1. Teil der Familie Gottes | Bibelgespräch

Seminar Schloss Bogenhofen
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01.11.2024
https://sabbath-school.adventech.io/de/2023-01/01/01
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen. (1 Joh 3,1)
Wenn ihr Feedback, Fragen oder Anregungen habt, schreibt uns gerne unter [email protected]
Ich freue mich sehr, dass ich euch alle wieder begrüßen darf zu einer neuen Runde.
Wir haben ein neues Thema in diesem Viertel, das wir behandeln.
Haushalterschaft, sehr spannend.
Und wir haben auch hier wieder eine neu zusammengewürfelte Runde, die ich kurz vorstellen darf.
Hier sitzt der Raph, der Thomas, der Jonathan, der René und ich bin die Yvonne.
Und wir wollen jetzt zu Beginn noch beten miteinander und dann einsteigen ins Studium.
Unser treuer Heiland.
In diesem Lektionsstudium befassen wir uns damit, dass wir zu deiner Familie gehören.
Eigentlich können wir uns das gar nicht vorstellen, was das bedeutet.
So möchte ich dich bitten, dass du unsere Gedanken längst und dass durch das, was wir miteinander teilen werden
und aus deinem Wort lesen werden, dass du unsere Sehnsucht stärkst.
Ja, Herr, wir wollen wirklich ganz zu deiner Familie gehören.
Danke, dass du uns jetzt helfen wirst, wenn wir über dieses Thema sprechen. Amen.
Ja, der Jahreswechsel.
Das ist immer so eine Gelegenheit, wo wir unser Leben ein bisschen Revue passieren lassen.
Ich weiß nicht, ob ihr das so macht. Es sind so die Geburtstage und die Jahreswechsel.
Das sind so die Zeiten, wo ich immer innehalte und zurückschaue und natürlich auch vorausschaue.
Und jetzt frage ich euch, wenn ihr so zurückschaut, für welche Segnungen und Gaben seid ihr Gott ganz besonders dankbar?
Was sind so die größten Highlights der Geschenke Gottes, die ihr euch gemacht habt?
Ich denke, oft bei Highlights müssen wir immer an etwas ganz Spezifisches denken oder etwas Großartiges.
Aber ich merke, dass die selbstverständlichen Dinge, die wir Tag für Tag erleben, eigentlich mir richtig viel Freude machen.
Dass ich eine Familie habe, dass es meinen Eltern gut geht, dass es meiner Frau gut geht, dass ich dort geborgen bin in dieser Familie.
Das hält man vielleicht immer für selbstverständlich, aber sobald irgendwo Krankheit oder irgendetwas kommt, denkt man dann ganz anders darüber.
Ich bin einfach dankbar, dass es meiner Familie gut geht.
Und dann geht mir auch so. Ich bin dankbar auch für meine Familie, für meine Frau, Tina und die Kinder.
Gesundheit ist nicht selbstverständlich.
Wenn man schnell mal krank wird, dann schätzt man erst das.
Oder wenn man es nicht mehr hat, dann schätzt man das, was man eigentlich hatte.
Und das ist schade, dass man manchmal die Zeit so verfliegen lässt.
Jetzt in neun Jahren, wenn man zurückblickt, da sagt man auch schon wieder, wow, die Zeit ist so schnell vergangen.
Und es ist doch ein Segen, dass Gott uns immer wieder führt, uns Kraft gibt und uns auch jeden Tag erfahren lässt, dass er da ist.
Ich habe mir ganz spontan an meine Bildung gedacht.
Gerade mit Blick auf eine Reise, die ich auf die Philippinen mal gemacht habe und dort mal gesehen habe,
wie Kinder Freude strahlen, die die erste, zweite, dritte Schulstufe gerannt sind.
Das war bei mir in der ersten Schulstufe so. Ab der zweieinhalbten schon nicht mehr so.
Und in der dritten vierte habe ich mir gedacht, wann hört das Schulsystem auf?
Aber ich muss sagen, dass Gott mir die Möglichkeit gegeben hat, kostenlos Leben schreiben, Lesen schreiben, Rechnen und noch viel mehr zu lernen.
Dass ich mir selbst jetzt noch selber was aneignen kann, das ist so selbstverständlich für mich, dass ich ein Buch aufschlage, die Bibel aufschlage.
Aber das ist für mich ein großes Geschenk.
Ich muss da gerade an diesen Sommer denken, da war so ein großes Highlight für mich.
Joni ja auch. Ich glaube, der kann mir da zustimmen.
Die Hochzeit einfach, so ein neuer Lebensabschnitt, dass man einen Partner auch an die Seite gestellt bekommt.
Mit dem man sich so gut versteht, mit dem man Freude und Leid teilen kann.
Das ist ein großes Highlight gewesen für mich.
Und zum anderen musste ich direkt daran denken, dass ich jetzt hier in Bogenhofen Theologie studieren darf seit zwei Jahren.
Weil ich könnte mir nicht vorstellen, so wie ich es davor drei Jahre gemacht habe, hinter der Maschine zu stehen.
Und so darf ich jeden Tag was Neues lernen, darf jeden Tag irgendwo auch Menschen begleiten.
Und wenn ich darauf schaue, dass ich das mein Leben lang machen darf, dann ist das für mich ein großes Highlight,
was jetzt nicht punktuell zeitlich ist, sondern hoffentlich das ganze Leben andauert.
Es ist so wunderschön, dass wir dankbar sein können für viele Dinge.
Und um diese Dankbarkeit, glaube ich, wird das ganze Viertel gehen.
Wenn wir über Haushalterschaft reden, dann können wir nur einfach dankbar sein.
So steigen wir ein in zwei Textabschnitte.
Vielleicht fangen wir diesmal bei dir an, René.
Würdest du aufschlagen Epheser Kapitel 3 und dort die Verse 14 bis 21?
Und ich würde dich, Joni, gleich bitten, Galater 3, 26 bis 29 zu lesen.
Und dann werden wir versuchen, diese beiden Abschnitte miteinander zu vergleichen.
Wir müssen halt irgendwie mit dem Finger drin arbeiten, dass wir beide haben.
Epheser 3, 14 bis 21.
Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus,
von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält,
dass er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe,
durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen.
Dass der Christus durch den Glaube in euren Herzen wohne,
damit ihr in Liebe gewurzelt und gegründet dazu fähig seid,
mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei.
Und die Liebe des Christus zu erkennen, die durch alle Erkenntnis übersteigt,
damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes.
Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag,
als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt,
ihm sei die Ehre in der Gemeinde, die Christus Jesus
auf alle Geschlechter der Ewigkeit, der Ewigkeiten. Amen.
Dankeschön. In Galater Kapitel 3, 26 bis noch.
Denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben in Christus Jesus.
Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, ihr habt Christus angezogen.
Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann noch Frau.
Denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.
Wenn ihr aber des Christus seid, so seid ihr damit Abrams Nachkommenschaft
und nach der Verheißung Erben.
Dankeschön. Was sagen uns jetzt diese beiden Abschnitte über unsere Beziehung zu Gott
und unsere Beziehung untereinander?
Wenn wir es jetzt mal durch diese Lupe anschauen.
Wir sind Teil der Familie Gottes. Wie schaut das aus?
Ja, das ist gerade, weil ich hier in meinem Abschnitt über den Begriff Nachkommenschaft
hier gestoßen bin, Abrams Nachkommenschaft.
Was ihm verheißen wurde, dass seine Nachkommenschaft unzählig sein wird,
so wie die Sterne am Himmel.
Da denke ich mir, das ist eine riesengroße Familie.
Ich selbst habe das nicht so in dem Maße erlebt.
Meine Familie ist groß, aber lokal gesehen waren wir immer nur zu dritt oder maximal zu viert,
weil meine Familie in dem Fall auf der Welt ein bisschen verteilter ist.
Und ich habe das immer spannend gefunden bei Freunden, die eine Großfamilie haben,
manche sogar noch im selben Haus, das zu sehen, wie das da von sich ging.
Ich fand das spannend, wenn sie diesen riesengroßen Tisch haben,
meistens bei der Oma oder beim Opa, dick aus Holz, und dann sitzen sie drum herum.
Fand ich spannend. Und ein Stück weit ist dieses Bild bei mir gerade entstanden.
Eine Großfamilie.
Ich sehe auch hier in diesen Abschnitten wird die Einheit sehr betont.
Zum einen die Einheit mit Gott.
Sogar, dass Christus in uns wohnt, schreibt er hier.
An die Epheser, dass er in unserem Herzen wohne.
Und natürlich dadurch auch untereinander diese Einheit, diese enge Bindung.
Das macht uns dann auch zu einer Familie.
Also, wir sind eins mit ihm.
Wie wird er denn immer bezeichnet?
Also wir haben nicht immer Familie genannt.
Aber wie schaut die Familie aus?
Vater, Mutter, Kind, Oma, Opa?
Das ist ja schon spannend.
Im Gelattertext wird ja auch verglichen.
Es gibt keine Unterschiede zwischen den Familienmitgliedern.
Es ist egal, was für ein Hintergrund.
Und gerade in unserer Gesellschaft erleben wir ja eine Schere zwischen Reichtum und Armut.
Zwischen verschiedenen Rassen, verschiedenen Menschen einfach.
Und das gibt es bei Gott nicht.
Gott liebt alle gleich.
Und er wird ja auch hier vorgestellt als der Vater.
Als Haupt der Familie auch agiert.
Und ich finde es einfach schön, dass wir alle Kinder sein können.
Unabhängig von unserer Vergangenheit.
Vielleicht bleiben wir noch ganz kurz bei dir.
Du hast jetzt gesagt, wir sind ja alle gleich.
Also wir verstehen das mit ein Vater, viele Kinder.
Und egal wie viele es sind,
ein guter Vater will ja, dass jedes Kind zu dem kommt, was es braucht.
Wie ist das jetzt mit den Unterschieden?
Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier,
da ist nicht Mann und Frau, ihr seid alle eins in Christus Jesus.
Heißt das, wir sind wirklich alle gleich?
Oder worauf bezieht sich diese Gleichheit?
Vielleicht nur ganz kurz, dass wir das noch definieren.
Also für mich der Vater, er liebt alle gleich.
Er macht keinen Unterschied.
Der eine wird weniger gewertschätzt oder geliebt oder kriegt weniger.
Sondern Gott schaut genau, was jedes einzelne Kind am meisten braucht.
Ist genau für das Kind da, so wie es braucht.
Damit auch in diesem Text sind wir Erben.
Also jeder ist Erbe.
Das heißt nicht, dass nur der Erstgeborene kriegt was.
Und zwei, drei und vier, die Plätze, die sind leider leer ausgegangen.
Sondern dass ich gleich bin mit Gott, meinem Vater.
Heißt auch, dass er mir das gleiche Geschenk gibt,
wie er seinem Volk angeboten hat.
Ich, der quasi per Definition nicht Teil des jüdischen Volkes wäre,
habe trotzdem das Recht, Abrams Nachkommen zu sein
und dieses Geschenk der Erlösung von Gott zu kriegen.
Also für mich ist das total beruhigend.
Da brauche ich mich nicht mehr anstrengen, weil ich von außen komme.
Und diese Erklärungen von euch, finde ich, die nehmen auch den Stress,
dass ich mich darum bemühen muss.
Ich muss nicht nur, weil ich nicht Sklave bin oder Grieche,
mehr anstrengen, auch noch was zu kriegen.
Weil die Verheißung ist hier, dass wir alle gleich geliebt werden.
Und ich finde das schön.
Oder ich muss nicht als Frau mich darum bemühen,
auch gleichberechtigt zu sein.
Denn vor Gott bin ich gleichberechtigt.
Schön.
Ja, also wenn er unser Vater ist, sind wir untereinander.
Ein sehr zutreffendes Beispiel.
Wer Geschwister hat, weiß, dass es da nicht immer so harmonisch ist,
wie du vorhin gesagt hast.
Aber der Vater möchte, dadurch dass er ja in unserem Herzen wohnt,
diese Einheit schaffen.
Also, soweit mal.
Wir sind eine große Familie.
Ohne Oma und Opa. Schon interessant, oder?
Jetzt gehen wir zu einem nächsten Stichwort.
Stichwort Gott gehört alles.
Wir kennen alle das Himmelstelefon, oder?
Die Telefonnummer 5015.
Aber der Kontext dort ist sehr interessant.
Und den würde ich jetzt gern dich lesen lassen, Thomas.
Psalm 50, ab Vers 10.
Die Verse 10 bis 15.
Und dann hätte ich wieder einen anderen Text für dich noch,
für Hg 2, Vers 8.
Psalm 50, ab Vers 10.
Da spricht Gott, denn mir gehören alle Tiere des Waldes,
das Vieh auf tausend Bergen.
Ich kenne alle Vögel auf den Bergen,
und was sich auf dem Felde regt, ist mir bekannt.
Wenn ich hungrig wäre, so würde ich's dir nicht sagen,
denn mir gehört der Erdkreis und was ihn erfüllt.
Sollte ich etwa Stierfleisch essen oder Blut von Böcken trinken?
Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde,
und rufe mich an am Tag der Not.
So will ich dich erretten, und du sollst mich erkennen.
Und jetzt im Zusammenhang mit Hg 2, Vers 8.
Mein ist das Silber, und mein ist das Gold,
spricht der Herr der Herrscher.
So, jetzt frage ich euch, wenn alles Gott gehört,
was bedeutet das denn für unseren Besitz, für meinen, für deinen Besitz?
Ich sage jetzt einfach so, sollen wir dann nicht alle Kommunisten werden,
unseren persönlichen Besitz einfach abgeben?
Dürfen wir überhaupt etwas besitzen?
Oder besitzen wir überhaupt etwas?
Vielleicht machen wir uns das ja nur vor.
Wie schaut das aus?
Ich glaube, dass wir schon etwas besitzen,
mit dem Hintergedanken, natürlich kommt alles von Gott.
Aber er möchte uns das ja schenken.
Er möchte, dass es uns gut geht.
Er möchte, dass wir ein schönes und zufriedenes Leben haben.
Mir ist das Beispiel gekommen von Eltern und Kindern.
Ich meine, wenn ich anschaue,
früher, wenn ich meinem Vater oder meiner Mutter
was zum Geburtstag geschenkt habe,
dann habe ich das mit dem Taschengeld gemacht,
was sie mir gegeben haben.
Eigentlich paradox, ich schenke ihnen etwas von dem,
was sie mir gegeben haben.
Ist es dann überhaupt noch ein Geschenk?
Oder ist es eigentlich ihr eigenes?
Und das ist bei mir hier so ein bisschen hochgekommen.
Macht es Gott vielleicht mit uns nicht auch so,
wie wir als Kinder vielleicht mit dem Geld von unseren Eltern
ihnen etwas Gutes tun wollen?
Mir gefällt das Bild, weil auch das Kind ja quasi zum Verwalter wird.
Er darf das Geld bekommen von den Eltern
und darf damit machen, was er möchte.
Die Eltern hätten jetzt nicht befohlen,
gib mir jetzt ein Geschenk, du musst es mir geben.
Sondern das kam ja auch aus dem Herzen.
Da finde ich, ist ja Dankbarkeit, da reden wir auch darüber,
spielt eine wichtige Rolle.
Aber einfach auch zu erkennen,
auch das, was ich mir irgendwo erarbeitet habe.
Ich meine, als Kind musste ich für mein Taschengeld
auch ein bisschen was machen.
Aber trotzdem, es kam halt von meinen Eltern.
Und genauso, wir kriegen von Gott alles geschenkt.
Wir dürfen damit umgehen, das verwalten.
Aber es kommt letztendlich alles von Gott.
Also mir gefällt das Bild wirklich sehr gut.
Ihr Dreier habt jetzt noch keine Kinder.
Aber Thomas, ich finde das ganz was Besonderes,
wenn Kinder aus ihren Taschen Geld, das man ihnen gibt,
wenn sie da was uns zurückschenken als Eltern.
Weil sie könnten sich ja auch
irgendwas für sich selbst kaufen drum.
Das macht schon besondere Freude.
Ich habe mir nie gedacht, die hätten jetzt das Geld,
das müssen sie mir doch nicht wieder zurückgeben.
Das habe ich mir nie gedacht.
Da kommt ja auch dieser Gedanke,
direkt in diesem Beispiel drüber,
was wir in den Texten vorher hatten,
dass Gott selber sagt, ich brauche nichts von euch.
Dass ich das bräuchte, um zu überleben.
Also nach dem Motto, ihr gebt mir nichts,
und dann gehe ich auf Deutsch gesagt in den Bach,
oder so ist es nicht.
Sondern wie bei den Eltern, wenn ich ein Kind hätte,
es gibt mir ein Geschenk im Wert von 10 Euro
vom letzten Taschengeld wieder, ich bräuchte es nicht.
Aber es macht mit dem Kind was.
Weil ich mir auch öfters die Frage gestellt habe,
warum hat mir Gott das anvertraut,
die Dinge, die ich kann, habe im Wert.
Warum steht das hier in verschiedenen Bibelbüchern drin,
dass das explizit von Gott kommt,
aber dann der Mensch doch was zurückgibt.
Und ich habe dann gemerkt,
als ich Taschengeld bekam und das höher wurde,
also je älter ich wurde, desto größer wurde das,
dass ich schon gemerkt hatte,
boah, jetzt habe ich da auf einmal 20 Euro mehr.
Für mich war das damals viel.
Irgendwann war es, glaube ich, am Ende,
bevor ich angefangen habe zu arbeiten, 70 Euro am Ende.
Das war für mich sehr viel.
Und dann dachte ich mir, boah.
Ich habe Respekt vor Geld bekommen.
Also letztlich Respekt vor dem, was meine Mutter mir gegeben hat.
Das hätte sie mir so auf der Art und Weise
gar nicht so beibringen können,
hätte sie mir nur einen Vortrag darüber gehalten.
Ich habe es selber erlebt.
Spannend. Also Gott gibt uns etwas
und eigentlich gehört es ja trotzdem ihm,
aber er vertraut es uns an.
Sehr spannend.
Jetzt gehen wir in den nächsten Text.
Philipper 4, Vers 19.
Wir müssen heute so ein paar Themen einfach streifen
zur Einstimmung auf das große Viertelthema.
Philipper 4, Vers 19.
René, magst du wieder?
Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen
nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus.
Also wenn Gott uns alles gibt, was wir brauchen,
so verstehe ich das jetzt.
All unseren Mangel wird er ausgleichen.
Muss ich mich dann noch überhaupt darum kümmern,
was ich brauche?
Muss ich mich darum kümmern, was meine Familie braucht?
Reicht es, dass ich Gott alles in die Hand lege
und sage, was er macht?
Im Grunde, wenn er uns die Kraft gibt,
wenn er uns Gaben und Fähigkeiten gibt,
dann sind die auch dafür da, dass wir sie einsetzen.
Und das System ist nun mal so,
auch damals war es schon so,
er hat zwar Adam und Eva in ein schönes Paradies gestellt,
sie hatten trotzdem den Auftrag,
diesen Garten auch zu bewahren, zu bebauen
und natürlich dann auch mit der von Gott gegebenen Kraft
und Gaben und Fähigkeiten das Beste daraus zu machen.
Das bleibt nicht aus.
Und dieser Text hier, ich mag diesen Text sehr,
das ist einer meiner Lieblingsverse hier,
weil er so schön davon spricht,
weil wir ja Mangel haben,
dass Gott diesen Mangel ausfüllt nach seinem Reichtum.
Gibt es jemanden, der reicher ist als er?
Er ist der Reichste, den es gibt.
Und das mit der Herrlichkeit in Christus Jesus.
Weil, wie jemand mal sagte,
wenn Jesus alles ist, was du hast,
dann hast du alles, was du brauchst.
Und das steht mitten in diesem Zusammenhang,
wo Paulus ja dann auch den Philippern schreibt,
das ist ein paar Verse vorher,
dort im Vers 11, dass er Zufriedenheit gelernt hat.
Er hat so einiges durchgemacht.
Und die Philipper waren ja diejenigen,
die ihn immer auch versorgt haben,
die ihm immer mal auch eine Geldspende haben zukommen lassen.
Das ist ja auch eine spannende Geschichte,
in der Apostelgeschichte wird uns ja erzählt,
wie diese Gemeinde entstanden ist.
Und er sagt hier, er hat Zufriedenheit gelernt,
er weiß, wie es ist, viel zu haben,
er weiß, wie es ist, wenig zu haben,
auch zu hungern und zu dürsten und so weiter.
Und dann sagt er hier, das ist seine Erfahrung,
Gott hat seinen Mangel ausgefüllt.
Und wenn wir Mangel haben,
dann dürfen wir zu Gott kommen
und darauf vertrauen, dass er unseren Mangel ausführt.
Aber gleichzeitig sollen wir eben auch das,
was er uns zur Verfügung gestellt hat,
ich sag es mal so, nach bestem Wissen und Gewissen gebrauchen.
Und das zu seiner Ehre.
Und jetzt frage ich ein bisschen provokant,
wie kann der Paulus sowas sagen,
wenn er schon oft gehungert hat?
Wie passt das zusammen für euch?
Wie ist das mit vielen Menschen,
denen es nicht so gut geht wie uns
und die auch drum bitten
und diese Verheißung in Anspruch nehmen?
Wie seht ihr das?
Im Grunde genommen hat es Thomas auch schon gesagt,
Christus ist alles.
Also natürlich ist es immer schwierig,
wenn man selber nicht in der Situation ist.
Aber wenn ich an die Herausforderung meines Lebens zurückdenke,
da wo es Krisen gab,
das Einzige, worauf ich mich halten konnte, war Christus.
Und die Beziehung mit ihm.
Und ich kann mir vorstellen,
in der Situation, in der ich war, war das eine Hilfe.
Und somit wird es auch eine Hilfe sein für die Menschen,
die in anderen Situationen Not leiden
und sich eigentlich etwas wünschen,
aber es zumindest noch nicht so erfahren erleben.
In dem Zusammenhang steht ja auch Vers 13,
ein sehr schöner Vers auch,
wo es darum geht, dass er sagt,
mit Christus vermag ich das alles.
Alles vermag ich durch den, der mich stark macht.
Und das ist Jesus Christus.
Und die Sache, die da anspricht, ist einfach eine Tatsache auch,
dass wir tatsächlich hier auf dieser Erde ein Ungleichgewicht haben.
Gab es ja damals auch schon.
Da gab es auch Hungersnöte.
Menschen sind verhungert, obwohl sie auch gebetet haben,
obwohl sie auch gotttreu waren.
Diese Frage spielt eben auch in andere Richtung ab.
Wenn Menschen gottreu sind,
heißt das eben nicht, dass sie vor Leid oder vor Schmerz
oder vor diesem Schmelztiegel, das war auch schon unser Thema,
verschont bleiben.
Und das Interessante ist,
da gibt es ja diese Geschichte von einem sehr unglücklichen König.
Und dann wird ein Berater gerufen und der sagt,
der muss jetzt einfach das T-Shirt eines glücklichen Mannes anziehen.
Und dann wird im ganzen Reich gesucht nach einem glücklichen Mann.
Und dann kommen sie zurück mit der Botschaft zum König,
wir haben einen Mann gefunden, der sehr glücklich ist.
Und wo ist sein T-Shirt?
Er hat keins.
Also es gibt tatsächlich auch die Möglichkeit,
mit wenigen zufrieden zu sein.
Und das ist das, was Paulus ja hier auch sagt.
Und ich sehe das genauso.
Gott wird uns drüber helfen, über diese Zeiten.
Und auch die Menschen, die jetzt materiell weniger haben,
erleben das immer wieder, wie Gott ihnen hilft
und ihnen diese Genügsamkeit gibt,
wahrscheinlich mit viel weniger auszukommen,
als wir das machen müssen.
So, wir haben jetzt ganz viel über das gesprochen,
was Gott uns alles schenkt.
Wir sind Teil seiner Familie, das ist schon unheimlich viel wert.
Die meisten von euch haben in dieser Anfangstankesrunde
ja die Familie erwähnt, oder auch Bild.
Und Gott schenkt uns so viel.
Allein dadurch, dass wir zu ihm gehören,
dann hilft er allen unseren Mangel ab.
Er gibt uns nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit.
Ja, das ist das.
Wie können wir ihm Danke sagen?
Wie können wir Angebnissen ihm Danke sagen?
Es ist ein bisschen schon gekommen,
wie wir etwas zurückgeben davon.
In der Lektion war noch ein anderer Weg drin.
Da haben wir wieder zwei Abschnitte.
Fünfter Mose, Kapitel 10.
Vielleicht schlagen wir mal alle den auf zuerst.
Fünfter Mose, Kapitel 10, Worte 12 und 13.
Du könntest den Vers 14 noch dazu lesen.
Siehe dem Herrn, deinem Gott gehören der Himmel und die Himmel der Himmel,
die Erde und alles, was in ihr ist.
Es ist noch so ein Hinweis auf diesen Gott, dem alles gehört.
So, und dann vergleichen wir damit den ersten Johannesbrief
und dort im Kapitel 5 den Vers 3.
Erster Johannes, Kapitel 5, Vers 3.
Wir gehen heute einmal quer durch, von vorn bis hinten.
Erster Johannes 5, Vers 3.
Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten.
Und seine Gebote sind nicht schwer.
Also was ist jetzt der Zusammenhang zwischen Gehorchen, Gebote halten
und der Liebe zu Gott, die unsere Dankbarkeit ist?
In beiden Abschnitten wird das irgendwie angesprochen.
Fünfter Mose als auch Erster Johannes 5.
Wie hängt das zusammen?
Für mich hat es viel mit Vertrauen zu tun.
Wenn ich in einer Beziehung lebe, vertraue ich.
Und wenn ich die Erkenntnis habe, alles auf dieser Welt gehört nicht mir,
sondern gehört eigentlich Gott.
Und alles, was ich bekomme, auch ein Geschenk Gottes ist.
Dann will ich ja in dieser Beziehung, bin ja eh abhängig von Gott.
Und wenn ich dann merke, wie er sich um mich sorgt und mich kümmert,
dann will ich auch in der Beziehung ihm eine Freude machen.
Und aus dieser Erfahrung, wie Gott sich um mich sorgt und liebt,
möchte ich das widerspiegeln.
Und ein Weg, das zu tun, ist auch, das zu tun, was Gott gefällt.
So hält man auch die Gebote, weil man Gott einen Gefallen machen möchte.
Oder der Gefallen ist vielleicht falsch, aber eine Freude machen möchte.
Und in dieser Beziehung lebt.
Also es ist irgendwie in beide Richtungen, in die es eben dann geht.
Bei mir kam auch der Gedanke hier mit Blick auf den 5. Mose-Text,
dieses direkte Zusammenspielen Vers 12 zwischen dieser Aktion,
auf allen seinen Wegen zu gehen und ihn zu lieben.
Dass da im Text ganz automatisch das Lieben nicht nur rein kognitiv ist,
sondern da ist automatisch Bewegung dabei, da ist Handlung dabei.
Verwundert nicht, weil Gottes Liebe sich direkt in meinen Handlungen ausdrückt.
Ich kenne das aus meinen Beziehungen auch.
Wir kennen das von Freundschaften.
Das ist nicht statisch, sondern da ist Bewegung.
Und hier sogar ein Weg gezeichnet,
wo sich für mich ein Stück weit auch die Antwort ergibt,
mit dem, was ich habe, gehe ich mit Gott auf einem Weg.
Für mich ist das so ein bisschen in die Richtung,
was man heute Lifestyle nennt.
Also quasi eine Art zu denken, zu leben, die mein Leben prägt.
Und ich denke da an das, was die Israeliten nach der Wüstenwanderung
oder in der Wüstenwanderung auch selbst bei Gott gemacht haben,
als er ihnen gesagt hat, ich möchte gerne ein Heiligtum bauen,
damit ich unter euch wörtlich zelten kann, also wohnen kann.
Gott möchte jetzt bei ihnen sein.
Und er bittet sie darum, etwas zu bringen.
Und dann sagt er aber nur von den Leuten, die das auch wirklich wollen.
Und da habe ich gemerkt, in diesem Fall hieß es für sie damals,
okay, ich gebe jetzt, ich weiß es nicht,
einen Goldgegenstand, den man einschmelzen kann,
für einen Gegenstand, der dann in der Anbetung Gottes
in diesem mobilen Tempel quasi dazu beiträgt,
dass Menschen in Beziehung zu ihm treten.
Und da überlege ich mir jetzt, okay, wie kann ich das machen?
Und was hier steht für mich ist, so wie ich mit Gott lebe,
wird das sicherlich Auswirkungen haben auf die Leute, denen ich begegne.
Das wäre für mich eine Variante, wie ich Gott zurückgeben kann,
abgesehen von Geld oder Wertgegenständen.
Das wäre damals viel plastischer gewesen.
Es wäre schön, wenn wir ins Gabenkörper jeder einen Ziegelstein legen könnten.
Und man könnte die sehen, jeden Sabbat, das wäre echt schön.
Das ist bei uns halt nicht mehr so.
Also, so wie ihr beide das jetzt beschrieben habt,
ist dieser Zusammenhang, hört er sich für mich total stressfrei an.
Es ist kein, ich muss geben, ich muss Gaben bereitlegen,
ich muss gehorchen. Wieso kommt dieser Stress darauf?
Du redest von Vertrauen, du redest von Miteinander gehen,
das ist alles so automatisch fast.
Das kann halt schnell mal auch in diese Falletappe von Berechnung vielleicht,
dass man sagt, jetzt muss ich ja auch irgendwas zurückgeben,
jetzt muss ich ja irgendwie Gaben geben, sonst kann der Herr mich nicht segnen.
Irgendwie so ein Gedanke, wie es jemand mal geräumt hat,
ich bin so froh, damit ich in den Himmel komme oder so.
Dieser Gedanke kann auch schnell beim Volk Israel da gewesen sein,
jetzt müssen wir halt all diese Zeremonien machen,
jetzt müssen wir uns da halt alles dran halten,
sonst kriegt man nicht den Segen oder sowas.
Jetzt schaut man dann wieder nur auf das, was man dafür bekommt,
was ich davon habe, was mir das bringt.
Und Johannes in seinem Brief, wir haben ja nur ein Vers jetzt gelesen,
in dem Gesamtzusammenhang weist er darauf hin,
im Vers 19, Kapitel 4, wir lieben ihn, weil er hat uns zuerst geliebt.
Von ihm geht die erste Initiative aus.
Und er liebt uns.
Und er wartet da jetzt erstmal nicht gleich,
dass wir dafür irgendwelche Leistungen bringen.
Und wenn wir von dieser Liebe berührt sind,
dann antworten wir auch darauf durch Liebe.
Und nicht in erster Linie durch Leistung.
Und dann werden wir auch nicht fragen, das ist ja auch in unseren Beziehungen so,
da verbringen wir gerne Zeit mit unserem Ehepartner,
weil wir ihn lieben und mit den Kindern auch.
Und wir werden ja nicht sagen, jetzt muss ich schon wieder diesen,
jetzt muss ich schon wieder jenes.
Nein, das ist wunderschön sowas.
Und dann geben wir auch gerne. Wir sind gerne bereit zu geben.
Und schauen da nicht und rechnen da nicht.
Weil das einfach aus Liebe geschieht.
Und das macht diesen großen Unterschied auch.
Zwischen einem Heuchler und einem echten Nachfolger.
Das ist die Liebe.
Das kommt jetzt in jedem Abschnitt, den wir gelegen haben bis jetzt, kommt das raus.
Dass eigentlich die Liebe Gottes die Basis ist für alles.
Und wenn langsam denke ich, daran liegt es,
ob man Stress hat im Christentum oder nicht.
Wenn ich diese Liebe Gottes wirklich verstanden habe,
dann kann ich gar nicht anders.
Davon spricht der nächste und der letzte Text.
Der steht jetzt in der Mitte der Bibel fast.
In Matthäus Kapitel 6.
Lagen wir den noch auf.
Matthäus Kapitel 6, die Versen 19 bis 21.
Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde,
wo Motte und Fraß zerstören und wo Diebe durchgraben und stehlen.
Sammelt euch aber Schätze im Himmel,
wo weder Motte noch Fraß zerstören
und wo Diebe nicht daran graben noch stehlen.
Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.
Hm. Die gehören mit Schatz und Herz zusammen.
Warum ist das so?
Wo das Schatz ist, wird auch das Herz sein.
Vielleicht könnt ihr ein paar praktische Beispiele aus eurem Leben bringen.
Mir ist da gerade etwas eingefallen.
Im Sommer bin ich gern in den Bergen unterwegs.
Wenn ich dort reise, habe ich meistens, wenn ich alleine fahre,
wenig dabei.
Hängematte und Schlafsack.
Wenn ich einen Campingplatz gefunden habe,
habe ich nichts, wo ich etwas einschließen könnte.
Ich liege unter freiem Himmel.
Ich kann mich daran erinnern,
jedes Mal, wenn ich abends eingeschlafen bin,
habe ich geschaut, ob das Lenkradschloss drin ist.
Ich kann mein Fahrrad nicht mehr schieben.
Ich kann es wegschieben.
Ich habe meinen Helm mit dem Intercom,
wo ich auch mit meiner Frau reden kann.
Da bin ich Paranoid.
Ich glaube, das ist gut,
wenn man sich um seine Sachen kümmert.
Aber je mehr Wert ich gegenständig habe,
jetzt denke ich mal an die Fahrzeuge,
weil das ein Teil meiner Hobbys ist, desto mehr Sorgen sind damit verbunden.
Kriege ich das nächste Pick, schafft ein älteres Fahrzeug es noch weiter zu fahren.
Und das kann, das habe ich auch selber schon erlebt, dazu führen,
dass, wenn sich das alles heult, ich einen Stress habe,
wo ich mir im Nachhinein denke, eigentlich total unnötig.
Das sind vielleicht sogar Spaßgegenstände, wenn es jetzt nicht das Auto ist.
Und trotzdem merke ich so dieser Text, ja, kenne ich.
Weil bei mir das, bei Technik und bei zum Beispiel Motorrädern einfach,
da merke ich, dass mein Herz gleich dabei ist.
Super spannend, sich da einfach selbst zu beobachten.
Das geht bei mir, bei Technik und eben bei Fahrzeugen sehr schnell.
Danke.
Schaut super aus.
Dieser Text weist ja auch darauf hin, dass wir oft vielleicht dazu tendieren,
in Dinge zu investieren, die am Ende nur das Feuer sind, sagt man mal.
Motten und Rost und das ist alles vergänglich.
Und wir werden hier ermutigt, und es gibt noch andere Texte,
wo das immer wieder in die Richtung geht, Schätze im Himmel zu sammeln.
Also in Dinge zu investieren, die Ewigkeitswert haben.
Und das ist schon tatsächlich, ja, wir gehen hier einer Arbeit nach,
weil wir das Geld brauchen, um uns zu versorgen und andere zu versorgen.
Und ich gebe dir voll recht, wenn man dann mehr hat,
dann hat man auch mehr Sorgen, die dann mit in Verbindung stehen.
Das heißt, wenn man ein Haus hat, dann sind es ganz andere Sorgen,
als wenn man irgendwo zur Miete wohnt vielleicht.
Und wenn die Energiepreise steigen, sind es wieder andere Sorgen.
Und dann häuft sich das.
Und dann kommt man auch in Stress, weil man muss das ja irgendwo auch alles schaffen.
Und man konzentriert sich dann tatsächlich auch auf Dinge,
aber macht man so ein bisschen Abstand mal so,
dann wird einem klar, Ewigkeitswert, das ist es wirklich.
Und dazu möchte uns halt hier auch Jesus Christus ermutigen,
darauf zu achten, dass all die anderen Dinge, die er uns gibt,
die ja auch schön sind und die wir auch genießen dürfen,
und die er auch ermöglicht, dass wir trotzdem hier nicht unser Herz daran hängen.
Weil das ist unser Gott, was auf unserem Thron dann sitzt.
Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
Und auf meinem Thron soll Gott sitzen, er allein.
Und nicht die Dinge dieser Welt.
Und ich finde, man merkt auch sehr schnell, wo jemand sein Herz hat.
Denn die Person redet auch ganz natürlich immer darüber.
Und es ist manchmal interessant, ich besuche Menschen,
und die beschweren sich, was alles im Haus kaputt ist,
und machen sich halt Sorgen darum, welche Investitionen als nächstes kommen fürs Haus.
Und ja, es ist schön, auch ein Haus zu haben.
Es ist schön, wo zu wohnen.
Gott hat das auch uns ermöglicht.
Aber oft schaffen wir es, unsere Gedanken so zu lenken,
dass wir ständig nur Stress haben mit dem, was Gott uns auch gegeben hat.
Und ich finde, es gibt auch solche Menschen, die das Wertvollste für sie sind,
Erfahrungen mit Menschen zusammen, mit der Familie zusammen.
Und du siehst, die strahlen auch eine ganz andere Zufriedenheit aus,
als Menschen, die ständig versuchen, ihren Reichtum irgendwo sicherzustellen und zu bewahren.
Einfach aufzupassen, dass nichts verloren geht.
Ich kann mich noch erinnern, in Berlin habe ich mal einen Obdachlosen getroffen am Bahnhof.
Es ist ein Gespräch entstanden.
Und ich habe selten in meinem Leben einen Mensch getroffen, der so zufrieden war.
Und der hatte nichts.
Der hatte seinen Einkaufswagen da mit seinen Tüten.
Aber er hatte sonst nichts, und er war zufrieden.
Und da frage ich mich manchmal, sind wir auch so zufrieden mit den Dingen, die wir haben,
wo wir vielleicht oft so viel mehr auch haben?
Also ich muss sagen, ich finde es immer wieder interessant,
so Texte, gerade Matthäus 6 diesen hier, das hat man schon so oft gelesen.
Aber immer wieder stolpert man über was Neues, oder es kommen neue Gedanken.
Ich muss mich daran erinnern, als ich vor zwei Jahren angefangen habe,
relativ frisch hier, habe ich sogar eine Andacht darüber gehalten.
Und jetzt, als ich mir die Lektion diese Woche durchgelesen habe,
und es kam wieder so ein neuer Gedanke,
und da ist auch die Frage mit aufgekommen, die sich ja hier auch stellt,
woran hänge ich mein Herz?
Und damit auch die Frage, was ist denn der höchste Schatz im Himmel eigentlich?
Was hat ewigkeitswert, tatsächlich einen Ewigkeitswert?
Und dann kam mir auf, tatsächlich die Menschen auch.
Weil das, was ich sammeln kann, das Wertvollste, was ich, glaube ich,
hier für den Himmel sammeln kann, sind eben auch andere Menschen,
die ich hier aktiv auf der Erde vielleicht schon sammeln kann.
Wenn ich die Botschaft weitergebe, die ich hier selber empfangen habe,
wo wir dann auch das von gerade eben mit aufgreifen,
die Liebe, die ich selber schon empfangen habe,
die verändert dann wieder etwas, wo ich dann wieder Liebe zurückgebe,
wo ich dann Schätze sammeln anfange.
Und das war so ein neuer Gedanke, der mir da kam.
Okay, was ist das wirklich Wichtige, Unvergängliche?
Und daraus folgt dann wieder dieser Segen, den Gott gibt,
in dem ich ein Teil dessen sein darf, anderen das weiterzugeben.
Und dadurch werde ich wieder gesegnet.
Ich gebe zwar was, aber im Geben steckt schon wieder dieser Segen
von Zufriedenheit, von Glück, dass ich das einfach machen darf.
Schön. Und du gibst gleich die Überleitung.
Mir kam auch ein neuer Gedanke bei diesem Vers.
Durch ein Zitat aus dem Weg zu Christus,
wo das auf Jesus umgelegt wird.
Stärker als der Tod ist die Liebe,
mit der sich Gott nach seinen Kindern auf Erden seht.
Das heißt, wir sind sein Schatz und sein Herz ist bei uns.
Als er seinen Sohn hingab, schenkte er uns mit ihm den ganzen Himmel.
Also aus dieser Perspektive diesen Text mal zu lesen,
ich habe dann versucht, den ganzen Abschnitt für mich durchzulesen.
Aus der Sicht Jesu ist es schon interessant.
Wir sind sein größter Schatz, denn er hat uns alles,
wirklich sein ganzes Herz geschenkt.
Ja, ihr lieben Zuschauer und Zuhörer,
vielleicht könnt ihr uns in den Chat schreiben,
wofür ihr Gott besonders dankbar seid.
Es würde uns freuen, wenn wir da ein bisschen Einblick bekommen.
Und ich würde dich, Thomas, bitten,
dass du noch mit deinem Gebet abschließt.
Unser Vater, ja, du liebst uns so sehr,
dass du dein Bestes gegeben hast.
Und wir wollen auf diese Liebe antworten,
indem wir dich auch lieben.
Du lässt uns da nicht im Ungewissen,
du zeigst uns in deinem Wort, was wir auch ganz konkret tun können,
um diese Liebe zu erwidern.
Aber vor allem herr, sollst du an erster Stelle stehen.
Du sollst der Schatz unseres Lebens sein.
Und so hilf uns herr, dass wir lernen,
wie das wirklich geht.
Und dass wir bei all dem, was wir hier tun,
auch investieren in das, was Ewigkeitswert hat.
Und wir danken dir dafür, Herr. Amen.
