Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es: Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. (Joh 18,37)
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Hallo, herzlich willkommen zu unserer Sabbatschule, die wir heute gemeinsam mit
den Jugendlichen, mit unseren Schülern hier gestalten werden, die ich kurz
vorstelle, die Carola, die Sarah und der Maxi und ich bin der Bojan. Bevor wir
jetzt einsteigen in das wunderbare Thema, wollen wir Gott bitten, dass er uns
durch seinen Heiligen Geist führt. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir
aus ganzem Herzen, dass wir dein wunderbares Wort jetzt öffnen können,
nachdenken können, was du für uns getan hast durch Jesus Christus, was für ein
Preis für uns bezahlt wurde und was das bedeutet für uns. Und ja, auch über die
letzten Stunden, Herr Jesus, die du hier in großer Qual verbracht hast, wir wollen
darüber nachdenken, einige Aspekte anschauen, um noch mehr von deiner Liebe
und deiner Größe und Geduld und ja, dem Preis nachzudenken, den du für uns
bezahlt hast. So segne uns und sei mitten bei uns durch den Heiligen Geist,
dass es für uns und für alle online, wo immer sie uns hören werden, zum Segen
sein wird. Das bitte ich dich im Namen Jesu. Amen.
So, jetzt stelle ich euch erst mal zu Beginn eine Frage, ob ihr euch erinnert
und zu Hause natürlich, ihr könnt auch darüber nachdenken, irgendeine Stunde,
eine Situation, wo ihr Bemühen, starkes Bemühen habt, etwas zu erreichen und dann
eure Belohnung sich gekreuzt haben sozusagen, wo sie zusammengefallen ist.
Wie sieht es bei euch aus? Kommen euch da sofort Assoziationen, wann ihr sowas
erlebt habt? Ja, bei mir schon. Ich bin im technischen Bereich ab und zu mal
unterwegs, auch hier an der Schule und da ist teilweise, wenn wir uns vorbereiten
auf diverse Events, es steckt viel Arbeit vorne mit drin und dann, wenn man das
Event gemacht hat und alles gut gelaufen ist, dann ist das sozusagen die
Belohnung, dass alles gut gelaufen ist, dass alle Leute zufrieden sind und dass
man es auch zur Ehre Gottes machen konnte. Und da gibt es dann so einen Zeitpunkt,
wo auf einmal das übergeht, von der Anstrengung zur Belohnung?
Teilweise ja, also wenn man dann merkt, dass Sachen besonders, Sachen worauf man
ein bisschen Stress hatte, wo ein hohes Potenzial an Fehler sein konnte und wo
dann keine passiert sind, dann ist die Freude darüber relativ groß.
Ah, schön. Dehnt ihr euch auch was? Mir geht es immer so beim Chorkonzert. Wenn wir ein
halbes Jahr lang auf ein Konzert hinarbeiten, jede Woche von sieben bis
neun da sitzen und singen und na schief, noch mal, immer noch schief, immer noch
schief und dann beim Konzert, dann beim Weihnachtskonzert oder beim
Sommerkonzert, wenn dann alle aufmarschieren und dann funktioniert es und dann
klingt es auch noch gut und man sieht, dass die Leute sich freuen. Das ist immer
das Highlight vom Jahr für mich, wo man so richtig meint, die Arbeit zahlt sich
aus. Sehr schön. Ja, bei mir ist es auch, wenn ich mich auf irgendwas vorbereite,
irgendeine Moderation oder so, irgendwas, was ich vortrage und dann ist so die
Anstrengung da und da geht man auf die Bühne und es ist schon so die
Nervosität da und dann fängst du an zu reden und dann auf einmal ist es weg und
du merkst, wie die Leute, die finden es toll und die freuen sich, dass eine
Schülerin was macht und das ist dann gleichzeitig die Belohnung. Ach, schön.
Ja, interessant, aber ihr habt schon mehr so Highlights. Ich habe gedacht, ihr kommt
jetzt hier mit der Schule hart arbeiten und dann zeugen es ab. Dann erzähle ich sowas.
Ich habe viele solche Situationen. Schule oder sogar im Theologiestudium in Kroatien,
das war so hart und damals hatten wir noch keine Computer, dann haben wir die
Abschlussarbeit, also die Diplomarbeit dann getippt und Fehler und in die
Nächte, die letzten Nächte und dann die Graduierung, Feier. Genau, das, also jeder
von uns kennt irgendwo Situationen, wo diese beiden Sachen zusammenkommen, aber
jetzt natürlich, wenn ich hier den Titel lese, hier die Stunde der Herrlichkeit,
das Kreuz und die Auferstehung, das ist ja wirklich unvergleichbar, was das
bedeutet, also das Kreuz Jesu und dann die Auferstehung, was ganz, ganz sich
gekreuzt hat sozusagen. Das ist ja unser Thema jetzt und jetzt würde ich jemand
von euch bitten, den Merktext zu lesen, in Johannes 18, 37, um da ein bisschen
einzusteigen in den Grundtext, der uns hier vorgegeben wird, Johannes 18, 37.
Carola, möchtest du das lesen? Da sagte Pilatus zu ihm, so bist du dennoch ein
König? Jesus antwortete, du sagst es, ich bin ein König, ich bin dazu geboren und
dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus
der Wahrheit ist, hört meine Stimme. Ja, seht ihr, jetzt werden wir auf einmal
reingezoomt, so in eine Schlüsselszene, Jesus vor Pilatus erstmal und jetzt
kommt der Dialog und um was geht es? König, bist du der König? Ich bin der
König. Jesus sagt das, also du sagst es, ich bin der König, also er verneint das
nicht. Wir werden ja nachher noch sehen, dass
da noch was am Kreuz stand, aber würdet ihr von heute sagen, sieht man heute
irgendwo noch, dass Jesus König ist in dieser Welt? Und da braucht ihr jetzt gar
nicht so heilig, denkt man, so biblisch, sondern richtig profan. Sieht man heute
noch irgendwo, dass Jesus König ist? Auf den ersten Blick nicht, mit den ganzen
Kriegen und der ganzen Sünde und dem ganzen Tod und Leid und alles in der
Welt. Auf den ersten Blick könnte man gut meinen, Gott hat die Erde geschaffen,
dann war er vielleicht mal hier zwischendrin und dann hatte die Erde
irgendwo ins Universum und tschüss. Aber wenn man genauer hinschaut, wenn man in
die Natur schaut, in die wunderbare Schöpfung von Gott, wie er alles
detailliert gemacht hat und wie es auch trotz der Sünde immer noch wunderschön
ist und ich glaube, wenn jeder in sein eigenes Leben schaut, sieht er, wie oft
er aus irgendwelchen Situationen gerettet wurde, wie oft man Hilfe bekommt an
Stellen, wo man keine Hilfe erwarten würde, wie oft sich Gebete erfüllen, wie
oft man sich von Gott getragen fühlt. Also auf den ersten Blick nicht, beim
Detaillieren daran hinschauen sieht man, Jesus ist der König. Also du hast ja zwei verschiedene
Blicke. Das eine, was in der Welt passiert, beschreibt einen anderen König. Gibt es
einen anderen König auch hier? Den Teufel, der wird ja auch als der König der Welt
gesagt und ich würde ihr zustimmen, aber ich würde noch was anderes sagen.
Ich meine, nicht nur auf den zweiten Blick, sondern ich finde, wenn wir uns auch
die Geschichten anderer Menschen anhören. Ich nehme hier ein Beispiel von zum
Beispiel einem Wissam Ali, der bei uns jetzt letztens die Aula Stunde gehalten
hat. Prediger des Nazareth. Genau, schaut man sich einfach mal seine Geschichte, an
seiner Lebensgeschichte, sieht man, dass Gott König ist. Dass Gott einfach Herr
und König über das Leben ist, über alles und wenn Gott Nein sagt oder wenn Gott
Ja sagt, dann kann an diesem Nein oder Ja nichts dran vorbeigehen.
Ja, ich würde es auch sagen. Also so oft sehen wir so in unser Leben und sagen,
ja, das war früher alles. So damals, als Jesus hier auf der Erde war, hat er Wunder
getan, aber heute so in unserem Leben, was tut er da schon? Aber wir haben ja so
oft Leute hier in Burgi, die auch Erfahrungen erzählen und aus ihrem Leben
und da sieht man einfach, wie viel Jesus heute noch tun kann und dass er auch
heute noch König ist. Ihr seid so unisono, profitiert hier von Bungenhofen, von
anderen tollen Leuten, die kommen, die viele Erlebnisse erzählen, genau. Ja, sehr, sehr
schön. So tief wollte ich gar nicht gehen, aber toll. Da kann man sehen, ja, aber das
sehen wir mehr. Wir sehen das mehr. Aber ganz profan ist ja der große Thema,
wer ist der König? Und das sich bei Pilatus jetzt zuspitzt. Eigentlich wollte
Jesus von allen Königs sein, aber jetzt gibt es was ganz Profanes. Ich zeige euch
was. Ich war letzte Woche in Wien im Museum, in der Schatzkammer,
kaiserliche Schatzkammer und da habe ich die kostbarste Krone Europas
wahrscheinlich gesehen. Wenn man das genau anschaut und liest und sich da das
vorstellen lässt. Interessant und das ist ja die kaiserliche Krone, die wurde von
Kaiser Rudolf 1602 getragen und dann die Habsburger, die ist getragen worden
sozusagen bis zur französischen Revolution, nachher von den österreichischen
Königinnen. Da sind noch immer Symbole, wenn man liest, das sind jetzt keine gläubigen Leute
unbedingt. Diese Diamanten sind Sinnbild für Christus. Das Kreuz hier oben, das hat
alle seine Symbolik, der Himmel nachher und so weiter. Sogar die Tiara peepst nicht.
Ihr wisst ja, die Reformation ist schon losgelaufen. Die hat man hier auch noch
eingebaut. Das peepstliche, hohlwüsterliche Macht. Das ist interessant, aber diese
Diamanten, er wird siegen, das bedeutet Christus. Das ist so gedacht. Also
interessant, obwohl man Christus verworfen hat, einerseits hat man ihn dann doch
genutzt, wie auch immer, aber man hat ihn sogar in die wichtigsten Symbole
reingebracht, ihn als König. Er ist der König, der König. Ist interessant, man
braucht nicht nur das Negative, wie das kirchlich missbraucht wurde, aber
tatsächlich, man hat versucht zu sagen, Christus ist der König. Also das ist auch
interessant, wenn man so in die Geschichte, und letzte Woche ist mir das so
aufgefallen, ja stimmt, hier, es ist doch in der Welt, man muss mal historisch
suchen. Man hat den Versuch, ihn einzubauen. Und hier jetzt in der Lektion kommt
jetzt diese schlimmste Stunde mit Intronisation zusammen. Das wollen wir uns
jetzt ein bisschen genauer schauen. Aber ich beginne mal jetzt wieder profan.
Habt ihr mal versucht, eine Brille von jemand anders mal zu tragen? Sonnenbrille oder was?
Ne, ne, ne richtige Brille. Hab mir jetzt mal von meiner Frau aus geliehen. Ich weiß
nicht, wie es euch gehen würde. Was merkt ihr, wenn ihr eine andere Brille mal
anzieht und durchschaut, so wie die Bibel lesen wollt und so? Das ist wirklich sehr,
sehr unscharf. Also ich kann damit kaum sehen, gespeichert anlesen. Wenn man eine
andere Brille, eine Sonnenbrille würde gehen, gut, da kann ich auch, vielleicht sehe ich die
ganze Welt rosa oder je nachdem, wie die Welt ist, wie die Brille ist. Oder ich
habe hier noch mal eine Brille, da kann man 3D-Fernsehen sehen, ja, und wenn die
dann angeht, dann flackern so, also dann sehe ich wieder anders die Welt, kann ich
in 3D sogar sehen. Hat nicht jeder Mensch so ein bisschen seine Brille, durch die er
die Welt sieht? Durch deine Augen zumindest? Ist doch auch unterschiedlich, oder? Die
passt nicht immer zu mir, oder? Ne, jeder Mensch ist anders geprägt, jeder Mensch
ist auch anders erzogen worden und so hat jeder Mensch seine eigene Sichtweise, auf
was auch immer in der Welt passiert. Genau, Erziehung, das heißt, was ich
gelernt habe, Schule, Ausbildung. Auch was man erlebt hat. Genau, die Erfahrungen,
die ich habe. Ja, sehr spannende Erfahrungen, gleich mal dahin. Lesen wir mal
Vers 33 bis 34, weil Jesus geht genau hier und versucht uns einen Unterschied zu
zeigen. Nun ging Pilatus wieder ins Praetorium
hinein und rief Jesus und fragte ihn, bist du der König der Juden? Jesus
antwortete ihm, redest du das von dir selbst aus, oder haben es dir andere von
mir gesagt? Habt ihr das bemerkt? Redest du das von dir selbst, oder haben dir das
andere gesagt? Was macht den Unterschied? Wieso fragt Jesus diese
Frage? Glaube ich, was der Pastor sagt, oder glaube ich, weil ich die Erfahrung
gemacht habe, weil ich es in der Bibel lese, weil ich es in meinem Leben sehe.
Okay. Ja, ich denke auch, Pilatus wollte halt wissen, Jesus wollte wissen, ob Pilatus
halt wirklich Interesse hat an der Wahrheit, oder ob er halt nur fragt, weil
die Juden halt so pöbeln. Ganz genau, das heißt, Jesus möchte hier tiefer gehen.
Wo kommt es her? Jetzt frage ich euch mal, was ist schlimmer, wenn jemand ein
negatives Vorteil hat gegen euch, gegen dich jetzt, oder wenn er eine negative
eigene Meinung gegen dich hat? Was würde euch mehr wehtun?
Ich glaube, die negative eigene Meinung, beziehungsweise, wenn jemand anderes
einem schon eine negative Meinung angeheftet hat und das dann unter den
anderen Leuten verbreitet. Weil wenn jemand dich besser einschätzt, als du bist,
tut es dir sozusagen selber nicht weh, wenn du etwas nicht diesem Standard
entsprichst. Aber wenn halt jemand einfach dich gleich schon mal auf eine niedrigere
Stufe setzt, dann, obwohl du es halt vielleicht nicht verdient hast, oder nur,
weil es durch die Sicht der Brille dieser einen Person so gewesen ist und die halt
ihre Sicht an alle weitergibt. Und das war bei Jesus ja mehr als bei uns
wahrscheinlich der Fall, dass man ständig versucht hat, falsche Bilder zu
kreieren, seine Feinde. Und Jesus versucht das jetzt rauszukriegen und ihm eine
Chance zu geben, Pilatus, oder? Kann man das so sehen? Genau. Und gibt ihm diese
Frage. Ich finde es total schön, was Jesus hier versucht. Lesen wir mal Vers 34 bis 37.
Wer möchte jetzt noch lesen? Vielleicht du, Sarah.
Jesus antwortete ihm, redest du das von dir selbst aus oder haben es die andere
gesagt? Pilatus antwortete, bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die obersten
Priester haben dich mir ausgeliefert. Was hast du getan?
Jesus antwortete, mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von
dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht
ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Reich nicht von hier.
Wie weit? Bis 37. Da sprach Pilatus zu ihm, so bist du also ein König? Jesus
antwortete, du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die
Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der
Wahrheit ist, hört meine Stimme. Genau. Gehen wir jetzt noch mal in den Anfang.
Jetzt haben wir noch mal Vers 34 gesehen. Jesus fragt, wenn das wirklich
stimmt, dass Jesus versucht, dass er ihm jetzt eine Chance gibt. Wie reagiert Pilatus?
Was ich interessant hier finde, ist, wenn man noch mal zu Vers 33 zurückgeht, den
Anfang, nun ging Pilatus wieder ins Praetorium hinein und rief Jesus und
fragte ihn. Das heißt, Pilatus geht hier zurück, zieht sich in einen Raum zurück
mit Jesus, fernab von der Menge, wie wir das davor hier sehen, ab Vers 28, wo sie
zu Pilatus kommen und so, und spricht das mit ihm selber durch. Das heißt, er
versucht, Jesus kennenzulernen, ihn wirklich zu erfahren.
Ja. Und deswegen stellt er dann auch die gesamten Fragen und Jesus beantwortet
sie ihm auch, aber er stellt sie in Ruhe. Nicht vor dem Volk, sondern in einer
persönlichen Unterhaltung zwischen Pilatus und Jesus. Also das wertest du
positiv, habe ich den Eindruck. Das auf jeden Fall. Das ist positiv, genau. Und jetzt geht ja Jesus im
Vers 34 und sagst, sagst du für dich. Jetzt versucht er es auch genau, aber
jetzt, wie wertet ihr jetzt weiteres Vorgehen von Pilatus? Pilatus fragt zwar, was
gut ist, Fragen sind immer gut, nur er übernimmt keine Verantwortung.
Also er sagt dann, bin ich denn ein Jude? Dein Volk, die haben dich ausgeliefert,
die Priester haben dich ausgeliefert. Was hat das jetzt mit mir zu tun?
Auch später, wo er sich dann die Hände wäscht, obwohl er Jesus zum Tode
verurteilt und er sagt, ja, bin ich nicht, war ich nicht, alles gut.
Er fragt, er will es rausfinden, aber er schiebt das die ganze Zeit von sich weg und nimmt Jesus nicht an.
Das ist interessant, das ist positiv. Einerseits will er, nimmt er ihn zu sich,
aber dann so richtig will er dann doch nicht eingehen, so ein bisschen. Habt ihr
auch das Gefühl in diesem Dialog? Und jetzt haben wir ja weiter dann gelesen,
mein Reich ist nicht von dieser Welt, jetzt spricht Jesus auch vom Reich und so weiter.
Sonst hätten die gekämpft. Da sprach Pilatus, also bist du doch ein König?
Jesus antwortet, du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren für die,
in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis, dass er geht jetzt viel,
viel höher und jetzt jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.
Jetzt kommen schon ein bisschen schwieriger Fragen, ich merke, ich drehe zu.
Jetzt frage ich euch, jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.
Wenn ich jetzt die Frage stellen würde, kann ich die Stimme Jesu hören, wenn ich nicht aus der
Wahrheit bin? Was würdet ihr darauf antworten? Weil Jesus sagt das.
Ich glaube, die Frage ist schwierig zu beantworten, weil ich meine, man muss ja erst sozusagen,
wenn wir das jetzt so in diesem Kontext nehmen, musst du ja zuerst die Wahrheit kennen,
bevor du Gottes Stimme hören kannst. So würde ich das hier herauslesen, aber dem können wir ja
nicht komplett zustimmen, weil es gibt ja viele Leute, die hören Gottes Stimme und wissen noch
nichts von der Wahrheit. Ich finde das hier relativ schwer einzuordnen, weil auf der einen
Seite hast du das, dass Jesus dir sagt, du brauchst die Wahrheit, zu sehen, vielleicht
braucht man eine Wahrheitssuche, um Jesus Stimme zu erkennen. Das wäre so mein Zugang,
wo ich sagen würde. Interessant, du bist jetzt vom Wahrheit haben oder Zugang zur Wahrheit,
aber du wolltest dich schon melden. Ja, einmal Wahrheit und das Gegenteil ist Lüge. Gott ist
der Vater der Wahrheit, Satan ist der Vater der Lüge und ich glaube dieses, der hört meine Stimme,
ich glaube, da geht es weniger um ein Hören in dem Sinne, dass man es, wie ich jetzt ein Geräusch
von draußen höre, sondern um ein aktives Zuhören und Befolgen von Gottes Stimme,
von dem, was Gott dir sagt. Und ich glaube, jeder Mensch hört irgendwann in seinem Leben
Gottes Stimme, die ihn ruft, nicht jeder hört zu und nicht jeder folgt dem. Und da sagt Jesus,
wer in der Wahrheit ist, also wer in meinem Vater ist, der hört meine Stimme,
hört mir zu und tut, was ich sage. Was bedeutet es, in der Wahrheit zu sein? Du
hast jetzt gesagt, ein Vater zu sein. Hast du noch eine Idee? Ich denke, du musst offen dafür
sein. Also Jesus, Gott wird dich ansprechen irgendwie. Also irgendwie kannst du seine
Stimme hören, aber du kannst halt entweder ignorant sein und das nicht hören wollen oder
also auch durch schlechte Gewohnheiten, durch irgendwas kann diese Stimme übertönt werden
oder du kannst halt einfach offen dafür sein und dann wirst du sie auch hören.
Das ist jetzt interessant. Jetzt seht ihr, jetzt haben wir so ein ganzes Spektrum,
so fast wie so eine Kamerafahrt, ja, von ganz Wahrheit als Inhalt, ja, bis hin eine Einstellung.
Du bist jetzt ins andere, du sitzt ja auch hier, du bist jetzt ins andere Spektrum gegangen. Du
hast angefangen mit dem einen Spektrum und jetzt geht es weiter. Und ich glaube auch,
ich glaube, dass bevor wir das in Jesus Stimme hören können, müssen wir eine innere Entscheidung
treffen für die Wahrheit. Wenn ich, wenn ich das nicht will. Jesus hat einmal gesagt,
wer seinen Willen tun wird erkennen. Will ich das? Dieses will ich das überhaupt? Will ich die
Wahrheit wissen, ja? Was würde dafür sprechen? Zum Beispiel, da gibt es mehrere Texte,
ich erwähne sie nur auch für die Zuschauer, in Epheser 6 wird die Waffenrüstung Gottes
beschrieben. Nummer eins ist interessant, nicht das Heil oder das Schwert oder die Liebe,
sondern Wahrheit. Habe ich eine Entscheidung, habe ich die Wahrheit erstmal angenommen,
als Prinzip, als Einstellung, ja? Oder lebe ich in einer Lüge? Oder lebe ich, ja. Für was habe
ich mich entschieden, ja? Will ich die Wahrheit wissen? Oder in 1. Thessalonicher 2, da steht,
manche werden verführt werden, weil sie die Liebe der Wahrheit nicht hatten. Die Wahrheit lieben,
an sich, versteht ihr vom Prinzip, bevor noch Inhalte kommen. Ich glaube, dass Jesus das hier
dem Pilatus sagt, der vielleicht noch nicht viel wusste, der sagt, bin ich ein Jude oder so?
Jeder, der aus der Wahrheit ist, da hätte es klingeln sollen. Dann stellt er noch die Frage
nachher, was ist Wahrheit, aber wartet nicht. Schade, vielleicht wollte er nur Inhalte hören
und nicht das Prinzip. Ja, schön, also ihr habt auch diese, meiner Meinung nach, genug schwere
Frage gut gelöst, das ganze Spektrum gezeigt. Möchtest du mal, Maxi, möchtest du mal Vers 38
bis 19, Vers 5, neuen Abschnitt lesen? Okay, kann ich machen. Pilatus spricht zu ihm,
was ist Wahrheit? Und nachdem er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und sprach zu
ihnen, ich finde keine Schuld an ihm. Ihr habt aber eine Gewohnheit, dass ich euch am Passerfest
einen freigebe. Wollt ihr nun, dass ich euch den König der Juden freigebe? Da schrien sie wieder
alle und sprachen, nicht diesen, sondern Barabbas. Barabbas aber war ein Mörder. Darauf nahm Pilatus
Jesus und ließ ihn geißeln. Die Kriegsnechte flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie ihm
auf das Haupt und legten ihm einen Puppenmantel um und sprachen, sage grüßt du König der Juden
und schlugen ihm ins Gesicht. Da ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen, seht, ich führe
ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde. Nun kam Jesus heraus
und trug die Dornenkrone und den Puppenmantel und er spricht zu ihnen, seht, wer ich ein Mensch.
Jetzt versuchen wir mal so eine psychologische Frage, was denkt ihr,
welche Strategie hat Pilatus hier gehabt? Warum macht er das? Ist das nicht ein bisschen verwirrend
oder ist euch alles klar oder gibt es Bereiche, warum macht er das alles? Was hat er vor?
Er sagt erst, ich finde keine Schuld an ihm und dann lässt er ihn geißeln und ich sage jetzt mal
in Jugendsprache, Hardcore Mobben von versammelter Mannschaft. Wenn ich das jetzt negativ auslege,
würde ich jetzt sagen, okay, er hat gerade sein Gespräch mit Jesus gehabt, hat sich gegen ihn
entschieden und jetzt wird er zu genau diesen Menschen, die Jesus so misshandeln wollen und
töten wollen und er setzt es dann durch. Wenn ich es jetzt positiv auslegen würde,
würde ich sagen, vielleicht, weil er versucht ja noch mit den Leuten zu reden, so hey,
ich kann ihn euch auch frei lassen, wollen wir nicht lieber den Mörder umbringen? Vielleicht,
versucht er noch irgendwie den Leuten ein bisschen diese Hunger nach Gewalt zu stillen,
indem er Jesus geißeln lässt und sagt irgendwie, hey komm, er leidet jetzt, aber lass es einem gut
sein und versucht irgendwie Mitleid für Jesus zu generieren. Weiß ich nicht, man könnte es ihm auf
beide Arten auslegen. Schwierig. Ich glaube, er setzt auch so ein bisschen auf das Mitleid von
den Leuten, dass sie halt sehen, so ja, er würde ihn eh schon geißeln und so und halt da schaut
mal der Mörder, der ist doch viel schlimmer und er denkt halt, er glaubt an die Menschlichkeit
von diesen Leuten so ein bisschen und hofft, dass sie es vielleicht einsehen, dass doch Barabbas
der Schlimmere ist als Jesus. War er ja auch. Ja, war er auch. Aber ja, es hat nicht funktioniert.
Also er hat versucht, so einen einfacheren Ausweg zu finden, um trotzdem sein Ansehen zu wahren.
Merke dir, was für unsaubere Sachen, so Moscheleien, wenn man versucht was, aber doch,
ich bin wichtiger, mein Ansehen, was dann rauskommt. Ich würde sogar noch so weit gehen,
dass er sich hier selber schuldig gemacht hat. In dem, dass er halt einen Unschuldigen verurteilt
hat, ist er ja der Schuldige geworden. Weil er hat eine Person, die überhaupt nichts verdient hat,
gegeißelt zu werden, ausgepeitscht zu werden, hat er sie zum Auspeitschen verurteilt. Damit ist
schon das erste ungerechte Urteil gefallen und damit drehen sich die Rollen, würde ich sogar
sagen. Damit ist Jesus nicht mehr der Angeklagte, sondern der Ankläger, weil halt Pilatus nämlich
jetzt den Fehler gemacht hat. Pilatus hat einen Unschuldigen zum Auspeitschen verurteilt. Das
mögen vielleicht manche Leute sagen, naja, Auspeitschen, nicht ganz so schlimm. Wenn man
sich das anguckt, wie damals das waren, die haben teilweise in die Peitschen Dornen und
Glassplitter und sonstige Sachen reingeflochten, Knochen, damit es die Hautstücke rausreißt. Das
war brutale Folter. Und für jemanden, den er für unschuldig hält, lässt er ihn dann foltern und
dann auch von seinen Kriegsknechten foltern. Also ich meine, wir reden ja hier von der Dornenkrone,
die aufs Haupt gedrückt wird, dem Purpormantel und dem Stock, mit dem er geschlagen wird. Und
das bei jemandem, den ich für unschuldig halte, das ist irgendwie komisch. Und darauf halt auch
zu versuchen, das Mitleid der Menschen zu erwecken. Für jemanden, der nicht schuldig ist, das sieht
man, dass Pilatus irgendwie keine Prinzipien hatte. Weil wenn ich ein Prinzip habe, wenn ich
eine Rechtsprechung habe und laut meinem Gesetz die Person nicht schuldig ist, bedeutet das,
dass ich diese Person frei gebe unter allen Umständen, egal was die Leute sagen. Nicht
schuldig ist nicht schuldig. Da gibt es nichts zu debattieren. Und genau hier opfert er
diese Prinzipien. Und trotzdem klagt Jesus ihn nicht an. Jesus steht da völlig stumm und lässt es
über sich ergehen. Aber da seht ihr, was da alles drin ist, wie uns das aufbringt. Jetzt noch ein
bisschen zu dem Ritual, was sie dann gemacht haben mit den Soldaten. Woher kommt dieses Ritual? Also
diese Sache, diese königlichen... Ist euch das aufgefallen, wie sie sich dann lustig machen?
Das ist eine falsche Krönung. Also sie krönen ihn. Aber halt. Ist das eine Krönung? Eine sehr
schlechte. Ja. Ich glaube eher, dass es eine Verspottung ist. Dass hier gesagt wird, du gibst
dich als König der Juden aus. Vielleicht haben sie ihn auch nicht ganz ernst genommen, weil das
ganze Volk dagegen ist und so. Und sie haben sich einfach über ihn lustig gemacht, diese Kriegsleute,
diese Soldaten. Das waren ja in einer Art und Weise auch Monster. Ich meine, wenn wir uns
angucken, was diese Leute schon erlebt haben. Wir sind hier im Römischen Reich. Wir haben hier
Soldaten. Soldaten waren ja meistens Söldner. Das heißt, die werden ja dafür bezahlt, zum Beispiel
in den Krieg zu gehen. Und das Römische Reich hat ja in der gesamten Welt Krieg geführt. Ich meine,
heutzutage, wenn du jemanden töten tötest, dann tust du einfach auf den Knopf drücken und die
Person ist tot. In der damaligen Zeit musstest du ja weder noch ein Messer oder ein Schwert
jemanden reinrammen, sehen, wie diese Person stirbt. Das war ja grausam, was dort passiert ist.
Und deswegen glaube ich, dass diese Leute alle psychisch geschädigt waren und diesen Hunger
nach Gewalt hatten, wenn sie lange Zeit keine Gewalt bekommen haben. Wie ein Süchtiger. Wenn
er lange Zeit seine Suchtmittel nicht bekommt, dreht er auch durch. Ich glaube, hier wollten sie
einfach ihren Durst nach Gewalt stillen und haben sich halt das nächstbeste, wehrloseste Opfer
gesucht. Und das noch mit Witz vermischt. Weil es war ja eine wahre Krönung. Und jetzt schaut mal,
was hier steht. Die Krone ist da, das purpur Gewand, Kaiser. Seht ihr, es ging auch um den Kaiser hier
in diesem Kontext und das Rohr. Und schaut mal, das ist ja ein Symbol, die wir bis heute haben.
Ihr könnt hier sehen, bei den alten Kaiser, hier auch in Wien kann man das sehen. Seht ihr hier,
der Stab, der Insignien des Reiches natürlich. Hier habe ich noch ein Bild, da kann ich euch auch
nachlesen. Das sieht man in Wien so, diese schöne Krone. Und hier natürlich der Reichsapfel, aber
hier, dieser Herrscherstab. Das war schon damals, das ist vom Kaiserlichen rübergegangen, sozusagen
bis zur Französischen Revolution. Das hat man gemacht, mit Mantel natürlich. Diesen purpur Mantel
gibt es auch in Wien, ganz schön ausgestellt. Da uns ja auch die Österreicher zu hören und zu
schauen. Das war schon damals so, das kommt ja von dem Römischen Reich. Und das hat man sich jetzt
witzig gemacht. Aber überlegt mal, was für eine Tiefe. Der König, der Könige, der wird hier
verspottet mit unseren irdischen Kaiserlichen Zeichen. Was für eine Ironie, was für eine
traurige Ironie. Und ich glaube, da ging es auch zu einem gewissen Grad darum, einfach ein Exempel
zu statuieren. Da ging es einfach darum, man hat ja Jesus die ganze Zeit vorgeworfen, dass er hier
Leute gegen den Kaiser aufmischt, dass er irgendwie, wenn man sich jetzt die Geschichte anguckt, wo
gefragt wird, sollen wir dem Kaiser Steuern zahlen? Jesus sagt, gib dem Kaiser, was dem Kaiser gehört
und gib Gott, was Gott gehört, weil auf der Münze steht, ist das Gesicht vom Kaiser. Aber das war
ja immer unterschwellig der Vorwurf. Und ich glaube, hier wollen sie einfach zeigen, okay, wir
haben jetzt hier die Juden, die unter dem Römischen Reich untergeordnet sind. Und da ist jetzt irgend
so ein Irrer, der sich als König hier groß machen will. Und da zeigen wir jetzt den Leuten, dass sie
keinen König haben sollen. Und die Juden haben sich gefreut, weil die werden Jesuslos.
Ja, und die Ironie des Schicksals, dass tatsächlich nachher das Kaisertum christlich
wurde, formal christlich, und dass bis auf die Kronen diese ganzen Symbole dann waren, auf
Christus. Interessant, ne? Jahrhunderte, Jahrhunderte bis zu diesen und anderen Kronen. Über tausend Jahre
hat man dann diese Symbole getragen, obwohl die Kirche es dann natürlich wieder missbraucht hat.
Aber tatsächlich sind diese Zeichen da. Jetzt kommen wir zu einem nächsten Beispiel. Lesen wir
jetzt Vers 28. Das würde ich noch gerne, dass wir uns das anschauen. Vers 28 bis 30 im Kapitel 19.
Soll ich lesen? Ja, bitte. Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, sagte er, damit die
Schrift erfüllt würde. Ich habe Durst. Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm
mit Essig und steckten ihn auf einen Isopstängel und hielten es ihm an den Mund. Als Jesus nun den
Essig genommen hatte, sagte er, es ist vollbracht, neigte den Kopf und übergab den Geist. Die Lektion
macht jetzt die Überschrift, es ist vollbracht, hier als ein Höhepunkt. Was bedeutet das für euch?
Was sagt das aus? Warum kann Jesus jetzt sagen, vollbracht? Was denkt ihr dazu, zu diesen seltsamen
Worten? Jesus hat sein ganzes irdisches Leben damit verbracht, jede einzelne Prophezeiung auf
den Messias, Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe zu erfüllen. Und dieses mit dem Essig kommt
tatsächlich aus dem Psalmen. Und da heißt es, sie haben mir Essig zu trinken gegeben. Und Jesus wusste,
dieses eine Ding steht noch offen. Also er war die ganze Zeit passiv. Er hat sich schlagen lassen,
hat sich foltern lassen, hat sich quälen lassen. Und es wird immer nur geschrieben, sie taten das zu
Jesus, sie taten das. Und Jesus ist nur passiv. Und das letzte Mal, wo er aktiv wird, ist, um die
Schrift bis ins Letzte zu erfüllen. Dann muss er den Durst noch zeigen. Interessant, wie genau sich
das alles erfüllt hat. Ja, und ich glaube auch, also Jesus hatte ja selber Angst. Der hat starke
Ängste gehabt, dass er nicht auferstehen wird. Also dass es nicht funktioniert, dass die Last
einfach zu schwer ist. Aber wo er das sagt, das ist vollbracht. Also da weiß er dann auch wirklich,
spätestens da, dass es geschafft ist. Vielleicht für unsere Zuschauer, welche Texte würden das
zeigen, dass er wirklich Todesangst hat, ob er nicht rauskommt. Wisst ihr das noch? Zum Beispiel
in Psalmen 69, glaube ich. Da steht es auch drin. Komme ich da raus? Wird das Grab, wird die Grube zu sein?
Ja, fällt euch noch was ein, dass die Zuschauer das legen? Garten Gethsemane. Er hat Blut geschwitzt
vor Panik. Ja, und bitte den Vater, lass vorbeigehen. Solche Angst. Hebräer Kapitel 5, Vers 7 können wir
lesen, dass er geschrien hat zu dem, der ihn aus dem Tode retten kann. Also das ist sehr, sehr, sehr,
sehr tief, was ich hier beschreibe. Wenn ich dürfte, würde ich dazu noch einen Punkt machen. Ja, gerne.
Ich meine, wir lesen da so schnell drüber, Vers 30. Diese drei Worte, es ist vollbracht. Wenn wir
uns überlegen, ich meine, ziehen wir jetzt mal die ganzen anderen Bücher hier vorne ab. Gehen wir bis
an den Beginn mit Matthäus. Die gesamte Bibel hier hinten, das Ganze, was wir hier hinten haben,
diese ganzen Seiten hier, wären nutzlos ohne diese drei Worte. Es ist vollbracht, die in dem hier
stehen. Diese drei Worte, über die wir so schnell drüber lesen, bringen Rettung und Heil für all die
Leute, die in diesen Seiten der Bibel, in der Mehrheit dieser Bibel erwähnt werden. Jeder Name,
der hier drin erwähnt wurde, ist erst dann gerettet gewesen, als das gewesen ist. Final
gerettet. Das ist so krass, weil diese drei Worte, wir lesen einfach so drüber, es ist vollbracht.
Jesus sagt gut, er ist gestorben. Die Menschen hier, hier vorne, wären nicht im Himmel, wenn diese drei
Worte nicht gesprochen worden wären. Und wir würden auch nie dahin kommen können. Und wir wären auch nicht
dahin gekommen. Ja, ohne das wäre die Bibel halt einfach nur so ein Buch, ein Geschichtsbuch und
es wäre eine schöne Geschichte, vielleicht eine spannende Geschichte, aber es würde halt nichts
mehr für uns bedeuten. Aber dadurch, dass Jesus gestorben ist, für unsere Sünden, hat es für uns
eine Bedeutung. Und wir können auch erlöst werden. Was auch noch interessant ist, wenn ich darf, am
letzten, am Ende dieses Verses, steht zumindest bei mir in der Schlachtübersetzung, unterneigte
das Haupt und übergab den Geist. Das heißt, wer hat entschieden, dass er, dass Jesus sagte, ich gebe
mein Leben. Und Jesus hat sich nicht das Leben von uns Menschen leben lassen, nein, er übergab den
Geist. Das heißt, er hat gesagt, ich habe es jetzt vollbracht. Ich lege jetzt den Geist in Gottes Hände.
Nicht ihr Menschen, meine Geschöpfe, könnt mich umbringen. Nein, nein, nein, ich bin immer noch Gott.
Ich übergebe den Geist. Ich übergebe mein Leben. Das ist alles, er übergibt es. Kein anderer trifft
diese Entscheidung für ihn. Er trifft sie selber. Ja, sehr schön. Da habt ihr jetzt noch mal in die
Tiefe hineinschauen lassen. Ja, aber wir könnten hier noch endlos bleiben. Das ist so tief. Ich
weiß gar nicht, was ich hier überspringe, dass wir noch das Ende schauen. Ja, vielleicht eine provokative
Frage. Vielleicht gebe ich die nur mal in die Runde. Auch den Zuschauern hier schon mal eine,
bevor das Ende kommt, die ich mir aufgeschrieben habe, die wir vielleicht gar nicht diskutieren,
um vielleicht noch wichtiger zu kommen. Da geht es auch um das Begräbnis und das Grab war dann
leer und beziehungsweise war es Sabbat und sie sind nicht zu Ende gekommen. Auch die Lektion sagt,
sie haben es nicht zu Ende geführt. Wenn ihr dabei wärt, würdet ihr Jesus zu Ende begraben
und salben und alles, oder würdet ihr wegen Sabbat Schluss machen? Das ist vielleicht eine
Frage zum Nachdenken, was ist wichtig. Aber ich werde es jetzt hier nicht weiter behandeln.
Die andere Sache, Spoilers, drei Tage später war er eh wieder da.
Ja, ja, das ist gut. Er war sowieso wieder da, hat das Einbalsamieren nicht viel genutzt. Genau,
aber ich möchte euch noch ein schweres Rätsel geben. Ich weiß nicht, ob euch das aufgefallen
ist. Lest mal Kapitel 20, Vers 11 bis 13. Kapitel 20, Vers 11 bis 13.
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Wie sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab
und sie sah zwei Engel in weißen Kleidern sitzen. Den einen beim Haupt, den anderen zu den Füßen,
wo der Leib Jesu gelegen hatte. Und diese sprechen zu ihr, Frau, warum weinst du? Sie
spricht zu ihnen, sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wo sie ihn
hingelegt haben. Und als Jesus... Genau, das reicht schon. Jetzt springen wir weiter zu dem
Triumph. Jesus ist schon auch verstanden, das haben wir jetzt ausgelassen, aber das ist der
Triumph. Aber eine Szene, über die wir vielleicht nie sprechen. Stellt euch mal bildlich vor,
was hier steht. Sie sieht zwei Engel drin. Ob sie wusste, ob das Engel sie noch nicht,
aber sie sieht sie drin. Und habt ihr bemerkt, wie sie angeordnet sind? Einen beim Kopf und
einen beim Fußende. Genau. Jetzt eine Frage auch zu Hause und auch an euch. Habt ihr,
das ist jetzt wirklich eine schwere Frage, aber ein Detail, ein sehr interessantes. Gibt es in
der Bibel nochmal so etwas, dass irgendwo zwei Engel vorkommen und so ähnlich angereiht sind?
Ist da nochmal eine tiefere Wahrheit drin? Bestimmt denkt ihr zu Hause auch nach. Es ist gut,
wenn man nachdenkt. Ich habe nicht alle Fragen verraten, hier überhaupt nicht. Zwei Engel,
die sich gegenüberstehen. Bundeslade. Interessant, es kommt etwas vor. Das ist interessant. Gibt es
da auch noch eine tiefere Botschaft drin? Zwei Engel. Es steht auch, es steht, Jesus stirbt,
hat sein Blut für uns gegeben, ist jetzt tot. Blut kam auf die Bundeslade drauf, auf den Deckel,
er symbolisiert. Also hier geht es noch immer weiter, immer tiefer, immer tiefer. Aber jetzt
wollen wir noch eine andere Frage sehen. Da sehen wir manchmal solche Details, wie durchdacht das
ist. Aber jetzt noch ein wunderschönes Detail mit Maria. Jetzt ist Jesus aufgestanden. Wenn
jemand euren Namen ausspricht, ist es immer das Gleiche oder kommt es drauf an? Es kommt drauf an.
Ja? Ja, schon. Habt ihr das erlebt zum Beispiel? Also entweder kann man das so aussprechen,
dass man gleich Angst hat. Also so ernst und so wütend. Oder ja, man kann es auch liebevoll
machen. Also es gibt ganz unterschiedliche Emotionslagen, wie man den Namen aussprechen
kann. Und je nachdem, wie man ihn ausspricht, fühlt man sich dann auch entweder gut oder schlecht
oder hat vielleicht Angst, was jetzt kommt. Hat das was auch mit der Beziehung zu tun? Ich fühle
mich ganz anders, wenn meine beste Freundin mich von hinten ruft. Sarah, hallo. Als wenn ich im
Unterricht sitze, gerade fröhlich vor mich hinzeichne und dann kommt Sarah. Weißt du die
Antwort? Das sind zwei sehr unterschiedliche Emotionen. Merkt ihr schon das, was wir kennen?
Allein Unterricht und so. Aber das, dieses Maria, der Auferstandene, ihren Namen sagen,
da ist bei ihr alles, alle Lichter angegangen und sie war total berührt. Hier in der Lektion steht
und das gefällt mir, es war eine Ein-Wort-Offenbarung. Maria, dein Name. Ja, es ging schnell. Das ist
manchmal nur ein Wort, wie tief das ist. Wie du vorher gesagt hast, drei Worte. Es ist verbracht,
was für eine heilsgeschichtliche Bedeutung. Alles ohne das geht nicht. Aber jetzt kommt die Person,
er ist jetzt auferstanden. Er hat es vollbracht. Und jetzt Maria. Ich hoffe, ich treffe jetzt nicht
vor, wenn man auch jetzt noch weiterliest mit Maria. Man trifft Jesus auch. Und das,
was ich halt hier cool finde, ist, Jesus sagt, ja fass mich nicht an, ich möchte noch zu meinem
Vater zuerst aufsteigen. Was ich aber interessant finde, ist, dass Jesus, der seinen Vater für 33
Jahre nicht gesehen hat sozusagen, dass er halt gegangen ist und bevor er zu seinem Vater gegangen
ist, ist er noch mal zu den Menschen, zu seinen Jüngern, die ja total verzweifelt waren. Er hat
ja gemerkt, Jesus hat ja gesehen, die haben die Prophezeiung überhaupt nicht verstanden. So,
die Jünger, er hat ihnen das immer wieder gesagt, aber es ist irgendwie nicht angekommen bei ihnen.
Eigentlich sollten die Jünger ja, wenn Jesus stirbt, sagen, ey, das Opfer ist jetzt gekommen
und dann steigt er wieder heraus. Aber er nimmt sich hier die Zeit und geht zuallererst zu seinen
Jüngern und sagt, ey, alles gut, ich bin da. Die Prophezeiung hat sich erfüllt und dann geht er
erst zum Vater. Ja, sehr interessant. Ich möchte euch noch einen Detail zeigen zum Abschluss,
weil die Zeit gekommen ist, auch für uns hier. In Wien gibt es noch so einen Schrank. Ich habe
leider nicht, der war zu und ich habe kein Bild gemacht und war dann traurig. Aber als ich im
Buch gelesen habe, so ein schöner Schrank, das ist ein Schrank mit 139 Schlüsseln. Da gab es
auch Schlüsseln sind ausgestellt, also in der Schatzkammer in Wien. Und das sind die 139 Schlüssel
für die Särge der Könige der Habsburger. Und als ich das gelesen habe, Könige der Habsburger,
ja, was soll der Schlüssel? Soll ich jetzt die Leiche sehen? Mehr kann ich nicht machen. Mehr
kann ich überhaupt nicht machen, als die Leiche zu sehen. Aber was hat Jesus gemacht mit diesem
Vollbracht? Wie erscheint der? Was schreibt Johannes im ersten Kapitel, was er erlebt hat,
der Offenbarung nachher? Er hält die Schlüssel. Er erschrickt sich, als jetzt der herrliche Jesus
kommt. Und er sagt, ich brauche nur einen Schlüssel. Ich habe den Schlüssel. Das ist
passiert. Das ist vollbracht. Er wird uns hier rausholen und der Schlüssel ist da. Die Macht
des Todes ist gebrochen durch diese Sache. Jetzt kommt das. Erst so schwere Arbeit, wie niemand im
Universum jemals so etwas machen musste. Und jetzt kommt das Schönste. Ich habe den Schlüssel.
Eure alle Schränke und Särge können geöffnet werden. Was ich auch interessant finde, wie du
gerade eben gesagt hast, er kommt runter zu den Menschen und sagt zuallererst, hab keine Angst.
Ich bin auch derselbe wie davor, sozusagen. Ich bin dasselbe, mit dem du die Jahre verbracht hast,
diese drei Jahre vom Dienst her. Ich bin auch derselbe. Nur jetzt in der Herrlichkeit und als
Gott. Hab keine Angst. Wir sind immer noch auf einer Ebene. Wir haben immer noch eine Beziehung
zueinander. Ja, wunderschön, wunderschön. Das ist ein gutes Schlusswort. Jetzt gebe ich nur noch
eine kleine Aufgabe. Wir haben das vorher für uns gemacht in der Vorbereitung. Wir haben auch
die Emotionen Jesu uns genau angeschaut. Da haben wir wenig schon gesprochen von seinen Ängsten,
was er durchgemacht hat. Und das würden wir allen Zuhörenden, Zuschauern empfehlen. Die
messianischen. Jesus sagt, die Bibel spricht von mir. Lest vielleicht, wenn ihr wollt. Wir empfehlen
euch Psalm 69, Psalm 22, Jesaja 53. Lest diese wunderbaren Prophezeiungen, die zeigen, wie,
welche Angst Jesus hatte, was passiert ist. Das gibt dann nochmal ein anderes Gefühl für die
Größe dessen, was er für uns getan hat. Ja, das macht ihr vielleicht auch alleine für euch. Da
braucht man auch Ruhe. Das ist sehr, sehr tief und sehr schmerzhaft und geht sehr tief. Ja,
ich danke euch ganz herzlich für die Mitarbeit. Möchte noch jemand beten von euch zum Abschluss?
Ich kann das sehr gerne sagen. Vielen Dank für das Gespräch, das wir gerade haben konnten. Vielen
Dank, dass das alles dokumentiert ist, was du für uns getan hast. Bis zu jedem Wort,
das du gesprochen hast. Danke, dass du das alles für uns getan hast. Danke, dass du bereit warst,
diese Schande, diesen Schmerz auf dich zu nehmen, damit jeder von uns gerettet wird.
Bitte segne uns, schenke uns, dass wir das nie vergessen, was du für uns getan hast,
dass wir immer bei dir bleiben. Gib uns eine gesegnete neue Woche und sei immer bei uns. Amen.