Die Diagnose einer Nebennierenschwäche erfordert eine gründliche Anamnese und spezielle Labortests, um die Hormonspiegel zu überprüfen. Dr. Pfeiffer betont, dass eine ganzheitliche Herangehensweise entscheidend ist. Die Behandlung umfasst oft: Stressmanagement: Techniken wie Meditation, Yoga und Achtsamkeitsübungen helfen, den Stresspegel zu senken.
Ernährungsumstellung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen, insbesondere Vitamin C, B-Vitamine und Magnesium, unterstützt die Nebennierenfunktion.
Schlafhygiene: Regelmäßiger und erholsamer Schlaf ist essenziell für die Regeneration der Nebennieren.
Nahrungsergänzungsmittel: In einigen Fällen können adaptogene Kräuter wie Ashwagandha oder Rhodiola sowie spezielle Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein. Hormontherapie: Bei schweren Fällen kann eine gezielte Hormonersatztherapie notwendig sein, die unter ärztlicher Aufsicht erfolgt.
Zur Prävention einer Nebennierenschwäche empfiehlt Dr. Pfeiffer einen gesunden Lebensstil mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Arbeit und Erholung, regelmäßiger körperlicher Aktivität und einer nahrhaften Ernährung. Stressbewältigungsstrategien und ausreichende Erholungsphasen sind entscheidend, um die Gesundheit der Nebennieren langfristig zu schützen.
▬ Zu Gast ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Sophie Pfeffer, Ärztin und Ganzheitsmedizinerin Moderation: Corina Klein Sendungsnummer: EBas_240716_S2_biorelax_pfeiffer
▬ Über QS24 ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ QS24 stellt die erste deutschsprachige Informationsdatenbank dar, die die Naturheilkunde und ganzheitliche Medizin inklusive der Psyche abdeckt. Somit hat man eine weitere Sichtweise in Ergänzung zur herkömmlichen Medizin.
Aktivieren Sie unsere Push-Benachrichtigungen in ihrem Browser jetzt kostenlos unter https://qs24.tv.
Vielen Dank! Ihr #QS24 Gesundheitsfernsehen aus der Schweiz 🇨🇭
Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute in unserem Gesundheitsfernsehen.
Nebenniere-Schwäche.
Oft auch gar nicht erkannt, aber die Folgen sind wirklich
chronische Ermüdung, ein Ausgebranntsein
und die Hormone sind völlig aus dem Ruder geraten.
Wie wir das Ganze wieder in Einklang bekommen,
das bespreche ich heute mit meiner Ganzheitsmedizinerin,
die sowohl uns zeigt, wie die Schulmedizin arbeitet,
aber auch, was wir in der Selbstverantwortung
für Möglichkeiten haben, um unseren Körper wieder in Einklang zu bekommen.
Bleiben Sie dran.
Hallo, liebe Sophie. Schön, dass du wieder da bist.
Ich freue mich auch.
Der ganzheitliche Blick, es ist wirklich sehr herausfordernd,
heutzutage vor allen Dingen als Patient.
Wir sind in einem Kassensystem, wir haben natürlich die Hoffnung,
wenn wir viel monatlich zahlen für dieses ganze System,
dass wir natürlich dort auch Lösungswege finden.
Ich denke, es wird immer wieder mehr bekannt,
dass wenn wir wirklich den ganzen Menschen in Betracht ziehen möchten,
auch einen Arzt haben möchten, der uns als ganzes Konstrukt erkennt,
dass wir dann wirklich sagen, es geht nicht anders.
Wir müssen in die Selbstverantwortung kommen.
Und gerade, ich glaube, das Thema Nebennieren-Schwäche
ist in den letzten Jahren komplett hochgekommen,
weil wir alle in einen Stress gekommen sind.
Egal wie, ob jetzt medial, durch Kriegsgeschehen,
durch Propaganda, durch was auch immer,
aber irgendwo, oder familiäre Konflikte,
ist es jetzt so ein bisschen für mich so,
es kocht jetzt dermaßen hoch.
Jeder kriegt seinen Brennstoff so geliefert,
dass wir jetzt wirklich ganz, ganz gut, achtsam
mit unserem Körper umgehen müssen.
Und da spielt, glaube ich, die Nebenniere eine zentrale Rolle.
Ja, absolut.
Ich würde gerne einleiten, um kurz mal zu erklären,
was Nebenniere überhaupt ist, bedeutet.
Also man könnte ja an die Niere denken,
dass die irgendwas damit zu tun hat.
Es ist so, dass die Nebenniere im Grunde eine Hormontrüse ist.
Also die produziert die ganze Zeit Hormone
und die liegt wie so eine kleine Zipfelmütze
auf den beiden Nieren drauf.
Und die Beschreibung kommt einfach, Nebenniere, die Bezeichnung,
die kommt aus den ersten anatomischen Untersuchungen.
Da hat man gesehen, ach, über der Niere ist noch was obendrauf.
Das ist wie eine Art Nebenniere.
Von der Funktion her hat das gar nichts mit der Niere zu tun.
Es ist, wie gesagt, eine Hormontrüse.
Und die ist unglaublich wichtig, einmal für unseren gesamten Hormonhaushalt.
Die Hormone, die darin produziert werden,
die regulieren im Grunde alles.
Viele Stoffwechselvorgänge, unsere Blutsalze,
damit unseren Blutdruck, aber auch unseren Blutzucker,
unsere Geschlechtshormone kommen da teilweise her.
Es ist ein ganz, ganz, ganz großes Spektrum.
Und eine herausstechende Position hat dabei immer das Cortisol.
Das hat nämlich bei dieser Nebennierenerschöpfung
einen ganz besonderen Stellenwert.
Weil wir das merken,
wenn das nicht mehr ausreichend im Körper zur Verfügung steht.
Und ich habe in den letzten Jahren beobachtet,
dass Cortisol, besonders auch das medizinische Präparat dazu,
das Cortison, das hat einen wahnsinnig schlechten Ruf.
Und das hat natürlich damit zu tun,
dass es an vielen Stellen eingesetzt wird,
wo es wahrscheinlich nicht notwendig ist.
Oder wo einfach eine Abbiegung, wie nennt man das, eine Abkürzung,
eine schnelle Lösung gesucht wird, irgendein Symptom wegzumachen.
Und es funktioniert auch erst mal.
Aber im Nachhinein kommt das Symptom auf eine andere Ebene wieder.
Und man hat zusätzlich noch in diesen Hormonhaushalt eingegriffen.
An sich ist Cortisol ein sehr, sehr wichtiges Hormon,
was uns hilft, in stressigen Situationen gut zu funktionieren.
Die Körperprozesse werden in stressigen Situationen so angepasst,
dass wir die Energie haben, die Leistungsfähigkeit,
um diese stressige Phase gut durchzustehen,
hier oben noch genügend Reserven zu haben.
Und wenn der Stress vorbei ist,
so ist es zumindest von der Natur her gedacht,
dann kann sich der Körper wieder erholen.
Und dieser Cortisol-Spiegel sinkt auch wieder ab.
Und die Natur hat sich das, finde ich, wunderschön ausgedacht
und hat aber gar nicht quasi mit einberechnen können,
was der Mensch heute an Stressfaktoren überhaupt ausgesetzt ist.
Und das ist schon mal ein Thema für sich,
dass man erst mal erkennt, wo überall Stress auf uns einwirkt.
Du hast jetzt gerade zum Beispiel
diese Medienberichterstattung angesprochen.
Die ja gerade in den letzten Jahren teilweise vollgepackt war
mit hochdramatischen und teilweise auch existenzbestimmenden Dingen.
Ja, und auch jetzt gerade wieder ...
Man hat ja das Gefühl, es spitzt sich immer mehr zu.
Man denkt ja schon, es geht gar nicht weiter.
Und trotzdem jeden Tag neue Nachrichten,
die im Grunde zeigen hier,
die ein Gefühl von Unsicherheit vermitteln.
Ja, und das ist etwas, was sehr global ist,
was uns natürlich alle verbindet.
Und dann gibt es aber noch Stressfaktoren,
die sind gar nicht so offensichtlich.
Es geht gleich weiter, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer.
Aber wir möchten an dieser Stelle Ihnen ein paar Highlights
aus einer ganz besonderen Sendung noch präsentieren.
Und wenn es Sie genauso begeistert, wie es mich begeistert hat,
dann klicken Sie auf diese Sendung, schauen Sie sich an
und nehmen Sie diese Mitteilungen mit.
Alles Gute und bis ein anderes Mal. Auf Wiedersehen, Mitterland.
Das ist eine Zeitbombe.
Wir haben jetzt schon in der Schweiz eine Übersterblichkeit von 20 %
im Schnitt.
Das wird sich deutlich erhöhen.
Und das sind keine besonders guten Aussichten.
Ich sehe Krankheitsbilder seit zwei Jahren, die habe ich nie gesehen.
Das sind Krankheitsbilder in der Kombination,
die sind absolut ungewöhnlich.
Oder die haben wir vielleicht auch gar nicht auf dem Schirm.
Zum Beispiel eine schlechte Ernährung
ist ein Stressfaktor für unseren Körper.
Zu wenig Bewegung ist ein Stressfaktor.
Aber auch Umweltvergifte, Schwermetallbelastung
ist ein kontinuierlicher Stressfaktor,
der nicht einfach mal weggeht, sondern der wirklich permanent an ist,
auch ob Tag oder Nacht.
Aber auch elektromagnetische Felder,
das sind alles Dinge, die können wir teilweise nicht sehen.
Und deswegen auch möglicherweise unterschätzen wir diese Einflusskraft.
Und dann kommt natürlich noch ein ganz großes Thema hinzu,
das ist die Informationsflut.
Nicht nur die Nachrichten,
sondern auch überhaupt die Medien,
diese 24 Stunden verfügbar online sein,
möglicherweise auch in sozialen Netzwerken.
Das, was uns teilweise auch wieder von den Medien vorgelebt wird
als Normalität, so ist das heute,
das stellen wir immer weniger in Frage und merken gar nicht
oder neigen dazu, es gar nicht ernst zu nehmen,
wenn unser Körper uns die ersten Signale sendet,
dass wir dabei sind, auszubrennen.
Da finde ich auch symbolisch
diese Zigarettenschachteln mit den Bildern.
Ich habe da oft die Diskussion, wo ich sage,
diese Bilder gehören nicht auf den Tisch.
Ich möchte nicht, dass mein Unterbewusstsein das aufnimmt.
Und du hast dann Menschen, die sagen, mir macht das nichts aus.
Du hast überhaupt gar keine Ahnung, was unterbewusst läuft.
Und man darf sich gerne mal damit informieren,
warum diese Bilder da drauf gesetzt wurden.
Das ist nämlich nicht, um uns zu schützen.
Das ist in uns, Krankheiten aus, weißt du.
Und das finde ich so eine Symbolik.
Selbst wenn man jetzt gar nicht auf die ganz tiefe Ebene geht,
was soll damit denn gesetzt werden, was für ein Impuls?
Es verdeutlicht, glaube ich, aber trotzdem für alle Nachvollzieher,
wie auch häufig die Schulmedizin an bestimmte Sachen herangeht,
gerade wenn es um Prophylaxe geht.
Es läuft über Angst.
Es läuft über Risiken aufzeigen, Angst machen
und dann hoffen, dass der Mensch so eine große Angst hat,
dass er dann irgendetwas verändert.
Also wenn man jetzt bei dem Beispiel dieser abschreckenden Bilder
auf den Nikotin-Zigarettenpackungen, wenn man dabei bleibt.
Aber ich muss trotzdem immer achtsam sein,
wenn mit Angst gearbeitet wird,
dann ist das nie ein positiver Stimulus.
Es ist immer, immer ein stresserzeugender Stimulus.
Ob ich dann trotzdem aufhöre zu rauchen,
im besten Fall höre ich auf zu rauchen,
aber es ist trotzdem aus der Angst heraus.
Und was ich versuche, wenn wir gerade auch mit Symptomen,
mit körperlichen Erkrankungen zu tun haben,
ich hoffe, dass meine Arbeit die Menschen dazu bringt,
weniger aus der Angst heraus mit ihren Erkrankungen umzugehen,
sondern ein Gefühl dafür zu entwickeln,
dass der Körper, dass viele Beschwerden dazu dienen,
eine Veränderung der Lebensweise zu erzeugen.
Oder ein Bewusstwerden von bestimmten Themen zu befördern.
Und bei Nebennierenschwäche, finde ich, liegt das ganz klar auf der Hand.
Also, um zu den Hormonen zurückzukommen,
unsere Nebenniere arbeitet in unserem Sinne,
schüttet Cortisol aus, wenn wir stressige Phasen haben.
Und das macht sie sogar einen ziemlich langen Zeitraum.
Also wir können auch lange Phasen von Stress noch gut kompensieren.
Irgendwann, wenn dieser Stress aber jahrelang anhält
oder es dann noch mal so intensiviert wird durch Krisen, Konflikte,
dann kann es durchaus passieren,
dass auch die Nebenniere sich in ihrer Hormonproduktion erschöpft.
Das kann verschiedene Ursachen haben.
Manchmal fehlt auch nur die Baustoffe.
Also, wenn man dann wieder Vitalstoffe zuführt,
bestimmte Vitamine sind da ganz essentiell.
Die B-Vitamine, um die mal zu nennen,
ganz besonders B6, B12, Folsäure, Vitamin C, Zink, Kupfer, Eisen.
Da haben wir so das, was unsere Nebenniere braucht,
um gut zu arbeiten.
Es braucht aber auch Ausgangsstoffe.
Und alle diese Hormone, die in der Nebenniere gebildet werden,
die basieren auf im Grunde dem Cholesteringerüst, ja?
Und dann gibt es ein Hormon,
das nennt man das Großmutterhormon quasi.
Das ist das Präkninolon.
Und das wird in unseren Mitochondren gebildet.
Jetzt weiß man, wenn die Mitochondren nicht mehr gut arbeiten,
dann sinkt auch diese Ausgangsursubstanz
für die Stresshormone, die sinkt dann.
Und der Körper versucht natürlich trotzdem,
noch dieses Cortisol zu produzieren,
weil das ist einfach unglaublich wichtig.
Was dann passiert, es werden andere Hormone noch mit reingezogen,
wie zum Beispiel das Progesteron.
Das ist ein ganz wichtiges Geschlechtshormon,
was an ganz vielen Stellen in unserem Körper,
nicht nur bei Frauen, auch bei Männern,
mit dafür entscheidend ist, dass es uns gut geht.
Und dass die Zellen ihre Funktion gut machen können.
D.h. es wird auch noch mit da reingezogen,
um diesem Stress gerecht zu werden.
Und wenn dann alles aufgebraucht ist,
dann wird irgendwann auch dieser Cholesterinspiegel sinken.
Und was die Menschen dann ganz stark merken,
die davon betroffen sind, nicht nur, dass dieser Spiegel sinkt,
sondern es gibt nicht mehr diesen Morgenpeak von Cholesterin.
Also wenn wir aufstehen,
unser Körper stört dann ganz viel Cholesterin aus,
damit wir in die Gänge kommen.
Damit unsere Körperfunktion, unser Blutdruck ...
Cortisol.
Ja, weil du hast gerade Cholesterin gesagt.
Oh, entschuldigung.
Nein, alles gut.
Wir sind beim Cortisol.
Ja, Cortisol, ja.
Wird ausgeschüttet, damit wir in die Gänge kommen.
Und das ist dann so ein diagnostisches Kriterium.
Wenn dieser Morgenpeak,
dieser schnelle Anstieg von Cortisol ausbleibt,
dann sind wir in der Nebennierenerschöpfung drin.
Dann kommen wir nicht raus,
kriegen uns nicht aus dem Bett, schlafen sofort wieder ein.
Genau, wir kommen nicht in den Tag rein.
Wir brauchen ganz lange, um wirklich in die Gänge zu kommen.
Wir sind auch am Tag sehr, sehr müde.
Unser Nachtschlaf ist nicht mehr erholsam.
Wir wachen viel auf, wir haben Albträume, wir schwitzen nachts.
Und wenn man sich dann den Tagesverlauf weiter anschaut,
dann ist es so, am Nachmittag, nach dem Essen,
gibt es noch mal so ein richtiges Tief.
Und gegen Abend fangen die meisten an,
dann so ein bisschen aufzuwachen.
Und dann in den Abendstunden
fällt es denen dann auch meistens leichter zu arbeiten.
Das hat aber wieder, birgt das Risiko,
dass man dann abends zu spät ins Bett geht.
Ja.
Ja, weil gerade bei so einer Nebennierenerschöpfung
ist der Nachtschlaf vor Mitternacht, das ist der Wichtigste.
Das heißt, allerspätesten sollte man um elf im Bett liegen,
wenn nicht sogar besser um zehn.
Ja.
Das sind so Symptome, was aber auch ganz, ganz charakteristisch ist,
dass man dünnhäutiger wird.
Ja, also man wird auch gefühlt emotionaler.
Man kann nicht mehr gut mit Einflüssen umgehen,
die vorher kein Problem war.
Wenn es zu laut ist, wenn es zu hell ist.
Konflikte, das führt alles dazu,
dass man sich viel zu schnell überfuttert fühlt.
Und auf der anderen Seite hat man auch so ein Verlangen
nach aufputschenden Substanzen, nach zuckerhaltigen Geschichten,
nach Koffein, manche kommen ohne Kaffee gar nicht mehr über den Tag.
Man muss ganz klar sagen, das hält das ganze Rad noch,
also es macht es im Grunde schlimmer.
Und bei Frauen ist es dann auch manchmal der Fall,
dass dann auch tatsächlich Kinderwunschprobleme auftreten.
Weil natürlich der gesamte Hormonhaushalt
dadurch auch ins Wanken kommen kann.
Was ich natürlich auch ganz spannend finde
und auch von dir gerne noch hören möchte,
es gibt ja wirklich für Frauen ganz klare Anzeigen.
Du kriegst den Cortisol-Buckel, Bauchfett.
Dein Körper reagiert auf nichts mehr, auf keinen Sport.
Geht sowieso nicht mehr.
Ernährung umstellen bringt 0,00.
Der Körper macht keinen Muckser mehr.
Und das ist ja oft diese große Frustration dann für Frauen.
Da würde ich gerne noch was von dir hören,
weil da steckt natürlich dann auch wirklich viel Problematik dahinter.
Diese Fettverteilungsveränderung, die du angesprochen hast,
die tut sich ja schon dann auf,
wenn ich in der Cortisol-Überproduktion bin.
Das ist ja die Phase, wo noch alles funktioniert,
wo ich noch Cortisol ausschütten kann.
Damit bahne ich die Erschöpfung.
Man kann also sagen, da, wenn ich im Stress bin
und meine Nebenhirnen noch gut Cortisol ausschütten,
zu viel im Grunde, da habe ich schon die erste Phase der Erschöpfung gelegt.
Erhöht sich das Bauchfett oder merkt man das am Gewebe?
Im Grunde, wenn man sich die Wirkung von Cortisol anschaut,
dann ist das teilweise sogar so, dass es die Fettverbrennung stimuliert.
Aber wir haben unterschiedliche Verteilungen an Rezeptoren
für dieses Hormon.
Im Bereich der Extremitäten, besonders der Beine,
haben wir Rezeptoren, wenn das Cortisol bindet, wird Fett abgebaut.
Im Bereich des Stamms, also im Bereich vom Bauch,
haben wir wiederum Rezeptoren,
wo dann aber eher, wenn Cortisol bindet, Fett eingelagert wird.
Sodass es zu dieser Umverteilung kommt.
Man sammelt dann dieses Stammfett an,
was sich auch im Bauchraum ansammelt, dieses viszerale Fettgewebe,
was wiederum, das weiß man auch schulmedizinisch,
was wiederum das Risiko für andere Erkrankungen erhöht.
Metabolisches Syndrom.
Dieses wirklich, ich sag mal, schädliche Fettgewebe.
Ist auch entzündlich.
Bei Frauen, klassischerweise, das Fettgewebe,
was wir am wenigsten möchten, um den Po herum,
das macht nicht diese Probleme.
Genau.
Was du angesprochen hast, diese Gewichtsprobleme,
die äußern sich übrigens auch in der anderen Richtung,
wenn ich in der Nebennierenerschöpfung bin,
ich kann auch nicht mehr zunehmen.
Dieses Gewicht, da passiert gar nichts mehr.
Es fühlt sich häufig an wie eingefroren.
Dass man nicht mehr abnehmen kann.
Es gibt natürlich auch Menschen, die wollen eher zunehmen.
Geht auch nicht mehr.
Was wichtig ist zu wissen für jeden, der diesen Verdacht hat,
schulmedizinisch gesehen, gibt es keine Nebennierenerschöpfung.
Es gibt die Nebenniereninsuffizienz.
Die hat einen bestimmten Namen, nennt sich Morbus Addison.
Das ist eine Autoimmunerkrankung der Nebennieren.
Da richtet sich das Immunsystem gegen diese hormonproduzierenden Zellen.
Dadurch gehen die kaputt und können keine diese Hormone mehr produzieren.
Wie Akinashimoto auf der Nebenniere.
Richtig, genau.
Aber das, wovon wir reden, das ist ja so ein Übergang.
Es ist ja wie ein Kontinuum.
Von zu viel Kordisol bis zu kein Kordisol mehr.
Es kann sehr lange dauern.
Es macht sehr viele unterschiedliche Symptome.
Dafür hat die Schulmedizin keine Diagnose.
D.h., wenn man da rangehen möchte, das vielleicht auch zu diagnostizieren,
dann sollte man sich einen ganzheitlich arbeitenden Therapeuten
oder Arzt suchen, der sich auch mit Speicheldiagnostik auskennt.
Oder auch Bioidentorhormontherapie.
Im Grunde ist das auch das Feld von Kordisol.
Einen Kordisolmangel kann man sehr zuverlässig
aus Speichelproben diagnostizieren.
Dann könnte ich quasi wie das Kind auf dem Weg zum Brunnen erwischen.
Ja, durchaus.
Es gibt ja noch andere Hormone, die auch in der Nebenniere gebildet werden.
Da gibt es eins, das hat einen wichtigen Stellenwert.
Das ist das DHER.
Das ist Dihydroepianthosteron.
Sowohl bei Frauen als auch bei Männern.
Da weiß man, wenn diese Nebennierenerschöpfung sich anbahnt,
das ist das erste Hormon, was absinkt.
Wenn man das im Blick hat, darüber kann man schon sagen,
wahrscheinlich oder eher unwahrscheinlich,
dass die Nebenniere erschöpft ist.
Und dann am Ende sind tatsächlich auch Pregnenolon erniedrigt,
Progesteron erniedrigt.
Das ist wie quasi eine Kette.
Wie die Hormone synthetisiert werden.
Und am Ende Östrogen kann erniedrigt sein, Testosteron.
Es ist wirklich die gesamte Palette betroffen an Geschlechtshormonen.
Das kann man aber alles im Rahmen einer Speicheldiagnostik
mit abklären lassen.
Warum kommt dieser Buckel? Das verstehe ich noch nicht.
Das ist im Grunde diese Hormonrezeptoren,
dass die an dieser Stelle dafür sorgen,
dass sich Gewebe aufbaut.
Als Schutz.
Ich denke schon ein bisschen an diese spirituelle Symbolik.
Was sitzt mir im Nacken? Ich muss mich schützen.
Genau.
Fett ist ja immer im Grunde ein Schutzpanzer.
Da kann man ja immer Stress bei Stress,
um es mal ganz runterzubrechen.
Wenn zu viel Stress auf mich einwirkt,
möchte ich mich natürlich schützen.
Was mache ich dann?
Die Schultern gehen ja auch hoch bei Stress.
Indem ich Fett, was isoliert, um mich herum ansammle,
habe ich natürlich versucht,
meinen Körper eine Isolation herzustellen.
Das aber wirklich auf der symbolischen Ebene gesprochen.
Das ist jetzt wahrscheinlich nichts,
womit man einen Schulmediziner gut konfrontieren kann.
Nein, aber unsere Zuschauer lieben den ganzheitlichen Blick.
Wichtig ist natürlich,
was mache ich denn jetzt im Grunde bei der Nebennierenerschöpfung?
Ich glaube, ganz essentiell ist, dass man verstehen muss,
wie dieser Zustand entstanden ist, um ihn auch wieder auflösen zu können.
Der erste Faktor ist die zeitliche Komponente.
Eine Nebennierenerschöpfung entsteht nicht über Wochen,
nicht über Monate, sondern über Jahre.
Es ist ein über Jahre andauernder Stresszustand.
Wenn ich meinem Körper da raushelfen will,
sollte ich ihm mindestens genauso viel Zeit geben,
wie er quasi ertragen hat, um da hineinzugeraten.
Das heißt, es wird nichts von heute auf morgen gehen.
Wichtig ist, und ich glaube, das wird viel unterschätzt,
man kann sich angucken, was nehme ich ein?
Was kann ich meinem Körper noch mitbieten,
dass er sich gut an Stress anpassen kann?
Ich habe vorhin schon über diese Vitamine gesprochen,
die einfach notwendig sind, Vitalstoffe, um Cortisol zu bilden.
Man braucht manchmal auch diese bioidenten Hormone,
zum Beispiel Pregnenolon, Progesteron,
um einfach in der Situation zu helfen, zu unterstützen,
das zu übernehmen, was der Körper gerade nicht mehr kann.
Natürlich ist das Ansinnen,
immer den Körper wieder selber in die Lage zu bringen,
Hormone zu produzieren.
Das wäre dann wie eine Überbrückungshilfe.
Richtig, genau.
Einfach eine Überbrückungshilfe.
Sonst komme ich teilweise gar nicht da raus.
Man kann die Bedingungen verbessern,
wie mein Körper sich neben dem Gewebe gut regenerieren kann.
Dafür braucht es eine optimale Durchblutung.
Das, was ich einnehme, muss dahin, wo es gebraucht wird.
Das ist oft auch ein Problem.
Wir haben ja so Mikrozirkulationsprobleme.
Das wird ja komplett ausgeblendet.
Bei Mikrozirkulation und Durchblutung
und Verbesserung des Sauerstoffzustands,
ich erwähne an dieser Stelle immer mit,
die kleinen Felder.
Das ist eine Magnetfeldtechnologie,
die man für sich nutzen kann,
in einer alltagsfreundlichen Anwendungsweise.
Das sind Schlafauflagen, wo ich mich nachts drauflege.
Ich brauche keinen Strom, keine Steckdose.
Ich lege mich einfach drauf.
Durch die Anordnung der Magnetelemente
wird die Zirkulation meines Blutes optimiert.
Indem z.B. auch rote Blutkörperchen, die aneinander lagern,
dass das sich wieder voneinander löst.
Nur dann kann auch so ein rotes Blutkörperchen
in diese kleinen Haargefäße finden.
Das bildet die Schulmedizin,
mit einer Sauerstoffmessung, Pulsoximetrie, gar nicht ab.
Wie die Durchblutung und Sauerstoffversorgung
im Gewebe drin ist,
ist in diesem Wert nicht wiedergegeben.
Das ist das Globale.
Dann kann man schauen,
es gibt wunderbare Adaptogene,
Pflanzenwirkstoffe,
die unterstützend mitwirken.
Das Heilige Basilikum ist relativ populär.
Das Tulsi, das ist vielleicht eher bekannt.
Aschwagandha, die Schlafbeere,
hat sich schon einen großen Namen gemacht.
Und die Rosea ...
Rosenwurz.
Genau, der Rosenwurz,
der auch in Kapseln einzunehmen ist.
Und da auch wirklich über einen längeren Zeitraum.
Also nicht erwarten,
dass sich nach zwei Wochen Einnahme alles verbessert.
Da braucht man Kontinuität
und auch ein bisschen Durchhaltevermögen.
Ja, und dann müssen wir uns ganz klar entscheiden,
mit unserem Lebensstil befassen
und da schauen, wie man Stressoren eliminiert.
Und ich hatte vorhin schon
über Schwermetallbelastung gesprochen.
Da geht es natürlich auch darum zu gucken,
wo habe ich denn Schwermetallbelastung
in meinem Körper?
Muss das ausgeleitet werden?
Gibt es da irgendwelche Herde,
die quasi beseitigt werden müssen?
Und was kann ich an meiner Ernährungsweise tun,
damit zum Beispiel der Blutzucker konstant ist?
Und da finden die einen
eine Ernährungsform,
die vielleicht in die Richtung sogar Keto geht.
Also dass man wirklich
auf Kohlenhydrate verzichtet
und einen sehr stabilen Blutzucker für sich erreicht.
Und andere finden wiederum
eine vollwertige Ernährung für sich.
Oder finden zu einer Ernährungsweise,
die insgesamt langsamer geht.
Mediterran.
Mediterran oder traditionell.
Also diese traditionellen Ernährungsweisen,
wo auch traditionell europäisch,
wo zum Beispiel Teig
angesäuert wird, bevor er gebacken wird.
Dafür haben wir ja heutzutage
gar nicht mehr die Zeit.
Und wenn man sowas für sich mit in den Alltag einbaut,
das entschleunigt.
Das macht was.
Und dann natürlich zu schauen,
wie ist meine Morgenroutine?
Wie ist meine Abendroutine?
Gönne ich mir auch
morgens einen Raum,
ohne sofort aufs Handy zu schauen?
Vielleicht gucke ich erst
ab um neun aufs Handy.
Und gucke ab um neun abends
nicht mehr aufs Handy.
Und da auch wirklich diesen Schritt rauszugehen
aus diesem Lebensstil,
der uns tatsächlich krank machen kann.
Ja.
Und auch was treibt uns an?
Wenn wir natürlich mit den Glaubenssätzen
durch die Welt laufen.
Du musst es schaffen und höher, schneller, weiter.
Was uns ja auch signalisiert wird.
Und gerade diese ganzen Medien mit schöner...
Das stresst ja unbewusst
auf einer Ebene,
wo wir noch, sag ich mal,
in dem Setting wenig Zugang haben.
Wo auch in der Schulmedizin
mal komplett außen vor gelassen wird.
Ja, richtig.
Und das Gefährliche ist,
dass dieser Eindruck vermittelt wird,
es ist die Normalität und wir müssen uns dem anpassen.
Und unser Körper gibt uns permanent die Signale,
dass die Anpassung,
dieses Anpassungslimit überschritten ist.
Ja.
Super.
Sophie, vielen, vielen Dank, dass du da warst.
Ein wunderbarer Überblick und auch viele Tipps.
Und danke.
Ich freue mich auf die nächste Runde mit dir.
Danke, ich mich auch.
Liebe Zuschauer, ein unglaublich wichtiges Thema.
Und wunderbar, dass wir wirklich Ärzte bei uns haben,
die uns den gesamten Blick geben
und wir dann doch eigenverantwortlich entscheiden können,
was spricht mich an,
was könnte mein Körper wieder in Einklang bringen.
Vielen Dank fürs Zuschauen, bis bald. Tschüss.