Passieren kann alles, ich erkläre euch wie ihr damit umgehen könnt und wie ihr immer das beste aus einer Situation machen könnt. In diesem Video sehen wir das Welsh Cob Pony Cookie in der 3. Ausbildungswoche bei Wolfgang Rust. Wir sehen bereits die Fortschritte und auch die Veränderung im Schritt, Trab und Galopp bei Cookie. Im speziellen betrachten wir hier unter anderem... - Wie lange darf man junge Pferde reiten - Worauf muss ich bei der Ausbildung mit jungen Pferden achten - Voraussetzung zur Ausbildung junger Pferde - Ausbildungsfehler beim Reiten - Skala der Ausbildung - Anlehnung - Wie bekomme ich mein Pferd feiner auf die Reiterhilfen - Was mache ich wenn mein Pferd triebig ist - Ausbildung im Sinne der Konditionierung - Absitzen und ruhig stehen des Pferdes und vieles mehr!
Bei uns auf der Online-Reitschule Riding Academy by Wolfgang Rust bekommt ihr die reiterliche Anleitung und zusätzlich eine mentale Unterstützung um eure Pferde bestmöglich reiten zu lernen. ----------------------------------------------------------------------------------------- Wenn Du so wie unsere große Community alles über Pferde lernen möchtest brauchst du nur unseren YouTube Kanal der Online-Reitschule Riding Academy by Wolfgang Rust abonnieren und schon siehst du alle öffentlichen Videos und kannst dir alle öffentlichen Podcasts anhören. ----------------------------------------------------------------------------------------- MITGLIEDER sind der Kern der Riding Academy by Wolfgang Rust und bekommen ZUSÄTZLICHE VORTEILE in Form von Videos, Podcast, Theorieunterricht, uvm.! Die Mitgliedschaft kostet €6,99.- im Monat, ist jederzeit kündbar und es gibt keine versteckten Klauseln. Informationsvideo zur Mitgliedschaft: Das erwartet dich als Mitglied! https://youtu.be/lCFym9Qe1wc Hier kannst du dich als Mitglied anmelden und diese zusätzlichen Vorteile genießen: https://www.youtube.com/channel/UCDJDIGu4zAN0ewwcg3mfZGA/join ----------------------------------------------------------------------------------------- Meine VIDEOEMPFEHLUNGEN zu diesem Thema: F7: Trab aussitzen lernen, das Pferd im Trab treiben! Richtig Trab aussitzen, Bewegungsablauf Trab https://youtu.be/m-POZojgDaw F9 Galopp Aussitzen lernen, Galoppieren lernen, richtigen Galopp erkennen, Harmonie im Galopp https://youtu.be/iIQ_iV5c8nQ F46: Galopphilfe genau erklärt, besser Galoppieren lernen, Hilfen beim Reiten- Schritt, Trab, Galopp https://youtu.be/dcGE1wYiPPU F22: 1. Teil Skala der Ausbildung. Takt Losgelassenheit Anlehnung Pferde ausbilden und rund Reiten https://youtu.be/JeACHgf7Rt0 F23: 2. Teil Skala der Ausbildung Reiten Schwung, Geraderichtung, Versammlung, Schubkraft, Tragkraft https://youtu.be/3MYbnDwPkbA F27: Korrekte Anlehnung beim Reiten, Pferd in Anlehnung Reiten lernen, Kriterien und Fehler, Pferd https://youtu.be/2PSmoFq2RSE F41: Feine Hand beim Reiten! Zügelhilfen; Annehmen, Aufnehmen, Versammlung; Hilfengebung beim Reiten https://youtu.be/6ZJZoaODKpg F37: Genau erklärte Übergänge Schritt- Trab- Galopp mit richtiger Hilfengebung. Häufige Reiterfehler https://youtu.be/F7VTLtsW2PQ M9/ Pferdegerechte Erziehung! Konditionierung verständlich erklärt! Pferd erziehen und ausbilden! https://youtu.be/AOiV5AnzXzI ----------------------------------------------------------------------------------------- Zusätzliche Videos für Mitglieder: Reittheorie für Mitglieder! Vom hohlen Pferd zum Schulterherein! So kannst du dein Pferd ausbilden. https://youtu.be/U_r-BSbSadk Reittheorie für Mitglieder: So bringt ihr euer Pferd auf die Hinterhand und in die Balance https://youtu.be/_sG-pv8xlWE Playlist für Mitglieder der Riding Academy by Wolfgang Rust https://youtube.com/playlist?list=PLGhalxnR-HbqKJ2UD7nCclm0DC-W6qwS1 ----------------------------------------------------------------------------------------- Ich empfehle euch, die gesehenen Videos immer und immer wieder anzusehen. Wir lernen ja auch durch Wiederholung und somit können wir das bereits wahrgenommene dann auch mental trainieren.
Eine tolle Unterstützung von euch für unseren Kanal ist auch, wenn ihr die Videos teilt und auch den Kanal weiterempfehlt, damit auch andere interessierte unsere Online-Reitschule Riding Academy by Wolfgang Rust abonnieren können.
Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg beim Lernen durch die Videos und dann beim Umsetzen und Üben. Euer online Reitlehrer Wolfgang 😉
Hallo Reiter-Kollegen, ich freue mich euch wieder auf unserer Online-Reitschule Riding
Academy bei Wolfgang Ross begrüßen zu dürfen. Heute wieder mit einer Folge mit Kuki. Das
ist das dritte Video. Wir haben ja Kuki am ersten Tag gleich gefilmt, dann eine Woche
später. Nun haben wir eine Woche Pause gemacht, also ohne Filmen und wir sind in der dritten
Woche. Ich zeige euch mit Kuki wieder ein ganzes Video, das heißt eine ganze Einheit.
Nach wie vor reite ich ihn so um 20 Minuten herum. Was wir jetzt geändert haben, hat
sich herausgestellt. Ich kann jetzt Kuki etwas früher galoppieren, wenn er abgaloppiert
ist, dann ist er im Trab auch lässiger zu reiten. Mittlerweile hat er es auch ein bisschen
mehr verstanden, was ich von ihm möchte. Ihr wisst ja, immer gleich einwirken, damit
sich die Pferde auf die Handlung, die wir machen, auch einstellen können. Bei den jungen
Pferden möchte ich vorweg noch einmal sagen, es ist ganz wichtig, dass ihr von euch überzeugt
seid. Das heißt, wenn ihr reitet und ihr merkt, ja, mein Pferd macht das nicht, bleibt
eurer Linie treu. Darum mache ich euch ja auch die Videos, auch mit den jungen Pferden,
damit ihr seht, es funktioniert manchmal eben nicht, weil die Pferde uns nicht verstehen.
Wenn ich dann aber sofort einen anderen Weg einschlage, weil ich sage, naja, vielleicht
mache ich ja etwas falsch und das kann ja nicht gehen, dann darf ich entweder keine
jungen Pferde ausbilden, wenn ich da nicht gefestigt bin oder ich konzentriere mich
darauf, was ich wirklich möchte. Und das ist auch hier bei Kuki und ihr werdet sehen,
Kuki lernt extrem schnell, er ist ein braves Pferd, er ist wirklich, er macht super mit,
ein tolles Tier. In diesem Sinne, viel Spaß mit dem Video. Ihr seht, ich zeige euch wirklich
vom Aufsitzen weg die ganze Einheit. Hier haben wir wieder unsere Aufstiegshilfe in
der Bande integriert. Mir ist es immer sehr wichtig, dass die Pferde wirklich ruhig stehen
lernen und egal wie groß Pferde sind, für mich ist immer der Ablauf der gleiche. Ich
stelle die Pferde her, bereite alles vor, gebe das runter, ich könnte natürlich ganz
leicht von unten aufsitzen, jedoch ist es auch für junge Pferde viel angenehmer, wenn
wir einfach nur gerade rüber auf die Pferde aufsitzen, um die einseitige Belastung zu
minimieren. Und ihr seht auch, Kuki steht sehr brav, bis ich jetzt die Hilfe zum Weggehen
gebe. Wie gesagt, Kuki ist ein sehr braves dreijähriges Pferd, noch dreijährig, auch
das werdet ihr wissen. Mit 1. Jänner zählt er dann zu den vierjährigen Pferden, was
sich durch ein Training ja nichts ändert, denn nur weil er jetzt vierjährig zählt,
ist ja seine Muskulatur noch nicht anders. Die erste Phase lassen wir ihm wieder locker
Schritt gehen, ich bin mit der Hand wieder ganz fein am Maul, das kennen wir bereits
aus den ersten Teilen. Ich reite jedoch auch jetzt schon auf Linien, die ich mir vorstelle,
wie hier zum Beispiel die Linie zu V, bin mit der Wade am Treiben, aktiviere ihn, wichtig
ist mir hier, er geht selbstständig. Das heißt, ich bin nur leicht mit der Wade dran und zeige
ihm durch den Impuls, was er machen soll, achte darauf, dass er in sich gerade vorwärts geht,
in sich gerade bedeutet, dass die hohle Seite immer weniger wird und dass er mal einfach nur
so dahin schreitet. Was wir bei jungen Pferden gleich beobachten können, ist auch dieses Ohrenspiel,
wenn ich hier locker reite und ich komme jetzt mit dem rechten Bein, dreht er sofort das rechte
Ohr zu mir, auch wenn da die Kamera ist, er jetzt zur Kamera sieht oder heute wird draußen gearbeitet
mit dem Hoftrack. Das sind natürlich für junge Pferde immer neue Situationen, dennoch ist er
immer mit dem Ohr bei mir, lässt sich aufmerksam machen und ich lasse ihn einfach mal nur schreiten.
Das erste Ziel, das ich habe, ist ein aktives, fleißiges Gehen aus dem Hinterbein, durch den
Körper, wenn er nach vorne möchte, erlaube ich es ihm, wenn er nach oben geht, lockere ich ihn ab,
also ich lasse hier das junge Pferd auf keinen Fall im Hohlkreuz gehen, also macht niemals den Fehler
und sagt, ja zu Beginn muss ich ihn lang lassen, das Pferd drückt dabei den Rücken weg und der Hals
kommt hoch, das wäre etwas, was ihr dann korrigieren müsst. Also hier würde ich einen
Fehler zulassen, den ich dann korrigieren müsste und das Pferd würde mich nicht verstehen, denn
warum lasse ich etwas zu, was ich dann wieder korrigieren muss? Ihr wisst es ja, Pferde kennen
kein richtig oder falsch, nur erlaubt oder nicht erlaubt und wenn der im Hohlkreuz geht, der Hals
ist oben, warum soll er das nicht mehr dürfen? Das versteht er nie, darum immer wieder Hinterbeine
aktivieren und ihr seht, er kaut, er geht nach vorne, der Schritt wird lang, er kommt zum fleißigen
Schreiten, das ist einmal das Erste, was wir in der Lösungsphase brauchen. So kann er sich auch
warm gehen, die Muskeln aufwärmen, die Sehnen ein bisschen erwärmen. Ich habe ihn davor schon
Schritt geführt, bevor ich aufgesessen bin. Wenn ihr das nicht machen würdet, dann müsstet ihr jetzt
noch länger Schritt gehen. Dadurch, dass wir ihn jedoch schon Schritt geführt haben, kann ich jetzt
den Zügel noch einmal ein bisschen mehr verkürzen, mache nochmal eine Haltbarade, kontrolliere nochmal
den Bauchgurt. Ihr seht, Cookie steht sehr brav. Auch das ist ganz, ganz wichtig, wenn die Pferde hier lernen
zu stehen, loben. Ein Pferd macht immer für das Lob etwas nochmal. Wenn das Pferd etwas macht, was wir
nicht haben wollen, müssen wir es korrigieren. Wenn ihr denkt, ihr könnt das aussitzen und warten, bis
Pferde braver werden, es gibt sicher auch Pferde, die irgendwann wieder aufhören, jedoch im Großen und
Ganzen müssen wir den Pferden zeigen, was wir wollen. Wenn ich nun antrabe, zuerst wieder das
links-rechts treiben. Er geht fleißig einen Schritt. Hier ist natürlich das Tor, wo er ein bisschen mehr guckt.
Alles gut, wir werden die Sicherheit geben. Jetzt wieder ein bisschen lockern. Ich trabe, ich mache es jetzt seitlich,
ich trabe mit dem Pferd nicht an, wenn er drückt. Das heißt, wenn er mir den Rücken wegdrückt, gegen die Hand
geht, dann bleibe ich nur am Lockern. So wie jetzt zum Beispiel, kann ich links-rechts etwas mehr machen.
Nun halte ich gegen, mache mit beiden Beinen den Druck und er kann lostraben. Ihr seht im Vergleich
zum ersten, zweiten Teil, dass er nun schon etwas mehr in der Balance ist. Er trabt bereits ruhiger
und er hat auch schon viel mehr Stabilität. Bei der Stabilität rede ich jetzt gar nicht von, das Pferd
geht schon am Außenzügel oder das Abschnauben oder das Pferd geht schon gerade gerichtet. Die Stabilität meine
ich nichts anderes, als wenn er mit dem Kopf weiter vorgeht, bleibt er im Takt. Die Skala der Ausbildung
kennt ihr ja mittlerweile. Wenn der Takt ruhig ist, das Pferd gleichmäßig geht, kommt die Losgelassenheit.
Das Pferd spannt somit nur die Muskeln an, die es zum Ausführen der Bewegung braucht und dadurch
dehnt sich das Pferd an die Hand und das ist die Anlehnung. Ich bin im Zirkel, das heißt, ich führe meine
Innenzüge rein, meine innere Wade treibt gerade nach vorne, ich zeige dem Pferd die Richtung und ihr
merkt auch, wenn Kuki mit der Nase etwas weiter nach vorne geht, ist das kein Problem. Das erlaube
ich, jedoch lockere ich mit beiden Zügeln etwas mehr ab. Das Ablockern ist immer vermehrt mit dem
Zügel, wo er mehr drauf drückt. Wichtig dabei, ich habe immer die gleichseitige Wade dran. Das heißt, wenn
ich da mit der Wade einen Druck mache, dann habe ich auch das Recht, mit der Hand zu lockern. Ich dürfte
hier nicht alleine nur mit dem Zügel anziehen, denn dann hätte ich nur einen Widerstand mit Maul und
Genick. Der Zügel kann immer nur in Verbindung mit Schenkel und Kreuz eingesetzt werden. Meine Wade
aktiviert die Hinterbeine, mein Kreuz reitet nach vorne mit und meine Hand lockert ab. Hier merkt
ihr immer noch, links herum, Kuki ist rechts hohl, wird er immer wieder schneller. Warum? Links hat er mehr
Kraft, er kann mehr anschieben. Rechts herum fällt er eher ein bisschen über die Schulter. Links herum, wenn
ich hier reinführe, kommt die Schulter eher gleich ein bisschen mehr mit nach innen. Wenn ich jetzt
wieder Hand wechsle, dann ist es wichtig, mittlerweile geht er schon weiter, das Hand wechseln und hier
auf der rechten Hand, bei einem rechts hohlem Pferd, ist es wichtig, dass ich wieder auf dieses
In-Sich-Gerade achte. In-Sich-Gerade bedeutet, ich treibe mit dem äußeren Schenkel, Armgurt, mit dem
äußeren Zügel lockere ich und in dem Moment seht ihr auch sofort, dass er etwas nachgibt. Er stoßt
sich ab und kann runter gehen. Hier geht er schön geradeaus, wieder die Wendung, gerade, diagonal, nun
aussitzen. Wie ich schon gesagt habe, ich galoppiere Kuki jetzt immer etwas früher und was hier wichtig
ist, mehr am Zirkel. Warum? Weil ja der Sinn beim Galoppieren lernen ist, dass die Pferde das
Angaloppieren erlauben. Das zeige ich euch jetzt. Wieder Ruhe, hier seht ihr die Vorbereitung mit der
inneren Wade und schon läuft er etwas weg. Das heißt, wieder Ruhe reinbringen, noch einmal, innere Wade,
innen lockern, Ruhe reinbringen. Jetzt lege ich mein Bein zurück und galoppiere schon an. Hier
wird er schneller. Meine Aufgabe, auf der Linie halten, die Wade diktiert und ich lockere ab, dass
er in die Balance kommt, innen wenden, lockern, geradeaus. Jetzt halte ich hier im Zirkel, immer noch, innerer
Zirkel führt rein, äußerer Zirkel, äußerer Schränkel begrenzt. Hier läuft er etwas raus und nun komme ich schon
mehr zum Treiben. Und hier möchte ich euch einen Tipp geben, wenn ihr mit den Pferden arbeitet und die Pferde
werden ruhiger, habt ihr das Gefühl, jetzt fallen die Pferde in den Trab, sie fallen aus. Hier müsst ihr cool
bleiben. Das bedeutet, wirklich mit Ruhe angaloppieren. Jetzt, jetzt, jetzt, jetzt, jetzt. Warum? Weil das Pferd dann
auch wirklich Zeit hat, aus dem Hinterbein zu galoppieren. Und ihr merkt, jetzt wird der Galopp ruhiger und in dem
Moment kann er mit dem Hals länger werden. Würde ich da Stress machen und nur hoffen, dass er weiter galoppiert,
würde er den Hals oben lassen und laufen. Die Hand ist immer noch am Lockern, geradeaus, hier wieder im Zirkel. Und auch hier
habt ihr gemerkt, er würde ausfallen, ich bleibe ruhig und gebe die gleiche Hilfe wie beim Angaloppieren aus dem
Trab. Er kann sich immer mehr entspannen und hier wird der Galoppsprung immer ruhiger und länger. Das Lockern ist da, jetzt
Trabparade, ausatmen, schwer werden. Und auch hier seht ihr, Cookie ist sofort da. Er wartet, bleibt bei mir. Hier komme ich auch
schon zum Sitzen, an den Aktivieren. Jetzt nehmen wir uns gleich den Rechtsgalopp an. Auch hier wiederum linke Wade, linker Zügel.
Zuerst mal in sich gerade machen. Der rechte Zügel wendet leicht. Jetzt innen aktivieren. Auf der Hand ist es natürlich etwas anders, weil er ja
hohl ist. Ihr seht sofort, er läuft mit der Schulter raus. Hier komme ich mit der inneren Wade schlechter zum Vorbereiten. Das heißt, der
Schwerpunkt beim rechts hohlen Pferd ist immer noch linke Wade, linker Zügel dran. Wenn er hier etwas
gerade im Körper ist, komme ich rechts zum Treiben. Jetzt lege ich das Bein zurück und er kann angaloppieren. Auch hier seht ihr, er wird zwar
schneller, bleibt jedoch schon da. Und ich diktiere. Hier sieht man auch immer noch dieses Hohlwerden, über die Schulter laufen. Das heißt, er ist
hier auf der rechten Hand noch nicht in sich gerade. Da braucht er noch Zeit. Die kriegt er natürlich. Jedoch wadet er bereits. Auch das kann passieren.
Toll. Was passiert? Das Pferd hat Übergewicht nach vorne bekommen. Kann passieren. Deshalb ist der stabile Sitz so wichtig. Und ihr seht, er stolpert. Im nächsten
Moment galoppiert er weiter, wie wenn nichts war. Alles gut. Das ist ganz wichtig, dass ihr hier cool bleibt, den Pferden Sicherheit gebt. Junge Pferde müssen in die Balance
kommen. Wenn der loslässt im Galopp, die Muskulatur loslässt, dann braucht der die Möglichkeit im Gleichgewicht zu gehen. Stellt euch mal vor, ich würde
den jetzt nur mit dem Kopf am Boden reiten und der stolpert, hat er keine Chance, sich auszubalancieren. Oder ich würde ihn mit dem Kopf mit Schlaufzügeln
zusammenschneiden. Dann wäre er jetzt am Boden gelegen. So ist das für junge Pferde immer machbar. Brav. Er hat Rapparate. Rufe reinbringen. Auch hier seht ihr, er ist sofort
wieder da und ich komme zum Weiterreiten. Ich mache mal eine kurze Pause. Was ihr jetzt gerade gesehen habt, ist ein tolles Beispiel, dass junge Pferde immer wieder mal stolpern können.
Es ist nichts dabei, auch wenn es im Galopp ist. Tief sitzen bleiben, weiterreiten, den Pferden die Sicherheit geben. Es ist alles gut. Wir sitzen am Pferd. Es ist unsere Aufgabe, die Sicherheit auszustrahlen,
den Pferden zu zeigen, was sie gut machen, was sie besser machen können und wie sie es machen sollen. Und wenn wir am Pferd sitzen, verändern wir das Gleichgewicht. Das nennt man das erworbene Gleichgewicht.
Das Natürliche ist das Pferd alleine auf der Koppel. Das Erworbene ist, wenn wir drauf sitzen. Und wenn wir drauf sitzen, hat das Pferd mehr Gewicht auf der Vorhand. Dadurch stolpern sie auch schneller.
Und in dem Moment, wo ich da ausbalanciert sitze, kann auch Cookie als Bonnie sich gleich wieder fassen, wieder hochkommen und normal weitergehen. Tolles Beispiel.
Wie gesagt, ich lasse euch das alles drin, damit ihr es wirklich seht. Es ist keine Show. Es ist wirklich reales Reiten. Nun machen wir Trabarbeit.
Mit Trab kann ich jetzt wieder mit gebogenen Linien arbeiten. Warum? Um das rechts und links gebogen sein zu üben. Das Wichtige dabei, er muss immer auf der Linie vorgehen dürfen.
Das bedeutet, wenn ich ihn mit dem Zügel wende, zeige ich ihm nur die Richtung. Ihr seht, ich führe ihn mit dem Zügel rein, lasse ihn dabei gehen.
Es ist kein, ich ziehe an nach hinten, ich will das jetzt mit dem jungen Pferd nicht machen, er versteht es sonst nicht.
Es wäre ein, ich zeige es euch, ohne Zügel, wenn ich jetzt so drauf sitze und ich hätte hier den Zügel und sage, ich möchte wenden und mache so, dann würde ich durch dieses Anziehen so sitzen, dann würde der so schief gehen.
Alleine nur, wenn ich mich da runtersetze, balanciert er sich mit dem Kopf nach rechts aus und geht total schief. Setze ich wieder gerade, geht er wieder gerade.
Toll zu sehen, hier wieder wenden, linke Wade treibt vermehrt durch, hier merkt man bereits, dass er sich nicht so leicht links biegt.
Hier ist meine Aufgabe, dass ich ihn mit der linken Wade arbeite, links durchtreiben, rechts dran und ihr seht auch, jetzt geht er schon weiter runter.
Wenn das Pferd sich jetzt anbietet, Kopfhals nach unten zu geben, erlaube ich es.
Ihr habt im letzten Video gesehen, da ging er noch gar nicht runter, weil er den Rücken noch zu wenig gewölbt hat, die Balance nicht hatte.
Heute bietet er es schon selbst an, weil er muskulär stabiler ist, das Gleichgewicht schon hat, er kann das Tempo alleine halten und somit kann er sich auch dehnen.
Wenn er dazwischen hochkommt, alles gut, ich arbeite wieder daran, dass er hinten mehr arbeitet, dass er die Chance hat, ich sitze so ruhig und locker, dass er die Chance hat, dass er mich heben kann.
Das heißt, er mit seinem Rücken kann mich aufheben und der Vorteil dadurch ist, dass das Pferd den Rücken immer stärker kriegt.
Die Rückenmuskulatur ist eine Bewegungsmuskulatur, die darf er nicht halten müssen und solange die Bewegungsmuskulatur arbeiten kann, geht er auch vorne runter.
Das Ablockern, jetzt mache ich noch ein paar Übergängetrappschritt, hier annehmen, ausatmen, verkürzen, weiterreiten.
Wenn er hier z.B. etwas zäh wird, mal kurz anstupfen und dann wieder gehen lassen.
Wichtig, wenn ich ihn hier anstupfe, lasse ich ihn dann alleine gehen.
Da bin ich mit meinem Bein nur ganz leicht dran, ich strecke die Beine dann nicht weg, weil sonst weiß er ja nicht, was ich möchte.
Jedoch stupfe und stochere ich nicht die ganze Zeit, sondern ich lasse mein Bein dran, einmal anpuffen, nochmal, jetzt hat er reagiert und jetzt lasse ich ihn wieder gehen.
Wenn ihr die Pferde als junge Pferde erzieht, so wie ihr sie haben möchtet, habt ihr später tolle Partner.
Wenn ihr junge Pferde mit Fehlern ausbildet, habt ihr später ein Korrekturpferd, das muss euch immer im Klaren sein.
Wenn ihr da die Einstellung habt, ja der ist noch jung, der darf das, der darf das, später wird er es machen, weil er es immer durfte, das muss euch klar sein.
Wenn er es heute nicht darf, wird er es später nie machen und er wird sich auch nicht wehren dabei, wenn ich es ändern muss.
Jetzt geht er wieder einen tollen Schritt und auch wenn er mal überreagiert im Sinne von, ich stupfe ihn an und er trabt mal weg, auch loben.
Warum? Weil er ja brav reagiert hat, so ist er brav.
Also ganz ein wichtiger Punkt, nochmal antraben, hier wieder Schrittparade, ausatmen, Schritt, wieder wegreiten, vorne langlassen und wieder Trab.
Jetzt mache ich das 2-3 mal etwas schneller hintereinander, warum? Dass er aufpasst, annehmen am Zügel, ausatmen, hier weiterreiten, wenn er hoch geht, trabe ich weiter.
Wir wollen immer, dass das Pferd sich an die Hand lehnt, das ist ganz wichtig.
Jetzt geht er wieder schön nach vorne, annehmen, abfangen, ihr wisst ja, Beugerkette, Streckerkette, jetzt habe ich das Bein dran, er ist rund, geht nach vorne weiter, gehen lassen und beide Beine, Trab.
Auch hier kann ich schon ein bisschen mehr Aufmerksamkeit von dem jungen Pferd fordern und je mehr Aufmerksamkeit ich habe, umso leichter wird er mitarbeiten.
Aufnehmen, schwer werden, Schritt, losreiten, dehnen lassen, annehmen am Zügel, beide Beine und er Trabt wieder los, brav, macht das sehr gut.
Ich zeige es euch nochmal, diagonal, so, Traben, annehmen, kürzer machen, Schritt, loslassen, schreiten lassen, annehmen, beide Beine und Traben, sehr brav.
Braucht er auch gar nicht, sondern er soll hier stabil gehen, rechts herum, rechte Wade treibt jetzt mehr nach vorne, ich schwinge immer noch locker mit beiden Zügeln und den Jungen werden immer zeigen, wenn sie es richtig machen.
Der weiß ja nicht, was richtig ist, was erlaubt ist und für das Erlaubte lobe ich ihn.
Wenn ich es als richtig empfinde, lobe ich ihn.
Hier wieder weiter reiten, so, jetzt merken wir bereits, dass er etwas eiliger wird und vorne wieder drücken beginnt, das heißt, das ist der Moment, wo wir es gut sein lassen.
Hier noch einmal eine schöne Schrittparade, weiter reiten, annehmen, er ist super und Schritt, loslassen.
Nach wie vor immer noch klassische Konditionierung, zuerst nochmal im Schritt fleißig, bewegt sich toll, hier machen wir wieder die Negativbelohnung, das kennt ihr bereits.
Die Haltparade zuerst nochmal, im Halten steht er schief oder draußen so offen, er schnaubt ab, entspannt sich.
Cookie hatte am Anfang immer diese Rückwärtstendenz, das korrigiere ich nach vorne, er lehnt sich wieder zurück, ich korrigiere es wieder vor, das ist wichtig, diese Konsequenz.
Wenn ihr da am Pferd sitzt und ihr merkt, das Pferd macht etwas, was ihr nicht möchtet, korrigiert es.
Wenn ihr es nicht korrigiert, wird das Pferd es weitermachen.
Nun sitze ich ab und ihr seht, beim Absitzen hat Cookie bereits dieses Ruhigstehen gelernt.
Er stellt Bügel versorgen, ich mache gleich den Bauchgurt auf als Belohnung.
Wer jetzt genau aufgepasst hat, hat gesehen, wie ich abgesessen bin vom Pferd.
Ich bin nämlich im Bügel links länger drin geblieben und erst kurz bevor ich unten war, bin ich aus dem Bügel raus.
Warum bin ich da aus dem Bügel raus?
Weil ich bei Cookie, wenn ich heruntergesprungen bin vom Pferd, also aus beiden raus und schnell runter,
ist er mir immer nach hinten gegangen.
Dann habe ich es so geübt, dass ich mit dem Bein hinten drüber bin
und wie er zurückgegangen ist, habe ich mich nochmal raufgesetzt, einen Schritt nach vorne oder zwei, dann wieder neu begonnen.
Deshalb habe ich es dann auch so gemacht, dass ich wie beim Aufsitzen von herunten mit dem Bein länger drinnen bleibe und dann erst runter gehe.
Das dürft ihr mir jedoch nur machen, wenn ihr wirklich die Sicherheit habt und auch wirklich ausbalanciert seid.
Beziehungsweise bei so einem Verhältnis von der Größe ist das natürlich sehr leicht.
Wenn ich jetzt bei einem großen Pferd bin, kann ich das nicht machen, weil ich da nicht mehr raufkomme, wenn der weggeht.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt, nur für diejenigen, die aufgepasst haben.
Ihr habt jetzt bei Cookie gesehen, was binnen kurzer Zeit möglich ist, wenn Reiter ausbalanciert reiten
und überzeugt sind von dem, was sie machen möchten.
Die Pferde, auch das Stolpern, müssen lernen, die Balance zu halten.
Und wenn ein Pferd jetzt zum Beispiel so wie er stolpert und ich würde Panik kriegen, anreißen
oder dann Angst haben danach, dass er noch einmal stolpert, dann bekommt er Angst vorm Galoppieren.
Diese Konditionierung muss euch klar sein.
Wenn ihr das verstanden habt, dass die Pferde das ja verknüpfen.
Stolpern, Angst, Panik, Ziehen, auch von mir aus nach hinten neigen oder Pause absitzen,
jetzt brauche ich mal Pause, all das ist für die Pferde ein Wahnsinn.
Wenn ich da jedoch locker weiter reite, gelassen bleibe, dann ist alles gut.
Das zum Beispiel könnt ihr auch, wenn wir jetzt schon weiter sind mit Cookie
und er geht jetzt weg, kann ich ihn wieder zurückstellen.
Das heißt wieder den Schritt zurück, auch wenn es jetzt mehr war, auch okay.
Er weiß zumindest, dass die Korrektur da war.
Ich stelle ihn wieder so hin, Schritt vor und steht.
Also wir werden das immer wieder so machen, dass wir Pferde erziehen.
Das ist zum Beispiel auch Bodenarbeit.
Wenn ich mit Pferden an der Hand arbeite, dann lasse ich die Pferde stehen,
dann lasse ich sie zurückgehen, die Pferde müssen aufmerksam bleiben.
Uns muss immer klar sein, solange wir einen Schimmer vom Auge sehen,
sehen auch die Pferde uns, sie beobachten uns.
Zwar nur mit dem einen Auge, jedoch sieht er mich.
Und in dem Moment, wo er mich sieht, kann ich mit ihm körperlich kommunizieren.
Und die zweite Art ist immer dieses Mentale, bin ich selbstsicher oder nicht,
was ich gerade auch beim Reiten angesprochen habe.
Also ihr habt nun gesehen, der dritte Teil Cookie.
Wir werden jetzt nächste Woche gleich wieder ein Video machen,
nehme ich an, vielleicht auch wieder erst in zwei Wochen, kommt darauf an,
wie viel Unterschied man erkennen kann, damit ihr mitlernen könnt.
Die nächste Arbeit, die ich mit ihm jetzt beginnen werde, ist,
wenn er stabiler ist, wenn er schon ein bisschen mehr Kraft hat,
mehr Linien zu reiten im Sinne von korrekten Hufschlagfiguren,
damit er auf der Linie bleibt, auch wenn er schief auf der Linie geht,
auch wenn er noch ein bisschen den Takt verliert, wenn er die Balance verliert,
dann habe ich zumindest schon die Hilten so dran,
dass ich das Pferd auf der Diagonalen halten kann,
auf dem Zirkel halten kann, auf den einfachen Linien,
wie eine einfache Schlangenlinie und so weiter.
Das wird die nächste Arbeit und wenn wir soweit sind,
kriegt ihr wieder ein Video von mir.
Wenn ihr die Videos nicht versäumen möchtet,
freue ich mich, wenn ihr den Kanal abonniert.
Die Videos sind kostenlos, die kosten euch gar nichts.
Ihr braucht nur am Ende auf dieses Bild klicken
und wenn ihr mehr Videos haben möchtet, mitlernen möchtet,
unsere Mitglieder bekommen immer zusätzliche Videos
an der Tafel, Lehrvideos oder Affirmationen und vieles mehr.
In diesem Sinne freue ich mich, wenn ihr die Videos weiter anseht
und auch weiterempfehlt.
Bis zum nächsten Mal.