Mit dem Mathematiker und Hochschullehrer Prof. Bernhard Krötz spricht Stefan Millius über die Undurchsichtigkeit der Qualitätsentwicklung im Bildungswesen in Deutschland. Die langjährige Kita-Leiterin Ursula Wesseler zeigt die Defizite in der Fremdbetreuung von Kindern vom Babyalter bis zur Einschulung auf. Außerdem: eine weitere Folge der Serie „Schule früher“. ___________________________________________________________________________________ Bitte unterstützen Sie den Kontrafunk finanziell:
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auf konterfunk das ist unsere Sendung
rund um Bildungsthemen pädagogische
Fragen Gedanken zum Leben an unseren
Schulen und einen Blick auf die
Bildungspolitik am Mikrofon begrüßt Sie
Stefan Milius in Deutschland gibt es
diverse Akteure im Umfeld des Staats
oder von Hochschulen die sich der
Qualitätsentwicklung im Bildungswesen
verschrieben haben allerdings sind sie
hin und wieder eine Blackbox es ist
teilweise unklar wer sie an diese Stelle
gesetzt und ihr Handeln legitimiert hat
zudem deuteter Zustand des Bildungswesen
nicht unbedingt darauf hin dass die
Qualität nach oben schießt dank ihres
Einsatzes ich spreche mit dem
Mathematiker und Hochschullehrer
Professor Bernhard köz über die Versuche
durch die Vereinheitlichung von
Standards das Bildungsniveau nach oben
zu treiben sie war viele Jahre selbst
Leiterin einer Kindertagesstätte aber
heute sieht Ursula Wesseler die
institutionalisierte Fremdbetreuung von
Kindern ab einem sehr frühen Alter
kritisch im Gespräch mit ihr gehen wir
auf den Kita Alltag ein auf die Frage ob
das Personal den hohen Anforderungen
gerecht werden kann und was die
Fremdbetreuung mit den Kindern wirklich
macht und schließlich hören sie heute
eine weitere Ausgabe unserer serieschule
früher heute mit der
Sprachwissenschaftlerin Katja leihausen
ich wünsche gute Information und
Unterhaltung mit dem Lehrerzimmer hier
auf konterfunk
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[Applaus]
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gegen eine höhere Qualität in der
Bildung kann ja nun niemand ernsthaft
etwas haben die Frage ist nur ob alle
Beteiligten unter Qualität dasselbe
verstehen und ob die angestoßeneen
Maßnahmen den gewünschten Effekt haben
in Deutschland gibt es angesiedelt an
der Humbold Universität in Berlin das
Institut zur Qualitätsentwicklung im
Bildungswesen kurz QB was ist dessen
Rolle und dient seine Arbeit wirklich
der Verbesserung der Bildung im Land und
wenn nicht was bräuchten wir denn
stattdessen darüber spreche ich nur mit
Professor Dr Bernhard kröz Mathematiker
und Hochschullehrer an der Universität
Paderborn guten Tag Herr kröz guten Tag
schönen Dank für die Einladung Herr
Milius Herr Krötz sie treten unter
anderem mit Videos auf Youtube immer
wieder als Kritiker des
Mathematikunterrichts in Deutschland auf
und bemängeln dessen Qualität da müsste
ihn ein Institut wie das IQB ja bestens
bekannt sein das sich der
Qualitätsentwicklung in der Bildung
verschrieben hat aber vor ein paar
Monaten haben sie in einem Video mal
erklärt noch nie davon gehört zu haben
das müssen s zunächst mal erklären wie
das kommen kann ich bin eigentlich in
das ganze ein bisschen reingerutscht
weil ich hatte ein Video gemacht über
einen Ländervergleich zwischen dem
Abitur in Deutschland und den
Aufnahmeprüfungen in Indien für die
iits die Indian Institute für
technologies und das viel verheerend aus
und bis dato war unser Kanal sehr klein
mit 15 000 aufrufen und 150 Abonnenten
und dieses Video hat ja jetzt bis heute
glaube ich 300.000 Aufrufe und innerhalb
von kurzester Zeit war ich dann in den
Medien viele Leute wollten mit mir
sprechen und dann habe ich begonnen oder
auch mit den vielen Zuschriften die ich
von den Zuschauern bekommen habe wir
haben mittlerweile mehrere leitsordner
gefüllt mich mehr in diese Materie
einzuarbeiten und dann bin ich eben auf
das IQB gestoßen und was das mit
Qualität in der Bildung eben in
Deutschland zu tun hat dann stellt es
sich heraus ja das ist so eine Art
Monitoring also ist angesiedelt bei der
Humbold Universität und es werden da
Vergleichsarbeiten geschrieben die sind
verbindlich in Deutschland in der
dritten und in der achten jahrgangstufe
und zwar war den Hauptfächern Deutsch
und Mathematik und eine von diesen
Vergleichsarbeiten habe ich auch mal
besprochen dabei ist zu sagen zu diesen
Arbeiten die sind nicht öffentlich
zugänglich jemand hat es mal kopiert und
ich habe dann eine PDF also auf der
Suchmaschine ergattert und die sind auch
für jedes Bundesland verschieden aber
man kennt sie nicht man kennt auch die
bewertungsspiegel nicht die allgemeine
Qualität von diesen
Vergleichsarbeiten finde ich jetzt hier
nicht gerade hilfreich um einen
Bildungsstandard in Deutschland
beurteilen zu können aber das machen sie
dann in ihrem Publikation es ist ähnlich
wie bei PISA wird also über die
eigentlichen Tests nicht gesprochen
sondern nur über die Resultate und dann
bekommen sie dann so etwas wie beim
letzten Mal dass ungefähr ein Drittel
aller Grundschulkinder in Deutschland
nicht übertrittsreif sind in eine
weiterführende Schule dass man Defizite
hat beim Rechnen an Mathematik bei etwa
30% und beim Lesen und Schreiben auch
durchschnittlich bei 30% wobei das von
Bundesland zu Bundesland natürlich
differiert und von Schule zu Schule
differiert wie aussagekräftig diese
Tests sind und ob man die überhaupt wie
möchte ich sagen man kann eigentlich
keine vernünftige Debatte darüber führen
wenn die Tests nicht öffentlich sind und
wenn die bewertungsspiegel nicht
öffentlich sind dann geht es eigentlich
nicht und das ist sozusagen ein
Hauptkritikpunkt und der ist ähnlich wie
bei diesen p Test diese PIs Tests sind
nicht öffentlich die bewertungsspiegel
sind nicht öffentlich die Schulen die
daran teilnehmen bei PISA ist nur eine
ganz kleine Anzahl von Schulen wir
kennen das nicht und dann wird uns
irgendein Resultat kredenzt ja und
momentan ist das was uns kredenzt wird
von dem IQB dass es sehr
besorgniserregend ist was sicherlich
auch zutrifft aber vielleicht aus
anderen Gründen aber sie waren ja
wahrscheinlich nicht allein mit dieser
Unkenntnis dieses IQB das ist nichts was
jetzt im Volksmund irgendwie bekannt ist
man bekommt den Eindruck dass da
irgendwelche Institute od Institutionen
zugange sind in der deutschen
Bildungslandschaft die überhaupt nicht
irgendwie eine doch dringung haben bei
der Allgemeinheit haben wir es hier mit
einer Art Parallelwelt im Bildungswesen
zu tun ja ist schön dass Sie das
Ansprechen das IKB ist ein Teil der KMK
der
Kultusministerkonferenz und ich habe
jetzt hier mal ein Zitat von dem
Altkanzler Helmut Schmidt der in seiner
Bilanz als Politiker in dem Buch
außerdienst erschien 2008 sich sehr
kritisch über diese
Kultusministerkonferenz geäußert hat ich
zitiere einen eigenen behördlichen
Unterbau im Umfang eines mittleren
Bundesministeriums geschaffen und sich
ganz erhebliche Kompetenzen angeeignet
habe dabei sei diese Behörde weder im
Grundgesetz vorgesehen noch wird sie von
einem Parlament kontrolliert ihre
Leistungsfähigkeit ist an besten an dem
rechtsschreibungswirbar zu erkennen den
sie zum allgemeinen Ärger angerichtet
hat trotzdem haben sich die
Regierungschef der Länder bisher nicht
zur Abschaffung dieser dicht am Rande
der Legalität funktionierenden Behörde
entschließen mögen es handelt sich
nebenbei gesagt um ein Paradebeispiel
für die allgemeine Lebenserfahrung nach
der eine einmal geschaffene Bürokratie
die Tendenz verfolgt ihre Kompetenzen
nach Möglichkeiten auszuweiten
jedenfalls aber ihre Existenz zu
perpetuieren also eine sehr deutliche
Kritik von Helmut Schmidt der
letztendlich für die sofortige
Abschaffung dieser KMK plädiert und das
ist eben gewachsen und das IB also ist
eine Monitoring Behörde die von der KMK
ins Leben gerufen worden ist und zwar um
verbindliche allgemeine
Bildungsstandards in Deutschland zu
etablieren weil man eben die
Unterschiede festgestellt hat zwischen
den verschiedenen Ländern und das wollte
man nicht mehr haben ein sehr gutes
apitur in dem Bundesland a muss ja ein
sehr guten apitur in dem Bundesland B
sprechen das tut es nicht und man hat
eben begonnen mit dem IKB und dann gab
es auch einen wissenschaftlichen Beirat
das wird immer besser also das ist die
ständige wissenschaftliche Kommission
von sogenannten Experten also die dann
also hier beraten wird und man
unterwandert jetzt letztendlich das
föderale Prinzip dass Bildung eigentlich
Länderhoheit ist und man arbeitet sich
mit dem IKB auf ein bundeseinheitliches
Abitur z.B vor der einheitliche
Abschlussprüfung in ganz Deutschland und
das IB setzt dafür die Standards es gibt
da Aufgabenpools an dem sich die Länder
dann immer bedienen und Aufgaben aus dem
Pool auswählen und es wird nicht mehr
lange dauern dann haben wir auf dem
Niveau des
iqbs ein bundeseinheitliches Abitur oder
insgesamt bundeseinheitliche
Abschlussprüfungen von der mittleren
Reife bis zum Abitur hin etc das klingt
für mich ein bisschen so als wenn sie
jetzt nicht einfach die Arbeit eines
einzelnen Instituts kritisieren möchten
sondern die Art und Weise wie überhaupt
Bildungsstandards in Deutschland
entstehen und umgesetzt werden und diese
Vereinheitlichung das scheint sie nicht
unbedingt zu favorisieren na ja man kann
ja sagen dass einheitliche Standards
wenn sie hoch sind was Gutes sind in
Deutschland haben wir das aber dass in
manchen Bundesländern die
abituientenquote beiahe zu 60% liegt wie
in schleswig- Holstein ich glaube
Hamburg
55% in anderen Ländern wie in sind es
30% die kognitivität unter uns
Menschlein ist eben mal Gaus verteilt
und das ist vollkommen klar dass ich als
einer höheren kognitiven Gruppe einfach
mehr beibringen kann und dann habe ich
also höhere Standards hätten wir
bundeseinheitliche Standards wie im
bayerischen Abitur der 80er Jahre wenn
das der bundeseinheitliche Standard wäre
dann hätte ich natürlich nichts dagegen
aber was mit dem ikqb passiert ist ist
sozusagen eine Angleichung nach unten
und die kann nicht zuträglich sein für
unsere Gesellschaft und für unsere
Wirtschaft schon gleich gar nicht also
Deutschland niveliert im Prinzip einfach
nach unten legt die messlat immer tiefer
und das Ergebnis ist dann dass man
Standards einhält obwohl sie nicht mehr
den Standards von früher entsprechen
versteht es richtig ja das verstehen sie
sehr richtig z.B ist das deutsche Abitur
in der Schweiz nicht mehr anerkannt wenn
ein Deutscher abituient an der ethh
Maschinenbau studieren möchte muss eine
Aufnahmeprüfung schreiben in Mathematik
ja weil man dem deutschen Abitur
letztendlich keine Wertigkeit mehr
zuspricht ich habe mir die
apituraufgaben von verschiedensten
Ländern angeguckt Marokko Gabun Türkei
Russland Indien auch China die
Eingangsprüfung an den chinesischen
Universitäten und wir liegen im
Vergleich zu all diesen Ländern massiv
zurück auch hinter Marokko und hinter
Gabun und es ist ja kein Geheimnis dass
die marokkanischen ingenieursstudenten
die französischen Einheimischen
Studenten in die Tasche stecken ja man
weiß das die sind sehr gut ausgebildet
allerdings das muss man sagen ist das
Bildungssystem in Nordafrika sehr elitär
es ist nur eine kleine Gruppe die dort
das Abitur macht nach den alten
französischen Standards nach den alten
Standards des bakalaureats und selbst in
der Türkei ist das Abitur deutlich
anspruchsvoller als in Deutschland in
Russland so und so ja die Frage mag
jetzt naiv klingen aber es kann ja
niemand ernsthaft wollen dass wir hinter
Gabun um Marokko liegen woran liegt das
was sind das für Kräfte die das befeuern
dass diese Standards nach unten gelegt
werden na ja es ist halt letztendlich
der Trend in der Gesellschaft zu einer
vollständigen Egalisierung also alle
Menschen sind gleich ja etc pp und dass
man jedem alles beibringen könnte und
das nur das richtige Konzept wenn man
das hat oder so also das ermöglichen
würde das ist natürlich Quatsch das ist
dieser Trend wir hatten in Deutsch Land
das erfolgreichste Bildungssystem der
Welt wir haben die Menschen unsere
Kinder in kognitive Gruppen eingeteilt
Hauptschule Realschule Gymnasium und die
allerschwächsten haben wir s
sonderpädagogische Förderung gegeben und
wir sind damit sehr gut gefahren weil
jeder in seinem Intervall in dem er sich
befindet oder so optimal ausgebildet
worden ist und mittlerweile sind die
Gymnasien sehr heterogen geworden
klassische Realschüler sitzen also im
Gymnasium und das kann natürlich nicht
gut sein und es geht halt nicht in einer
Geschwindigkeit es ist auch belegt und
das ist ein politische Wille und diese
politische Wille zerbricht gerade an den
Realitäten mir ist auch aufgefallen dass
sie sich schwer tun mit dem inzwischen
sehr beliebten Begriff der Kompetenzen
im Kontext mit der Schule das Wort
Kompetenz wird dort inflationär benutzt
was genau bekritteln sie an diesem
Ausdruck wenn das Bildungswesen also
sagt wir müssen Kompetenzen fördern ja
diese Kompetenzen das ist letztendlich
man möchte fächerübergreifend
unterrichten sozusagen eine Synopsis
herstellen also Bezüge herzustellen das
ist ja an und sich nichts verkehrtes
aber irgendwie haben die Leute das
Glasperlenspiel von Hermann Hesse nie
gelesen das war ein klassischer
Bildungsroman den ich in der Schule noch
konsumiert habe und da geht es um den
Magister Ludi den Meister des Spiels der
sich erst dann ja sozusagen
herauskristallisiert wenn alle
Disziplinen sauber erlernt worden sind
und auch das ist das was Humbold im Sinn
gehabt hat erst wenn ich mein Handwerk
gelernt habe ja kann ich über Dinge
vernünftig sprechen ja alles was vorher
zusammengemischt wird das ist wenig
sinnvoll Beispiel oder so man diese
ganze Bildung für nachhaltige
Entwicklung wo man also sehr auf
Nachhaltigkeit getrimmt wird man spricht
dann über Gase in der Atmosphäre oder
welche Auswirkungen das sie haben ohne
diese Gase zu kennen was diese Moleküle
sind und vielleicht sollte man über
diese Dinge dann erst in der Oberstufe
sprechen wenn die Grundlagen aus der
Chemie eben da sind ja und sich auf das
beschränkt auf was man wirklich sagen
kann Korrelation und Kausalitäten nicht
verwechselt was man eben gerne tut
Kompetenzen ist es so also man hat also
die Mathematik z.B kompartmentalisiert
also in fünf Leitideen Algorithmus und
Zahl Raum und Form messen Daten und
Zufall und der Funktionsbegriff das ist
eine artifizielle Unterteilung und
genauso werden dann die Aufgaben
gestellt in fünf verschiedene
kompetenzordnungen müssen sie dann also
was hat mit Daten und Zufall zu tun was
mit messen und ein eine gute Aufgabe die
letztendlich auch ein gedankenstrang hat
die können Sie nach diesen
kompetenzvorgaben gar nicht mehr
entwickel
es ist auch in der Mathematik vor allem
also diese unglaubliche Versprachlichung
der Mathematik von der Grundschule an
die momentan also sehr wck ist und das
ist eigentlich auch nicht gut denn
Mathematik ist eben
sprachreduziert die Sprache der
Mathematik ist universell plus minus mal
geteilt das ist Gleichzeichen die
Ziffern sind gleich überall auf der Welt
und das hatte eben dann auch zur Folge
dass unsere Migrantenkinder in meiner
Generation oftmals sehr gut waren in
Mathematik und schlecht in Deutsch und
heute sind sie auch in Mathematik
schlecht weil sie das gar nicht
verstehen was von ihnen verlangt wird es
ist sozusagen also ein falscher Fokus
ein Schwerpunkt auf das verstehen was in
der Entwicklung der Kinder gar nicht
möglich ist und die Probleme beginnen
damit dass man in der Grundschule das
Handwerk nicht mehr gelernt hat das
Rechnen das kleine ein X ein nicht
beherrscht dass man also keinen guten
Zahlbegriff hat dass man also mit den
Zahlen nicht umgehen kann und dann
transportiert sich das weiter in den
weiterführenden Schulen habe ich kein
Verständnis von Zahlen kann ich nicht so
einer Variable abstrahieren und
spätestens in der achten Klasse ist die
Mehrheit aller deutschen Schüler mit
Mathematik auf Kriegsfuß was sie
eigentlich nicht sein müssten wenn die
Grundschule ihre Aufgaben ordentlich
gemacht hätte aber diese
kompartmentalisierung die hat man
mittlerweil auch zwischen den
Schulformen die Gymnasiallehrer
interessieren sich nicht für das was die
grundschulierer tun und umgekehrt ich
habe mich da auch mal mit einer
landesleiterin in einem Bundesland
unterhalten und dann habe ich sie
gefragt haben sie sich mal mit dem
Grundschullehrer unterhalten sagt sie
nein sag haben sie sich mal mit dem
Realschullehrer unterhalten nein aber
sie diagnostizieren Probleme in der
fünften Klasse im Gymnasium ja sei warum
reden Sie nicht mit den Leuten ja und
genau das gleiche ist mit den
Universitäten und den Gymnasien oder
diese Bildungs wir haben hier keine
Kommunikation mehr die in der Schule
machen irgendetwas und glauben das wäre
für die Universität relevant ist es
nicht und klassische Gymnasium was
probedeutische Lehrpläne hat also auf
die Wissenschaft hinzuarbeiten die hat
man letztendlich entkernt mit dieser
Kompetenzorientierung man hat die
Inhalte herausgenommen es wird Blabla
und das soll dann ein Abitur hergeben
aber das Abitur zertifiziert keine
allgemeine Hochschulreife mehr das ist
das Problem und das deutsche Abitur wie
ich gesagt habe Beispiel Schweiz wird im
Ausland schon gar nicht mehr anerkannt
und das sind eben auch die Konsequenzen
mit der Kompetenzorientierung gab es
eine inhaltliche entklärung unserer
Lehrpläne was sie hier beschreiben
bedeutet ja nichts anderes als dass wir
gewisse Schritte vorwegnehmen ohne
vorher die Grundlagen zu bilden und
jetzt ist die Frage welche Auswirkung
das weiter hat wenn wir es mal ein
bisschen weiter spinnen haben wir in
welchem Zeitraum keine deutschen
engineure mehr haben sie da eine Ahnung
weil diese Dinge die kommen ja immer
verzögert die Folgen nein wir sind
eigentlich jetzt schon da und ich kann
Ihnen das sagen also wir haben
mittlerweile auch in der
Universitätslandschaft in Deutschland
ein zwei Klassensystem nehme mal das
Beispiel Maschinenbau wenn Sie das in
aachchen studieren beginnen sie mit 1000
oder mehr Anfängern also vor Corona
waren es glaube ich 16600 in dem kleinen
Regierungsbezirk in dem ich bin
ostwestfahen Lippe wir bedienen 2
Millionen Menschen hatten wir in der
Regel 250 Anfänger bis 300 Anfänger
Maschinenbau mittlerweilen sind wir
runter bei 70 studiert ich von denen
sind vielleicht 20 bis 25
Übertritt in den Master momentan 20 wenn
das so weitergeht können wir den
Studiengang an meiner Universität
schließen und das bedeutet dass also für
diese Region also hier keine Ingenieure
mehr ausgebildet werden ob es schlecht
ist weiß ich nicht die können ja auch
alle nach Aachen gehen dort hat man dann
die Möglichkeit eben durch die größere
Masse oder so höhere Standards zu fahren
aber allgemein denke ich schon dass wir
mehr Ingenieure brauchen vor allem gut
Ingenieure es wird nicht alles abgelöst
werden durch moderne Technologien
künstliche Intelligenz muss man eben
auch herstellen können ja also sie muss
maßgeschneidt werden also von
Ingenieuren die wissen was sie tun und
ich glaube es ist mehr als naiv ja also
hier und das ist ja auch also im Zuge
dieser Digitalisierung die hier als
große Hoffnungsträger verkauft wird dass
man also bald sozusagen auf dem Boden
der Tatsachen fallen wird wie sich das
auswirkt wird also das weiß ich nicht es
ist das kann ich ihn nicht genau sagen
ja aber die Politik spricht ja da davon
dass man die standardqualitäten erhöhen
möchte was ja nur über das Bildungswesen
läuft hat das wirklich in der Politik
niemand auf dem Radar was jetzt gerade
beschrieben haben doch ich denke dass
sie das auf dem Radar hatten und dass es
vielleicht sogar von langer Hand geplant
war als man in Deutschland das
excellenzsystem eingeführt hab die
Eliteuniversitäten hat man eigentlich
schon eine zweiklassenes
an den Universitäten also vorweggenommen
die hat man jetzt und das war sicherlich
gewollt inwi weit oder so also diese
Planungen dazu habe ich ja so keine
Einsicht aber die Indizien oder so also
weisen sehr drauf hin und wir laufen
jetzt in eine Situation zu dass wir
wahrscheinlich in Deutschland ein
Drittel der Universitäten schließen
müssen weil wir gar nicht mehr die
Studienanfänger in dieser quität haben
ist eine Frage ist es was gutes ist es
was schlecht wir haben ja mittlerweile
doppelt so viele Studenten als wir das
zu meiner Zeit hatten also vor 30 Jahren
so P mal Daum wenn ich das sehen mag
aber es hat sich eben also in den harten
Fächern eben nicht verdoppelt ja in
Mathematik wird's weniger auch in den
Ingenieurwissenschaften wird's weniger
und wir haben also diese Studenten in
Bereichen die wirtschaftlich aus meiner
Sicht oder so deutlich weniger produktiv
sind als wie Absolventen im
mitbereich man darfer Träume haben wenn
sie mal einen Tag freie Hand hätten was
würden Sie denn umgehend einführen zur
Erhöhung der Bildungsstandards in
Deutschland gibt es irgendeine Maßnahme
die man schnell implementieren könnte oh
wenn ich König von Deutschland wä da
gibt es ja das Tolle Lied von Rio Reis
ich würde das IQB schließen ich würde
das KMK schließen ich würde das Institut
für Pädagogik in den Naturwissenschaften
schließen ich würde das Max blan
Institut für Erziehungswissenschaften in
Berlin schließen ich würde das BIZ
schließen ich würde all diese ng ich
würde den Einfluss also von den großen
NGOs vor allem von Bertelsmann oder so
also völlig wegstreichen also ich würde
tabul Raser machen ich würde die
abituientenquote bundesweit auf 20%
beschränken ich würde zurückgehen zu
einem gestaffelten Bildungssystem was
die kognitiven Gruppen respektiert ich
würde wieder Disziplin einfordern das
ist eben auch ein Mangel ich würde die
Durchgriffsrechte die
disziplinierungsrechte der Lehrer wieder
stärken ich würde die mit
metodenfreiheit der Lehrer
wiederherstellen vollständig ich würde
die Lehrpläne wieder auf das Wesentliche
reduzieren auf echte Inhalte nicht 50
bis 200 seitige Kernlehrpläne sondern so
wie es früher war auf wenigen Seiten
reduziert würde die Verantwortung wieder
an die Lehrer zurückgeben ich würde den
Nachmittagsunterricht abschaffen Schule
wenn dann richtig aber dann am Vormittag
und dann mit voller Kraft und am
Nachmittag ist frei ich würde diese
ganzen Orchideenfächer aus der Schule
abschaffen aber das ist natürlich nicht
gewollt und das was ich eigentlich
vorschlage ist folgendes wir sind
mittlerweile so divers manche Menschen
mögen es anders ich würde sagen oder so
wir gehen zum alten staatlichen
Bildungssystem zurück das was der Staat
macht aber sie haben die Möglichkeit es
zu machen wie sie wollen sie können eine
eigene Schule gründen und die staatliche
Quote also diese Zuschüsse die Sie
bekommen von 6 bis 8000 € je nach
Schulform und Bundesstaat werden Ihnen
dann gegeben und wenn sie dann eben eine
andere Schule haben möchte es gibt ja
interessanteon von Ganztagschulen
Gesamtschulen und so weiter dann können
Sie das machen ich würde sozusagen das
Homeschooling erlauben ja was auch in
Deutschland verboten ist ich würde
wirklich hier eine echte Vielfalt in das
Bildungssystem bringen und dann werden
wir sehen ja also was erfolgreich ist
und was nicht und ich würde auf der
Seite des Staates spielen ja also ich
bin in der Hinsicht ein etatist und dann
wollen mal gucken ob das schlanke
effiziente staatliche Bildungssystem
nicht die anderen schlägt das wä das was
ich tun würde das gibt es nur bei
konfunk ein komplettes Reformprogramm in
wenige Minuten zum deutschen
Bildungssystem das war der Mathematiker
und Hochschullehrer Professor Dr Bernard
kröz im Gespräch über
Qualitätsentwicklung im deutschen
Bildungswesen besten Dank Herr köz ja
vielen Dank war schön mit Ihnen
[Musik]
ab in die kitait vom Babyalter an bis
zur Einschulung das ist es was vielen
werdenden Eltern heutzutage vorschwiebt
die Fremdbetreuung soll beiden
Elternteilen das Arbeiten ermöglichen
und ihen persönlichen Freiraum
verschaffen und über dies tu das auch
den Kind gut soweit die These zu dieser
verklärenden Sicht der Dinge gibt es
auch kritische Stimmen dazu gehört
ursola Wesseler sie war selbst über dre
jahrzehn Erzieherin und Kita Leiterin
tätig mit ihr spreche ich nun über
vielleicht zu selten thematisierte
Auswirkungen der Fremdbetreuung guten
Tag Frau Wesseler guten Tag Herr Milius
und schön dass ich dabei sein kann frau
Wesseler bevor wir in die Details des
kitaita Alltags gehen da haben sie
einiges dazu zu sagen aber ganz
grundsätzlich halten sie heute nach
langer berufstätig in diesem Bereich die
institutionelle fremdbeteuung von
Kleinkindern grundsätzlich für falsch ja
heute mit etwas Abstand gehe ich soweit
das zu sagen und wenn mich junge Mütter
heute Fragen rate ich Ihnen davon ab das
ist ein ziemlich klares verdckt und
jetzt wollen wir herausfinden warum sie
das so klar sagen gehen wir die Einzel
Punkte durch sie monieren beispielsweise
wenn Sie sich dazu äußern das
Finanzierungsmodell der Kitas das
schaffe falsche Anreize wie sieht das
denn konkret aus in der Finanzierung und
in den falschen Anreizen und in den
Auswirkungen vielleicht macht es da Sinn
kleines bisschen zurückzugehen die
Anfänge der Kindergärten oder der
frembetreuung von Kindern hier in der
Region in der wir leben ich würde fast
sagen das gilt auch für ganz Deutschland
ist zusammen mit meiner Kindheit sehr
schön aufzuzeigen also es gab ganz
früher vereinzelte Kinder gern meist in
kirchlicher Hand wo mehr oder weniger
vielleicht einige Nonnen oder Schwestern
die ausgebildet waren Kinder halbtags
betreut haben und die konnten dann vor
Mittagessen wieder nach Hause gehen und
später kam dann D mittags noch so eine
Bastelzeit dazu und das war weder
besonders aufwendig noch würden ganz
spezielle Räume dafergerichtet das fand
manmal im pahrheim statt oder in ein
Schulraum der nicht genutzt wurde und
das war jetzt nicht unbedingt ein
Angebot für Frauen die Arbeiten gehen
wollten oder um Familien zu entlassen
sondern das war halt so ein so und
Kindertreff und es gab sehr viele Kinder
die natürlich überhaupt nicht
dahinegangen sind das war eigentlich so
dass die Frauen die die Kinder dahin
geschickt haben vielleicht schon eher in
den Ruf kam sie hätten keine Lust auf
ihre Kinder oder sie wären später kam
der Begriff rabenbitte auf das hat sich
unglaublich schnell geändert sehr sehr
früh kann flächende dencken die
Kindergärten h zu immer noch mit einer
Betreuung wo die Kinder bei Mittag nach
Hause gegangen sind und dann kam die
Kindertagesstätten auf es war der erste
ganztags eb für die Kinder in den
Städten natürlich da wo auch die Frauen
sehr viel mehr in die berustätigkeit
eingestiegen sind die Kinder mussten
irgendwo hin die Großeltern waren nicht
unbedingt verfügbar oder wollten nicht
oder die Eltern wollten nicht aber auch
da war es so dass wenig Kinder den
ganzagsbetrieb genutzt haben das ist
heute die Regel und vielleicht in dem
Zusammenhang vorab sehr interessant
darauf hinzuweisen vor der Wende hieß es
die armen Kinder in der DDR die müssen
schon als Baby in die
ganzagsbetreuung und wie schrecklich ist
das denn und kurz nach der Wende hieß es
es war vieles sehr schlimmer in derdr
aber einer Sache waren sie sehr sehr
fortschrittlich die Kinder hatten eine
ganzagsbetreuung und dann ratzwatz kam
der Begriff der Bildung auch die
frühkülichen Bildung auf und dann nahm
die Dinge ihren Lauf das vielleicht
vorab da verbunden dass dieser Bereich
massiv ausgebaut worden ist und
flächendeckend sogar ein Rechtsanspruch
bestehte Eltern auf die Betreuung auch
der klein Kinder ist natürlich eine
Unmenge an Geld und Investitionen in
diesen Bereich geflossen das letzte
große Investitionsprogramm die auf
Bundesebene war unter anderem die
Gruppenräume und die Gebäude für die
Kinder unter drei das war der nächste
hup quasi dass alle Babys auch ganzags
betreut werden sollten und da hat's
richtig Geld gerechnet auf die Kommunen
damit sie an ihre Kinder gern jeweils
noch Räume anbauen konnten wo die Babys
hingebracht werden können also heute ist
bei uns ab 4er Monate und ich weiß dass
es Einrichtung gibt die auch schon ab 6
Wochen aufnehmen Ganztagsbetrieb für
Babys das ist sehr kostenintensiv
gewesen aber das Geld ist gerne
mitgenommen worden und natürlich kostet
das sehr viel Geld für Personal die
Betreuung vor all der ganz Kleinkinder
ist hoch
personalintensiv und natürlich fehlt
immer Geld fehlt immer Geld und von
einem Gesetz zum nächsten jetzt gerade
wieder in NRW wird wieder gefordert noch
ein nothilfepaket noch ein nothilfepaket
noch Geld noch mehr Geld weil es
verschlingt einfach unum an Geld Punkt
also wir haben da gewissermaßen ein DDR
2.0 in der Kinderbetreuung sie haben
bereits das Stichwort Personal genannt
eine Kindertagesstätte ist ja nicht
einfach ein Gebäude mit einer Haustür wo
man rein und raus geht sondern das a
undo in der Kinderbetreuung ist das
Personal aus ihrer Erfahrung wie gut
vorbereitet ist denn dieses Personal in
den Kitas auf die schwierige und
wichtige Aufgabe die Ausbildung der
Erzieherinnen ist durchgehend
aus meiner Sicht
mangelhaft der Anspruch der Ausbilder
also der Fachschulen Fachoberschulen
aber auch neuerdings auch der
Fachhochschulen die Erzieherin ausbilden
geht komplett an der Praxis vorbei und
das schlimmste ist einfach auch es geht
an den Kindern vorbei ich habe immer
wenn neue Kollegin kam oder wenn wir
zusammen mit den Fachschulen ausgebildet
haben die haben ja auch Praxisanteile
also Anteile der Ausbildung findet in
der Kita statt und natürlich dazu die
Schule ich habe immer immer den Anu
gehabt wenn die Ausbildungsstätte selber
die Menschen dich gut ausbildet von der
Schule allein geht es nicht es geht
nicht die bringen das einfach nicht mit
und es ist über die Jahre immer
schlimmer geworden man sagt ja immer die
jungen Leute von heute und das kommt
alles nicht mehr aber es liegt auch
wirklich daran mit welcher Auswahl die
Frauen an die Schulen gehen und ich
behaupte jetzt mal sind ganz oft die
Jungfrauen die in keinem anderen Gebiet
gerne sein möch die nicht wissen was Sie
wollen die von Berufsberater auch
gedrängt werden macht do was mit
Kinderpflege macht do was mit Kindern da
tut dir doch keiner was oder die auch
von ihren Eltern gedrängt werden wenn es
zum Studium nicht reicht dann geht man
den Kindergarten und dann kann man ja
später noch weiter studieren oder
wenigstens hat man dann als junge Frau
was gelernt für die eigene Kinder und
und und und das ist eben auch kein gutes
Argument um in den kindergart zu gehen
weil was dort gebraucht wird das sind
nervenstarke selbstbewusste kluge
weltoffene und sehr herzliche Menschen
die brauchen wir in den Kinder gern das
klingt jetzt nicht unbedingt gut denn
als Vater oder Mutter gehe ich ja davon
aus ich suche mir nicht einfach eine
Behausung für untertags für meine Kinder
sondern die sollen profitieren von ihrem
Aufenthalt die sollen sich
weiterentwickeln beispielsweise was
soziale oder sprachliche befähung angeht
ist das in den heutigen Strukturen
gegeben aus ihrer Sicht in ker Weise im
Prinzip wir durch die Institution selber
ständlich Hemmnisse aufgebaut die die
Kinder in ihrer Entwicklung ja eher
hemmen als voranbringen wenn sie z.B den
Personalmangel noch dazu nehmen und der
ist ja inherent also es gibt kein
einzige Kindergarten der über
ausreichend Personal verfügt dann kann
man sich ungefähr ausrechnen was
passiert wenn die Kinder mehr oder
weniger ruhig gestellt werden abgelenkt
werden und irgendwie beschäftigt werden
damit sie nicht über Tische und Bänke
gehen da können wir viele Faktoren dann
auch zusammen wenn sie z.B als Eltern
davon ausgehen dass die Kinder dort in
irgendeiner Form nehmen wir mal diesen
sogenannten Bildungsaspekt der
sprachelernens der ja mals zentral
dargestellt wird wenn sie den alleine
nehmen und sie halten sich mal 5 Minuten
in dem Gruppenraum auf in dem normalen
Alltagsbetrieb dann platzt ihn der Kopf
so laut ist das da die große Dichte die
große Belegung der Räume der
Bewegungsmangel der Kinder die meist
auch überwärmte Räume keine
Ausweichmöglichkeit für die Kinder die
Erwachsenen die einfach auch irgendwann
nur noch ganz stuie Programm durchziehen
weil sie auch gestresst sind der
Stressfaktor kommt auch noch dazu das
alles sind große hemnisse in Entwicklung
der Kinder z.B im Punkt auf Sprache
andere Aspekte lassen wir jetzt mal
außen vor die spielen ja auch noch eine
große Rolle aber das königsargument von
Eltern die ihre Kinder in die Kita
schicken ist ja meist weißt du da
treffen sie auf gleichaltige da lernen
sie soziale Interaktion da lernen Sie
sich behaupten gegenüber anderen sie
haben klares Regelwerk an dass sie sich
zu halten haben also sie häufen
verschiedene Skills an die man einfach
in der Nachbarschaft wahrscheinlich so
nicht lernt ist das aus ihrer Sicht also
nicht haltbar als Argument sie würden
all das lernen wenn sie eine
Nachbarschaft hätten aber es gibt keine
Nachbarschaft mehr für die Kinder weil
alle Kinder in den Institutionen sind
wen sich morgens durch die Stadt gehen
auf keinem Spielplatz auf keiner Straße
keinem g Spiel kindinder alle sind in
der Kit und das ist das Dilemma in dem
die Eltern stecken weil da sind keine
gleichaltgen spielpanner da sind auch
noch viel wichtiger
in jedem Alter kinder lernen am meisten
von älteren Kindern und von jüngeren
Kindern wichtig ist immer die
Gesellschaft von Kindern aber es ist
Missverständnis zu glauben ich drück es
mal so aus wenn sie ein Kind in eine
Masse bringen die für ein Kind überhaupt
nicht innerlich zu organisieren ist oder
aufzunehmen ist oder auch alleine von
der
Reizverarbeitung zu bewältigen ist dann
hat das nichts mehr mit sozialem Lernen
zu tun sondern das hat ein bisschen was
von überleben irgendwie durchkommen und
sich irgendwier durchwursteln damit man
nicht noch genervter ist damit man nicht
noch unruhiger wird oder damit man
einfach nicht verzweifelt wird also ich
kenne sehr viele Kinder wo ich immer
gedacht habe die dürften eigentlich
niemals in den Kindergarten weil das
sind so ruhige und so organisierte
Kinder und die brauchen so viel Rückzug
und die brauchen einfach auch ganz viel
Raum für die Dinge die Sie tun die
können sich super konzentrieren das
haben sie noch zwei Monaten nicht mehr
wenn die in der Kita waren das geht weg
jetzt gibt's einen großen Unterschied ob
man bei der beurteil zum Schluss kommt
na ja es bringt nicht das was man mir
versprochen hat aber es ist ja auch
nicht unbedingt schlechter oder ob man
zum Schluss kommt Moment das Kindeswohl
kommt hier unter die Räder wenn ich sie
richtig verstehe Lehen Sie eher der
zweiten beurteil zu also es schadet
nicht nur nichts sondern es schadet
direkt es schadet weil der Stresspegel
der Kinder nachgewiesenermaßen in der
guitarbetreuung steigt das hat man
rausgefunden durch die Messung von
stressormon im Speichel der Kinder und
ich verweise aus Rücklich noch mal auf
die Arbeit von Dr reainer Böhm der diese
Studien die weltweit gelaufen sind und
die auch immer noch laufen teilweise wie
viel Stress haben Kinder in Einrichtung
und man weiß dass chronischer Stress
eine großes Gesundheitsrisiko und
Entwicklungsrisiko für die Kinder
darstellt der tikel ist bei manova noch
abrufbar und der heißt der soziale
Klimawandel und da bekommt man ein
Überblick über internationale Studien
zur Fremdbetreuung und nachweislich den
Schaden den die früher Betreuung in den
Kindergärten anrichtet das ist ein
Schaden der angerichtet wird definitiv
das ist nicht egal das kann man ja nun
als Eltern nicht wollen aber es ist ja
auch so oder man hat zumindest den
Eindruck dass das was hinter den mauen
von Kitas geschieht auch dort bleibt es
gibt auch Elter die ein Mangel den
Einblick beklagen wäre eine Stärke
Durchlässigkeit bzw ein Einbezug der
direkt betroffen wichtig damit die sehen
was da abgeht ein kinderg ist ein
geschlossenes System das heißt s werden
als Eltern so gut wie nie irgendeinen
Einblick kriegen das was dort wirklich
geschieht niemals es gibt in Amerika
mittlerweile Maßnahmen wo Videokameras
mitlaufen das finde ich so gruselig weil
man tatsächlich meint man könnte
irgendeine Form von Interaktion zwischen
den Kindern und den erziererin dadurch
qualitativ bewerten können ich glaube
dass die Elterninitiativen das immer
versuchen Elterninitiativen das sind
Elternvereine die als Träger auftreten
ich selber aber auch 30 Jahre lang für
einen Elternverein gearbeitet die zum
Teil sehr stark mit Eltern nicht
kooperieren kann man nicht sagen die
Eltern sind ja gleichzeitig sogar die
Träger sie sind ja diejenigen die auch
sogar Inhalte vorgeben könne die eine
Organisation drehen können glauben sie
zumindestens führt aber leider dazu dass
die
interessensunterschiede der Eltern
untereinander da will jeder etwas
anderes was sich oft nicht miteinander
vereinbaren lässt fängt schon damit an
dass einer sagt bei uns gibt's nur
veganes Essen und der andere sagt so ein
Quatsch mein Kind mag nur Bratwurst aus
dem Aldi hin bis zu direkten Eingriffen
in den kindergartenalterag den
Erzieherin dann als übergriffig
empfinden und was dann wieder dazu führt
dass eine sehr hohe Fluktuation ist beim
Personal was
auch noch dazu kommt immer eine sehr
hohe Fluktuation und da eine Art
Dauerkrieg Stellungskrieg zwischen
Eltern und Erzieherinnen stattfindet was
wiederum eine unglaublich hohe Belastung
ist für die Beteiligten und natürlich
immer in Folge auch für die Kinder wenn
sie morgens ein Kind abgeben in aket und
sie haben sich abends mit der Erzieherin
richtig gefetzt da haben sie auch kein
besonders gutes Gefühl und bei einer
staatlichen Einrichtung geben sie ein
Kind ab bei ein Erzieherin die sie
freundlich anlächelt und sie genau
wissen die meint das gar nicht so Eltern
haben da auch ein sehr gutes Gespür ob
das so eine falsche Freundlichkeit ist
oder Gelassenheit oder ob die erzähen
sich wirklich auf die Kinder freuen ich
habe mal bei einer
gewerkschaftsveranstaltung auf Spaß
gesagt es wäre schon ein Vorteil wenn
Erzieherin aufhören morgens immer zu
lächeln und auf den Wunsch ich un euch
einen schönen Tag den Eltern ehrlich zu
sagen entschuldigung aber den werde ich
nicht haben meine Kollegin ist krank und
ich bin heute den ganzen Tag alleine mit
20 Kindern diese Stressfaktor für das
Kind diese schildern die Klingen ein
bisschen wie wenn man irgendwo beim
Investmentbanker arbeitet und täglich
irgendwie von mitangestellten und Chefs
permanenten Stress ausgesetzt sind das
klingt ja nicht wirklich gut diese
Schäden die da entstehen können Sie ganz
praktisch umreißen also wie äußert sich
das im Verhalten der Kinder dann auch zu
Hause oder in der Schule die Kinder
werden ist auch in dem Artikel von Dr
böm sehr gut beschrieben die Kinder
werden sehr unleidlich in jeder Richtung
es kommt sehr viel zu aggressiven
Ausfällen sehr viel Schreierei die
Kinder werden immer lauter weil sie
selber auch diese Lautstärke oft nicht
ertragen können Sie werden sehr wenig
kooperativ es ist sehr sehr schwierig
mit solchen Kindern bestimmte Dinge
einfach zu üben sie haben keine Geduld
mehr man hat nachgewiesen dass auch die
kognitiven Fähigkeiten der Kinder sich
nicht richtig Ausb
können das was Kinder eigentlich normal
haben in ihrer Natur haben dass sie
eigentlich durch Vorbild lernen dass sie
aufmerksam sind dass sie genau
beobachten dass sie selber ganz viel
daraus entwickeln können all diese
Prozesse werden dadurch erheblich
gestört da sieht ja im Prinzip immer auf
der Flucht ich gehe jetzt ganz naiv
davon aus dass Eltern immer
grundsätzlich das Beste für Kinder
wollen und wenn Sie das jetzt hören
finden Sie das vielleicht eher
beunruhigend aber mir scheint nach wie
vor ein großes Grund viel Eltern in die
Institution der Kitas zu bestehen woher
kommt dieses Vertrauen aus ihrer Sicht
sie hatten ja viel mit Eltern zu tun es
gibt unendlich viele Nebelkerzen was das
angeht eine Nebelkerze die größte die es
überhaupt gibt ist das mit der Bildung
da hat die bman Stiftung auch massiv
dazu beigetragen die ist ja irgendwann
mal aufgeschlagen hat sich diesen
Bereich auch mal ein bisschen näher
angeguckt und hat da ich weiß nicht mehr
genau ich glaube das war 95 oder 96 eine
große Initiative gestartet und hat so
Dokumentations Geschichten Bildungs das
hi Bildungs und lehrngeschichten
installiert in den Kindergärten da sind
sehr viele Leitungen drauf gesprungen
und haben das mitgemacht da wurde den
erzieheren gesagt also ihr seid richtig
klasse ihr macht hier Bildung ihr macht
hier FAG ist das Gesagte dieser berühmte
frühziehungsprofessor der selbsternannte
FAK des deutsches Jugendinstitut da fel
dann das Stichwort du mag Kapital und
wir dürfen das doch nicht einfach so
alles verrotten lassen und liegen lassen
deine Kinder wir bringen die richtig
nach vorne und das ist dochs Kapital und
da ging es dann immer um Bildung und
diese Bildungsgeschichte hat dann direkt
Eingang gefunden z.B in das damals neue
Kindergarten finanzierungsgesetz das
hieß dann plötzlich Kinderbildungsgesetz
das soenante kibits dann gab's
Bildungsbereiche dann gab's
Bildungsbüros geht nur noch um Bildung
und ich hörte vor kurzem tatsächlich
eine junge Frau die gesagt hat ich kann
meinem Kind das zu Hause gar nicht
bieten was die in den Kindergärten den
bieten ich würde gern hingehen und ihr
sagen das stimmt so nicht es stimmt so
nicht in der Fantasie kann das so sein
das könnte ein Ort sein an dem Kinder
sich Treffen mit dem unglaubliche schöne
Dinge passieren aber es würde nicht
passieren es passiert nicht ich möchte
das Stichwort Bildung gleich aufnehmen
in diesem Sendeformat thematisieren wir
oft eine gewisse Bildungsmisere Probleme
die sich an den Schulen stellen würden
sie soweit gehen dass die Grundlage für
das worüber wir da jeweils sprechen was
an den Schulen falsch läuft dass das in
dieser institutionalisierten
Kinderbetreuung in Kitas quasi beginnt
ja ich würde mal so sagen im
Kleinkindalter fängt es an mit ablenken
ablenken irgendwie beschäftigen mit
irgendwelchem Nonsens ruhig stellen ist
das was in der Schule fortgesetzt wird
ja das wird fortgesetzt und die
Digitalisierung ist ein ganz
hervorragendes Mittel um weiter
abzulenken die eigentliche Konzentration
oder Aufmerksamkeit besteht ja auch in
dem Sinne gar nicht mehr wenn die Kinder
schon so unruhig zur Schule kommen ist
das ein sehr sehr großes Problem und ich
bin der glücklichen Lage ab und zu auch
mal ick zu kriegen die Grundschule über
Grundschullehrerin über Kinder die ich
sehr gut kenne über Unterrichts den ich
mit verfolgen kann über klassenfah dich
begleite und ich stelle fest es war noch
nie so viel Unruhe und natürlich auch
Gegensatz dazu dich nur sehr sehr
unruhige Kinder sondern eben auch sehr
träge Kinder die Unruhe und die Trägheit
und das ist etwas wit die Grundschule
kämpft und da ist natürlich dann immer
guter Ausweg zu sagen wir gehen auf
Digitalisierung das interessiert die
Kinder dann so ein kleinen Moment das
finde ich ganz lustig dann hat man
aufmerksamkeitpannt von eben 5 Sekunden
und dann kommt man Stückchen weiter das
passt schon das passt alles zusammen ja
klar diese Befunde klingen ja jetzt alle
nicht gut ich habe die Hoffnung
aufgegeben dass wir positiv aus diesem
Gespräch rauskommen Frau Wessel können
wir diese Entwicklung umkehren glauben
sie dass irgendwann sich die Erkenntnis
umsetzt dass wir vielleicht auf einem
Holzweg sind ich bin was das angeht was
die Institutionen angeht bin ich
eigentlich in anfürstrichchen fertig
fertig im Sinne von damit habe ich
abgeschlossen also meine Fantasie reicht
nicht mehr aus um mir eine Institution
vorzustellen die das könnte herzustellen
was Kinder brauchen ich setze mehr und
mehr auf eine starke gute organisierte
Familie in der diese Spaltung Kindheit
muss da in die Institution gepackt
werden Alter muss in die Institution
gepackt werden also die alten Weg die
Kinder weg und in der Mitte die Eltern
die arbeitsfähig sind die dann rund um
die Uhr schuften können also dazu passt
natürlich super Ganztagsbetreuung für
die Kinder und rundum Betreuung für die
alten sondern das wieder
zusammenzuführen in irgendeiner Form ja
das das einzige was ich erlebe was ich
erfahre und was sich auch in Corona
tatsächlich gezeigt hat wo Institutionen
alle versagt haben im Bezug auch auf das
Kindeswohl dass wir auch noch ein großes
Thema zuugucken was ist da in Corona
passiert in den Kinder gern da gibt auch
sehr grausame Geschichten genau wie in
den Altenheim auch und deshalb ist das
für mich das einzige was denkbar ist
denkbar vorstellbar vorstellbar aber
offensichtlich nicht sehr realistisch
zum Schluss beschreiben sie gerade eine
Entwicklung dass unsere Gesellschaft
immer stärker den Hang dazu hat
Herausforderungen irgendwo in ein
geschlossenes Haus abzudelegieren und
sich nicht mehr mit ihn zu beschäftigen
ja ist so also die einzigen Forderung
die von der Politik kommen sind noch
mehr Geld noch mehr Geld ich habe wie
gesagt gerade aktuell geguckt was so im
Landtag los es geht immer nur um mehr
Geld Tagespflegepersonen sollen gestärkt
werden das ist auch so noch wieder
gesondertes Thema es ich sag mal so alle
wissen eigentlich dass es nicht wirklich
gut funktioniert wirklich zufrieden sind
nicht alle aber die Eltern sind halt
auch alle am Rennen und am Rennen und
sehen zu dass ihre Miete bezahlen können
und die Frauen sind wier mal die
gelmeten weil man denen gesagt hat wenn
sie die Kinder ganzags abgeben können
dann können sie ja alles miteinander
vereinbaren und ganz viele Frauen sagen
das ist eine glatte Lüge es lässt sich
überhaupt nicht vereinbaren das ist
einfach ein unfassbarer Stress für
Frauen beides irgendwie zusammen
zuukriegen und da ist auch so eine dicke
Lüge drin dass das irgendwie gehen
könnte und alle wursteln sich immer
durch und sagen immer weiter so wir
stecken immer noch mehr Geld rein es
erinnert ein bisschen an diese gesamte
politische Linie irgendwas geht
überhaupt nicht mehr wird halt noch ein
bisschen Geld hinterher geschmissen es
funktioniert nicht funktioniert nicht
die Skandale die zwischendurch
auftauchen wo Kinder misshandelt werden
oder wo mal nach aus dr was Kinder
wirklich passiert ist in Kitas wie dur
wunderbare Buch von der Frau Dr Ballmann
die diese Misstände sehr genau
beschrieben hat sie nannte das Buch
seelenprügel sehr bezeichnend da hat's
keinen Aufschrei gegeben die Leute
wollen sich da nicht mit beschäftigen
das da will sich niemand mit
beschäftigen das will keiner haben ist
auch schon fast ein Tabo würde ich sagen
will keiner haben mehr Geld für etwas
das nicht zu funktionieren scheint statt
nachhaltiger Lösungen die langjährige
kitleiterin Ursula wess im Gespräch über
die Fremdbetreuung von Kindern von einem
frühen Alter an besten Dank Frau Wessel
ich danke auch
[Musik]
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
wir wollen ja nicht behaupten dass
früher alles besser war aber mit
Sicherheit war es anders unsere
serieschule früher gibt Einblicke darin
wie es einst in Klassenzimmern zu und
her ging heute gibt uns die
Sprachwissenschaftlerin Kater leihausen
einen Einblick in ihre
Erinnerungen ich bin in den 80er Jahren
in der DDR in einer Kleinstadt in
SachsenAnhalt zur Schule gegangen die
Stadt hatte 40.000 Einwohner ungefähr
und wir hatten dort sieben sogenannte
polytechnische Oberschulen die von der
ersten bis zur zehnten Klasse gingen ich
habe eine solche Schule besucht bis zur
aten Klasse ich hatte dann das Glück da
aussteigen zu können was in der DDR sehr
sehr selten war weil es dieses
einheitsschulprogramm für alle gab es
gab in der Stadt noch eine erweiterte
Obers Schule wo man dann in der 11 und
zw Klasse sein Abitur machen konnte da
sieht man ungefähr die
Zahlenverhältnisse die Schulen waren gut
organisiert wir waren z.B zweizügig
erste bis ZTE Klasse immer mit 25 bis 30
Schülern in der Klasse das war also
übersichtlich einerseits andererseits
hatten schon die Kleinsten wenn sie
eingeschult wordenen Kontakt zum Leben
weil dort eben für die größeren Schüler
z.B Physiklehrer und matthelehrer und
Sportlehrer unterwegs waren und das
ganze nicht aus lauter Frauen bestand
wie es eben hier jetzt ist wenn man in
die Grundschule kommt es war
Einheitsschule das heißt das Programm
war für alle gleich vom tagesabblauf her
es begann frühestens um 7R der
Unterricht und war dann um 1:30 Uhr zu
Ende spätestens für die Kleinen war es
ein bisschen eingeschränkt was eine
absolute Planbarkeit bedeutet hat am
Nachmittag gingen viele in den hord der
war aber freiwillig die anderen gingen
nach Hause und unterstützen ihre
Familien die haben geputzt die haben
eingekauft und die kleineren Geschwister
betreut das war so der Alter die
Hausaufgaben machte man dann entweder im
hord oder man machte sie zu Hause sehr
viel Eigenverantwortlichkeit also die
Eltern haben gearbeitet von morgens bis
abends wir hatten ja Vollbeschäftigung
die Schule war auch insofern verlässlich
als es Vertretungsunterricht gab ich
kann mich kaum erinnern an Stunden die
ausgefallen sind das gab's auch mal da
sind wir über Tisch und Bänke gelaufen
aber im Grunde waren die Lehrer
verpflichtet Unterricht zu vertreten
wenn sie krank waren dann wurden sie
auch vertreten und da das nur bis hal:3
zwe ging war das auch für alle
berechenbar und zumutbar
diese Vertretungsstunden waren gar nicht
so unwesentlich wenn ich mich
zurückerinnere also wir hatten ja in
diesen Schulen tatsächlich die
schwächsten Schüler und auch die
stärksten zusammen und ein ganz starkes
Mittelfeld wenn wir also jetzt
Vertretungsstunden hatten dann haben wir
viel wiederholt die Lehrer mussten da
nicht mit einem Programm auftreten die
Vertretungslehrer sondern die haben dann
z.B gesagt okay jetzt wiederholen wir
die Form des werbs im Deutschunterricht
ja also schwache und starke Form
schwimmen schwammen geschwommen Rollen
rollte gerollt und dann haben wir das 10
Minuten gemacht und so dass also jeder
auch später die Kassiererin oder der
Handwerker in der Lage war das
preteritum richtig zu bilden was als
Detail wichtig ist um zu verstehen wie
bildungsbeflissen die DDR war und wie
das auch durchaus funktioniert hat vor
und Nachteile der Einheitsschule dass
also alle zusammen in eine Schule gehen
ist natürlich dass man wenn man befähigt
ist schnell zu lernen eigentlich nicht
unbedingt auf die Idee kommt diejenigen
zu verachten die das nicht so gut können
sondern man sitzt zusammen man es gab
bei uns lernpartnenschaften da gingen
dann die Schwachen Schüler zu den
starken und haben dort ihre Hausaufgaben
gemacht das hilft zum sozialen
Verständnis schon sehr man fühlt sich
nicht so wichtig und man bringt Geduld
mit in den Unterricht weil viel
wiederholt wird alles ein bisschen
langsamer geht aber dafür ist es eine
sehr solide Ausbildung gewesen mein
Fachgebiet ist deutsch und die Sprachen
und ich weiß wir haben tatsächlich
gedich gelesen eine Ruhe und wir haben
Sätze analysiert Subjekt Prädikat Objekt
unterstrichen wenn ich heute mit
germanis Studenten arbeite dann ist das
nicht selbstverständlich dass die den
dati vom Akkusativ unterscheiden können
oder das Subjekt vom Substantiv ich
denke die Chance hatten wir damals und
es war eben nicht nur eine Chance
natürlich für die starken Schüler
gefördert wurde man allerdings nicht
weder die Schwachen noch die starken man
hat sich komplett auf dieses gemeinsame
Lernen verlassen und also sten war es
natürlich autoritär ich kann mich an
eine Situation erinnern die Ideologie
war ja so wichtig dass neben mir ein
Junge saß ich saß immer neben den ich
saß immer neben den schwächeren und
stillen und ruhigen Schülern im Sinne
dieser
lernpartenschaften das war ein sehr
sympathischer sehr zierlicher und
ruhiger Junge der kam also eines Tages
mit einem westpulli mit einem westlichen
Markenlogo drauf in die Schule und wurde
vom matthelehrer der an dem Tag
furchtbar schlechte Laune hatte der
musste also aufstehen und musste
Stellung nehmen zu diesem Pullover den
er da an hatte weiß nicht mehr was da
drauf stand aber es war nicht zu
übersehen man normalerweise wenn man
sowas hatte dann versteckte man das so
ein bisschen unter einem Halstuch oder
sowas aber das war nicht zu übersehen
und war ja auch schick das war sozusagen
der Porsche wenn man mit einer West
Jeans da auftauchen konnte aber bei den
Lehrern war es eben heikel das konnte
gut gehen in dem Fall ging es nicht gut
er musste sich an dem Tag den Pullover
ausziehen und im Unterhemd im Wind nach
Hause laufen und sich einen neuen
Pullover
[Musik]
holen sie hörten die Sendung
Lehrerzimmer jede Woche eine Stunde rund
um das Thema Bildung hier bei konterfunk
wir kommen wieder nächsten Donnerstag
unsere Redaktion ist offen für Ihre
Fragen Inputs und Vorschläge sei es als
Pädagoge Psychologe Eltern oder Schüler
wir interessieren uns für Ihre
Erfahrungen und Eindrücke sie erreichen
uns mit Ihren Anregungen unter der
Adresse
[email protected] diese
Sendung können Sie auch als Podcast in
unserer Mediathek nachhören und
natürlich sehr gerne weiter verbreiten
am Mikrofon verabschiedet sich Stefan
Milius
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
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