Die Aargauer Rüeblitorte ist ein Klassiker unter den Schweizer Kuchen. Und ja, obschon nicht gefüllt, wird dieser Kuchen als Torte bezeichnet - Doch egal wie du sie nennst, mit diesem preisgekrönten Rezept schmeckt einfach sie unübertrefflich lecker. Rezept: https://www.marcelpaa.com/rezepte/aargauer-rueeblitorte/
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🥐🥐🥐WER STECKT HINTER EINFACH BACKEN 🥐🥐🥐 Mein Name ist Marcel Paa, Diplomierter Bäcker-Konditor-Meister aus der Schweiz. Nicht lange Fackeln, «Einfach Backen»! Ist das Motto dieses Kanals und meine Leidenschaft ist das unkomplizierte, leckere und gelingsichere Backen - Jede Woche teile ich mit Euch Rezepte, Back Geheimnisse, Tipps und Tricks rund ums Backen. Lasst Euch von meiner Leidenschaft inspirieren, ich freue mich auf Euch!
Herzlich willkommen bei «Einfach backen». Schön habt ihr wieder eingeschaltet.
Heute machen wir ein preisgekröntes Rezept.
Und zwar eine Aargauer Rüebli-Torte.
Eine Aargauer Rüebli-Torte ist nichts anderes als eine Karotten-Torte,
die bei uns in der Schweiz sehr bekannt ist.
Für den Teig beginne ich als erstes vier Eier zu trennen.
Zum Eiweiss gebe ich noch eine Prise Salz
und beginne mir das dann mit 50 Gramm Zucker aufzuschlagen.
So, das Eiweiss ist nun perfekt aufgeschlagen, es ist schön steif.
Die Franzosen sprechen hier von der sogenannten Vogelnase.
Wenn man da reingeht und das vorne so steht,
dann ist das Eiweiss perfekt geschlagen.
Das nehme ich mir jetzt raus, gebe es in eine Schüssel rein
und schlage mir dann den Butterteig, den Rührteig, auf.
Normalerweise sollte der Eiweiss nicht lange stehen,
denn das fällt wieder zusammen.
Aber es geht jetzt recht schnell, dann kann man das so machen.
Der große Vorteil ist, ich muss jetzt die Schüssel nicht reinigen.
Wenn du zwei Maschinen hast, dann kannst du das parallel machen.
Bei einer würde ich dir empfehlen, zuerst das Eiweiss aufzuschlagen.
Nun, ohne zu reinigen, zurück aufsetzen
und nun beginnen wir mit dem Butterteig.
Dazu brauche ich 150 Gramm schön weiche, pomadige Butter.
Die habe ich mir am Vortag rausgenommen, die hat nun Zimmertemperatur.
70 Gramm Zucker, den Abrieb einer halben Orange
und der Abrieb einer halben Bio-Zitrone
und dann alles zusammen cremig aufschlagen.
Dann gebe ich mir langsam die vier Eigelb bei.
50 Gramm Milch.
Das lasse ich mir jetzt noch 2-3 Minuten so aufschlagen.
In dieser Zeit schäle ich und raffle ich mir die Karotten.
Normalerweise reichen zwei Karotten.
Ich brauche total geraffelte Karotten, etwa 240 Gramm.
Kommen hier noch 100 Gramm gemahlene Haselnüsse dazu.
Die Karotten, oder wie wir sagen, die Rüebli.
Dann siebe ich mir noch 180 Gramm Weissmehl und 14 Gramm Backpulver zusammen ab.
Dann falte ich mir das Backpapier, nehme es hoch und gebe es dem Teig bei.
Dann auf kleine Stufe zurückstellen und dann vorsichtig noch das Eiweiss unterheben.
Nur noch kurz mischen, nicht mehr zu lange, nicht dass das Eiweiss wieder zusammenfällt.
Und somit ist der Teig schon fertig.
Der Teig wird nun in einen 24er Backring abgefüllt.
Damit der nicht ausläuft, kann ich den einschlagen.
Oder ich habe jetzt hier einen 26er Backring, gebe den auf das Backblech,
oben drüber den Backpapier, den 24er rein drücken und dann kann nichts mehr auslaufen.
Den ganzen Teig in den Backring geben, mit einer Teigkarte verteilen.
Wunderschöner Teig, richtig natürlicher Farbe, richtig cool, das gelbliche mit den Karotten drin.
Das wird wunderbar, Freunde.
Und dann für 40 bis 50 Minuten bei 190 Grad Umluft backen.
Währenddem unser Baby hier im Ofen ist, stellen wir uns gleich die Deko her.
Die Rüebli, die typischen Marzipan-Rüebli, die oben drauf kommen.
Dazu brauche ich Orangenmarzipan und grünen Marzipan.
Den Orangenmarzipan rolle ich mir etwas aus.
Auf etwa 5 mm.
Steche mir 10 Kreise aus.
Das ist jetzt eine grosse Lochtülle, 2 cm gross im Durchmesser.
Dann nehme ich so ein Stück zusammen.
Forme es in der Hand zuerst zu einer Kugel.
Das ist immer die Grundform, die muss auch schön glatt sein.
Kugel, Ausgangslage, hier unten rein, hin und her drehen.
Die Hand gibt es eigentlich schon vor.
Ich muss nur noch hin und her wicken und ich habe eine Karotte, ein perfektes Rüebli.
Die Saustechen werden auch alle gleich gross, das ist ein grosser Vorteil.
Sonst musst du dir da die Gewichte abwiegen, das ist kompliziert.
Ausrollen, ausstechen und alle sind gleich gross, wenn du mehrere machen musst.
Eine weitere Möglichkeit ist auch Kugel, das bleibt die Grundform.
Dann einfach hier ein bisschen Druck geben und dann wird die Karotte auch automatisch.
Dann nehme ich mir den grünen Marzipan.
Hier zwacke ich einfach etwas ab und mit dem Fingerspitzen mache ich kleine Kügelchen.
Es gibt dann hinten das grüne.
Die dürfen auch ein bisschen unregelmässig sein.
Kein Problem, muss auch nicht perfekt rund sein.
Dann was ich jetzt mache, ist so zusammenpressen, dass ich so ein Dreieck bekomme und dann schneide ich das zweimal ein.
Nochmal so zusammenpressen in Dreiecksform und zweimal einschneiden.
Dann nehme ich das, setze das hinten an die Karotte rauf.
Das ist das coole am Marzipan, da muss sich nichts ankleben, das klebt automatisch.
Und hier zeichne ich die Karotte noch ein bisschen durch, ein bisschen einkerben und dann habe ich ein hübsches Rübli oder Karotte.
So, nach 40 Minuten ist die Torte wunderbar gebacken.
Die lege ich mir jetzt auf den Tisch.
Oben drüber gleich ein weiteres Blech mit Backpapier.
Dann alles zusammen einmal umstürzen, Ring entfernen, Backpapier entfernen.
Dann gleich direkt vom Rand lösen.
Liegt schon wunderbar.
Und so mal auskühlen lassen.
Wichtig ist zuerst weglösen, damit er runter sinken kann, sonst schwebt er so in der Luft.
Und ich drehe den jetzt direkt um, damit er oben schön gerade ist, damit ich ihn dann perfekt glasieren kann.
Die Torte ist mittlerweile schön ausgekühlt.
Den Ring kann ich mir entfernen und jetzt wird die Torte wieder zurückgestürzt.
Eine Platte oben draufdrehen, Papier entfernen und sie ist schön gerade.
Jetzt wird die Torte glasiert, aber zuerst wird alles noch mit Aprikosenmarmelade eingestrichen.
Das hat den Vorteil, die Zuckerglasur würde sonst in den Kuchen aufziehen und dann ist sie so matt und der Zucker stirbt ab.
Und darum machen wir hier zuerst eine Schicht mit Aprikosenmarmelade, um das zu verhindern.
Und zusätzlich gibt es noch ein leckeres, fruchtiges Aroma in die Torte.
Auch gleich aussen einstreichen mit Marmelade.
Die habe ich mir übrigens selber gemacht, das Rezept gibt es schon auf meinem YouTube-Kanal, das kann ich dir am Ende gerne verlinken.
Voilà, wunderbar.
Was ich jetzt hier habe zum Glasieren ist, was wir Fondant nennen.
Nicht zu verwechseln mit Rollfondant, das ist einfach eine Zuckerglasur.
Kann ich dir auch gerne die Quelle verlinken.
Den löse ich mir jetzt auf dem Kochherd auf, wärme ihn etwa auf 40 Grad.
Und damit der noch ein bisschen verdünnt, gebe ich hier noch Saft einer halben Zitrone bei.
Fondant sollte etwa 40 Grad haben, das ist so handwarm.
Und von der Konsistenz, wenn ich den so hochziehe, sollten diese Wellen nach einer Sekunde wieder verschwunden sein.
Dann hat er die perfekte Konsistenz.
Also er soll fliessen, aber auch nicht zu flüssig sein.
Dann zum Glasieren nochmal ein bisschen durchrühren.
Der zieht sehr schnell nach Haut.
Oben drüber riesen und mit einer Winkelpalette verteilen.
Dann auf der Seite das überschüssige abschneiden.
Dann die Torte hochheben, dazu ist es perfekt, wenn unten eine Platte darunter ist.
Und hier habe ich gehobelte Mandeln, die ich mir etwas angeröstet habe.
Und jetzt wird die Torte darin noch eingestäubt.
Dann nehme ich mir noch etwas Puderzucker und nur ganz ganz leicht noch darüber stäuben.
Und zum Schluss noch unsere Karotten obendrauf.
Gleichmässigen Abstand verteilen.
Durch den Fondant bleiben die auch schön kleben.
Schneiden wir uns da ein Stück raus.
Super lecker saftig.
Super saftig mit den Karotten.
Oben die Glasur mit dem Zitronensaft.
Natürlich bricht es noch die Süsse, gibt eine Frische rein.
Sieht optisch wunderbar aus.
Dieses wunderbare Rezept von uns hat auch schon mal einen Preis gewonnen.
Eine Silbermedaille an der Swiss Baker Trophy.
Ich wünsche dir viel Spass beim Nachbacken.
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Bis zum nächsten Mal, dein Marcel.