ja
also die Rolle ist da auch noch nicht
ganz klar dann haben wir natürlich auch
die Beziehung zwischen Russland China
Iran und Nordkorea die sich immer
intensiviert
und zusätzlich egal wer im Weißen Haus
sitzt werden die Beziehungen zwischen
USA und China
weiter ab abnehmen also die werden ne
nicht besser werden also sind wir in ein
Welt in der wir mehr Sanktionen haben
mehr
Exportzölle
handelszölle viel mehr Spannungen
überall wir werden auch noch mehr
disruption sehen aufgrund von artificial
intelligence und die politische
missinformation die diese und den
Klimawandel natürlich und wenn man diese
ganzen Faktoren zusammennimmt also wir
haben mehr Akteure die die Weltordnung
verändern wollen wir haben mehr Friktion
in der Welt kann man mit relativ große
Überzeugung sagen dass diese Linie die
bisher auf dem Niveau des Kalten Krieges
war in den nächsten Jahren doch auf
jeden Fall ansteigen wird wahrscheinlich
ist das auch so ein bisschen das Gefühl
es ist ja eigentlich recht faszinierend
dass dass dieses diese ich sag mal
Rückkehr zum Egoismus oder zum äh zum
nationalen wir zuerst äh denken dass
dass dass du da ja gerade ansprichst ähm
dass das so massiv zugenommen hat
nachdem wir eine Phase hatten in den wir
ja gerade durch globalen Handel
eigentlich quasi auf allen Fronten eine
Verbesserung des Lebensstandards erlebt
hatten also wir haben ja jetzt
Jahrzehnte hinter uns gebracht die in
denen die in der Globalisierung
zumindest die Weltmächte die wir jetzt
besprochen haben und die auch auf dieser
Bühne ihren Platz haben wollen äh die
davon massiv profitiert haben ja das ist
absolut wahr wobei ich würde
nicht sagen dass wir in einer
deglobalisierenden Welt leben ja wir
sind schon noch in einer Welt in der es
sehr viel Handel gibt die
handelsmen haben nicht wirklich
abgenommen wir sehen eine Umleitung der
Handelswege also wir sehen z.B wenn man
ganz konkret mal schaut auf den
sogenannten middle corridor das ist ein
ein handelskorridor zwischen China und
Europa der hat jetzt viel mehr ähm also
das viel mehr los weil natürlich die
Handelswege jetzt versuchen das Rote
Meer rechts liegen zu lassen und nicht
über Russland zu gehen also ist mehr
Handel in diesem mittelkorridor und
davon profitieren natürlich die Länder
die in der Mitte liegt also tendenziell
würde ich sagen wir sind jetzt gerade in
einer Welt in der es mehr Risiko gibt in
der trotzdem noch alle interessiert sind
daran den Handelsaustausch weiter zu
betreiben weil alle profitieren davon
nur müssen sich Firmen jetzt einfach
anders aufstellen die müssen sich anders
positionieren näher an ihre Absatzmärkte
sie müssen sich ein bisschen Loslösen
von ihrem ursprungsmarkt also z.B sehen
wir chinesische Firmen die sich viel in
Mexiko ansiedeln um näher an den USA zu
sein oder wir sehen chinesische Firmen
die sich in Singapur ihr Headoffice
aufmachen um nicht chinesisch zu
erscheinen also wir sehen da ganz viel
Kreativität im Moment um weiterhin vom
Handel zu profitieren und insofern sind
wir noch nicht in einer
deglobalisierenden Welt das kann sich
ändern z.B sollten wir eine eine Trump
präsidenc bekommen im Januar dann würden
dann natürlich viel mehr handelszölle
sehen dann könnten wir in eine
deglobalisierende Welt kommen aber
Moment sind das noch nicht da kommen wir
nachher natürlich zu den USA noch ein
bisschen dazu vielleicht gehen wir mal
so ein bisschen die ich sag wir mal die
aktuellen Krisenherde auch durch die wir
im Moment haben bevor wir dann mal so
den Ausblick nach vorne wagen
weil es natürlich jetzt im Moment sehr
massiv die schlagzeulen logischerweise
bestimmt ist es natürlich jetzt erstmal
der nostkonflikt der sehr drängend ist
und der na ja offener den je ist in
welcher Richtung er denn sich entwickelt
was würdest du sagen sind denn so man
kann natürlich auch wissen wir alle
nicht wi was die Zukunft bringt das ist
klar aber
die Aufgabe ist ja quasi auch bei euch
natürlich bisschen mit
Wahrscheinlichkeiten zu arbeiten was
könnte denn passieren was könnte da so
auf uns zuuk kommmen in welche
Richtungen kann sich das entwickeln und
wie wahrscheinlich ist es das
dieser Nahostkonflikt sich z.B noch
deutlich ausweitet ja also als der
Konflikt losging dann hatten wir schon
gesagt es wird jetzt wahrscheinlich in
Phasen sich entwickelt zuerst wird sich
Israel auf Gaza konzentrieren und auf
Hamas danach wird sich Israel mit dem
Hisbollah Hisbollah auseinandersetzen
und danach wird Iran in den Fokus rücken
weil aus israelischer Perspektive sind
diese drei Gefahren existentiell für
Israel wir haben jetzt genau dieses
diese Schritte verfolgt ja in Situation
in in Gaza oder
Hamas diese Gefahr die militärische
Gefahr von Hamas auf die schaut Israel
jetzt und denkt sich okay die
militärische Gefahr haben wir mehr oder
weniger im Griff natürlich haben sie
Hamas nicht ideologisch ausgerottet was
sie eigentlich machen wollten das ist
unmöglich im Gegenteil wahrscheinlich
haben sie die terroristische
Organisation eher ähm beflügelt und nun
geht es also um um Hisbollah es geht
ganz konkret darum Hisbollah zu so zu
schwächen dass sie keine existenzielle
Gefahr mehr für Israel vor allem für den
Norden von Israel ähm
bilden nun ist es allerdings so dass es
auf der einen Seite haben wir die
Strategie die Israel verfolgt aber wir
haben auch eine sehr volatile
innenpolitische Situation in der
unterschiedliche Politiker auch handeln
um ihr politisches Überleben zu sichern
daher ist das
Agieren von Israel sehr schwer einzu zu
setzen allerdings hatten wir eine große
Veränderung in den letzten Wochen die
eigentlich die ganze Sache etwas
entschärft zumindest in Bezug auf was
die Märkte betrifft ja und zwar Iran
Iran haben wir eine neue Regierung ein
neuen Präsidenten der einen sehr anderen
Ton anschlägt dieser Präsident hat nicht
nicht total viel macht ja aber er hat
es frei genug eine neue Agenda
voranzutreiben und diese Agenda ist
wieder Gespräche mit dem Westen
anzufangen zu schauen Sanktionen
aufgehoben werden und daher ist Iran
gerade total auf
Deeskalation und das ist insofern eine
positive Entwicklung weil es bedeutet
dass dieser Konflikt zwischen Israel und
Hisbollah wahrscheinlich zwischen Israel
und esbolla bleiben wird und Iran sich
nicht einmischen wird im Moment noch das
ist zumindest die unsere Prognose für
die nächsten Wochen alles kommt daruf an
ob Iran das Gefühl hat dass es Gespräche
mit dem Westen führen kann oder nicht
wenn sich diese ähm wenn sich diese
Möglichkeit schließt dann geht wieder
das das Risiko hoch Iran ist natürlich
auch in ein schwierigen Situation weil
sie müssen auch ihren ihren Proxis in in
in im Libanon aber auch in in Syrien im
Irak zeigen dass sie sie unterstützen
also im Moment hat Iran auch ein
bisschen eine Krise hier weil sie müssen
gleichzeitig weiterhin ein auf taff
machen aber sie haben ganz klar
Prioritäten also Moment ist unser
Basisszenario ja es eskaliert aber es
eskaliert auf eine kontrollierte Art und
Weise bleibt zwischen Israel und
hisbolla und ist daher nicht sehr
bewegend für die Märkte wenn Iran mit
ins Spiel kommt dann sieht die Sache
anders aus weil dann muss die USA auch
mit ins Spiel kommen und dann sind wir
in der Situation die eskalieren kann die
auf jeden Fall auch auf die Ölmärkte
Einfluss haben würde und auch auf die
US-Wahl und insofern ähm eher
destabilisierend wäre und natürlich auch
andere krisenkonflikte möglich machen
würde ja also z.B ein Situation in der
wir jetzt einen großen Krieg im Nahen
Osten haben ist es attraktiv in anderen
Gegenden in denen es gerade so brodelt
vorzugehen weil die USA abgelenkt ist ja
gut das ist immer so ein Klassiker da
kann man wirklich nur hoffen dass Iran
so ein bisschen im Moment weiter auf der
vorsichtigen Seite bleibt ähm
wie viel Gefahr geht eigentlich ähm in
dem Kontext wie du es auch beschrieben
hast in von Israel selber aus gerade
weil sie innenpolitisch auch m nicht so
100% stabil im Moment sind und natürlich
auch da die Machtverhältnisse sich
permanent verschieben und natürlich auch
da die eigentlichen Entscheider massiv
unter Druck sind na ja ich glaube wir
sehen was wir sehen aufgrund genau
dieser Situation diese diese dieser
Appetit zu eskalieren ist sehr ein sehr
sehr großes Risiko zu fahren das darf
man nicht
unterschätzen ein Angriff auf hisbolla
kann fatale Folgen für Israel haben
Hisbollah hat bis zu 150 000 Kämpfe und
sie haben ballistic missiles die ganz
großen Schaden in Israel in israelischen
Städten anrichten können aber im Moment
ist die israelische Regierung
überzeugt dass dieser dieser potentielle
Schaden es wert ist aber in der Tat ist
es geht da sehr viel Risiko auf ja
aufgrund der innenpolitischen Lage und
es ähm auch das ist natürlich Teil
dieses Konfliktes sieht man in sehr
vielen Ländern natürlich auch ähm
wiederum innenpolitisch sehr viel
ausgetragen von diesem Konflikt wenn wir
jetzt noch mal in Deutschland sehen was
da so alles los ist zwischen den
einzelnen Lagern ne auch das hat ja so
einen gewissen Zündstoff ja absolut also
im Moment ist natürlich die in vielen
Ländern die politische Lage so
zerstritten und verteilt das es
schwierig ist Konsens zu zu finden und
überhaupt zu regieren ja man man ist
immer mehr geteilt und
es kommt daher leider relativ wenig bei
raus also in Deutschland muss man
wahrscheinlich warten bis es zu einer
Veränderung in der Konstellation kommt
nach der nächsten Wahl das ist zumindest
glaube ich die europäische Perspektive
auf die Situation in Deutschland aber da
ist Deutschland auf jeden Fall nicht
allein genau das ein uns dann schon
wieder auch auch wenn es es nicht besser
macht
ähm Ukraine Russland müssen wir
natürlich vielleicht auch noch mal
einmal kurz
ansprechen da natürlich auch da wieder
neue Dynamiken sich entwerfen das ist
jetzt nicht so ganz außergewöhnlich wenn
man plötzlich wieder Überlieferung von
Langstreckenraketen äh spricht da ist
dann auch nicht verwunderlich dass
sofort eine Reaktion darauf kommt
ähm wie wie schätzt du oder wie schätzt
ihr
ähm die Lage rund um den Ukraine Krieg
gerade mit
Russland im Moment ein soweit man das
überhaupt kann ähm und würdest du sagen
dass sich im Vergleich zum vergangenen
Jahr auch da ähm die Gefahren der
Eskalation erhöht haben ja also
eigentlich kann man ähm also konnte man
sehr gut vorhersagen was da bisher
passiert ist es war eigentlich von
Anfang an klar dass dieser Krieg zu
keinem Gewinner führen wird dass
Russland die Überhand hat aufgrund
einfach viel mehr ne Männer ähm viel
mehr größere Bevölkerung und ähm im
Moment ist passiert genau das dass
Russland also konsequent mit relativ
wenig Opfern also es gibt ja noch keine
äh militärische Pflicht Militärpflicht
in Russland ähm weiterhin Territorium
einnimmt also wenig die Ukrainer sind
schon ganz gut darin das Territorium zu
halten aber konstant nimmt Russland
immer mehr Territorium ein das war
absolut vorhersehbar im Sinne von ähm
wenn es ein Interesse daran gibt für
Russland ein ein ein ceasefire
einzugehen unter einem als ein
Waffenstillstand unter z.B einer
trumpierung dann ist es wichtig dass
Russland so viel Territorium wie möglich
jetzt einnimmt damit es später so viel
Territorium hat ne wenn es in die
Verhandlungen geht weil das kann man
dann nicht mehr rückgängig machen daher
ist es klar dass sie dieses Ziel auch
weiterhin verfolgen immerhin immer ein
bisschen mehr Territorium einzunehmen
die Invasion der Ukraine in Russland ist
ist auf jeden Fall signifikant und
erhöht natürlich das Risiko
ähm aufgrund von
verschiedenen verschiedenen Gründen
nämlich zunächst einmal gab es
eigentlich sowas historisch sehr sehr
selten dass eine Nuklearmacht eine
Invasion erlebt hat ja es gab es einmal
in 60er Jahren in
Russland China aber das war's es
ist also auf jeden Fall signifikant und
die Tatsache dass Putin es nicht als
Kriegshandlung benennt bedeutet dass er
es runterspielen möchte ne aber das ist
signifikant es macht es auch
wahrscheinlicher dass der Westen äh
diese Ukraine erlaubt tiefer in das in
das russische Territorium einzugreifen
also da haben wir schon ein bisschen
eine Erhöhung des des Risikos würde ich
schon sagen dieses Jahr wird sich das
weiterhin so abspielen wie es sich
abspielt wir kommen jetzt in die heiße
Phase wir sind schon in der heißen Phase
und äh und dann nächstes Jahr kann dies
ganz anders aussehen sollten wir eine
Trump Regierung haben oder eine Harris
Regierung die wird mit dem Krieg ganz
anders
umgehen das ist das Stichwort ich glaube
das
ist natürlich auch dieses Thema
geopolitische Risiken ergeben sich
natürlich nicht nur aus Waffen sondern
natürlich auch aus handelszöllen und so
weiter und so fort deswegen vielleicht
mal ganz kurz das Thema US-Wahl
natürlich wissen auch wir nicht wer die
Wahl gewinnen wird auf das Spielchen
brauchen wir uns auch nicht ein lassen
ähm aber daraus ergibt sich natürlich
für die Welt doch je nachdem wer gewinnt
ähm für den ein oder anderen ein anderes
Ergebnis
ähm wollen wir mal so ein bisschen die
Szenarien entwerfen was bedeutet das für
die Welt wenn ähm eine Harris gewinnt
oder ein Trump gewinnt und natürlich
auch in der Unterscheidung gibt's den
durchmasch von Trump mit beiden Häusern
oder eben nicht ja also ich denke dass
es außenpolitisch wahrscheinlich nicht
so relevant ist ob er ne totale macht
hat mit beiden Häusern oder nicht also
sprechen wir mal über eine ähm Trump
Regierung was die außenpolitisch
bedeuten würde also konkret kann man
sagen dass unter Trump natürlich die da
geht's umum Handels da geht um
handelszölle er ist eigentlich niemand
der sich groß um Geopolitik kümmert ihm
geht's um wirtschaftliche Faktoren ja es
ist wichtig zu sagen dass man oft immer
ähm Trump darstellt als hätte er die
alleineigeemacht und könnte und würde
total ideologisch agieren das ist zu
simplistisch wenn man genau schaut was
die Außenpolitik von Trump wirklich
prägen würde muss man verschiedene
Faktoren mit einbeziehen da ist einmal
die Tatsache dass es drei
unterschiedliche Lager in den
republikanischen Partei gibt es gibt die
die prioritizers die wollen alles unter
China ordnen es gibt die isolationists
die wollen nur nach innen schauen und es
gibt die primacists das sind die die
eigentlich typische republikanische
Außenpolitik betreiben wollen ja dann
gibt's Trumps Erfahrung von seinem von
seinem seiner ersten Wahljahre und dann
gibt's natürlich auch noch sein Appetit
Deals zu machen ja man muss diese ganzen
Aspekte zusammennehmen und dann kommt
man zu realistischen Szenarien wie sich
Trump in der Außenpolitik verhalten
würde es ist z.B sehr wichtig dass die
Prime Assists ungefähr 75% der
republikanischen Partei ausmachen das
bedeutet dass selbst wenn Trump
überzeugt ist eine Sache zu machen z.B
Europa rechts liegen zu lassen oder
links liegen zu lassen dass die
Republikaner die primacis da nicht
mitmachen würden ja also wenn man mal
ganz konkret schauen was bedeutet Trump
für die Geopolitik also zunächst einmal
interessiert er sich nicht groß für
Geopolitik er interessiert sich für
wirtschaftliche Faktoren er ist kein
Befürworter von Krieg er hat eine
avasion dazu natürlich wärden
handelszölle sehr umfangreich unter der
Trump Administration und diese
handelszölle würden wahrscheinlich auch
auf Europa treffen und zwar
wahrscheinlich sehr signifikant auch ne
ähm die Europa würde unter größerem
Druck stehen amerikanische Produkte zu
kaufen es wä große Unsicherheit über
Sicherheit aber auch über Energie ne wir
kaufen sehr viel Gas aus den USA in der
Vergangenheit gab es da auch einige
Drohungen dass das vielleicht nicht
immer so weitergeht also es wäre sehr
viel Unsicherheit aber wie gesagt ähm
die Republikaner in diesen Prime Assists
würden Europa auch nicht links liegen
lassen weil sie wissen man braucht sie
im großen Konflikt oder in dem großen
Wettkampf mit China im Nahen Osten würde
ich keine große Veränderung erwarten
China würde wahrscheinlich große ähm
handelszölle sehen wahrscheinlich 10%
für alles und dann in manchen Sektoren
60%. in der Sache in in Russland Ukraine
we wir gerade drüber gesprochen haben
ist ein Waffenstillstand
wahrscheinlicher unter Trump der könnte
so aussehen dass Trump sagt hört mal zu
Ukraine wenn ihr euch nicht hinsetzt und
verhandelt dann kriegt ihr keine Waffen
mehr und Russland wenn ihr euch nicht
hinsetzt und verhandelt dann kriegt die
Ukraine noch viel mehr Waffen und für
Russland könnte das attraktiv sein weil
natürlich Russland damit wieder eine
Möglichkeit hätte im internationalen
System
teilzunehmen so wenn man das alles
zusammennimmt dann haben wir
gleichzeitig Faktoren die geopolitisch
deeskalierend sind und eskalierend und
diese nicht unbedingt diese zwei Sachen
schließen sich nicht unbedingt aus die
können gleichzeitig passieren angenommen
wir kriegen ein einen Waffenstillstand
in der Ukraine und Russland und die USA
nähen sich wieder aneinander an dann
wirdes Risiko dieser dieser neuen
Beziehung zwischen Russland China Iran
und Nordkorea etwas runtergehen ja also
das ist recht wichtig und signifikant
weil das sind nukleare Mächte oder fast
nukleare
Mächte natürlich hätten wir viel mehr
unter den Alliierten es gebe sehr
viel Streit um die Zölle die westliche
Allianz würde bröckeln also insofern
würde das natürlich schwierig sein also
Trump ist hat so viel upsides wie auch
downsides wenn wir jetzt mal auf camala
Harris schauen ich sage dazu immer das
es wahrscheinlich ein Sequel des Status
ques also die die zweite Staffel ja die
zweite Staffel der beiden administration
mit camela Harris die sich
wahrscheinlich eher auf artificial
intelligence und die die die
Kriegsführung der Zukunft spezialisiert
hat da darauf würde sie sich
wahrscheinlich weiter spezialisieren sie
würde wahrscheinlich auch die Ukraine
länger unterstützen weil sie wesentlich
kritischer gegenü gegenüber Russland
eingestellt ist und und eher so diese
diese Langzeit Gefahr die Russland
darstellt sieht daher könnte ich mir
vorstellen dass Ukraine
unterstützt wird um die
territoriale Position zu halten und dann
einfach gewartet wird also gewartet bis
Putin rausgeht also dieser Konflikt mehr
oder weniger versucht einzu einzudämmen
keine große Veränderung im Nahen Osten
keine große Veränderung natürlich mit
der EU trotzdem würde erwartet werden
dass auch europäische Länder wesentlich
mehr in in defense investieren in die
Rüstungs also auch unter auch unter
Harris gibt es Tendenzen in der sich die
USA etwas zurückziehen
möchte und man muss natürlich auch sagen
wenn man mal das das
wirtschaftspolitische neben
auch also du kannst natürlich auch sagen
Sie es anders aber auch unter
einer demokratisch in auch einem
demokratischen Haus oder einer
Präsidentin Harris ist die
Gefahr dass Amerika ein bisschen weiter
diesen Weg geht sich wirtschaftlich
etwas mehr abzuschotten mit Sicherheit
nicht so extrem wie wie Trump das so
immer ankündigt aber so völlig aus der
Welt ist es ja auch nicht nee nee also
ich die die die diese Einstellung
gegenüber China die wird sich nicht
verändern Harris wird genauso gegenüber
China eingestellt sein wie das wie das
auch beiden war ich denke wir werden
weiter ganz konkrete Sanktionen im
Bereich der Technologie sehen das wird
weiter gehen ich glaube sowohl Trump wie
auch Harris würden weiterhin Politik
betreiben die Firmen in die USA anzieht
von anderen Ortschaften Weg insofern ist
es diese weder Trump noch Harris
verändern die Richtung nicht ne das ist
wir gehen in die gleiche Richtung nur zu
unterschiedlichen extremen und es ist
schon so dass die Welt in die wir in die
wir schreiten und bereits drin sind eine
ist in der die USA nicht
mehr Nummer ein ist und nicht mehr die
globale Polizei sondern in eine eine
Welt in der es mehrere Einflusszonen
gibt mehrere Länder die immer
einflussreicher werden und es ist ein
Unterschied wie das gemanaged wird wie
dieser Übergang gemanaged wird Harris
würde wahrscheinlich diese Situation
versuchen so zu manag dass es mehr oder
weniger schafft das gegenwärtige System
offen zu halten mit so wenig disruption
wie möglich bei Trump wäre es
wahrscheinlich wesentlich
ja nicht chaotischer aber auf jeden Fall
disruptiver wobei man natürlich da auch
über die Frage stellen kann was ist
besser etwas so vor sich hin in nicht
siechen ist das falsche Wort an der
Stelle aber diesen Status Quo Erhalt bis
zu einem Punkt wo es ohnehin nicht mehr
geht
aufrechtzhalten oder eben die reichleine
zu ziehen auch darüber kann man ja
eigentlich diskutieren
ne ja also das ist jetzt nicht unbedingt
meine Rolle die die Politik zu beraten
was besser und was schlechter ist aber
ganz konkret ist es schon so wenn man
schaut was die das Verhalten der EU wäre
unter einer Trump Präsidentschaft und
unter einer Harris Präsidentschaft wir
wissen ja dass die EU immer dann
reagiert wenn es große Krisen gibt ja
also insofern eine große Krise würde
bedeuten dass sich die europäischen
Lieder eher zusammenraufen müssten und
eher große Entscheidungen treffen
müssten wie wir das ja auch während
covid gesehen haben z.B insofern ist
eine disruption ne also wir haben es ja
auch schon gesehen die die die nur die
die Bedrohung dass Trump wieder an die
Macht kommt hat dazu geführt dass fast
alle Länder versucht haben dieses
2% natoziel zu erreichen in Sachen
defensabgaben ja und es war nur die
Bedrohung noch nicht einmal die Tatsache
dass er da ist und
wenn man mal das quas kurz zu Ende
gedenkt beispielsweise wie du gesagt
hast wenn wenn wir eine Trump
Administration beispielsweise bekommen
und den Gedanken weiterführen
beispielsweise er hilft dass es einen
Friedensvertrag gibt und die USA und
Russland nähern sich wieder stärker
aneinander
an könnte das nicht im Umkehrschluss
auch bedeuten dass die Spannungen
zwischen China und dem Westen dadurch
natürlich zunehmen weil China noch viel
weniger der Liebling der Welt ist ja
also China ist sehr interessant ähm wir
haben jetzt große also heute ne Stimulus
ähm sehen wir jetzt gerade wie wie
wieder die Wirtschaft in den Mittelpunkt
gerückt ist das ist interessant weil es
bedeutet dass shiinping die Wirtschaft
jetzt auf jeden Fall wieder ankurbeln
möchte und wenn das funktioniert das
wissen wir jetzt noch nicht ja weil die
strukturellen Probleme die china hat die
geopolitischen Probleme die china hat
die sind nicht weg aber wenn die
Wirtschaft wieder etwas zum Leben
erwacht dann reduziert das das
geopolitische Risiko das von China
ausgeht wenn man mal auf die Geschichte
Chinas schaut dann ist es ein Land das
ich eigentlich immer sehr gerne gegen
sein
seine Politiker auflehnt ja und
shishingping hat hat hat große Angst
davor dass das so passiert daher haben
wir diesen Staat diesen
Überwachungsstaat aber um die
Bevölkerung glücklich zu halten oder
zumindest nicht aufständisch braucht man
eben eine Wirtschaft die funktioniert
wenn das nicht mehr funktioniert weil
sich die Welt mehr und mehr abwendet
weil mehr und mehr Länder Zölle
einführen Europa aber auch in in anderen
Emerging Markets und China immer mehr in
die Ecke gedrängt wird dann wächst das
geopolitische Risiko heute ist China
bereits der größte Exporteur nach
Russland ähm wir hatten vor zwei Wochen
oder so zum ersten Mal äh die Anklage
von aus den USA dass China Waffen also
also wirklich Waffen in in die in nach
Russland schickt und nicht nur dual used
goods und das ist schon ein gamechanger
ne weil anscheinend im Austausch bekommt
China äh Information über über submarine
capabilities ja
Europa schaut sich diese Sache an und
denkt sich H also so dual use goods da
können wir noch wegschauen aber bei
anderen Sachen wird es immer
schwieriger und dann haben wir jetzt
auch einen neuen Wind in der neuen
europäischen Kommission den Dragi Report
darüber haben wir noch nicht geredet ja
aber eine Sache die ganz wichtig ist in
diesem drag Report er redet von
wesentlich protektionistischeren
Maßnahmen von mehr Zöllen auch gegenüber
China um sich zu zu beschützen Dragi ist
allein es gibt immer mehr europäische
thinktanke die genau dazu aufrufen also
Europa scheint sich gegenüber China
etwas anders aufzustellen und das ist
natürlich auch ein Problem für China
falls es die Wirtschaft nicht ankurbeln
kann also insofern umso mehr
China wirtschaftlich in die Ecke
getedrängt ist umso größer das Risiko
das von China ausgeht ja im Moment ich
glaube die die die Nachrichten die wir
jetzt hatten über diesen neuen Stimulus
reduzierenes Risiko aber wir müssen
erstmal schauen wie die sich dann
tatsächlich auswirken das ist ja
natürlich das Ding was man die letzten
ich sag mal zi D Jahre über Shishi Ping
schon sagen musste dass man schon das
Gefühl hat dass wenn der zu sehr in der
Ecke ist und zu sehr vielleicht auch
seine Macht in Gefahr ist dass der sich
tendenziell eben zu anders als man das
die 10 Jahre davor erlebt hat hinreisen
lässt
zu Machtdemonstrationen aller Art die
eben dann auch mal außenpolitisch
stattfinden können oh ja auf jeden Fall
wir sindind wir haben jetzt natürlich
schon in den letzten Jahren ganz
eindeutig gesehen wie sich China
militärisch
aufrüstet und auch die Einflusszonen
ausweitet da ist da ist schon ein neues
great game im South China China sea
gerade unterwegs also das sind auf jeden
Fall Tendenzen aber im Grunde ist es
eben auch eine ganz historisch gesehen
natürliche Evolution einer Großmacht ja
die eben jetzt in einer great power
competition ist also das muss nicht
bedeuten dass wir in einem Krieg
zusteuern es bedeutet nur dass eine neue
Großmacht versucht ihre Einflusszone zu
erweitern ja und auch so wie es
frankierin immer sagt ihren Tisch eben
auch am Platz der großen ihren Platz am
Tisch der großen einzunehmen was man
ihnen jetzt nicht so richtig zugestattet
natürlich
m ich finde in dem Zusammenhang
natürlich ist es weil wir hier natürlich
in Europa sind es ist immer ein relativ
schwieriges Thema und deswegen du hast
es schon angesprochen drag
ist schon auch ein gefährliches Spiel
wenn weil es natürlich diese der
versucht sich abzuschotten oder wenn es
diese Tendenzen denn tatsächlich
gibt
weil es auch so ein bisschen das
entscheiden ist ne wir haben ja immer
gesagt Europa sitzt so ein bisschen den
zwischen den Stühlen
anstatt nach sich selber zu schauen und
sich wieder ein Stuhl zu schnappen
und ein aus welchen Gründen auch immer
abschotten gegen China bedeutet
natürlich auch ein Stück weit ich habe
mich entschieden für die USA was ja
irgendwie auch ein Stück weit fatal und
vielleicht auch dumm ist aber das ist
eine andere Bewertung na ich denke es
kommt drauf an wer im Weißen Haus sitzt
also wahrscheinlich würde ein sich
abschotten unter Trump
wesentlich
weniger passieren einfach aufgrund man
kann nicht zwei Handelskriege führen ne
also einer ist wahrscheinlich dann
ausreichend unter einer Haris
Administration würde man sich
wahrscheinlich eher in Richtung der USA
bewegen allerdings wird Europa nie so
extrem sein man sieht es ja jetzt ganz
konkret im Automobilsektor wir haben
zwar diese diese handelszölle allerdings
sehen wir auch total viele Kooperation
zwischen europäischen Autoherstellern
und chinesischen Autoherstellern und
Batterieherstellern da versucht man neue
Modelle wir sehen chinesische Firmen die
in Europa anfangen Fabriken aufzumachen
auch weil Politiker das dann eher
kontrollieren können und weil das
natürlich auch Jobs bringt also ich
denke die Beziehung zwischen Europa und
China wird immer etwas nuancierter
bleiben als die Beziehung zwischen den
USA und China allerdings wird es immer
schwieriger werden und es wird auf jeden
Fall protektionistischer werden
mhm macht's aber natürlich nicht besser
für uns wenn wir jetzt wieder
zurückkommen zu dem wirtschaftlichen
Risiken nein natürlich Europa ist in
einer schwierigen Situation das wissen
wir alle allerdings gibt es ganz große
Unterschiede ja also wir haben ein ein
Ranking gemacht geopolitische Gewinner
und Verlierer das ist intern ich werde
nicht in die Details einsteigen aber die
die die Wicht tigsten takeaways sind es
Europa da auf einer ziemlich großen
Spanne liegen und es durchaus auch
Länder gibt die gerade von den von den
Entwicklungen der letzten Jahre
profitiert profitiert haben und die das
wahrscheinlich weiterhin profitieren
davon profitieren werden als z.B einige
Länder in Osteuropa aufgrund dieser
Veränderung der Handels Situation aber
auch Länder in Nordeuropa stehen relativ
gut da also wir haben sehr viel
Diversität in Europa die großen Probleme
hat Dragi
gesprochen die Produktivität ist ein
großes Problem wenn man vor allem schaut
wie sich Europa gegenüber den USA in den
letzten Jahren positioniert hat das
wissen wir alle m in der Tat ist ist da
ein großer politischeer Willen gefragt
um diese Dinge zu verändern auf
europäischer Ebene die Realität ist dass
dieser politische Willen im Moment nicht
da ist weil die politische Lage in
vielen Ländern so ist wie sie ist das
kann anders aussehen in ein Jahr es kann
anders aussehen wenn es eine große Krise
gibt ja wie z.B Trump kommt und ihr
müsst euch jetzt entscheiden aber Moment
ist ist relativ wenig Spielraum um
tatsächlich was zu verändern ja wir sind
uns natürlich wie immer alle wahnsinnig
uneins und vor allem ist es natürlich es
ist ein sehr deutsches Phänomen das auf
den Rest Europas auch Rü schwappt dass
wir unsere eene Probleme irgendwie nicht
benennen und vor allem nicht korrigieren
wollen gerade was die wirtschaftliche
Kraft angeht ne das ist ja auch so das
ist wir sind mit uns selber beschäftigt
na ich glaube es
das Problem ist dass wir auf ein also in
Deutschland auf ein Modell blicken das
funktioniert hat in der Vergangenheit
aber dieses Modell würde nicht abgedated
für die Zukunft und wir relativ Star
sind in den Strukturen und nicht genug
Kreativität zugelassen wird und
tatsächlich to think out of the Box ja
und dieses Problem gestaltet sich in in
der Administration und trickelt so ne
also fließt so in sämtliche reiche über
und
ich man muss glaube ich einfach noch mal
mit frischen Augen auf auf viele Dinge
schauen und versuchen die Sachen anders
anzugehen weil trotz allem hat
Deutschland eine top ausgebildete Leute
m es ist aber durchaus wie in einer
Zwangsjacke und ich glaube da muss man
sich etwas von lösen um auch kreatives
Potenzial zu entfachen um zu diesen ganz
großen Problemen Lösungen zu
finden mal so quasi um um das auf
aufzugreifen gehässig gesagt würde ein
Präsident
Trump sagen wir mal uns eher dazu
zwingen diese Fesseln zu lösen als eine
Präsidentin Harris ja eigentlich schon
ne absolut weil das was quasi uns auf
wirtschaftlicher Ebene trifft
wahrscheinlich erstmal härter ist
und uns auch mehr ins Markt trifft und
uns dann auch zwingt zu sagen okay jetzt
müssen wir vielleicht doch mal den
Hintern hoch kriegen ja also ich denke
wir sind ja hier ich bin ja in London
hier haben wir es mir ganz gut gesehen
wie das Land erstmal gegen die Wand
gefahren wurde bevor es tatsächlich auch
möglich war innenpolitisch einen
drastischen Wandel zu versuchen und
in in so einer Beziehung ist
wahrscheinlich und und man sieht es auch
dass die Trends fangen oft in England an
und schwappen dann so auf den Kontinent
über und insofern kann es durchaus äh in
Europa auch der Fall sein dass erstmal
die Sache gegen die Wand gefahren werden
muss bevor man dann ähm anfängt die die
Sache wieder zu reparieren und in der
Tat ist es jetzt so dass wenn ich mit
Investoren spreche plötzlich sind alle
wieder so positiv ähm auf England zu
sprechen einfach aufgrund des Neuanfangs
äh was ironisch ist weil bis vor kurzem
war das absolut
undenkbar ja also ähm und wenn man
bedenkt dass ähm
die ja also insofern ist Deutschland
vielleicht und England gar nicht so
unähnlich und ich es ist lustig dass du
das sagst ich habe vor zwei Wochen hatte
ich ein Interview mit ähm von einem
anderen investmenthus Kollegen der eben
auch in London lebt ähm ähm auch sogar
doppelte Staatsbürgerschaft hat äh und
wir hatten genau dieses Thema und ich
sag ja Mensch guck mal UK ist ja jetzt
sowas sag wir mal auf die Börse bezogen
Japan das letzte dreiviertel Jahr war
everybody dararling und irgendwie jetzt
redet jeder über UK und er meinte ja ist
schon irgendwie lustig denn es ist ja
eigentlich jetzt ist nicht so dass ähm
die 180° drehe tatsächlich passiert ist
wirtschaftspolitisch sondern es ist eher
so dass man eben dass der Karin so tief
im Dreck war dass man zumindest mal zu
etwas sehr demokratischen kam nämlich
man setzt sich hin und überlegt mal
neuen Konsens und das ist eigentlich
kein großer Wurf aber es ist schon
heutzutage reicht das dann schon um mal
zumindest wieder eine positive ja es ist
genauso ironisch wie es klingt nee nee
es ist es ist schon so also die
strukturellen Probleme sind unverändert
die sind ganz eindeutig da aber das ist
wirklich ein sehr interessanter Aspekt
denn wir reden hier über Märkte über
Zahlen theoretisch über Zahlen am Ende
sind Märkte Emotionen wie fühlt sich ein
Investor heute über UK über Deutschland
fühlt er sich gut fühlt er sich schlecht
jetzt haben wir also in UK better
Feeling ja und das schlägt sich sofort
auf die Märkte um auch wenn die realen
strukturellen Probleme genauso da sind
aber natürlich ist es so dass eine neue
Regierung da ist die zumindest
Pragmatismus an den Tag legt und
ja die Situation war war so eine dass
das schon zu einem riesigen upswing in
Sentiment führt und dadurch dass sie
natürlich nichts mit der mit der EU zu
tun haben können Sie sich auch aus
vielem raushalten und sie sind dann
wieder geopolitisch betrachtet zu klein
als
als dass man sich an ihn ärgern würde na
ja das würde ich nicht so sagen dass sie
geopolitisch zu klein sind weil es ist
eine Nuklearmacht ja hat eine der besten
Armeen in Europa und nicht nur ein
Sachen Armeen sondern auch das ganze in
Netzwerk das diplomatische Netzwerk das
das UK hat ist wahrscheinlich
einzigartig auf der ganzen Welt
diplomatische natürlich auch
Geheimdienst und ich glaube daher das
ist eine einen Bereich in dem wir sehr
viel Kollaboration zwischen Europa also
der EU und UK sehen werden einfach weil
UK da bessere kapabilitäten hat trotzdem
sitzt es nicht so zwischen den Stühlen
nee es sitzt nicht so zwischen den
Stühlen das ist auf jeden Fall eher ne
es ist eigentlich es sitzt zwischen den
Stühlen zwischen den USA und Europa also
zwischen den USA und dem europäischen
Kontinent ne genau da sitzt es
dazwischen ich glaube in in ideologisch
politisch äh kapitalistisch sitzt es
genau
dazwischen also es wäre jetzt ist ich
nehme den ganzen Weg ist JUK nicht ganz
weit vorne bei euren geopolitischen
Gewinnern
da werde ich jetzt nicht drauf eingehen
das ist schade wo welches Land wo
welches Land rankt das hat kann ganz
viele Emotionen hervorbringen
deswegen wir wollen genau wir wollen
jetzt nicht für herzklappenabrisse
sorgen aber aber ist
ich komme trotzdem mal natürlich auf
dieses Gewinner Thea nicht es hat nichts
mit dem Ranking zu tun
aber du hast es natürlich mit Europa
schon bisschen angedeutt natürlich gibt
es einige Länder die von den sich die
letzten Jahre veränderten Strukturen
natürlich profitiert haben das gleiche
sehen wir ja aber z.B auch in in einigen
Ländern Asiens wo man eben auch versucht
ein bisschen zumindest mal spätestens
seit dem lieferkettenthema
China zu umschiffen ja Japan ist bei ein
es gibt viele andere Produktionsländer
die die da jetzt plötzlich sehr viel
mehr auf der auf der Agenda sind vieler
vieler Länder als als wichtiger
Zulieferer ja als Zulieferer natürlich
auch als neue rohstoffexporteure ich
glaube indonesien ist da ganz
interessant natürlich wir reden immer
viel über Indien Indien profitiert so
ein bisschen davon dass man sich von
China abwendet ist natürlich keinersatz
dafür aber profitiert davon wir sehen
die Türkei profitiert auch einfach da
von der geografischen Position wo es ist
da gibt es unterschiedliche Dimensionen
aber einige Länder die eben auf jeden
Fall auch auf der Gewinnerseite sind und
das natürlich auch attraktive
Investitions destinations
m abschließend ist natürlich immer die
Frage wenn wir mit über geopolitische
Risiken reden und natürlich in der
Kombination wie du das den ganzen Tag
bei amundi machst mit euren Asset
Managern ist natürlich auch für uns
Investoren immer die Überlegung
m wie sehr muss man das Reflektieren
also potenzielle Risiken die in kürzerer
Zeit auf einen zukommen könnten ähm
beispielsweise in der Ausrichtung seines
Depots also wie wichtig sind
geopolitische
Risiken tatsächlich für die Märkte außer
jetzt ich nehme jetzt mal nicht den
klassischen Fall großer Krieg kommt
Ölpreis geht hoch das ist jetzt ein
bisschen zu wenig sophisticated ja also
ich sehe das hier ähm ich mache jetzt
diesen Job Bayern mundi 2 Jahre die
Aufgabe war ne kreiere diese
geopolitische Analyse Fähigkeit in der
mundi das dann die die Investoren die
Sache reflektieren können und was ich
gesehen habe ist das einfach
geopolitische Analyse genauso
fundamental geworden ist wie die
makroanalyse ja wie was erwarten wir von
Inflation was erwarten wir vom GdP
Wachstum was erwarten wir von interest
rates Geopolitik ist da einfach noch so
ein Piller ja ist einfach noch ein Teil
dieser Analyse der da reinfließt also es
ist Teil des des des des Hintergrunds
man muss wissen was los ist man muss
wissen was ist relevant was kann auf die
Märkte ein Einfluss haben und was nicht
was sind Trends die vielleicht da sind
ne für einen längeren Zeitraum was sind
Situationen gegen die man hatschen muss
ja also jetzt ganz konkret also wenn man
wenn man sagt okay ja es gibt diese
ganzen Risiken aber der Markt macht
trotzdem weiter wie bisher das ist
korrekt der Markt kt agiert im
Basisszenario und das Basisszenario ist
dass das Ries das das schlimmste
Szenario nicht sich nicht materialisiert
sondern das eben Base Case ist things
don't get very bad aber es ist natürlich
so dass das Risiko viel größer geworden
ist und das weiß man auch also muss man
diese risikigen sich überlegen dann
schaut man aber jetzt ganz genau was
bereits passiert ist Gold reflektiert
natürlich alles was bereits im
geopolitischen Kontext los ist aber
nicht nur Gold sondern auch ähm diese
diese ganzen Technologiekonzerne da geht
es nicht nur um artificial intelligence
da geht es auch um die great power
competition also geopolitische Trends
sind schon im Markt
reflektiert ganz wichtig in Sachen
zinssetzung wir haben gesehen dass ne
die Kürzungen also die das Zurücksetzen
der Zinsen ähm dass das viel später kam
als es ursprünglich erwartet war der
Grund war auch was da im Roten Meer los
ist und Implikation für die Inflation
also Zentralbanken schauen auf die
geopolitische Situation und machen
darauf gehend Entscheidungen ja also ne
Geopolitik berührt all diese Bereiche
und ähm also wie ich unsere Investoren
und mein Team die Investoren beraten ist
eben was ist los was ist wichtig äh was
bedeutet es für Öl was bedeutet es für
verschiedene asset classes was bedeutet
es für für Trends der Zukunft sind das
mögliche Sektoren die davon profitieren
können und ähm so ne wird es wird es
reflektiert in der Entscheidung und
natürlich auch die Machtverhältnisse in
solchen Sektoren KI ist natürlich so ein
Beispiel ja
wo sich das natürlich sehr schnell
vermengt zwischen
Privatwirtschaft und
und dem dem Markt an sich und dem
politischen Interessen und auch der
Abschattung natürlich
ne man sieht ja Huawei beispielsweise ne
ja was würdest du sagen du hast es so
angesprochen
so Trends die sich jetzt rausentwickeln
die quasi gekommen sind um längerfristig
zu bleiben was wären so die größten
Entwicklungen wo wo du sagst die werden
uns noch länger
beschäftigen auf jeden Fall die
Rüstungsindustrie und die Veränderung
von ISG Kriterien um die Investition in
die Rüstungsindustrie zu ermöglichen ich
glaube das sehen wir gerade ganz
eindeutig wie gesagt eine eine Welt in
der es einfach viel mehr Friktion gibt
ähm die Veränderung von Verhalten von
Firmen die sich anpassen Firmen sind
sehr gut darin sich anzupassen um
weiterhin Geld zu verdienen und ich
glaube da muss man ganz genau schauen
welche Firma stellt sich wie an und ist
potenziell potenziell attraktiv
weiterhin die Trends natürlich die ich
gesagt hatte bereits ne also was was ich
beobachte ist zu welchem Zeitpunkt wird
diese opportunistische Freundschaft die
wir da zwischen Russland China Iran und
n Korea sehen zu welchem Zeitpunkt wird
es eine Allianz das ist für mich ganz
essentiell ja und das sind so glaube ich
mal schon paar Trends die die ich auf
jeden Fall beobachte ich musste deswegen
Schmunzeln du sagtest Unternehmen
stellen sich schnell auf die neue Welt
ein äh da ist mir eingefallen mit man un
mit mit Ausnahme von
[Gelächter]
VW also ich ich muss schon sagen dass ne
selbst ja in Deutschland aufgewachsen
ähm als die Grünen äh groß geworden sind
man wundert sich schon warum der
Autosektor in Deutschland auf trotz
trotz dieser großen dieses großen
Umweltbewusstseins eigentlich nicht
diesen Trend hat
gesehen hat ne ähm allerdings na es gibt
sehr sehr gute Unternehmen in
Deutschland und ich denke man muss
einfach nur ein bisschen sich auf die
neue Welt einstellen ja wobei natürlich
die Autoindustrie und das trifft ja
quasi alle westlichen Autokonzerne nicht
nur die Deutschen
haben das ist ja schon so ein bisschen
dieses platch Problem wie jetzt ich sag
mal früher bei istm Kodak da kam halt
plötzlich Digitalität um die Ecke und
ich habe es ignoriert und dann werde ich
halt das Weg disisruptiert ne das
ist die Kehrseite der ganzen
Veranstaltung die man hat nicht kommen
sehen weil man halt sehr pomadig ist und
das sortiert der Markt dann idealerweise
normalerweise auch
aus Anna das hat sehr viel Spaß gemacht
wieder ich danke dir
vielmals gerne hat mich auch gefreut
Sound ich hoffe ihr K wieder einiges
mitnehmen schreibt gerne mal rein wie
sehr Geopolitik denn tatsächlich euer
Anlageverhalten beeinflusst oder auch
nicht berücksichtigt und er sagt wie
immer Tesla all in und gut ist würde
mich sehr freuen ansonsten vielen Dank
fürs zuschauen wir sehen uns nächste
Woche wieder bis dahin ciao
[Musik]
