Laut EU sollen Holzöfen bald verboten werden. Stimmt das wirklich? Dieser Winter wird kalt, lang und teuer. Die Energiepreise steigen und steigen. Der Pelletspreis liegt noch immer bei knapp 800 Euro und auch die Preise für Heizöl, Gas, Brennholz oder Strom sind ganz weit oben. Ich zeige in diesem Video, wie ich über den Winter komme und wie ich mich möglichst unabhängig von den hohen Kosten mache.
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Ich bereite mich vor.
Auf einen richtig harten, kalten, langen Winter.
Mit richtig hohen Energiepreisen.
Und deswegen mache ich jetzt Brennholz. Danke. Bitte.
Aus dem eigenen Wald kostet mich nichts außer Arbeit.
An meiner Wippholz-Kreissäge habe ich so ein blaues Metallteil.
Das kann ich in der Länge verstellen.
Ich habe es mir so eingestellt,
dass meine Hölzer genau 50 cm lang werden.
Das ist nämlich das, was bei mir in den Ofen reinpasst.
Ich habe mir extra einen Grundofen ausgewählt,
in dem lange Scheitholze reinpassen.
Da muss ich nicht so viel schneiden.
Meterstücke nur einmal.
Oder ich mache mir 2 m oder gar 2,50 m lange Stücke.
So habe ich viel weniger Arbeit zum Schneiden.
Und es passt viel Holz in den Ofen rein.
Jetzt wird der eine oder andere bestimmt sagen,
die Maschine verbraucht mehr Strom, als dass ich Brennholz mache.
Nein, so ist das nicht.
Beim Anlaufen zieht sie eine Menge Strom.
Aber wenn sie mal läuft, dann läuft sie.
Und auch das Sägen verbraucht auch ein bisschen.
Dann achte ich darauf zu sägen, wenn die Sonne scheint.
Und die PV-Anlage hier auf dem Garagendach mir Strom macht.
Den verbrauche ich dann zum Beispiel zum Sägen
oder auch für die Waschmaschine oder alles, was Strom braucht.
Dann schalte ich möglichst am Tag ein, wenn die Sonne scheint.
Beim Aufsägen der Wippkreissäge bin ich fertig.
Zumindest mit den Stämmen, die da reingepasst haben.
Der Rest der Stämme, die liegt hier hinter mir.
Die muss ich mit der Kettensäge bearbeiten.
Die sind einfach zu dick, zu schwer.
Deswegen einmal Kettensäge und dann werde ich sie auch noch aufspalten.
Meine Wippkreissäge hat hier einen Spalter, so einen Kegelspalter.
Die sind für gewerbliche Benutzung verboten mittlerweile.
Für privat ist das noch okay.
Natürlich werde ich schauen, dass ich möglichst viel mit Holz heize.
Hier mit meinem Grundofen einmal morgens, einmal abends einschüren.
Dann ist die Bude warm.
Leider nicht das ganze Haus, aber zumindest hier der Wohnbereich,
die Küche, das Esszimmer und da hinten das Wohnzimmer.
Oben, da werde ich mir was anderes einfallen lassen.
In dem alten Haus, in dem wir früher gewohnt hatten,
da hatten wir auch so einen Warmluftofen mit Nachheizkasten drin.
Den haben wir rausgerissen und einen richtigen Grundofen eingebaut.
Aber dann sind wir ja kurz später umgezogen hierher.
Und den alten Ofen habe ich nicht weggeschmissen.
Den habe ich noch behalten.
Hier steht er. Es ist auch ein Brunnerofen mit so einem Nachheizkasten.
Da gehen hier die Rauchgase durch.
Zumindest werden da die Abgase etwas besser ausgenutzt,
als wenn es direkt in den Kamin reingehen würde.
Hier sieht man den Ofen nochmal im Einsatz, kurz bevor wir ihn rausgeschmissen haben.
Es war kalt draußen, da hatten wir nochmal angezündet.
Hier sieht man ihn von hinten. Da habe ich schon ein Stück Mauer rausgerissen.
Da gehe ich ziemlich brachial vor, aber es muss sein,
wir haben hier das ganze Haus renoviert.
Und da habe ich ihn auch nochmal angezündet.
Er ist noch voll funktionsfähig. Es war kalt draußen.
Aber jetzt habe ich ihn abgebaut.
Sabina war mit dabei.
Das war 2009, also auch schon wieder 13 Jahre her.
Für den neuen Ofen habe ich dann eine Platte betoniert
und dieses KG-Rohr, das ist ein Luftrohr, das geht da rechts nach draußen.
So kommt die Verbrennungsluft von außen und nicht aus der Raumluft.
Hier sieht man es nochmal. Rechts ist der Kamin.
Den musste ich auch ein bisschen renovieren.
Das hat man damals ganz simpel und einfach gebaut.
Neues Putztürchen rein.
Und dann habe ich den Kamin verputzt.
Sabina hat mitgearbeitet und sie hat auch die ganze Planung gemacht.
Sie ist ja Hochbauingenieurin.
Und dann kam schon der neue Grundofeneinsatz, auch von Brunner.
Den haben wir von einem Hafner aber mauern lassen.
Wenn ich nochmal einen bauen sollte, dann mache ich ihn selber.
Hier fängt es jetzt an mit den Schamottsteinen.
Das sind gemauerte Züge.
Das heißt, die Rauchgase gehen nicht direkt in den Kamin rein,
sondern durch mehrere Züge Schamottsteine,
die dann die Wärme mit der Zeit aufnehmen und speichern.
Das ist eine klasse Sache, kann ich euch nur empfehlen.
Und so kommen Lage um Lage Schamottsteine drauf.
Es wird ein mittelschwerer Ofen.
Es ist wichtig, damit diese schweren Steine die Wärme gut speichern können.
Hier sieht man den Sepp.
Das ist unser Hafner gewesen, hat das richtig klasse gemacht.
Und zack war der Ofen verputzt.
Oben haben wir uns für klassische grüne Kacheln entschieden.
Und dann haben wir ihn auch noch weiß angestrichen.
Finde ich sehr schön, ganz simpel und einfach.
Und hier der Ofen von der Rückseite mit Sabinas damaliger Katze.
Aber jetzt zurück zum alten Ofen, den wir rausgerissen haben.
Auch mein Gasherd in der Küche bleibt aus.
Ich benutze nur noch den Holzherd hier draußen.
Hab mir jede Menge Holz aufgeschnitten.
Und wenn wir mal ins Pelletlager reinschauen.
Was sehen wir? Nicht viel.
Insgesamt dürfte es vielleicht noch eine knappe Tonne sein.
Mal schauen, wie lange das reicht.
Verdammte Hacke.
So eine Energiekrise macht einen doch ganz schön fertig.
Solange draußen die Sonne scheint, ist ja alles schön und gut.
Hier kommen gerade so 100 Grad vom Dach runter.
Und das wird eingespeist in meinen großen Pufferspeicher.
Der hat knapp 90 Grad oben und unten.
80 Grad ist also so gut wie voll.
Aber im Winter, da steht die Sonne niedrig und scheint vor allem auch nicht so oft.
Da hilft die Solarthermieanlage nichts.
Und meine PV-Anlage hilft da auch nicht.
Denn die macht ja nur Strom.
Und den überschüssigen Strom, den ich nicht brauche, der wird eingespeist.
Für 7 Centikilowattstunde. Kann man also vergessen.
Jetzt habe ich meinen Heizungsbauer gefragt, was denn dafür Lösungen geben kann,
um elektrisch Heißwasser zu machen, also mit der PV-Anlage.
Er meinte, es gibt so einen Kasten, der macht einen Wärmetauscher,
dann Heißwasser, also elektrisch, und füllt den Pufferspeicher.
Ja, habe ich mir ein Angebot machen lassen.
Und warum PV und warum nicht über die Solarthermie?
Für die Solarthermie, dass die anspringt, braucht es schon ordentliche Sonneneinstrahlung
und muss recht warm sein, während PV schon Strom liefert.
Wenn es auch ein bisschen diesig ist, leicht bewölkt,
oder wenn die Sonne nicht so stark scheint, dann gibt es auch schon Strom.
Dann kann ich auch schon leicht zuheizen.
Ziel soll sein, möglichst auf Heizöl, Gas oder wie bei mir Pellets zu verzichten.
Ich will möglichst autark leben, unabhängig, am besten mit dem selbst produzierten Strom.
Dazu muss unbedingt noch ein Akku mit rein.
Vielleicht habt ihr schon von dem Salzwasser-Akku gehört.
So einen Salzwasser-Akku gibt es zum Beispiel hier aus österreichischer Fertigung.
Ich habe mich ein bisschen informiert, leider wahrscheinlich noch nicht zu liefern,
vielleicht erst nächstes Jahr, ich hoffe sehr, denn die haben so viele Vorteile.
Sie haben einen großen Nachteil, sie sind wahnsinnig schwer, aber es ist kein Problem.
Man hat sie ja nur im Keller, also fürs Automobil ist es nichts, aber für zu Hause ideal.
Vorteil, sie arbeiten ohne Lithium, sie können nicht explodieren und nicht brennen.
Zum Längenmessen oder Markieren gibt es solche wunderbaren Maßbänder hier.
Hier ist ein kleiner Nagel drin, den setze ich seitlich ins Holz und dann habe ich hier mein Maßband.
Und wenn ich das einmal schüttle, kommt es meistens raus und er zieht sich von selber wieder rein.
Das hängt man sich an den Gürtel hin und hat es immer dabei.
Jetzt säge ich die Baumstämme auf und natürlich immer mit Helm, auch wenn hier nichts darunter fallen kann.
Ist aber immer Sicherheit und außerdem habe ich hier meine Mickey-Maus immer dabei.
So kann ich alles hören, so klappe ich es rein und so höre ich nichts mehr.
Ziemlich praktisch, so ein Helm. Ich habe hier einen von Husqvarna, gibt es aber auch von allen möglichen anderen Herstellern.
Und natürlich Schnittschutzstiefel und Schnittschutzhose.
Was habe ich gelernt an Sachen anlassen? Zwischen die Beine.
Perfekt, los geht's.
Jetzt wird das Holz gespalten, das mache aber nicht ich, sondern er.
Los geht's.
50 cm Scheite, ordentlich was rein, ich habe viel weniger Arbeit.
Der Spalter, der kommt außerdem von der österreichischen Firma Geber Landmaschinen, die gibt es aber schon seit einigen Jahren nicht mehr.
Bis zu 58 cm dürfen die Holzscheite hoch sein, 7 Tonnen ist der Spaltdruck, das macht so 220 Bar aus, ganze Menge.
Und das ganze Gerät wiegt ungefähr 120 Kilo.
Es ist auch wichtig, dass man das Holz aufspaltet, nur so kann es bis in den Kern rein ordentlich trocknen.
Der Winter kann kommen, das Holz ist aufgebeigt, es ist trocken, es ist also ofenfertig.
Es dürften so schätzungsweise 5 Ster sein, ich brauche aber in einem Winter so etwa 6 Ster.
Und diesen Winter brauche ich natürlich viel mehr, denn ich werde viel mehr mit Brennholz heizen als die Jahre zuvor, denn mein Pelletraum ist nach wie vor leer.
Ich weiß noch nicht, wie ich das alles hinkriegen soll.
Nach wie vor steht der Pelletpreis bei 800 Euro, Normalpreis war immer so um die 200 Euro.
Ich habe ja vorgesorgt, ich habe hier noch viel mehr Brennholz, das wird auf jeden Fall reichen.
Diesen Stamm hier, den habe ich jetzt mal nicht aufgesägt, mit dem will ich was basteln.
Wer von euch weiß eigentlich, warum die Zimmermannshosen zwei Reißverschlüsse haben?
Wer es von euch weiß, schreibt es unten in die Kommentare.
Jetzt musste ich mir extra ein neues, holzfeuchtes Messgerät kaufen.
Mein altes hatte ich verliehen, ich weiß nicht mehr an wen, sowas muss man sich immer aufschreiben.
Danke an Martin für dieses schöne Notizbuch hier.
Werde ich in Zukunft immer bei mir tragen, immer wenn ich Ideen habe oder irgendwas, was ich aufschreiben muss, kommt das hier rein.
Wenn ihr die Holzfeuchte messen wollt, dann immer an einem frisch gespaltenen Stück Holz und nicht längs mit der Faser, sondern quer zur Faser.
Einschalten, quer zur Faser, was sagt es? 14% Ideal.
Alles was kleiner gleich 15% Restfeuchte hat, ist okay für den Ofen.
Laut Gesetzgeber darf man Brennholz sogar verbrennen, wenn es unter 25% Restfeuchte hat.
Ich finde das ein bisschen viel, unter 20% ist okay.
Mittlerweile ist es Herbst geworden und es wird Zeit zum Einschüren.
Ich weiß, ich bin immer noch ein Film schuldig, nämlich der Bau von diesen Filzkörben hier.
Habe ich mal gebastelt, die sind super stabil, total praktisch.
Es kommt auch kein Dreck unten raus, aber ich finde keine Reste hier von diesem Filz.
Ich muss mal auf die Suche gehen und dann kommt dieser Workshop, wie man diese Dinger baut.
Ganz simpel, ganz einfach, geht schnell und kostet fast nichts, weil aus Resten hergestellt.
Ich werde es noch machen, versprochen.
Und so muss ein Feuer hier aussehen.
Es muss richtig schön glühen, brennen, richtig heiß, nicht schwelen und nur so verbrennt es dann schadstoffarm.
Unsere linksgrün versiffte Bundesregierung hat doch alle Holzöfen verboten.
Nein, das ist nur eine Fake News, die durchs Internet wabert, braucht ihr nicht zu glauben.
Was der Gesetzgeber aber gemacht hat, der hat die Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid verringert.
Finde ich auch gut, ist auch eine wichtige Sache.
Und so müssen natürlich ein paar alte Öfen, der hier nicht, aber so ältere Modelle erneuert oder ersetzt werden.
Was davon nicht betroffen ist von dieser Regelung, das sind gemauerte Grundöfen.
Wenn ihr also einen Ofen habt, wo der Brennraum gemauert ist, die Züge gemauert, nicht betroffen.
Auch offene Kamine könnt ihr weiterhin betreiben.
Herde- oder Backöfen, die nicht gewerblich benutzt werden, nur privat und Holzfeuerung haben, auch nicht betroffen.
Einzelraumfeuerungsanlagen, so heißt es im Gesetzesdeutsch, die ausschließlich zur Nutzung in Wohnräumen dienen.
Das heißt, wenn ihr keine Zentralheizung im Haus habt, nur eine Holzheizung und die ausschließlich benutzt, dürft ihr auch weiter benutzen.
Einzelraumfeuerungsanlagen, die vor 1950 gebaut wurden, auch ausgenommen.
Und ich zeige euch hier unten mal einen Link, da sind viele Modelle genannt.
Und dort könnt ihr sehen, ob ihr euer Modell ersetzen müsst oder nicht.
Ansonsten schaut einfach, wer ist der Hersteller von eurem Ofen.
Schreibt den mal an, der gibt bestimmt gerne Auskunft, was ihr machen müsst.
Ob ihr den weiter betreiben könnt, ob es geduldet ist oder ob ihr ihn ersetzen müsst.
Also nicht immer alles glauben, was im Internet steht.
Ja, ich bin außerdem wieder vom Keller ins Erdgeschoss hier gezogen mit meinem Büro.
Einfach um im Keller nicht extra nochmal heizen zu müssen.
So spare ich mir hoffentlich ein bisschen Pellets, muss nicht so viel verbrauchen.
Denn ihr wisst, Pellets und viele andere Energieträger sind ja wahnsinnig teuer geworden.
Seid aber vorsichtig mit dem Sparen.
Wenn ihr es im Haus zu kühl habt, kann das sein, es kondensiert schneller in den Ecken vom Raum oder am Fenster das Wasser.
Und dann kann es Schimmel geben.
Seid also vorsichtig, beobachtet es genau.
Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Luft.
Deswegen kondensiert es schneller.
Ich hoffe, euch hat dieser Film gefallen.
Wenn ja, freue ich mich sehr über einen Daumen rauf.
Ich freue mich, wenn wir uns das nächste Mal wiedersehen.
Ich freue mich, wenn wir diese beschissene Energiekrise gemeinsam überstehen.
Ahoi, sagt euer Selbstversorger Rigotti.
Ciao.