💡 IN DIESER FOLGE ERFÄHRST DU: 🔸 Wieso es Selbstsabotage nicht gibt 🔸 Welche “Selbstsabotage”-Symptome es gibt 🔸 Was hinter destruktiven Mustern wirklich steckt 🔸 Warum Introjektionen selbstschädigend wirken können 🔸 Wie wir nach und nach destruktive Muster auflösen können
Wünschst Du Dir mehr Gelassenheit und Bewusstheit in Deinem Leben? Dann schau doch gerne in meinen kostenlosen "Login-Bereich" und genieße über hundert kostenlose Meditationen und viele weitere Geschenke von mir für Dich.
Zum Beispiel: WUNDERSCHLAF Nehme kostenlos teil! Mit Meditation & Checkliste für einen wunderbaren, erholsamen Schlaf. https://verenakoenig.de/wunderschlaf
KOSTENLOSER AUDIOKURS Hole Dir Deinen 12 Tage Transformationsprozess zur Neuausrichtung durch Deine Schöpferkraft direkt in Dein Emailpostfach https://verenakoenig.de/12tage
MORGENINSPRATION 11 Tage lang erhältst Du jeden Morgen eine Email mit einer frischen, kraftspendenden, inspirierenden Audiobotschaft. https://verenakoenig.de/11tage
Interessierst du dich auch für meine Ausbildung Neurosystemische Integration? Trage dich jetzt in die Warteliste ein, um keine Neuigkeiten zu verpassen! https://verenakoenig.de/akademie/fort... __________________________________________________________________
Hol dir mein Buch vom G&U Verlag: "Bin ich traumatisiert?" in deinem Buchladen um die Ecke oder bestelle es bei Amazon: https://www.amazon.de/Bin-ich-traumat... ___________________________________________________________________
Wünschst du dir mehr Gelassenheit und Bewusstheit in deinem Leben? Dann schau doch gerne in meinen kostenlosen Free Membership Bereich und genieße über hundert kostenlose Meditationen und viele weitere Geschenke von mir für dich: https://verenakoenig.de/login ___________________________________________________________________
Verpasse keine Neuigkeiten mehr! Erhalte jeden Freitag eine Mail mit dem aktuellen Podcast und interessanter Inspiration: https://verenakoenig.de/tinlanmeldung
Hallo und herzlich willkommen hier beim Podcast für kreative Transformation, dem Podcast
für feine Menschen, die ein wahrhaftiges Leben in Verbundenheit und Bewusstheit kreieren
wollen.
Ich bin Verena König und ich freue mich von Herzen, dass du da bist und dass du dir Zeit
nimmst zu lauschen.
In dieser Podcast-Folge geht es um ein Thema, das mir sehr häufig begegnet, sowohl in der
Es geht heute um das Thema Selbstsabotage und hier in diesem traumaspezifischen, traumasensiblen
Podcast soll es darum gehen, wie wir sogenannte Selbstsabotage als Trauma-Folge verstehen
können.
Ich wünsche dir wertvolle Erkenntnisse und wohltuende Inspiration beim Lauschen.
Immer wieder liest man im Internet Artikel, Überschriften, die so lauten oder ähnlich,
wie wir unsere Selbstsabotage überwinden können, wie du deine Selbstsabotage besiegen
kannst oder ähnliches.
Es gibt also landläufig wohl die Meinung oder die Ansicht, dass es so etwas wie Selbstsabotage
überhaupt gibt.
Und ich möchte gleich zu Beginn mit dir teilen, dass ich hier anderer Ansicht bin.
Und ich werde das genau erklären.
Sabotage im Wortsinn bezeichnet ja so etwas ganz frei übersetzt wie Schädigungsabsicht.
Hier wird eine Absicht zu schädigen, eine Absicht etwas zu verhindern, was eigentlich
eintreten würde, etwas Gutes zu verhindern, was eigentlich eintreten würde, abzuwenden.
Sabotage ist übrigens ein Begriff, der aus der militärischen Sprache kommt.
Also ganz interessant, was wir hier für ein Wort und auch für ein Bild kreiert haben
im Sinne des Menschenbildes, wenn wir von Selbstsabotage sprechen.
Ich möchte dir in dieser Podcast-Folge darlegen, wie wir aus der traumasensiblen oder traumatherapeutischen
Sicht das sogenannte Phänomen Selbstsabotage verstehen können.
Wie wir sogenannte Selbstsabotage als Traumafolge verstehen können.
Ich möchte mit dir teilen, wie wir es richtig einordnen können, dass Menschen sich selbst
scheinbar schaden.
Es gibt einen wichtigen Leitsatz in meiner Arbeit, einen Leitsatz, der in der traumasensiblen
Begleitung und in der Traumatherapie eine ganz, ganz wichtige Rolle spielt.
Und das ist der Satz, alles, was du fühlst, ergibt Sinn.
Dieser Satz schmückt auch den Rücken meines Buches.
Also er ist mir wirklich sehr wichtig.
Auch in dieser Folge werden wir verstehen, dass es Sinn ergibt, was wir scheinbar einfach
nur destruktiv finden.
Zunächst einmal möchte ich gerne ein paar sogenannte Selbstsabotage-Symptome aufzählen,
damit du ein Bild davon bekommst, wie vielschichtig das sein kann und auch ein bisschen für dich
beim Lauschen prüfen kannst, ob etwas davon vielleicht auf dich zutrifft.
Ich werde jetzt also ganz unsortiert einige Selbstsabotage-Symptome wiedergeben, die ich
aus der Praxis von Menschen, mit denen ich arbeite, kenne.
Beispielsweise schafft es eine Klientin nicht, früh ins Bett zu gehen, obwohl sie weiß,
dass sie genügend Schlaf braucht, um sich morgens gut zu fühlen und dem Tag mit ihren
vielen Aufgaben, die sie hat, gewachsen zu sein.
Sie schafft es nicht, ins Bett zu gehen, weil sie das Schlafengehen hinauszögert.
Sie hängt am Handy, sie spielt oder sie schaut sich Sachen an, sie ist todmüde, aber sie
geht nicht ins Bett.
Hier wird also das Symptom beschrieben, sich etwas Gutes nicht zu tun, was man sich tun
könnte, also wieder besseres Wissen, etwas zu unterlassen, was eigentlich gut tut und
stattdessen etwas zu tun, was nicht gut tut.
Das ist natürlich eine große übergeordnete Beschreibung für Selbstsabotage, einfach
nicht das tun, was gut tut, einfach eher das tun, was schadet.
Dazu gehört auch der sogenannte Perfektionismus, der in der vorletzten Podcast-Folge thematisiert
wurde.
Oder auch das Thema Prokrastination, das in einer anderen Podcast-Folge ausführlich besprochen
wurde.
Solltest du diese Folgen noch nicht gehört haben, lade ich dich herzlich ein, ihnen zu
lauschen.
Phänomene der sogenannten Selbstsabotage finden auch häufig auf der Bindungsebene
statt.
Dass sich also Menschen in ihrem Bindungsverhalten so geben, dass das, was sie sich eigentlich
wirklich wünschen, einfach nicht stattfindet.
Da ist eine Sehnsucht nach mehr Nähe, aber man kommt nicht zusammen, man sabotiert sozusagen
die Nähe.
Man tut etwas, was Nähe verhindert, beispielsweise bricht man einen Streit vorm Zaun oder man
verzettelt sich so lange, dass man am Ende keine Zeit hat, um noch gemeinsam Zeit zu
verbringen.
Obwohl man das eigentlich wollte.
Und man entdeckt das und findet das in seiner Beziehung als Muster vor.
Vermeidung ist ein weiteres Stichwort unter dem Oberbegriff der in Anführungszeichen
gesetzten Selbstsabotage.
Vermeidung von nicht nur unangenehmen Dingen, das ist ja sozusagen die sehr nachvollziehbare
einfache Vermeidung.
Bei der sogenannten Selbstsabotage vermeiden Menschen häufig genussbringende Dinge, also
Dinge, die ihnen eigentlich Freude machen würden.
Sie vermeiden Freude.
Warum das so ist, werden wir noch erfahren.
Abgrenzung und Abgrenzungsthemen erleben wir häufig als selbstschädigend.
Menschen sagen ja, obwohl sie nein meinen.
Menschen geben mehr von sich, als sie eigentlich für andere zur Verfügung haben und brennen
dadurch selbst aus.
Leider gehört es auch zu diesem ganzen Phänomenkomplex, dass eigene Potenziale verborgen werden, dass
man sich versteckt, dass man die eigene Sichtbarkeit vermeidet.
Auch das, obwohl man sich etwas anderes wünscht.
Also wie du vielleicht jetzt schon merkst, das ist ein ganz wichtiges Merkmal in der
sogenannten Selbstsabotage, dass es hier einen inneren Widerstreit, eine Ambivalenz, etwas
anscheinend Unlogisches gibt.
Man wünscht sich etwas und man verhält sich entgegengesetzt.
Ein weiteres Beispiel dafür wäre ganz vereinfacht gesagt, dass Ziele nicht verfolgt werden.
Also echte Ziele, die man sich setzt, werden nicht verfolgt.
Damit meine ich jetzt nicht die Neujahrsvorsätze, dass man dann doch den Weihnachtsspeck wieder
weg trainieren möchte und jeden Morgen erstmal ein Workout machen möchte, sondern ich meine
die Ziele, von denen man wirklich weiß, dass sie wichtig sind, von denen man tief im Inneren
spürt, dass sie, wenn sie nicht erfüllt werden oder erreicht werden, einen alten Schmerz,
einen noch vorhandenen Schmerz weiter vergrößern werden.
Ziele nicht zu verfolgen kann man also auch als ein Phänomen der sogenannten, und ich
sage hier immer noch sogenannten, weil ich ja später auflösen werde, was dahinter sich
eigentlich verbirgt, sogenannten Selbstsabotage.
Manche Menschen erleben sich von der sogenannten Selbstsabotage so sehr im Griff, dass sie
erleben genau das Gegenteil von dem zu tun, was sie eigentlich gerne tun würden.
Also sie erleben, dass es eine Sehnsucht gibt nach etwas, das sie lieben und sie tun aber
genau, wirklich genau das Gegenteil.
Hier sind wir auch schnell in dem Bereich des suchthaften oder zwanghaften Verhaltens.
Wenn man das Gefühl hat, etwas zu tun, was man eigentlich nicht tun will, aber man fühlt
sich aus irgendeinem inneren Impuls immer wieder dorthin bewegt, es doch zu tun, dann
kann sich das anfühlen wie ein Zwang oder wie ein suchthaftes Verhalten.
Das ist sehr oft scheinbar einfach nur selbstschädigend.
In diesem Bereich gehört auch ein Phänomen, was häufig vorkommt, natürlich besonders
häufig in Traumapraxen, und zwar die Tatsache, dass Menschen, obwohl sie wissen, wie sehr
es ihnen schadet, in destruktiven Kontexten bleiben, also in Kontexten, in denen sie schlecht
behandelt werden, sei das in destruktiven, toxischen Beziehungen oder in Berufsumfeldern,
die ihnen schaden oder in was auch immer für Kontexten.
Hier ist auch eine große innere Spannung spürbar.
Das Gefühl, eigentlich genau zu wissen, was richtig wäre, und das gefühlte Unvermögen,
es zu tun, beziehungsweise das Sich-Dabei-Erleben, das Gegenteil zu tun.
Ich nenne jetzt noch ein paar weitere Beispiele und werde dann selbstverständlich erklären,
warum um Himmels Willen Mensch sich so verhält und was wir dagegen tun können oder für
die Heilung und Integration solcher destruktiven Muster tun können.
Menschen verschwenden Zeit, sie verplempern Lebenszeit, in der sie eigentlich anderes
tun wollen würden, aber sie tun es nicht.
Menschen handeln nicht, vielleicht aus der Angst vor Resultaten.
Menschen verhalten sich unauthentisch und schaden sich damit selbst, weil sie nicht
ehrlich sind, nicht integer sind und das natürlich Folgen hat.
Menschen erleben sich in ihren Süchten, die ihnen Schaden gefangen, beispielsweise
auch in Essstörungen oder anderen destruktiv wirkenden Kompensationsstrategien.
Manche Menschen warten einfach zu lange mit dem, was sie tun sollten und das führt dann
dazu, dass sie in Stress geraten oder sogar zu spät kommen.
Sehr berührt war ich hier von der Beschreibung einer Klientin, die ganz viel Wert darauf
legte, ihre Kinder anders zu erziehen, als sie selbst erzogen wurde, also ihre Kinder
nicht auch zu traumatisieren und es war für sie sehr wichtig, zuverlässig zu sein.
Leider geriet sie immer wieder in die Situation, selbst so zu trödeln und sich zu verzetteln,
dass es ihr immer wieder passierte, dass sie zu spät zum Kindergarten kam, um ihre Tochter
abzuholen, was für sie schrecklich war.
Zum Schluss noch folgende Beispiele, die zu einem Cluster dazugehören.
Häufig erleben Menschen sich in negativen inneren Dialogen.
Selbstabwertung, Selbsthass, Selbstbeschämung, Selbsterniedrigung, all das findet häufig
in inneren Dialogen statt und hat natürlich eine sehr schädigende Wirkung auf unser Inneres
und damit auch auf das, was wir im Außen kreieren.
Zu diesen inneren Dialogen gehört auch die Idee oder sagen wir mal zu dieser inneren
Haltung, die auch zu negativen Dialogen führt, gehört auch die Idee, dass man erst dies
oder jenes können muss, damit man dies oder jenes können kann.
Also der gute alte Satz, erst muss ich noch und dann kann ich erst.
Erst wenn ich heil bin, kann ich eine glückliche Beziehung führen, erst wenn ich aufgehört
habe mit dem Spielen oder dem Shoppen oder dem Trinken, kann ich mich in Therapie begeben
oder was auch immer tun.
Also diese Überzeugung, dass erst noch etwas geleistet oder vollendet werden muss, damit
etwas anderes möglich werden kann, was offensichtlich auch dazu führt, dass man Dinge nicht tut,
die eigentlich wichtig wären.
Zu guter Letzt sei noch das Beispiel genannt, dass manche Menschen, die beispielsweise Angst
davor haben, von ihren Partnern und Partnerinnen zurückgewiesen zu werden, sich selbst dabei
erleben, wie sie sich genau so verhalten, dass eine Zurückweisung wahrscheinlich wird.
Dass man also provoziert, dass man sich genau so verhält, wie man eigentlich nicht sein
möchte, um dann letztlich am Ende doch um die Ohren gehauen zu kriegen, dass man nicht
liebenswert ist und dass man mit einem solchen Menschen nicht zusammen sein möchte.
Zu diesem Phänomen gibt es übrigens eine Podcast-Folge, die ich dir hier schon einmal
ans Herz legen möchte zum Nachlauschen.
Die hat den Titel, wie du deinen Selbstwert mit Sicherheit klein kriegst und hier geht
es um das Phänomen der negativen Bestätigung als Traumafolge.
Nun habe ich also einige, viele Beispiele genannt, viele Minuten damit verbracht, ein
Bild zu zeichnen, was wir alles unter sogenannter Selbstsabotage verstehen können.
Wieso, um Himmels Willen, sollten wir uns selbst schaden?
Meiner Meinung nach, meiner Überzeugung nach, ist es so, dass die Absicht, sich selbst zu
schaden quasi niemals gegeben ist.
Es gibt eine Ausnahme, auf die ich noch eingehen werde, aber selbst hier werden wir bei genauem
Hinschauen sehen, dass es so ist, dass auch da die Absicht, sich selbst zu schaden, nicht
gegeben ist.
Aus der traumatherapeutischen Sicht können wir sagen, hinter all diesen Verhaltensmustern
steht die Absicht, zu überleben und die Absicht, zu überleben äußert sich in der Absicht,
Sicherheit zu kreieren.
Und Sicherheit kreieren wir immer und immer und immer auf die Art und Weise, wie wir es
früh gelernt haben.
Wenn es für ein Kind sicherheitstiftend war, seine eigenen authentischen Impulse zu unterdrücken,
sich also immer mehr anzupassen und unauthentisch zu verhalten, dann wird dieses Muster zu einer
Überlebensstrategie.
Diese Anpassungsleistung wird zu einer Überlebensstrategie, zu einer Schutzstrategie und sie verfolgt
den Zweck, Sicherheit zu generieren.
Dieses Muster wird sich dann später im Leben so zeigen, dass sich Menschen auch im Erwachsenenleben
nicht authentisch verhalten und damit wieder und wieder in der Anpassung landen, nicht
wirklich integer leben können, sich in der Folge verstricken und sich selbst schaden.
Alles, was ich genannt habe in den Beispielen, ist im Grunde eine Beschreibung einer frühen
Prägung.
Wenn wir in destruktiven Kontexten bleiben, dann nicht, weil wir uns schaden wollen, sondern
weil wir gelernt haben, in destruktiven Kontexten zu überleben.
Weil Menschen, die in destruktiven Kontexten aufgewachsen sind, nur in destruktiven Kontexten
wissen, wie sie ein Stückchen Sicherheit kreieren kann.
Auch hier ist also nicht die selbst schädigende Absicht gegeben, sondern schlichtweg die Prägung
im Nervensystem, man könnte es krass ausdrücken, die Konditionierung, auf das zu reagieren,
was man kennt.
Es ist leichter dort zu bleiben, wo man weiß, wie Sicherheit kreiert werden kann, als eine
neue Sicherheit zu kreieren.
Unberechenbarkeit, Unvertrautes, Unbekanntes ist immer aufregend, ist immer für das Nervensystem
aktivierend und je nachdem, wie wir groß geworden sind, auch bedrohlich.
Und das, was bedrohlich ist und auf das wir noch keine innere Antwort haben, wo wir noch
nicht gelernt haben, wie wir damit umgehen können, werden wir eher meiden, als das Bedrohliche,
was wir schon kennen.
Das ist ein wichtiger Grund für sogenannte Selbstsabotage.
Auch sogenannte Süchte oder Essstörungen sind Schutzstrategien, wenn wir so wollen,
Prägungen und Überlebensstrategien, die wir entwickelt haben, um beispielsweise mit inneren
emotionalen Zuständen umgehen zu können.
Wir sind dann gewissermaßen auf der Flucht vor uns selbst oder im Kampf mit uns selbst,
um mit dem umgehen zu können, was in uns unerlöst geblieben ist.
Hierzu findest du sowohl weitere Podcastfolgen zum Thema Sucht und auch zum Thema Essstörungen
und du findest dazu auch in meinem Buch eine Menge Informationen.
Wieso vermeiden wir Freude?
Wieso sabotieren Menschen scheinbar das, was ihnen Freude macht?
Für Menschen, die Frühtrauma erfahren haben, ist Freude und freudiges Erleben sehr häufig
gekoppelt an etwas, was sich nicht gut anfühlt.
Freude, das Empfinden von Freude, der Zustand von Freude im Körper und in den Emotionen
kann verkoppelt sein innerlich mit darauf folgender Bestrafung, die vielleicht damals
stattgefunden hat, mit den darauf folgenden vielleicht Beschämungen, die stattgefunden
haben.
Also grundsätzlich gibt es häufig eine unbewusste Verkoppelung zwischen freudigem Erleben und
unangenehmem Erleben, genau so wie wir es eben damals erlebt haben und wenn dem so ist,
wenn man so geprägt wurde, dann wird man in der Folge möglicherweise auch Freude meiden.
Freudige Empfindungen können für manche innere Anteile extrem triggernd sein, weil
und das sei hier einfach nur angefügt, Freude und freudige Erregung immer auch eine Aktivierung
des Sympathikus beinhaltet, also des Teiles unseres autonomen Nervensystems, der auch
im Stress aktiv ist.
Das heißt, freudige intensive Erregung ähnelt in einer neurophysiologischen Art und Weise
auch dem Empfinden von Stress und Menschen, die das nicht früh genug unterscheiden konnten,
dass es hier einen Unterschied gibt, also wie sich der Unterschied anfühlt zwischen
freudiger Aufregung und Aufregung durch Bedrohung, werden das auch im Erwachsenenalter schwer
differenzieren können.
Auch darüber schreibe ich in meinem Buch nur als Anmerkung, falls du vertiefen möchtest.
Schon jetzt, nach den weiteren Minuten meiner Ausführungen, wirst du vermutlich ein Muster
erkennen in dem, was ich erzähle, wie ich es zu Beginn eingeleitet habe.
Alles, was du fühlst, ergibt Sinn, auch alles, was du tust, ergibt Sinn, nichts, was du tust,
tust du ohne Grund oder tun wir Menschen ohne Grund und selbst die Dinge, die wir automatisch
tun, die an unserem Bewusstsein vorbei als Reaktionen passieren, ergeben immer Sinn.
Ich hoffe, es wird schon jetzt klar, dass die Selbstschädigungsabsicht, die in der
Selbstsabotage unterstellt wird, einfach ein Irrtum ist und uns mit unserer feinen und
verletzlichen Natur, die immer nach Sicherheit sucht und überleben möchte, total verkennt.
Man kann das auch noch einmal zusammenfassen, indem man sich bewusst macht, dass wir als
Menschen bereit sind, im Grunde alles aufzugeben für das Gefühl von Sicherheit.
Unsere Überlebensmechanismen, die immer versuchen, Sicherheit herzustellen, sind kompromisslos.
Wir geben unsere Potenziale auf, wir geben unsere Sehnsucht nach Glücklichsein auf,
wir geben eigene Impulse und Bedürfnisse auf, wenn es darum geht, dadurch Sicherheit zu kreieren.
Hierzu kannst du dir gerne auch noch einmal die Podcastfolge
Trauma und die Suche nach Sicherheit anhören.
Wichtig ist also noch einmal, dass wir einfach verstehen, dass unser Überlebenswille schon
immer von Anfang an enorm übergeordnet ist, allem anderen übergeordnet.
Und wenn wir als kleine Wesen lernen müssen, Sicherheit zu generieren, indem wir uns selbst
zurückstellen oder schaden, dann wird das zu Mustern werden in unserem späteren Leben.
Dann sind wir innerlich tief darauf geprägt, uns so zu verhalten, dass wir die alte Qualität
von Sicherheit aufrechterhalten bzw. immer wieder kreieren und dafür sind wir bereit,
alles andere hinten anzustellen. Bis es dann später im Leben, wenn wir uns nicht mehr eins
fühlen mit unserem Verhalten, für uns deutlich wird, dass die alten Überlebensstrategien heute
nicht mehr helfen. Und dann beginnt in der Regel die Suche und die Entwicklung und das
Persönlichkeitswachstum und dann ist es total schade, wenn wir uns selbst abwerten, indem wir
uns beispielsweise Selbstsabotage vorwerfen. Wir dürfen also in diesem Moment, wo wir so etwas
denken, uns immer wieder selbst ein bisschen zurück pfeifen und uns klar machen, nein,
nein, es handelt sich hier nicht etwa um Selbstsabotage, sondern es handelt sich um meinen
gesunden, wertvollen, unverzichtbaren Überlebenswillen und Überlebenswunsch, der einfach
tief, tief geprägt wurde und deswegen versucht, auf alte und heute unangemessene Art und Weise
Sicherheit zu kreieren. Ich sabotiere mich nicht selbst, sondern ich überlebe auf die alte Art
und Weise, die mich heute davon abhält, wirklich zu leben. Zum Abschluss dieser Folge möchte ich
noch ein Phänomen mit dir teilen, was wichtig ist, um unsere scheinbar selbstschädigenden
Verhaltensmuster wirklich zu verstehen. Es geht hier um das Thema Introjektion. Hierzu findest
du auch in den Show Notes verlinkt ein paar Podcast-Folgen. Ich gehe jetzt nicht so sehr
auf die Definition von Introjektion ein, das findest du in den anderen Folgen, sondern beschreibe
dir ein bisschen direkter, worauf ich hinaus will. Einfach gesagt sind wir als Kinder und auch später
im Leben, aber besonders als Kinder dazu geneigt und darauf angewiesen, sogenannte Introjekte zu
bilden. Wir introjizieren das, was man uns von draußen herein gibt sozusagen. Introjektion ist
das Gegenstück zur Projektion. Kinder sind in der Lage, das, was ihnen ihre Bezugspersonen vermitteln,
zu introjizieren, also in ihre eigene Innenwelt, in ihr eigenes Inneres einzubauen. Und ganz
besonders interessant wird das, wenn Kinder schädigende, verletzende Sachen gesagt oder gezeigt
bekommen. Wenn sie beispielsweise vermittelt bekommen, sie seien nicht wertvoll, sie seien
nicht erwünscht oder nicht liebenswert oder dergleichen. Dann nehmen Kinder automatisch
diese Meinungen, Informationen und alles, was dazu gehört, nach innen, um sich damit in gewisser
Weise solidarisieren zu können, was schlicht und ergreifend nur dem einen Zweck dient, zu
dieser sich schädigend verhaltenen Bezugsperson die Bindung aufrecht zu erhalten. Es ist
sicherheitsstiftend, sich diesen Unterstellungen anzupassen und sie anzunehmen. Und es ist weniger
sicherheitsstiftend, sich dagegen zu wehren oder dagegen zu positionieren, was bis zu einem
gewissen Alter ohnehin nicht möglich wäre. Das heißt, aus den sogenannten Introjektionen bilden
sich in Folge sogenannte Glaubenssätze oder Glaubenssysteme innere, die mit einem eben schlechten,
sehr verletzten Selbstwert verknüpft sind. Diese Überzeugungen sind sehr stark, weil die
Introjektion sehr stark wirkt. Oder auch die inneren Anteile, die sich aus Introjektionen
bilden, die sind solide und stark. Und ich hatte vorhin gesagt, dass es eine Ausnahme gibt, als ich
sagte, die Absicht sich selbst zu schaden ist quasi nie gegeben. Es kann sein, dass es innere
Anteile, sogenannte Introjekte gibt, täterimitierende oder täterloyale Introjekte, die selbstschädigendes
Verhalten absichtsvoll vorantreiben. Hier könnte man also sagen, da ist ja dann wohl doch eine
echte Sabotage im Gange. Aber dann sind wir schon wieder in die Dynamik verstrickt. Auch hier ist es
so, dass wir ja nur Introjekte gebildet haben und introjiziert haben, um uns zu schützen. Sobald ein
Introjekt aktiv wird oder introjizierte Glaubenssysteme und Glaubenssätze aktiviert werden,
ist also wieder abermals eine Überlebensstrategie, eine Schutzstrategie aktiviert worden. Es ist mir
so wichtig, dass uns das bewusst ist. Denn ich wünsche mir so sehr, dass wir uns alle zusammen
und gegenseitig unterstützend aus dieser Tendenz zur Selbstbeurteilung, Selbstverurteilung und
Selbstabwertung heraus bewegen. Ich möchte es noch einmal zusammenfassen mit dem einfachen und
schließenden Satz. Selbstsabotage gibt es nicht. Es gibt lediglich Schutzstrategien und
Überlebensstrategien, die allesamt hochintelligent sind, die allesamt lebensrettend waren und die
allesamt unsere Anerkennung, unsere Demut und unsere Wertschätzung verdient haben. Wenn wir
aus sogenannter Selbstsabotage und dieses Wort können wir also jetzt aus unserem Wortschatz
streichen, wenn wir aus destruktiven Mustern, aus nicht mehr dienlichen Überlebens- und
Schutzstrategien heraus heilen wollen, dann ist es wichtig, dass wir die Dynamik dahinter verstehen,
dass wir uns uns wohlwollend selbst zuwenden, dass wir damit aufhören, uns selbst zu verurteilen und
uns selbst selbstschädigende Absicht zu unterstellen, dass wir beginnen, uns zu erforschen
und zu ergründen und zu reflektieren in unseren inneren Dynamiken und dass wir dann liebevoll
zugewandt beginnen, die Wunden zu versorgen und uns selbst liebevoll zuzuwenden und Schrittchen
für Schrittchen das zu heilen, was ursprünglich einmal Überlebens- und Schutzstrategien
hervorgerufen hat. Es geht also darum, unsere verletzten und versehrten Anteile liebevoll zu
versorgen und dann verschwinden diese selbstschädigenden und scheinbar destruktiven
Muster nach und nach im Laufe eines liebevollen Prozesses immer mehr. Und in diesem Sinne wünsche
ich dir wertvolle Erkenntnisse im Nachwirken dieser Lausch-Erfahrung und ich wünsche dir,
dass du in dir selbst und mit den Menschen, die dir am Herzen liegen, immer mehr rauskommen kannst
aus diesen alten Dynamiken. Es ist möglich und es ist nie zu spät. Ich hoffe von Herzen, dass dir
diese Folge gefallen hat und dass du Wertvolles daraus für dich mitnehmen kannst. Ich freue mich
von Herzen, wenn du meinen Podcast weiter empfiehlst, damit noch mehr Menschen traumasensible
Sichtweisen kennenlernen und Traumawissen sich weiter in der Welt verbreiten kann. Ich freue
mich sehr, wenn du Leuten erzählst, was du selbst für dich daraus mitnimmst und lernst. Ich freue
mich auch, wenn du mich unterstützt, weiter in der Reichweite zu wachsen, indem du beispielsweise
den YouTube-Kanal abonnierst und die Glocke aktivierst, auf iTunes ein paar Sterne dalässt
oder auch eine Rezension schreibst und wie gesagt, wenn du einfach weiter empfiehlst, was dir hier
vielleicht gut tut. Wenn du dem Thema Trauma noch weiteren Schub unter die Flügel der Sichtbarkeit
verleihen möchtest, dann schreibe so gerne eine Rezension über mein Buch auf Amazon. Dort kannst
du eine Rezension schreiben, auch wenn du dort das Buch nicht erworben hast. Rezensionen helfen enorm
in der Sichtbarkeit für ein Buch und es ist so schön, dass dieses Buch ohnehin ein Spiegel-
Bestseller geworden ist und diesen Schub der Sichtbarkeit können wir alles zusammen noch
ein bisschen verlängern. Ich freue mich sehr, wenn du dir weiter Gutes tun willst und dazu
möchte ich dich herzlich einladen. Sei herzlich willkommen in meinem kostenlosen Membership-
Bereich Gemeinsam Heilsam Verbunden, in dem du ganz viele Geschenke für dich findest, wie drei
kostenlose Audiokurse, eine Wunderschlaf-Meditation, über 100 geführte Meditationen und zahlreiche
Mitschnitte von Webinaren. Alles kostenfrei für dich. Du kannst sehr gerne auch in mein
Gemeinsam Heilsam Verbunden Membership-Bereich kommen, der kostenpflichtig ist und in dem wir
uns in einem geschützten Rahmen zwei oder je nach Abo-Form dreimal im Monat live treffen
und intensiv an Themen arbeiten und uns Gutes tun. Sei selbstverständlich auch eingeladen in
meine Facebook-Gruppe die Transformationsinsel. Dort kannst du dich mit anderen feinen Menschen
über entsprechende Themen achtsam austauschen. Auf meiner Webseite findest du auch alle weiteren
Informationen zu meinen weiteren Angeboten. Sei eingeladen dich dort umzusehen. Ich danke dir
fürs Lauschen und ich freue mich sehr, dass wir verbunden sind. Alles Liebe für dich und bis bald.