Rudolf Steiner: Anthroposophische Leitsätze | Nr 112 bis 114 | 02.11.1924 | Hörbuch | Anthroposophie

Kulturepochen
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02.11.2024
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Rudolf Steiner, Anthroposophische Leitsätze, Leitsätze Nr. 112-114, 2. November 1924.
112. Leitsatz.
Das göttlich-geistige kommt im Kosmos in den folgenden Etappen auf verschiedene Art zur Geltung.
1. Durch seine ureigene Wesenheit.
2. Durch die Offenbarung dieser Wesenheit.
3. Durch die Wirksamkeit, wenn die Wesenheit aus der Offenbarung sich zurückzieht.
4. Durch das Werk, wenn in dem erscheinenden Weltall das Göttliche nicht mehr ist, sondern nur dessen Formen.
113. Leitsatz.
Der Mensch hat in der gegenwärtigen Naturanschauung nicht ein Verhältnis zu dem Göttlichen, sondern nur zu dessen Werk.
Mit dem, was sich der menschlichen Seelenverfassung durch diese Anschauung mitteilt,
kann man sich als Mensch sowohl mit den Christusmächten wie mit den arimanischen Gewalten zusammenschließen.
114. Leitsatz.
Michael ist durchdrungen von dem Bestreben,
das im Menschen aus den Zeiten der göttlichen Wesensgeltentmachung und der Offenbarung bewahrte Verhältnis zum Kosmos
in einer solchen Art durch sein frei wirkendes Vorbild der menschlich-kosmischen Entwicklung einzuverleiben,
dass, was die rein auf das Bild die Form des Göttlichen bezügliche Naturanschauung sagt,
einläuft in eine höhere geistgemäße Naturanschauung.
Diese wird zwar im Menschen vorhanden sein,
sie wird aber eben ein menschliches Nacherlebnis des göttlichen Verhältnisses zum Kosmos
während der zwei ersten Etappen der kosmischen Entwicklung sein.
Anthroposophie bejaht in dieser Art die Naturanschauung des Bewusstseinszeitalters.
Sie ergänzt sie aber auch durch eine solche, die von dem Blick des Geistesauges aus sich ergibt.
